Kleists Kommata kommentieren Konkretes

Förderpreis aus Anlass der 200. Wiederkehr von des DichtersTodestag an Hamburger Autor

Von Hans-Peter Kurr

Vielen von uns gibt er seit unserer Schulzeit Probleme auf, jener Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist, der im November a.D. 1811, gemeinsam mit seiner – nach ihrer Selbstdiagnose unheilbar krebskranken – Freundin Henriette Vogel, freiwillig in den Tod ging, nachdem er am Morgen dieses Tages jenen Abschiedsbrief an seine Schwester Ulrike geschrieben hatte , den uns der Deutschlehrer ebenfalls spätestens nach unserem 17. Lebensjahr als Literatur präsentierte :

„Ich kann nicht sterben, ohne mich, zufrieden und heiter, wie ich bin, mit der ganzen Welt, und somit auch, vor allen Anderen, meine theuerste Ulrike, mit Dir versöhnt zu haben.Laß sie mich, die strenge Äusserung, die in dem Briefe an die Kleistin enthalten ist,  laß sie mich zurücknehmen; wirklich, Du hast an mir gethan, ich sage nicht, was in Kräften einer Schwester , sondern in Kräften eines Menschen stand, um mich zu retten:die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war. Und nun lebe wohl; möge Dir der Himmel einen Tod schenken, nur halb an Freude und unaussprechlicher Heiterheit dem meinigen gleich; das ist der herzlichste und innigste Wunsch Wunsch, den ich für Dich aufzubringen weiss.

Am Morgen meines Todes, Stimmings b. Potsdam                                             Dein Heinrich

Auch in dieser letzten schriftlichen Äusserung des grossen Dichters zu Lebzeiten durften wir bemerken, welche Rolle seine individuelle Interpunktion spielen kann – und in allen seinen Werken spielt – , indem sie seine Sätze  zerstückelt und gleichzeitg ungaublich anspannt. Continue reading „Kleists Kommata kommentieren Konkretes“

Rituale am frühen Morgen

erschienen im Hamburger Abendblatt am 14. Januar 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Wir Menschen haben Gewohnheiten. Das kann nicht anders sein. Diese Gewohnheiten sind es, die das Zusammenleben mit anderen bereichern, aber auch belasten können.

Nehmen wir zum Beispiel den Morgenmuffel. Wenn der mit einem Frühaufsteher verheiratet ist, dann kann das schon zu Komplikationen führen. Schlafen und Wachsein sind nun einmal unterschiedliche Seinszustände. Wir sehen in diesem Zusammenhang einmal davon ab, dass man manchen Zeitgenossen nachsagt, sie schliefen auch im Wachzustand.

Bleiben wir bei den Gewohnheiten. Eine davon ist zum Beispiel, welche Getränke der Mensch morgens zu sich nimmt und – wie wichtig ihm das ist! Der Kaffee am Morgen kann so wichtig sein, dass es zu einer kleinen häuslichen Katastrophe führt, wenn die Kaffeemaschine ihren Geist aufgibt – gerade an diesem Morgen, gerade heute, wo er als Muntermacher so wichtig gewesen wäre. Dieser Start in den Tag ist vermasselt! Continue reading „Rituale am frühen Morgen“

Unser neues Mitglied Uschi Tisson

Uschi Tisson

Wir freuen uns über unser neues Mitglied, die Hamburger Journalistin und Buchautorin Uschi Tisson. Sie arbeitet als freie Journalistin und Autorin und ist als echte „Hamburger Deern“ Fachfrau in Sachen Hafen, dort besonders den Harburger Binnenhafen, der zurzeit eine rasante Entwicklung nimmt. Zum Harburger Binnenhafen liegt ein Buch von ihr vor: „Wasser, Schiffe, Menschen. Geschichten aus dem Harburger Binnenhafen“, erschienen 2008 im Sutton Verlag.

