Sie steht für Luxus pur

Die Hamburger Designerin Susann Eschenfelder

Von Uta Buhr

Auf den ersten Blick erinnert mich  das Ambiente dieses Ateliers – oder besser –  dieses herrschaftlichen Salons an ein Schillersches Gedicht, das ich als Pennälerin  noch auswendig lernen musste. „Der Sänger“ sieht sich in einem „Saal voll Pracht und Herrlichkeit“ um und ist geblendet. Dann fällt ihm spontan ein, daß er singen und nicht seine optischen Sinne ergötzen soll. Ähnlich geht es mir in diesem Raum – gefühlte 200 qm – der mit einer Fülle erlesener Gegenstände ausgestattet ist. Antike chinesische Stühle, mit langstieligen Orchideen geschmückte Designertische,  prachtvolle Spiegel,  funkelnde Kristallprismen an den Decken und farbenprächtige Teppiche fesseln das Auge.  Ich bin zu einem Interviewtermin mit der Susann EschenfelderHamburger Designerin                                                         Susann Eschenfelder geladen, die entspannt auf einem Barocksessel mit vergoldeten Lehnen sitzt und über ihre Arbeit plaudert. Sie ist kaum geschminkt. Zu einer schicken lila Samthose        trägt sie einen einfachen schwarzen Cashmerepulli. Vor ihr hockt Nelly, eine Jack-Russel-Hündin, die jeden Besucher mit lautem Bellen ankündigt. „Meine Grundausbildung in Modedesign absolvierte ich in Trier“, erzählt die zierliche Frau. Doch es hielt sie nicht lange in der Stadt an der Mosel. Sie ging nach Hamburg, wo sie sechs Jahre bei Wolfgang Joop und zwei Jahre im Atelier von Jill Sander tätig war. „Sie steht für Luxus pur“ weiterlesen

Wieder zusammen

Von Dr. László Kova
EU- Beitritt von Estland und Ungarn


Prof. Dr. Helmut Greve,                                            Dr.Ulf Lange, Honorarkonsul                                    Honorargeneralkonsul der Republik Ungarn                            der Republik Estland

Ihre Sprachen klingen ähnlich, stellt jeder fest, der einen Ungar und einen Esten sprechen hört. Das ist kein Wunder, denn sie lebten in enger Nachbarschaft miteinander ( auch mit den Finnen) am Wolga-Knie, gehören zu der selben Sprachfamilie. Ihre Wege trennten sich jedoch in der Geschichte (ca. um 8. Jahrhundert v.u.Z.): Die Esten wanderten nach Norden, die Ungarn nach Südwesten. „Wieder zusammen“ weiterlesen

Wo die Pferde frei galoppieren

Ungarische Puszta: Romantik und Wahrheit

Von Dr. László Kova

Von Debrecen kommend steigen die Touristen unter der Leitung der deutschsprachigen Reiseleiterin auf einen Hochsitz. Vor ihnen erstreckt sich die endlose und diesmal grüne Puszta bis zum fernen Horizont, über ihnen ruht der blaue Himmel wie eine Glocke aus feinem Glas. Man spricht nicht, man bewundert den Anblick. In der Ferne bewegt sich etwas. Mit Feldstechern entdeckt man eine Ménes (Pferdeherde), dann eine Gulya (Rinderherde), eine Juhnyáj (Schafherde) und noch weiter eine Konda (Schweineherde). Die herrlichen Tiere grasen ruhig auf den satten Wiesen. Es ist eine Szene wie in einem Film oder wie es vor gut tausend Jahren nach der Landnahme Pannoniens (Ungarn) hätte sein können. Es herrscht eine unfassbare Stille, nur die Vögel zwitschern, die mal in Scharen, mal einzeln über die Fremden hinwegziehen. Ihr Gesang klingt wie eine sorgfältig komponierte Musik, Musik der einzigartigen Natur im Naturschutzgebiet Hortobágy. Die Zeit ist hier fast stehen geblieben, bzw. tickt wesentlich langsamer als in den Städten. Gott sei Dank. Die Naturschutzorganisationen kümmern sich darum, dass diese Naturschönheit in möglichst unberührter Form für die nächsten Generationen erhalten bleibt. Es gibt viel zu tun. Philosophisch drückt es ein Aufruf aus, wonach man handeln soll: „Dieses Land haben wir nicht von den Vorfahren geerbt, sondern von unseren Enkeln ausgeliehen bekommen.“ Und das verpflichtet. „Wo die Pferde frei galoppieren“ weiterlesen

Ist Dreck gesund?

