Ho Tschi Minh nutzt das Machtvakuum

erschienen in der PAZ von Dr. Manuel Ruoff
Am Tage von Japans Kapitulation rief der Vietnamese auf Hanois Ba-Dinh-Platz die Unabhängigkeit seines Heimatlandes aus
Die Niederlage der Französischen Republik gegen das Deutsche Reich im Zweiten Weltkrieg eröffnete dem antikolonialen Widerstand in Französisch-Indochina neue Möglichkeiten. Im Mai 1941 gründeten Vietnamesen auf einem Kongress im chinesischen Grenzstädtchen Tien Tsi die „Liga für die Unabhängigkeit Vietnams“ (Vietminh). Mit ihr gelang es den vietnamesischen Kommunisten wie kaum einer anderen kommunistischen Partei, nationalgesinnte Nicht-Kommunisten zur Unterstützung zu bewegen. Nach der „Niederwerfung der japanischen Faschisten und der französischen Imperialisten“ sollte eine „Revolutionsregierung der Demokratischen Republik Vietnams“ gebildet werden. Zum Präsidenten der Vietminh wurde Ho Tschi Minh gewählt. „Ho Tschi Minh nutzt das Machtvakuum“ weiterlesen

„Hop on – hop off“ mit der AIDAdiva

von Marita Weber-Hagel

Es geht gar nicht anders: Ein Trip mit der Rostocker AIDA Flotte heißt für Rollstuhlfahrer jede Menge Wellness und Genuss – aber auch jede Menge Action, Abenteuer & Kultur.

Unterwegs mit der Aida
Unterwegs mit der Aida

Wir sind auf der Ostsee Richtung St. Petersburg unterwegs. Erster Landgang in Tallinn nach einem Tag auf See. 23. Juni, bewölkt, 19 Grad. Fast gleichzeitig wollen an die 2000 Passagiere nach dem Frühstück von Bord der AIDAdiva. In drei bis sieben Stunden den malerischen Markt in der Altstadt, das gotische Rathaus besichtigen. Von der Aussichtsplattform den Kanonenturm, die mittelalterliche Stadtmauer bestaunen. Fotos in der Neustadt, an der Parkanlage Katharinental und der Sängerwiese schießen. In Souvenirshops zwischen Bernsteinanhängern, „„Hop on – hop off“ mit der AIDAdiva“ weiterlesen

Polen verstehen

Von Joachim Frank

Unterwegs in Polen
Unterwegs in Polen

„Wohin fahrt ihr?“, fragte ein Freund ungläubig, denn tatsächlich ist Polen für viele heute immer noch ein beinahe exotisches Reiseziel. Hätte ich auf seine Frage Hawaii, Bali oder Botswana geantwortet, wäre er bestimmt weniger erstaunt gewesen. Dafür hätte seine Miene neidvolle Sehnsucht ausgedrückt und nicht mitleidige Ratlosigkeit wie jetzt. Als ich unseren Zielort Kowary nannte, fragt er: „Kommen deine Großeltern daher?“ Ich verneinte, und spätestens jetzt war eine Erklärung nötig, schließlich wären auch meine Frau und ich normalerweise nie auf die Idee gekommen, in diese polnische Kleinstadt zu reisen.

Aber unsere gute Freundin Ewa stammt aus diesem Ort, lebt allerdings schon seit Jahren mit ihrem Ehemann Göran in Schweden, wo wir unser zweites Zuhause haben. Längst sind die beiden von guten Nachbarn zu sehr guten Freunden geworden. Eines Abends saßen wir vier zusammen mit Ewas Schwester Jadwiga und deren „Polen verstehen“ weiterlesen

440.000 können nicht irren : 2015 Sziget ( Die Insel)

Von Dr. Ferenc Horvath

Kasabian spielt
Kasabian spielt

Das Sziget Festival hatte ein Rekordjahr. Nach Budapest pilgerten mehr Besucher als je zuvor. Insgesamt 441 000 „Szitizens“ (Kunstwort: Insel- Bewohner) aus 95 Ländern hatten eine Woche nonstop Spaß.

Die kürzlich erweiterte Tageskapazität auf 90.000 Besucher wurde positiv aufgenommen. Es gab drei ausverkaufte Tage – Montag- u.a. Robbie Williams, Freitag-u.a. Kasabian und Samstag- u.a. Major Lazer und Kings of Leon. Dadurch wurde ein Gesamtbesucherrekord von 441.000 aufgestellt. „440.000 können nicht irren : 2015 Sziget ( Die Insel)“ weiterlesen

Weiße Nächte im Baltikum

Dieser Artikel erschien am 30. Mai in der PAZ und am 21. Juni 2015 in der SaS
Von Uta Buhr
Wenn aus Nord- plötezlich Südländer werden – Mittsommer in Stockholm und Helsinki

Blick vom Pier auf Riddarholmskyrkan, die königliche Begräbniskirche
Blick vom Pier auf Riddarholmskyrkan, die königliche Begräbniskirche

Strahlender Sonnenschein liegt an diesem späten Junitag über der Ostsee. Langsam gleitet die „Mariella“ in den Hafen von Stockholm. Die schwedischen Passagiere an Bord der Fähre der Viking Line sind aufgeregt. Zum „Midsommar“ wollen sie alle zu Hause sein und die weißen Nächte ausgiebig feiern. Doch zuvor geht es noch auf Tour kreuz und quer durch die auf Schären, Inseln und Halbinseln gelegene Stadt. Vor dem königlichen Schloss drängen sich die Besucher. Eine japanische Lehrerin schwingt ihren roten „Weiße Nächte im Baltikum“ weiterlesen

