A touch of London’sWest End: The English Theatre of Hamburg

The English Theatre of Hamburg is Hamburg’s own little West End stage. Those are words expressed by the acting community in London as well as by guests of the theatre who draw direct comparison to the high quality productions  being presented here and current theatre productions in London’s West End.

British actors flown in from London to perform on a Hamburg stage. A new cast for every production. A wide variety of current and classic plays. Well balanced seasons with comedies, dramas, thrillers and every so often a musical. Yes, we can be very proud of this gem of a theatre situated in central Hamburg.

New: Online Stream

As a response to the lockdown due to the current pandemic The English Theatre of Hamburg responded quickly by offering the option to stream selected productions online. Starting with APOLOGIA in April, since the run of the play was cut short, enabling everyone to see this brilliant production from the comfort of their own home. In May three more productions were streamed – the critically acclaimed off Broadway musical I LOVE YOU, YOU’RE PERFECT, NOW CHANGE. The European premiere of the new thriller by James Cawood  DEATH KNELL. And the show CLASSIC BLUES WOMEN written and performed by JOANNE BELL. In June the theatre presents the farce DON’T LOSE THE PLACE and the wonderful play ORPHANS for which the actor Christopher Buckley received the HAMBURGER THEATERPREIS ROLF MARES 2017 for best actor.

Please support The English Theatre of Hamburg

Even though new ideas are being developed by the theatre’s creative team and staff they are still very dependent on our support and help. So, if you can, make a donation to The English Theatre of Hamburg to help them through these hard times and make sure they are still here for us when the theatres are allowed to open again. We are very much looking forward to many wonderful theatre evenings in the future in our own English Theatre of Hamburg. By the way, what about buying some gift vouchers for your friends who will be happy to enjoy an inspiring performance on our stage. Thank you very much indeed for your help.

Link to the Website of The English Theatre and Streams: https://www.englishtheatre.de/

Contact and information:

Luciano Di Gregorio
Marketing
The English Theatre of Hamburg
Lerchenfeld 14
22081 Hamburg
Phone 040 / 411 685 01
Fax 040 / 229 50 40
marketing@englishtheatre.de

Written by Luciano Di Gregorio and Uta Buhr

Ein Hauch von Londons West End im English Theatre of Hamburg

The English Theatre gilt seit Langem als Hamburgs kleine „West End-Bühne.“ So wird das Theater sowohl von der Londoner Schauspielszene als auch von den zahlreichen internationalen Zuschauern wahrgenommen. Diese sind begeistert von der hohen Qualität der Produktionen auf der Hamburger Bühne.

Das Theater engagiert für jede neue Produktion gestandene Schauspieler, die stets in London gecastet werden, bevor sie ihr Gastspiel in Hamburg antreten. Eine Vielzahl unterschiedlichster Genres wie Thriller, Komödien, Dramen, Klassiker und gelegentlich auch Musicals gestalten jede Theatersaison. Hamburg kann stolz auf diese Perle sein, die das kulturelle Leben der Stadt bereichert.

Neu: Online-Stream

Die durch die Corona-Pandemie erzwungene Schließung ist auch für das English Theatre sehr schmerzlich. Aber Krisenzeiten müssen bewältigt werden. Und so hat sich die Intendanz zusammen  mit ihrem engagierten Team dazu entschlossen, ihre Produktionen dem Publikum als Online-Stream anzubieten. Begonnen haben wir mit dem zum Zeitpunkt des Lockdowns laufenden Stückes APOLOGIA. Ebenfalls gestreamt wurden die von der Kritik gefeierten Produktionen I LOVE YOU, YOU’RE PERFECT, NOW CHANGE, die europäische Premiere von James Cadwoods Thriller DEATH KNELL sowie die Show CLASSIC BLUES WOMEN von Joanne Bell. Der Zuschauer kann diese Stücke jetzt gemütlich im eigenen Wohnzimmer genießen. Im Juni fügten wir unserem „Corona“-Programm die Farce DON’T LOSE THE PLACE von Derek Benfield und das hinreißende Stück ORPHANS von Lyle Kessler hinzu. Christopher Buckley wurde für seine Darstellung in diesem Drama mit dem Hamburger Theaterpreis Rolf Mares 2017 als bester Schauspieler geehrt.

Bitte unterstützen Sie das Theater

Das Theater ist zurzeit damit beschäftigt, neue Konzepte zu entwickeln. Diese kosten Geld. Um die Bühne des English Theatre nach Corona erneut bespielen  zu können, sind wir auf die Unterstützung unserer Fans angewiesen. Jede Spende ist willkommen und hilft uns, den Spielbetrieb nach der Wiedereröffnung der Theater wie gewohnt aufzunehmen. Bedenken Sie, wie wichtig es ist, dieses Kleinod in der Hamburger Kulturlandschaft am Leben zu erhalten. Übrigens – wäre es nicht eine gute Idee, dem einen oder anderen Ihrer Freunde mit einem Geschenkgutschein eine Freude zu machen. Auch mit dieser Geste würden Sie uns sehr helfen. Vielen Dank im Voraus!

