Von Meeren und Wüsten. Die HAV tagte in den Bethanienhöfen

Gemälde von Angelika Kahl

Sie kamen im Doppelpack: Zwei Fahrensleute im besten Mannesalter, de wat to vertellen hebt. Wolf Cropp eröffnete die Lesung im wohl klingenden Bariton mit dem Shanty „Ick heff mol en hamborger Veermaster sehn, to my hoodah. to my hoodah, de Masten so scheef as den Schipper sien Been…“

Ein passender Einstieg in einen Törn mit der Viermastbark „Peking“, die der agile Autor im September letzten Jahres unternahm, als er die Verholung der aufwendig restaurierten Bark von Glücksburg nach Hamburg begleitete. Wolf ist Mitglied der „Freunde der Viermasterbark Peking e.V.“ und Experte bezüglich der Entstehungs- und Erfolgsgeschichte dieses ehrwürdigen Windjammers. Die „Peking“ ist einer der vier noch erhaltenen legendären Flying P-Liner der Hamburger Reederei Laeisz, die am 25. Februar 1911 zum ersten Mal auslief. Inzwischen ist das prachtvolle Segelschiff in die Jahre gekommen und reif fürs Museum. Sein künftiger Liegeplatz wird vermutlich bis zur Fertigstellung des Deutschen Hafenmuseums der Kleine Grasbrook sein. Da klingelt doch etwas. Wurde nicht im Jahre des Herrn 1401 direkt nebenan der berühmt-berüchtigte Seeräuber Klaus Störtebeker hingerichtet, den romantische Seelen zum Robin Hood der Meere verklärten?

Wolf-Ulrich Cropp

Doch zurück zur “Peking“, über deren abenteuerliche Reisen auf den Weltmeeren Wolf Cropp so anschaulich berichtet, dass man meint, dabei gewesen zu sein. „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er drei Mal um Kap Hoorn“, zitiert der Autor einen alten Seemannsspruch und schlägt mit seinen abenteuerlichen Erzählungen über Cap Horniers und deren gefährliche Unternehmungen das Publikum in seinen Bann.

Exkursion in die Sahara

Szenenwechsel. Nahtlos tauchen wir ein in geheimnisvolle Wüstenlandschaften, in die selten ein Europäer den Fuß setzt. In einer der fünfzehn Kurzgeschichten in „Jenseits der Westwelt“ beschreibt Cropp seine Erfahrungen während einer Exkursion in die Sahara. Nach einem Besuch bei den Tuareg findet er sich plötzlich mutterseelenallein in der Wüste wieder. Denn während er die Gegend erkundete, hatte der Stamm seine Zelte abgebrochen und sich auf den Weg zum nächsten Rastplatz gemacht. Rund um den Fremdling nur Sanddünen und eine atemlose Stille, wie er sie noch nie erlebt hatte. Was bei den meisten Panikanfälle ausgelöst hätte, führt Cropp zu Frieden und tiefer innerer Einsicht. Eine Erzählung, die tief bewegt und zum Nachdenken anregt.

Das Meer und Helgoland
Reimer Boy Eilers

Reimer Boy Eilers ist aus ähnlichem Holz geschnitzt wie Wolf Cropp. Auch er ist ein weit gereister Mann, der das Meer über alles liebt. Besonders die Nordsee. So lautet auch der schmale Band „Mehr Nordsee“, aus dem der Autor ein Gedicht zum Besten gab, bevor er zu seinem 570 Seiten starken Opus Magnum „Das Helgoland. der Höllensturz: Oder wie ein Esquimeaux das Glück auf der Roten Klippe findet“ überging. Hinter diesem etwas sperrigen Titel verbirgt sich ein äußerst kniffliger Kriminalfall, der sich Anfang des 16. Jahrhunderts auf Helgoland abspielte oder sich abgespielt haben soll. Ein Kapitän aus Amsterdam, der Station auf dem Roten Felsen macht, stürzt die Treppe zum Oberland hinunter. Er stirbt – horribile dictu – ohne die Sakramente der Heiligen Kirche empfangen zu haben, und wird von den Insulanern auf dem Friedhof der Wasserleichen und Namenlosen hoch oben in den Dünen verscharrt. Ist der Mann durch einen Unfall zu Tode gekommen oder war es Mord? Das ist die Frage, die den Autor bewegt. Die Ermittlungen werden von einem Mann namens Pay Edel Edlefsen und seinem Freund und Jagdgefährten Equimeaux Quivitoq, genannt Menschenkind, geführt. Und das gegen den Willen des Fischerhauptmanns, Pays Vater Boje Edlef. Hat der Hauptmann etwas zu verbergen? Bevor der Fall geklärt ist, wartet die Nordsee mit einer Reihe höllenartiger Stürme und anderer Unbill auf.

Der verscherbelte Kalkfelsen

Autor Eilers las einem andächtig lauschenden Publikum mehrere Kapitel seines Thrillers vor und erklärte nebenbei allerhand Wissenswertes über das rote Kliff, Deutschlands einzige Hochseeinsel. Wer wusste zum Beispiel, dass Helgoland einst neben der Langen Anna noch ein weiteres Wahrzeichen hatte? Der schneeweiße Kalkfelsen, von dem die Rede ist, existiert seit langem nicht mehr. Er wurde vom Landesherrn gegen klingende Münze verscherbelt, ohne dass er die Insulaner zuvor um ihre Zustimmung gebeten hatte. Profit stand eben seinerzeit schon an erster Stelle. Was interessierte schon die vox populi? Auch über die strengen Sitten und Gebräuche von anno dunnemals auf der Insel weiß der Autor anschaulich zu berichten. Ein durch und durch ebenso lesenswertes wie spannendes Buch. Eine ausführliche Besprechung von „Das Helgoland, der Höllensturz. Oder: Wie ein Esquimeaux das Glück auf der Roten Klippe findet“ wird in unserem DAP Online-Magazin erscheinen, sobald die Rezensentin den dicken Wälzer von weit über fünfhundert Seiten vollständig gelesen hat.

Vom Cap Horn zum Cap Hornisse

Die Lesung fand in einer sehr entspannten Atmosphäre statt. Frei von Genderei und „Gedöns.“ Ohne Zweifel wird es inzwischen auch weibliche „Cap Horniers“ geben, die die gefährliche Umrundung des Kaps mit Bravour meistern. Aber wie sollen wir die im Zeitalter des nahezu militanten Feminismus nennen? Ich habe da einen Vorschlag zur Güte: Wie wäre es mit „Cap Hornisse?“ Klingt gut und hat etwas unverkennbar Martialisches.

Wem eine bessere Lösung für dieses weltbewegende Problem einfällt, möge sich melden. Ach ja, und Esquimeaux oder Eskimo geht natürlich gar nicht, lieber Reimer Boy Eilers. Das soll ja Fleischfresser bedeuten und ist daher in Zeiten von Veggitum und Veganismus total verpönt. Immer dran denken: Heute ist Inuit angesagt. Man möge es den Helgoländern verzeihen, dass sie diese Sprachregelung im 16. Jahrhundert noch nicht kannten!

Sabine Witt

Die Zuhörer applaudierten den beiden Autoren und freuten sich über diesen gelungenen Abend in den Bethanien-Höfen. Ein herzliches Dankeschön geht an Sabine Witt, die Vorsitzende der Hamburger Autorenvereinigung, die die Lesung gewohnt charmant moderierte.

