
- Zum zweiten Mal in 2011 bietet unser Mitglied Hans-Peter Kurr, in Rhetorik und Schauspiel ausgebildeter Regisseur, Menschen ein Wochenendseminar in Rhetorik an, denen es schwer fällt, in der Öffentlichkeit frei zu reden, oder die ihre Vortragsfähigkeiten schulen wollen. Continue reading „Angst vor der freien Rede? Hans-Peter Kurr bietet wieder ein Rhetorik-Seminar an!“
Kategorie: Kunst und Kultur
Artikel aus dem Feuilleton
Zwei Partner – ein Konzert
Von Hartmuth Seitz
Konzert im Rahmen des Hermann-Rauhe-Festivals

Die Kooperation zwischen dem „Hermann-Rauhe-Festival“ und der „Musikschule an der Oste e.V.“ ist noch jung. Aber jung und schwungvoll haben sich diese Partner zusammen mit der Prof.-Hermann-Rauhe-Grundschule zu einem nächsten Ereignis verabredet.
Am 02. September stellen sich um 19:00 Uhr in der Pausenhalle der Prof.-Hermann-Rauhe-Schule in Wanna beide Partner einer interessierten Öffentlichkeit. Den Großteil des Programms bestreitet die Musikschule, die sich mit 3 Gruppen vorstellen wird.
Das Jazz-Ensemble und das Pop-Orchester stehen mit Stücken von Michael Jackson, Tina Turner und Supertramp sowie einigen Jazz-Klassikern für den beschwingten Teil des Abends. Das Klassik-Ensemble ehrt den Namensgeber des Festival, Prof. Hermann Rauhe mit drei Stücken aus seinem Musical „Gesang der Sterne“. Continue reading „Zwei Partner – ein Konzert“
Ohnsorg Theater Hamburg: Sommernachtstraum „op platt“: En Sommernachtsdroom
Von Hans-Peter Kurr
Regiezauberer Bogdanov und sein sinnlicher „Sommernachtstraum“
Notizen zur Eröffungspremiere des „neuen“ Ohnsorg-Theaters am Hauptbahnhof
* Das neue Haus ist prächtig, elegant, funktionaliter, grosszügig geschnitten, akustisch hervorragend; die Sichtverhältnisse – auch vom Rang – sind , bis auf einen einzigen Sitz hinter der offenbar einzigen tragenden Säule, optimal.
* Ungewöhnlich für Hamburger Verhältnisse: Der Hausherr, Christian Seele, ist mit dem veranschlagten Etat von 15 Millionen Euro für Umbau und Umzug ausgekommen. Gratulor und Chapeau!
* Diesem wunderbaren Intendanten ist es gelungen, den ebenso wunderbaren Briten und Wahl-Hamburger Michael Bogdanov, der einige Jahre seines Lebens (nicht die erfreulichsten!)die Intendanz des gegenüberliegenden Deutschen Schauspielhauses innehatte, für die Eröffnungsinszenierung des „neuen“ Ohnsorg-Theaters zu gewinnen, dazu noch mit Shakespeare’s „Ein Sommernachtstraum“ op platt! Continue reading „Ohnsorg Theater Hamburg: Sommernachtstraum „op platt“: En Sommernachtsdroom“
Konrad Duden und die einheitliche deutsche Rechtschreibung
Von Dr. Manuel Ruoff
»Schreibe, wie Du sprichst«
Durch Konrad Duden und die Reichsgründung erhielten die Deutschen eine einheitliche Rechtschreibung
Wenn es stimmt, dass Bildung und Armut eine gefährliche Kombination für den Status quo sind, dann war der Namensgeber des „Dudens“ prädestiniert, die Gesellschaft zu verändern.
Der junge Duden wuchs nicht im Elend auf, doch hatte seine in Wesel verwurzelte Familie schon einmal bessere Tage gesehen. Sein gleichnamiger Großvater war erst Stadtsekretär und anschließend sogar Bürgermeister gewesen. Und sein anderer Großvater, Jacob Monje, war Arzt und hatte mit Bossigt in Langhausen bei Wesel ein Landgut besessen. Konrad Dudens Vater war Branntweinbrenner und hatte von dessen Schwiegervater das Gut Bossigt übernommen. Doch überschuldete Johann Konrad Duden sich als Unternehmer derart, dass er das Landgut Gläubigern überlassen musste. Damals war Konrad Duden gerade vier Jahre alt. Continue reading „Konrad Duden und die einheitliche deutsche Rechtschreibung“
Suche nach dem Gold der Templer
Erschienen am 23. Juli in der Preussischen Allgemeinen Zeitung
von Günther Falbe
Handlung der Störtebeker-Festspiele nach Schottland verlegt − Schauspiel vor faszinierender Kulisse
Irgendwo soll er liegen, der legendäre Schatz der Templer. Wo hat man ihn nicht schon vermutet, sogar in Schottland, und dass dies durchaus möglich ist, wollen die diesjährigen Störtebeker-Festspiele auf der Insel Rügen beweisen Der berühmt-berüchtigte Freibeuter der nordischen Meere, Klaus Störtebeker, ist ihm auf der Spur, samt seinen Vitalienbrüdern, und dass es dabei zum Hauen und Stechen kommt, gehört nun einmal zu dem rauen Spiel auf der Ralswieker Naturbühne am Großen Jasmunder Bodden. Und wie immer sind Sage und Historie auf solch wirksame Weise verwoben, dass man schon glauben könnte, dass Störtebecker tatsächlich das Gold der Templer gefunden hätte. Na ja, jedenfalls einen Teil davon. Und der genügt den Zuschauern auf den über 8800 blauen Sitzschalen, die allabendlich – außer sonntags – begeistert dem Spektakel folgen, das sich auf der einmalig schönen Freilichtbühne entfaltet, die sich diesmal in eine schottische Felsenküste verwandelt hat. Continue reading „Suche nach dem Gold der Templer“
Der jüdische Friedhof in Altona
Dieser Artikel erschien am 6. August 2011 in der PAZ
IN STEIN GEMEISSELTE ERINNERUNG – DER JÜDISCHE FRIEDHOF IN ALTONA
Von Uta Buhr
Es hat angefangen zu regnen. Leise fallen die Tropfen auf das dichte Laubdach der Bäume und netzen das Moos auf den alten Grabsteinen. Außer dem Gezwitscher der Vögel und dem Summen der Insekten stört kein Geräusch die Ruhe der Toten auf dem jüdischen Friedhof an der Königstraße. Bei diesem trüben Wetter haben sich nur wenige Besucher an dem „guten Ort“ eingefunden. So nannten die aus Portugal stammenden Juden jenes Areal, das sie
Im Jahre 1611 vom Grafen Ernst III. von Holstein-Schauenburg und Sterneberg erwarben, um hier ihre Toten nach sephardischem Ritus zu bestatten. Am 31. Mai wurde dieser älteste jüdische Friedhof in Continue reading „Der jüdische Friedhof in Altona“
Januz Korczak ist auferstanden
Hamburgs „TheaterSehnsucht“ bereitet Sylvanus-Premiere vor
Von H.-D. Schwarze

