Weihnachtsmärkte: Bodensee oder Wartburg?

Den traditionellen Lübecker Weihnachtsmarkt kennen Sie bereits? Auf dem berühmten Nürnberger Christkindlesmarkt waren Sie ebenfalls? Überhaupt haben Sie in den letzten Jahren so einige Märkte  während der Adventszeit kennengelernt. Wie wäre es in diesem Jahr mal mit festlicher Stimmung am Bodernsee oder einem historischen Weihnachtsmarkt auf der Wartburg?

Über 70 Märkte und zahlreiche Adventsschiffe erwarten Sie in der Region rund um den Bodensee. Mit den Schiffen können Gäste  gleich mehrere Märkte an einem Tag besuchen. Viel zu sehen und zu erleben gibt es unter anderem in Konstanz, St. Gallen, auf der Insel Mainau und bei der Lindauer Hafenweihnacht (siehe Foto).

Mittelalterlich hingegen geht es an drei Adventswochenenden auf der Wartburg in Eisenach zu. Dort können Besuche fast vergessene Handwerkskünste von Kerzenziehern, Glasbläsern und fahrenden Händlern bestaunen.

Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt auf der Wartburg. Foto: Wartburg Stiftung

Selbstverständlich fehlen auf dem weihnachtlichen Mittelaltermarkt in den historischen Burgmauern und Höfen auch die Musikanten, Gaukler und Puppenspieler nicht.
Weitere Infos: www.thüringen-entdecken.de

Fotos: Wolfgang Schneider, Bodensee-Tourismus und Wartburg Stiftung

Geburtstagsautorenlesung „80-1“: Poesie trifft Erzählungen und Musik

Chin-chin, Bild: László Kova

Dr. László Kova war ein politischer Flüchtling aus Ungarn, lebt seit 45 Jahren in seiner beliebten Wahlheimat Hamburg. Er liebt Flüsse und Meere, seine literarische und malerische Inspirationen findet er an der   Nord- und Ostsee, Elbe, Donau oder eben in der Lagunenstadt Venedig. Sein literarisches Schaffen ist ein vielseitiges Spiegelbild  seiner Erfahrungen und Emotionen als Dozent, Hilfsarbeiter in der DDR, wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer westdeutschen Universität, Handballtrainer in der Bundesliga, freischaffender Journalist und Dozent an einem Sprachinstitut in Hamburg. Seine Poesie und Kurzprosa sind Reflexionen seiner diversen Lebensphasen im sozialistischen Ungarn, in der kommunistischen DDR und im demokratischen Deutschland.

László Kova

Seine Lesung ist ihm an seinem „80-1“. Geburtstag ein literarisches und musikalisches Fest. Aus diesem Anlass lädt er jeden Besucher während seiner ´Autorenlesung bei von ihm live gespielten musikalischen Klängen auf Keyboard´ zu einem Glas Wein zum Anstoßen. László präsentiert diesmal aus seiner Literaturschatzkiste Humorvolles und Ernstes als Lyrik und Kurzprosa. Seine Veröffentlichungen erschienen in Anthologien u.a. bei LangenMüller Verlag München, pro-cutura Hamburg, Schmidt-Römhild Lübeck, net-Verlag Tangerhütte, Zeitgut Verlag Berlin und Rowohlt Reinbek/Hamburg.

Auch als bildender Künstler ist er tätig. Seine Lithografien, Radierungen, Gemälde und Kleinplastiken in Bronze zeigten Galerien u.a. auf Zypern, in Frankreich, Schweden, Norwegen, Japan, der Schweiz und den USA.

Die Autorenlesung wird von der Behörde für Kultur und Medien gefördert.

Um Platzreservierung wird erbeten unter
edition.kova@web.de

Wo und wann:
Alfred Schnittke Akademie International

Max-Brauer-Allee 24, 22523 Hamburg
Do., 14. Nov. 2019, 19:30 Uhr

Veranstalter:
Hamburger Autorenvereinigung

Eintritt: 12 €,

Der wahre Luxus ist

Saunagang mit Ausblick

In Völs am Schlern „versteckt“ sich ein idyllisches Urlaubs-Kleinod, um zur Ruhe zu kommen und innezuhalten. Die Gastgeber der Presulis Lodges teilen eine einfache und dennoch selten gewordene Auffassung: Die wahren Schätze sind die, die unser Herz berühren und von Herzen kommen. Darum haben die beiden inmitten der Natur der Seiser Alm ein traumhaft ruhiges und schönes Refugium für belebende Auszeiten geschaffen. Die Presulis Lodges stehen für hochwertige Einrichtung und schlichtes, aber raffiniertes Design. Viel Holz und weitere Naturmaterialien verleihen den Wohnwelten eine moderne Gemütlichkeit. Meinhard, der Herr des Hauses, ist ausgebildeter Tischler und hat seiner Ruheoase seine qualitätsvolle Handschrift gegeben. Alpine Wellness hält, was sie verspricht. Lodge trifft Sauna trifft Infinity Pool. Zu allen Jahreszeiten taucht der Gast in ein kostbares Wellnesserlebnis ein. Nach sanftem Schwitzen in der Dampfsauna, einem Aufguss in der Finnischen Sauna oder wohliger Wärme in der Infrarotkabine erholen sich Geist und Körper am besten im Ruheraum mit gemütlicher Feuerstelle. Der Eisbrunnen spendet Kühle und regt den Kreislauf an, die Teebar sorgt für die nötige Flüssigkeitszufuhr. Bei wärmeren Außentemperaturen ruft der Infinity Pool. Von dort aus schweift der Blick über die sagenhafte Landschaft. Das herrschaftliche Schloss Prösels prägt die Szenerie.

Finden wir zur Ruhe, erwachen auch unsere Sinne neu. Die Presulis Kitchen kitzelt den Gaumen. Purer, ehrlicher Geschmack ist das Erfolgsrezept. Die Zutaten stammen von den heimischen Bauern der Umgebung und mit den mediterranen Aromen des Südens entstehen unwiderstehliche Kompositionen. Morgens beginnt der Genuss mit einem köstlichen Frühstücksbuffet im Restaurant oder dem praktischen Brötchenservice. Sylvia, die Chefin der Presulis Lodges, ist Sommelière und reicht abends den passenden Wein zu den köstlichen Südtiroler Spezialitäten. Wer möchte, lässt sich die Speisen in sein Ferienzuhause bringen und genießt in seinen eigenen vier Wänden.

