Der Traum vom Süden. Die Sammlung des Senators Martin Johan Jenisch

Der Traum vom Süden

Unter dem Titel „Der Traum vom Süden“ präsentiert die Ausstellung die Sammlung des Hamburger Senators Martin Johan Jenisch, der sich im gleichnamigen Park mit Blick auf die Elbe seine beeindruckende Sommervilla im klassizistischen Stil errichten ließ. Die Einladungen zur Eröffnung waren verschickt, das Eröffnungsprogramm geplant, die Vorfreude auf die neue Ausstellung groß. Um allen Interessierten trotz der Corona-bedingten Schließung der Museen die Möglichkeit zu geben, die fertiggestellte Ausstellung zu erleben, wurde diese in Form eines Films kurzerhand online eröffnet.

Der Film zur Online-Eröffnung ist unter https://www.youtube.com/watch?v=7-I1-VNderQ zu sehen.

Franz Xaver Winterhalter, Italienisches Mädchen, Sammlung Jenisch, Altonaer Museum, Foto SHMH

Die Ausstellung versammelt zahlreiche Glanzstücke der Sammlung des Senators Jenisch (1793-1857), die dieser maßgeblich während zweier Italienreisen zusammengestellt hat und die zu seinen Lebzeiten als Hamburger Sehenswürdigkeit empfohlen wurde. Unter den Gemälden in der thematisch kuratierten Schau finden sich Werke von namhaften Künstlern wie Johan Jacob Gensler, Anton Melbye, Franz Xaver Winterhalter, Franz Ludwig Catel sowie der Brüder Franz und Johannes Riepenhausen. Die Malerbrüder Riepenhausen und andere deutsche Maler besuchte Jenisch häufig in ihren Ateliers in Rom. Er war besonders fasziniert vom Künstlerleben der sogenannten „Deutschrömer“, in dessen Mittelpunkt der dänische Bildhauer Bertel Thorvaldsen stand. Seine Atelierbesuche in Rom und anderen Städten Italiens dokumentierte der sammelnde Senator in seinen Reisetagebüchern, aus denen Zitate und Kommentare in der Ausstellung erläutern, was den hanseatischen Kunstliebhaber zum Kauf des jeweiligen Bildes motivierte.

 Die Digital-Ausgabe der Ausstellung finden Sie unter https://shmh.de/de/der-traum-vom-sueden

 

Stiftung Historische Museen Hamburg
Matthias Seeberg
Pressesprecher
Tel.: 040 428 131 171
matthias.seeberg@presse.shmh.de

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Hilfe für Autoren, Journalisten und andere Kulturschaffende

Der Schriftstellerverband VS in verdi hat unter dem Motto „Solidarität in Zeiten von COVID-19“ eine Handreichung für selbstständige und freie Kulturschaffende veröffentlicht, um deren Honorar- und Verdienstausfälle zu dokumentieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese abgefangen werden könnten. Außerdem gibt es Empfehlungen für die Betroffenen hinsichtlich Künstlersozialkasse u.a. sowie für die öffentliche Hand und die Verwertungsgesellschaften, wie diese den Betroffenen helfen könnten. Die VG Wort hat allerdings eine vorgezogene Ausschüttung der jährlichen Tantiemen aus personellen Gründen in einem Rundschreiben an die Registrierten abgelehnt. Die Ausschüttung wird zum gewohnten Zeitpunkt Mitte des Jahres erfolgen.

Alle Betroffenen können sich an der Datensammlung beteiligen, egal ob sie Mitglied im VS sind oder nicht. Hier ist die Handreichung im originalen Wortlaut zu finden:

Handreichung VS in verdi, Link

 

Hilfsmaßnahmen für Hamburgs Kultur und Kreativwirtschaft

Anlässlich der COVID 19-Pandemie haben die Bundesländer diverse Hilfsmaßnahmen aufgelegt, um die Honorarausfälle der Kreativen und Kulturschaffenden abzumildern. So können z. B. in Hamburg Selbstständige und Freiberufler Grundsicherung beantragen.

