Kaiserwetter und Karwendelblick im Hotel Post am Achensee

Sonniger Wintertag (Hotel Post am See)

Wenn die Wintersonne an Kraft gewinnt und den Schnee rund um den Achensee auffirnt, starten Ski- und Natursportler entspannt durch. – Ebenso stille Genießer, die den Achensee-Winter mit wohliger Wellness und inspirierender Gastfreundschaft ausklingen lassen möchten.

Pertisau und das Hotel Post am See**** liegen auf rund 1.000 Metern am Südufer des Tiroler Achensees. Zwischen den schneebedecken Gipfeln von Karwendel und Rofan legt der Winter auch ohne Beschneiungsanlagen die Latte bis in den April hoch. Der Ruhe, die von den puristischen Naturerlebnissen am „Fjord Tirols“ ausgeht, inspiriert Gäste des Hotel Post am See noch lange nach ihrem Urlaub. Das Haus von Stephan Kobinger ist direkt dran, an allen Facetten des Winters. Der Achensee liegt vor der Haustüre, sein blankes Eis am Südufer verlockt an besonders kalten Tagen zu einer Schlittschuhpartie unter der Sonne. Nur einen Schneeballwurf entfernt ist der Loipeneinstieg für über 200km ins Falzthurn-, Gern- oder Tristenautal. Auf der fordernden Runde bis zur bewirtschafteten Gramaialm und retour trifft man auch Skitourengeher oder Schneeschuhwanderer, denn die Karwendeltäler sind im Winter autofrei. Die Stille der Nacht über dem Achensee – mit tausenden Lichtpunkten im Tal und oben am Himmel – erleben Skitourengeher dienstags beim Nachtaufstieg zur Bergstation des Zwölferkopf. Dort, wo tagsüber Skifahrer und Boarder ihre Spuren ziehen, herrscht nach Betriebsschluss absolute Ruhe. Bis auf die Rodler, die talwärts jauchzen und ebenso die abendliche Einkehrmöglichkeit im Alpengasthof hoch über dem See genießen. Die Karwendelbahn und die Rodelbahn sind vom Hotel Post am See zu Fuß in ein paar Minuten erreichbar.

Gekommen, um zu genießen 

Durch den tiefverschneiten Wald stapfen, die herb-würzige Luft einatmen, das Leben umarmen – und vielleicht auch einen Baum: „Waldbaden“ macht nicht nur glücklich, sondern gilt auch als konkurrenzloser Immun-Booster! Die Wärme und Ruhe in der Panorama-Saunalandschaft mit direktem Seeblick im Hotel Post am See tut ebenso Körper, Geist und Seele wohl. Es lassen sich Salzpeelings, Honig- und Joghurttreatments mit allen Sinnen genießen, während vor dem großen Fenster der Abend heraufdämmert. Auch die original Tiroler Steinöl Treatments, eine Fünf-Elemente-Massage, eine Beauty-Behandlung bringen in Balance. Von einem Element ins nächste – dieses Motto gilt auch in der Vitarena Wasserwelt mit Innenpool, dem ganzjährig beheizten Außenpool und dem 37 Grad warmem Whirlpool.

Neue Post Bar für kostbare Momente 

Mit der PostBar & Bistro gibt es im Hotel Post am See einen neuen Genuss-Treffpunkt mit Seeblick. In dem modernen Lounge-Ambiente entfaltet der Barista-Café sein volles Aroma, lässt sich der Aperitif genussvoll schlürfen oder der Urlaubstag am Family & Friends-Tisch mit riesiger Eichenstamm-Tischplatte nachbesprechen. Danach folgt ein exquisites fünfgängiges Abend-Wahldinner mit Weinbegleitung. Das Motto „Jedem das Seine“ schließt auf Wunsch gluten- und laktosefreie oder pflanzlich-vollwertige Kost ein. Auch beim Thema Schlafen entscheiden die Gäste individuell: Sie können an der Rezeption aus dem Samina®-Kissenmenü wählen oder ein komplettes Samina®Schlummerprogramm im Zirbenholzimmer der See- und Bergsuiten buchen. Durch die ätherischen Öle wird die Herzfrequenz messbar reduziert und der gesamte Organismus kann sich besser erholen.