Erwin Sylvanus dokumentarisches Schauspiel „Korczak und die Kinder“ steht für den Mittwoch, 14. September, um 20.00 Uhr als nächste Premiere im Spielplan des hamburgischen „TheaterSehnsucht“ in der Inszenierung von Fred Buchalski.
Das zu Beginn er sechziger Jahre uraufgeführte und auch als TV-Fassung zu entdeckende Schauspiel , singt – in halbdokumentarischer Form, die vor einem halben Jahrhundert als „dramaturgisches Erbe“ Thornton Wilders‘ auch deutsche Stückeschreiber beeinflusste – das Hohelied des polnischen Arztes Dr. Januz Korczak, der im Ghetto des von den Nationalsozialisten im Zuge von Hitlers „Polenfeldzug“ eroberten Warschau ein Heim ,das von 200 jüdischen Waisenkindern bewohnt wurde, betreute. Continue reading „Januz Korczak ist auferstanden“
Die »Frau mit Pfiff« würde jetzt 90 Jahre alt
Von Dr. Manuel Ruoff
Am 11. Juli 1921 kam der musikalische Ufa-Star Ilse Werner im heutigen Djakarta zur Welt
Eine Frau mit Pfiff“ – so lautete der Titel ihrer musikalischen Fernsehshow aus dem Jahre 1967 und als solche ist Ilse Werner auch in die deutsche Film- und Musikgeschichte eingegangen. Als Pfeiftalent und Sängerin trat Werner erstmals in „Das Wunschkonzert“ hervor. Dieser bis dahin größte deutsche Kinoerfolg machte sie auch als Musikerin bekannt; als Schauspielerin war sie es schon vorher gewesen. Ebenso wie Zarah Leander vereinigte sich auch in Ilse Werner schauspielerisches mit musikalischem Talent. Beide erlebten im Dritten Reich den Höhepunkt ihrer Karriere, beide wurden dafür nach dem Zweiten Weltkrieg mit einem Karriereknick abgestraft, und beide sind weder in Deutschland zur Welt gekommen noch waren sie Staatsangehörige des Deutschen Reiches. Continue reading „Die »Frau mit Pfiff« würde jetzt 90 Jahre alt“
Theater „NN“ mit Büchner Produktion im „Römischen Garten“
Von Hans-Peter Kurr
Dieter Seidels Erfolg nach behördlichem Verbot
Köstlich: Das Theater „NN“ mit Büchner-Produktion endlich wieder im „Römischen Garten
„“Wohlverwahrt“ sollte der aus politischen Gründen aus dem Land Hessen geflohene Medizin-Student und Dichter Georg Bücher beim Untersuchungsrichter abgeliefert werden, falls es denn jemandem gelänge, ihn, den Kurzsichtigen, festzusetzen. So lesen wir in einem Steckbrief des Jahres 1835.Wohlverwahrt hat auch Dieter Seidel, Chef des Hamburger Theaters „NN“, das Geheimnis, wie es ihm gelungen ist – trotz chronischen Geldmangels – ein so qualifiziertes Ensemble für seine Inszenierung von Büchners „Leonce und Lena“ zusammenzustellen, das in diesen Tagen ein einigermaßen gedrängt sitzendes Premieren-Publikum, das während der Vorstellung eifrig „picknickte“, im Freilichttheater „Römischer Garten“ oberhalb des Falkensteiners Ufers mit sommerlichem Kunstgenuss verwöhnte. Continue reading „Theater „NN“ mit Büchner Produktion im „Römischen Garten““
Wie ist das Leben?
erschienen im Hamburger Abendblatt am 18. Juli 2011
Von Johanna R. Wöhlke
Die Sache ist an diesem Nachmittag völlig klar und unklar zugleich. Warum? Hier sitzen Frauen zusammen, trinken Kaffee und lesen nicht aus dem Kaffeesatz, nein, sie philosophieren über eine Wasserflasche! Sie können sich das nicht vorstellen? Abwarten, nach den folgenden Sätzen werden Sie es können! Continue reading „Wie ist das Leben?“
Zurück zu den Wurzeln
Von Hans-Peter Kurr
Der TV- und Theaterregisseur Professor Dietrich Haugk „back in town“

