Eine Frage des Geschmacks

erschienen im Hamburger Abendblatt am 18.April 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Kochen ist auf allen Sendern in. Es scheint: Alle Welt kocht und hat nichts anderes im Sinn als zu kochen! Das ist gut so. Gutes Essen ist eine wahre Freude, ein wahres Vergnügen, eine wahre Lust. Es ist nur so, wenn ich das am Rande und unmaßgeblich bemerken darf: Es sollte auch schmecken! Das ist meine gedankliche Kurve zu unseren Lieblingsgerichten!

Ja, die Lieblingsgerichte, wir kommen nicht von ihnen los. Sie begleiten uns ein Leben lang und sind im wahrsten Sinne des Wortes unverzichtbar. Die herrschende Meinung dazu ist, dass unser Geschmackssinn in der Jugend geprägt wird. Wir nehmen ihn mit ins Leben und können uns nicht mehr von ihm trennen, also auch nicht von unseren Lieblingsgerichten aus dieser Zeit. Continue reading „Eine Frage des Geschmacks“

Draußen vor des Friedens Tür. Ein posthumes Interview

Von Hans-Peter Kurr

ein fiktives, weil posthumes Interview
( I. = Interviewer, L. = Wolfgang Liebeneiner, Regisseur der Uraufführung des Heimkehrer-Stückes „Draussen vor der Tür“ des Hamburgers Wolfgang Borchert 1947 an Ida Ehres Hamburger Kammerspielen, QU. = Hans Quest,
Darsteller des Kriegsheimkehrers Beckmann )

I. :
Beckmann kehrt mit Beinverletzung und Gasmaskenbrille aus dem Krieg heim. Von seiner Frau verlassen beschliesst er, seinem Leben ein Ende zu bereiten und stürzt sich in die Elbe. Doch der Fluß will ihn nicht und spült ihn wieder zurück an Land. Am Ufer bringt den gescheiterten Selbstmörder „Der Andere“ wieder zu Bewusstsein. Dieser Andere taucht immer dann in des Heimkehrers Leben auf, wenn jener sich verlassen und lebensunfähig fühlt. Der Andere ermutigt ihn stets, es noch einmal im Leben zu versuchen.
Wolfgang Liebeneiner, wir schreiben den 20. November 1947, morgen wird Ihre Inszenierung der Uraufführung dieses wichtigen Borchert-Stückes an Ida Ehres Kammerspielen im zerstörten Hamburg Premiere haben. Warum hier? Continue reading „Draußen vor des Friedens Tür. Ein posthumes Interview“

Ein überschwänglicher Frühlingsgruß der Natur

Eine Kollegin schickte mir einen Frühlingsgruß aus ihrem Garten in der Nähe von Cuxhaven und ich dachte, diese Frühlingspracht sollte ich Ihnen allen in dieser vorösterlichen Zeit nicht vorenthalten!

Mit herzlichen Grüßen an alle Kolleginnen und Kollegen!

Johanna Renate Wöhlke

Präsidentin

Frühlingspracht! von Dr. Anke Meuther

„Scheich von Saarabien“

Von Dr. Manuel Ruoff

Schwerindustrieller und Bismarckunterstützer im deutschen Westen

Der vor 175 Jahren, am 30. März 1836, in Saarbrücken geborene Freiherr Carl Ferdinand von Stumm-Hal­berg soll von Otto von Bismarck als „König Stumm“ und von Friedrich Naumann als „Scheich von Saarabien“ bezeichnet worden sein. Und der Historker Otto Johannsen zählte ihn zu den „beiden größten deutschen Eisenindustriellen“. Sein Vater, Carl Friedrich Stumm, hatte keinen anderen Ausweg als den Freitod gesehen, nachdem er verzweifelt um die Existenz seines Neunkirchner Hüttenwerkes gekämpft hatte. In der Ära des Sohnes hingegen stieg das Familienunternehmen zum führenden Werk der saarländischen Schwerindustrie auf, zu einem der Marktführer der eisenschaffenden Industrie. Der „Scheich von Saarabien“ konnte es sich leisten, sich auf dem Saarbrücker Halberg von Edwin Oppler ein neugotisches Schloss errichten zu lassen. Im Dreikaiserjahr 1888 erhielt er den Adelsbrief mit Ernennung zum Freiherrn von Stumm und drei Jahre später die Genehmigung zum Tragen des Doppelnamens von Stumm-Hal­berg. Continue reading „„Scheich von Saarabien““