 

Mehr über das am 20. März 20 beschlossene Maßnahmenpaket des Senats finden Sie hier:

https://www.hamburg.de/bkm/13729684/hilfsmassnahmen-fuer-kultur-und-kreativwirtschaft/

Kultur trotz(t) Corona: Das Digital-Angebot der Stiftung Historische Museen Hamburg

Auf dem Webportal der SHMH steht unter https://shmh.de/de/digitalprogramm
eine breite Auswahl an digitalen Angeboten zur Verfügung, die neben virtuellen Ausstellungsrundgängen, Online-Dossiers zu verschiedenen Kapiteln aus der Hamburgischen Geschichte auch einen speziell für Kinder und Familien kuratierten Blick in die Sammlung der SHMH beinhaltet:

Unter der Rubrik „Hamburg Wissen“ finden sich Geschichten und Informationen aus 1200 Jahren Hamburgischer Geschichte auf einen Klick. Warum die Stadt ist, was sie ist, welche Geschichten sich hinter Orten, Gebäuden und Straßen verbergen und welche Familien und Unternehmen die Hansestadt Hamburg geprägt haben, kann dort von einer reichen Bebilderung begleitet nachgelesen werden.

Wie es dem Tattoo-Künstler Christian Warlich gelungen ist, aus einer Kneipe auf St. Pauli zum „König der Tätowierer“ zu avancieren, zeigt die Ausstellung „Tattoo-Legenden“ im Museum für Hamburgische Geschichte. Diese kann dank eines detail- und informationsreichen virtuellen Rundgangs der Agentur Absolute Reality nun auch via Bildschirm aus den eigenen vier Wänden besucht werden. „Streng reell und absolut giftfrei!“

Das die Frage nach den Chancen und Herausforderungen von Homeoffice-Tätigkeiten nicht erst seit Corona von zunehmender Relevanz ist, wurde in der Sonderausstellung „Out of Office. Wenn Roboter und KI für uns arbeiten“ thematisiert, die in Zusammenarbeit mit dem Bucerius Lab der ZEIT-Stiftung im letzten Jahr im Museum der Arbeit zu sehen war. Was es heißt, „out of office“ zu sein, kann nun bei einem virtuellen Besuch der Ausstellung mit vielen Features und Interviews nachvollzogen werden.

Das Hafenmuseum Hamburg gilt als Schatzkiste der Hafengeschichte. In seinem Schaudepot können Besucherinnen und Besucher am authentischen Ort des Schuppens 50A den historischen Güterumschlag im Hamburger Hafen erleben. Anhand der verblüffenden 360-Grad-Fotografien von Thomas Peters kann das Schaudepot nun auch bei einer digitalen Tour entdeckt werden.

Das besondere Angebot für Kinder und Familien: Via Smartphone oder Tablet können Groß und Klein auf Entdeckungsreise durch die Museen gehen und verschiedene Objekte aus den Sammlungen kennenlernen, wiedererkennen und benennen. Kindgerechte Geschichten zu den einzelnen Gegenständen regen nicht nur die Fantasie an, sondern helfen auch, den eigenen Alltag besser zu verstehen. Zur Auswahl stehen zahlreiche Sammlungsobjekte zu den Oberthemen: „Farben“, „Wasser“, „Zahlen“ oder „Zuhause“. Das digitale Angebot ist Teil der Buchreihe „Mit Kindern durchs Museum“, die die Stiftung Historische Museen Hamburg gemeinsam mit dem Carlsen Verlag konzipiert hat. Der Band zum Thema „Farben“ ist aktuell in der Rubrik „Sachbuch“ für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2020 nominiert.

Mit dem Foto der Woche gibt das von der Stiftung Historische Museen Hamburg koordinierte Projekt eFoto einen wechselnden Einblick in das entstehende größte gemeinsame Bildarchiv der Stadt Hamburg. Jedes Bild zeigt eine ganz eigene Ansicht Hamburgs und trägt so dazu bei, dass unsere Stadt in ihrer kulturellen und historischen Vielfalt sichtbar wird.

Unter dem Motto „Mitmachen & Teilhaben“ möchten die historischen Museen Hamburgs dazu aufrufen, das Hier und Jetzt der aktuellen Situation festzuhalten: Der Ausbruch der Pandemie verändert Hamburg und es stellt sich schon jetzt die Frage, wie wir im Laufe der Jahre und Jahrzehnte auf diese Zeit zurückblicken werden? Es wäre deshalb ein große Hilfe, die aktuellen Zeitläufte einzufangen – in Gegenständen, Dokumenten, Fotos und Geschichten. Welche Möglichkeiten es dafür gibt, ist alles unter https://shmh.de/de/digitalprogramm zu erfahren.

