Rucksack – A Global Poetry Patchwork

Rucksack 2020, Foto: Antje Stehn :: Die Installation ist seit September 2020 im Il Piccolo Museo della Poesia, Chiesa di San Cristoforo (Piacenza/Italien) zu sehen.

Drei unserer Mitglieder, nämlich Emina Čabaravdić-Kamber, Maren Schönfeld und Gino Leineweber, sind an dem internationalen Poesie-Projekt mit Gedichten beteiligt. Das von Antje Stehn initiierte Projekt beschreibt sie auf ihrer Seite thedreamingmachine.com:

Rucksack, bei Global Poetry Patchwork ist ein Kunstinstallationsprojekt, das am 26. September 2020 im Piccolo Museo della Poesia in Piacenza (Italien) eröffnet wird. Es besteht aus zwei Makroarbeiten: einer Installation mit einem großen Beutel, dem Rucksack, aus getrockneten Teebeuteln und einer Ausstellung mit kurzen Gedichten, die am Ende der Ausstellung in das Museumsarchiv aufgenommen werden sollen. Eine Audio-Loop-Installation bietet dem Publikum die Möglichkeit, den Stimmen von Dichtern zu lauschen, die in ihrer Muttersprache rezitieren. Das Werk vereint eine große Anzahl von Menschen, Orten, Visionen, Sprachen und unterstreicht den Wert der Nähe, der in diesem von Distanz und Enge geprägten historischen Moment, von der akuten Prekarität des menschlichen Netzwerks, so bedeutsam ist. 

Warum Tee? Warum Poesie?

Teebeutel haben eine lange Geschichte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, als die Chinesen anfingen, kleine quadratische Beutel zu nähen, um das Aroma der verschiedenen Tees besser zu bewahren. Die „Tee- und Pferderoute“ entstand während der Tang-Dynastie (618-907), lange vor der Seidenstraße, um die Handelsbeziehungen zwischen Tibet und China zu festigen. Und seitdem gehören Teebeutel zu den kleinsten Behältern, die wir in jedem Haushalt verwenden und finden. Tragetaschen gehörten zu den ersten Werkzeugen, die Frauen und Männer benutzten, um Gegenstände und Erinnerungen zu transportieren. Unsere Vorfahren waren Jäger und Sammler, aber in Wirklichkeit dominierten Sammler, da 80% ihrer Nahrung aus dem Sammeln von Samen, Wurzeln, Früchten in Netzen, Säcken und in jeder Art von Lichtbehälter stammten. Taschen waren gestern wie heute wichtige Transportmittel, wie wir sehen, dass Tüten in den Supermärkten als Einkaufsbehälter verwendet werden. 

seeking unity / by drawning the argument / in a cup of tea :: Haikuinstallation: Maren Schönfeld / Übersetzung: Barry Stevenson

Poeten aus aller Welt haben Gedichte eingereicht, teilweise auch künstlerisch verpackt, und kurze Filme mit der Lesung ihrer Gedichte in ihrer Muttersprache gedreht. Diese sind auf dem Youtube-Kanal Rucksack a Global Poetry Patchwork zu sehen.

Deutsch-italienischer Lyrik-Nachmittag

Gemeinsam mit der Hamburger Autorenvereinigung gestaltet Antje Stehn mit den Autorinnen und Autoren Emina Čabaravdić-Kamber, Sabrina De Canio, Uwe Friesel, Don Krieger, Gino Leineweber, Claudia Piccino, Mamta Sagar und George Wallace einen Lyrik-Nachmittag. Die Begrüßung übernimmt die Vorsitzende der Hamburger Autorenvereinigung, Sabine Witt (ebenfalls Mitglied der DAP), die Moderation erfolgt durch die Initiatorin des Projektes, Antje Stehn, sowie den Hamburger Autor und Ehrenvorsitzenden der HAV, Gino Leinweber.
Die Lesung findet am Samstag, den 10.07.2021, als Zoom-Meeting statt. Der Beginn ist um 19:00 Uhr. Anmeldung unter info@hh-av.de, den Teilnahmelink erhalten Zuhörer dann per E-Mail.
Die Teilnahmegebühr beträgt € 8, für Mitglieder der HAV frei.

Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien.

Die Wirrnisse des Alltags

Lilo Hoffmanns neuer Roman spielt in Eimsbüttel, Lokstedt und St. Pauli.