Geboren wurde er im Wonnemonat Mai 1925 im thüringischen Ellrich, seine Gymnasialzeit verbrachte er in Bielefeld, seine künstlerischen Wurzeln aber finden sich in Hamburg, wo er 1949 an der damaligen „Jungen Bühne“ mit einer Inszenierung von Heinz Coubiers „Aimée“ sein Debut als Bühnenregisseur gab. Als Schauspieler hatte er sich bereits 1946 am Stadttheater Bielefeld zum ersten Mal der Öffentlichkeit gestellt in der Rolle des Oswald in Ibsens „Gespenster“, nachdem er den Kriegsdienst unbeschadet überlebt hatte.Jetzt ist er in die Stadt zurückgekehrt, in der seine künstlerische Karriere begann, nach Hamburg…, ein einsamer Wolf, der – körperlich ein wenig malade – seine vermutlich letzte Heimat im Haus eines seiner Söhne in Rahlstedt gefunden hat, ein Menschenführer mit einem nachgerade unfaßbaren Werdegang als Theater- und TV-Regisseur: Continue reading „Zurück zu den Wurzeln“
100 Jahre Hamburger Elbtunnel
Erstprägung der 10 Euro-Silbergedenkmünze durch Senator Dr. Peter Tschentscher
Von Johanna Renate Wöhlke