Es sind die einfachen Freuden, die in den Presulis Lodges ihren Platz und ihre Aufmerksamkeit bekommen: freundliche Menschen, ruhige Nächte, Zeit für sich und seine Lieben, die Natur und das Genießen mit allen Sinnen.

Die beste Kulisse: Die herbstliche Naturpracht auf der Seiser Alm

Selten ist die Natur eindrucksvoller als im Herbst. Mountainbiken, Nordic Walking, Golfen, Reiten – die schönen, sonnigen Herbsttage rufen geradezu nach Aktivitäten an der frischen Luft. Grandiose Aussichten auf die Dolomiten-Gipfel und die Weite von Europas größter Hochalm begleiten die Gäste der Presulis Lodges auf ihren Ausflügen und Wegen hinaus in den Goldenen Herbst. Ob zu Fuß oder mit dem Bike, der Landschaftsgenuss lässt Körper und Geist zur Ruhe kommen. Angesichts der majestätischen Landschaft versteht man, warum ausgerechnet diese Gegend die Menschen seit jeher zu so vielen Märchen und Sagen inspiriert hat.

Verführerisch gut: Das Völser „Kuchlkastl“

Jedes Jahr laden die kreativen Gastwirte und Köche von Völs am Schlern zum Völser Kuchlkastl. Bis 31. Oktober 2019 wird wieder mit Liebe aufgetischt und genossen. Wer bodenständige, nach alten Rezepten und auf verfeinerte Art zubereitete Gerichte liebt, für den ist der kulinarische Herbst in Völs genau das Richtige. Da finden sich auf den Speisekarten Brennsuppe mit Trüffeln und Steinpilzen, Kartoffelnocken mit Bergkäse, Rehrücken mit Bauchspeck auf Wirsing und Datteltorte mit Zimteis und Apfelkompott, … Ein Glück, dass die Presulis Lodges mitten in dem verführerischen Geschehen sind.

Alle lieben Törggelen

Eine Herbstauszeit in den Presulis Lodges lässt sich wunderbar mit dem gemütlichen Südtiroler Törggelen verbinden. Sylvia und Meinhard wissen, wo es die beste Marende gibt und der junge Wein am süßesten schmeckt. Von Anfang Oktober bis zum ersten Adventwochenende ist es Brauch, die Buschenschänke und Höfe zu besuchen. Kulinarische Genüsse gehen Hand in Hand mit herbstlichen Wanderungen. Und vor allem wird es so richtig gesellig, wenn Schlutzkrapfen, Knödel, Surfleisch und Hauswürste, Krapfen und Kastanien auf den Tisch kommen und der Sußer, der junge Traubenmost, ausgeschenkt wird.

Presulis „Kuchlkastlwochen“ (bis 31.10.2019)
Leistungen:
7 Nächte inklusive Frühstücksbuffet in der Presulis Lodges, ein Willkommensgetränk, sowie einem exklusivem Degustationsmenü (abends), Mobilcard zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, Geschenkkorb mit hausgemachten und regionalen Produkten bei Abreise – 7 Nächte für 2 Personen: ab 1.500 Euro

Presulis Romantik-Tage (bis 03.11.2019)
Leistungen:
Jeweils 2 Nächte inklusive Frühstücksbuffet in der Presulis Lodges von Freitag bis Sonntag oder Dienstag bis Freitag, ein Willkommensgetränk, sowie einem exklusivem Degustationsmenü (abends), Mobilcard zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, Geschenkkorb mit hausgemachten und regionalen Produkten bei Abreise –

2 Nächte für 2 Personen: (FR-SO) ab 530 Euro; (DI-FR) ab 490 Euro

Presulis Lodges
Presulis KG der Mairhofer Sylvia
Prösels 10
39050 Völs am Schlern
Tel.: +39 349 6781240

Neue Wellness im Zillertal eröffnet

Großer Fitnessraum

Top für Wintersportler: Das Alpinhotel Berghaus inmitten der Ski- und Gletscherwelt Zillertal 3000 hat ein exklusives Wellness-Refugium eröffnet. 1.500 m² pures Wohlbefinden bereichern den Winterurlaub in dem familiär-gemütlichen Hotel. Der neue Indoorpool ist mit seinen 20 x 7 Metern Größe und einem geschmackvoll gestalteten Liegebereich ein großzügiges Schwimm- und Badeareal. Ein exklusives Alpenpanorama eröffnet sich vor dem Auge des Wellnessgenießers. Relaxen mit Aussicht ist auch in der neuen Außenblock-Sauna gegeben. Bis zum Hintertuxer Gletscher hinauf schweift der Blick während des gesunden Schwitzens. Saunafreunde erfrischen sich in dem idyllischen Naturschwimmteich im Hotelgarten. Von der Vitalbar über einen neuen Massageraum, von Saunaaufgüssen bis hin zu Erlebnisduschen, heimeligen Ruheräumen und einem bestens ausgestatteten Fitnessraum liegt Freunden schöner Wellness eine neue Wohlfühlwelt zu Füßen. Wenn das Wetter zum Einigeln verführt, dann ist der hauseigene Wellnessbetreuer und Masseur zur Stelle. Mit Saunaaufgüssen und Massagebehandlungen lassen sich Gäste des Alpinhotel Berghaus durch einen wohltuenden Wellnesstag begleiten. Aktive Naturgenießer sind im Alpinhotel Berghaus gut beraten. Der Skiguide des Hauses erobert mit den skibegeisterten Gästen die sagenhafte Skiregion. Der Hausherr macht sich mit den Schneeschuhwanderern auf leisen Sohlen auf den Weg in die Berge. Los geht es praktisch an der Hoteltür. Der Skibus startet gegenüber dem Hotel. Mit neu renovierten Lifestyle-Studios und einem erweiterten Restaurant lässt das Alpinhotel Berghaus zusätzlich aufhorchen. Das Vier-Sterne-Hotel startet moderner, zeitgemäßer, großzügiger und luxuriöser in die Wintersaison. Seinen familiären Charme hat sich das Ski- und