Erst vergisst sie ein Kind aus ihrer Gruppe auf dem Spielplatz und dann fährt ihr auch noch so ein Modepüppchen ins Auto – die Woche fängt ja gut an!
Als Leserin bin ich sofort in der Geschichte, die so temporeich beginnt. An der Seite der Erzieherin Iris geht es, zeitweilig mit einem Eierlikör gestärkt, weiter durch deren turbulente Tage, eben wie im echten Leben. Vor der Lokalkulisse Hamburgs erzählt Autorin Lilo Hoffmann die Ereignisse zweier sehr verschiedener Mitbewohner – von denen eine das Modepüppchen werden wird – und die Erlebnisse der Hauptperson Iris. Deren Freund Alex war am Anfang ganz hinreißend und ist nun eher ins Vage abgedriftet, bevor er sie mit einer nicht vorhersehbaren Lebenswendung überraschen wird. Neben Modepüppchen Dana, ihres Zeichens Radiomoderatorin und mit schrägen Typen bekannt, kommt Iris sich manchmal wenig hip vor, bis sie herausfindet, dass da auch nicht alles Gold ist, was glänzt. Die Eierlikör-Tradition ihrer Großmutter bildet eine stabilisierende Konstante für Iris und erfreut die Leserin gleichermaßen. So treibt das Leben Iris in diverse lustige und weniger lustige Situationen, es geht um Abschiede und (neue) Freundschaften, um dumme und schöne Zufälle. Iris gibt sich keine Mühe, die hippe Großstädterin zu geben, sondern schaut mit sympathischer Verwunderung und vielleicht ein wenig heimlicher Verehrung Danas Treiben zu. Sie verbiegt sich nicht, sondern bleibt sich treu und verweigert sich auch mal, wenn es ihr zu bunt wird. Ich habe dieses Buch gern gelesen, mit Iris mitgefiebert und ihr das Beste gewünscht, das sie meiner Meinung nach unbedingt verdient hat. Eine wunderbare Lektüre zur Entspannung, vielleicht mit einer Tasse Kaffee – oder einem Eierlikör.

 

Lilo Hoffmann: Wenn das Chaos perfekt ist
Verlag Tinte & Feder, 2020, 283 Seiten
Taschenbuch und E-Book

Altonale-Lesebühne morgen in der Motte!

 

Auch 2018 ist die Textfabrique51 mit der altonale Lesebühne wieder Programmpunkt im überregional bekannten Stadtteilkulturfestival altonale – diesmal an einem neuen Spielort – im Stadtteilkulturzentrum MOTTE in der Eulenstraße in HH-Ottensen!

Zum achten Mal organisiert und moderiert  das Literaturnetzwerk Textfabrique 51 die altonale Lesebühne

12 Autorinnen und Autoren präsentieren in diesem Jahr Kurzgeschichten, Romanauszüge, Gedichte, lyrische Prosa und Rhythmisches:

Susanne Bienwald (Mitglied der DAP), Jörgen Bracker, Monika Buttler, Thorsten Dörp, Hasune El-Choly, Klaus D. Gutsche, Franziska Herrmann, Tilla Lingenberg, Birgit Rabisch, Andreas Schmeling, Jochen Stüsser-Simpson (mit Ulrike Geschwendtner) und Marion Venhaus (die komplette Leseliste im Download unten)

Es moderieren Ellen Balsewitsch-Oldach und Dirk-UWe Becker

Eine Anmeldung für Gäste ist noch möglich unter elbaol@gmx.de.

Zeit & Ort: Do, 14. Juni, 19.30 Uhr, Neuer Ort: MOTTE, Eulenstr. 43 (HH-Ottensen),

Eintritt Abendkasse: Zahle, so viel du willst!

Ausstellung DIE NEUEN in der GEDOK

Einladungskarte
Einladungskarte

von Maren Schönfeld

Kaum bin ich in die GEDOK Hamburg, Literatursparte, eingetreten und sehr freundlich und offen aufgenommen worden, schon findet eine Ausstellung mit tollen Veranstaltungen statt!

Am Dienstag, 12.01., um 19 Uhr ist die VERNISSAGE. DIE NEUEN sind Silke Decker, Desiree Leiprecht, Ele Runge, Rufina Schröter, Gundula Thors, Astrid Vehstedt, Anja Weyer, Charlotte Wippermann und ich. Sabine Rheinhold wird die Begrüßung vornehmen und Katharina Holstein-Sturm in die Ausstellung einführen. Außerdem werden zu diesem Termin die Jahresgaben 2016 von Heidemaria Thiele vorgestellt.

