Eine Hohenzollernprinzessin hat es bis zur Königin von Portugal gebracht, und zwar Stephanie Josepha Friederike Wilhelmine Antonia aus der in Süddeutschland und katholisch gebliebenen Nebenlinie Sigmaringen. Die Tochter des letzten regierenden Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen Karl Anton und dessen Ehefrau Josephine von Baden war nicht nur irgendeine portugiesische Königin, sondern genoss in der Heimat ihres Mannes Peter V. ein ähnliches Ansehen wie Königin Luise in Preußen. Der „Engel Continue reading „Portugiesische Hohenzollerin“
Hamburger Sommertheater : Der Beitrag des „Sprechwerks“
Bliese spielt Kafka
Innerhalb des Fächers, den Hamburger Theaterleute als „Sommertheater “ aufgezeigt haben, entfaltete sich jetzt d i e künstlerische Sensation in einer stillen Ecke der Hansestadt , die im übrigen weitgehend vom Lärm der Großveranstaltungen wie blau erleuchteter Hafen oder wahnwitzige Radrennen bei 40-Grad-Temperaturen beherrscht wird:
Im „Sprechwerk“ spielt der große Joachim Bliese das Monodram „Der Bau“, ein Lebenszeit-End-Werk des genialen Franz Kafka in der Fassung von Jürg Amann, der vor Jahren als dessen Dramaturg die Buckwitz-Aera am Schauspielhaus Zürich mitgestaltete. Continue reading „Bliese spielt Kafka“
In 80 Gärten um die Welt: 7 Erlebniswelten, 80 Kleinode mit vielen Inhalten
igs-Chef Heiner Baumgarten und Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau
Unter dem Motto „In 80 Gärten um die Welt“ wird die „internationale gartenschau hamburg“, igs, ab April 2013 ihre Besucher mit auf eine Reise durch Kulturen, Klima- und Vegetationszonen dieser Erde nehmen. Eingebettet in sieben verschiedene Welten erzählen 15 Gärten in der Welt der Häfen von Fernweh und Reisefieber, 18 Gärten in den Wasserwelten von Wassermangel- und Überfluss. In zehn Gärten der Welt der Kulturen zeigt sich die Vielfalt der Völker, in 16 Gärten der Welt der Kontinente die Fülle an Flora und Fauna. Elf Gärten in der Welt der Bewegung locken mit vielen unterschiedlichen Bewegungsangeboten und kontemplativen Rückzugsbereichen, fünf Gärten in der Welt der Religion mit Ruhe und Einkehr. Und fünf Gärten der Naturwelten faszinieren mit interaktiv animierten Pflanzen der Zukunft. Continue reading „In 80 Gärten um die Welt: igs Hamburg nimmt Formen an“
erschienen in der Preussischen Allgemeinen Zeitung
von Manuela Rosenthal-Kappi
Die Zarin aus Deutschland wollte Russland nach Voltaires Idealen der Aufklärung regieren − Adel stand der Realisierung im Wege
Katharina II. ist als einzige Herrscherin mit dem Zusatz „die Große“ in die Geschichte eingegangen. Sie gilt als die bedeutendste Persönlichkeit auf dem russischen Zarenthron. Sie wurde als Aufklärerin und Reformerin gefeiert, doch stießen ihr Egoismus sowie ihr Hang zu Luxus und Verschwendung auch auf Ablehnung. Vor 250 Jahren, am 9. Juli 1762, übernahm Katharina II. per Staatsstreich die Regierung.
Ähnlich wie dem Reformer Michail Gorbatschow mit seiner Perestroika Mitte der 1980er Jahre erging es vor 250 Jahren auch der russischen Zarin Katharina II., deren Ziel es war, einen aufgeklärten Absolutismus in Russland einzuführen: Beide scheiterten an der russischen Wirklichkeit. Continue reading „»Ein großer Mann, den man Katharina nennt«“
Den ganzen Sommer über gab es auf meiner Terrasse keine Wespen. Jetzt, plötzlich und unerwartet, schwebte sie beim Abendbrot im Tiefflug ein. Einige Runden brauchte sie schon, aber dann setzte sie sich offensichtlich genüsslich auf dem Rand der letzten Scheibe Kochschinken nieder und begann mit der Arbeit.
