Konrad Singer liest aus „Salomon ruft“ im Lit-Zentrum

Sonntag, 2.6.2019 – zur Teatime 17 Uhr – Literaturhaus Hamburg
Konrad Singer, Foto privat

Konrad Singer war in der Buchbranche bekannt als „Handlungsreisender“ in Sachen Literatur. Jetzt hat er sein erstes Buch veröffentlicht: Salomon ruft. Es handelt von sechs Schülern in den bewegten 60er Jahren, die von der 68er Revolte nachhaltig geprägt wurden. Alle blieben wach, fragen nach der Wahrheit und engagieren sich bis heute. Konrad Singer erzählt von Widerstandsgeschichten, die sich von 1938 bis in die Gegenwart erstrecken.

Konrad Singer, Hamburg. Drei Jahrzehnte arbeitete er als freier Verlagsvertreter für unabhängige Verlage. Er schreibt Lyrik und Prosa.

Datum:  Sonntag, 2.6.2019  Zeit: 17.00 Uhr
Eintritt: € 7,-/ 5,-
Ort:   Literaturhaus Hamburg

Wir empfehlen, Karten zu reservieren unter Telefon: 040/2279203 und 040-20769037, Fax: 040/2291501 oder E-mail: lit@lit-hamburg.de  
Internet: www.lit-hamburg.de www.facebook.com/LiteraturzentrumHamburg

Die Arbeit des Literaturzentrums wird gefördert von der Behörde für Kultur und Medien und der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg.

„Christina von Schweden: Ich fürchte mich nicht – Leben und Lieben einer Unbeugsamen“

Lesung mit Charlotte Ueckert

Christina von Schweden (1626-1689), die Tochter Gustav Adolfs, war 10 Jahre Königin, lebte 30 Jahre in Rom und dazwischen insgesamt 4 Jahre in Hamburg, immer bemüht um die ihr vertraglich zugesicherten schwedischen Finanzen. Sie war maßgeblich daran beteiligt, dass der Westfälische Friede 1648 den 30-jährigen Krieg beendete. Nach ihrer Abdankung konvertierte sie zum Katholizismus, führte ein rastloses Leben auf Reisen durch Europa, versuchte Papstwahlen zu beeinflussen und bewarb sich sogar um neue Königsämter. Dabei brachte ihr ein befohlener Mord die Ächtung der europäischen Königshäuser ein. Alles saß sie eigensinnig aus. Berühmt wurde sie als Kunstmäzenin.
Dieses farbige Leben einer Frau, die „keines Mannes Acker“ sein wollte, stellt Charlotte Ueckert in ihrem Buch dar.

Kurzprosa und Gedichte

Außerdem wird Charlotte Ueckert Kurzprosa und Gedichte vortragen aus ihren Büchern Nach Italien und Die Fremde aus Deutschland.

Charlotte Ueckert studierte Literaturwissenschaft, Psychologie und Kunstgeschichte, war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hamburg in den Bereichen Exil- und Nachkriegsliteratur, freiberufliche Lektorin und Dozentin und ist jetzt freie Autorin. Sie lebt in Hamburg und veröffentlichte mehrere Lyrikbände, Reiseessays und Biografien, u. a. Paula Modersohn-Becker, Rowohlt 2007.

Im Pop-Verlag erschienen Erzählungen, wie Nach Italien, 2012, auch Gedichtbände, wie Einstimmen, 2015, oder Die Fremde aus Deutschland, 2017, und ein neuer Band 2019. Ihre Gedichte sind ins Persische, Polnische, Rumänische und Spanische übersetzt worden.

Sie ist u. a. Mitglied beim PEN-Zentrum Deutschland und Ehrenmitglied in der Europäischen Autorenvereinigung Die Kogge.

Montag, 27. Mai 2019, 19.30 Uhr, Handwerkskammer Hamburg, Bauhüttensaal (Raum 204), Holstenwall 12, 20355 Hamburg

Eintritt 6 €, Mitglieder der Hamburger Autorenvereinigung frei.
Für diese Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich, Karten nur an der Abendkasse.

Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien.