Die Vögel zwitschern wieder!

erschienen im Hamburger Abendblatt am 14. April 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Es ist die Zeit der Vögel, scheint es mir. Wenn es zu Weihnachten hieß: Allüberall auf den Tannenspitzen sah ich goldene Lichtlein blitzen, dann müsste es nun heißen: Allüberall auf den Tannenspitzen sah ich zwitschernde Vögel sitzen – und wie sie zwitschern. Sie zwitschern nicht nur, sie machen auch andere Dinge und sind sogar schon mit der Brutpflege beschäftigt. Einen Sommer lang sind sie mit der Brutpflege beschäftigt und dann, endlich, fliegen sie aus, die groß gewordenen Kleinen. Continue reading „Die Vögel zwitschern wieder!“

Franz-Josef Wuermeling – Lobbyist der Kinderreichen

Von Dr. Manuel Ruoff

Der erste Bundesfamilienminister gab dem »Wuermeling«  seinen Namen

Spät erst fand Franz-Josef Wuermeling zur Familienpolitik. Die Forderung nach einem stärkeren Lastenausgleich zugunsten kinderreicher Familien wurde jedoch schließlich zum Herzensanliegen des fünffachen Familienvaters. Vor 25 Jahren starb der erste Familienminister der Bundesrepublik Deutschland.

Der am 8. November 1900 in Berlin geborene Franz-Josef Wuermeling trat in die Fußstapfen seines Vaters. Wie Bernhard Wuermeling war auch der Sohn katholischer Konfession und gehörte als höherer Beamter und Parlamentarier sowohl der Exekutive als auch der Legislative an. Nach Abitur und Wehrdienst bei der Marine studierte er Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft in Münster, Hamburg und Freiburg im Breisgau. Dem Abschluss des Studiums mit der Promotion folgte 1926 die Aufnahme in das preußische Ministerium des Innern. 1931 wurde er Landesrat und Finanzdezernent der Provinzialverwaltung Kassel. Fünf Jahre nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten wurde er 1938 aus politischen Gründen zwangspensioniert. Continue reading „Franz-Josef Wuermeling – Lobbyist der Kinderreichen“

Frühstücks-Typen

erschienen im Hamburger Abendblatt am 12. April 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Wie sieht ihr Frühstück aus? Ich wette, da gibt es so viele Antworten, wie wir Leserinnen und Leser haben! Die Frage ist als sehr interessant einzustufen. Keine Angst, ich werde hier keine psychologische Abhandlung am Morgen darüber schreiben, was für besondere Neigungen Sie haben könnten, wenn sie das Ei köpfen oder es lieber im Glas oder als Rühr – und Spiegelei bevorzugen. Davon halte ich nichts. Es geht einfach nur darum, die Vielfalt menschlichen Seins auch hier zu entdecken und ein wenig darüber zu schmunzeln! Continue reading „Frühstücks-Typen“

Der Nimbus Rosa Luxemburg

Von Dr. Manuel Ruoff

Warum Rosa Luxemburgs Nimbus die Sowjetherrschaft überlebt hat

Kaum ein anderer Kommunist erfreute sich während des Kalten Krieges bei den Blockfreien und auch in der westlichen Welt einer derartigen Wertschätzung und wird auch noch nach dem Zusammenbruch der Sowjetherrschaft derart geehrt. In Josip Broz Titos Jugoslawien war ihr Todestag ein gesetzlicher Feiertag. Die westdeutsche Bundesrepublik widmete ihr eine Briefmarke. Und erst vergangenes Jahr wurde im Zossener Ortsteil Wünsdorf-Waldstadt eine Straße nach ihr benannt