Keiner reagierte mehr hektisch. Die Wespe hatte ihre Ruhe vor uns, denn: Sie wurde zum Objekt unserer Betrachtung. Wie flink und geschickt ging sie vor, um aus dem Rand der Schinkens einen kleinen Teil herauszulösen. Ihr kleiner Körper zitterte dabei vor Continue reading „Das Wesen der Wespe“
erschienen in der Preussischen Allgemeinen Zeitung
von Dr. Manuel Ruoff
Vor 90 Jahren machte Reichspräsident Friedrich Ebert das Deutschlandlied zur Nationalhymne
Ähnlich formlos wie die Bundesrepublik erhielt auch das Deutsche Reich das Deutschlandlied zur Nationalhymne. Wie in der zweiten übernahm auch in der ersten deutschen Demokratie diese Aufgabe der Staatspräsident.
Der 1871 gegründete kleindeutsche Nationalstaat hatte keine Nationalhymne. Ersatzweise wurde die preußische Hymne „Heil dir im Siegerkranz“ gesungen. Bei der Feier der Übergabe Helgolands an Deutschland wurde das „Lied der Deutschen“ am 9. August 1890 erstmals bei einem Staatsakt gesungen. Das war sinnig, war der Text doch ein knappes halbes Jahrhundert zuvor von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben auf eben dieser Insel für eine 1797 komponierte Melodie Joseph Haydns geschrieben worden. Continue reading „Einigkeit und Recht und Freiheit“
Ein Tanzleben – beschrieben von einer Tänzerin. Neuerscheinung: Dagmar Ellen Fischers Biographie des großen Tänzers Egon Madsen
Egon Madsen
Dieser wertvollen Neu-Erscheinung wünsche ich ebenso innig wie intensiv eine große Leserschaft.
Wie Sie bemerken, verehrter Bücherfreund, nutzt der Rezensent die im Journalismus in der Regel unübliche Ich-Form, um seiner Begeisterung und Freude über das Werk der „schreibenden Tänzerin“ und Kollegin Dagmar Ellen Fischer Ausdruck zu verleihen, die mit der h e u t e im Henschel-Verlag erschienenen Biographie
„Egon Madsen – Ein Tanzleben“ eine lange, zu lange klaffende literarische Lücke geschlossen hat. Grund für diese Würdigung in der „Ich-Form“ aber ist ein anderer:
Der Rezensent arbeitete während der Generalintendanz Walter Erich Schäfers am Württembergischen Staatstheater, in der John Cranko das Stuttgart-Ballett, dem auch der Däne Egon Madsen angehörte, zu Weltruhm brachte, als Feuilletonredakteur in Stuttgart, Continue reading „Egon Madsen: Ein Tanzleben“
3 x Lang – Begeisterter Empfang der deutschen Olympioniken im Hamburger Hafen
Mit dem Traumschiff nach Hamburg zurück
Mittwoch, 15.August 2012 – 9.15 Uhr auf der Elbe:
„Da hinten kommt sie“, ruft eine Frau aufgeregt und richtig, – langsam schiebt sich MS „Deutschland“ der Reederei Deilmann die Elbe hinauf, nach sechsundreissig Stunden Seereise zurück aus London. Unterhalb der weißen Kommandobrücke hängt eine riesige Deutschlandflagge und über zweihundert Olympioniken, davon fünfundzwanzig Olympiasieger schwenken ihre roten Mützen. Der Eisbrecher „Stettin“, in der Nacht erst von der Hanse Sail in Rostock zurückgekehrt, betätigt laut tutend seine Dampfpfeife. 3 x Lang als Continue reading „Hamburg empfängt die deutschen Olympioniken“
erschienen im Hamburger Abendblatt am 14. August 2012
Von Johanna R. Wöhlke
Müllabfuhr im Internet
Wer kriegt gerne eine Abfuhr? Antwort: Auch ich nicht! Aber diese Antwort bedeutet: Man hat die Rechnung ohne die Müllabfuhr gemacht. Von der nämlich kriegen wir alle gerne eine Abfuhr – regelmäßig und pünktlich und wehe nicht!
Damit diese Abfuhr aber auch ihren Zweck erfüllen kann, müssen wir immer genau wissen, wann was abgefahren wird. Das ist im Laufe der Jahre immer schwieriger geworden, denn es entwickelte sich etwas, das unser aller Müllabfuhrleben geprägt hat: die Mülltrennung. Wie oft schon habe ich einfach vergessen, wann welcher Müll abgefahren wird! Continue reading „Welche Tonne darf´s heute sein?“
Amateurhafte Premiere des diesjährigen Sommertheaters St. Georg
Als Ben Johnson’s „Volpone“ auf englischen Bühnen auftauchte, feierte Machiavelli’s „Mandragola“ bereits einhundertjährigen Geburtstag. Wir befinden uns also im Europa des17. und 16. Jahrhunderts.Und die beiden Dichter werden hier nur deshalb in einem Atemzug genannt, weil ihnen ein Tatbestand gemeinsam eigen ist: Die zwei genannten Stücke werden bis heute inszeniert und aufgeführt.