Hotel Post am See
A-6213 Pertisau am Achensee, Seepromenade 14
Tel.:+43/ (0)5243/ 5207
E-Mail: hotel@postamsee.at
www.postamsee.at

Erstes schwimmendes Hotelzimmer im größten Pool der Welt: Familux sticht in See

Familux One_Lagoon 46 (c)Photo Nicolas Claris (Familux Resorts)

Familux erobert ab Mai 2022 das Meer. Mit „Familux Yachts“ bietet die Premium-Hotelgruppe Familien ungeahnte Urlaubsmomente an Bord eines luxuriösen Katamarans in Kroatien. Rundum umsorgt mit Koch, Kinderbetreuung, Skipper und gelebter Familux-Philosophie. 

Freiheitsgefühle pur für Groß und Klein: Die Sonne glitzert auf dem kristallklaren Wasser, ein Sprung ins blaue Nass, Spaß und Abenteuer am Meer und an der kroatischen Küste, ruhige Momente der Erholung am Sonnendeck – stets in „Rufweite“ der private Koch und der Kids Coach. Mit der „Familux One“ erweitern die Familux Resorts ihr Portfolio um ein unvergleichliches Highlight. Die weltweit erste und einzige Premium-Hotelgruppe ausschließlich für Familien mit Kindern (Familux Resorts Alpenrose in Lermoos, Dachsteinkönig in Gosau und Oberjoch sowie demnächst das Grand Green in Oberhof) bringt ihre Expertise für wertvoll gestaltete Familienzeit mit „Familux Yachts“ auf neue Höhepunkte – und auf das Wasser.

Ein Lagoon 46 Luxus-Katamaran ganz allein für eine Familie: Drei Doppelzimmer mit integriertem Bad mit Dusche, WC und Waschbecken, der Salon mit Esstisch, Sitzecke, TV und Küche, das Heck-Cockpit mit Esstisch, Sitzecke, Lounge und Waschbecken, die Flybridge mit Steuerstand und Liegeflächen, die Bug-Lounge mit Katamaran-Netz und drei separate Crewkabinen werden zum Urlaubszuhause unter der Sonne des Südens. Eine professionelle Crew kümmert sich rund um die Uhr exklusiv um die „Seefahrer“. Deutschsprachige Skipper und Kinderbetreuer an Bord sorgen dafür, dass auch die Eltern unbeschwert die Seele auf den Wellen baumeln lassen können.

Der ortskundige „Captain“ ist der Mann für die Geheim- und Lieblingsplätze für unvergessliche Urlaubserlebnisse. Er bringt große und kleine Abenteurer an zauberhafte Plätze fernab des Touristentrubels und hat immer ein offenes Ohr für die individuellen Wünsche und Bedürfnisse seiner Gäste. Von exklusiven Weinverkostungen bis hin zum Erkunden des Brijuni Nationalparks mit Golf-Buggys oder einer nächtlichen Kanufahrt mit Lichtspielen lässt er der Fantasie freien Lauf. Kroatien zählt nicht umsonst zu den führenden nautischen Destinationen der Welt. Entlang der 6.278 km langen kroatischen Küste erwarten Familien 1.244 Inseln, Klippen und Riffe, moderne Yachthäfen und lebhafte Marinas. Die Gastfamilie „regiert das Meer“ und bestimmt die Route. Es geht dorthin, wo es am besten gefällt, wo die Lust aufkommt zum Höhlen Erkunden oder Surfen, zum Jet Ski Fahren oder Schnorcheln u. v. m.

Wie von den Familux Resorts gewohnt, besticht auch die „Familux One“ mit einem kulinarischen Programm zum Dahinschmelzen. Bereits das Einkaufen mit dem Yacht-Koch am Markt ist ein Highlight. An Bord zaubert der Chef dann Gourmetgerichte. Die ganze Familie darf mithelfen. Da werden schon mal wertvolle Kochtipps ausgetauscht. Wenn Feinschmecker einen Abend an Land essen möchten, können sie auf die Empfehlungen des Skippers vertrauen und die Spezialitäten eines lokalen Restaurants genießen. Ein wahrlich kulinarisches Highlight und zugleich authentisches Erlebnis ist das „Grillen am Felsen“ – Genuss auf allen Ebenen.

