
Aus dem Kalender
5. Blankeneser LiteraturtagLesung von Johanna Renate Wöhlke am 14. September im Fischerhaus-Garten, Elbterrasse 6When: So September 14 14:00 - 14:15
Artikel aus dem Feuilleton
Von Johanna Renate Wöhlke

Der „Römische Garten“ ist nicht nur ein Beispiel herausragender römischer Gartenkunst. Es lässt sich auch in Hamburg Blankenese im Römischen Garten am Falkensteiner Ufer, auch genannt „Pickinicktheater“, trefflich in sommerlicher Abendatmosphäre genießen, was Kunst und Schauspiel zu bieten haben.
Dies wird wieder einmal am 17. Juli 2014 der Fall sein, wenn die Hamburger Autorin Bettina von Katalin mit dem „Theater N.N.“ ihr Stück zur Uraufführung bringen wird. „ Molière, wach auf!“ so heißt es und ist schon zum zweiten Mal ein Stück über Molière, das sich das Theater N.N. auserkoren hat. Continue reading „Molière, wach auf! Theater im Römischen Garten in Hamburg Blankenese“
Von Johanna Renate Wöhlke

Deutschlands größter Marktplatz feiert vom 17. bis 20. Juli wieder seinen traditionellen „Marktfrieden“, veranstaltet im Rhythmus von zwei Jahren. Mittelalterliches Markttreiben mit unzähligen Händlern, alter Handwerkskunst, bäuerlichem Viehmarkt, Schaustellern, Gauklern, Musikanten und Tänzern in farbenfrohen Gewändern herrscht an diesen Tagen in Heide. Sie geben eine Antwort auf die Frage: Wie war denn das mittelalterliche Marktgeschehen an der schleswig-holsteinischen Westküste?
Der „Heider Marktfrieden“ geht zurück auf das Jahr 1447, als auf dem Heider Marktplatz das erste Dithmarscher Landrecht verkündet wurde. Er garantierte einheimischen und auswärtigen Kaufleuten Schutz vor Gewalt und Gefahr. So konnten sie friedlich ihren Geschäften nachgehen. ( www.heider-marktfrieden.de ) Continue reading „Heider Marktfrieden 2014“
Von Johanna Renate Wöhlke

Gibt es im Hamburger Hafen Wüstenschiffe? Diese Frage könnte seit dem 4. Juli 2014 bejaht werden. Allerdings darf der geneigte Leser hier mehr erwarten als ein Wortspiel, denn er wird sich so einfach nicht hinters Licht führen lassen, gerade wenn das „Wüstenschiff“ den Namen „AIDAluna“ trägt. Der spielt bekanntlich auf die dunklere Tageszeit an. Aber Nacht war es nicht, sondern strahlender Sonnenschein, als die „ AIDAluna““ zu ihrer kürzesten Kreuzfahrt auslief, etwa eineinhalb Seemeilen lang vom Cruise Center in Hamburg – Altona bis an den Kronprinzkai in den Kaiser-Wilhelm-Hafen in Hamburg – Steinwerder. Das tat sie zum feierlichen ersten Spatenstich zum Bauauftakt für das dritte Kreuzfahrtterminal am Kronprinzkai , das „Cruise Center 3“, kurz CC3 genannt. Continue reading „Erster Spatenstich zum dritten Kreuzfahrt-Terminal im Hamburger Hafen“
Von Hartmuth Seitz

