Von Johanna R. Wöhlke
Unser Mitglied Dr. László Kova lädt ein zu einer Kunstausstellung. Die genauen Daten entnehmen Sie bitte dem folgenden Artikel. Continue reading „Kunstausstellung: Hamburg und Venedig“
Die journalistische Arbeit unserer Mitglieder
Von Johanna R. Wöhlke
Unser Mitglied Dr. László Kova lädt ein zu einer Kunstausstellung. Die genauen Daten entnehmen Sie bitte dem folgenden Artikel. Continue reading „Kunstausstellung: Hamburg und Venedig“
Von Hans-Peter Kurr
Aus dem Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Text: Hans-Peter Kurr

Der Beifall war stark, anhaltend, jubelnd, ohne Hemmung. Auch an ( zuweilen unverständlichen) Lachern fehlte es nicht, zum Beispiel, wenn Kreon sich ohne Not selber den Habitus eines Krüppels anerzogen hatte (, möglicherweise, um seinem Menschenbruder Oedipus zu gefallen?). Die Rede ist von der Schauspielhaus –Premiere des bedeutendsten Bühnenwerkes, das in der Theaterliteratur existiert, dem Sophokleischen „Oedipus“. Und auch das trifft nur Continue reading „Ein Patchwork-Oedipus“
von Götz Egloff
Rezension zu Katharina Pohl, Schönes Scheitern? Die Suche nach Identität in den Inszenierungen Florian Fiedlers. Tectum Verlag, Marburg, 2010

Die in der Reihe Kleine Mainzer Schriften zur Theaterwissenschaft erschienene 182-Seiten-starke Untersuchung zur zeitgenössischen Theaterpraxis bietet eine intensive und höchst eindrückliche Leseerfahrung. Auch Rezipienten, die die beiden besprochenen Inszenierungen Florian Fiedlers nicht gesehen haben, werden von der detaillierten und äußerst nachvollziehbaren Analyse profitieren, die Katharina Pohl hier vorlegt.
Den Topos des Scheiterns in der Postmoderne, in der eine als kohärent erfahrene Identität wenn nicht brüchig, eher schon in der Auflösung begriffen ist, beleuchtet Pohl anhand der Inszenierungen Fiedlers von Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ und Kaurismäkis „I Hired a Contract Killer oder Wie feuere ich meinen Mörder?“ am Frankfurter Schauspielhaus 2004 und 2005. Was Fiedler mittels Raum, Zeit und Personal auf der Bühne konstelliert, findet in Pohls Analyse dabei seine akademische Entsprechung. Dabei entbehrt diese nicht des nötigen Continue reading „Das mühsame Ringen um Identität“
erschienen in der Preußisch Allgemeinen Zeitung
Von Dr. Manuel Ruoff
Vizekanzler Arthur von Posadowsky-Wehner trat bei der ersten Reichspräsidentenwahl gegen den rechten Sozialdemokraten an
Wollte man Arthur Adolf Graf von Posadowsky-Wehner Freiherr von Postelwitz im politischen Spektrum verordnen, dann müsste man ihn zum Linkskonservatismus zählen. In seiner Bejahung von König und Kaiser und von seiner Herkunft her war Posadowsky-Wehner ein typischer Konservativer. Der am 3. Juni 1845 im niederschlesischen Groß-Glogau geborene Graf entstammte ostelbischem Uradel und bereits der Vater hatte als königlicher Oberlandesgerichtsrat in verantwortungsvoller Funktion dem Staat gedient. Seine Mutter war eine von Plötz. Der Sohn verhielt sich standesgemäß und schickte sich an, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Nach dem Abitur am evangelischen Gymnasium in Glogau studierte der Protestant in der Provinzhauptstadt Breslau, in der Landeshauptstadt Berlin und in Heidelberg Rechts- und Staatswissenschaften, wobei sein besonderes Interesse neben dem Kirchen- dem Staatsrecht galt – beste Voraussetzungen für eine Tätigkeit im Staatsdienst. Nach der Continue reading „Linkskonservative Alternative zu Friedrich Ebert“
Von Johanna R. Wöhlke
Internetionalität – für mich mein Wort des Jahres 2012!
Neue Begrifflichkeiten sind erforderlich, um die Welt zu beschreiben, wie sie heute ist. Jetzt, hier und heute ist sie nicht mehr nur international, sie ist internetional!
Wird das jemand bezweifeln wollen? Sicher, es wird den einen oder anderen Aspekt geben, Gedanken und Überlegungen, wie dieser Begriff im einzelnen zu füllen sei – aber im Kern wird niemand bezweifeln wollen, dass sich unsere Welt langsam und unaufhaltsam hin bewegt hat zum Internet und damit zur Internetionalität!
Internationalität war noch geprägt davon, eigene Erfahrungen damit gemacht zu haben, körperliche Erfahrungen. Die Welt sehen, riechen, schmecken, ertasten, das geht nur als Mensch, als „real existierender“ Mensch. Continue reading „Das Internet erzeugt „Internetionalität“ – eine Anregung zur Diskussion“
Von Hans-Peter Kurr
Lydia Spiekermanns Bearbeitung und Inszenierung im Monsun-Theater