Top für Wintersportler: Das Alpinhotel Berghaus inmitten der Ski- und Gletscherwelt Zillertal 3000 hat ein exklusives Wellness-Refugium eröffnet. 1.500 m² pures Wohlbefinden bereichern den Winterurlaub in dem familiär-gemütlichen Hotel. Der neue Indoorpool ist mit seinen 20 x 7 Metern Größe und einem geschmackvoll gestalteten Liegebereich ein großzügiges Schwimm- und Badeareal. Ein exklusives Alpenpanorama eröffnet sich vor dem Auge des Wellnessgenießers. Relaxen mit Aussicht ist auch in der neuen Außenblock-Sauna gegeben. Bis zum Hintertuxer Gletscher hinauf schweift der Blick während des gesunden Schwitzens. Saunafreunde erfrischen sich in dem idyllischen Naturschwimmteich im Hotelgarten. Von der Vitalbar über einen neuen Massageraum, von Saunaaufgüssen bis hin zu Erlebnisduschen, heimeligen Ruheräumen und einem bestens ausgestatteten Fitnessraum liegt Freunden schöner Wellness eine neue Wohlfühlwelt zu Füßen. Wenn das Wetter zum Einigeln verführt, dann ist der hauseigene Wellnessbetreuer und Masseur zur Stelle. Mit Saunaaufgüssen und Massagebehandlungen lassen sich Gäste des Alpinhotel Berghaus durch einen wohltuenden Wellnesstag begleiten. Aktive Naturgenießer sind im Alpinhotel Berghaus gut beraten. Der Skiguide des Hauses erobert mit den skibegeisterten Gästen die sagenhafte Skiregion. Der Hausherr macht sich mit den Schneeschuhwanderern auf leisen Sohlen auf den Weg in die Berge. Los geht es praktisch an der Hoteltür. Der Skibus startet gegenüber dem Hotel. Mit neu renovierten Lifestyle-Studios und einem erweiterten Restaurant lässt das Alpinhotel Berghaus zusätzlich aufhorchen. Das Vier-Sterne-Hotel startet moderner, zeitgemäßer, großzügiger und luxuriöser in die Wintersaison. Seinen familiären Charme hat sich das Ski- und Wellnesshotel dennoch erhalten.

ALPINHOTEL BERGHAUS****
Familie Fankhauser
Madseit 711
6293 Tux

dennoch erhalten.

Aufhören zu denken, anfangen zu träumen

Aussenansicht

AMONTI & LUNARIS ist Wellness für Genießer, die das Besondere suchen. Mit ausdrucksstarker Architektur und innovativem Design belebt das Südtiroler Wellnessresort wohltuend die Szene. Dreh- und Angelpunkt ist eine Spa-Lodge mit über 5.000 m² traumhaftem Spa- & Wellnessbereich. Der anspruchsvolle Gast spielt die Hauptrolle in einem erlesenen Ambiente voller Highlights, die den gewissen Unterschied machen.

Der wahre Genießer steht über den Dingen. Die Panorama Sky Lounge im A&L ist ein Wellness-Highlight und Lieblingsplatz. Klare Linien und modernes Design, ein spektakulärer Ausblick, die Erlebnis-Aufgusssauna, das Ice-Cube-Tauchbecken, der Sky Pool mit Whirlliegen, die Sky Relax Ruheoasen, die einmalige Sonnenterrasse – Vorhang auf für ein exklusives Spa-Erlebnis „for adults only“. Im Sunset Sky Pool hält die Sonne etwas länger ihr Gastspiel. Ein geschmackvolles und formvollendetes Ambiente packt das Wellbeing in Watte. Weil es so schön ist im Ahrntal, behalten auch die Bar-Besucher den Ausblick im Auge. Am Rooftop des AMONTI & LUNARIS ist die Sky Bar ein aussichtsreicher Platz, um bei einem guten Drink den Blick schweifen zu lassen. 5.000 m² sind der Wellness mit Höhenflügen gewidmet. Eintauchen mit Bergblick in die ganzjährig beheizten In- und Outdoor-Pools, Themensaunen, die die Sinne berühren, eine eigene Wellnesswelt für Kids, Sport und Fitness holen die Natur ins Innere, Yoga und Bewegung, wohltuende Behandlungen, entspannende Massagen, feinste Naturprodukte, Ruhepole für Glücksmomente schließen sich an Zeit und Raum zum Durchatmen.

Weil wir das Schöne lieben

Penthouse-Suiten mit Whirlpool auf der Dachterrasse, kuschelige Chalet-Suiten für Familien, Private Spa mit Infrarotkabine oder finnischer Sauna und Fireplace für besondere Stunden – das A&L Feeling ist einzigartig, nicht so leicht zu beschreiben, umso schöner live zu erleben. Holz, Naturfarben, Loden und Leinen gehen Hand in Hand mit individuellem, erlesenem Design. Neue Wohnwelten laden ein zum Einigeln und Kuscheln, zum Träumen und Gutfühlen, zum Freisein und Privatisieren. Auch, wer das öffentliche Hotelbankett betritt, taucht ein in Lieblingsorte und Kraftplätze, in ein traditionell verwurzeltes Ambiente, das modern designt zum Augenschmaus und zur Herzenssache wird.

Kulinarisches für Gaumenkitzler

Das Küchenteam ist ein Meister seines Faches, das AMONTI & LUNARIS ein Gourmethotel. Traditionelle Südtiroler Gerichte interpretieren die Küchenchefs neu und raffiniert. Dies ergänzen sie mit leichter, mediterraner Vital-Küche und zeigen so, wie breit ihr Spektrum ist. In der hauseigenen Vinothek lädt der Sommelier zu Verkostungen feinster Weine aus Südtirol und anderen Teilen der Welt ein. Von Gault Millau und Feinschmecker erhalten die Gaumenfreuden im AMONTI & LUNARIS nur beste Kritiken.