ZUKUNFT BRAUCHT ERINNERUNG: Mit diesem KONZERT von jüdischen Musikschaffenden aus drei Jahrhunderten geht es am Samstag, 30. Januar; um 18 Uhr weiter. Corinna Meyer-Esche (Mezzosopran), Ewelina Nowicka (Violine), Jennifer Hymer (Klavier), Hans-Jörg Frey (Schauspieler) sowie Jürgen und Helga Bertram (Autoren) bestreiten den Abend, Sabine Rheinhold moderiert.

Kinder sind dabei, wenn am Sonntag, 31. Januar; um 12 Uhr zur MATINEE ZwischenSpiel geladen wird: Kinder musizieren, nämlich Klara Khomskii (Klavier), Marin Khomskii (Violine) und Edvard Rundberg (Klavier).

Aus der Anthologie „Das Mädchen mit dem roten Koffer und andere unglaubliche Geschichten“, illustriert von Tita do Rego Silva, gibt es am Freitag, 12. Januar, um 19 Uhr eine LESUNG mit Láslò Kova und Ellen Sell. Musik: Shin Yin Ling (Querflöte), Hanna Malzahn moderiert.

Letztlich erwartet uns am Mittwoch, 24. Februar, um 19 Uhr die FINISSAGE MIT LESUNG, bei der wir neu zur GEDOK gestoßenen Autorinnen Desiree Leiprecht, Gundula Thors, Astrid Vehstedt und ich aus unseren Texten lesen, uns und unsere Bücher vorstellen.

Und zwischen all diesen Terminen können Sie sich die Ausstellung ansehen. Die GEDOK hat dienstags bis freitags von 13 bis 18 Uhr und samstags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Dann werden Sie in der Ausstellung eine der Künstlerinnen treffen.

In guter Erinnerung: Fußballsiege in Brasilien

Von Johanna R. Wöhlke

Hans-Dieter und Monika Landsky bei einer Feier der "Die Auswärtige Presse e.V." in Hamburg
Hans-Dieter und Monika Landsky bei einer Feier der „Die Auswärtige Presse e.V.“ in Hamburg

Für Hans-Dieter Landsky war dieser Fußballsommer ein Sommer mit mehr als dem Gefühl, dass die deutsche Mannschaft in Brasilien den Weltmeistertitel gewonnen hat. Die Erinnerungen trugen ihn zurück in das Jahr 1957. Da hat der 77 Jahre alte Hamburger aus Hamburg Winterhude nämlich „seine“ Fußballmeisterschaft in Brasilien gewonnen – jung und voller Schwung, gewann er mit der Mannschaft von Lagoa, einem Stadtviertel von Rio, die brasilianische Strandfußballmeisterschaft. Dass dies ein Lebensereignis und unvergesslich ist, versteht sich von selbst. Es mag zwar 50 Jahre her sein, aber die Erinnerung an diese Zeiten in Brasilien haben sein Leben geprägt und begleiten ihn seither. Nach acht Jahren verließ Landsky Brasilien wieder und kam zurück nach „In guter Erinnerung: Fußballsiege in Brasilien“ weiterlesen

Ruth Geede wird heute 98 Jahre alt

Von Johanna Renate Wöhlke

Ruth Geede
Ruth Geede

Was vor einem Jahr galt und von Uta Buhr in ihrer Hommage an Ruth Geede – die älteste noch arbeitende Journalistin der Welt –  so wunderbar geschrieben worden ist, das gilt auch heute noch: Wir alle gratulieren Dir, liebe Ruth, zu Deinem 98. Geburtstag am heutigen 13. Februar 2014! Es war eine Freude, Dich heute Nachmittag im Kreise Deiner vielen Gäste so fröhlich und präsent zu erleben. Wir alle wünschen noch viel Schaffenskraft, Energie, Phantasie und Freude bei der Arbeit.