Eine Sternstunde der Begegnung mit wertvoller Literatur hat die Hamburger Regisseurin Lydia Spiekermann mit ihrem Rilke-Abend geschaffen, der jetzt wieder im Monsun-Theater, vor leider viel zu wenigen Zuschauern, zu sehen war.
Es handelt sich bei dieser Arbeit um eine Bühnenfassung der „Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“von Rainer Maria Rilke, eine Art ausufernder Familiengeschichte, deren Verstehbarkeit die Regisseurin ihrem Publikum durch einen klugen einleitenden Vortrag erleichtert.
Ihr hohes Verdienst aber, nicht nur diese Bearbeitung geschaffen und sie, ungemein phantasiereich, inszeniert zu haben, wird noch übertroffen durch die Tatsache, daß sie denSchauspieler Erich Fiebiger für sich entdeckte und engagierte, dem es gelingt, mithilfe von Dichte und Intensität in mindestens ein Dutzend unterschiedlicher Figuren der zahlreichen Familienmitglieder zu schlüpfen. Continue reading „Rilke-Texte verlebendigt“
Von Hans-Peter Kurr
Martina Gedecks Solo / Der erschütternde Film DIE WAND

Dieser Streifen wird in die internationale Filmgeschichte eingehen!
Und das verdanken wir einer Jahrhundertschauspielerin, deren Karriere, als sie noch an der Seite des großen Ulrich Wildgruber lebte, in den neunziger Jahren begann und mit diesem Lebensepos DIE WAND – soeben in deutschen Landen, auch im hamburgischen Abaton, uraufgeführt – ihren ( zumindest gegenwärtigen ) künstlerischen Höhepunkt erreicht, den d i e Gedeck, wie wirkliche Weltstars bis Ende des 20. Jahrhunderts, dem der Rezensent entstammt, achtungsvoll genannt wurden und von Mitgliedern jener Generation bis heute gewürdigt werden, hier präsentiert.
Der Film, in kongenialer Wucht nach dem lange als unverfilmbar geltenden Roman Marlen Haushofers instrumentiert durch den phantasiebegabten Regisseur Julian Pölsler und seinen neun fähigen Kameraleuten unter Führung des Altmeisters J.R.P. Altmann eine Bilderfolge von aufregender Schönheit in der österreichischen Berglandschaft, darinnen eine Solistin, die sich durch ,nach internationalen Kriterien gültige ,künstlerische Höchstqualität auszeichnet. Continue reading „In der Berghütte der Seele: Die Wand“
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
auf DAP intern gibt es nun Bilder zu unserem erfolgreichen Urheberrrechts-Seminar vom 29. September 2012 im Kulturhaus Eppendorf in Hamburg. Bitte klicken Sie HIER / Uta Buhr und Wolfgang Bremke sind inzwischen zu unserer Pressereise in Mittelamerika angekommen. Infos darüber lesen Sie HIER / Wir haben eine geschlossene Gruppe auf facebook. Ich bitte daher um persönliche Informationen darüber, wer von uns auch dort agiert, damit ich ihn zur Gruppe hinzufügen kann.
Es grüßt Sie alle herzlich, Johanna Renate Wöhlke, Präsidentin
Von Hans-Peter Kurr
Konzertveranstaltung „Lyrisch in den Herbst“ unseres Mitgliedes im Lichtwarksaal

Der Abend hätte mehr Zuhörer verdient, denn: Was unser Mitglied Elvira Kartseva für ihre zweistündige Präsentation im Lichtwarksaal zu dem Motto „Lyrisch in den Herbst“ an musikalischen Kostbarkeiten und textlichen Köstlichkeiten, aus eigener Ideenfülle und den Zutaten der Freunde Alexander Paperny (Balalaika) und Theo Fröhlich (Rezitation), zusammengetragen hatte, war den Besuch in diesem, inzwischen schon traditionsreichen Auditorium, das sich bescheiden an der Neanderstrasse hinter den Musik-Museumshäusern der Peterstrasse duckt,mehr als wert. Continue reading „Ein Kartseva-Abend „ vom Feinsten““
Von Dr. László Kova