Highlights im AMONTI & LUNARIS Wellnessresort
Panorama Sky Lounge (Adults only)

Aufguss-Panoramasauna, Infrarot-Sauna, Aroma-Dampfbad, Eisbecken, Rooftop-Pool, Sonnenterrasse, Panorama-Ruheräume
Familien-Wasserwelt
Kinder-Erlebnis-Pool
40 m Röhrenrutsche, Breitrutsche, Babyrutsche
Kuscheloasen für Eltern und Kinder
Beauty-Vital & Fitnessbereich
Treatment Behandlungsräume
Fitnessraum, Bewegungsraum im Sport-Fitness-Center
Living de luxe
Großzügige Doppelzimmer mit Panorama-Daybed
Luxus-Suiten mit Whirlpool/Sauna
Familien-Suiten mit separatem Kinderzimmer
Verwöhn-Genussbereich
Hotelbar mit Loungebereich
Exklusiver Restaurantbereich
Buffetlandschaft mit Showküche
Begehbarer Weinschrank
Romantic Weekend (bis 06.10.19, 10.10.–24.11.19, 05.–22.12.19, 09.–26.01.20, 19.03.–19.04.20, Anreise Do.)
Leistungen: 3 romantische Nächte mit exklusivem Genießer-Frühstück, Willkommensüberraschung im Zimmer mit Schokofrüchten, 2 Rosen u. persönlicher Liebes-Grußkarte, 3 x Genießermenü im Rahmen der Premium All Inclusive Gourmet-Pension, je 1 Teilkörper-Aromamassage (25 Min.), traumhafte SPA-L

Wellnessresort AMONTI & LUNARIS
AMONTI Wellnessresort
Klausbergstraße 55
39030 Steinhaus im Ahrntal/Südtirol

andschaft (am Anreisetag ab 12 Uhr) – Preis p. P.: ab 547 Euro

Medical Beauty: Botox kann nicht nur Falten, sondern auch schlechte Stimmung (be)heben

psychiatrist with patient
Foto: Götz Egloff

Die Behandlung der Glabellafalte mit Botulinumtoxin, einer der häufigsten ästhetisch-dermatologischen Eingriffe, kann auch chronische Stimmungsschwankungen bessern.

Es ist eine kleine Sensation, die in der Praxis durchaus bekannt ist, und die eine Baseler Forschergruppe im Journal of Psychiatric Research veröffentlichte: der enge Zusammenhang zwischen Seele und Körper ist durchaus empirisch nachweisbar.

Eine ausgeprägte Zornesfalte kann einen negativen Ausdruck signalisieren, der unabhängig von der tatsächlichen Stimmungslage ist. Die Botoxtherapie kann solch einen ungewollten Ausdruck auf der Stirn elegant korrigieren. Die Erfahrung zeigt, dass nicht nur Freunde oder Kolleginnen die Veränderung bemerken, sondern man auch selbst den neuen Ausdruck als Überraschung empfindet. Neben der kosmetischen Wirkung ist dann eine stimmungsaufhellende Wirkung zu beobachten, die von der Forschung als durchaus signifikant beschrieben wird. Die sogenannte Facial-Feedback-Hypothese, die bereits von Charles Darwin im Jahr 1872 begründet wurde und die den Zusammenhang von Gesichtsmuskeln und Gefühlswahrnehmung beschreibt, wird hier eindrucksvoll bestätigt. Die Kontraktion mancher Gesichtsmuskeln verstärkt also manche Emotionen, sowie eine Überaktivität anderer Muskeln mit depressivem Empfinden in Verbindung steht.

Die sogenannte Denervationsbehandlung der Glabellafalte mit Botox wäre damit als begleitendes Psychotherapeutikum wirksam, da experimentell insbesondere bei dieser Behandlung der Effekt nachweisbar ist. So führte die Botoxbehandlung der Zornesfalte bei etwa zwei Drittel der Probandinnen zu Stimmungsverbesserungen, bei einem Drittel gar zu einem Verschwinden jeglicher depressiver Symptomatik. Bei der Kontrollgruppe, die mit Placebo behandelt wurde, waren diese Effekte nicht festzustellen. Ein erstaunliches Ergebnis. Und: Nebenwirkungen sind extrem selten (vgl. Kerscher & Streker 2010), bei fachgerechter Anwendung ist regelmäßig mit guten Ergebnissen zu rechnen. So wie Hyaluronsäure als Radikalfänger fungiert und Lifestyle Auswirkung auf die Seele hat (vgl. Egloff, Bender, Römer 2018), haben Dermatologie und Endokrinologie große Relevanz für das psychosomatische Empfinden, das damit auch auf verschiedenen Wegen beeinflussbar ist.

 

Literaturhinweis:

Wollmer et al. Facing depression with botulinum toxin. J Psychiatric Research 2012; 46(5):574-581.
Martina Kerscher, Meike Streker. Botulinumtoxin A: Tipps und Tricks für die dermatologische Praxis. Ästhetische Dermatologie 2010; 3(2):33-43.
H.H. Rüttinger, H. Trommer. Hyaluronsäure als Radikalfänger. In: Wohlrab, Neubert, Wohlrab (Hg.). Hyaluronsäure und Haut. Aachen 2004; 266-286.
Egloff, I. Bender, J. Römer. Conception and lifestyle. J Androl Gynaecol 2018; 6(1):1-8.

 

 

„The Woman in Black“– The New Play at the English Theatre of Hamburg

Let’s go on rehearsing, Mr. Kipps

Just imagine Merry Old England during Queen Victoria’s reign. A thick yellow-green fog, also called pea-soup, wafting over London, Jack the Ripper slashing young women in Whitehall and Oscar Wilde, the once pampered enfant terrible of Britain’s upper crust, being sent to prison because of his homosexuality, a deadly sin at that time. A fantastic period for writers who like tales about ghosts and “the living dead” inhabiting old castles and run down manors in remote regions.