 

 

 

Wolf-Ulrich Cropp: https://die-auswaertige-presse.de/mitglieder-1/cropp-wolf-ulrich-dr/

Reimer Boy Eilers: https://die-auswaertige-presse.de/mitglieder-1/eilers-dr-reimer-boy/

Sabine Witt: https://die-auswaertige-presse.de/mitglieder-1/witt-sabine/

„Shirley Valentine“ by Willy Russel – The New Play at The English Theatre of Hamburg

Come and enjoy a glass of wine with me. Cheers.(c) ETH

Good news, dear friends of ETH!

Your favourite stage has recently reopened its gates and welcomes you to a heart-warming comedy featuring Sharon Facinelli, one of the Westend’s  most popular stars, in a one-woman-show. This two-hour monologue is kind of a marathon, oscillating between joyful moments and deep frustration. A great performance by an actrice who is at home in all genres, be it film, TV, theatre or musical. We are sure that you will greatly enjoy the play after the long-lasting lockdown in most European countries and abroad. Although Willy Russel already wrote “Shirley Valentine” way back in 1986, the play has not lost any of its charm and still appeals to an audience that goes for romance. Many thanks to Sharon Facinelli and director Paul Glaser who made the premiere a success.

Here is the plot
To hell with this boring housework! (c) ETH

Shirley Bradshaw, née Valentine, is a middle-aged, “slightly” overweight Liverpudlian housewife, who talks to herself and to the walls of her kitschen while her husband Joe is at work. But even at home, he rarely talks to her. Shirley feels lonely and unloved. In her frustration she has taken to drink and always keeps a bottle of wine in her fridge. While peeling potatoes and preparing salad for dinner, she fills her glass many a time until the bottle is empty and she has to open a new one. In her tipsy state Shirley’s memory goes back to the olden golden days when she was the young attractive still unmarried Shirley Valentine, full of life and great expectations. In another flashback she sees herself and Joe after their recent honeymoon in their new house splashing paint at each other while painting their kitchen. However, these sunny days have gone forever and now Shirley feels lonely and terribly unhappy. During her long marriage to Joe, her unloving hubby, she has lost her own identity and craves for an independent life. But what can she do to escape this hell of wedlock? When she is again close to tears, her friend Jane calls and asks Shirley to fly to Greece with her to spend a holiday in the sun. For the first time in years Shirley takes a decision without asking Joe and packs her suitcase for a trip to a sunny Grecian island.

Act two
Bye bye, see you in Greece! (c) ETH

In act two we see Shirley on a sunbathed beach, relaxing in a deckchair, a sparkling drink in her hand. My god, how easy and stressless life can be, she thinks while enjoying the view of the crystal clear water of the sea in front of her and the high mountains in the background. Shirley seems to have completely changed. She looks so much younger than before in her brand-new smart outfit and seems to be at peace with herself in this wonderful Mediterranean holiday resort. When a young attractive Greek named Costas turns up Shirley is delighted and consents to go on a boat-trip with him. Jane is utterly concerned and warns Shirley not to lose control over her life. But Shirley is overwhelmed by her newly won freedom and even dreams   of a life in Greece until the end of her days. But can she leave Joe alone in rainy England while she is enjoying her life far away from him? Dear spectator, now it is up to you to find out which decision Shirley will finally take. Our lips are sealed,

By the way, all of you, dear aficionados of our theatre, must listen very carefully since Shirley’s monologue is held in the Scouse dialect that is spoken in Liverpool and the whole Merseyside region. The Beatles grew up in Liverpool and started their career from here. Pity we do not hear any of their hits during the play.

A few words about the author

Willy Russel was born near Liverpool in 1947. In his “first life” he worked as a hairdresser embellishing ladies and gentlemen. Later he started writing and performing his own songs.  And one day he discovered his talent for writing plays and musicals. “John, Paul, Ringo… and Bert”, featuring the life of the Beatles became a box-office success and won him the prize of best musical of the year 1974. “Shirley Valentine” premiered in the Westend in 1988 and later on Broadway. It proved to be a long-lasting hit on both stages. Russel also wrote a number of plays, among them “Blood Brothers!, “One for the Road” as well as the charming comedy “Educating Rita” which was also performed in the English Theatre of Hamburg in 2003.

Last but not least we wish to draw your attention to our next premiere on November 18, 2021: “The 39 Steps” is a thriller farce by Patrick Barlow. Do you remember Alfred Hitchcock’s “39 Steps”, filmed in black and white in 1935? A fantastic thriller, spiced with lots of British black humour. Patrick Barlow’s version is not a remake, but an immensely witty and thrilling farce of the original. We are looking forward to seeing you in November.

Final performance of “Shirley Valentine” on October 30, 2021

Tickets under phone number 040 – 227 70 89 or online under

www.englishtheatre.de

Next premiere: “The 39 Steps”, a thriller farce by Patrick Barlow,
on November 18, 2021

Attention! Due to the corona pandemic you are requested to wear a mask during your stay in the theatre. Further you have to observe the GGG Rule, which means that you must either present your vaccination pass or a proof of recovery or a test certificate not older than 24 hours. Good news: Our bar is open. You are allowed to consume your drink on your seat.

 

 

 

 

 

 

„Shirley Valentine“ von Willy Russel – das neue Stück am English Theatre of Hamburg

Komm und genieße ein Glas Wein mit mir. Prost. (c) ETH

Einmal tief durchatmen! Ja, es ist wahr. Die Bühne an der Mundsburg hat soeben wieder ihre Pforten geöffnet und lädt zu einem mitreißenden Ein-Personen-Stück ein.

Mit der Liverpooler Hausfrau Shirley Valentine hat Autor Willy Russel eine das Herz erwärmende Protagonistin erschaffen, die uns zwei Stunden lang mit einem zwischen Lachen und Weinen oszillierenden Monolog unterhält. Nachdem die Rolle aufgrund des ständig verlängerten Lockdowns mehrmals umbesetzt werden musste, steht jetzt Sharon Facinelli auf den Brettern des English Theatre. Ein guter Griff, denn diese in der englischsprachigen Welt bekannte Film-, Theater- und Musicaldarstellerin beherrscht alle drei Genres perfekt. Sharon freut sich über ihr Debüt in Hamburg, wo sie zurzeit ein begeistertes Publikum zwei Stunden lang in ihren Bann schlägt. Ein veritabler Marathon, der am Ende keinerlei Ermüdung bei Sharon erkennen ließ. Ein wunderbarer Abend, den das Publikum nach der langen Theater-Abstinenz in vollen Zügen genoss. Aber zurück zum Anfang. Vorhang auf für die Künstlerin, die unter der bewährten Regie von Paul Glaser brillierte.