Die „Familux One“ startet am 30. April 2022 und legt wöchentlich bis 1. Oktober 2022 jeweils von Samstag bis Samstag ab. Für Familien, die eine Auszeit in den Bergen bevorzugen, sind und bleiben die Familux Resorts die erste Wahl. Alle drei wurden sie zum Jahresauftakt mit dem Holidaycheck Award 2022 ausgezeichnet und begeistern mit großzügigster Kinderbetreuung, mit Spa und Gourmet vom Feinsten an besonders schönen Plätzen in alpinen Landschaften. Ganz nach dem Motto „Bring your kids, find yourself” – und jetzt auch “Bring your kids, sail the seas”.

www.familux.com

Pure Lebensfreude im DAS KAISERBLICK****Superior: Entspannung – Erholung – Genuss – Gourmet

Das Kaiserblick eingebettet in die verschneite Bergwelt am Wilden Kaiser (c) Thomas Hennerbichler (DAS KAISERBLICK Superior)

Jetzt zeigt der Winter seine besonders genussvolle Seite. Der Schnee flirtet mit der Frühlingssonne. Mit dem Vogelgezwitscher erwachen die Lebensgeister. Sonnenskilauf und Mußestunden auf den schönen Terrassen der Skihütten oder Wanderungen auf den Spuren von ersten Frühlingsboten, die ihre grünen Köpfe aus der Schneedecke recken. Ellmau am Wilden Kaiser bietet – nicht nur im Frühling – eine einzigartige Naturarena, die Körper und Seele guttut. Inmitten der Bergwelt liegt das 4-Sterne Superior Hotel DAS KAISERBLICK. Es zählt zu den besten Hotels in der Region. Eine exklusive Wellness- und Spawelt sowie feinste Kulinarik versüßen eine energiespendende Auszeit zum Start in das neue Jahr. 

Exklusiver Infinity Sky Pool im verschneiten Ellmau (c) Thomas Hennerbichler (DAS KAISERBLICK Superior)

Wer am Vormittag die bestens präparierten Pisten der Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental erorbert, der kann sich nachmittags auf kaiserliche Wellness freuen. 1.900 m2 Wellnessfläche bietet das Hotel DAS KAISERBLICK****Superior. Seit Mitte Dezember bereichert ein neuer Outdoor Whirlpool am Dach der Süd Relax Area erholsame Auszeiten. Der Infinity Sky Pool auf der Dachterrasse bietet einen fantastischen Blick auf die umliegenden Berge. Der Indoorpool und ein ganzjährig beheizter Outdoorpool sorgen für entspannten Wellnessgenuss. Dazu kommen 11 Saunen & Dampfbäder, traumhafte Ruheflächen und Treatments für Schönheit und Wohlbefinden. Stylish, geräumig, hell und hochmodern – das sind alle Zimmer und Suiten. Jeder Raum schafft mit stilvollem Interieur eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Die Panoramastudios halten ihr Versprechen und bieten einen atemberaubenden Blick auf den Wilden Kaiser.

1.000 Wein-Etiketten und erlesene Gourmetgerichte

Gastgeberfamilie Künig und ihr Team sind aber auch ein Garant für feinste Kulinarik. Selbst Gourmets und Weinliebhaber haben DAS KAISERBLICK****Superior auf ihre Wunschliste gesetzt. Die Genusspension ist von früh bis spät ein kulinarisches Highlight. Das mehrgängige Abendmenü mit à la carte Auswahl lässt keine Wünsche offen. Begleitet werden die Köstlichkeiten von erlesenen Weinen aus dem bestens bestückten Weinkeller und Vinothek. Weinakademiker Heribert und Chef Armin erfüllen alle vinophilen Vorlieben. Seien es nationale Weinklassiker, handwerklich gefertigte Winzerchampagner oder Kult Weine aus dem Napa Valley. Im hauseigenen Genussmarkt trifft man auf köstliche und heimische Spezialitäten. Speck, Kaminwurzen, Käse, selbstgemachte Marmeladen, Edelbrände und Liköre warten darauf von Feinschmeckern mit nach Hause genommen zu werden. In der „Schnapsidee“ hat sich Chef Armin einen kleinen Traum verwirklicht. Dort reifen Speck und Käse bei perfekten Bedingungen, neben exklusiven Wein- und Schaumwein-Raritäten und Geheimtipps der Weinwelt.

