Vor 30 Jahren starb Viktoria Luise von Preußen

Von Dr. Manuel Ruoff

Wilhelms II. einzige Tochter

Vor 30 Jahren starb Viktoria Luise von Preußen

Am 13. September 1892 bekamen der letzte Deutsche Kaiser und dessen Ehefrau mit Viktoria Luise ihr siebtes und letztes Kind. Der eine Vorname erinnerte an die britische Queen, ihre Urgroßmutter, der andere an die beliebteste preußische Königin, ihre Ururgroßmutter.

Nach einer unbeschwerten Kindheit und Jugend heiratete Viktoria Luise den Welfen Ernst August zu Braunschweig und Lüneburg. Die Vermählung 1913 bildete das letzte große Familienfest des miteinander verwandt und verschwägerten europäischen Hochadels vor der Selbstzerfleischung im Ersten Weltkrieg. „Vor 30 Jahren starb Viktoria Luise von Preußen“ weiterlesen

Weihnachtsengel fliegen

Von Johanna R. Wöhlke

Gerne teile ich auch einmal etwas in eigener Sache mit – und das zufälligerweise passend zu unserer bevorstehenden Weihnachtsfeier.

Auf der offiziellen Homepage der Kirchen im Großraum Hamburg erscheint heute, am 13. Dezember 2010,  im Adventskalender mein Goldengel aus meiner EGGart Serie, Popart digitale Kunst mit Spiegeleiern. Die Bratpfanne mag ein ungewöhlicher Ort sein, um an Engel zu denken…aber die Formen des Eies sind wunderbar vielfältig – wie man an diesem Engel sehen kann.

http://www.kirche-hamburg.de/adventskalender/

Glücklicher Unfall

erschienen im Hamburger Abendblatt am 11. Dezember 2010

Von Johanna R. Wöhlke

Wir suchen etwas. Das ist nichts Ungewöhnliches. Morgendliches Suchen von Schlüsseln und Geldbörsen ist mir wohlbekannt. Kurzfristige Hektik und dann, nach erfolgreichem Finden – ab in den Tag. Das entspannte Ende einer solchen Suche gelassen abwarten zu können, das ist eine Kunst und reine Nervensache.

Besonders erschwerte Bedingungen stellen sich dann ein, wenn besondere Dinge verlegt worden sind und sich partout nicht finden lassen. In diesem Umkreis würde ich auch das Suchen des verlorengegangenen Eheringes einordnen wollen. Erst ein Jahr verheiratet – und dann das! „Glücklicher Unfall“ weiterlesen

Geschichte unter dem Vergrößerungsglas

Nahverkehr und Nationalsozialismus

Die Hamburger Hochbahn AG im „Dritten Reich“

von Dr. Wolf Tekook

Geschichte – dazu gehören Zeittafeln, in denen die Entwicklung der Menschheit oder einzelner Staaten nachzulesen ist. Kriege werden beschrieben und analysiert, wechselnde Herrschaftsverhältnisse aufgezeichnet, der Übergang von einer Staatsform in die andere.

Geschichte – das ist aber auch die exemplarische Darstellung einer Ära anhand der Entwicklung eines Mikrokosmos, mit detaillierter Darstellung der beteiligten Personen und deren Entscheidungen. Der Autor des hier vorgestellten Buches, Christoph Strupp, ist diesen Weg gegangen, als er die Chronik der Hamburger Hochbahn AG ab dem Jahre 1906 bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb.

Mit vielen Faksimiles und historischen Aufnahmen bebildert findet der Leser in diesem Buch unvermittelt exemplarische Darstellungen des Lebens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Einzelschicksale ebenso wie die Behandlung von Bevölkerungsgruppen. Die wirtschaftlichen Ziele der Hochbahn, deren Realisierung oder deren Scheitern aufgrund von Fehleinschätzung oder politischer Vorgabe, der Konkurrenzkampf und die Werbemethoden, später die Ausgrenzung von Juden und Zwangsarbeitern oder in der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs die Nutzung von Straßenbahnen als rollende Gemüsestände, Gütertransportmittel oder Schutträumeinheiten – all dies findet sich in der überraschend spannenden Analyse.

Als Zeitzeugen kommen zu Wort die wechselnde Vorstände der Firma, aber auch die einfachen Arbeiter, die in der Betriebszeitschrift charmant unbeholfen reimten, wie der Zugführer Schmidt mit seinem Werbegedicht aus dem Jahre 1935: „Geschichte unter dem Vergrößerungsglas“ weiterlesen

Hauptmeldung des Tages

erschienen im Hamburger Abendblatt am 3. Dezember 2010

Von Johanna R. Wöhlke

Was könnte denn so Ihre „Hauptmeldung“ des heutigen Tages werden? Ist das eine schwierige Frage? Ich vermute es ist, denn Hauptmeldungen pflegen sich erstmal zu entwickeln und zu entfalten. Dann beeindrucken sie uns „hauptsächlich“, bestimmen eine Weile lang unser Denken, werden dann zu Nebenmeldungen, sinken ab in die Erinnerung und werden – irgendwann einmal vergessen.