Zum Teufel mit dieser langweiligen Hausarbeit! (c) ETH

Shirley Bradshaw, geborene Valentine, trägt das Herz auf der Zunge. Während sie in ihrer Einbauküche irgendwo in einem nicht näher beschriebenen Stadtteil Liverpools ihrer Hausarbeit nachgeht, unterhält sie sie sich mit sich selbst. Mit wem denn sonst? Ehemann Joe, der ohnehin kaum ein Wort mehr mit ihr wechselt, ist „auf Arbeit“ und ihre erwachsenen Kinder haben längst das Nest verlassen. Was ist eigentlich gegen Selbstgespräche einzuwenden? Sie sind mitnichten, wie viele meinen, ein Zeichen von Demenz oder Plemplem, sondern oft Ausdruck einer Selbstfindung. Ein Monolog kann sehr befreiend sein, weil man mit einem vernünftigen Menschen im Gespräch ist und niemand einem widerspricht. Während Shirley sich also mit allen möglichen Freunden, Bekannten und Verwandten – gelegentlich auch mit Ehemann Joe unterhält, schält sie Kartoffeln für das Abendessen, putzt Salat und genehmigt sich in den wenigen sprechfreien Intervallen einen kräftigen Schluck aus einer Weinflasche südlicher Provenienz. Klarer Fall, vom Sprechen wird die Kehle trocken, da muss schon mal die Luft raus aus dem Glas. Aber Trinken macht auch sentimental. Wenn Shirley an die wunderbaren Jahre denkt, als sie jung, attraktiv und lebenslustig war und noch Shirley Valentine hieß, fallen schon mal ein paar heiße Tränen ins Weinglas. In den langen Ehejahren mit Joe ist aus ihr eine inzwischen zum Übergewicht neigende Hausfrau geworden, die zwar perfekt funktioniert, aber keinen rechten Sinn in ihrem lieblosen Leben erkennen kann. So verbringt sie diesen Wochentag zwischen Lachen und Weinen und weiteren Tropfen aus der inzwischen leeren Flasche, während sie sich fragt, wie sie diesem tristen Dasein entfliehen kann. Als hätte eine höhere Macht sie erhört, kommt Hilfe von ihrer Freundin Jane, die Shirley einlädt, mit ihr nach Griechenland in den Urlaub zu fliegen, Shirley überwindet ihre Skrupel gegenüber Joe, packt ihren Koffer macht sich auf in eine ihr bislang verschlossene Welt.

An den sonnigen Gestaden der Ägäis

Szenenwechsel. Im zweiten Akt treffen wir eine wie von Zauberhand über Nacht verjüngte strahlende Shirley Valentine an den sonnigen Gestaden der Ägäis an. Die Bühne wurde mit viel Farbe und Lichteffekten in ein mediterranes Ferienparadies verwandelt. Shirley hat sich in ihrem neuen schicken Outfit an einem weißen Strand niedergelassen. Sie genießt den Blick auf das blaue Meer und die Berge in der Ferne. Zum ersten Mal seit langem fühlt sie sich frei, glücklich und zu einem Abenteuer mit dem charmanten Griechen Costas aufgelegt, der sie auf seinem Boot mit auf das Meer hinaus nimmt. Jane erkennt ihre Freundin in der neuen Rolle gar nicht wieder und warnt vor so viel Leichtsinn. Doch Shirley will nicht zur Vernunft kommen. Kurz vor der geplanten Rückreise überlegt sie, ob ein Leben im sonnigen Süden nicht dem im verregneten Albion vorzuziehen ist. Wie wird sie sich entscheiden? Finden Sie es selbst heraus, liebe Zuschauer, und gönnen Sie sich einen unvergesslichen Abend im English Theatre.

So endet die späte Emanzipation der Shirley Valentine, die sich nicht hätte träumen lassen, jemals ihrem frustrierenden Ehejoch entfliehen zu können. Vermutlich werden sich viele andere Frauen in aller Welt mit der Protagonistin dieser Romanze von Willy Russel identifizieren können. Aber wie viele werden den Mut finden, es Shirley gleich zu tun und ihrem Alltagsfrust für eine Weile adieu zu sagen?

Na, dann tschüs. Wir sehen uns in Griechenland. (c) ETH
Ein herzfrischender Theaterabend

Ein sehr gelungener herzerfrischender Theaterabend, der den Lockdown und die immer noch bestehenden Einschränkungen unseres Lebens für ein paar Stunden vergessen machen. Stimmig ist der von Sharon Facinelli perfekt beherrschte Scouse-Dialekt, der in der Metropolregion Merseyside um die Stadt Liverpool gesprochen wird. Man muss schon die Ohren spitzen, um den Monolog voll mitzubekommen, zumal weder Aussprache noch Grammatik dem feinen BBC-Englisch entsprechen, In dieser, Region fern der Hauptstadt London, wuchsen die Beatles auf, die von hier aus eine internationale Karriere ohnegleichen hinlegten. Wenn auch ihre Songs unsterblich sind, bei Shirley Valentine kommen die Großen Vier nicht vor. Schade.

Auch Willy Russel, der Autor von „Shirley Valentine“ wurde 1947 in der Nähe Liverpools geboren. Nach einer kurzen Karriere als Damen- und Herrenfriseur ließ er sich zum Lehrer ausbilden. Später entdeckte er sein Talent als Songschreiber, der seine eigenen Werke mit Erfolg einem begeisterten Publikum vortrug. Als nächstes begann er Theaterstücke zu schreiben. Mit seinem Musical „John, Paul, Ringo… and Bert“ über das Leben der Beatles landete er einen Hit, der ihm den Theater-Kritikerpreis des Evening Standard für das beste Musical des Jahres 1974 einbrachte. Von nun an folgte ein erfolgreiches Stück auf das nächste. Neben „Shirley Valentine“, das 1988 das Londoner Westend und 1990 auch den Broadway eroberte, schrieb Russel u.a. „Blood Brothers“, „One for the Road“ und die zauberhafte Komödie „Educating Rita“, die auch das English Theatre mehrere Male auf die Bühne brachte, zuletzt im Jahre 2003.

Zum Schluss noch eine besonders gute Nachricht: Am 18. November 2021 findet die Premiere von „The 39 Steps“ statt. Viele der Besucher des English Theatre werden sich bestimmt an den spannenden Hitchcock-Spionagekrimi „Die 39 Stufen“ erinnern. Im English Theatre of Hamburg kommt er in einem ganz neuen Gewand daher – als Thriller Farce von Patrick Barlow. Freuen wir und darauf!

„Shirley Valentine“ läuft bis einschließlich 30. Oktober 2021
Tickets unter der Telefonnummer 040-227 70 89 oder online unter

www.englishtheatre.de

Nächste Premiere: „The Thirty Nine Steps“, eine Thriller Farce von Patrick Barlow, am 18. November 2021

Hinweis: Leider müssen die Besucher des ETH auch weiter während des Aufenthaltes im Theater eine Maske tragen. Zudem gilt die 3-G-Regelung; Geimpft, genesen oder getestet. Die Bar des Theaters ist wieder geöffnet. Getränke müssen im Theatersaal am Sitz konsumiert werden.

Ele Runge – ’sharp silence‘

Ausstellung im KBH Marne vom 15.August – 02. Oktober 2021

Was sich im Innern verbirgt
was hinter verschlossenen Türen bleibt
was nicht nach außen dringt, aber zum Himmel schreit
was man weiß, aber verschweigt
was man bedauert, aber ausblendet

 

 

 

Es geht um Menschen und ihre Befindlichkeiten. Es geht auch um Verlassenheit, Sprachlosigkeit und Wegsehen.

Verbunden sind diese inneren und äußeren Zustände vielfach mit Aufbegehren, das keinen Weg nach außen finden

kann oder darf. Oft ist es ein Hinnehmen dessen, was gesagt, aber nicht offen in Frage gestellt oder angeprangert wird.