Von Uta Buhr

Siebenundneunzig und kein bisschen leise: Eine Hommage an Ruth Geede, die große Dame des Journalismus

Die Auswärtige Presse e.V. ist stolz auf ihr Ehrenmitglied Ruth Geede. Zu ihrem 97.  Geburtstag am heutigen 13. Februar verneigen wir uns vor der Grande Dame, der Autorin unzähliger Artikel und vieler Bücher, und wünschen ihr alles erdenklich Gute für die Zukunft. „Ruth Geede wird heute 98 Jahre alt“ weiterlesen

Ruth Geede in der „Welt am Sonntag“

Von Johanna R. Wöhlke

Ruth Geede im Interview mit Norbert Vojta

Wir freuen uns über ein großes Interview, das am 26. Mai 2013 in der „Welt am Sonntag“ über unser Ehrenmitglied Ruth Geede erschienen ist! Liebe Ruth, wir alle wünschen Dir von Herzen noch weiterhin so viel Schaffenskraft und Freude an der Arbeit, die Dich durch Dein Leben trägt!

Hier das gesamte Interview

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Musik(T)Räume – Ein Projekt auf Erfolgskurs

Von Johanna Renate Wöhlke

Unser Mitglied Hartmuth Seitz – engagiert für Kultur im Ehrenamt – weitere Schirmherrin nun Ursula von der Leyen

Bei der ersten Pressekonferenz mit Schirmherr, Veranstaltern und Künstern: ( von links) Wolfgang Haack, Massoud Godemann, Professor Hermann Rauhe, Emanuel Jahreis und Hartmuth Seitz

Vor wenigen Monaten startete er Dank der Unterstützung von Prof. Hermann Rauhe, des ehemaligen Präsidenten der Hamburger Hochschule für Musik und Theater und jetzt ihr Ehrenpräsident, in Niedersachsen das Hermann-Rauhe-Festival unter dem Titel „Musik(T)Räume“. Hermann Rauhe, in Wanna geboren und fast schon eine Kultfigur vor Ort, fungierte quasi als „Patenonkel“ und Mentor für dieses Projekt, Kultur in der Region und vor Ort zu etablieren.

Als Schirmherrn gewann Hartmuth Seitz mit seinem Team zusätzlich David McAllister, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen,„der sich uns durch mehrere vorangegangene Aktionen weiterhin verbunden fühlt und seine Schirmherrschaft für 2013 erneuerte“, so Hartmuth Seitz. „Musik(T)Räume – Ein Projekt auf Erfolgskurs“ weiterlesen

Der große Bogen zum Monotheismus

Das Buch „Der Herrscher zweier Horizonte“ von DAP- Mitglied Hans- Peter Kurr

Von Dr. Wolf Tekook

Wenn man über Personen der Geschichte wenig oder nichts weiß, so mag dies die Fantasie beflügeln: Was wäre, wenn… ? Eine solche Gestalt ist Setepen-re, die sechste Tochter von Nofretete und Ech-n-aton. Ihr Vater, als Amenophis IV. der neunte Pharao des ägyptischen Neuen Reiches, ist als religiöser Reformator in die Geschichte eingegangen; er führte Aton (die Abendgestalt des Sonnengottes Re) als einzigen Gott in den Götterglauben Ägyptens ein, wenngleich er die alten Götter nicht vollkommen ignorierte. Über Setepen-re wissen die Historiker nur wenig; die meisten Quellen lassen vermuten, dass sie im späten Kindesalter verstorben ist.

Aus dieser Ausgangssituation hat Hans- Peter Kurr eine Erzählung geschaffen, die das alte Ägypten plastisch wiederauferstehen lässt. Zugute kamen ihm dabei sicher seine Studien der Ägyptologie, bevor er sich der Schauspielerei und der Regie zuwandte. In Der Herrscher zweier Horizonte darf Setepen-re weiterleben, wird vom pharaonischen Vater zur weissagenden Priesterin bestimmt, die Erstaunliches vorhersieht. So darf sie in der Geschichte dem Hebräer Moses den Auszug aus Ägypten erlauben und die 10 Plagen, die nach der Verfolgung Moses über das Land fallen, vorhersagen. „Der große Bogen zum Monotheismus“ weiterlesen

Der Herrscher zweier Horizonte

Hans-Peter Kurrs Buch „Der Herrscher der zwei Horizonte“, bisher vom Leipziger MDG-Verlag betreut, wurde vom Aachener Verlag Shaker-media übernommen und ist nun unter der ISB-Nummer 978 – 3 – 86858 – 581 – O im Handel erhältlich.
Die Schrift erzählt das Leben der sechsten Tochter der Nofretete und des aegyptischen Pharaos der 18. Dynastie ,Ech – n aton. „Der Herrscher zweier Horizonte“ weiterlesen