Das liegt vor allem daran, dass sich Rosa Luxemburg kritisch mit dem sogenannten real existierenden Sozialismus in Sowjetrussland auseinandersetzte, am Leninismus dessen Freiheits- und Demokratiedefizit kritisierte. Berühmt und viel gelobt sind ihre Worte: „Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden.“ Weiter heißt es: „Nicht wegen des Fanatismus der ,Gerechtigkeit‘, sondern weil all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die ,Freiheit‘ zum Privilegium wird.“ Und über die Demokratie schrieb sie: „Das öffentliche Leben der Staaten mit beschränkter Freiheit ist eben deshalb so dürftig, so armselig, so schematisch, so unfruchtbar, weil es sich durch die Ausschließung der Demokratie die lebendigen Quellen allen geistigen Reichtums und Fortschritts absperrt.“ Continue reading „Der Nimbus Rosa Luxemburg“

Wann ein Arzt wirklich gut ist!

erschienen im Hamburger Abendblatt am 11. April 2011

von Johanna R. Wöhlke

Wann ist ein Arzt ein guter Arzt? Sich diese Frage zu stellen, bedeutet, sich auf glattes Eis zu begeben. Zu oft schon habe ich es erlebt, dass Patienten von ein und demselben Arzt ganz unterschiedliche Meinungen vertreten haben: einmal war er klasse, einmal war er einfach nur miserabel. Warum ist das so?

Die naheliegende Antwort ist wohl: Menschen sind Individuen und nehmen individuell wahr. Jeder von uns schaut alles – also auch einen Arzt – durch seine „Brille“ an. Wie aber ist es dann möglich, eine halbwegs objektive Einschätzung einer Person und ihrer Arbeit zu bekommen? Fragen über Fragen tun sich auf. Continue reading „Wann ein Arzt wirklich gut ist!“

Georg Bernhard Shaw und sein Theaterstück „Helden“

Von Dr. Manuel Ruoff

Der Krieg zum Film endete vor 125 Jahren

Den Literaturbeflissenen ist Georg Bernhard Shaws Thaterstück „Helden“ ein Begriff. Und die Älteren unter uns kennen die bundesdeutsche Nachkriegsverfilmung mit O. W. Fischer und Liselotte Pulver in den Hauptrollen. Die 1958 in die Kinos gekommene Literaturverfilmung passte optimal in den damaligen westdeutschen Streit um die Remilitarisierung und machte entsprechend Furore.

Als historischer Hintergrund für die Spielhandlung mit ihrer antimilitaristischen, wenn nicht sogar pazifistischen Aussage bot sich ein Krieg ohne Sieger an, dessen Sinn- und Zwecklosigkeit offenbar war. Shaw wählte den Serbisch-Bulgarischen Krieg, endete dieser doch wie das Hornberger Schießen mit dem Status quo ante. Continue reading „Georg Bernhard Shaw und sein Theaterstück „Helden““

Das Drama mit den Socken!

erschienen im Hamburger Abendblatt am 9.April 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Jetzt ist es passiert. Jetzt ist es geschehen. Ich bin verzweifelt. Ich habe alles hingeworfen. Ich habe keine Lust mehr. Aus, basta! Warum? Was würden Sie tun, wenn Ihnen schwarz vor Augen wird und Sie nichts mehr sehen – trotz allen Bemühens und trotz allen guten Willens durchzuhalten. Auch Sie sagten: Ich habe keine Lust mehr!