Was sich in der Stille verbirgt, ist in der Ralität oftmals unterdrücktes Schreien und messerscharfe Dramatik.

Mit Foto, Video und Installation zeigt die Hamburger Fotokünstlerin Ele Runge in ihrer Ausstellung ‘sharp silence’ das, was sich im Verborgenen abspielt, sei es hinter Fassaden, in den Köpfen oder aus der Position sicherer Distanz.

KBH Marne, Schillerstraße 11, 25709 Marne
www.kbh-marne.de    info@kbh-marne.de  Tel. 04851 95969710

Öffnungszeiten: Do – So 15 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

OBLIGAT! Festival für Kammermusik in Hamburg

Ensemble Obligat Hamburg, Foto Christina Körte

Saisonstart 2021: Konzertabende mit dem Ensemble Obligat Hamburg im Museum für Hamburgische Geschichte, im Altonaer Museum und im Jenisch Haus
Samstag, 14. August 2021 um 19 Uhr: open air am Jenisch Haus
Sonntag, 15. August 2021 um 19 Uhr: Galionsfigurensaal des Altonaer Museums

 

MO(D)ZART! 

Werke für Flöte, Horn, Violine, 2 Violen und Violoncello
von Wolfgang Amadeus Mozart, Olivier Messiaen, Jindrich Feld

Unter dem Motto „MO(D)ZART“ widmen sich die beiden Konzertabende voll und ganz dem 265. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart. Mit einer Werkauswahl für Flöte, Horn und Streichern präsentiert das Ensemble Obligat Hamburg ein Programm der besonderen Farben und Spiegelungen: Mozarts Horn-Quintett Es-Dur KV 407 paart sich mit dem Apell Interstellaire aus „Des Canyons aux Étoiles“ von Olivier Messiaen, und Mozarts Quartett in G-Dur KV 370 in einer anonymen historischen Bearbeitung für Flöte und Streichtrio aus dem Jahr 1801 trifft auf die „Recollection of Mozart for Magic Flute Solo“ von Jindrich Feld. Das Ganze wird elegant durchwoben vom Mozart’schen Divertimento KV 538 für Streichtrio.

Künstlerische Leitung: Prof. Imme-Jeanne Klett

Eintritt: 30 Euro / ermäßigt 20 Euro

Kartenvorverkauf: Konzertkasse Gerdes, Tel. 040 44 02 98, www.konzertkassegerdes.de und an allen bekannten Hamburger Vorverkaufsstellen

Beim Besuch der Konzerte gelten die jeweils aktuellen Abstands- und Hygieneregeln.

Es spielen Mitglieder des Ensemble Obligat Hamburg:
Imme-Jeanne Klett, Flöte; Emanuel Jean-Petit-Matile, Horn; Anette Behr-König, Violine; Boris Faust, Viola; Charles-Antoine Archambault, Violoncello

Von Oktober 2021 bis in den Januar 2022 wird die Kammerkonzertreihe dann im Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte und im Galionsfigurensaal des Altonaer Museums fortgesetzt.

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Stiftung Historische Museen Hamburg
Matthias Seeberg
Pressesprecher
Tel.: 040 428 131 171
matthias.seeberg@presse.shmh.de

www.shmh.de

Odyssee in Südostasien. Wolf-Ulrich Cropp auf Spurensuche

Buchcover (Ausschnitt)

Was tun in dieser bleiernen Zeit? Theater- und Restaurantbesuche nur mit Impfzertifikat oder einem 48-Stunden-Test dürfte in der Tat nicht nach jedermanns Gusto sein. Auch das Reisen in ferne Kontinente ist mit allerlei Unbill verbunden. Wer sitzt schon gern maskiert zehn oder mehr Stunden in einem Flieger, ehe er sein Ziel erreicht. Ehe ich mich ständig diesem Stress unterziehe, greife ich lieber zu einem spannenden Buch, gebe mich dem Zauber exotischer Destinationen hin und lasse mich in unbekannte Regionen entführen. Heute ist „Eine Tigerfrau“ von Wolf-Ulrich Cropp angesagt. Ich lehne mich in meinem Sessel zurück und tauche in die geheimnisvolle Welt Südostasiens ein.

Die Odyssee durch das Goldene Dreieck war nicht geplant. Nach einem längeren Aufenthalt in Afghanistan will der bekannte Autor, Journalist und Weltreisende Wolf-Ulrich Cropp eigentlich nur eine Auszeit in Thailand nehmen. Eine Art Ferien vom Ich. Ausspannen, schwimmen, lesen und die Gegend erkunden. Doch es kommt anders, als die besorgten Eltern eines alten Schulfreundes ihn bitten, nach ihrem Sohn Klaus zu fahnden, der – vom Pfad der Tugend abgekommen – vor Jahren in den Weiten Südostasiens spurlos verschwand.

Spinnbeinige Mangroven und bizarre Kalkfelsen

Wir begleiten den Erzähler auf seiner abenteuerlichen Spurensuche, die in einem thailändischen Dorf hoch über der Andaman-See beginnt. Begeistert zelebriert Cropp die fast überirdische Schönheit der Landschaft: „Zwischen spinnbeinigen Mangroven und bizarren Kalkfelsen, in luftiger Höhe über der See“ hat er das Gefühl, mitten im Ozean zu liegen. Doch dieses wunderschöne Land hat viele Schattenseiten, die der Autor dem Leser nicht vorenthält. Beschreibungen grandioser Panoramen in diesem satt grünen tropischen Paradies wechseln ab mit grausamen Szenen, die sich in den Niederungen der Megacity Bangkok abspielen. Das Kapitel über einen Besuch im berühmt-berüchtigten Bang Kwang Gefängnis – von Zynikern Hotel Hilton Bangkok genannt – geht an die Nieren. Hier sitzen zahlreiche wegen Drogendelikten zu lebenslanger Haft verurteilte Europäer ein, die unter unmenschlichen Bedingungen in Chaos und unbeschreiblichem Dreck dahinvegetieren. Mit Erleichterung stellt Cropp fest, dass Freund Klaus nicht unter den Insassen weilt.

Das buddhistische Kloster Tham Krabok der suchtheilenden Mönche in Thailand

Die Suche geht weiter und entführt den Leser im Laufe der Handlung in die tropische Welt Thailands und Myanmars (früher Burma), in die Tiefen des Regenwaldes und zu den Highlights buddhistischer Baukunst. Der Autor genießt seinen Aufenthalt in vollen Zügen. Er lässt den Leser teilhaben an seiner Begeisterung für atemberaubende Landschaften und berichtet gleichzeitig über Begegnungen mit Einheimischen, die seinen Weg kreuzen. Doch im Garten Eden lauert auch die Schlange. Cropp thematisiert akribisch die dunkle Seite Thailands, wo Drogenbarone das Sagen haben und nur die Prostitution junger Frauen den Familien das Überleben ermöglicht. Das Kontrastprogramm zu diesem Elend findet im berühmten Fünf-Sterne-Luxustempel „Mandarin Oriental“ Bangkok statt, wo der Autor beim Verzehr sündhaft teurer Langustenschwänze einen ortskundigen Geschäftsmann trifft. Dieser gewährt ihm einen Einblick in Thailands Drogenwelt. Mohnanbau, Heroinlabore, Drogenschmuggel, erklärt der, waren gestern. Seitdem Afghanistan als Hauptlieferant für Heroin die Szene beherrscht, haben die Bosse im Urwald Giftküchen installiert, die in zunehmendem Maße Amphetamine produzieren. Ein Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Ob Freund Klaus hier zu finden ist?