„… treffen sich zwei Straßenmusiker auf Amrum. Der eine hat gerade seine Leere beendet, der andere eine große Zukunft hinter sich (Insterburg & Co). Sacht der eine: „Na?!“, sacht der andere: „Jau.“ Und Crazy Horst war geboren.“
In und Husum herum kennt man die beiden „Ur-Horsts“: Philipp Mayer, der Serge Flensbourg genannt wird, und Georch Fogg, laut Ausweispapier trägt er den Namen Georg Dittmar. Beide machten sich vor allem durch ihre Auftritte in der Szenekneipe „Blaue Maus“ in Wittdün einen Namen. Für „größere“ Auftritte braucht man eine „größere Band“ und hier kommt Doc Olliday (Olli Vogt) ins Spiel. Continue reading „„Crazy Horst“ – Straßenmusik für Drinnen – Kultur für Draußen“
Von Johanna Renate Wöhlke
Eine Satire, stellenweise auch ernst zu nehmen
Manchmal kann auch eine große Philanthropin und Optimistin zur Zynikerin werden. Warum? Der Grund dafür stand heute früh in meiner großen Regionalzeitung. Er stand auf der letzten Seite „Aus aller Welt“ und trug die Überschrift „Zur Zwangsehe nach China verschleppt“.
Zur Zwangsehe nach China verschleppt? Das musste so kommen. Zum Glück, so scheint es, sind noch keine blonden Europäerinnen dabei. Im Kreise lebenskluger Freundinnen haben wir schon vor Jahren prognostiziert – ohne zum Club der Weisen zu gehören – dass die „Ein-Kind-Politik“ Chinas im Desaster enden wird. Im Desaster menschlicher Trugschlüsse, illusionärer Hoffnungen, frauenfeindlicher Denkweisen und menschenfeindlicher Handlungsmaximen. Continue reading „Zwangsehe mit Gummipuppe? Noch nicht in Sicht!“
Von Johanna Renate Wöhlke
Gerne veröffentlichen wir an dieser Stelle den Nachruf auf Gerlind Fischer-Diehl, langjähriges Vorstandsmitglied und Ehrenmitglied der Hamburger Autorenvereinigung.

Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb das langjährige Vorstandsmitglied Gerlind Fischer-Diehl am 25. Juni nach langer schwerer Krankheit. Sie wurde 76 Jahre alt. Gerlind Fischer-Diehl brachte über viele Jahre an der Seite ihres Lebensgefährten Gabriel Laub wichtige Impulse in die Arbeit des1977 gegründeten Hamburger Schriftstellerverbandes. Die „Literarischen Salons“, die beide begründeten, waren legendär. Gerlind Fischer-Diehl war ein starke Persönlichkeit und auch bis auf das letzte Jahrunübersehbar auf Veranstaltungen und Empfängen der Hamburger Kulturszene. Gino Leineweber, Vorsitzender der Hamburger Autorenvereinigung: “ Gerlind Fischer -Diehl bestritt viele Lesungen mit großem Erfolg und ihre Spruchsammlung ( „Toleranz ist manchmal Feigheit. Aber Intoleranz deswegen noch kein Zeichen von Mut“- „Zur Familie gehörten auch die Sklaven- später nannte man sie Hausfrauen“) zeigt auf eine hellwache, lebenserfahrene Person, die Continue reading „Hamburger Autorenvereinigung trauert um Gerlind Fischer-Diehl“
Von Johanna Renate Wöhlke