Ein Blumenmeer symbolisiert Zusammenhalt: Schwaben und Ungarn in Budörs inUngarn

Von Dr. Ferenc Horvath

Schwaben und Ungarn in Budaörs ( Wudersch ) im Herzen von Ungarn: Fronleichnam 2015

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Eine wunderschön gelegene Ortschaft ganz in der Nähe von Budapest: Budaörs wurde unter König Béla IV. im Jahre 1236 zuerst schriftlich erwähnt. Nach der starken deutschen Einwanderung unter anderem unter Königin Maria Theresia siedelten deutsche Völker in großer Anzahl nach Ungarn über. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg lebten dadurch in der Gemeinde Budaörs hauptsächlich Schwaben, die „Ein Blumenmeer symbolisiert Zusammenhalt: Schwaben und Ungarn in Budörs inUngarn“ weiterlesen

„Keukenhof Holland“ – ein blühendes Juwel

Von Johanna Renate Wöhlke

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Er heißt „Keukenhof“, das heißt Küchengarten, und ist das blühende Juwel der Niederlande. Dort wachsen und blühen im Frühjahr 2015 etwa sieben Millionen Tulpen in 800 Sorten. Zu den Blumen gesellen sich Kunstwerke und Inspirationsgärten.

Lila Schönheit
Lila Schönheit

 

 

 

 

 

 

 

 

Die berühmte niederländische Gartenanlage nahe Amsterdam ist beim südholländischen „„Keukenhof Holland“ – ein blühendes Juwel“ weiterlesen

Vilnius: Baltikum-Metropole mit mediterranem Flair

Erschienen in den Salzburger Nachrichten

Von Lilo Hoffmann

Die Burgstraße, in der sich Geschäfte und Restaurants aneinander reihen, ist die Flaniermeile von Vilnius. Im Hintergrund ist der rote Gediminas-Turm, das Wahrzeichen der Metropole, zu sehen.
Die Burgstraße, in der sich Geschäfte und Restaurants aneinander reihen, ist die Flaniermeile von Vilnius. Im Hintergrund ist der rote Gediminas-Turm, das Wahrzeichen der Metropole, zu sehen.

Seine Behauptung klingt überzeugend: „Ich könnte mir nicht vorstellen, in einer anderen Stadt zu wohnen“, sagt unser Stadtführer Vidas, der seit 36 Jahren in der litauischen Metropole lebt. „Ich war im gesamten Baltikum unterwegs und habe schon Urlaub in Spanien und Portugal gemacht, aber ohne Vilnius könnte ich nicht leben.“
Das ist beim Anblick der historischen Altstadt gut zu verstehen. Hinzu kommt, dass hier das Leben pulsiert. Überall reihen sich Straßencafés, Restaurants, Biergärten und Jazz-Clubs aneinander, die an lauen Sommerabenden ein fast mediterranes Flair vermitteln. Mit ihren verwinkelten Straßen und Gassen, prunkvollen Bürgerhäusern und Palästen, der ältesten Universität des Baltikums sowie mittelalterlichen Höfen, Plätzen, Befestigungsanlagen und Torbögen ist die Altstadt für jeden ein Erlebnis.
Doch die Touristen kommen vorwiegend wegen der prachtvollen Meisterwerke der Baukunst verschiedener Stile, derentwegen das Viertel zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt wurde. Das „neue Prag“ oder das „litauische Rom“ wird die Metropole 30 Kilometer vor der weißrussischen Grenze oft genannt. Das Wahrzeichen der Stadt ist der rote Gediminas-Turm, der auf dem 142 Meter hohen Burgberg steht und die gesamte Altstadt überragt. „Vilnius: Baltikum-Metropole mit mediterranem Flair“ weiterlesen

„Zürserhof“ in Zürs am Arlberg: Einkehrschwung bis Mai im Schnee mit Wellness

Von Marita Weber-Hagel

In Ski-Total-Ort Zürs am Arlberg kann man bis Mai mitten im Schnee mit Wellness den Frische-Kick verlängern. Zürserhof: Einkehrschwung ins Aureus-Spa

Die Außenansicht
Die Außenansicht

Refugien wie der Zürserhof am Arlberg wirken schon an sich gesundheitsfördernd: Der Einzug in die holzgetäfelte Lobby, in den eleganten Zimmern frische Blumen und hausgemachtes Konfekt zur Begrüßung. Weiße Leinenbettwäsche und luxuriöse Marmorbäder mit flauschigen Handtüchern – dies alles steigert das Wohlgefühl. Und ist die beste Einstimmung auf das neue Aureus Spa – seit ein paar Wochen zweifellos die exklusivste Wellness-Oase in ganz Österreich. „„Zürserhof“ in Zürs am Arlberg: Einkehrschwung bis Mai im Schnee mit Wellness“ weiterlesen

Budapest – diesmal wieder ganz anders!

Von Dr. Ferenc Horvath

Das Stadion
Das Stadion

Budapest erfreut sich wegen der hohen Besucherzahlen schon seit Jahren. Das ist ziemlich ungewöhnlich, da Ungarn nicht einmal eine eigene Fluggesellschaft besitzt, seit die Malev vor einiger Zeit Pleite gegangen ist.

Die Metropole zeichnet sich durch eine stabile, infrastrukturelle Entwicklung aus. Diese Entwicklung beruht ebenfalls offensichtlich auf dem Gemüt der eigenen Bürger – die mit der zum zweiten Mal wiedergewählten und zum zweiten Mal durch absolute Mehrheit ausgestatteten Regierung scheinbar immer noch zufrieden sind- eine starke positive Wirkung aus. „Budapest – diesmal wieder ganz anders!“ weiterlesen