Wo ist Klaus?

Heute wenden wir uns der legendären „Brücke am Kwai“ zu. Die älteren Leser werden sich noch an den grandiosen von David Lean in Thailand gedrehten Film mit Alec Guinness in der Hauptrolle erinnern. Guinness spielt darin einen britischen Offizier, der mit seinen Kameraden während des Pazifikkrieges in die Fänge der Japaner gerät und gezwungen wird, eine Eisenbahnbrücke über den Fluss Kwai in Indochina zu bauen. Unvergesslich die Szene, in der die Gefangenen auf ihrem beschwerlichen Weg durch den Dschungel trotzig jene zündende Melodie pfeifen, die sich in den Endfünfzigern monatelang als Nummer eins in den internationalen Charts hielt. Das spannende Kapitel über den Bau, die Zerstörung und schließlich die Rekonstruktion der Brücke ist so anschaulich beschrieben, dass der Leser sich mitten im Geschehen wähnt.

Karenfrau in Nord-Myanmar: Wer schön sein Awill, muss leiden

Bislang gibt es noch immer keine heiße Spur, die auf den Verbleib von Freund Klaus hinweist. Doch Cropp lässt sich nicht entmutigen, sondern forscht unverdrossen weiter. Er lädt zu einer Flussfahrt auf dem Mekong ein, begleitet uns durch den Dschungel und stellt uns jene „Giraffenfrauen“ vor, die mit ihren in Metallreifen gezwängten überlangen Hälsen das weibliche Schönheitsideal Myanmars verkörpern. Schließlich kommt es zu der Begegnung mit „einer Tigerfrau“ namens Sami. Die Titelgeberin des Buches gilt als die Attraktion des Zoos von Bangkok, wo sie sich, Kopf an Kopf mit einem prachtvollen Königstiger, von sensationsgierigen Besuchern ablichten lässt.

Der Autor und haarigste Mönch in seiner Klause des Klosters Tham Krabok

Selbst ein unermüdlicher Geist wie Wolf-Ulrich Cropp benötigt hin und wieder eine Ruhepause. „Im Kloster am Wege beim Mönch ich verweile. Oh, kurze Muße im Leben voll Eile.“ Feng Meng-hung, der Verfasser dieses kurzen Gedichts, war offenbar ein sehr weiser Mann. Ihm will es unser Autor gleichtun. Denn wo entspannt der Mensch sich besser als in der Ruhe und Abgeschiedenheit eines buddhistischen Klosters. In Tham Krabok bezieht der „Novize“ eine karge Zelle und muss sich einem Initiationsritual unterziehen, das es in sich hat. Dem aus zahlreichen Heilpflanzen zusammen gemixten „Cocktail“ – mehr Brechmittel als Getränk – werden tiefenreinigende Kräfte nachgesagt. Cropp trinkt ihn todesmutig und unterwirft sich für mehrere Wochen den strengen Klosterregeln. Chapeau. Geschadet hat ihm diese Erfahrung in kratziger Mönchskutte bei karger Kost offenbar nicht. Ganz im Gegenteil. Sein – Zitat – „tausend Meilen langer Weg zu sich selbst“ hat ihn für sein künftiges Leben gestählt.

Mit dieser Einsicht endet eine grandios erzählte Reportage kreuz und quer durch die magische Welt verklärender Narrative und brutaler Einsichten in menschliche Abgründe. Nur eine Frage bleibt offen. Der geneigte Leser möchte endlich erfahren, ob der Autor auf seiner langen Reise den verschollenen Freund wiedergefunden hat. Darüber aber hier kein Wort. Wer das wissen will, muss „Eine Tigerfrau“ von der ersten bis zur letzten Zeile selbst lesen. Es lohnt sich.

Epilog

Was in sämtlichen Büchern des „globetrottenden“ Autors Wolf-Ulrich Cropp fasziniert, ist seine Fabulierkunst, angereichert mit einem genialischen Wissen über diverse Kulturen, Land, Leute und deren Befindlichkeiten. Der Autor wirft stets einen unverstellten Blick auf alles Fremde. Er versucht sich in andere Sitten und Gebräuche hineinzu“leben“ ohne jemals zu bewerten oder gar zu verurteilen.

Eine große Hilfe für den Leser ist der mehrseitige Abriss über den Buddhismus (Seite 419 ff.). In knapper klarer Form weist Cropp den Leser in die Lehre des Siddharta Gautama ein, der uns besser unter dem Namen Buddha (der Erleuchtete) bekannt ist.

Last but not least: Die zahlreichen vom Autor selbst geschossenen Fotos tragen nicht nur zum Verständnis, sondern auch zum Charme dieses Buches bei.

Buchcover

„Eine Tigerfrau“ von Wolf-Ulrich Cropp, erschienen im Verlag Expeditionen, 415 Seiten, ISBN: 978-3-947911-39-4 Preis: Euro 14,90

Back to the roots: „Demos, Baddest“

Audiovorstellung eines Komponisten-Albums:

Goetz Egloff. Demos, Baddest. TuneCore, New York, 2021

Das bei TuneCore erschienene Musik-Album wartet mit zehn Titeln auf, gedacht  für (überwiegend weibliche) ´Recording Artists´ des R&B Pop, eines in Deutschland wenig beheimateten, aber immer wieder gern gehörten Musikstils. Denken wir an ältere (Madonna, Chaka Khan, Paula Abdul) und jüngere Popdiven (JoJo, Kesha Sebert, Katy Perry),  so kommen wir dem, was in Nordamerika als R&B Pop bezeichnet wird, recht nahe.

Die Stilrichtung, die einst zu Hip Hop und Rap führte und dann in ihren Amalgamierungen in heute hochdiversifizierte Richtungen wie Trap, Art Pop oder Neo Soul mündete, geht nicht nur allseits auf Rhythm & Blues zurück, sondern bildet nach wie vor den Grundstein heute weltweit gängiger Rock- und Popmusik. In Rückbindungen an andere Stilrichtungen wird R&B somit immer wieder neu erfunden.

„Demos, Baddest“ bietet jene Pop-Rückbindung, die insbesondere im US- amerikanischen Raum mit Songs der späten Aretha Franklin, der frühen Whitney Houston oder auch Bands wie Mint Condition verbunden wird. Als musikalische Einflüsse sind hier Komponisten wie Sturken & Rogers, Steve Bray oder St. Paul Peterson zu vernehmen.