Text und Foto: SHMH

Stiftung Historische Museen Hamburg
Matthias Seeberg
Pressesprecher
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SUPERNOVA – Holiday on Ice

HOLIDAY ON ICE/Rico Ploeg, Roy Kuis

Standing Ovations für neue Show SUPERNOVA in Hamburg – ACADEMY Nachwuchstalent Carolina Raabe betritt die große Showbühne 

Hamburg – HOLIDAY ON ICE eröffnete am 6.2.2020 in der Barclaycard Arena mit einer emotionsgeladenen und spektakulären Premiere die Eisfläche für die neue Show SUPERNOVA – A journey to the stars. Ihre Showpremiere feierte auch Carolina Raabe – als ausgewähltes Nachwuchstalent der HOLIDAY ON ICE Academy hatte die 13-Jährige ihren große Auftritt auf der Eisshowbühne und begeistere das Hamburger Publikum. Am 08.02.2020 erwartete die Zuschauer zudem ein weiteres Highlight, als die Gaststars Sarah Lombardi und Joti Polizoakis in der Show um 16:30 Uhr live auf dem Eis zu erleben waren. Außerdem feierten die Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot am 09.02. um 13:00 Uhr ihr Comeback auf dem Eis in der Barclaycard Arena. Sie zeigten dort ihre gefeierte, hochemotionale Olympiakür sowie ihre eigens für HOLIDAY ON ICE kreierte Performance.

SUPERNOVA – spektakuläres Live-Entertainment auf und über dem Eis
HOLIDAY ON ICE/Chris Moylan

„SUPERNOVA ist eine Hommage an die eisige Polarwelt sowie das Universum mit all seinen Sternen, die wir mit berauschenden Bühnenbildern, innovativster Technik und atemberaubenden Choreografien zelebrieren. Wir lassen wir es in der Show wirklich schneien und entführen unser Publikum in eine ferne Galaxie“, beschreibt Robin Cousins, Creative Director der Produktion, einige effektvolle Details der Show.

Mit bezauberndem Eistanz und beeindruckend prachtvollen Kostümen erzählt die Show die Geschichte eines Liebespaares, dass inmitten einer winterlichen Feier durch einen gigantischen Schneesturm hinaus in die Unendlichkeit des Kosmos getragen wird. Dort beginnt für die beiden ein fantastisches Abenteuer jenseits von Raum und Zeit zu wahrhaft überwältigenden Orten der Galaxie und zu seinen exotischen Bewohnern. Zuletzt gelangen sie – durch eine galaktische Explosion, eine Supernova – wieder auf die Erde und zurück auf das Fest in der verschneiten Eiswelt. Dort zelebrieren sie ihre Liebe vor einer atemberaubenden Kulisse in einem unvergesslichen Finale, umgeben von farbenprächtigen Polarlichtern.

HOLIDAY ON ICE / Rico Ploeg

Mit SUPERNOVA schöpft HOLIDAY ON ICE alle Dimensionen der Eisbühne vollends aus. Die Show entführt seine Gäste in zwei völlig unterschiedliche Welten und überrascht mit spektakulären neuen Show-Elementen, die es nie zuvor bei HOLIDAY ON ICE gegeben hat. Auf die Zuschauer warten unter anderem eine 3D-LED-Wall aus individuell bespielbaren Cubes, eine bewegliche Plattform für Special Acts, rasante Geschwindigkeiten in der gesamten Arena sowie fliegende Elemente und Skater. Neben den hochklassigen technischen Ansprüchen und Eiskunstlauf auf Weltklasseniveau besticht SUPERNOVA mit groß inszenierten, verspielten sowie überraschenden Kostümwelten von Stardesigner Stefano Canulli (unter anderem bekannt durch seine Designs für den Friedrichstadtpalast, Cirque du Soleil, Valentino und Thierry Mugler). „SUPERNOVA repräsentiert unseren höchsten Anspruch an modernstes Live-Entertainment on Ice. Mit dieser neuen Produktion bleibt HOLIDAY ON ICE der eigenen Anforderung treu, Showerlebnisse immer wieder neu zu erfinden, Grenzen aufzubrechen und sich selbst jedes Jahr herauszufordern“, so Producer und CEO Peter O’Keeffe.

