…. außerhalb des Möglichen    

Zur Ausstellung von Andrea Cziesso im Bürgerhaus Niendorf

Adam und Eva

Kommt man in den Saal des Berenberg-Gossler-Hauses und wirft einen ersten Blick auf die großformatigen Bilder, ist er erste Gedanke: Klar, kenne ich – Turmbau zu Babel von Bruegel. Dann der zweite Blick: Nee, Moment, da stimmt doch was nicht! Der dritte: Oh, das ist ja raffiniert, wie hat sie das denn gemacht?! Der Turm ist eine Collage aus verschiedenen Hausfassaden.
Schon ist man mittendrin in Andrea Cziessos Welt, in diesem Fall in der Serie „Alte Meister-Nachbauten“. Dazu gehören z.B. der „Turmbau zu Babel“ von Pieter Bruegel, „Das Abendmahl“ von Leonardo da Vinci und „Das Frühstück im Grünen“ von Édourd Manet. Aber diese Bilder verschieben die Realität, sie haben verfremdete Inhalte und eine gewisse Vieldeutigkeit – sie sind in die heutige Zeit verlegt worden – mit einem Augenzwickern und mit einem gesellschaftskritischen Aspekt. So gibt es bei dem Werk „Adam und Eva“ nach Peter Paul Rubens keinen Apfel, sondern einen Coffee to go und einen Hamburger, und die Verführung findet nicht im Paradies, sondern auf einer Müllkippe statt. Antike Motive werden in die Gegenwart transportiert und erhalten so eine die Zeiten überspannende Wirkung.

Geisterhafte Wesen im verlassenen Haus

In der Serie Fotomontagen vom Olffschen Haus werden die Räume von tanzenden, schwebenden geisterhaften Wesen bevölkert. Dieses alte Haus ist seit 30 Jahren verlassen, wurde aber nie ausgeräumt. Es wirkt so, als wären die Bewohner nur mal kurz weggegangen. Andrea Cziesso hatte die Möglichkeit, zweimal im Haus zu fotografieren, und hat Lebendigkeit in die morbiden Stillleben gebracht. Ihre tanzenden und schwebenden Figuren und eine Explosion geben dem toten Ort Dynamik.

Kleine Kostbarkeiten aus vergangenen Zeiten bilden das Material für die Stillleben im Karton. Aus ihrem im Jahre 1900 erbauten Elternhaus, das vier Generationen ihrer Familie beherbergte, hat sie Gegenstände zusammengetragen und in Szene gesetzt. Zu den Stillleben hat Andrea Cziesso ein Buch mit dem Titel „Eine Hausgeschichte“ veröffentlicht.

Mystik und morbide Ästhetik

Engel

Obergeschoss des Berenberg-Gossler-Hauses finden sich zwei weitere Serien der Künstlerin. Ihre altmeisterlichen Halbportraits haben eine morbide Ästhetik. „In meiner Serie „status humanum“ möchte ich innere körperliche und seelische Zustände sichtbar machen, sozusagen das Innere nach außen kehren. Ganz plastisch können das Organe und Blutgefäße sein, aber auch die Verbildlichung geistiger Zustände wie sich kopflos fühlen, verwirrt oder besinnlich sein, oder ihre Wut herausschreiend“, erklärt Andrea Cziesso.
Die Serie Mixed Media ist eine Mischung aus Malerei und Fototechnik, die mystisch und märchenhaft anmutet. Es sind sehr poetische Arbeiten, Neuinszenierungen, die wiederum einen eigenen Kosmos darstellen.
Eindrucksvoll zeigen die im Haus sehr stimmig angeordneten Werke die große Bandbreite des Könnens der Künstlerin.

Von der Malerei zur digitalen Bildbearbeitung

Hanna Malzahn (li.) und Andrea Cziesso

Zur Vernissage am 11. Januar 19 stellte die Kuratorin des Berenberg-Gossler-Hauses, Hanna Malzahn, die Künstlerin vor und erläuterte einiges zu ihren Werken. Andrea Cziesso ist an der Elbe aufgewachsen und wohnt im schönsten Bauernhaus mit Fachwerk, Reetdach, mit Gemüsegarten und Hühnerstall. Ihre Mutter war Damenschneiderin, ihr Urgroßvater und ihre Großmutter waren Herrenschneider mit eigener Werkstatt. Das erkläre, so Hanna Malzahn, sicher die Affinität zu Kleidung, Verkleidung, Kostümen und zum Handwerk. Andrea Cziesso studierte Kostümdesign an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. Als Kostümbildnerin verbrachte sie viele Jahre an verschiedenen Theatern, u.a. zwei Jahre im Stadttheater Bamberg. Wieder im Norden, arbeitete Andrea Cziesso Anfang der 90ziger Jahre, immer noch beheimatet in der Malerei, in Druckereien und bekam so die Entwicklung der Computertechnik in der Druckvorstufe von Anfang an mit. Sie ist sozusagen von klein auf in die Digitalisierung hereingewachsen. Mit Photoshop 1.0 machte sie erste digitale Bildversuche und erkannte das Potenzial dieser Technik für die Umsetzung ihrer fantastischen, skurrilen und manchmal auch morbiden Bildideen. Ab 2003 wendete sie sich der Fotografie zu, nach anfänglichen Portraitaufnahmen entwickelte sie sehr schnell opulente Kostüminszenierungen, sie verkleidete Freunde und Verwandte undbaute sie in phantasievolle Kulissen und sonderbare Welten ein.
Visuelle Inspirationen fand und findet sie im Theater, durch Märchen, schräge Geschichten und bei den „Alten Meistern“.