Works in Progress

Da es sich um ein b2b-Album handelt, also um ursprünglich intern gedachte Demos, die auf Komposition und Arrangement abheben (und nicht so sehr auf Sounddesign) und nach Produktion verlangen, müssen Abstriche beim Klang in Kauf genommen werden. Bevor nämlich mittlerweile hochprofessionell an heimischen Rechnern aufzunehmen begonnen wurde, war es üblich Demos einzuspielen, also Songs in einer Vorform vorzuproduzieren – daher b2b, business-to-business. Demos waren (und sind zum Teil noch) das Vehikel, mit dem Autoren, Produzenten, Sänger und Sängerinnen den Plattenfirmen zeigen konnten, was sie musikalisch vorhaben. Unzählige dieser Song-Vorstufen sind mittlerweile bspw. auf YouTube aufzurufen; das Faszinosum für Fans besteht wohl darin, retrospektiv in den Entstehungsprozess von Titeln einzutauchen, die Teil der eigenen Lebensgeschichte wurden und mit denen man emotional viel verbindet. Von Madonna bis Michael Jackson gehen die Aufrufe vieler unfertiger ´Works in Progress´ vergangener Zeiten in fünf- bis sechsstellige Ziffern. Interessant ist dabei für Musikfreunde, dass auch Hits nicht vom Himmel fallen, sondern oft mühsam er- und bearbeitet werden müssen – künstlerisch, technisch, gestalterisch, und oft in überlangen Arbeitsstunden.

Auch wenn „Demos, Baddest“ als Komponisten-Album auf Equipment von Roland, Kawai und Yamaha aufgenommen wurde, so sind die Songs das, was in der Musikbranche ´trocken´ genannt wird. Gemixt und gemastert zwar, doch Effektboards kamen nicht zum Einsatz, und selbst die Bassdrum wurde durch keinerlei Filter geschickt. Dafür aber ist das ´feel´ der Songs, auf exakt einer Gesangsspur im Mixdown, spürbar, und Kompositions- und Arrangement-Fans sowie Freunde von Funk- und Jazz-Harmonik dürften auf ihre Kosten kommen.

Um ein paar b2b-Stimmen zum Album zu zitieren: Was von High Vibe Records aus Nevada City als ´cool, funky melody´ bezeichnet wird, nennt die Münchner Boys Deep Music ´sehr unique´ („Lovable“); von Moon Sound, Niederlande, lässt sich ein ´amazing work´ („Belle Epoque“) vernehmen.

So minimalistisch die teilweise in Co-Autorenschaft geschriebenen Songs überwiegend arrangiert sind, sie sind immer – dem R&B Pop-Modus folgend – rhythmisch, synkopiert, oft harmonisch vielschichtig. Also: trocken, aber hörbar und sogar tanzbar. HiFi-Freaks bitte weghören – ansonsten gilt: ´Volume up´!

Goetz Egloff. Demos, Baddest. TuneCore, New York, 2021, 48 min., 8.99 $

Zugänglich bzw. erhältlich über YouTube, Amazon, Deezer, Spotify, Pandora u. Ä.

Tracklist:
  1. Belle Epoque
  2. Grand Larceny
  3. Uh Oh
  4. Leave U Alone
  5. So Arousing
  6. Love Computer Book
  7. Take Your Body on a Trip
  8. Scanties in a Bag
  9. Lovable
  10. 2 Private
Links:

Link zu Belle Epoque: https://www.youtube.com/watch?v=HEiUgHO4Amw

Link zu Lovable: https://www.youtube.com/watch?v=36H8ffaKP4Y

Link zum Album auf Amazon: https://music.amazon.de/artists/B08LBGWH8J/goetz-egloff

Corona, Cofefe oder guten Morgen Bruno Gröning

Wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht
Bild: Reimer Boy Eilers

#Staywoke. Corona ist genauso wie Cofefe. Experten versuchen sich an Erklärungen, doch wir Alltagsmenschen schütteln erst einmal den Kopf und fragen uns einfach: Wie konnte das geschehen? Will man Corona verstehen, ist es durchaus hilfreich, sich Cofefe anzuschauen. Beide waren bis vor kurzem völlig unbekannt, dann erschienen sie am Horizont unserer Wahrnehmung und warteten nicht lange. Sie verbreiteten sich mit viralem Tempo über den Planeten.

Corona kam aus Wuhan zu uns, genauer, vom dortigen Wildtier-Großmarkt, Cofefe entwich dem Weißen Haus. Corona ist ein Lebewesen, Cofefe seine Parallele im Wortreich, es ist ein Wortwesen. Genauer gesagt, ist Cofefe eine Mutation des Wortes Covfefe – von Donald Trump, am 31. Mai 2017, um sechs Minuten nach Mitternacht mit einem Tweet in die Welt gesetzt. Er twitterte: „Despite the constant negative press covfefe.“ Trotz der ständig negativen Presse Covfefe.

Als ich jünger war, hörten wir den Song: „Am 30. Mai ist der Weltuntergang, wir leben nicht mehr lang, wir leben nicht mehr lang …“ Nun ja, mit dem 31. sind wir noch einmal haarscharf davongekommen, sieben Minuten trennten uns vom ominösen Vortag, aber alles ist in der Pandemie mit allem verknüpft, natürlich ist nicht nur der Tag, sondern auch die Uhrzeit für die Geburt von Covfefe von Belang, um Mitternacht, wenn der Schadenszauber seine Flügel breitet und die bösen Wünsche fliegen. Coronas Geburt liegt leider noch ein wenig im Ungefähren, doch ich würde drauf wetten, dass sie an einem der Weihnachtstage des Jahres 2019 „um Mitternacht“ geschah.

Wundern sollte sich niemand über die Parallelen im Wort- und Virenreich. Die Variante Cofefe ist eine Optimierung unter rein virologischen und pandemischen Aspekten. Die Mutation hat sich dem Menschen angepasst, sie geht glatter über die Zunge und hilft damit ihrer Verbreitung. Als Internet Meme verteilten sich beide Varianten augenblicks im digitalen Universum.

Bleiben wir noch einen Moment bei der Geburt. Sie ist etwas sehr anderes als die Verbreitung. Zuschlagen kann das Virus an jeden Ort und in den unterschiedlichsten Situationen. Wir alle sind das Zielobjekt viraler Attacken, in diesem Text künftig Ziviatt genannt. Doch die Geburt des Virus verlangt nach sehr besonderen Umständen. Nötig ist ein ungesundes wuseliges Treibhausklima voller divergentem menschlichen Verhalten, das in Endlosschleifen und auf engstem Raum um sich selber kreist und auf keine guten Ratschläge hört. Mit anderen Worten, es ist ein soziales Rührwerk, das als perfekter Brutreaktor fungiert. Ob Wildtiermarkt in Wuhan oder Weißes Haus unter Trump, aus virologischer Sicht konstatiert das aufgeschreckte Ziviatt: Passt schon! Wie rührend ist das denn? Fuck …

Fledermäuse und Schuppentiere

Apropos chinesischer Wildtiermarkt, da haben wir uns also einen großen Grabbeltisch mit Shopping zwischen Fledermäusen und Schuppentieren vorzustellen. Es heißt von berufener Seite, dass Artensterben, Umweltverschmutzung und Klimawandel das Virus begünstigen, wenn es im Begriff steht, vom Tier auf den Menschen überzuspringen. Im Weißen Haus sind das alles in den letzten Jahren Gähnthemen gewesen: entweder es gibt sie nicht oder nicht so wichtig. Vielleicht ist Cofefe also einfach ein Gruß von einem Viren-Hotspot zum anderen. Hi, Wuhan! Hau rein! Cofefe! Mir gefällt diese Erklärung.