Uschi Tisson hat den Harburger Binnenhafen für sich wiederentdeckt und verfolgt seine Entwicklung als engagierte Chronistin. Dabei hat sie die Menschen und ihre ganz persönlichen Geschichten im Blick. Gerne schreibt sie auch über Tiere.

Herzlich Willkommen bei uns als neues Mitglied zu Beginn des neuen Jahres 2011!

Der Vorstand

Schwester Oberin ist Wagnerianer

Barbara Krabbe singt und spielt alternierend mit Daniela Ziegler die „Schwester Oberin“ im Musical „Sister act“
Von Hans-Peter Kurr

Barbara Krabbe als Mutter Oberin. Foto: Claudio Goncalves

Wenn sie sich, vermummt gegen die winterliche Kälte und mit einem wärmenden Shawl, die Stimme zu schützen, angetan ,am Elbufer dem Nordostwind entgegenstemmt, wird niemand in ihr die temperamentgeladene Schwester Oberin erkennen als die sie sich – alternierend mit Daniela Ziegler, deren Können wir an dieser Stelle bereits gewürdigt haben – derzeit auf der Bühne des Operettenhauses an der Reeperbahn Dienstag abends und an einem Wochenend-Nachmittag bewegt: Barbara Krabbe ist eine „Wuchtbrumme“ – unverwechselbar in ihrem darstellerischen Feuer, gesangstechnisch wunderbar individuell ausgeprägt. Da sie für die Produktion „Sister act“ derzeit als „Walk-in Cover“ arbeitet, hob sie inzwischen noch eine zweite, sehr schöne Rolle, aus der Taufe, die Schwester Lazarus, die, mehr noch als die gestrenge Oberin, nach komödiantischem Talent verlangt. Und in der Verkörperung durch die Krabbe auch reichlich erhält. Continue reading „Schwester Oberin ist Wagnerianer“

Geschmack macht Lieblingsessen zur Götterspeise

erschienen im Hamburger Abendblatt am 12. Januar 2011

Von Johanna R.Wöhlke

Lieblingsspeisen, das ist ein Thema! Wer jemals in die Gesichter von gerne und mit Genuss essenden Menschen gesehen und ihr Mienenspiel in all seinen Facetten wahrgenommen hat, der hat nicht nur eine Ahnung davon, dass es ein großes Thema ist. Er weiß das. Wahrscheinlich hat er es  auch schon selbst erlebt.

Essen ist nicht nur eine Notwendigkeit. Essen bedeutet Freude, Lust und Lebensqualität. Mir geht es aber heute nur um den Geschmack an den Dingen, die wir essen. Wir schmecken – und halten das für eine Selbstverständlichkeit. Wir machen uns normalerweise keine Gedanken darüber, dass wir vielleicht gar nichts mehr schmecken könnten und uns deshalb im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr schmeckt. Continue reading „Geschmack macht Lieblingsessen zur Götterspeise“

Porträtfoto am Straßenrand

erschienen im Hamburger Abendblatt am 10. Januar 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Jeder kennt das auf seinen täglichen Fahrten mit dem Auto: Entlang seines Weges befinden sich „Blitzer“, die darauf warten, uns mit ihrem hellen Schein zu erfreuen. Habe ich erfreuen gesagt? Egal, sie erfreuen mich jedenfalls immer insofern, als ich immer wieder beobachte, wie alle Autofahrer, die sich auf dieser Strecke auskennen und Zuhause sind, kurz vor der gefürchteten Blitzstation auf das Gaspedal treten, die geforderte Geschwindigkeit für eine kurze Strecke einhalten und dann wieder beschleunigen. Machen Sie das auch? Wahrscheinlich machen wir das alle – mehr oder weniger.