Mein Mann stand amüsiert davor, obwohl es eigentlich um ihn ging, um ihn und seine schwarzen Socken. Wie kann er da lachen? Nur und immer schwarze Socken, schwarz, schwarz, schwarz. Ich verweigere mich. Kaum ein Paar, das ich passend zusammenlegen kann. Immer bleiben mehrere Strümpfe übrig und suchen nach dem Strumpfpartner, ohne ihn jemals wieder zu finden. Es ist ein dauerndes Drama. Es ist eine dauernde Katastrophe. Ich will nicht mehr! Continue reading „Das Drama mit den Socken!“

Helmut Thielicke, ein erfolgreicher protestantischer Theologe

von Dr. Manuel Ruoff

Bei einer Auflistung der erfolgreichsten protestantischen Theologen Nachkriegsdeutschlands darf sein Name nicht fehlen: Helmut Thielicke. Der am 4. Dezember 1908 in Barmen geborene Wissenschaftler und Prediger mit starker Medienpräsenz wusste Hörsäle wie Kirchen zu füllen – und stellte sich gegen den Zeitgeist. Nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg wandte er sich 1947 öffentlich in einer Karfreitagspredigt gegen eine „undifferenzierte Kollektivverdammung der Deutschen“ und protestierte ge­gen Ver­bre­chen unter dem Deck­­mantel der „Entnazifizierung“. Dreieinhalb Jahrzehnte später hielt er dem Weltkirchenrat den Spiegel vor, indem er ihm vorwarf, von einem „Repräsentanten der Kirche zu einem Polit-Club mit zunehmender Hörigkeit gegenüber marxistischen Programmen“ zu werden. Continue reading „Helmut Thielicke, ein erfolgreicher protestantischer Theologe“

Phantasiereiche Nachwuchs-Produktion

Von Hans-Peter Kurr

Absolventen zeigen in Hamburg Selbsterdachtes

Mit „REPLAY – Alles ist möglich“ präsentieren die diesjährigen Absolventen der Joop van den Ende Academy in Hamburgs Speicherstadt ihr Abschlussprojekt. Das eigens für diesen Anlass geschriebene Musical wurde unter Leitung eines internationalen Kreativteam einstudiert. Das aufwendige und anspruchsvolle Abschlussprojekt ist einer vielen wichtigen Aspekte der zur Stage Entertainment gehörenden Schule und Beweis für die Qualität und den hohen künstlerischen Anspruch vornehmlich Perry Manzer Allens’ , des neuen Leiters der Nachwuchs-Ausbildungsttätte, die in der kurzen Zeit ihres Bestehens bereits einige Bühnenstars, zum Beispiel für die aktuelle Produktion von „Sister act“ , hervorgebracht hat. Continue reading „Phantasiereiche Nachwuchs-Produktion“

Anatevka-Premiere in Hamburg umjubelt

Von Hans-Peter Kurr

Wöhler singt und spielt Tevje
Hamburger Premiere am Spielbudenplatz mit „Anatevka“ umjubelt

Die deutschsprachige Theaterwelt hat einen neuen Tevje: Hamburgs Universaltalent Gustav Peter Wöhler tritt in die Fußstapfen von Ivan Rebrow und andere Gewaltigen und gleicht seine den Schuhgrössen seiner zahlreichen prominenten Vorgänger würdig an.So geschehen im mutigen St.-Pauli-Theater auf dem Kiez, direkt neben der Davidswache unter dem Jubel des erwartungsvollen Premierenpublikums.
Als dieses Drama mit Musik 1964 in New Yorks „Imperial-Theater“ uraufgeführt wurde, übertraf der Erfolg die kühnsten Erwartungen. Der Chronist sieht noch heute die Menschenschlangen, die an den Kassen beinahe Morde begingen, um ein Ticket zu ergattern und am Abend das Ensemble enthusiastisch feierten.Fast acht Jahre lang ging das am Broadway so , in über 3000 Vorstellungen. Continue reading „Anatevka-Premiere in Hamburg umjubelt“

Premiere im Hamburger Thalia-Theater: Wolfgang Borcherts Rock Konzert?