Wenn wir also an den Wahrheitsgehalt von Walter Jens’ Äußerung glauben, die gültige Übersetzung des Wortes„konservativ“ laute nicht ,„das zu bewahren, was gestern war, sondern, was bis heute dauerhafte Gültigkeit hat“, so müssen wir auch in diesen Fällen die Begründung finden. Und die lautet schlicht: Beide Stücke sind Allegorien auf Continue reading „Machiavellis „Mandragola“ als Operette“
Der Aufsichtsrat des Thalia Theaters hat sich am 10. August 2012 in einer Sondersitzung für die Verlängerung des noch bis 2014 laufenden Vertrages von Joachim Lux als Intendant des Thalia Theaters bis 2019 ausgesprochen. Direkt im Anschluss an die Sitzung hat Joachim Lux seinen Vertrag gemeinsam mit Senatorin Prof. Barbara Kisseler unterzeichnet. Continue reading „Joachim Lux bleibt Intendant des Thalia Theaters in Hamburg“
Von Johanna Renate Wöhlke: Urheberrecht für Autoren!
Bilder der Veranstaltung am 29. September 2012 im Kulturhaus Eppendorf
Seminar im Kulturhaus Eppendorf
Dr. Reimer Eilers referiert
Interessierte Zuhörerschaft
Dr. Reimer Eilers
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in Zusammenarbeit mit dem VS-Verband Deutscher Schriftsteller in Hamburg und der Hamburger Autorenvereinigung bieten wir Ihnen in diesem Jahr folgendes Bildungsseminar an. Die Kosten sind durch den Mitgliedsbeitrag gedeckt, daher ist die Teilnahme für Mitglieder frei. Der Referent ist Dr. Reimer Eilers, Vorsitzender des VS Hamburg.
Samstag, den 29. September 2012
Ort: Kulturhaus Eppendorf
Zeit: 10.00 – 16.00 Uhr (mit Mittagspause)
Urheberrecht für Autoren
– ein Bildungsseminar des Schriftstellerverbands mit dem Hamburger VS-Landesvorsitzenden Dr. Reimer Eilers. Angriffe auf das Urheberrecht. Was bedeutet die Netzpolitik der Grünen und Piraten für uns? Schwerpunkt Probleme aus der Praxis: Darf ich die interessante Person aus dem Nachbarhaus in meinem nächsten Roman auftreten lassen? Wie kann ich meine Texte schützen lassen? Und was mache ich bei Textklau? Darf ich die tolle Kritik meiner Lesung aus dem Abendblatt auf meine Webseite stellen? Wie sind die E-Book-Rechte am besten zu vergeben? Was ist das Hauptrecht und was sind die Nebenrechte in meinem Verlagsvertrag? Welche Auskünfte muss der Verlag mir geben? Welche Rechte habe ich an noch unbekannten Nutzungsarten? Was bedeutet der Begriff der angemessenen Vergütung im Gesetz? Sind meine Texte im Web für alle Nutzer frei oder welche Regeln gelten hier?
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Kurze Anmeldung erforderlich per eMail: Post@ReimerEilers.de
Bitte schauen Sie auch regelmäßig unter „DAP Aktuell“ und im Kalender nach interessanten Informationen aus der Vereinigung!