Es kann aber auch geschehen, selten zwar, aber es geschieht, dass ein routinierter Autofahrer, der sich auskennt, gerade an diesem Punkt so abgelenkt wird, dass auch er einmal in den Genuss eines solchen Porträtfotos kommt. Wahrscheinlich ist das auch schon vielen von uns passiert. In diesem Fall allerdings hatte die Geschichte noch einen besonderen Reiz. Continue reading „Porträtfoto am Straßenrand“

Das Schlüsselwort heisst: Wertgleiche Wiederholbarkeit

Die Geschichte des Musicals im Zeitraffer

Von Hans-Peter Kurr. Bilder: Produktion Euro- Studio

Dort, wo die Geschichte Hamburgs als Deutschlands Musical-Stadt Nr. 1 mit dem hinreissend-romantischen Märchen „Cats“ einst begann, als die Schlesselmann-Aera des damals scheinbar verlorenen Operettenhauses endete, wird jetzt (Wir berichteten darüber!) ein veritabler Schmaus für Augen und Ohren gezeigt: Whoopi Goldberg’s  Nonnen sind an die Elbe gekommen, will sagen: „Sister act“, der Titel des gleichnamigen Erfolgsfilmes, ziert auch die neue Produktion dortselbst mit der sensationellen  Zodwa Selele in der Goldberg-Rolle der kleinen Barsängerin, die vor ihrem Zuhälter als Nonne verkleidet in ein Kloster flieht und dort – zunächst unfreiwillig – zur Chorleiterin der frommen Schwestern wird sowie der Wahl-Hamburgerin Daniela Ziegler in einer unterhaltsamen Studie der Mutter Oberin wie man sie auf deutschen Bühnen anderenorts vergeblich suchen würde.

In unserem System der ( wenn auch inzwischen zumeist miserabel) subventionierten Stadt-  und Staatstheater sind kommerzielle Musical-Produktionen wie diese immer noch umstrittene Konkurrenzunternehmen. Dabei wird  gern vergessen ( oder verdrängt?), wie alles begann: Continue reading „Das Schlüsselwort heisst: Wertgleiche Wiederholbarkeit“

Schluss mit der Winterdepression!

erschienen im Hamburger Abendblatt am 8. Januar 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Die grauen Zeiten haben es in sich. Wenn der November grau daherkommt und sich der Himmel hinter den Wolken versteckt, mag das keiner. Sehnsucht nach Sonne ist dann angesagt. Aber das lässt sich leider nicht erzwingen.

Im vergangenen Jahr war das anders. Der frühe Schnee brachte auch oftmals einen schönen blauen Himmel mit sich. Kälte, Schnee und Sonne, das ist eine wunderbare Kombination. Warm anziehen und hinaus in die blau-weiße Welt. Des Guten zuviel war es? Wir werden uns sehnsüchtig an die traumhaften Ansichten erinnern, wenn sich der Regen wieder eingestellt haben wird und es aus dem Grau der Wolken nieselt und nieselt.

Strahlende Sonne in der Wette strahlend mit einem blauen Himmel, das macht aus uns allen andere Menschen. Wir suchen das Licht und nicht die Dunkelheit. Ein Freund brachte es neulich auf eine Jahresbilanz besonderer Art, als er darüber redete, wie sehr er die Sonne in unseren Breiten doch immer wieder vermisst, besonders in grauen Novembertagen und grauen Wintern. Continue reading „Schluss mit der Winterdepression!“

Die schicke Fliege schmückt den Mann!

erschienen im Hamburger Abendblatt am 4. Januar 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Es ist die Zeit des Feierns. Die Damen haben schon vor langer Zeit ihre Garderobe „gecheckt“ – was zieht man so an zu all den Treffen, Parties, Meetings und was es sonst noch so um den Jahreswechsel herum geben mag.

Frauen sind da immer fein raus. Die Palette ihrer Möglichkeiten ist fast unbegrenzt umfangreich.  Aber Männer? Ja, wieder einmal die Männer…und in diesem Fall besonders um den Hals herum! Welche Möglichkeiten hat der gepflegte Mann, sich um den Hals herum hübsch und attraktiv heraus zu putzen?