Hier kommen Sie zur Website des English Theatre und zu den Streams: https://www.englishtheatre.de/

Weitere Informationen und für Rückfragen:

Luciano Di Gregorio
Marketing
The English Theatre of Hamburg
Lerchenfeld 14
22081 Hamburg
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Fax 040 / 229 50 40
marketing@englishtheatre.de

Text: Luciano Di Gregorio und Uta Buhr

Die Gottesfrage in der deutschen Literatur

Ein Gastbeitrag von Matthias Kaiser, Hamburg

Buchcover

Schon im Titel dieses Buches drängt sich die Aktualität der Sehnsucht nach einem rettenden Gott angesichts der kleinen und großen Krisen und Dramen der Welt wie von selbst auf. Das Zitat aus  Georg Büchners Erzählung Lenz ist ein Aufschrei eines ohnmächtigen Menschen gegenüber einem als allmächtig  bezeichneten aber nicht eingreifenden Gott. Es ist mehr als nur erstaunlich, wie sich Schriftsteller und Theaterautoren mit der Frage nach Gott oder allgemeiner gefasst dem Thema Gott beschäftigt haben.

Für den theologischen Publizisten, Pfarrer und Hochschullehrer Benedict ist die Sichtung von Gedanken über Gott, sein Verhältnis zur Welt und zum Menschen in Anlehnung an Rudolf Bultmann und Dietrich Bonhoeffer eine anthropologische Notwendigkeit. Transzendenz offenbart sich bereits in der Beziehung zum Nächsten. Insofern ist Benedict nicht darüber verwundert, wenn er in der literarischen Darstellung des Menschlichen sehr viel theologisches Material findet, das das Göttliche bezeugt. Er tut dies nicht nur als belesener Kenner der deutschen Literatur der letzten 300 Jahre, sondern erklärt auch deren historische und biographische Kontexte.

Analyse der Werke von 20 Autoren

„Matthias Claudius als Poet des Gottvertrauens“ ist der erste von 20 Autoren, dessen Werke er analysiert. Hebel, Goethe, Heine, Storm, Kafka, Thomas Mann und Heinrich Böll und Gegenwartsautoren wie Patrick Roths Sunrise oder Sten Nadolnys Roman Weitlings Sommerfrische erweisen sich als wahre Fundgruben kluger theologischer und theologiekritischer Gedanken.

Was einem selbst bekannt vorkommt, wird von Benedict geistreich gedeutet und erweitert. An Claudius entwickelt der Autor seine Sichtweise und Methode. Mehrfach kommt er bei seiner Einschätzung anderer Autoren auf ihn zurück. Dies geschieht keineswegs schematisch oder unpassend, lässt aber erkennen, woran Benedicts Herz hängt. In seinen Darstellungen geht er kreativ und originell vor. Interessant ist auch sein Vergleich von W. Borchert und D. Bonhoeffer, die beide während des II. Weltkrieges, zeitgleich und unweit von einander entfernt, in Berliner Gefängnissen einsaßen. Beide haben in ihrer unterschiedlich gefühlten Gottlosigkeit versucht, an Gott festzuhalten. Ihre Gedanken werden im Buch in einem fiktiven Dialog dargestellt, aus dem für heutige Erfahrungen von Gottlosigkeit viel zu lernen ist.

Besonders ehrlich ist das Buch in der Frage: Müssen alle sterben? Kindertheologie in Vaterjahre von Michael Kleeberg. Hier zeigt Kleeberg die große Verlegenheit der Pastorinnen und Pastoren im Umgang mit der Frage, welche Rolle Gott zwischen Tod und Leben einnimmt.  Die satirischen Milieubeschreibungen mit Wiedererkennungseffekt von einer auf bürgerliche Prominenz ausgerichteten, sich selbstsäkularisierenden Kirche zeigen Enttäuschung und Verlegenheit zwischen allen auf. Wie abgründig und bestimmend diese Verlegenheit ist, im Menschlichen und wohl auch im Göttlichen und wie sie sich bei den verschiedensten Autoren äußert, stellt das Buch eindrucksvoll dar.

Die im Epilog dargestellten Eingänge 2018 zur Gottesfrage in der deutschen Literatur über Monika Maron Munin oder Chaos im Kopf oder A. Schimmelbusch Hochdeutschland sind – so Benedict – weit entfernt von der Gottesgelehrtheit eines Thomas Mann. Dennoch sind auch sie wichtige Indikatoren dafür, wie über Gott, Kirche und die Welt in der Literatur und Gesellschaft zurzeit nachgedacht wird.

Wertvolle Verstehenshilfen

Hüter der theologischen Zunft mögen einwenden, dass es sich bei dem von Benedict gesammelten Material allenfalls um theologische Einsprengsel oder Spuren von Theologie handelt, nicht aber um Theologie im eigentlichen Sinn. Wer so denkt, unterschätzt die theologische Kompetenz von Nichttheologen. Der Autor widersteht der Versuchung, die biographisch geprägte Frömmigkeit der Autoren dazu zu nutzen, aus ihnen große christliche Vorbilder oder „Heilige“ zu machen. Vielmehr nimmt er ihr Interesse an der Theologie und dem religiösen Fragen auf, sieht aber auch ihre Vorbehalte und die Kritik an Theologie, Volksfrömmigkeit, realexistierender Kirche und Religion. Mit dieser Methode macht er sich zum Gesprächspartner für Germanisten und Philosophen, die oftmals auch verlegen und überfordert vor den Spuren der christlichen Tradition in Goethes Faust stehen und wenig damit anfangen können. Hier liefert Benedict wertvolle Verstehenshilfen, wenn er über Bibelbezug und Zivilisationskritik in Goethes Faust II reflektiert. So zeigt dieses leicht zu lesende Buch, wie bereichernd die große deutschsprachige Literatur vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart für Interessierte unter den Bildungswilligen sein kann.