Website der Hamburger Autorenvereinigung: www.hh-av.de

Aktuelle Literaturkurse

Lektoratswerkstatt: Eigene Texte verbessern
Maren Schönfeld Foto: privat

Egal, ob Sie ein Gedicht, eine Kurzgeschichte oder einen Roman schreiben – es kommt immer auf den treffenden Ausdruck, das richtige Bild und die passende Metapher an. Wenngleich Sie für andere Fehler aufspüren, sehen Sie vielleicht bei Ihrem eigenen Text den Wald vor lauter Bäumen nicht. Alle Teilnehmenden in diesem Kurs sind Schreibende und Publikum zugleich. Sie profitieren von der Erörterung Ihres eigenen Textes und von dem Einblick in die Arbeit der anderen. In freundlicher und sachbezogener Diskussion reflektieren wir die Texte. Sie erleben, wie Ihr Text verstanden wird und was er in den Zuhörern auslöst. Kommt das, was Sie gemeint haben, auch beim Publikum an? Sie lernen Möglichkeiten der Bearbeitung von Texten kennen.
Jede/r TeilnehmerIn bringt eigene Texte mit. Etwa zwei Wochen vor Kursbeginn werden Sie von der Dozentin darüber informiert, welchen Umfang Ihre Texte haben dürfen. Es können in sich abgeschlossene Geschichten, Teile größerer Texte wie z. B. Romane oder auch Gedichte mitgebracht werden.
Der Kurs richtet sich an Schreibende, die bereits Texte verfasst haben, diese einer Gruppe von Gleichgesinnten vorstellen möchten und Bearbeitungsmöglichkeiten kennen lernen möchten.

Termine:
Samstag, 22. Juni 2019, 10:30 bis 16 Uhr, VHS West (Othmarschen)
Kursnummer: J10570WWW15
Samstag, 26. Oktober 2019, 9:30 bis 17 Uhr, VHS-Haus Wallstr. 17, 21682 Stade
(Der Kurs ist ca. ab August buchbar, www.vhs-stade.de)

Auf den Spuren von Walter Kempowski – mit Fahrt nach Nartum
Hildegard Kempowski
Foto: Maren Schönfeld

Walter Kempowski war einer der wichtigsten Schriftsteller der Nachkriegszeit. 2019 wäre er 90 Jahre alt geworden. Mit seiner „Chronik des deutschen Bürgertums“, zu der auch der Roman „Tadellöser & Wolff“ gehört, schuf er ein einzigartiges gesellschaftliches Bild einer bürgerlichen Familie. Das „Echolot“, eine Collage aus Zeitzeugendokumenten, ist eine unvergleichliche, spannende und erschütternde Dokumentation verschiedener Zeitspannen des Zweiten  Weltkriegs. Die „Chronik des deutschen Bürgertums“ wurde vom Altonaer Theater 2018 in zwei Stücken auf die Bühne gebracht.
Seine eigenen Tagebuchaufzeichnungen und seine Romankonzepte sind für Leser und auch für Autoren interessant.

Wir treffen uns an zwei Vormittagen in der Volkshochschule, um uns auf Leben und Werk Walter Kempowskis einzustimmen. An einem Tag geht es um die „Chronik“ und das „Echolot“, am zweiten um die weiteren Romane und den Bezug zu seinen Tagebüchern. Am dritten Termin fahren wir mit unseren PKWs (Absprache der Fahrgemeinschaften an den vorhergehenden Terminen) nach Nartum, wo wir im Wohnhaus Walter Kempowskis dessen Witwe Hildegard treffen. Wir hören eine Lesung aus dem Werk und können das von Walter Kempowski geplante Haus und den Park besichtigen. Frau Kempowski steht uns für Fragen zur Verfügung. Kosten: Beteiligung an der Fahrgemeinschaft mit dem PKW oder am Zugticket/Taxifahrt.
Für Lesung und Besichtigung in Nartum 25 Euro – bitte passend – dabei haben!

Termine:
Mittwoch, 28.08. und 04.09.2019, 10:00 bis 12:15 Uhr VHS West (Othmarschen)
Mittwoch, 11.09.2019, 10:00 bis ca. 16:00 Uhr Exkursion nach Nartum
Kursnummer: 0510WWW11