Der Vorverkauf für Hamburg für 2021 ist gestartet

Alle Eiskunstlauf-Liebhaber, HOLIDAY ON ICE Begeisterte und jeder, der neugierig geworden ist, können sich jetzt noch einen der begehrten Plätze sichern. Das Hamburger Publikum darf sich zudem bereits auf die kommende Saison 2020/2021 freuen, denn vom 11. bis zum 14.02.2021 kommt HOLIDAY ON ICE mit einer neuen Show zurück in die Barclaycard Arena – der Vorverkauf ist ab sofort eröffnet.

Tickets und Infos zur Show: www.holidayonice.de

Ticket-Hotline: 01805-4414
(€ 0,14/Min. aus dem dt. Festnetz, mobil max. € 0,42/Min)

Tickets für HOLIDAY ON ICE sind ab 24,90 €* erhältlich. Für Kinder ab 19,90 €*.

*Alle angezeigten Preise verstehen sich inkl. der gesetzl. MwSt., Systemgebühr und VVK-Gebühr; zzgl. Spielstätten- und ÖPNV-Gebühr sowie Buchungsgebühr von max. € 2,00 je Ticket und Versandkosten.

Über HOI Productions Germany GmbH

Mit mehr als 330 Millionen Besuchern ist HOLIDAY ON ICE die meistbesuchte Eisshow der Welt. Seit der ersten Vorstellung im Dezember 1943 hat sich der Publikumsmagnet von einer kleinen Hotelproduktion in den USA zu einem global agierenden Eis-Enter…

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DIE NACHT. ALLES AUSSER SCHLAF

Betriebspause der Hochbahn, Foto Hochbahn Hamburg

Eine Ausstellung im Museum der Arbeit von 30. Oktober 2019 bis 1. Juni 2020 „Die Nacht. Alles außer Schlaf“ ist eine Ausstellung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Museum für Kommunikation Berlin

Die meisten Menschen nutzen die Nacht zum Schlafen. Doch was passiert, wenn wir den Schlaf einmal aussetzen und die Nacht an Orten außerhalb unserer Wohnung durchwachen? Unsere Welt erscheint uns in einem anderen Licht. Ob im Schimmer des Mondes und der Sterne, im gleißend hellen Weiß von Leuchtstoffröhren oder im Halbdunkel eines Clubs: In der Nacht öffnen sich Räume, in denen an Schlaf häufig nicht zu denken ist.
Aus verschiedenen Perspektiven, aber mit besonderem Fokus auf das Thema der in vielen Branchen längt schon selbstverständlich gewordenen Nachtarbeit, setzt sich die interdisziplinäre Ausstellung „Die Nacht. Alles außer Schlaf“ im Museum der Arbeit u.a. mit unseren mystischen Projektionen auf und unseren archetypischen Ängsten vor der dunklen Tageszeit, mit der Geschichte kultureller Gepflogenheiten im städtischen Nachtleben, aber auch mit der Nacht als Triebfeder technischer Entwicklungen und ästhetischer Imaginationen auseinander.

 

Draußen zu Hause; Foto Ralf Schlick

Die Besucherinnen und Besucher können an thematisch gegliederten Stationen den Umgang mit der „anderen Hälfte des Tages“ in unterschiedlichen Facetten erleben: von den ersten Sternkarten und der Sinnsuche im nächtlichen Himmel über die ästhetischen und kulturellen Strategien, uns unseren Ängsten vor dem Unheimlichen der Nacht zu stellen, bis hin zum breiten Spektrum nächtlicher Arbeitsfelder und der Nacht als Refugium zahlreicher Subkulturen und deren Formen des Amüsements und der Zerstreuung. Sie begegnen in einem Bestiarium den Schrecken der Nacht, können interaktiv das nächtliche Gedankenkarussell anschieben, tauchen ein in die Kultur des Nachtlebens, können duftende Flirtkarten austauschen und virtuelle Graffitis hinterlassen. Am Ende finden sich die Besucher in der schlaflosen Welt der Moderne und Gegenwart wieder – im ambivalenten Zwielicht von Arbeit und Vergnügen, Grenzenlosigkeit und Kontrollverlust, Freiheit und Zwang.