Die Mängel des Buches sind schnell genannt. Ein Stichwortverzeichnis fehlt, und in Den Haag existiert seit 1945 kein „Kriegsgerichtshof“(S.19) sondern der Internationale Strafgerichtshof der Vereinten Nationen, der Kriegsverbrechen ahndet. Doch dies sind keine Gründe, dieses wichtige Buch nicht zu lesen.

Hans-Jürgen Benedict: „Wär ich allmächtig, ich würde retten, retten.“ Aufsätze zur Gottesfrage in der deutschen Literatur, W. Kohlhammer GmbH, 1. Aufl. Stuttgart 2019  – 206 Seiten

Autor: Matthias Kaiser ist Pastor in der ev.-luth. Tabita-Kirchengemeinde in Hamburg-Ottensen

Der Traum vom Süden. Die Sammlung des Senators Martin Johan Jenisch

Der Traum vom Süden

Unter dem Titel „Der Traum vom Süden“ präsentiert die Ausstellung die Sammlung des Hamburger Senators Martin Johan Jenisch, der sich im gleichnamigen Park mit Blick auf die Elbe seine beeindruckende Sommervilla im klassizistischen Stil errichten ließ. Die Einladungen zur Eröffnung waren verschickt, das Eröffnungsprogramm geplant, die Vorfreude auf die neue Ausstellung groß. Um allen Interessierten trotz der Corona-bedingten Schließung der Museen die Möglichkeit zu geben, die fertiggestellte Ausstellung zu erleben, wurde diese in Form eines Films kurzerhand online eröffnet.

Der Film zur Online-Eröffnung ist unter https://www.youtube.com/watch?v=7-I1-VNderQ zu sehen.

Franz Xaver Winterhalter, Italienisches Mädchen, Sammlung Jenisch, Altonaer Museum, Foto SHMH

Die Ausstellung versammelt zahlreiche Glanzstücke der Sammlung des Senators Jenisch (1793-1857), die dieser maßgeblich während zweier Italienreisen zusammengestellt hat und die zu seinen Lebzeiten als Hamburger Sehenswürdigkeit empfohlen wurde. Unter den Gemälden in der thematisch kuratierten Schau finden sich Werke von namhaften Künstlern wie Johan Jacob Gensler, Anton Melbye, Franz Xaver Winterhalter, Franz Ludwig Catel sowie der Brüder Franz und Johannes Riepenhausen. Die Malerbrüder Riepenhausen und andere deutsche Maler besuchte Jenisch häufig in ihren Ateliers in Rom. Er war besonders fasziniert vom Künstlerleben der sogenannten „Deutschrömer“, in dessen Mittelpunkt der dänische Bildhauer Bertel Thorvaldsen stand. Seine Atelierbesuche in Rom und anderen Städten Italiens dokumentierte der sammelnde Senator in seinen Reisetagebüchern, aus denen Zitate und Kommentare in der Ausstellung erläutern, was den hanseatischen Kunstliebhaber zum Kauf des jeweiligen Bildes motivierte.

 Die Digital-Ausgabe der Ausstellung finden Sie unter https://shmh.de/de/der-traum-vom-sueden

 

Stiftung Historische Museen Hamburg
Matthias Seeberg
Pressesprecher
Tel.: 040 428 131 171
matthias.seeberg@presse.shmh.de

www.shmh.de

SUPERNOVA – Holiday on Ice

HOLIDAY ON ICE/Rico Ploeg, Roy Kuis

Standing Ovations für neue Show SUPERNOVA in Hamburg – ACADEMY Nachwuchstalent Carolina Raabe betritt die große Showbühne 

Hamburg – HOLIDAY ON ICE eröffnete am 6.2.2020 in der Barclaycard Arena mit einer emotionsgeladenen und spektakulären Premiere die Eisfläche für die neue Show SUPERNOVA – A journey to the stars. Ihre Showpremiere feierte auch Carolina Raabe – als ausgewähltes Nachwuchstalent der HOLIDAY ON ICE Academy hatte die 13-Jährige ihren große Auftritt auf der Eisshowbühne und begeistere das Hamburger Publikum. Am 08.02.2020 erwartete die Zuschauer zudem ein weiteres Highlight, als die Gaststars Sarah Lombardi und Joti Polizoakis in der Show um 16:30 Uhr live auf dem Eis zu erleben waren. Außerdem feierten die Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot am 09.02. um 13:00 Uhr ihr Comeback auf dem Eis in der Barclaycard Arena. Sie zeigten dort ihre gefeierte, hochemotionale Olympiakür sowie ihre eigens für HOLIDAY ON ICE kreierte Performance.

SUPERNOVA – spektakuläres Live-Entertainment auf und über dem Eis
HOLIDAY ON ICE/Chris Moylan

„SUPERNOVA ist eine Hommage an die eisige Polarwelt sowie das Universum mit all seinen Sternen, die wir mit berauschenden Bühnenbildern, innovativster Technik und atemberaubenden Choreografien zelebrieren. Wir lassen wir es in der Show wirklich schneien und entführen unser Publikum in eine ferne Galaxie“, beschreibt Robin Cousins, Creative Director der Produktion, einige effektvolle Details der Show.

Mit bezauberndem Eistanz und beeindruckend prachtvollen Kostümen erzählt die Show die Geschichte eines Liebespaares, dass inmitten einer winterlichen Feier durch einen gigantischen Schneesturm hinaus in die Unendlichkeit des Kosmos getragen wird. Dort beginnt für die beiden ein fantastisches Abenteuer jenseits von Raum und Zeit zu wahrhaft überwältigenden Orten der Galaxie und zu seinen exotischen Bewohnern. Zuletzt gelangen sie – durch eine galaktische Explosion, eine Supernova – wieder auf die Erde und zurück auf das Fest in der verschneiten Eiswelt. Dort zelebrieren sie ihre Liebe vor einer atemberaubenden Kulisse in einem unvergesslichen Finale, umgeben von farbenprächtigen Polarlichtern.