Der Elbtunnel in Hamburg besteht seit einhundert Jahren. Die Bundesregierung hat dieses Datum zum Anlass genommen, eine 10 Euro-Gedenkmünze herauszugeben, die in der Hamburgischen Münze geprägt und voraussichtlich am 15. September 2011 ausgegeben werden wird.
Finanzsenator Dr. Peter Tschentscher hat bei einem Besuch der Hamburgischen Münze die Erstprägung der aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Hamburger Elbtunnels erscheinenden 10 Euro-Silbergedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland vorgenommen.
Assistiert von Münzprägerin Carmen Lahr und mit von ihr sorgsam gereichten weißen Schutzhandschuhen hatte der Senator sichtlich Spaß daran, einen Silberrohling in eine wertvolle Münze zu verwandeln.
Gestaltet wurde die Münze von dem renommierten Rodenbacher Künstler Herwig Otto. Continue reading „100 Jahre Hamburger Elbtunnel“
Zum frühen Tod von Maria Kwiatkowsky
Von Götz Egloff

Wie die Volksbühne Berlin am Freitag, 8. Juli 2011 mitteilte, ist Ensemblemitglied Maria Kwiatkowsky im Alter von 26 Jahren am 4. Juli 2011 unerwartet verstorben. Betroffenheit bei denen, die sie kannten, mochten oder einfach nur Zeuge ihrer Kunst wurden.
Ein Schauspiel-Talent, das in ihrer energetisch aufgeladenen Art sowohl als wilder Rabauke als auch als verletzliches Mädchen auftreten konnte. Unlängst in Nach Moskau! von Czechov und im Lehrstück von Brecht unter der Regie von Frank Castorf zu sehen, brillierte sie in mitunter verwegenem Spiel neben Kathrin Angerer, Bernhard Schütz, Milan Peschel und anderen Größen des deutschsprachigen Gegenwarts-Theaters. Castorf hatte mit diesen Abenden zu alter Form zurückgefunden und die oft verschmähte Volksbühnen-Inszenierungspraxis der letzten Jahre inhaltlich wiederbelebt, ja neudefiniert.

Die Programmatik der Volksbühne wurde formal meist konsequent durchgehalten, inhaltlich geriet sie nicht nur durch personelle Veränderungen in schwieriges Fahrwasser. Maria Kwiatkowsky war da nicht nur ein schauspielerischer Glücksfall. Als potentielles Enfant terrible erschien sie als theatraler Antreiber, dem jeder Bremsschuh fremd war. Manchen Extrem-Talenten ist in eben diesem Extrem kein langes Agieren vergönnt. Vermutlich brauchen sie sich zu schnell auf. Die Unwiderruflichkeit mancher Tatsachen ist so bedauerlich wie real, so wie es der frühe Tod von Maria Kwiatkowsky ist.
Januz Korczak ist auferstanden
Januz Korczak ist auferstanden
Hamburgs „TheaterSehnsucht“ bereitet Sylvanus-Premiere vor
Von H.-D. Schwarze
Erwin Sylvanus‘ dokumentarisches Schauspiel „Korczak und die Kinder“ steht für den Mittwoch, 14. September, um 20.00 Uhr als nächste Premiere im Spielplan des hamburgischen „TheaterSehnsucht“ in der Inszenierung von Fred Buchalski.
Das, zu Beginn er sechsziger Jahre uraufgeführte und auch als TV-Fassung zu entdeckende Schauspiel , singt – in halbdokumentarischer Form, die vor einem halben Jahrhundert als „dramaturgisches Erbe“ Thornton Wilders‘ auch deutsche Stückeschreiber beeinflusste – das Hohelied des polnischen Arztes Dr. Januz Korczak, der im Ghetto des von den Nationalsozialisten im Zuge von Hitlers „Polenfeldzug“ eroberten Warschau ein Heim ,das von 200 jüdischen Waisenkindern bewohnt wurde, betreute. Continue reading „Januz Korczak ist auferstanden“
„Moebis“ Theaterschiff wird stolze 100 Jahre alt!
Vom Schietgänger zum Theaterdirektor
Von Hans-Peter Kurr