Es gibt noch viele weitere Besonderheiten zu entdecken. Pure Wellness und Genuss für Körper und Geist.

Hotel Kaiserblick
A-6352 Ellmau, Kirchbichl 5
Tel.: +43/(0)5358/2230
E-Mail: office@kaiserblick.at
www.kaiserblick.at

Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus

Foto: Aufwind-Luftbilder

Lesung: Gerrit Pohl
Musikalische Begleitung: Magne Draagen, Orgel
Ansprachen:
Alexander Röder, Hauptpastor
Sabine Witt, Vorsitzende der Hamburger Autorenvereinigung

Unter den vielen Dokumenten und Erinnerungsstücken zur Schoáh im Dr. Alberto-Jonas-Haus, der Gedenk- und Bildungsstätte der ehemaligen Israelitischen Töchterschule in Hamburgs Karolinenstraße, nimmt ein großformatiges Foto einen besonderen Platz ein. Es entstand am 15. Dezember 1938 und zeigt annähernd siebzig überwiegend sehr junge Mädchen und einige wenige Erwachsene auf der Gangway des Schiffes stehend, das sie mit dem 3. jüdischen Kindertransport von Hamburg nach Harwich, England, gebracht hatte. Die Fahrt nach England bedeutete eine Reise ins Ungewisse für die Kinder, deren Übersiedlung ins rettende Ausland vom damaligen Premier Chamberlain im November 1938 nur wenige Tage nach der Reichspogromnacht mit einer jüdischen Delegation in London ausgehandelt worden war. Als Gerrit Pohl zum ersten Mal vor diesem Bild stand, berührte dieses ihn sehr und er fasste den Entschluss, jedes dieser Mädchen durch ein Gedicht zu ihm sprechen zu lassen, oder selbst zu ihm zu sprechen.

Donnerstag, 27. Januar 2022, 19 Uhr
Hauptkirche St. Michaelis
Englische Planke 1, 20459 Hamburg

Eintritt frei. Teilnahmebedingungen gemäß „2G+“ .
Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien.

Herz schlägt Krieg: Eine Familiengeschichte aus erster Hand

Hilde Niggetiet Foto: privat

Im ersten Teil seiner zweibändigen Familiensaga führt Jörg Krämer seine Leser in die Welt des Bergbaus im Ruhrgebiet im Jahr 1865. Der Bergmann Johannes Biel und seine Frau Wilhelmine leben in sehr einfachen Verhältnissen und mit harter Arbeit. Acht Kinder ziehen sie liebevoll groß und freuen sich an den kleinen Dingen.

Jörg Krämer erzählt die Geschichte handlungsorientiert und direkt, man ist sofort in das Geschehen eingebunden. Faszinierend ist der Einblick in eine untergegangene Welt ohne Handy, Fernsehen und Multimedia, dafür mit Arbeit bis über die eigenen körperlichen und seelischen Grenzen hinweg. Da sitzt die Frau zu Hause und bangt, weil der Bergmann nicht zur gewohnten Zeit erscheint. Heute würde man eben anrufen. Kinder werden nicht zur Schule gefahren, sondern müssen weite Wege zu Fuß zurücklegen. Jüngere Geschwister tragen die Kleidung der älteren auf.

Foto: Pavlofox/Pixabay

Die Geschichte spielt in der Zeitspanne von 1865 bis 2001, auf knapp über 600 Buchseiten in zwei Bänden („Im Schatten von Schlägel und Eisen“ und „Herz schlägt Krieg“, beide im net-Verlag erschienen). Sie konzentriert sich in der Erzählweise vor allem auf den chronologischen Ablauf und die Personen. Bedingt durch die große Familie kommen viele verschiedene Personen vor, was teilweise etwas verwirrend ist. Im zweiten Teil ist am Ende ein Personenverzeichnis eingefügt, das einige Orientierung bietet.