HOLIDAY ON ICE / Rico Ploeg

Mit SUPERNOVA schöpft HOLIDAY ON ICE alle Dimensionen der Eisbühne vollends aus. Die Show entführt seine Gäste in zwei völlig unterschiedliche Welten und überrascht mit spektakulären neuen Show-Elementen, die es nie zuvor bei HOLIDAY ON ICE gegeben hat. Auf die Zuschauer warten unter anderem eine 3D-LED-Wall aus individuell bespielbaren Cubes, eine bewegliche Plattform für Special Acts, rasante Geschwindigkeiten in der gesamten Arena sowie fliegende Elemente und Skater. Neben den hochklassigen technischen Ansprüchen und Eiskunstlauf auf Weltklasseniveau besticht SUPERNOVA mit groß inszenierten, verspielten sowie überraschenden Kostümwelten von Stardesigner Stefano Canulli (unter anderem bekannt durch seine Designs für den Friedrichstadtpalast, Cirque du Soleil, Valentino und Thierry Mugler). „SUPERNOVA repräsentiert unseren höchsten Anspruch an modernstes Live-Entertainment on Ice. Mit dieser neuen Produktion bleibt HOLIDAY ON ICE der eigenen Anforderung treu, Showerlebnisse immer wieder neu zu erfinden, Grenzen aufzubrechen und sich selbst jedes Jahr herauszufordern“, so Producer und CEO Peter O’Keeffe.

Der Vorverkauf für Hamburg für 2021 ist gestartet

Alle Eiskunstlauf-Liebhaber, HOLIDAY ON ICE Begeisterte und jeder, der neugierig geworden ist, können sich jetzt noch einen der begehrten Plätze sichern. Das Hamburger Publikum darf sich zudem bereits auf die kommende Saison 2020/2021 freuen, denn vom 11. bis zum 14.02.2021 kommt HOLIDAY ON ICE mit einer neuen Show zurück in die Barclaycard Arena – der Vorverkauf ist ab sofort eröffnet.

Tickets und Infos zur Show: www.holidayonice.de

Ticket-Hotline: 01805-4414
(€ 0,14/Min. aus dem dt. Festnetz, mobil max. € 0,42/Min)

Tickets für HOLIDAY ON ICE sind ab 24,90 €* erhältlich. Für Kinder ab 19,90 €*.

*Alle angezeigten Preise verstehen sich inkl. der gesetzl. MwSt., Systemgebühr und VVK-Gebühr; zzgl. Spielstätten- und ÖPNV-Gebühr sowie Buchungsgebühr von max. € 2,00 je Ticket und Versandkosten.

Über HOI Productions Germany GmbH

Mit mehr als 330 Millionen Besuchern ist HOLIDAY ON ICE die meistbesuchte Eisshow der Welt. Seit der ersten Vorstellung im Dezember 1943 hat sich der Publikumsmagnet von einer kleinen Hotelproduktion in den USA zu einem global agierenden Eis-Enter…

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„Apologia“ von Alexi Kaye Campbell – das neue Stück am English Theatre of Hamburg

Sieh dir mal das Foto aus meinen Jugendtagen an

Ruhe vor dem Sturm. Die Art, wie Kristin Miller rastlos in ihrer gemütlichen Wohnküche hin her läuft, Papiere sortiert, für Sekunden auf einem Stuhl Platz nimmt und gedankenverloren ins Leere starrt, lässt nichts Gutes erahnen. Zu ihrem heutigen Geburtstag hat die renommierte Kulturhistorikerin ihre beiden Söhne nebst Freundinnen in ihr Landhaus irgendwo in der englischen Provinz eingeladen. In Kürze sollen Kristins Memoiren unter dem Titel „Apologia“ erscheinen. Ein Grund mehr, auch Hugh, den alten Freund und Kampfgenossen zur Feier zu bitten, mit dem sie Erinnerungen an zahlreiche Demonstrationen in den wild bewegten Sechziger- und Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts verbinden. Als erster erscheint Sohn Peter mit seiner amerikanischen Freundin Trudi. Die Fröhlichkeit der jungen Frau mit dem blonden Wuschelkopf konterkariert Peters nur mühsam unterdrückte Aggressivität. Widerwillig ist er der Einladung seiner Mutter gefolgt. Nur selten bekam er sie zu Gesicht, seit sie ihn und seinen Bruder Simon aus Karrieregründen beim Kindsvater „ausgelagert“ hatte. Sinnt der sich sträflich vernachlässigt fühlende Sohn auf Rache an seiner egoistischen Mutter? Tief im Inneren brodelnde Konflikte sind der Stoff, aus dem die griechischen Tragödien der Antike gewoben wurden. Doch gemach, um Mord und Totschlag geht es hier nicht. Der moderne Mensch hat viel subtilere Methoden entwickelt.