Mehr als 350 Objekte – darunter Fotos, Gemälde, Postkarten, Globen und Atlanten, Bühnenbildmodelle, Horrorfiguren aus Filmen und Büchern, ein Vampirjäger-Koffer und Accessoires aus der Gothic-Kultur, Laternen und Lampen sowie typische Utensilien zu den Themen Sexarbeit und Obdachlosigkeit – aus den Bereichen der Mythologie, Astronomie, Kunst, Popkultur und Technikgeschichte demonstrieren und illustrieren die bedeutende Rolle der Nacht für unser Selbstverständnis und unsere kulturgeschichtlichen Entwicklungen.

Stiftung Historische Museen Hamburg
Museum der Arbeit
Wiesendamm 3
22305 Hamburg
www.shmh.de

Öffnungszeiten
Montag 10 bis 21 Uhr
Dienstag geschlossen
Mittwoch bis Freitag 10 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr

Eintrittspreise
Einzelbesucher: 8,50 Euro / erm. 5 Euro
Gruppenkarte (ab 10 Personen): 6 € pro Person Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Pressekontakt
Historische Museen Hamburg
Matthias Seeberg, Pressesprecher
Tel. 040 428 131 171
matthias.seeberg@presse.shmh.de

Weihnachten mit der DAP

Unserer guten Tradition folgend, haben wir auch in diesem Jahr im Marriott Hotel unsere Weihnachtsfeier veranstaltet. Dazu konnten wir erfreulicherweise unser neues Mitglied, Frau Johanna M. Neumann von der Mamlock Foundation, sowie ihren Geschäftspartner Herrn Michael Mamlock begrüßen und in unserem Kreis willkommen heißen.

Neben dem leckeren Buffet gab es einige literarische Beiträge, so z. B. die von Dr. Horst-Wolfgang Bremke performte „Weihnachtsfeier des Seemanns Kuddel Daddeldu“ (Ringelnatz), was für unseren Verband schon Kultcharakter hat, ebenso das von Uta Buhr vorgetragene „Kindergebetchen“ von Ringelnatz. Auch unsere Mitglieder Lilo Hoffmann und Dr. László Kova trugen berührende Gedichte vor. Selbstverständlich durfte das Würfelspiel nicht fehlen, an dessen Ende jede und jeder ein Geschenk mit nach Hause nehmen durfte.

Der Vorstand dankt allen Anwesenden sowie dem Personal des Marriott Hotels und wünscht allen Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr.

Fotos: Ele Runge, Maren Schönfeld

Von der Stärke einer Freundschaft

Cover

35 Jahre nach dem Abitur fährt Barbara zu einem Klassentreffen in ihre Geburtsstadt Gleiwitz. Bei einem Abstecher in den Vorort ihrer Kindheit ist es wie ein Déjà vu, als sie zwei Mädchen im Garten spielen sieht. Es erinnert sie an ihre Gemeinschaft mit ihrer Freundin Hanna, deren Großmutter Anfang der 1990er Jahre hierher zurückgekehrt ist. Aber was ist aus Hanna geworden?

Die Freundinnen hatten seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr. So wird Kathrin von K., Hannas Großmutter, nicht nur die Vergangenheit wieder aufleben lassen, sondern auch die Gegenwart lebendig machen und die Kindheitsfreundinnen wieder zusammenführen. Hanna, die sich nach dem Tod ihres Sohnes in ein Kloster zurück gezogen hat, und Barbara, die selbst einen querschnittsgelähmten Sohn hat, finden zu ihrer alten Freundschaft zurück. Renate Gandor-Glodny zeichnet ein einfühlsames Porträt von Menschen verschiedener Generationen, die Widrigkeiten in ihrem Leben überstehen müssen. Barbaras Sohn Alexander hat sich in einem geistigen Kosmos aus Literatur verschanzt und sich damit, ähnlich wie Hanna, in seinem Schmerz isoliert. Barbara lebt nur noch für Alexander und meint, kein Recht mehr auf ein eigenes Leben zu haben, solange es Alexander schlecht geht. In der wiedererstandenen Gemeinschaft der Freundinnen, ergänzt durch die Großmutter und Alexander sowie durch Andreas, der behutsam in Barbaras Leben tritt, erstarken die einzelnen Persönlichkeiten und finden zu einem tiefen Zusammenhalt. Wie der Buchtitel es schon benennt, ist diese Geschichte ein Plädoyer für Mut und Zuversicht, dass auch in den vermeintlich dunkelsten Momenten von irgendwoher ein Licht kommt und dass die Hoffnung zuletzt stirbt. Gerade in der heutigen Zeit baut diese Art Lektüre die Leserinnen und Leser gewiss auf und entlässt sie mit einem positiven Gefühl.