Einfühlsame Musik zur Vernissage

Hanna Malzahn und Wolfgang CG Schönfeld

Auch der Komponist und Musiker Wolfgang CG Schönfeld verbindet und komponiert Altes und Neues miteinander, es finden Einflüsse klassischer wie moderner Strömungen auf der Grundlage spätklassischer und programmatischer Musik der Romantik zusammen. So passten seine instrumentalen Musikstücke zur Vernissage sehr gut zu den Bildern.

Die Ausstellung ist noch bis zum 22. Februar 19 zu sehen.

www.buergerhaus-niendorf.de
Berenberg-Gossler-Haus, Niendorfer Kirchenweg 17, 22459 Hamburg, Tel. 589 766 43
http://andreacziesso.de/

Wolfgang CG Schönfelds CD „Shadows“

 

Der beste Einstieg für den Sonnenskilauf am Katschi

Skitour auf das Aineck, Foto D. Fuchs, St. Margarethen

Der März ist der schneereichste Monat in der Topskiregion Katschberg Aineck – bei meist stabilem Hochdruckwetter. Dann tummeln sich in St. Margarethen im Lungau Sonnenanbeter, die nicht genug von Firn, Fun und fantastischen Aussichten bekommen können.

Von St. Margarethen im Lungau führt seit diesem Winter die topmoderne Gondelbahn Silverjet 1 bergwärts. Für Sonnenskiläufer ist das der beste Einstieg ins Skigebiet Katschberg Aineck, das sich über das Aineck und Tschaneck bis auf die Katschberghöhe auf der Kärntner Seite zieht. Von der Autobahnabfahrt St. Michael im Lungau sind es nur zehn Minuten bis zur neuen Bahn-Talstation auf das Aineck, wo auch ein beheiztes Skidepot, der Skiverleih und eine Skischule untergebracht sind.

Raus aus dem Bett, rein in den Katschi
Gipfelbahn am Aineck, Foto D. Fuchs, St. Margarethen

Von den meisten Unterkünften in dem 800-Seelenort St. Margarethen ist es nur ein kurzer Fußmarsch zum Einstieg ins Skivergnügen. Mit dem neuen Silverjet 1 geht es noch schneller in Richtung Aineck-Gipfel. Oben angekommen, holen Natur- und Sonnengenießer erst mal tief Luft und „ziehen“ sich das atemberaubende Panorama rein. Dann muss die Entscheidung fallen: Wird es die knapp sechs Kilometer lange „A1“, die drei Kilometer lange, superbreite Snowbowl im kupierten Gelände oder doch die Direttissima Richtung Katschberghöhe, eine der längsten „schwarzen“ Abfahrten Österreichs. Über Schneemangel kann man sich am Katschberg nicht beschweren. Die naturschneesichere Höhenlage (1.100–2.200 m) sorgt auch noch im März für reinweiße Pisten. Bei Bedarf können die 600 modernen Beschneiungsanlagen innerhalb von nur zwei Tagen auf allen 70 Pistenkilometern nachzuckern.

Fünf Mal fünf Sterne

Die Saison läuft bis zum 31. März 2019. Das laut skiresort.de weltweit führende Skigebiet bis 80 Kilometer Pisten verbucht 5 Sterne für seine Schneesicherheit, das Pistenangebot, die Präparierung und die Unterkünfte an der Piste. Vier Gründe, warum viele zum Sonnenskilauf nach St. Margarethen kommen, wenn die Temperaturen ein gutes Stück anziehen, die Pisten tagsüber griffig auffirnen und die Sonne die Laune hebt. Wer Skier oder Board zwischendurch abschnallen will, hat eine große Auswahl an Ski- und Berghütten, die auf skiresort.de ebenfalls mit fünf Sternen bedacht wurden. Zu den erklärten Lieblingen zählen das Gipfelrestaurant Adlerhorst, die Branntweinerhütte, die Kößlbacheralm, Aineckstubn oder der Schlögelberger. Diese Adressen werden auch von Schneeschuh- und Skitourengehern angegangen, die eine Extraportion Vitamin D und Schnee zu schätzen wissen. www.stmargarethen.at

SkiPlus Pauschale Lungau (16.03.19–Saisonende)