Die Katastrophe naht mit Claire, der Freundin Simons, die der Feministin und Gerechtigkeitsfanatikerin Kristin (grandios Julia Righton, die ihre Rolle bis ins Mark verinnerlicht) von vornherein suspekt, wenn nicht gar abstoßend erscheint. Die junge attraktive Frau ist Schauspielerin und nimmt neben seriösen Rollen wie die der Nora in Ibsens gleichnamigem Drama auch Angebote in Sitcoms und anderen seichten TV-Serien an. Ein absoluter Horror für Kristin. Fehlte nur noch, dass diese Person in ihrem 700 Pfund teuren Schickimickifetzen in Pornos mitwirkte. Dieser „Beruf“ entspricht ebenso wenig Kristins antikapitalistischen Vorstellungen wie die Tätigkeit Peters in der äußerst lukrativen Welt der Finanzen. Beide sind „Nehmer“, wie Kristin diese Spezies von Mensch verächtlich nennt. Sie selbst sieht sich als „Geber“, die nach ihrer Meinung bessere Hälfte der Menschheit. Simon, der jüngere Sohn, welcher bislang in jedem Job versagt hat, ist ihrem Herzen viel näher. Wo bleibt er nur, denkt Kristin, bevor sie sich einem anderen Problem zuwendet – der tiefen Religiosität Trudis, die Peter sogar dazu bewegen konnte, an Bibelstunden teilzunehmen. Ein Schock folgt auf den nächsten, und das an ihrem Geburtstag. Kristin ist es nicht gewohnt, ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Und so teilt sie erbarmungslos aus und lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass ihre Meinung die einzig richtige ist. Peter wendet sich frustriert an Trudi und bezeichnet seine Mutter als einen Albtraum – im englischen Original: „She is a bloody nightmare!“ Ein Anruf für den immer noch abwesenden Simon, den Kristin annimmt, bringt die Situation auf den Siedepunkt: Der Anrufer freut sich auf ein bevorstehendes erotisches Abenteuer mit Claire. Da haben wir es, frohlockt Kristin, dieses Flittchen betrügt meinen Lieblingssohn und empfindet keinerlei Scham. Dreimal pfui!

Beruhigt euch. Es besteht kein Grund zur Aufregung

Während dieser Tragikomödie rund um den Familientisch, an dem reichlich Champagner fließt und die Zungen der Protagonisten löst, sitzt Freund Hugh in einem Sessel abseits des Geschehens. Er ist der Gegenpol des aufgeregten Dialogs, ein Mann abgeklärten sokratischen Denkens.Warum nur mischt er sich nicht ein mit den Worten eines weisen römischen Anonymus: „Si tacuisses, philosophus mansisses.“ Wahrscheinlich würde dieses Diktum Kristin noch mehr in Rage bringen, denkt Hugh vermutlich und hängt weiter seinen Gedanken nach.

Kristin und Peter scheinen sich doch gut zu verstehen

Doch wer hätte gedacht, dass Kristin auch mütterlicher Gefühle fähig ist. In der Nacht, die dem Sturm im Familienkreis folgt, kümmert sie sich hingebungsvoll um Simon, der sich bei einem Sturz verletzt hat, und verbindet seine Wunden. Zwischen beiden scheint großes Einverständnis zu herrschen. Leise und zärtlich unterhalten sie sich miteinander, bis der Morgen graut, Simon klammheimlich verschwindet und die anderen Geburtstagsgäste am Frühstückstisch erscheinen. Inzwischen haben alle einen Blick in Kristins Memoiren geworfen und fragen sich konsterniert, wieso sie in der Retrospektive auf ihr bewegtes Leben ihre beiden Söhne mit keinem Wort erwähnt. Peter und Trudi versteigen sich sogar zu der Frage, warum zum Teufel sie denn überhaupt Kinder in die Welt gesetzt habe. Kristin scheint dies indes vollkommen kalt zu lassen. Sie betont, dass der Titel ihrer Memoiren „Apologia“ keineswegs zu verwechseln sei mit „Apology“ – also mit einer Entschuldigung für etwaige Verfehlungen, die ihr wohl mancher unterstellen möchte, sondern dem griechischen Apología (auf der letzten Silbe zu betonen) entspricht: Es handelt sich um eine „formale Verteidigung eines Standpunktes, den Bezug auf eine Position oder Handlung.“

Was keineswegs einer Entschuldigung gleich kommt. Somit sind aus Kristins Sicht alle anderslautenden Meinungen ausgeräumt. Ein Gast nach dem anderen verlässt das Haus. Als die liebenswürdige Trudi Kristin umarmt und ihr rät, sich selbst zu verzeihen, bricht die selbstgerechte, angeblich so starke Frau vor Verzweiflung schreiend zusammen. Kann es sein, dass sie am Ende doch noch zur Einsicht gelangt ist, nicht das Maß aller Dinge zu sein und selbst manches in ihrem Leben falsch gemacht zu haben?

Fazit: Ein ganz starkes Stück aus der Feder des griechisch-amerikanischen Autors Alexi Kaye Campbell, das dem Zuschauer unter die Haut geht, getragen von einem großartigen Ensemble talentierter Schauspieler, die unter der Regie von Paul Glaser brillierten. Während Annelise Bianchini die hübsche, freundlich-naive Trudi gab, spielte Michelle Fahrenheim den Serienstar Claire. Luke Jenkins übernahm gleich zwei Rollen, die von Peter und Simon. Michael Garland glänzte im Part des „Philosophen“ Hugh. Ein großer Abend, für den sich das Publikum mit anhaltendem Applaus bedankte,

„Apologia“ hat sich als großer Hit auf den Bühnen von London und New York erwiesen. Der 1966 in Athen geborene Autor – Sohn einer britischen Mutter und eines griechischen Vaters – ging als junger Mann nach Amerika und spielte später in England Theater. Sein bisheriges Werk umfasst u.a. „Poirot“, „Bracken Moor” und “Touch of Frost.”