Das war 1975. Da war der Pott schon 63 Jahre alt. In unseren Tagen hat er stolze einhundert Jahre unter der Flagge, ist noch immer seetüchtig, gilt immer noch als Europas berühmtestes Theaterschiff, steht inzwischen , in der Nachfolge des Moebius-Ehepaares, unter der Leitung von Anke und Gerd Schlesselmann und darf sich „ seit Ewigkeiten“ als „Jeden Abend ausverkauft“ präsentieren! Kein stählerner Epigone, schaukle er nun auf dem Wasser in Wedel, in Bremen oder andernorts, hat ihm das je nachgemacht.Und die berühmten Namen derer, die für diesen beneidenswerten Zustand sorgten, zählen zu den besten , die deutsches Theater und deutscher Film bis heute aufwiesen: Gert Fröbe zeigte hier seine berühmte Torhüter-Nummer, dem in diesen Tagen verstorbenen „Heini“ Reincke wurde zu Joachim Ringelnatz, Richard Münch sprach seinen gepflegten Goethe und andere hochrangige Literatur, bevor er, der in jenen Jahren noch unter Flugangst litt, sich in den Schlafwagenzug nach Zürich begab, um am nächsten Morgen mit seiner Frau, Ella Büchi , in Küsnacht frühstücken zu können . Und das sind nur drei Beispiele aus den vielen Jahren.

Auf Europas einzigem hochseetüchtigem Theaterschiff sitzt kein Zuschauer weiter als sieben Meter von der Bühne entfernt. Diese einmalige Nähe zum Publikum ist es, die Künstler und Besucher besonders schätzen.
Doch bevor es zum Theater wurde, hatte DAS SCHIFF schon eine bewegte Geschichte hinter sich:
Sommer 1912. Die Zeit der schweren hölzernen Segelschiffe für die Frachtfahrt ging zu Ende, als sich herausstellte, um wie viel billiger stählerne Schiffe zu nieten waren. Auch die Werft van Diepen in Waterhuizen/Provinz Groningen baute solche Stahlschiffe in Fließbandserie.
Die Baunummer 366 – ein 20,19 Meter langer, elegant-schneeweißer Besan-Ewer – erhielt den stolzen Namen „Seemöve“. Die beiden Masten konnten geklappt werden, damit niedrige Kanalbrücken passierbar wurden und mächtige Seitenschwerter aus Holz, ein typischen Merkmal der Zeit, stabilisierten das Schiff beim Segeln über Watt und See.

Im Zweiten Weltkrieg sank die „Seemöve“ in einer Bombennacht im Hamburger Hafen. Doch Raap gab nicht auf. Das Schiff wurde gehoben und repariert. Bis 1955 wuchs die „Seemöve“ auf eine Gesamtlänge von 34,50 Meter und ein Volumen von 251 Ladetonnen. Aus dem eleganten Segler war ein Küstenmotorschiff geworden, das kostendeckend auch weitere Reisen unternehmen konnte.
Zehn Jahre später wurde aus der betagten „Seemöve“ eine „MS Rita Funck“, doch auch für dieses Schiff kam bald die Zeit, wo es dem neuen Eigner Horst Funck für die Frachten zu klein wurde. Er wollte verkaufen.
Und so erstanden 1974 Christa und Eberhard Möbius den für die Schifffahrt unwirtschaftlichen Dampfer, die „MS Rita Funck“, und ließen ihn auf der kleinen Familien-Werft Garbers in Rothenburgsort zum Theaterschiff umbauen. Am 13. Oktober 1975 hatte „Das Schiff“ an seinem Liegeplatz im Nikolaifleet Premiere.
Reisen des Schiffes führten und führen bis heute zur Kieler Woche, nach Bremerhaven, Helgoland und zu Häfen rings um Hamburg.
Fotos: © Stagephotographers. Das Schiff
.
Ohnsorg-Theater Hamburg: Klappsitz-Paten gesucht
Eine Bildergalerie über den Umzug des Ohnsorg-Theaters
Von Hans-Peter Kurr