Von Hans-Peter Kurr

Notizen zur aktuellen Premiere im Hamburger Thalia-Theater

Der Rowohlt-Theaterverlag in Reinbek bei Hamburg hält die Rechte an Wolfgang Borcherts Heimkehrer-Stück „Draussen vor der Tür“….und das seit jeher.- Offenbar haben die Rowohlt-Verantwortlichen jetzt auch die Rechte für ein Rock-Konzert requiriert mit dem merkwürdigen Titel „My Darkest Star in concert : Draussen vor der Tür von Wolfgang Borchert“, das allerdings – bis auf wenige erkennbare Textstellen – mit Borcherts Original nichts mehr zu tun hat.. Die Intendanz des Hamburger Thalia-Theaters hielt es für richtig,in Anwesenheit des neuen 1. Bürgermeisters und der neuen Kultursenatorin dieses Konglomerat der Öffentlichkeit vorzustellen. Und der jugendliche Teil des Publikums goutierte dieses Angebot offenkundig wie der Jubel und das Pfeifkonzert nach der Premiere dokumentierten. Continue reading „Premiere im Hamburger Thalia-Theater: Wolfgang Borcherts Rock Konzert?“

Rotraut de Neve im Monsun-Theater

Von Hans-Peter Kurr
…..mit einer ungewöhnlichen Uraufführung

Die künstlerisch stets wagemutige Hamburger Regisseurin Rotraut de Neve zeigt am 28. und 29. April diese Jahres im Hamburger Monsun-Theater an der Friedensallee ihre Bearbeitung und Inszenierung einer „an Tschechow angelehnten“ Produktion unter dem Titel „AndersLeben – 3 Schwestern Remake“ , aus der unsere Fotos stammen und schreibt dazu:

„Ein Schwestern-Terzett, in dem sich die Darstellerinnen (Lürssen, Pehlke, Keller, Jochim) in etlichen Facetten weiblicher Umgangskunst austoben. Die teils improvisierten, teils festgelegten Szenen werden begleitet, durchbrochen und erlöst von Tangos in unterschiedlichen Anordnungen.“

Der Sieger von Tannenberg

Von Dr. Manuel Ruoff

Mit Władysław II. begann die polnisch-litauische Personalunion

Der Staat des Deutschen Ordens galt einst als unbesiegbar. Sowohl sein polnischer als auch sein litauischer Nachbar erwiesen sich ihm auf sich gestellt als unterlegen. Der schon damals in Polen starke Adel strebte deshalb ein Zusammengehen der beiden Nachbarn des Ordensstaates an. Hierzu zwang er seine Königin Hedwig, den litauischen Großfürsten Jogaila, den die Polen Jagiełło nennen, zu ehelichen, um so eine Personalunion zu begründen. Nach der Eheschließung wurde Jogaila am 4. März 1386 in Krakau als Włady­sław II. zum König gekrönt, eine polnisch-litauische Personalunion war hergestellt. Continue reading „Der Sieger von Tannenberg“

Das Leben ist nicht planbar oder: Et kütt wi et kütt…

erschienen im Hamburger Abendblatt am 7. April 2011

von Johanna R. Wöhlke

Seien wir ehrlich! Sind wir nicht immer mal wieder auf der Suche nach DEM Zufall, der unser Leben endlich mit der Riesenportion Glück und Erfolg versorgt, die wir uns erhoffen, erträumen, erwünschen? Wer ist schon frei davon? Natürlich hören wir immer wieder auf die klugen Worte weiser Menschen, die Predigten am Sonntag, die uns auf den Kern, das Wesentliche des Lebens hinweisen wollen, all das – aber eigentlich bleiben wir die Fatalisten, die sich alles Gute vom Schicksal erhoffen und auch dazu neigen, mit unserem Schicksal zu hadern, wenn es uns gerade das nicht beschert. Continue reading „Das Leben ist nicht planbar oder: Et kütt wi et kütt…“