(Fotos: Stefan Kock)

“Apologia” läuft bis einschließlich 11. April 2020

Tickets unter der Telefonnumer 040-227 70 89 oder online unter www.englishtheatre.de

Nächste Premiere: „Outside Mullingar“, Komödie von John Patrick Shanley,
am 25. April 2020

         

“Apologia” by Alexi Kaye Campbell – The New Play at the English Theatre of Hamburg

Take a look at this old photo of me

What a stirring play, written by the American author Alexi Kaye Campbell, born to a British mother and a Greek father, who in “Apolgia” describes a disastrous family reunion in a cosy cottage in the English countryside. Kristin Miller, a renowned art historian in her sixties, is expecting some guests to celebrate her birthday. Although her two sons whom she has not seen for a long time are expected to join the rest of the party, Kristin (excellent and very passionate – Julia Righton) seems to be in a depressed mood. Who will be the first one of her guests to wish her a very happy birthday and many happy returns? Before we go on, let us take a look at Kristin’s biography.

Keep cool. No need to get excited

As an eminent and successful art historian, who at the same time is a fanatic feminist and anti-capitalist, Kristin never saw fulfilment in family life and motherhood. In spite of her belief in total independence she gave birth to two boys – Peter and Simon – whom she abandoned when they were very young and left them with their father. As a young woman she followed her politics and vocation, storming Parisian barricades and moving to Florence to live a life according to her own taste. Now after having left her wild years behind her, she has come to terms and written her biography without mentioning her sons with a single word. What a scandal! An over-ambitioned selfish woman has the cheek to concentrate only on herself and ignore her offspring without the slightest remorse.

After all Kristin and Peter seem to be on good terms

Peter and his pretty American girlfriend Trudi (Annelise Bianchini – sweet and charming) are the first ones to arrive at Kristin’s party. While Peter is very reserved toward his mother who for him is a “bloody nightmare”, the young woman greets Kristin very warmly and hands her a most precious present. It is an African tribal mask which Kristin being a connoisseur of artefacts from other cultures accepts enthusiastically. When Claire (Michelle Fahrenheim – a mixture of naivety and shrewdness) Simon’s fiancée, arrives, Kristin can barely hide her disapproval of the extravagant young woman who calls herself an “actress” although she mostly appears in sitcoms and other soap operas. Good lord, that girl in her 700 pound designer dress is indeed not Kristin’s cup of tea. In a way she also despises Peter, the capitalist, who makes a lot of money in the City of London. In Kristin’s opinion both are “takers” and not “givers”, the latter ones being those who benefit society. In addition, she is disturbed when she hears that Peter attends bible lessons with Trudi who is a devoted Christian. As a life-long confirmed atheist, she is unable to understand other people’s religious beliefs. By the way, where is Simon, Kristin’s favourite son who failed to keep a job and recently suffered a mental breakdown? When by accident Kristin picks up Claire’s mobile and learns that the caller is waiting for Claire to spend the night with her, she becomes furious. Now it becomes clear that that girl is a bitch cheating on her son. Really – it could always be worse. The only thing that seems to keep the party together are bottles of Champaign that are lavishly consumed by the guests, While the mood in the kitchen is heated, only Hugh (Michael Garland – sophisticated) , an old friend of Kristin’s and comrade in the olden golden revolutionary days, keeps his calm. Sitting comfortably in a corner of the room, he observes the whole scene and seems amused about the exited dialogue. He sympathises with her sons and understands their resentment toward her. On the other hand he is loyal to Kristin but does not share her aggressive attitude. Why doesn’t he tell her to remain silent according to the wise Latin dictum: Si tacuisses, philosophus mansisses. When asked about her book, Kristin insists that the title “Apologia” is not be confounded with apology. There is obviously nothing she feels sorry for. She explains that the Greek word apologia stands for a formal written defence of one’s opinions or conduct. No further comment needed.

When Kristin’s guests depart the next day after breakfast the smoke of the night before has cleared and everybody seems to be quite at ease. Only Kristin looks extremely distressed und unhappy.

We do congratulate the five excellent actors on stage and director Paul Glaser for this overwhelming performance. An extra praise goes to Luke Jenkins who mastered two extremely different parts, that of Peter, the tough businessman, and his brother, the loser Simon. Many thanks to all of you.

“Apologia” is an extremely disturbing play, a political and family drama set in the rural environment of the English countryside. It still is a great box-office success in the Anglophone countries, particularly in Britain and the United States of America. The critics are full of praise for Campbell’s “Apologia”, a play which followed his much acclaimed award-winning debut “The Pride.” An admirer of the author writes: “As the follow-up to Alexi Kaye Campbell’s ‘The Pride’ comes this play about the conflicting demands of fame and family. A disastrous family reunion is the occasion for a sharp and perceptive look at what has happened to the children of ‘60s’ idealists.” And a London critic comments:” ‘Apologia’ frames that argument in feminist terms, pitting the gains made by women like Kristin against the loss of traditional families. Both her sons begrudge their absentee mother, who lost custody of them to their father , and Simon, in particular, is held back by events of the past. That the point only lands late on, however, means the play suddenly opens up like a clearing sky.”

While in most countries “Apologia” is seen as a drama or even a tragedy, an Italian critic talks of the play as a comedy. There is just no accounting for different mentalities…

(Photos: Stefan Kock)

“Final performance of “Apologia” on April 11, 2020

Tickets under phone number 040 – 227 70 89, online booking under www.englishtheatre.de

Next premiere: “Outside Mulligar”, a comedy by John Patrick Shanley,
on April 25,2020

Lass leuchten! Peter Rühmkorf zum Neunzigsten

Die Ausstellung kann noch bis zum 20. Juli 2020 besucht werden.