Eigenhändige Aufzeichnungen der Großmutter

Hat Jörg Krämer den ersten Teil in Autorenperspektive als Roman geschrieben, so tritt der Autor im zweiten Teil ganz hinter der Erzählstimme Hilde Niggetiets – seiner Großmutter – zurück. Die Erzählung wechselt in die Ich-Perspektive und einen Tagebuchstil. Das bringt einige Sprünge im Erzählfluss mit sich, die nicht literarisch bearbeitet wurden; womöglich, um den authentischen Bericht der Protagonistin nicht zu verfälschen. Nun hat es durchaus etwas für sich, einen Menschen des Jahrgangs 1910 in seiner eigenen Sprache erzählen zu lassen. Die Ich-Form berührt direkt, vor allem in den schweren Phasen der Armut und des Krieges, und die aus anderen Zeitzeugenberichten bekannten Motive wie Kinderlandverschickung und Hamstertouren werden durch die eigenen Erlebnisse sehr lebendig. Durch Hilde Niggetiets eher sachlich-zurückhaltenden Stil sind einige Szenen besonders verstärkt, wenn sie beispielsweise berichtet, wie ihrer Tochter Edith nach der Zangengeburt des ersten Kindes die Beine zusammengebunden wurden, damit die Nähte nicht rissen.

Mit Blick auf das Positive
Foto: Congerdesign/Pixabay

Berührend ist auch, wie die Erzählerin sich bemüht, möglichst viel Positives zu berichten. Immer wieder kommentiert sie ihre Ausführungen selbst in dem Sinne, dass sie dem Schweren nicht zu viel Raum geben möchte. Eine Haltung, die mich an meine Großeltern (Jahrgang 1920) erinnert. Und wie konnte diese Generation auch anders überleben als durch Verdrängung? Meine Großmutter sagte in schweren Zeiten immer, man solle sich nur Schönes ansehen. Und so ist auch in der Familie des Autors Jörg Krämer der Blick eher auf das Schöne als auf das Schlimme gerichtet, und das bei Schicksalsschlägen, die mir beim Lesen manchmal den Atem verschlagen haben. Irgendwie muss es weitergehen, so ist das Motto, und es geht auch weiter, irgendwie. Männer schuften in der Zeche und leisten sich vielleicht ein bescheidenes Hobby wie die Taubenzucht, Frauen schuften zu Hause, zu Anfang von Krämers Geschichte ohne Waschmaschine und mit Wasser auf dem Kohleherd. In jeder freien Minuten scheinen die Frauen der Familie feinste Handarbeiten herzustellen, denn Schönheit war ihnen durchaus wichtig, und da sie nichts kaufen konnten, stickten, häkelten, nähten und strickten sie eben alles selbst und freuten sich daran. Der Einblick in diese Welt, auch in die Fertigkeiten der Menschen, in das Bemühen um Frieden und liebevolles Miteinander, ist sehr anrührend. Manches Wort, wie z. B. „Gabelarbeit“ (eine Häkeltechnik), musste ich nachschlagen. Nicht nur eine untergegangene Welt, auch untergegangene Worte finden sich in Jörg Krämers Familiensaga.

Gleichwohl birgt die tagebuchartige Erzählweise die Gefahr, dass man als Leser mit einigen Sprüngen zwischen Personen nicht mehr nachkommt. Auch wenn es noch schwieriger gewesen wäre, als es vermutlich ohnehin schon war, so einen langen Zeitraum in zwei Büchern unterzubringen, habe ich teilweise im ersten Teil ein Verweilen bei einzelnen Personen vermisst. Im zweiten Teil wäre es vielleicht einen Versuch wert gewesen, behutsam in den Tagebuchstil einzugreifen und ihn mit romanhaften Verbindungen zu ergänzen; allerdings ist es verständlich, wenn der Autor dies aus Gründen der Authentizität unterlassen hat.