Susan Hill’s book “The Woman in Black” can be called a genuine Victorian novel. It is a Gothic thriller at its best, set in an empty Victorian theatre in London during the late 19th century. It was constructed as a play within a play and involves two gentlemen, a young nameless actor and a middle-aged solicitor named Arthur Kipps. Both are acting on a nearly bare stage. What at first sight seems to be a rehearsal of a sinister play turns out to be kind of a confession by Kipps who experienced a shocking family drama some thirty years ago. In writing down his memories, he tries to get rid of a nightmare involving a mysterious Woman in Black with a pale wasted face who has been haunting him ever since.

How shocking these letters are

As the play evolves, we go back to Arthur Kipps’ former existence as a young solicitor who is called to a remote place in England in order to settle the affairs of his recently deceased client Mrs. Alice Drablow. While staying in a small village he experiences a disturbing encounter with a spectre which has a major impact on his life. Deeply shocked by this eerie apparition, he asks the villagers about that Woman in Black. But all turn away from him and deny in a hostile manner the mere existence of such a woman. Meanwhile mysterious accidents happen to small children wherever a woman totally clad in black turns up. A terrible accident occurs to Kipps’ beloved wife Stella and their young son Joseph while riding on a pony and trap. The child is hurled from the trap against a tree and dies on the spot while Stella succumbs to her injuries a couple of months later. Eventually the Woman in Black has also taken revenge on his family. What is the reason for her hatred? Arthur is in deep grief and wants to find out the motives that drive the black apparition to kill innocent children and make their parents suffer. While in Mrs. Drablow’s dark uncanny old house, he reads all the papers on her desk and finally comes across a packet of letters that were written sixty years ago. The correspondence between Mrs. Drablow and Jennet Humfrye, a young unmarried woman, opens his eyes and makes him shiver with fear. When Jennet got pregnant, her family sent her away to Scotland. Right after she had given birth to a boy, the baby was taken away from her and given free for adoption. Mrs. Drablow, Jennet’s elder sister, adopted the boy and let Jennet see him from time to time. When she tried to run away with her boy, he died in an accident on the marsh. Jennet never got over his death and planned revenge on the heartless puritanical society that – as she saw it in her grief – was responsible for his death at such a young age. Shortly after her child passed away, she died herself of an incurable disease and turned into the Woman in Black, the embodiment of Nemesis, the Greek Goddess of Revenge. From that very moment on she began haunting the countryside, and anybody who caught sight of her lost a child either in an accident or after an illness. The curse of an evil fairy came true.

The last scene brings us back to London. The rehearsals are over and Arthur Kipps thanks the young actor for helping him to make a play of his story about the Woman in Black. Mr. Kipps is taken aback when the young man asks him who the lady was who played the Woman in Black during their rehearsals. “But you and I were the only ones in the theatre”, he replies. The actor is bewildered. Whom, by God, did he see all the time on the stage – the real Woman in Black?

We shall soon see Mrs. Drablow’s house

Dear spectator, if you want to understand every detail of this complex plot, you have to concentrate on every word spoken. Be very attentive when “jumping” from London to the haunted house in the far-away village and back to the theatre. And don’t forget, only two actors are on the stage, changing from one role into the next. While Angus Villiers-Stuart “only” has to play the Actor and the young Arthur Kipps, Séamus Newham as the middle-aged solicitor has to cope with at least three other parts. He changes coats, hats and accents at a breath-taking speed. Many thanks to both of you as well as to director Paul Glaser for a grand performance and an unforgettable evening. Standing ovation for two outstanding actors and the whole staff involved in the realisation of the play. It would be unfair not to mention the Woman in Black – so to speak the main character of the play – who was present all the time without pronouncing a single word. Thank you too, Barbara Goodman, for making the blood running cold in our veins by your totally mute presence.

It was indeed daring to make a play of Susan Hill’s Victorian thriller, the more so as the Hollywood movie starring Daniel Radcliffe proved to be an overwhelming success. Forget about the film when you are sitting in The English Theatre since the adaption of the novel by British playwright Stephen Mallatratt is absolutely brilliant. As a matter of fact, the technical means of a theatre are quite limited compared to the state of the art technology used by the film industry. In “The Woman in Black” the TET is working with uncanny noises – sobbing and wailing of an infant, screams of a distressed woman, thunder and lightning in front of the house and the clatter of hooves – thus achieving disturbing thrilling effects. The Woman in Black is a deeply unsettling and scary horror tale that sometimes comes near to Mary Shelley’s Frankenstein novel. Indeed, a spine chilling ghost story.

(Photos: Stefan Kock)

Final performance of “The Woman in Black” on November 2, 2019

Tickets under phone number 040 – 227 80 89 , online booking under www.englishtheatre.de

Next premiere: “Funny Business”, a farce by Derek Benfield, on November 14, 019

„The Woman in Black“ – das neue Stück im English Theatre of Hamburg

Lassen Sie uns mit den Proben fortfahren, Mr. Kipps

Wer den Roman von Susan Hill über die mysteriöse Frau in Schwarz kennt oder gar den gleichnamigen Film mit Harry Potter-Darsteller Daniel Radcliffe in der Hauptrolle gesehen hat, wird sich fragen, ob man dieses etwas verworrene und verwirrende Gruseldrama überhaupt auf die Bretter eines Theaters bringen kann. Man kann. Regisseur Paul Glaser und sein großartiges Team haben es geschafft, dieses von Stephen Mallatratt für das Theater adaptierte Gothic ebenso düster wie spannend zu inszenieren, dass selbst den Hartgesottenen unter den Zuschauern zuweilen ein kalter Schauer über den Rücken läuft.

Bis auf ein paar Stühle, einen Tisch und einen großen Schrankkoffer ist die Bühne leer. Hinter einem durchsichtigen Vorhang erkennt man schemenhaft unter Schutzhussen verhüllte Möbel. In diesem Szenario agieren zwei Stunden lang zwei Schauspieler. Gelegentlich tritt eine zierliche, ganz in Schwarz gekleidete Frau aus dem Schatten und verschwindet ebenso schnell, wie sie gekommen ist.