Aus dem „geordneten Chaos“, das sich dem geneigten Leser in dieser Bildergalerie von der Baustelle im Hamburger Bieberhaus präsentiert, wird sich Ende August 2011 das neue Ohnsorg-Theater in einer Kombination von Schönheit und Funktionalität erheben, sobald am 28. jenes Monats um 20.00 Uhr der Hauptvorhang der neuen Bühne aufschwingt über Michael Bogdanov’s Inszenierung einer plattdeutschen Fassung des Shakespeare’ schen Komödien-Klassikers „Ein Sommernachtstraum“.

Es muß ein – zumindest – ungewöhnliches Erlebnis sein für den weltbekannten britischen Regisseur, in einem komplett neuen Theater eine mundartliche Fassung seines großen englischen Landsmannes zu inszenieren, an einer Stätte also, die dem Deutschen Schauspielhaus an der Kirchenallee direkt gegenüberliegt, dessen Intendant Bogdanov vor über zwanzig Jahren war….wie Schirmer und viele andere von Teilen der Hamburger Kulturpresse ebenso zermürbt wie von den Pfeffersäcken im Rathaus…. Continue reading „Ohnsorg-Theater Hamburg: Klappsitz-Paten gesucht“
Im Wald, da sind die Räuber…Abenteuer und Kultur im Spessart
Dieser Artikel erschien am 26. Juni 2010 im Reiseteil von „Schleswig-Holstein am Sonntag“
Von Uta Buhr

Ausgelassen durchstreifen wir den Wald. Durch das dichte Blätterwerk der mächtigen Bäume schimmern die letzten Sonnenstrahlen. Ein Bach murmelt im Gras, in der Ferne hämmert ein Specht. „Wie unheimlich!“ Eine aus der Gruppe schüttelt sich in gespieltem Entsetzen. „Ja, im Wald das sind die Räuber, halli, hallo, die Räu…“ Weiter kommen wir nicht. Denn ein Schuss zerreißt die Stille, Vögel flattern kreischend auf. Und eine Schar abenteuerlicher, in Lumpen gehüllter Gestalten bricht aus dem Unterholz und stürzt sich auf uns. Der Anführer, ein stattlicher Mann mit Schlapphut und Vorderlader, erklärt uns zu Gefangenen. Und nun beginnt für alle Beteiligten ein Ulk mit Fesselung, Verhören und versöhnlichem Umtrunk am Schluss dieser Räuberpistole. Derlei Überfälle auf Bestellung erfreuen sich als Spessart-Folklore großer Beliebtheit. Pate stand „Das Wirtshaus im Spessart“ von Wilhelm Hauff, der das herrliche Waldgebiet im Elsavatal zwischen Aschaffenburg und Rohrbrunn zu Beginn des 19. Jahrhunderts bereiste. Das aus bitterer Armut der Spessart-Bewohner geborene Räuberwesen gab es tatsächlich bis 1812. In jenem Jahr wurden die letzten Banditen öffentlich hingerichtet. Continue reading „Im Wald, da sind die Räuber…Abenteuer und Kultur im Spessart“
„Das Mönchsopfer“ und eine erste Moderation
Von Uschi Tisson

Hamburg-Harburg. Wenn zwei sich verstehen, freut sich die Dritte! So geht es immer weiter mit dem Net(t)working, wenn Frau offen ist für neue Wege! So kam der Zeitpunkt für meine erste Moderation einer Lesung aus dem Buch „Das Mönchsopfer“ (Piper). Die drei Partnerinnen Alexandra Guggenheim (Autorin), Katrin Schmitt (Gastgeberin) und ich verbrachten den Feierabend in der „Buchhandlung am Sand“ in Hamburg-Harburg.
Alexandra Guggenheim las nicht nur aus ihrem letzten Roman. Die Zuhörer erfuhren mehr über die Entstehung von „Das Mönchsopfer“ und bekamen außerdem ein umfangreiches Bild aus dem Arbeitsalltag einer erfolgreichen Autorin.
Ich freue mich auf die nächste Moderation!