Es ist nur ein Sprung von Erfurt bis Weimar. Man tritt kaum auf das Gaspedal und kommt schon in der berühmten Stadt an. Der Name Liszt taucht auf verschieden Firmenschildern auf, da Liszt auch hier geehrt wird. Hier sitzt auch die Hochschule für Musik Franz Liszt, die schon lange internationale Bedeutung errungen hat.
Das Liszt-Haus befindet sich in der Marienstraße Nr. 17, südlich vom Stadtzentrum, direkt zum großflächigen Park an der Ilm. Im Gebäude, das Franz Liszt von 1869 bis bis zu seinem Tod 1886 bewohnte, war ursprünglich die Hofgärtnerei beheimatet. Die „Altenburg“, wie der Meister das Haus bezeichnete, stattete seinerzeit die Großherzogin Sophie komfortabel aus.
Der 1842 zum Hofkapellmeister ernannte Liszt lebte, komponierte und unterrichtete in diesem Haus, das Carl Alexander von Sachsen-Weimar und Eisenach ihm zur Verfügung gestellt hatte. Dieses Haus blieb ihm das Hauptdomizil, obwohl er durch seine umfangreichen Reisen jährlich mehrere Continue reading „Das Liszt Haus in Weimar“
Von Hans-Peter Kurr
Gespräch mit Regisseur Norbert Schultze jr .über die Spiele 2013

Die ursprünglich geplante Wiedergabe des Gespräches mit Norbert Schultze jr.sollte etwa folgendermaßen beginnen und war bereits fertiggestellt:„Filmgeschichtlich – zumindest im internationalen Pressespiegel – war das Jahr 1964 in Sachen Karl May nicht herausragend: Alfred Vohrer hatte „Unter Geiern“ verfilmt, als deutsch-französisch-italienisch-jugoslawische Co-produktion mit Pierre Brice als Winnetou, der später als solcher in Segeberg glänzte, bevor er sich 1999 mit seiner „Halbblut“-Inszenierung dort einigermaßen ruhmlos verabschiedete, Elke Sommer ,die ebenfalls 1999 am Kalkberg life auftrat, als Annie. Zwei damals schon recht bekannte Bösewichter wies die Besetzungsliste auf: Götz George und Sieghart Rupp. Nur einer Continue reading „Segeberger Aufsichtsrat trennt sich von Erol Sander“
Von Günther Falbe
Hamburger Mozartsäle mit eigenem Klassik-Programm: Schubertiade, Beethoven-Duo und Wagner-Soiree

Ein Refugium für die Liebhaber klassischer Perlen wollen in Hamburg die über hundert Jahre alten Mozartsäle werden – damit rückt das Haus an der Moorweide in den Focus des breit gefächerten Musiklebens der Hansestadt. Einige künstlerisch tätige oder ambitionierte Hamburger haben sich in einem Organisationskomitee zusammengefunden, um in den 400 Besucher fassenden Sälen eine Konzertreihe zu veranstalten, die sich durch musikalische und künstlerische Qualität auszeichnet und hervorragende Interpreten nach Hamburg bringen wird. Damit treten die Mozartsäle nach über hundertjähriger Zurückhaltung als Konzertveranstalter auf und können ein höchst anspruchsvolles Eigenprogramm bieten, das jenseits des Mainstreams liegt und in Hamburg bisher in den Medien kaum Erwähnung fand Als Einzelveranstaltungen würden die Konzerte weniger Beachtung finden als in der Reihe, die in einer Art Kettenfunktion diese Perlen aneinanderfügt. Die Eröffnung findet am 23.September im Rahmen einer Matinee mit einer „Schubertiade“ statt, die von der großartigen Liedersängerin Susanne Dieudonne geschrieben und zum Vortrag gebracht wird. Continue reading „Neue Konzertreihe in Hamburgs Mozartsälen“
Von Michael Buschow
Erinnerung an eine Tragödie zur See

Am 21.September 1957 versank das frachttragende Segelschulschiff „PAMIR“ ungefähr 600 Seemeilen westlich der Azoren im Zentrum des Hurrikans „Carrie“ in den Fluten des Atlantiks. 80 Mann der Besatzung fanden dabei den Tod, nur 6 überlebten.
Bis heute reißen die Diskussionen über die möglichen Ursachen des tragischen Untergangs nicht ab und ich will mich an dieser Stelle auch nicht daran beteiligen. Erinnern wir uns vielmehr an die vielen ums Leben gekommenen Seeleute, unter denen neben den altbefahrenen Männern der Stammbesatzung, wie zum Beispiel dem erfahrenen Kapitän Diebitsch so viele junge, hoffnungsvolle Menschen waren. Continue reading „Vor 55 Jahren sank das Segelschulschiff „PAMIR““
Von Hartmuth Seitz
Wenn Kuchen zum Erlebnis wird.