Die Waffen nieder!
Ein Abend für Bertha von Suttner
Susanne Bienwald

Bertha von Suttners Appell, die Waffen schweigen zu lassen, fand lange Zeit großes Gehör in Europa und in Amerika. Ihr Buch, „Die Waffen nieder!“ war das meistgelesene Werk des 19. Jahrhunderts. Ihre Bemühungen um Frieden und Abrüstung und ihre Vorschläge zu einer die nationalen Grenzen überschreitenden Friedensvereinigung wurden 1905 mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt.
Ein moderner Krieg sei von keiner Seite zu gewinnen, so warnte sie. Doch als sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Staaten Europas in eine Aufrüstungsspirale treiben ließen, wurden Bertha von Suttners Ideen als Ausdruck weiblicher Exaltiertheit verhöhnt. Ein nationalistisch verhetztes Europa bereitete sich auf den Krieg vor. In Zeitläufen, in denen Pazifismus zu einem Schimpfwort wurde, Pazifisten als Vaterlandsverräter galten, verloren sich die Spuren dieser mutigen und kämpferischen Frau.
Und dennoch: Wenn heute das Haager Schiedsgericht angerufen wird, wenn die Genfer Konvention zwischenstaatliche Konflikte zu lösen versucht, so basieren diese Institutionen auf Einrichtungen, zu denen Bertha von Suttner einst den Grundstein legte.
An diesem Abend stellt die Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin Susanne Bienwald Bertha von Suttners Persönlichkeit, ihre Biografie und ihre Friedensbotschaft vor. Die Lyrikerin Maren Schönfeld, Organisatorin von musikalisch-literarischen Veranstaltungen zur Friedensdekade, rezitiert ihre zeitgenössischen Gedichte zum Thema Krieg und Frieden.

Termine:
Montag, 2. September 2019, 18 bis 21 Uhr, VHS West (Othmarschen)
Kursnummer: J20500WWW01
Donnerstag, 24. Oktober 2019, 19 Uhr, VHS Buxtehude (noch nicht buchbar)

„Hamburg – Königin des Nordens“

Foto: Hans Krech

Hans Krech liest seine Loblieder auf die Hansestadt
Donnerstag, 9. Mai 2019, 20.15 Uhr
Mathilde-Bar Ottensen
Kleine Rainstraße 11, 22765 Hamburg

Hans Krech ist Sicherheitsexperte im Berufsalltag, aber Dichter in den Pausen. Seine Sicht auf die Hansestadt ist erheiternd, realistisch, überraschend und offenbart das Friedfertige eines revolutionären Visionärs und Soldaten – das Einträchtige, das die Stadt in einem auslösen kann.

Der Autor wurde 1956 in Halle / Saale geboren. Er studierte Geschichte, wurde 1984 zum Dr. phil. promoviert. Er war Bürgerrechtler, Fußballer und Autor. Mit der Wende siedelte er nach Hamburg über, wo er lebt und arbeitet; als Sachbuchautor, Journalist, Herausgeber zweier Sachbuchreihen, als Hauptmann d. R., als Leiter von Lehrveranstaltungen an der Führungsakademie der Bundeswehr und – als Dichter.

Eintritt 12 €, Gäste der Hamburger Autorenvereinigung 9 €, Mitglieder frei.
Für die Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich.
Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien.

www.hh-av.de

Umkämpfte Zone – Mein Bruder, der Osten und der Hass

Ines Geipel liest im LIT-Zentrum Hamburg

Woher kommt die große Wut im Osten? Ines Geipel sucht Antworten auf das Warum der Radikalisierung, ohne die aktuell bestimmende Opfererzählung nach 1989 zu bedienen. Unser Land habe sich seit 2015 stark verändert, schreibt sie, über allem steht jetzt die Frage: Verlieren wir den Osten? In ihrem neuen Buch erzählt sie von den Schweigegeboten nach der NS-Zeit, der verfälschenden Deutung historischer Ereignisse in der DDR und den politischen Umschreibungen nach der deutschen Einheit.  Anhand der eigenen Familiengeschichte erzählt sie von Verdrängung und Verleugnung, die die Gesellschaft bis ins Private hinein prägt. Dabei verknüpft sie die politische Geschichte mit ihrer eigenen.

Ines Geipel, geboren 1960, ist Schriftstellerin und Professorin für Verskunst an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin floh 1989 nach ihrem Germanistik-Studium in Jena nach Westdeutschland und studierte in Darmstadt Philosophie und Soziologie. Sie lebt in Berlin und hat vielfach zu Themen der Geschichte des Ostens publiziert.