Von Renato Diekmann

Allergien im Zeitalter des Klimawandels war das Thema einer medizinischen Fachpresse-Konferenz Ende Oktober 2007 in der Hochgebirgsklinik Davos, die europaweit als Kompetenzzentrum gilt und bei der Behandlung von Allergien, Asthma bronchiale, Augen- und Hauterkrankungen viele Vorteile bringt. Die Experten, darunter die Chefärzte Menz, Mansfeld, Rothe und Steiner, waren sich einig, dass das Klima durch verschiedene Faktoren wie Erdbahnschwankungen und natürlich die Sonneeinstrahlung beeinflusst wird. Messergebnisse des Weltstrahlungszentrums in Davos haben ergeben, dass die Sonneneinstrahlung in den letzten 20 Jahren im Durchschnitt abgenommen hat, die Temperatur auf der Erde im gleichen Zeitraum aber dennoch stark anstieg. Dies, so der Physiker Dr. Julian Gröbner, lässt den Schluss zu: Nicht die Sonne, sondern der Mensch und die damit verbundene Umweltbelastung stecken hinter der derzeitigen Erderwärmung. „Ist Dreck gesund?“ weiterlesen

Schöne Zähne nur für Stars und Sternchen?

Von Günther Falbe und Renato Diekmann

Ohne makelloses Lächeln kein Erfolg – lautet das Credo von Heidi Klum. Gilt dies auch für andere? Schöne gesunde Zähne symbolisieren heutzutage Vitalität, Jugend, Gesundheit und Durchsetzungsvermögen – das jedenfalls ist die landläufige Meinung, wie auf der Pressekonferenz „Kuratorium perfekter Zahnersatz“ zu hören war, auf der Journalisten und Experten über Sinn und Unsinn in der Zahnästhetik diskutierten.

Bei der Zahnästhetik wird in den Medien nicht selten das Bild der makellosen Zähne propagiert und diese Modeerscheinung durch Verweis auf Ideale der Film- und Modeindustrie begründet. Analysiert man die vermeintlichen Vorbilder näher, muss man jedoch lange suchen, bis entsprechende Stars und Sterchen gefunden sind. Tatsächlich entpuppen sich die Zähne der vermeintlichen Ideale als keineswegs so strahlend weiß und makellos schön, wie dies gern in der Öffentlichkeit dargestellt wird. „Schöne Zähne nur für Stars und Sternchen?“ weiterlesen

Kein Leben ohne Enzyme

Von Renato Diekmann

In der Behandlung von Krebs, Typ-2-Diabetes, Harnwegsinfektionen, chronischen rheumatischen Beschwerden, aber auch bei vielen anderen Krankheitsbildern rücken Enzyme oft als begleitende Therapie immer mehr in den Blickpunkt. Trotz vielversprechender klinischer Erfahrungen steckt die Forschung hier in vielen Bereichen noch in der Entwicklungsphase. Um die Forschung auf diesem zukunftsweisenden Feld zu fördern, neue Denkmodelle anzustoßen und die Resultate dieser Arbeit einem breiten Publikum zugänglich zu machen, veranstaltete die Wissenschaftliche Gesellschaft zur Förderung der Enzymtherapie (WGFE) unter Leitung von Professor Dr. Dieter Adam Mitte Oktober in Hamburg ihr erstes wissenschaftliches Symposium zum Thema „Aktuelle therapeutische Optionen und Forschung mit proteolytischen Enzymen“. „Kein Leben ohne Enzyme“ weiterlesen

Spezifische Immuntherapie mit Adjuvanzien

Von Renato Diekmann

Die Nase juckt, die Augen brennen. Wenn die Pollen fliegen, müssen Allergiker viel ertragen. Die Zahl der Menschen mit Heuschnupfen steigt kontinuierlich. Allein in Deutschland leiden weit über 12 Millionen Menschen unter einem Heuschnupfen (Rhinitis) – Tendenz steigend. Heuschnupfen (Rhinitis)
Er kann sich auf obere und untere Atemwege ausdehnen. Der Etagenwechsel wird von Ärzten und Patienten leider allzu häufig unterschätzt. Bei mehr als 50% aller Fälle kommt es ohne angemessene Therapie zusätzlich zu einem Asthma bronchiale, zunächst nur während der Pollensaison und später auch ganzjährig, mit allen Beeinträchtigungen und Behinderungen, wie sie durch chronische Erkrankungen hervorgerufen werden können. Die meisten Betroffenen lassen sich zudem erst dann behandeln, wenn die ersten Asthmabeschwerden bereits vorhanden sind. Vorsorge ist unbedingt geboten. Neben der Nutzung aller Karenzmöglichkeiten wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Spezifische Immuntherapie (SIT) als kausale Therapieform bei klinisch relevanten Sensibilisierungen mit Allergenen empfohlen. Bei Heuschnupfen hat sich die integrative Therapie unter Nutzung aller Möglichkeiten sogar seit vielen Jahren bewährt. Dabei wird dem Patienten in der pollenarmen Saison zwischen Oktober und Januar Allergen in ansteigenden Dosen unter die Haut gespritzt. Diese Methode ist für den Patienten allerdings sehr zeitaufwändig, denn er muss für jede Injektion in der Praxis oder Klinik erscheinen. „Spezifische Immuntherapie mit Adjuvanzien“ weiterlesen