Zimt, Nelken, Anis – ein Duft wie in der Weihnachtsbäckerei liegt über dem kleinen sächsischen Städtchen Pulsnitz. Und das Anfang September. Und nicht in einem Supermarkt. Es duftet nach Mandeln,, Orangeat und Zitronat. NACH Marmelade; Konfitüre und Schokolade. Pfefferkuchenduft! Ansonsten wird die Nase nur mit diesen Aromen verwöhnt, wenn man eine Tüte Pfefferkuchengewürz öffnet.
Seit 1558 soll das so gehen. Seit dieser Zeit wird bester, lange gelagerter Honig- und/oder Sirupteig, mit beigegebenen Gewürzen, die im Mittelalter unter dem Begriff „Peffer“ zusammengefasst wurden, zu Lebkuchen verbacken.
Acht Werkstätten und eine Lebkuchen GmBH sorgen dafür, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Jede Lebküchlerei hat eigene Continue reading „Pulnitz und seine Lebkuchen“
Von Hartmuth Seitz
Ein Mann, ein Piano und sein Publikum

Da steht er am Flügel, lächelt, setzt sich und läßt die Tasten sprechen. Demzufolge wäre er in der Kategorie Schnellredner gut aufgehoben. Der Boogie, der Barrelhouse-Man Boogie, spricht für sich – und Emanuel Jahreis spricht für den Boogie – und den Barrelhouse Man. Das waren noch Zeiten, damals, als in den Bars, die man Barrelhouse nannte. Gute Zeiten. „Let the good times roll.“
Welch ein fulminanter Einstieg. „Der ist richtig gut, den haben wir schon mal erlebt,“ raunt mir mein Nachbar zu.“ Es stellt sich heraus, dass er die 70 schon überschritten hat. Man merkt es ihm und seiner Frau nicht an. Schon mit den ersten Takten zucken die Finger, wippen die Füße mit. Continue reading „Emanuel Jahreis – The Piano Killer“
Von Michael Buschow
Das Restaurant „Marinehaus“
Freitag Abend im September 2012, 22.15 Uhr, in der Bundeshauptstadt im Bezirk Mitte – Märkisches Ufer – Im Herzen von Berlin:
Nach dem Theaterbesuch wollen Freunde uns Nordlichtern etwas Gutes tun. Alle haben Hunger und es gibt einen Geheimtipp direkt in der Nähe: Das Traditions-Restaurant „Marinehaus“ am Märkischen Ufer 48-50, direkt vis á vis der alten Museumsschiffe und der Schleuse. Toll!
„Zu DDR Zeiten konntest du nur mit Beziehungen reinkommen und wenn du West-Mark hattest“, erklärte Freund Jörg, „immer rappelvoll der Laden und die Schnitzel sind Legende“. Continue reading „Hungrig in Berlin“
Das Spiel der Entmenschlichung
Von Hans-Peter Kurr

Bis zum Ende der fünfziger Jahre gab es in USA bei allen von den sogenannten „Angels“ (Das war der Nickname für Produzenten und Investoren) für wichtig erachteten Stücken mit m ö g l i c h e n Erfolgschancen – ob Schauspiel, ob Musical – eine umumstössliche Regel: Die des Try-outs, also der Test-Aufführungen in, gemessen am Broadway New Yorks, unbedeutenden kleineren Theatern. Erst ,als deren Direktoren bereits die Idee des großen Geldes, das zuweilen mit „Kunst-commercials“ hereinzuholen ist, auch dort umzusetzen begannen, fing die eigentliche Geschichte des „Off-off-Broadway“ an, einer noch weiteren Verlagerung dieser performances unter nahezu tourneegleichen Bedingungen. Continue reading „Hinreißende Albee-Premiere im „Polittbüro““
by Uta Buhr
The new Play at the English Theatre of Hamburg

Name one human being that does not want to be beautiful or at least good looking! But how does one describe beauty, and how important is it in everyday life? Neil Labute’s play “Reasons to be Pretty” – by the way the first one to be staged on Broadway – is all about physical attraction and how people deal with it. The plot centres around four young working class friends and lovers who become increasingly dissatisfied with their dull lives and each other. “Reasons to be Pretty” is the last – and weakest – installment of a trilogy that focuses on modern man’s obsession with physical Continue reading „„Reasons to be Pretty“ by Neil Labute“