„The Woman in Black“ – die Frau in Schwarz – ist ein Stück im Stück und spielt gegen Ende des 19. Jahrhunderts, zu einer Zeit, die als viktorianische Epoche in die Annalen einging. Zwei Männer treffen sich in einem kleinen Theater – ein junger namenloser Mann, der hier nur als „Actor“ bezeichnet wird, und Arthur Kipps, ein Anwalt im besten Mannesalter, den ein traumatisches Ereignis aus seiner Jugend bis in den Schlaf verfolgt.

Mein Gott, der Inhalt der Briefe ist schockierend

Deshalb hat er seine Erinnerungen, in denen eine schwarz gekleidete Frau mit einem von Schmerz und Hass gezeichneten Gesicht die tragende Rolle spielt, zu Papier gebracht. Mit diesen Aufzeichnungen, die er den jungen Schauspieler in einem leeren viktorianischen Theater vorlesen lässt, hofft er, sich endlich von seinen Albträumen befreien zu können. Dieser Thriller, der sich im Fortgang der Handlung immer mehr zu einem Racheakt einer von der Gesellschaft stigmatisierten Frau entwickelt, verlangt dem Zuschauer höchste Konzentration und ein großes Maß an Fantasie ab. Denn die Handlung wechselt vom Theater in die reale Welt von vor etwa dreißig Jahren, als Mr. Arthur Kipps in ein englisches Dorf „am Ende der Welt“ reisen musste, um der Beerdigung seiner gerade verstorbenen Klientin Mrs. Alice Drablow beizuwohnen und gleichzeitig ihre testamentarischen Vorgaben zu erfüllen. Während der Trauerfeier erscheint wie aus dem Nichts die „Frau in Schwarz“, deren Existenz die Dorfbewohner angstvoll beschweigen. Kipps erfährt schließlich, dass es sich bei der mysteriösen Erscheinung um eine Frau handelt, deren kleiner Sohn einst unter ungeklärten Umständen ums Leben kam. Das in einer einsamen Gegend gelegene düstere Anwesen der Mrs. Drablow gewährt dem jungen Anwalt Einblicke in das Leben der Verblichenen. Alte vergilbte Briefe enthüllen ein schreckliches Familiengeheimnis, das Arthur das Blut in den Adern erstarren lässt. Der Horror erreicht seinen Höhepunkt, als die Frau in Schwarz erneut auftritt, begleitet von verstörenden Geräuschen. Jetzt wird klar, dass ihr Erscheinen jedem Unglück bringt, der in ihr Antlitz schaut. Die Namenlose ist Nemesis, die griechische Göttin der ausgleichenden Gerechtigkeit, deren Rachegelüsten keiner entgeht, der einmal ihren Weg gekreuzt hat. Auch Anwalt Kipps fällt ihrem Fluch zum Opfer. Seine geliebte junge Ehefrau und der gemeinsame Sohn Joseph ereilt ein schreckliches Schicksal, als beide durch einen von einem Ponygespann gezogenen Kastenwagen zu Tode kommen.

In der Nähe des Unfallortes wurde die Frau in Schwarz gesichtet. Im Laufe der Handlung erfährt der Zuschauer, dass die Frau in Schwarz eine gewisse Jennet Humfrye war, die als junge Frau ein uneheliches Kind zur Welt brachte, von ihrer Familie darauf nach Schottland verbannt und gezwungen, wurde, ihren Sohn zur Adoption freizugeben. Alles Zutaten für einen Rachefeldzug gegen Kinder im Alter ihres Sohnes, die sie nach ihrem Tode als herumirrender Geist gnadenlos für die engstirnige puritanische viktorianische Gesellschaft bestrafte.

Wir werden Mrs. Drablows Haus in Kürze sehen

„The Woman in Black“ ist ein Kabinettstück des Grusels und der Gänsehaut, meisterhaft in Szene gesetzt von Regisseur Paul Glaser und gespielt von zwei großartigen Schauspielern, deren überragende Leistungen vom Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert wurden. Scheinbar mühelos schlüpften die beiden Protagonisten von einer Rolle in die andere. Während Angus Villiers-Stuart  n u r  den Schauspieler und den jungen Anwalt Kipps verkörperte, wechselte Séamus Newham in einem nahezu atemberaubenden Tempo von einer Rolle in die andere. Hatte er gerade noch den alten Arthur Kipps gegeben, mutierte er im nächsten Augenblick zum Kellner, Kutscher oder Pfarrer. Hervorzuheben ist auch die pantomimische Begabung der beiden Darsteller. Hinreißend die Darbietung des jungen Kipps, wie er seine unsichtbare Hündin Spider hingebungsvoll streichelt und aus dem Sumpf befreit. Die Geräuschkulisse – Pferdegetrappel, Kindergeschrei aus dem Off und schrille, verstörende Musik erhöhen die Spannung und tragen erheblich zum Bühnenerfolg des Stückes bei.

PS: Wir wollen der eigentlichen Hauptperson des Stückes – der Frau in Schwarz – keinen Tort antun. Wenn auch stumm, so ist sie stets präsent und verkörpert das Böse auf eine erschreckend realistische Weise.

Susan Hill, die Autorin des viktorianischen Thrillers „The Woman in Black“ zeichnet noch für weitere spannende Literatur – u.a. „The Betrayal of Trust“ und „Shadows in the Street“, alles Krimis, die bereits für das britische Fernsehen adaptiert wurden. Bislang erwies sich „The Woman in Black“ als ihr erfolgreichstes Werk, Die Bühnenadaption läuft schon seit 1989 in London. Die Krönung war die Hollywood-Verfilmung des Stoffs mit Daniel Radcliffe in der Hauptrolle.

(Fotos: Stefan Kock)

„The Woman in Black“ läuft bis einschließlich 2. November 2019

Tickets unter der Telefonnummer 040-227 70 89 oder online unter www.englishtheatre.de

Nächste Premiere: „Funny Business“, eine Farce von Derek Benfield, am 14. November 2019

 

800 Jahre Deutscher Orden in Bad Mergentheim

 

Luftbild des ehemaligen Residenzschlosses des Deutschen Ordens in Bad Mergentheim
Foto: Deutschordensmuseum/Jens Hackmann, kopfgeist-arts.de

„Der Gang durchs Taubertal ist ein Gang durch die deutsche Geschichte, durch das alte Reich“, schrieb 1865 der Kulturhistoriker Wilhelm Heinrich von Riehl. Die nunmehr achthundertjährige Geschichte des Deutschen Ordens in Bad Mergentheim bestätigt diese Aussage bis auf den heutigen Tag.