Datum:   Donnerstag, 9.5.2019
Zeit:        19.30 Uhr
Eintritt:  € 7,-/ 5,-
Ort:         Literaturhaus, Schwanenwik 38
Karten unter 040.227 92 03 oder lit@lit-hamburg.de

Interkulturelle Begegnungen im LIT: Lina Atfah

Foto: Osman Yusufi

Zweisprachige Lesung
Lina Atfah liest aus Das Buch von der fehlenden Ankunft (Pendragon Verlag)
Gedichte Arabisch-Deutsch 
übersetzt u.a. von Mahmood Hassanein, Osman Atfah, Suleman Taufiq, Jan Wagner

Bereits mit 17 geriet Lina Atfah in Konflikt mit dem syrischen Regime. Von einer Aktivistin, sagt sie, sei sie zu einer geworden, die wegläuft und schließlich zu einem Flüchtling. „ … wir können nicht zurückkehren und schauen nicht zurück, aber wir tragen die Narben des Abschieds …“    „Lina findet Worte für die, die sie verloren haben. Sie sucht nach einer Sprache inmitten der Sprachlosigkeit. Sie macht für mich greifbar, was in seiner ganzen Grausamkeit zur Abstraktion verkommen ist. Sie erzählt Geschichten aus ihrer Welt, die zum Abschuss verkommen ist.“ (Nino Haratischwili)

Buchcover

„ Was ihr und vielen anderen widerfahren ist, wandelt sie um in Poesie, der man sich nicht entziehen kann. Im ‚Buch von der fehlenden Ankunft‘lässt die junge Lyrikerin auch das bereits Verlorene wieder auferstehen.“(Bremer Radio)

Moderation:  Alexander Häusser
Lesung der deutschen Texte: Patricia Paweletz

Radka Denemarková liest aus Ein Beitrag zur Geschichte der Freude (Hoffmann und Campe)

Aus dem Tschechischen von Eva Profousová

Wer die Autorin kennt, ahnt, dass der Titel kein freudiges Buch verspricht. Zwar geht es darin um Sex, aber Sex ist hier vor allem Gewalt.  Ein Toter wird in einer Villa gefunden. Man vermutet einen Mord, findet aber ein Versteck, in dem unzählige Ordner mit den Geschichten drangsalierter und ermordeter Frauen lagern.   Drei Frauen hüten das Archiv. Denemarková verwebt in ihrem Buch Elemente eines Krimis, Fakt und Fiktion zu einem erschütternden Panorama der Gewalt gegen Frauen.

Moderieren wird JANA HALAMICKOVA


Radka Denemarková
, geb. 1968, arbeitete als Dramaturgin, Drehbuchautorin, Essayistin und Übersetzerin (u.a. von Herta Müller). Sie ist als einzige Autorin dreifache Preisträgerin des wichtigsten tschechischen Literaturpreises Magnesia Litera. Ihre Werke wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt.

Datum:  Mittwoch, 10.4.19
Zeit:       19.30 Uhr     Eintritt: € 7,-/ 5,-
Ort:        Literaturhaus
Karten unter 040.227 92 03 oder lit@lit-hamburg.de

Uwe Friesel liest aus „Irgendwie ging alles sehr schnell“

Buchcover

Uwe Friesels Notate aus dreißig Jahren Schriftstellerleben entfachen alle Facetten der Neugier auf seine Zeit in Italien, Schweden und seinen Aufenthalt im bewegten Wendland. Alle Etappen spiegeln seine völlig verschiedenen Stimmungen und Situationen und lassen uns teilhaben an persönlichen Erlebnissen, Erfahrungen und politischen Ereignissen. Halbe Jahre hat er seit 1982 in dem kleinen Bergnest Olevano gewohnt, jener grauen Raupe aus Stein, die jäh aus uralten Zyklopenmauern emporwächst und wo die Menschen schon seit der Römerzeit Oliven und Wein anbauen.  Später lebte er im Wendland Und von 1996 – 2010 in Stockholm. Jetzt in Salzwedel (Sachsen-Anhalt). Doch irgendwie ging alles sehr schnell. Zu schnell. Trotz der Zeitlosigkeit an so verschiedenen Orten.

(Text: lit-Zentrum Hamburg)

Autorenfoto: Marti Corn, Texas

Uwe Friesel schreibt Romane, Erzählungen, Gedichte und Hörspiele. Zahlreiche Veröffentlichungen, Preise und Stipendien. Außerdem hat er u.a. Werke von Nabokov und Updike ins Deutsche übersetzt und Volpone von Ben Johnson.

Datum:  Donnerstag, 4.4.19         Zeit:       19.30 Uhr     Eintritt: € 7,-/ 5,-
Ort:       Literaturhaus
Karten unter 040.227 92 03 oder lit@lit-hamburg.de

Eine Veranstaltung des https://www.lit-hamburg.de/

Uwe Friesel: Irgendwie ging alles sehr schnell, Verlag Expeditonen, Hamburg 2019
http://verlag-expeditionen.com/books/irgendwie_ging_alles_sehr_schnell.html