Karl May Spiele 2014
Die Karl-May-Spiele haben zur Pressekonferenz geladen. Angetreten sind die große Karl-May-Schauspielerfamilie, dazu über zwanzig Pferde, fünfzig Komparsen sowie die Vögel Jimmy und Cliff. Cliff ist ein majestätischer Weißkopfseeadler. Er ist als „Ko-inta“ der Begleiter Winnetous. Jimmy ist eine Weißrückengeierdame mit zwei Metern Flügelspannweite. Ohne sie geht es in diesem Jahr in Bad Segeberg nicht, denn der Titel des Stückes der Karl-May-Spiele 2014 lautet „Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado“. Continue reading „„Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado““
erschienen in der PAZ
Von Dr. Manuel Ruoff
Wilhelms I. und Augustas Silberne Hochzeit brachte der »Wacht am Rhein« in Krefeld den Durchbruch
„Die Wacht am Rhein“ erhielt erst ein halbes Jahrzehnt nach dem Tode ihres Textdichters jene Melodie, mit der wir sie kennen und mit der sie berühmt wurde. Vor 160 Jahren dirigierte deren Komponist das entscheidende Chorkonzert, das dem Lied den Durchbruch brachte.
Das deutsche Kaiserreich hatte im Gegensatz zu Weimarer Republik, Drittem Reich, Bundesrepublik und DDR keine offizielle Nationalhymne. Bei feierlichen Anlässen wurde das preußische „Heil dir im Siegerkranz“ gesungen. Hierbei handelte es sich jedoch eher um ein Symbol Preußens als des Reiches. Zudem scheint die Melodie aus dem Ausland zu kommen. Continue reading „Des Kaiserreiches inoffizielle Hymne“
erschienen in der PAZ
Von Dr. Manuel Ruoff
Die Mutter Ludwigs II. und Ehefrau Maximilians II. Joseph gründete den bayerischen Frauenverein vom Roten Kreuz
Vor 125 Jahren starb Prinzessin Marie von Preußen. Die bayerische Königin weist einige bemerkenswerte Gemeinsamkeiten mit der preußischen Königin Luise auf.
Ähnlich wie Preußens Königin Luise verlebte auch Bayerns Königin Marie eine glückliche Kindheit. Ihr Vater, Prinz Wilhelm von Preußen, schien als jüngster Bruder Friedrich Wilhelms III. weit genug von der Regentschaft entfernt, um ein ungezwungenes Familienleben führen zu können. Ihre Mutter, Prinzessin Marianne von Preußen, war eine geborene Prinzessin von Hessen-Homburg. Prinzessin Marie von Preußen, das am 15. Oktober 1825 in Berlin als Sonntagskind geborene Nesthäkchen der Familie, verbrachte einen Großteil der Kindheit fernab von der Großstadt Berlin Continue reading „Bayerns dritte Königin Marie kam aus Preußen“

Chimborazo, KW HasenlieberAusstellung in den Räumen der Museumsinsel Heide.
Öffnungszeiten: Di bis Do + So: 11.30 bis 17 Uhr, Fr 11.30 bis 14 , Uhr, Sa 14 bis 17 Uhr, 6. Juli 15 Uhr Führung durch den Künstler ,
Einführung durch den 1. Vorsitzenden des Heider Kunstvereins, Dirk Becker ( DAP)When: So Juni 15 11:30 - So Juli 13 00:00Where: Kunstverein Heide e.V., Museumsinsel Heide, Lüttenheid 40, 25746 Heide, Tel: 0481-63642Dieser Artikel erschien am 31. Mai 2014 im Reiseteil der PAZ
Von Uta Buhr

Heute streiken die Bauern. Nikós schüttelt verzweifelt den Kopf. „Dieses tägliche Chaos im Zentrum“, stöhnt er und manövriert geschickt sein gelbes Taxi durch den mittäglichen Verkehr der 5-Millionenstadt Athen. Oder leben hier nicht sogar über 6 Millionen Menschen? Wer weiß das schon! Sieben Jahre hat der Mann mit dem klassischen griechischen Profil in Deutschland gearbeitet. Sieben Jahre, die Spuren hinterlassen haben, wie er lachend bekennt. Sein Mercedes ist gewienert und geputzt, „keine Schrottlaube wie die da“, fügt er missbilligend hinzu und weist auf den mit Klebeband und Plastikteilen notdürftig reparierten Kleintransporter auf der Nebenspur. Continue reading „Athener Impressionen“
Von Hans-Peter Kurr und Ariane de Melo