In diesem Jahr platzt das im Tal der Tauber gelegene, knapp 24.000 Seelen-Städtchen Bad Mergentheim aus allen Nähten. Die Feierlichkeiten zu „800 Jahre Deutscher Orden in Bad Mergentheim“ locken Besucher von nah und fern an. Zu den beliebtesten Veranstaltungen gehören der historische Wachaufzug nebst Rekrutenwerbung der in elegante blau-weiße Uniformen gekleideten Deutsch-Orden Companie, deren Mitglieder gegen Ende ihres Auftritts Salutschüsse aus Vorderladergewehren abfeuern. Ein großer Teil der Mergentheimer Bevölkerung ist in die Festivitäten eingebunden, zu denen in diesem Jahr verschiedene Symposien und zahlreiche Vorträge über die historische Entwicklung des Ordens sowie eine Sonderausstellung unter dem Titel „Deutscher Orden im Südwesten“ (14. Juli 2019 bis 26. Januar 2020) im Deutschordensmuseum gehören.

Die meisten Bürger der Stadt sind mit der Geschichte des „Ordens der Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem“ vertraut, und auch Schulkinder geben ihr Wissen gern an die Besucher weiter. Die Verbindung des Ordens zu Mergentheim entstand 1219 durch Mitglieder des Adelsgeschlechts derer von Hohenlohe, die dem Orden große Teile ihrer Besitztümer übereigneten. Unter ihrer Ägide entstand in der Region eine Vielzahl bedeutender Bauwerke, unter denen das prächtige Renaissanceschloss einen besonderen Rang einnimmt.

Von 1217 bis 1219 führten die Kreuzritter in Damiette einen erbitterten Kampf gegen die muslimischen Ayyubiden mit dem Ziel der Rückeroberung Jerusalems. Diese Schlacht, in der der Deutsche Orden verletzte Kreuzfahrer und Pilger in seinen Spitälern behandelte, wurde zur Initialzündung für großzügige Schenkungen adliger Kreise an den Orden. An erster Stelle standen die bereits erwähnten „Edelfreien“ Brüder Hohenlohe. Am 16. Dezember Anno 1219 gelangte der Orden durch einen Erbvergleich in den Besitz von bedeutenden Ländereien in der Umgebung Mergentheims. Dazu zählten zwei Burgen, Zoll, Gericht und Zehnt, Fischerei-, Weiderechte und Waldflächen. „Nudi nudum Christum sequi cupientes“ heißt es in der Übereignungsurkunde. Was soviel bedeutet, dass die Kreuzritter dem nackten Christus aus tiefer innerer Überzeugung nackt und demütig folgen wollten.

Andreas von Hohenlohe trat als erster dem Orden bei, unterzeichnete aber mit seinen Brüdern Gottfried und Konrad einen Teilungs- und Abfindungsvertrag. Weitere Familienmitglieder entschlossen sich zu großzügigen Schenkungen an den Deutschen Orden. Wenig später traten auch die Brüder Heinrich und Friedrich bei. Heinrich brachte es sogar zum Hochmeister. Diese ermöglichten auch den Bau von Schloss Mergentheim, das nach der Reformation und den Bauernkriegen über einen Zeitraum von nahezu dreihundert Jahren zur Residenz der Hoch- und Deutschmeister wurde.

Blick durch die Spindel der Berwarttreppe von 1574. Foto: Deutschordensmuseum/Holger Schmitt

Bevor der Besucher in die wechselvolle Geschichte des Ordens eintaucht, sollte er einen Blick auf eine der „Perlen“ des Schlosses werfen. Der „Schneck“ ist eine freistehende Wendeltreppe, die sich, begleitet von zierlichen gedrehten Säulchen, bis unter das Dach hinauf windet.

Die Historie des Ordens und seine hierarchische Ordnung werden auf großen Schautafeln erklärt. Ohne ihre Hilfe geriete mancher auch ins Schleudern, denn die geschichtlichen Zusammenhänge sind reichlich verzwickt. Der Deutsche Ritterorden, Deutschorden, entwickelte sich 1198 aus einer Hospitalgemeinschaft, die norddeutsche Kaufleute aus Bremen und Lübeck auf dem dritten Kreuzzug im Jahre 1190 während der Belagerung von Akkon gründeten. Die Ordensritter waren erkennbar an ihren weißen Mänteln, auf denen ein großes schwarzes Kreuz prangte. Oberhaupt des Ordens war der auf Lebenszeit gewählte Hochmeister, dem fünf „Großgebietige“ als Berater zur Seite standen. Auf großflächigen Gemälden sind streng blickende, Ehrfurcht einflößende Hochmeister dargestellt. In den Licht durchfluteten Sälen des Schlossmuseums wird die Entwicklung des Deutschen Ordens anhand von Kartenmaterial, Gebrauchsgegenständen, Grafiken und Gemälden anschaulich demonstriert.

Modell der Deutschordensburg Rehden. Foto: Foto Besserer, Lauda-Königshofen

Die fürstlichen Gemächer des Schlosses sind mit erlesenem Dekor und kostbarem Mobiliar ausgestattet. Aus seinem goldenen Rahmen blickt Kurfürst Clemens August als Hochmeister des Deutschen Ordens um das Jahr 1745 huldvoll auf die Besucher herab. Die ausschweifende Lebensfreude hatte auch vor den einst so rigiden Regeln des Ordens nicht halt gemacht. Der Kapitelsaal, ein eleganter Mix aus Spätbarock und Klassizismus, prunkt mit Stuckdecken und Kristalllüstern, die wie Diamanten in der Sonne funkeln. Auch die Schlosskirche, deren sonnenhelle Fassade an die Theatinerkirche in München erinnert, ist eine eingehende Besichtigung wert. Hinreißend das Deckengemälde von Johann Nikolaus Stuber, das die Verherrlichung des Kreuzes im Himmel und auf Erden darstellt!