Nun könnte ein allzu kluger Kopf oder sagen wir gleich, ein Schlaumeier, einwenden: Wie kann das angehen, wenn zwischen Cofefe und Wuhan zwei Jahre liegen? Aber das ist Old School, zu jeder Pandemie gehören alternative Fakten, und ich hege die Vorstellung, dass beide lange voneinander ahnten, Wuhan und das Weiße Haus. Manchmal brauchen Grüße so lange, um anzukommen, dann werden sie umso mehr geschätzt. Cofefe!

Natürlich wird der Betreiber eines sozialen Rührwerks, dem ein Virus entfleucht ist, das niemals zugeben. Hat man jemals von einem Beteiligten an einer Wirtshausschlägerei gehört, der gesagt hätte: Hallo, ich war’s! Ich habe angefangen. Die ganzen ausgeschlagenen Zähne nehme ich auf meine Kappe … Das wäre wohl ein Wunder. In Wuhan wurde der Arzt, der als erster auf Corona hingewiesen hatte, von den Behörden schikaniert. Als ob Shakespeare seine Hand im Spiel gehabt hätte, ist er am Ende sogar an dem Virus gestorben. Wir wollen ihn nicht vergessen, sondern ihn im Abspann nennen, Li Wenliang wurde nur 34 Jahre alt.

Den chinesischen Autoritäten hat das Leugnen wenig genützt. Wuhan wurde zur Geisterstadt. Auf den Intensivstationen brachen Ärzte vor Erschöpfung zusammen. Die ganze Welt mühte sich, ihre Grenzen vor dem Unheil aus Wuhan zu schließen.

Virenpate Donald Trump verfolgte eine andere Strategie. Er leugnete zwar nicht die Existenz von Cofefe, das wäre angesichts der massenhaften Retweets auch schlecht gegangen, aber er deutete seine Natur um und sprach von einem durchaus normalen Wort. Kein Keimling also – und basta! Ein Wort ohne Risiken und Nebenwirkungen. Mit dieser Botschaft schickte er seinen Pressesprecher ins Getümmel. Die Stimme des Weißen Hauses, Sean Spicer, sagte am Tag nach dem Tweet bei einem Journalistenbriefing: „Der Präsident und ein kleiner Personenkreis wissen ganz genau, was er gemeint hat.“

Mein Versuch, Cofefe zu deuten, ist nur einer unter vielen. Und da bin ich keineswegs traurig drum, im Gegenteil, die Welt der Viren ist bunt, wenngleich nicht immer zur Freude des menschliches Auges. Eine Unzahl von Ziviatten hat sich mittlerweile ihre eigenen Gedanken gemacht, viele haben ihren Weg ins Urban Dictionary gefunden. Für mich ist es also der Gruß rüber nach Wuhan. Beliebt im Netz sind auch folgende Auslegungen des Memes:

Der Versuch, klug rüberzukommen, wenn du nicht weißt, was Sache ist

Beispiel: Ich habe dem Robert-Koch-Institut grundlegende Fehler nachgewiesen, alles Cofefe.
Die Welt mit Tippfehlern ablenken, während man ihr gehörig eins auswischt.
Beispiel: Das Pariser Klimaabkommen ist heiße Luft. Wir bauen zehn neue Kohlekraftwerke. Cofefe!
Der Versuch, den Antichrist und seine Helfershelfer anzurufen.
Beispiel: Ich bin die Stimme der Bewegung. Fort mit der Lügenpresse! Pandemie? Bullshit. Ich kann es richten. Cofefe!

Was lernt der Ziviatt noch von Cofefe? Eine der förderlichsten Umweltbedingungen für seine Verbreitung liegt im sturen, uneinsichtigen, besserwisserischen und testosterongetränkten Verhalten seines Trägers. Insofern kann das Wortvirus seinem Geschick nicht genug danken, dass es auf den Potus Trump traf. (Potus hört sich irgendwie wie ein neuer Virus an, meint aber nur President of the United States.) Wäre Cofefe stattdessen einem Tweet von Joe Biden entfleucht, und der neue Präsident hätte gegrinst und gesagt: „Sorry, hab mich vertippt.“ – das Wortvirus wäre augenblicks wieder aus dieser Welt verschwunden. Trump dagegen, großmäulig wie ein Megaphon und unfähig, auch nur den kleinsten Fehler einzugestehen, war der ideale Superspreader.

Reisen wir mit den Viren von Wuhan übers Weiße Haus nach Deutschland. Die Corona-Pandemie, sagt die Kanzlerin, ist die größte Herausforderung für unsere Gesellschaft seit dem Zweiten Weltkrieg. Angela Merkel ist eine kluge Frau, und deshalb tun wir gut daran, uns in diese Epoche zu begeben und zu gucken, ob sie uns etwas zur Erhellung unserer Zeiten zu sagen hat. Was hat die Verheerung der Gesellschaft nach 1945 in den Köpfen ihrer Menschen bewirkt? Es muss nicht immer Pest und Mittelalter sein, auf die wir als Mahnung panisch und pandemisch schauen.

Wenn die Realität keinen Sinn mehr macht, flüchtet man aus ihr. Auf Dauer ist das womöglich unklug, doch über kurze Frist leuchtet es durchaus ein. Die hellsichtige – Hellseherin? – Hannah Arendt beschrieb den Urlaub von der Wirklichkeit, den sich viele Deutsche nach dem verlorenen Krieg nahmen, sie hatten einfach keinen Bock mehr darauf, „zwischen Fakten und Meinungen zu unterscheiden“. Wer wollte schon dem Schrecken, den die Deutschen angerichtet hatten, und dem Elend, das dann folgte, unverblümt ins Auge sehen? Nö, man hatte nichts gewusst, und schuld war man schon gar nicht.

Da hatte parallel zu Wirtschaftswunderzeiten eher der Wunderheiler Bruno Gröning Konjunktur. Seine Diagnose: „Jedes Wohnhaus ist ein Krankenhaus.“

Hexenverfolgung und Marienerscheinungen

Und damit hatte er vermutlich recht, jenseits der Spekulation auf einen großen Markt für seine Kunst. Oder hatte der Nationalsozialismus etwa nicht die Seelen der Deutschen zerstört? Die amerikanische Historikerin Monica Black von der University of Tennessee, die zu Bruno Gröning geforscht hat, berichtet, dass die Zahl der Hexenverfolgungen und Marienerscheinungen im Nachkriegsdeutschland rasant anstieg. Da füllte der deutsche Medicus des Supranaturalen, des Übernatürlichen, eine schmerzliche Lücke. Bruno Gröning konnte einen göttlichen „Heilfluss“, den er als Alternative zum herrschenden Elend versprach, in Richtung Seelenkur lenken. Seinen unübersehbaren Kropf verstand er selbst als „Schwellung durch ebendiese Kraft“. Der Heilfluss strömt bis heute. Immer noch besteht der Bruno-Gröning-Freundeskreis und rührt im Heilenden. Cofefe!

Wenn die Situation in einem Land allzu brenzlig wird, ist es quasi zwangsläufig, auf die Frage nach den Fakten ein übel riechendes Häuflein zu setzen und sich erfreulicheren Fantasien zuzuwenden. Ein berühmter Vorgänger und geistiger Ziehvater des Trumpschen Pressesprechers Sean Spicer war Comical Ali, wie ihn die Weltgemeinschaft taufte. Spicers Kollege befand sich seinerzeit, es war 2003, in Diensten von Saddam Hussein. Als die amerikanischen Truppen bei der Invasion des Iraks unmittelbar vor der Hauptstadt standen, erklärte der Informationsminister Mohammed Saif al-Sahaf aka Comical Ali: „Bagdad ist sicher. Die Ungläubigen begehen zu Hunderten Selbstmord vor den Toren der Stadt.“ Sehr komisch, aber oho!