erschienen im Hamburger Abendblatt am 11./12. August 2012
von Johanna R. Wöhlke
Verliererin zeigt Sportlichkeit
Ja, ich sitze gerne vor dem Fernseher in dieser Zeit und schaue mir die Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen an. Das ist so Tradition wie für viele andere auch. Allerdings habe ich das selten so ärgerlich getan wie gerade jetzt. Das liegt daran, dass ich immer wieder den „wahren Geist der Sportlichkeit“ suche und ihn nicht finde. Der Fehler, den ich dabei begehe, liegt wahrscheinlich darin – soweit habe ich mein Verhalten schon analysiert – dass ich ihn dort suche, wo er nie zu finden ist: auf der Seite der Goldmedaille, des Medaillenspiegels und der Vergötterung des Leistungswillens. Continue reading „Verliererin zeigt Sportlichkeit“
Bruni Prasske schrieb ein Buch über ihr Leben auf dem Campingplatz am Falkensteiner Ufer
Mein Wohnwagen und ich
Von Frühling bis Herbst teilt Bruni Prasske seit zwei Jahren ihre Tage und Nächte mit Rex – ihrem Wohnwagen. „Ich komme im März hierher und fahre erst im Oktober wieder“, so die Langzeitcamperin. „Im Wagen habe ich kein Strom, und zum Klo muss ich mit dem Fahrrad nach vorne ins Wasch- und Toilettenhäuschen fahren“, erzählt sie. Unglücklich wirkt sie nicht, ganz im Gegenteil: „Das Leben hier draußen hat mich verändert. Ich habe mitbekommen, wie wenig man braucht, um zufrieden zu sein“, strahlt sie. Und hat darüber auch gleich ein Buch geschrieben. Die St. Paulianerin verzichtet gern auf Luxus. Sie kocht mit Gas, schäumt die Milch für die Latte Macchiato per Hand auf und muss ihren Laptop an der Rezeption des Campingplatzes aufladen. „Ich träume von einer Solaranlage“, sagt sie, als sie es sich auf dem Stuhl unterm Vorzelt bequem macht. Continue reading „„Zum Klo muss ich mit dem Rad fahren““
auf diese Weise möchte ich mich sehr herzlich bei unserem Mitglied und Beirat José Napoléon Mariona bedanken! Herr Mariona hat es durch seine Kontakte ermöglicht, dass zwei unserer Mitglieder im Oktober auf eine große Mittelamerika Pressereise gehen können. In Honduras findet die Messe CATM statt, die “Central America Travel Market“. Im Anschluss daran gibt es die Möglichkeit, an verschiedenen Trips teilzunehmen, die nach Belize, Costa Rica, El Salavador, Guatemala und Nicaragua führen.
Im Mai schloss sich in der „Kultur Bühne Bugenhagen“ in der Bugenhagenkirche in Barmbek zum letzten Mal der Vorhang. Nun ist das Theater wieder da, unter neuem Namen mit neuen Betreibern: „Die Burg – Theater am Biedermannplatz“. Die Bugenhagenkirche in Barmbek ist wohl die einzige Kirche Deutschlands, die schon beim Bau im Jahre 1926 mit einem echten Theater ausgestattet wurde. Das imposante Bauwerk wurde vom Erbauer nach dem Motto „Ein feste Burg ist unser Gott“ konzipiert – was zum neuen Namen der Bühne führt. Der ebenerdige Saal hat Platz für bis zu 250 Personen. Das hauseigene Café bietet Getränke und kleine Snacks. Continue reading „„Dennis“ – Ein Kind zwischen den Fronten“
Heute vor 50 Jahren schied Marilyn Monroe durch Selbstmord aus dem Leben
Hotel „del Coronado“ in San Diego, Kalifornien
Mein Lieblingsfilm mit Marilyn Monroe ist „Some like it hot“ aus dem Jahre 1959 und steht als DVD in jedem Jahr auf meinem heimischen Fernsehspielplan. Wegen dieses Filmes habe ich vor einigen Jahren in Kalifornien das Hotel und damaligen Drehort “del Coronado“ in San Diego in Kalifornien besucht und mich an diesen Film erinnert – an alle aus dem Film, die gesamte „Crew“ von „Sugar“ Marilyn bis „Osgood Fielding III“ Joe E. Brown , Tony Curtis und Jack Lemmon wie sie am Strand von San Diego agierten und damit zu diesem unvergesslichen Kinofilm beigetragen haben. Continue reading „Marilyn Monroe: Ein Denkmal aus Zelluloid“
März 1962 wurde der in Ungarn geborene Czódor István in Hamburg der Pfarrer in Poppenbüttel. Im gleichen Jahr begann er neben den deutschsprachigen auch regelmäßig katholische, ungarische Gottesdienste in der Nordspitze der Stadt zu halten. Seitdem gibt es diese am ersten Sonntag jedes Monats, wo sich Ungarn aus Hamburg und Umgebung nun seit fünfzig Jahren schon zusammenfinden. Nachdem Pfarrer Czódor in Rente gegangen ist, übernahm seine Arbeit Pfarrer Rasztovác Pál, der heute diese außergewöhnlichen Gottesdienste hält.
Der heutige deutsche Pfarrer Anton Jansen unterstüzt die ungarische Gemeinschaft und nebenbei pflegt er selbst auch die Erinnerungen an den seitdem verstorbenen Pfarrer Czódor.