Besser leben durch gutes Hören

Von Renato Diekmann

Über unsere Ohren nehmen wir nicht nur die Sprache, sondern auch wichtige Geräusche und Informationen auf. Die Bedeutung des Hörens für zwischenmenschliche Beziehungen und das Verständnis zu unserer Umwelt ist lebenswichtig. Wer gut hört, genießt die Welt in ihrer ganzen Vielfalt.

Hören ist der zentrale menschliche Sinn für Kommunikation und damit unverzichtbar für den Austausch mit anderen Menschen. Aus diesem Grund ist Hören unmittelbar mit psychosozialen Vorgängen verbunden, sagt Professor Dr. med. Claudia Spahn. Die ausgebildete Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin mit der Professur für Musikermedizin an der Hochschule für Musik Freiburg spricht sogar von der psychischen Dimension des Hörens: In der Evolution hatte der Hörsinn die wichtige Aufgabe, Gefahrenquellen in der Umgebung zu orten und zu identifizieren. Aus dieser lebensentscheidenden Funktion erklärt sich, dass die Hörwahrnehmung nicht abgeschaltet werden kann – Hören also permanent stattfindet. Im Unterschied zu anderen Sinneswahrnehmungen, zum Beispiel dem Sehen, sind wir unseren Höreindrücken ständig ausgesetzt. „Besser leben durch gutes Hören“ weiterlesen

Liegen Rom und Venedig in Leipzig?

Von Renato Diekmann

Goethe nannte Sachsens heimliche Hauptstadt „Klein Paris“. Der Berliner Künstler Yadegar Asisi lädt im Panometer Leipzig zur Zeitreise ins antike Rom. Und ein pfiffiger italienischer Wirt lässt original venezianische Gondeln durch das Industriegebiet Plagwitz gondeln.

Man muss kein Sachse sein, um Leipzig zu lieben. Die Metropole an Elster und Pleiße ist lebendig und reich an Genies: Johann-Sebastian Bach, Richard Wagner, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Robert Schumann und Johann Wolfgang von Goethe lebten und wirkten hier. Als besonders couragiert gelten Leipzigs Bürger. Mit Friedensgebeten in der Nikolaikirche und Montagsdemonstrationen auf dem Leipziger Ring jagten sie 1989 die Diktatur der SED zum Teufel. Die friedliche Revolution war der Ausgangspunkt für die vom Westen längst abgeschriebene ThomaskircheWiedervereinigung Deutschlands. Noch heute ist dieser zivile Ungehorsam das emotionale, politische und gesellschaftliche Fundament für die hier lebenden Menschen, die dadurch viel an Lebensfreude und -qualität hinzu gewonnen haben.
Gründerzeithäuser im Waldstraßenviertel
Ob Thomas-Kirche oder Bach-Museum, Edvard Grieg-Gedenkstätte oder Goethes Stamm-Café „Zum Arabischen Coffe Baum“ – wer Sachsens Wirtschafts- und Kulturmetropole besucht, ist überrascht von der imposanten Entwicklung dieser Stadt in den vergangenen Jahren. „Liegen Rom und Venedig in Leipzig?“ weiterlesen

Mehr Lebensqualität für nierenkranke Patienten mit Blutarmut

Von Renato Diekmann

Weltweit leiden mehr als 500 Millionen Menschen an einer chronischen Nierenerkrankung unterschiedlichen Grades. Allein in Deutschland gibt es über 60.000 dialysepflichtige Patienten. Deren Zahl nimmt in den westlichen Ländern augrund zunehmenden Alters und veränderter Lebensgewohnheiten jährlich um 5 Prozent zu.

Schaubild

„Mehr Lebensqualität für nierenkranke Patienten mit Blutarmut“ weiterlesen