Und nun von dem Ausflug in die Weltpolitik wieder zu uns nach Hause. Das Ziviatt ist durch zwei Eigenschaften gekennzeichnet: seine Verwundbarkeit und seine Angst. Beides ist natürlich miteinander verschränkt und führt über die schlechte Laune und schlechtes Benehmen in die Depression. Was kann der Mensch tun, um sich besser zu fühlen? Verdammt, dieses Virus ist so was von Cofefe! Ich respektiere das. Der Reiche hat objektive Möglichkeiten, nehmen wir als kulturelles Paradigma nur das florentinische Dekameron. Wer Ressourcen hat, kann sich isolieren, ohne groß auf Annehmlichkeiten zu verzichten. Er kann sich dabei sogar gut unterhalten.

Das schlechtbemittelte Ziviatt wird in das Reich der Wünsche und der Magie ausweichen. Entweder spielen wir die Gefahr des Virus herunter oder wir erhöhen auf spirituelle Weise unsere Unverwundbarkeit, am besten wirkt eine Kombination von beidem. Und bloß keine Maske tragen! Denn damit konstatiert das Ziviatt nur in aller Öffentlichkeit das Gegenteil. Der Maskenträger symbolisiert nichts als Stress und eigene Verwundbarkeit. Man wird ihn für krank und gefährlich halten. Das macht aggressiv, das Ziviatt möchte im Angesicht der Maske spucken wie ein Lama.

#Staywoke. Was lernen wir daraus? Das Ziviatt tröstet sich mit einer gesicherten Erkenntnis. Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Comical Ali daher. Cofefe!

 

 

THE ENGLISH THEATRE SUMMER FESTIVAL

Poster (c) ETH

The English Theatre of Hamburg is finally opening again and invites its guests to its most inspiring SUMMER FESTIVAL.
Please read the message:

Dear guests,
we are finally opening again! And not only that – we are more than happy to announce the first ever THE ENGLISH THEATRE SUMMER FESTIVAL, It will be held between the 2nd of June to the 14th of August. After that our scheduled new season in September will commence.

50 Shades of Fairytales poster c) ETH

The programme for our Summer Festival is packed with exciting performances covering everything from plays to galas and special professional impro shows! Ticket sales already started on June 14. Subscribers can redeem their existing subscription vouchers for the Summer Festival. Please do so via phone, by mail, in person at the box office or online. Our box office already opened on June 14 and will be open daily from Mondays to Fridays from 10:00 to 14:00. It also opens Tuesdays and Sundays from 15:30 to 19:30. We are looking forward to seeing you again very soon.

Tickets under phone number 040 – 227 70 89, online www.englishtheatre. de

The Summer Festival programme is very rich and diversified. Just have a look and make your choice.

The Summer Festival programme
FLOY (photo by Svea Ingwersen)

While “The Barbra Streisand Songbook” starring Suzanne Dowaliby will be performed on July 17 and 18, “Me, Myself and Janis Joplin” starring Floy is scheduled for July 20 to July 25. Two one-woman-shows starring two well-known actresses will convince you of their exceptional talent in the parts of Streisand and Joplin. Also don’t miss

English Lovers” and enjoy finest high quality impro theatre at its best on August 3 to August 8. And come to see “HAP”, world premiere of BAFTA awarded playwright John Foster, from 27 July to 1 August. Here’s a brief summery of the plot: Meet Hap. Despite all attempts to be a miserablist she can’t ever be unhappy. Unhappy, at being happy, she visits Doctor Marples seeking a cure. Doctor Marples, herself desperate for joy doesn’t know how to be happy. This hilarious and quirky comedy about our modern obsession with the pursuit of happiness, shows two very different , city-slicker women on either end of the slippery therapist’s couch. Despite the ongoing monotony of Brexit, Corona and takeaways-for-one. Hap and her doctor find, to their surprise giggles and romance in the most unlikely places – the therapist’s couch.

We are sure that you will greatly enjoy this comedy, directed by Paul Glaser, and leave the theatre in high spirits.

Sorry, but we have to pester you with the compulsory safety rules.

  • As before the closure, we are only allowed to receive a limited number of people.
  • We are allowed to sell tickets in the “chessboard system”, which means that we always leave one seat free between an occupied seat.
  • Masks are still compulsory. This time also at the square.
  • Our bar is now open again. Our guests are allowed to consume their drinks on their seats.
  • An official negative coronatest is also compulsory (not older than 48 hours). You can also have it done directly next to the box office, at the official testing point. The colleagues at the pharmacy are happy to offer us this service. The test should be carried out by 19:00 at the latest. You can book an appointment under the link below or scan the QR code on the left.
    Time Travel (c) ETH

    Anyway, have a good time, enjoy the performances at the ETH and the fine weather.

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Summer-Festival im English Theatre of Hamburg

Poster (c) ETH

Endlich! Es ist soweit: Das English Theatre of Hamburg öffnet wieder seine Pforten.
In diesem Sommer wartet das ETH zum ersten Mal seit seiner Gründung mit einem Summer-Festival auf. Das ist ein absolutes Novum. In der Vergangenheit ging das English Theatre wie alle anderen Spielstätten bundesweit für drei Monate in die Theater-Ferien und eröffnete erst im September mit einem neuen Spielplan die Herbst- und Wintersaison.

 

Vorhang auf für einen ganz speziellen Mix aus Schauspiel, Shows und Performances, der am 2. Juli beginnt und am 14. August dieses Jahres endet.

Wie üblich, wird wieder eine Reihe großartiger, handverlesener Darsteller aus dem anglophonen Sprachraum das geneigte Publikum unterhalten.

Das Programm:

Gayle Tuffts mit der Comedy-Show „American Woman“: 2. – 4.7.

50 Shades of Fairytales poster c) ETH

Titilayo Adedokun in “Fifty Shades of Fairy Tales”: 6. – 11.7.

Jefferson Bond mit einem Stand-up Double Feature: 13. – 16. 7.

Suzanne Dowaliby mit einer Barbra-Streisand- Gala: 17/18. Juli

Floy mit „Janis Joplin“ (ebenfalls eine Gala): 20. – 25.7.

FLOY (photo by Svea Ingwersen)

 

Das Theaterstück „Hap“ unter der Leitung von Paul Glaser: 27. 7. – 1.8.

„English Lovers“ (professionelles Improtheater aus Wien: 3. – 8.8.

Joanne Bell mit einer exklusiven Show: 10. – 14.8.

 

 

Time Travel (c) ETH

Wir sind froh, unseren Zuschauern während dieses Summer-Festivals eine Auswahl außergewöhnlicher Vorstellungen bieten zu können. Aufgrund der aktuellen Lage sind (kurzfristige) Änderungen leider nicht auszuschließen. Natürlich werden wir alles versuchen, uns strikt an den Spielplan zu halten. Langer Rede kurzer Sinn: Wir freuen uns auf Sie. Also – demnächst in diesem Theater!

Tickets unter der Telefonnummer 040 – 227 70 89 oder online www.englishtheatre.de