Ich kenne da einen, der hat zum Beispiel seinen Beruf danach ausgesucht, dass er dort keine Krawatte tragen musste. Das hat sich gehalten bis heute. Zu irgendeiner Gelegenheit eine tragen müssen? Oh je, das ist eine schwierige Angelegenheit. Dieser Herr ist also eher ein Modeexemplar für den gepflegten Rollkragenpullover unterm Sakko. Continue reading „Die schicke Fliege schmückt den Mann!“

Nachlese zu unserer Weihnachtsfeier 2010

Von Uta Buhr

Am 15. Dezember 2010 zelebrierte die Auswärtige Presse e.V.  ihre traditionelle Weihnachtsfeier. Und zwar, wie Ehrenpräsident Günther Falbe in seiner launigen Ansprache betonte, bereits zum zehnten Mal in Folge im  Hamburger „Marriott Hotel“ an der ABC-Straße! Das renommierte 4-Sterne-Hotel hatte den Saal wie üblich festlich geschmückt und eine anheimelnd weihnachtliche Atmosphäre geschaffen. Nach einleitenden Begrüßungsworten durch Günther Falbe und Vizepräsidentin Uta Buhr betrat Hans-Peter Kurr das Rednerpult und erfreute das Auditorium  mit der Lesung von Wolfgang Borchardts  heiter-melancholischer Erzählung „Sisyphus.“ Es folgte das kulinarische dreigängige Weihnachtsmenu, unterbrochen durch den Vortrag weiterer weihnachtlicher Lektüre. Continue reading „Nachlese zu unserer Weihnachtsfeier 2010“

Guten Rutsch!

Das Alte geht, das Neue wird mit vielen Gedanken, Wünschen, Hoffnungen, aber manchmal auch mit Bangen oder Sorgen erwartet.

Der DAP- Vorstand wünscht allen Mitgliedern einen fantastischen Start in das Jahr 2011.

Es geht nichts verloren

Zum 25. Todestag des grossen Menschendarstellers Richard Münch
Von Hans-Peter Kurr

„Meine Damen und Herren!  Lassen Sie uns in Folgendem einig sein: ‚Für jede Lösung gibt es ein Problem!‘ “ Dieser Satz stammt von Richard Münch, einem der bedeutendsten Mitglieder des Gründgens-Ensembles vom Deutschen Schauspielhaus an der Hamburger Kirchenallee, gesprochen allerdings vor Mitgliedern eines ihm nicht sofort vertrauten Ensembles am Ernst-Deutsch-Theater bei Probenbeginn zu seiner Inszenierung der Aischylos-„Perser“.
So war er, dieser grosse alte Barde,  Herr durch und durch, niveauvoll und geistreich, höchstqualifizierter Sprecher, nuancenreicher Menschendarsteller,verheiratet mit Gründgens‘ wundervollem Gretchen, Ella Büchi,  phantasiebegabter Poet, Rezitator von hohen Gnaden, der ,wie sein Kollege Will Quadflieg, einmal Erlerntes stets auswendig vortrug Als er hohes Lebensalter erreicht hatte und nur noch als Rezitator auf Eberhard Moebius‘ „Schiff“ auftrat, pflegte er nächtens im Schlafwagen von der Elbe an die Limmat zu fahren 1., weil er am Morgen mit Ella in Zürich frühstücken wollte und 2 .wegen seiner ,ihm selber als nicht therapierbar geltenden,  Flugangst. Continue reading „Es geht nichts verloren“

Die Schrecken der Postmoderne

Bret Easton Ellis seit 25 Jahren Enfant terrible der Gegenwartsliteratur

Von Götz Egloff

Westliche Gesellschaften stolpern von einer Krise in die nächste, während Politiker zwischen Rat- und Hilflosigkeit alle möglichen Regelungs- oder Entregelungsversuche starten, um angeblich das Gemeinwohl zu reanimieren. Doch nichts von alledem scheint zu greifen. Warum nicht? Womöglich, weil wir es in der Politik mit einer „Mischung aus tödlicher Wirklichkeit und simulativer Evozierung und Bewältigung von Pseudorealitäten“ zu tun haben (H. Vester, Soziologie der Postmoderne, 1993)? Dabei stellt sich sogleich die Frage, wie Realität(en) von Pseudorealität(en) letztendlich zu unterscheiden wäre(n), und ob dies überhaupt möglich ist.