ARIANE de MELO hat einen schönen Erfolg zu verzeichnen: Der brasilianische Verlag „Selo Jovem“ hat soeben ihren Buch-Erstling unter dem Titel „Banshee – Os Guardiões“ (Banshee – Die Wächter) in São Paulo – in portugiesischer Sprache also – heraus und einen zweiten in Auftrag gegeben.
Ariane de Melo lebt in Hamburg, ist Buchautorin, Journalistin, Regisseurin und Schauspielerin aus Rio de Janeiro – eine originale Carioca also – in Hamburg –verheiratet – lebend, literarisches Deutsch akzentfrei sprechend, in zwei Sprachen schreibend. So schreibt sie inzwischen auch für die „Die Auswärtige Presse e.V.“ in Hamburg.
Im ersten Roman, der im Jahr 2015 auch in ihrer Wahlheimat Deutschland erscheinen soll, fabuliert die Autorin (geplant ist eine dreibändige Ausgabe) über eine junge, an Schizophrenie erkrankte, Continue reading „Buch Erstling von Ariane de Melo“
Dieser Artikel erschien bereits am 24. Mai 2014 auf der Kulturseite der PAZ
Von Uta Buhr
Ein Weltstar aus Berlin – vor 100 Jahren wurde Lilli Palmer geboren
Sie war die Große Dame des deutschen Nachkriegsfilms. In welchem Streifen Lilli Palmer auch auftrat, sie wurde von der Kritik hoch gelobt und räumte einen Preis nach dem anderen ab. Selbst der „Spiegel“, der Prominente so gern mit beißendem Spott peinigt, konnte ihrem Charme und schauspielerischen Können nicht widerstehen: „Im hausbackenen deutschen Film der fünfziger Jahre war sie so etwas wie eine exotische Zugabe. Sie brachte ihm einen Hauch von großer Welt, von Hollywood ein“, stand dort zu lesen. Continue reading „Vor 100 Jahren wurde Lilli Palmer geboren“
Von Monika Landsky

Der “Club der Optimisten“ hatte etwa 200 Gäste aus Wirtschaft, Handel, Politik und Medien zum traditionellen Frühlingsbrunch in die HANSE LOUNGE geladen. Bei traumhaftem Sommerwetter war die Stimmung locker und fröhlich und auch der wunderbare Blick auf das Rathaus von der großen Terrasse aus lud zu inspirierenden Gesprächen und Diskussionen ein.
Die Hauptperson des Tages aber war Corny Littmann. Ihm wurde an diesem Tage der Preis der Optimisten 2014 verliehen, dotiert mit 10 000 Euro. Der Vorstandsvorsitzende des Clubs der Optimisten, Klaus Utermöhle , lobte in seiner Laudatio Corny Littmann als einen Mann mit Mut und Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen. Continue reading „CORNY LITTMANN – Träger des Preises Optimist des Jahres 2014“
Von Michael Buschow
Eine Provinzposse am Altonaer Theater

Eigentlich ist es ganz einfach: Man nehme ein x-beliebiges Kuhkaff und dessen Bewohner, stricke eine Lovestory drum herum und garniere es mit etwas Kriminaltango: Fertig ist… – nein, nicht schon wieder Büttenwarder !
Dieses fiktive verschlafene Nest heißt in diesem Fall Wingroden und liegt ebenfalls auf dem platten, einsamen Land im Nirgendwo. (Das nächste Kino zum Beispiel ist zwei Autostunden weit entfernt)
Die mehr oder weniger selbstredend tumben Bauern ( Willi=Georg Münzel, Kurt=Matthias Wiebalck, Otto=Jacques Ullrich) des Ortes werden durch den deutlich plietscheren und weltgereisten Kneipenwirt Maslow (Frank Roder), dem auch die Tankstelle und das einzige Continue reading „Pampa Blues“
Zu Peter Gosses Essayband „Vom allmählichen Verfertigen von Welt im Dichten“
von Maren Schönfeld

Das Problem mit Literatur über Literatur ist, dass man die in Bezug gesetzte, also diejenige, über die literarisch berichtet wird, möglichst gelesen haben sollte, um dem über Literatur Geschriebenen auch folgen zu können. Das ist meistens so, aber nicht immer. Manchmal ist die Literatur über Literatur so lehrreich, vergnüglich und inspirierend, dass sie fast – ein Frevel? – erbaulicher erscheint als diejenige, die sie zum Thema hat. Bestenfalls fühlt sich der Adressat dieses Essaybandes motiviert, die Bezugstexte (erneut) zu lesen – oder er befindet den Genuss der Sekundärliteratur als in einem Maße erquicklich, dass er das – möglicherweise mühsame – Studieren der Quellen als entbehrlich erachtet. Letztere gilt wohl in besonderem Maße für LiteraturstudentInnen, die nach zusätzlichen Informationen zu ihren Vorlesungen suchen oder sich gezielt auf eine Prüfung vorbereiten wollen/müssen. Continue reading „Nachrichten aus einem literarischen Universum“