Renate Gandor-Glodny wurde 1944 in Posen geboren und lebte bis zu ihrer Ausreise 1979 nach Hamburg in Gleiwitz/Gliwice. Sie studierte am Polytechnikum in Gliwice und schloss das Studium als Dipom-Ingenieurin ab. Seit 1960 schreibt sie, zunächst Gedichte, später auch Prosatexte und journalistische Texte. Sie ist außerdem freie Übersetzerin und Journalistin.

Renate Gandor-Glodny: Steh auf und geh
Verlag Tredition, Hamburg 2012

Geburtstagsautorenlesung „80-1“: Poesie trifft Erzählungen und Musik

Chin-chin, Bild: László Kova

Dr. László Kova war ein politischer Flüchtling aus Ungarn, lebt seit 45 Jahren in seiner beliebten Wahlheimat Hamburg. Er liebt Flüsse und Meere, seine literarische und malerische Inspirationen findet er an der   Nord- und Ostsee, Elbe, Donau oder eben in der Lagunenstadt Venedig. Sein literarisches Schaffen ist ein vielseitiges Spiegelbild  seiner Erfahrungen und Emotionen als Dozent, Hilfsarbeiter in der DDR, wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer westdeutschen Universität, Handballtrainer in der Bundesliga, freischaffender Journalist und Dozent an einem Sprachinstitut in Hamburg. Seine Poesie und Kurzprosa sind Reflexionen seiner diversen Lebensphasen im sozialistischen Ungarn, in der kommunistischen DDR und im demokratischen Deutschland.

László Kova

Seine Lesung ist ihm an seinem „80-1“. Geburtstag ein literarisches und musikalisches Fest. Aus diesem Anlass lädt er jeden Besucher während seiner ´Autorenlesung bei von ihm live gespielten musikalischen Klängen auf Keyboard´ zu einem Glas Wein zum Anstoßen. László präsentiert diesmal aus seiner Literaturschatzkiste Humorvolles und Ernstes als Lyrik und Kurzprosa. Seine Veröffentlichungen erschienen in Anthologien u.a. bei LangenMüller Verlag München, pro-cutura Hamburg, Schmidt-Römhild Lübeck, net-Verlag Tangerhütte, Zeitgut Verlag Berlin und Rowohlt Reinbek/Hamburg.

Auch als bildender Künstler ist er tätig. Seine Lithografien, Radierungen, Gemälde und Kleinplastiken in Bronze zeigten Galerien u.a. auf Zypern, in Frankreich, Schweden, Norwegen, Japan, der Schweiz und den USA.

Die Autorenlesung wird von der Behörde für Kultur und Medien gefördert.

Um Platzreservierung wird erbeten unter
edition.kova@web.de

Wo und wann:
Alfred Schnittke Akademie International

Max-Brauer-Allee 24, 22523 Hamburg
Do., 14. Nov. 2019, 19:30 Uhr

Veranstalter:
Hamburger Autorenvereinigung

Eintritt: 12 €,

Herausragende Ausstellung über den Lyriker Peter Rühmkorf

Peter Rühmkorf spricht bei „Künstler für den Frieden“ im St. Pauli-Stadion, Hamburg, 1983, Foto Helga Kneidl, DLA Marbach

Anlässlich von Peter Rühmkorfs 90. Geburtstag präsentiert die Arno Schmidt Stiftung, Erbin der Urheberrechte des Autors, in einer atmosphärisch und medial außergewöhnlich gestalteten Literaturausstellung im Altonaer Museum einen umfangreichen Einblick in das Werk und in den Nachlass des Dichters. Unter dem Titel „Lass leuchten!“, der einem von Rühmkorfs Gedichten entstammt, setzt sich die Ausstellung anhand von visuellen Inszenierungen, Manuskripten, Fotos und Alltagsobjekten mit dem facettenreichen Leben und Schaffen des engagierten Künstlers auseinander. Rühmkorfs Sammelsurien als Quelle seiner Inspiration eröffnen ebenso wie eine Reimwortmaschine oder filigrane Schriftanimationen einen unmittelbaren, sinnlichen Zugang zu seinem Werk.