Die Prachtentfaltung des 18. Jahrhunderts fand ihr jähes Ende, als Napoléon Bonaparte 1809 den Orden verbot. Doch der Deutsche Orden hatte in seiner über sechshundert Jahre währenden Geschichte so kräftige Wurzeln geschlagen, dass er sich gleich nach der Niederlage des Imperators neu konstituierte und bis zum heutigen Tage fort besteht. Eine stolze Tradition, die es verdient, weiter gepflegt zu werden.

www.deutschordensmuseum.de

Dieser Artikel erschien am 16. August 2019
in der Preußischen Allgemeinen Zeitung

Herausragende Ausstellung über den Lyriker Peter Rühmkorf

Peter Rühmkorf spricht bei „Künstler für den Frieden“ im St. Pauli-Stadion, Hamburg, 1983, Foto Helga Kneidl, DLA Marbach

Anlässlich von Peter Rühmkorfs 90. Geburtstag präsentiert die Arno Schmidt Stiftung, Erbin der Urheberrechte des Autors, in einer atmosphärisch und medial außergewöhnlich gestalteten Literaturausstellung im Altonaer Museum einen umfangreichen Einblick in das Werk und in den Nachlass des Dichters. Unter dem Titel „Lass leuchten!“, der einem von Rühmkorfs Gedichten entstammt, setzt sich die Ausstellung anhand von visuellen Inszenierungen, Manuskripten, Fotos und Alltagsobjekten mit dem facettenreichen Leben und Schaffen des engagierten Künstlers auseinander. Rühmkorfs Sammelsurien als Quelle seiner Inspiration eröffnen ebenso wie eine Reimwortmaschine oder filigrane Schriftanimationen einen unmittelbaren, sinnlichen Zugang zu seinem Werk.

Der vielfach preisgekrönte Dichter Peter Rühmkorf (1929–2008) gehört zu den bedeutendsten Lyrikern und Essayisten der bundesdeutschen Nachkriegsliteratur. In seinen Texten bedichtete Rühmkorf die Liebe und den Tod ebenso wie den Schnaps und den Schnellimbiss – nichts erschien ihm zu unbedeutend, um in eine lyrische Form gefasst zu werden. Seine vor allem durch Wortwitz funkelnden Gedichte bewegen bis heute mit ihrem politischen Engagement und bewähren sich zugleich auf dem poetischen Hochseil. Das Bühnenprogramm „Jazz und Lyrik“, mit dem er 1966 erstmals gemeinsam mit dem Jazzpianisten Michael Naura und dessen Quartett im Rahmen der Aktion „Dichter auf dem Markt“ auf dem Hamburger Adolphsplatz gastierte, erreichte über Jahrzehnte ein großes Publikum. Seit den frühen 1970er Jahren lebte der Autor mit seiner Frau, der Politikerin Eva Rühmkorf, im Hamburger Stadtteil Oevelgönne an der Elbe, umgeben von zahlreichen Fundstücken von seinen Reisen und Treibgut aller Art. An seinem „Schreibmaschinengewehrchen“ verfasste er dort mit Blick auf Fluss und Hafen Lyrik, Prosa, Essays und Theaterstücke. Seine Texte, Notizen und Zeichnungen sammelte er in Hunderten von Archivkästen, die heute den umfangreichsten Einzelnachlass im Deutschen Literaturarchiv Marbach bilden.

Blick in die Austellung Lass leuchten, Altonaer Museum, Foto Sinje Hasheider (2)

Zentrales Element der Ausstellung ist der „Raum der Gedichte“, in dem zehn lyrische Texte Rühmkorfs in Großprojektionen inszeniert werden. Zehn Leserinnen und Leser, unter ihnen Franziska Augstein, Nora Gomringer, Jan Wagner  und Heinrich Detering, stellen je ein Gedicht im Interview vor und erklären, warum es ihnen besonders am Herzen liegt. Die Textinszenierung von Stefan Matlik nimmt Rühmkorfs Bild vom „Fliegen“ der Texte über den Niederungen von Arbeit und Alltag auf, sodass die Gedichte als luftige Gebilde im Raum schweben. Eine Auswahl von weitgehend unbekannten Film-Aufnahmen von Rühmkorfs „Jazz und Lyrik“-Programmen aus mehreren Jahrzehnten ergänzt die Gedichtprojektionen. Weitere Themenstationen widmen sich wichtigen Aspekten im Schaffen und Leben des Dichters, stellen einzelne Werkphasen vor und erläutern auf anschauliche Weise sein poetisches Konzept. In vier Medien-Installationen kann von den Besuchern auf spielerische Weise nachvollzogen werden, wie Reimkunst, Ironie, politisches Engagement und Subjektivität in Rühmkorfs Lyrik zusammenwirken. Eine fünfzig Quadratmeter große Wandinstallation verdeutlicht am Beispiel des Gedichts „Selbst III/88“ Rühmkorfs aufwändigen Arbeitsprozess. In einem umfangreichen Begleitprogramm, das neben zahlreichen Führungen, einen festlichen Abend zu Rühmkorfs 90. Geburtstag, eine Lesung mit dem Lyriker und Büchner-Preisträger Jan Wagner, eine wissenschaftlichen Tagung und vielfältige pädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche umfasst, können sich die Besucher vertiefend mit dem Oeuvre Peter Rühmkorfs auseinandersetzen. Im Anschluss an die Laufzeit in Hamburg wird die Ausstellung im Deutschen Literaturarchiv Marbach gezeigt.

Eine Vielzahl an Veranstaltungen wird während des Ausstellungszeitraums stattfinden, die in einem Flyer des Altonaer Museums zum Download zusammengefasst sind:

Lass_leuchten_Peter_Ruehmkorf_Flyer

Hier gehts zum Altonaer Museum

Stiftung Historische Museen Hamburg
Matthias Seeberg
Pressesprecher
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