Der vielfach preisgekrönte Dichter Peter Rühmkorf (1929–2008) gehört zu den bedeutendsten Lyrikern und Essayisten der bundesdeutschen Nachkriegsliteratur. In seinen Texten bedichtete Rühmkorf die Liebe und den Tod ebenso wie den Schnaps und den Schnellimbiss – nichts erschien ihm zu unbedeutend, um in eine lyrische Form gefasst zu werden. Seine vor allem durch Wortwitz funkelnden Gedichte bewegen bis heute mit ihrem politischen Engagement und bewähren sich zugleich auf dem poetischen Hochseil. Das Bühnenprogramm „Jazz und Lyrik“, mit dem er 1966 erstmals gemeinsam mit dem Jazzpianisten Michael Naura und dessen Quartett im Rahmen der Aktion „Dichter auf dem Markt“ auf dem Hamburger Adolphsplatz gastierte, erreichte über Jahrzehnte ein großes Publikum. Neben seiner Dichtkunst war es sein politisches Engagement, das Peter Rühmkorf zu einer Schlüsselfigur in der hamburgischen Kulturlandschaft der Nachkriegsjahrzehnte machte.

Nach der Immatrikulation an der Hamburger Universität 1951 zog Rühmkorf zusammen mit der Schauspielerin Peggy Parnass und dem späteren konkret-Herausgeber Klaus Rainer Röhl in eine„Hochleistungs-Kommune“ in Lokstedt. Mit der Gruppe um Röhl gründete der angehende Lyriker das Kabarett „Die Pestbeule“ und in den Colonnaden den Existentialisten-Keller „Anarche“, in dem es neben Lesungen auch modernen Jazz zu hören gab, was in der etablierten Kulturszene für Provokation und Unverständnis sorgte. 1967 hielt Rühmkorf auf der Hamburger Moorweide beim Ostermarsch eine Rede gegen die Atomrüstung und gründete kurz darauf unter anderem mit seinem Freund Günter Grass die Initiative „Wir arbeiten nicht für Springer-Zeitungen“.
Seit den frühen 1970er Jahren lebte der Autor mit seiner Frau, der Politikerin Eva Rühmkorf, im Hamburger Stadtteil Oevelgönne an der Elbe, umgeben von zahlreichen Fundstücken von seinen Reisen und Treibgut aller Art.
An seinem „Schreibmaschinengewehrchen“ verfasste er dort mit Blick auf Fluss und Hafen Lyrik, Prosa, Essays und Theaterstücke. Seine Texte, Notizen und Zeichnungen sammelte er in Hunderten von Archivkästen, die heute den umfangreichsten Einzelnachlass im Deutschen Literaturarchiv Marbach bilden.
Anlässlich von Peter Rühmkorfs 90. Geburtstag präsentiert die Arno Schmidt Stiftung, Erbin der Urheberrechte des Autors, in einer atmosphärisch und medial außergewöhnlich gestalteten Literaturausstellung im Altonaer Museum einen umfangreichen Einblick in das Werk und in den Nachlass des Dichters. Unter dem Titel „Lass leuchten!“, der einem von Rühmkorfs Gedichten entstammt, setzt sich die Ausstellung anhand von visuellen Inszenierungen, Manuskripten, Fotos und Alltagsobjekten mit dem facettenreichen Leben und Schaffen des engagierten Künstlers auseinander. Rühmkorfs Sammelsurien als Quelle seiner Inspiration eröffnen ebenso wie eine Reimwortmaschine oder filigrane Schriftanimationen einen unmittelbaren, sinnlichen Zugang zu seinem Werk. Zentrales Element der Ausstellung ist der „Raum der Gedichte“,in dem zehn lyrische Texte Rühmkorfs in Großprojektionen inszeniert werden. Zehn Leserinnen und Leser, unter ihnen Franziska Augstein, Nora Gomringer, Jan Wagner und Heinrich Detering, stellen je ein Gedicht im Interview vor und erklären, warum es ihnen besonders am Herzen liegt. Die Textinszenierung von Stefan Matlik nimmt Rühmkorfs Bild vom „Fliegen“der Texte über den Niederungen von Arbeit und Alltag auf, sodass die Gedichte als luftige Gebilde im Raum schweben. Eine Auswahl von weitgehend unbekannten Filmaufnahmen von Rühmkorfs „Jazz und Lyrik“-Programmen aus mehreren Jahrzehnten ergänzt die Gedichtprojektionen. Weitere Themenstationen widmen sich wichtigen Aspekten im Schaffen und Leben des Dichters, stellen einzelne Werkphasen vor und erläutern auf anschauliche Weise sein poetisches Konzept.
In vier Medien-Installationen kann von den Besuchern auf spielerische Weise nachvollzogen werden, wie Reimkunst, Ironie, politisches Engagement und Subjektivität in Rühmkorfs Lyrik zusammenwirken. Eine fünfzig Quadratmeter große Wandinstallation verdeutlicht am Beispiel des Gedichts„Selbst III/88“ Rühmkorfs aufwändigen Arbeitsprozess.
In einem umfangreichen Begleitprogramm, das neben zahlreichen Führungen, einen festlichen Abend zu Rühmkorfs 90. Geburtstag, eine Lesung mit dem Lyriker und Büchner-Preisträger Jan Wagner, eine wissenschaftlichen Tagung und vielfältige pädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche umfasst, können sich die Besucher vertiefend mit dem Oeuvre Peter Rühmkorfs auseinandersetzen.
Im Anschluss an die Laufzeit in Hamburg wird die Ausstellung im Deutschen Literaturarchiv Marbach gezeigt.
Die Ausstellung der Arno Schmidt Stiftung im Altonaer Museum kann noch bis zum 20. Juli 2020 besucht werden.