Bret Easton Ellis hat die in der Literatur gängige Frage nach dem „Wer bin ich?“ neu (mit-)definiert.

Das Thema Identitätssuche, das z.B. an Jack Kerouac (“On the Road”) erinnert, dort jedoch noch existenzielle Fragen aufwirft, gewinnt im gesellschaftlichen Gefüge von Hybridität und Hyperrealität, in der sich der Protagonist des 1985 erschienenen Romans „Less Than Zero“ („Unter Null“) von Ellis im Los Angeles der achtziger Jahre befindet, die Dimension einer Außer-Kraft-Setzung nicht nur des Orientierungssinnes. Continue reading „Die Schrecken der Postmoderne“

Zodwa Selele ist eine Offenbarung

Notizen zur Musical-Produktion „Sister act“ im Hamburger Operettenhaus

Von Hans-Peter Kurr

Dort, wo die Geschichte Hamburgs als Deutschlands Musical-Stadt Nr. 1 mit dem hinreissend-romantischen Märchen „Cats“ einst begonnen hat, als die Schlesselmann-Aera des damals scheinbar verlorenen Operettenhauses endete,wird jetzt ein veritabler Schmaus für Augen und Ohren gezeigt: Whoopi Goldbergs Nonnen sind an die Elbe gekommen ,gerieren sich temperamentvoll und bewundernswert präzise und vertreiben die letzten Schatten der weitaus langweiligeren Vorgänger-Produktion, die mit Udo Jürgens Hilfe stets behauptete, sie sei noch niemals in News York gewesen……

Eines der entscheidenen Erfolgskriterein dieser neuen Produktion besteht darin, dass die Wahl-Hamburgerin Daniela Ziegler als Mutter Oberin auf der Bühne steht, ihre unnachahmliche Stimme (, die wir seit langem z.B als Evita, als Velma in „Chikago“, als Norma in „Sunset Boulevard“ – in dem in Konkurs gegangenen Musical-Haus in Niederhausen bei Frankfurt – bewundern durften. Die Ziegler ist eine der vielseitigsten freiberuflichen Menschendarstellerinnen, die wir – glücklicherweise – in den Mauern der Hansestadt haben. Continue reading „Zodwa Selele ist eine Offenbarung“

Wissen ist Macht

Über die Entstehung von Schauspielen

Von Hans-Peter Kurr

Will ein Autor Theaterstücke schreiben, um Menschen aufzurütteln, ihnen dringende Probleme vor Augen zu führen, sie auf soziale Missstände aufmerksam zu machen? Will er ein persönliches Anliegen auf der Bühne dargestellt sehen oder möchte er für einen Schauspieler oder eine Schauspielerin, die der Autor bewundert, eine „Traumrolle“ schreiben?

Was auch immer die Motive sind, eines sollte nicht fehlen: die Lust, Figuren zu erfinden. Aber das funktioniert nicht ohne Basiswissen, denn: Theaterstücke werden für Schauspieler und Zuschauer geschrieben. Also wollen wir, die Autoren, beide zunächst kennen lernen.

Schauspieler

„Stellen Sie sich vor: Sie sitzen jetzt im Zimmer oder liegen im Bett und lesen. Stehen Sie auf, gehen Sie ans Fenster, sehen Sie nach, ob es regnet, schließen Sie das Fenster und begeben Sie sich in die Ausgangsstellung. Das kann jeder, das ist doch einfach, das ist keine Kunst? Haben Sie’s versucht? Wirklich und tatsächlich? Tun Sie’s, bitte, denn Sie erfahren dadurch vieles über das Theater, was Ihre Parkett- und Galerieweisheit sich nicht träumen lässt. Versuchen Sie’s – dann erst lesen Sie weiter! Continue reading „Wissen ist Macht“