Leistungen: 5 Ü inkl. 4 Tage-Skipass SkiLungau (Katschberg-Aineck, Grosseck-Speiereck, Fanningberg, Kleinliftanlagen), gratis Skibus in die Skigebiete Katschberg-Aineck, Grosseck-Speiereck, Fanningberg und Obertauern, 15% ermäßigten Skiservice oder Leihskier, 10% ermäßigter Gruppen-Skikurs, 2-Euro Hüttenbonus auf Konsumationen über 10 Euro, 20% ermäßigter Tageseintritt in die BadeINSEL Tamsweg, 25% ermäßigter 3-Stunden-Eintritt ins Vital- & Wellnesscenter Samsunn Mariapfarr, 15% ermäßigter Eintritt in die Erlebnisburg Mauterndorf.– Preise p. P.: HP im Hotel**** ab 588 Euro, Ü/F im Gasthof*** ab 475,50 Euro, Zimmer mit F ab 259,50 Euro, Ferienwohnung (o.V.) ab 882,00 Euro für 2 Erwachsene und 2 Kinder

TIPP: 16.02.19 ab 16 Uhr: Mondschein-Skitour von der Talstation Aineck zur Branntweinerhütte

Spieljoch & Schiestl: „Dream-Team“ für Winter-Spezialisten

Badeschlössl

Alpinskifahrer und Snowboarder setzen im Zillertal 500 Kilometer Pistenspaß auf eine Karte. Gäste des Wohlfühlhotels Schiestl, am Eingang des 40 Kilometer langen Zillertales, haben die besten Einstiegschancen: sind es doch nur 150 Meter bis zur nagelneuen Spieljochbahn.

Den Skipass gibt es im Wohlfühlhotels Schiestl**** an der Rezeption, die Top-Leihausrüstung 150 Meter weiter an der Spieljochjochbahn – und dann geht es für Pistencracks nur noch bergauf. Ab dem Zweitage-Skipass sind alle Skigebiete im Ziller- und Tuxertal sowie der Hintertuxer Gletscher inkludiert. Schon im Hausskigebiet Spieljoch gibt es für Einsteiger und Könner alles: vom großzügigen Anfängerskigelände im Tal über eine Rennstrecke, einen Fun-Slope und Snowpark bis zu den glitzernden Tiefschneerevieren auf der Geolsalm und der sieben Kilometer langen Kondi-Talabfahrt nach Fügen. Den Sprung ins Skigebiet Hochfügen-Hochzillertal schafft man oben am Berg oder im Tal mit dem Skibus, der vor dem Hotel hält und auch alle anderen Zillertaler Skigebiete ansteuert. Ski optimal-Hochfügen Hochzillertal ist eines der größten Skigebiete Tirols und eines der schneesichersten, da der Pistenspaß bis in 2.500 Meter Höhe reicht. In puncto Pistenangebot, Präparierung, Schneesicherheit und Freeride-Möglichkeiten zählt es zur internationalen Spitzenklasse. Neben unzähligen Powder- und Tourenhängen und der einzigen beleuchteten Talabfahrt im Zillertal hat es sich auch mit seiner hochstehenden Hüttenkultur einen Namen gemacht.

Von der Piste in den Wohlfühlpool

Nach dem Pistenzauber geht es direkt in den rundum erneuerten Wellness- und Saunabereich des Wohlfühlhotels Schiestl. Das Badeschlössl hat mit vier Erlebnissaunen, Ruheräumen und einem Wohlfühlpool in Sachen Rundum-Wellness bis 22 Uhr ein Wörtchen mitzureden. Nach einer entspannende Massage oder Körperanwendung mit hochwertigen Produkten in Dani’s Vitalcenter fühlt man sich körperlich und seelisch ausgewogen. Fehlt nur noch das Schiestl-Kulinarium, das vom Langschläferfrühstück über die Nachmittagsjause bis zum Fünf-Gänge-Wahlmenü den Genuss am Köcheln hält. www.hotel-schiestl.com

Weisse Wochen im Zillertal (05.01.–02.02.19)
Leistungen: 7 Übernachtungen, Schiestl-Verwöhnpension (Langschläferfrühstück, Nachmittagsjause, Abendmenü), 6-Tages-Zillertaler Superskipass für alle Skigebiete im Zillertal inkl. Hintertuxer Gletscher, Skitag mit persönlichem Skiguide, 1 Après-Ski-Drink, 20-Euro-Wellness-Gutschein oder 1 Fl. Wein – Preis p. P.: ab 960 Euro (Direktbuchervorteile)
Zillertaler Skigebiete: Spieljoch, Hochfügen/Hochzillertal, Zillertal Arena (Gerlos, Zell am Ziller, Königsleiten und Hochkrimml), Mayrhofner Bergbahnen, Ski- & Gletscherwelt Zillertal 3000 (Hintertuxer Gletscher, Lanersbach, Vorderlanersbach und Finkenberg)