Der vielfach preisgekrönte Dichter Peter Rühmkorf (1929–2008) gehört zu den bedeutendsten Lyrikern und Essayisten der bundesdeutschen Nachkriegsliteratur. In seinen Texten bedichtete Rühmkorf die Liebe und den Tod ebenso wie den Schnaps und den Schnellimbiss – nichts erschien ihm zu unbedeutend, um in eine lyrische Form gefasst zu werden. Seine vor allem durch Wortwitz funkelnden Gedichte bewegen bis heute mit ihrem politischen Engagement und bewähren sich zugleich auf dem poetischen Hochseil. Das Bühnenprogramm „Jazz und Lyrik“, mit dem er 1966 erstmals gemeinsam mit dem Jazzpianisten Michael Naura und dessen Quartett im Rahmen der Aktion „Dichter auf dem Markt“ auf dem Hamburger Adolphsplatz gastierte, erreichte über Jahrzehnte ein großes Publikum. Seit den frühen 1970er Jahren lebte der Autor mit seiner Frau, der Politikerin Eva Rühmkorf, im Hamburger Stadtteil Oevelgönne an der Elbe, umgeben von zahlreichen Fundstücken von seinen Reisen und Treibgut aller Art. An seinem „Schreibmaschinengewehrchen“ verfasste er dort mit Blick auf Fluss und Hafen Lyrik, Prosa, Essays und Theaterstücke. Seine Texte, Notizen und Zeichnungen sammelte er in Hunderten von Archivkästen, die heute den umfangreichsten Einzelnachlass im Deutschen Literaturarchiv Marbach bilden.

Blick in die Austellung Lass leuchten, Altonaer Museum, Foto Sinje Hasheider (2)

Zentrales Element der Ausstellung ist der „Raum der Gedichte“, in dem zehn lyrische Texte Rühmkorfs in Großprojektionen inszeniert werden. Zehn Leserinnen und Leser, unter ihnen Franziska Augstein, Nora Gomringer, Jan Wagner  und Heinrich Detering, stellen je ein Gedicht im Interview vor und erklären, warum es ihnen besonders am Herzen liegt. Die Textinszenierung von Stefan Matlik nimmt Rühmkorfs Bild vom „Fliegen“ der Texte über den Niederungen von Arbeit und Alltag auf, sodass die Gedichte als luftige Gebilde im Raum schweben. Eine Auswahl von weitgehend unbekannten Film-Aufnahmen von Rühmkorfs „Jazz und Lyrik“-Programmen aus mehreren Jahrzehnten ergänzt die Gedichtprojektionen. Weitere Themenstationen widmen sich wichtigen Aspekten im Schaffen und Leben des Dichters, stellen einzelne Werkphasen vor und erläutern auf anschauliche Weise sein poetisches Konzept. In vier Medien-Installationen kann von den Besuchern auf spielerische Weise nachvollzogen werden, wie Reimkunst, Ironie, politisches Engagement und Subjektivität in Rühmkorfs Lyrik zusammenwirken. Eine fünfzig Quadratmeter große Wandinstallation verdeutlicht am Beispiel des Gedichts „Selbst III/88“ Rühmkorfs aufwändigen Arbeitsprozess. In einem umfangreichen Begleitprogramm, das neben zahlreichen Führungen, einen festlichen Abend zu Rühmkorfs 90. Geburtstag, eine Lesung mit dem Lyriker und Büchner-Preisträger Jan Wagner, eine wissenschaftlichen Tagung und vielfältige pädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche umfasst, können sich die Besucher vertiefend mit dem Oeuvre Peter Rühmkorfs auseinandersetzen. Im Anschluss an die Laufzeit in Hamburg wird die Ausstellung im Deutschen Literaturarchiv Marbach gezeigt.

Eine Vielzahl an Veranstaltungen wird während des Ausstellungszeitraums stattfinden, die in einem Flyer des Altonaer Museums zum Download zusammengefasst sind:

Lass_leuchten_Peter_Ruehmkorf_Flyer

Hier gehts zum Altonaer Museum

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