Drehbuchseminar – eine Serie konzipieren

Das Seminar, in dem es um Drehbücher für eine Serie geht, wird von Dr. Bernhard Gleim geleitet. Foto: Hoffmann

Wie entsteht eine Idee für einen Serienstoff? Wie kann man eine Serie konzipieren, der nicht schon mit der zweiten Folge die Luft ausgeht? Wie werden die Hauptfiguren interessant dargestellt?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich am 29. Februar und 1. März 2020 in Hamburg die Teilnehmer eines Drehbuchseminars, das von der Filmschule Hamburg Berlin angeboten wird. Geleitet wird der Serien-Workshop von Dr. Bernhard Gleim, der viele Jahre lang Leiter der Serienredaktion beim NDR war.

Anhand von eigenen Schreibübungen und filmischen Beispielen wird in diesem Seminar nach dem gewissen Etwas gesucht, das eine Serie haben sollte. Im Mittelpunkt steht dabei die Dramaserie. Außerdem geht es um die erzählerische Struktur und den Stil einer Serie.

Wer Lust hat, sich mit dem Schreiben von Drehbüchern für eine Serie zu befassen, findet weitere Informationen unter www.filmschule-hamburg-berlin.de

DIE NACHT. ALLES AUSSER SCHLAF

Betriebspause der Hochbahn, Foto Hochbahn Hamburg

Eine Ausstellung im Museum der Arbeit von 30. Oktober 2019 bis 1. Juni 2020 „Die Nacht. Alles außer Schlaf“ ist eine Ausstellung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Museum für Kommunikation Berlin

Die meisten Menschen nutzen die Nacht zum Schlafen. Doch was passiert, wenn wir den Schlaf einmal aussetzen und die Nacht an Orten außerhalb unserer Wohnung durchwachen? Unsere Welt erscheint uns in einem anderen Licht. Ob im Schimmer des Mondes und der Sterne, im gleißend hellen Weiß von Leuchtstoffröhren oder im Halbdunkel eines Clubs: In der Nacht öffnen sich Räume, in denen an Schlaf häufig nicht zu denken ist.
Aus verschiedenen Perspektiven, aber mit besonderem Fokus auf das Thema der in vielen Branchen längt schon selbstverständlich gewordenen Nachtarbeit, setzt sich die interdisziplinäre Ausstellung „Die Nacht. Alles außer Schlaf“ im Museum der Arbeit u.a. mit unseren mystischen Projektionen auf und unseren archetypischen Ängsten vor der dunklen Tageszeit, mit der Geschichte kultureller Gepflogenheiten im städtischen Nachtleben, aber auch mit der Nacht als Triebfeder technischer Entwicklungen und ästhetischer Imaginationen auseinander.

 

Draußen zu Hause; Foto Ralf Schlick

Die Besucherinnen und Besucher können an thematisch gegliederten Stationen den Umgang mit der „anderen Hälfte des Tages“ in unterschiedlichen Facetten erleben: von den ersten Sternkarten und der Sinnsuche im nächtlichen Himmel über die ästhetischen und kulturellen Strategien, uns unseren Ängsten vor dem Unheimlichen der Nacht zu stellen, bis hin zum breiten Spektrum nächtlicher Arbeitsfelder und der Nacht als Refugium zahlreicher Subkulturen und deren Formen des Amüsements und der Zerstreuung. Sie begegnen in einem Bestiarium den Schrecken der Nacht, können interaktiv das nächtliche Gedankenkarussell anschieben, tauchen ein in die Kultur des Nachtlebens, können duftende Flirtkarten austauschen und virtuelle Graffitis hinterlassen. Am Ende finden sich die Besucher in der schlaflosen Welt der Moderne und Gegenwart wieder – im ambivalenten Zwielicht von Arbeit und Vergnügen, Grenzenlosigkeit und Kontrollverlust, Freiheit und Zwang.

Mehr als 350 Objekte – darunter Fotos, Gemälde, Postkarten, Globen und Atlanten, Bühnenbildmodelle, Horrorfiguren aus Filmen und Büchern, ein Vampirjäger-Koffer und Accessoires aus der Gothic-Kultur, Laternen und Lampen sowie typische Utensilien zu den Themen Sexarbeit und Obdachlosigkeit – aus den Bereichen der Mythologie, Astronomie, Kunst, Popkultur und Technikgeschichte demonstrieren und illustrieren die bedeutende Rolle der Nacht für unser Selbstverständnis und unsere kulturgeschichtlichen Entwicklungen.

Stiftung Historische Museen Hamburg
Museum der Arbeit
Wiesendamm 3
22305 Hamburg
www.shmh.de

Öffnungszeiten
Montag 10 bis 21 Uhr
Dienstag geschlossen
Mittwoch bis Freitag 10 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr

Eintrittspreise
Einzelbesucher: 8,50 Euro / erm. 5 Euro
Gruppenkarte (ab 10 Personen): 6 € pro Person Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Pressekontakt
Historische Museen Hamburg
Matthias Seeberg, Pressesprecher
Tel. 040 428 131 171
matthias.seeberg@presse.shmh.de