Spannung aus vergangenen Zeiten
Foto: Uki_71/Pixabay

Wie auch immer: Eine spannend erzählte Geschichte ist es allemal, man wird als Leser etwas daraus mitnehmen, sei es die eine oder andere Information, wie man „damals“ und speziell in der Bergbau-Welt – die es wohl bald gar nicht mehr geben wird – gelebt hat; sei es ein Einblick in das Seelenleben einer Generation, die sich mit existenziellen Fragen tagtäglich buchstäblich abarbeiten musste und das Wohl der Familie über alles stellte, was mir beim Betrachten unserer heutigen Gesellschaft durchaus den einen oder anderen Denkimpuls gibt. Jörg Krämer hat ein Zeitzeugendokument geschaffen und dabei seiner Großmutter eine Stimme verliehen. Sie beschreibt an einer Stelle, dass es ihm als Oberschüler an Ehrgeiz gemangelt hätte (S. 239, „Herz schlägt Krieg“). Das muss sich später allerdings gründlich geändert haben, denn ohne Ehrgeiz ist so eine Recherche und Romanarbeit kaum zu bewerkstelligen.

 

Über den Autor:
Jörg Krämer Foto: privat

Jörg Krämer, Autor und Taekwondoin, wurde 1966 in Witten geboren, wo er gemeinsam mit seiner Familie lebt. Die Liebe zum Schreiben entdeckte er durch seinen Hund Odin, über dessen Rasse Germanischer Bärenhund er bereits ein Buch schrieb. Oft spielt in seinen Geschichten ein Germanischer Bärenhund mit.

Jörg Krämers Seite in unserem Online-Magazin

 

Die Familiensaga entstand in der Zeit von 2013 bis 2017 und basiert auf handschriftlichen Aufzeichnungen der Hauptfigur Hilde Niggetiet sowie deren Aufnahmen auf Kassette. Dabei war es Jörg Krämer wichtig, den authentischen Originaltext für die Nachwelt zu erhalten.

 

Ski in – Ski out am Logenplatz im Zillertal: Hotel Waldfriede

Außenansicht vom Hotel Waldfriede im Winter (Hotel Waldfriede)

Skifahren direkt vom Hotel und zurück bis zur Haustür, das ist ein Komfort, den viele Skifahrer nicht mehr missen möchten. Das einzige Hotel in Fügen im Zillertal, das mit dem Luxus von Ski in – Ski out aufwarten kann, ist das Hotel Waldfriede. Das Skigebiet Spieljoch vor der Hoteltür bietet traumhafte Skitage für die ganze Familie. Zusätzlich zum Skivergnügen am Spieljoch stehen Skifahrern im Hotel Waldfriede die Türen zu allen Skigebieten im gesamten Zillertal offen. 542 Pistenkilometer sowie 180 topmoderne Bergbahnen und Lifte warten auf die Schnee-Enthusiasten. Das Skivergnügen ist fast grenzenlos, aber das Zillertal bietet noch viel mehr: Rodelspaß, Winter- und Schneeschuhwanderungen, Skitouren durch die unberührte Natur, Eislaufen u. v. m.

Wieder im Hotel Waldfriede angekommen, warten gemütliche Doppelzimmer („Kirschblüte“, „Heimatgfühl“ oder „Voglnestl“) und stilvolle Suiten. Die Familienzimmer „Gipfelblick“ und „Kraftplatz“ sowie die Familiensuiten bieten viel Platz für Eltern und Kinder. Ein perfekter Tagesausklang lässt sich in der schönen Panorama-Wellnessoase genießen. In der Kräuter-Zirben-Sauna, der finnischen Sauna oder im Dampfbad, in der Infrarotkabine oder im Ruheraum mit Quellwasserbrunnen kommen Körper und Geist zur Ruhe. Auch das Angebot an Massagen und Beautybehandlungen ist vielfältig. Wenn dann noch die Feinschmeckerküche aus vorwiegend regionalen Produkten von Gastgeberfamilie Erlebach auf die Teller kommt, stellt sich ein Wohlgefühl ein. In den Tiroler Stuben und im stilvollen Hotelrestaurant Voglbichl ist es wunderbar gemütlich.

Hotel Waldfriede
Waldfriedenweg 4
A-6264 Fügenberg
Tel.: +43/(0)5288/62253
E-Mail: hotel@waldfriede.at
www.waldfriede.at