Interkulturelle Begegnungen im LIT: Lina Atfah

Foto: Osman Yusufi

Zweisprachige Lesung
Lina Atfah liest aus Das Buch von der fehlenden Ankunft (Pendragon Verlag)
Gedichte Arabisch-Deutsch 
übersetzt u.a. von Mahmood Hassanein, Osman Atfah, Suleman Taufiq, Jan Wagner

Bereits mit 17 geriet Lina Atfah in Konflikt mit dem syrischen Regime. Von einer Aktivistin, sagt sie, sei sie zu einer geworden, die wegläuft und schließlich zu einem Flüchtling. „ … wir können nicht zurückkehren und schauen nicht zurück, aber wir tragen die Narben des Abschieds …“    „Lina findet Worte für die, die sie verloren haben. Sie sucht nach einer Sprache inmitten der Sprachlosigkeit. Sie macht für mich greifbar, was in seiner ganzen Grausamkeit zur Abstraktion verkommen ist. Sie erzählt Geschichten aus ihrer Welt, die zum Abschuss verkommen ist.“ (Nino Haratischwili)

Buchcover

„ Was ihr und vielen anderen widerfahren ist, wandelt sie um in Poesie, der man sich nicht entziehen kann. Im ‚Buch von der fehlenden Ankunft‘lässt die junge Lyrikerin auch das bereits Verlorene wieder auferstehen.“(Bremer Radio)

Moderation:  Alexander Häusser
Lesung der deutschen Texte: Patricia Paweletz

Radka Denemarková liest aus Ein Beitrag zur Geschichte der Freude (Hoffmann und Campe)

Aus dem Tschechischen von Eva Profousová

Wer die Autorin kennt, ahnt, dass der Titel kein freudiges Buch verspricht. Zwar geht es darin um Sex, aber Sex ist hier vor allem Gewalt.  Ein Toter wird in einer Villa gefunden. Man vermutet einen Mord, findet aber ein Versteck, in dem unzählige Ordner mit den Geschichten drangsalierter und ermordeter Frauen lagern.   Drei Frauen hüten das Archiv. Denemarková verwebt in ihrem Buch Elemente eines Krimis, Fakt und Fiktion zu einem erschütternden Panorama der Gewalt gegen Frauen.

Moderieren wird JANA HALAMICKOVA


Radka Denemarková
, geb. 1968, arbeitete als Dramaturgin, Drehbuchautorin, Essayistin und Übersetzerin (u.a. von Herta Müller). Sie ist als einzige Autorin dreifache Preisträgerin des wichtigsten tschechischen Literaturpreises Magnesia Litera. Ihre Werke wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt.

Datum:  Mittwoch, 10.4.19
Zeit:       19.30 Uhr     Eintritt: € 7,-/ 5,-
Ort:        Literaturhaus
Karten unter 040.227 92 03 oder lit@lit-hamburg.de

Uwe Friesel liest aus „Irgendwie ging alles sehr schnell“

Buchcover

Uwe Friesels Notate aus dreißig Jahren Schriftstellerleben entfachen alle Facetten der Neugier auf seine Zeit in Italien, Schweden und seinen Aufenthalt im bewegten Wendland. Alle Etappen spiegeln seine völlig verschiedenen Stimmungen und Situationen und lassen uns teilhaben an persönlichen Erlebnissen, Erfahrungen und politischen Ereignissen. Halbe Jahre hat er seit 1982 in dem kleinen Bergnest Olevano gewohnt, jener grauen Raupe aus Stein, die jäh aus uralten Zyklopenmauern emporwächst und wo die Menschen schon seit der Römerzeit Oliven und Wein anbauen.  Später lebte er im Wendland Und von 1996 – 2010 in Stockholm. Jetzt in Salzwedel (Sachsen-Anhalt). Doch irgendwie ging alles sehr schnell. Zu schnell. Trotz der Zeitlosigkeit an so verschiedenen Orten.

(Text: lit-Zentrum Hamburg)

Autorenfoto: Marti Corn, Texas

Uwe Friesel schreibt Romane, Erzählungen, Gedichte und Hörspiele. Zahlreiche Veröffentlichungen, Preise und Stipendien. Außerdem hat er u.a. Werke von Nabokov und Updike ins Deutsche übersetzt und Volpone von Ben Johnson.

Datum:  Donnerstag, 4.4.19         Zeit:       19.30 Uhr     Eintritt: € 7,-/ 5,-
Ort:       Literaturhaus
Karten unter 040.227 92 03 oder lit@lit-hamburg.de

Eine Veranstaltung des https://www.lit-hamburg.de/

Uwe Friesel: Irgendwie ging alles sehr schnell, Verlag Expeditonen, Hamburg 2019
http://verlag-expeditionen.com/books/irgendwie_ging_alles_sehr_schnell.html