Ich kann nur sagen: Gott sei Dank immer wieder vergessen. Denn die Vorstellung, alles immer behalten zu müssen, niemals etwas vergessen zu können, das wäre für mich eine schreckliche „Hauptmeldung“, mehr – das wäre eine Horrormeldung! „Hauptmeldung des Tages“ weiterlesen

Misunderstandings

Von Uta Buhr

„DON’T MISUNDERSTAND ME“ – VERSTEH’ MICH NICHT FALSCH – DIE NEUE KOMÖDIE IM ENGLISH THEATRE OF HAMBURG

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An und in diesem Stück gibt es eigentlich gar nichts misszuverstehen.  Die Botschaft lautet klar und deutlich: Es darf und soll gelacht werden, egal, wie unsinnig manche Situation auf den ersten Blick auch erscheinen mag. Und da sind wir schon mitten im Thema. „Don’t misunderstand me“ ist eine Art Sitcom, aber nicht vergleichbar mit jenen, die wir fast täglich mit eingespielten Lachern  im Fernsehen erleben können.  Es besteht  ein gravierender Unterschied zwischen der TV-Massenware und dem neuen Stück im English Theatre. Patrick Cargills Komödie um einen britischen Gentleman in den besten Jahren, der während eines geschäftlichen Aufenthaltes in New York einer blutjungen blonden Sirene erliegt, verzichtet zwar keineswegs auf die in Lustspielen üblichen Gags und Slapsticks, ist aber höchst amüsant und unterhaltsam. Das Publikum zeigte sich von Anbeginn begeistert von den zahlreichen Irrungen und Wirrungen auf der Mundsburger Bühne.

„Misunderstandings“ weiterlesen

Patrick Cargill

By Uta Buhr

„DON’T  MISUNDERSTAND ME“ – THE NEW PLAY AT THE ENGLISH THEATRE OF HAMBURG

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This hilarious play is a Christmas present for all spectators who appreciate the inborn British sense of humour. Britain boasts a great tradition in comedies. Just think of William Shakespeare, the world’s greatest dramatist ever, also known under the sobriquet “Swan of Stratford”, who not only wrote a number of tragedies, but also numerous, most entertaining comedies, such as “Twelfth Night”, “Winter’s Tale”, “The Merry Wives of Windsor” and, last but not least “The Comedy of Errors.” When referring to Patrick Cargill’s “Don’t misunderstand me”, the various errors and misunderstandings between Solinus, Luciana, Lucie, Angelo and the rest of the “set” ring a bell. You may argue that Shakespeare who died nearly four hundred years ago, wrote about his contemporaries’ problems, and that Cargill’s work (the author died in 1996, aged 77) has absolutely nothing to do with the plays that his famous colleague once wrote. However, this is a fatal error. Both comedies in question deal with one and the same subject – love. If you want to learn more about the errors and tribulations resulting from marital love and secret affairs, buy a ticket and abandon yourself to the pleasure of a most amusing  evening at the TET.

„Patrick Cargill“ weiterlesen

Georg Sabinus – erster Rektor der Albertina

Von Dr. Manuel Ruoff

Viele Ostpreußen-Freunde wissen, dass die Albertina von Herzog Albrecht gegründet wurde. Doch nur wenige dürften den Gründungsrektor kennen. Es war Georg Sabinus. Eigentlich hieß er Georg Schuler, Sabinus war sein Künstlername. Der antike Sabinus schuf in der augusteischen Zeit Epen und elegische Dichtungen in der Art seines Freundes Ovid. Und auch der neuzeitliche Georg Sabinus dichtete, schrieb Huldigungsgedichte und Lehrstücke, betätigte sich aber auch als Diplomat.

Wenn Georg Sabinus auch kein gebürtiger Preuße war, so stand seine Wiege doch in einem Hohenzollernfürstentum. In Brandenburg an der Havel kam der Sohn des Bürgermeisters der Altstadt Brandenburg, Balthasar Schuler, zur Welt. Nach dem Besuch der Stadtschule begann er 15-jährig ein Studium der alten Literatur und der Rechtswissenschaften an der Universität Wittenberg. Dort hörte er bei dem nur elf Jahre älteren Reformator Philipp Melanchthon und wurde dessen Freund und Schwiegersohn. „Georg Sabinus – erster Rektor der Albertina“ weiterlesen

Herr der Strahljäger

Von Dr. Manuel Ruoff

Walter Nowotny kommandierte das erste Düsen-Jagdkommando

Walter Nowotnys Leidenschaften waren Sport und Technik. Darüber fand er wie viele Gleichgesinnte zur Luftfahrt. Politik interessierte ihn weniger. Als 1938 seine Heimat Bestandteil des Deutschen Reiches wurde, trat der am 7. Dezember 1920 in Gmünd geborene Österreicher der NSDAP bei. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, meldete er sich als Freiwilliger zu den Fliegern.

Nach der Jagdfliegerausbildung und einem Einsatz beim Jagdschutz der Leunawerke wurde der Unteroffizier Ende 1940 zum Jagdgeschwader 54 versetzt. Im Sommer 1941 errang Nowotny an der Ostfront seinen ersten Luftsieg. Wenige Tage und Abschüsse später wurde auch er getroffen, so dass er auf der Ostsee mit Motorschaden notwassern musste. Nach drei Tagen im Rettungsfloß erreichte er die rettende Küste und kurze Zeit später saß er wieder in einer Bf 109. „Herr der Strahljäger“ weiterlesen

10 Jahre Hotel Sofitel in Hamburg

von Monika Landsky

Das Hotel Sofitel (französische Hotelkette) in Hamburg hatte 10 jähriges Bestehen zu feiern. Das wurde unter dem Motto „Life is Magnifque“ gebührend getan. O ja, das können die Franzosen!

Der Direktor des Hotel, Herr Gilles Felgen lud in sein Hotel in Hamburg Alter Wall.Dort stand früher die Post.

Dieses moderne, zeitgemäße Hotel besticht einmal durch seine große Halle und die angrenzenden Räume wie Bar usw. und dann durch das unglaublich freundliche, hilfsbereite und aufmerksame Personal. Das ist so bestechend, dass ich es gern erwähnen möchte. Die Räumlichkeiten sind, obgleich sehr modern, einladend und gemütlich. Diese Gratwanderung hat der Düsseldorfer Hoteleinrichter, Harald Klein, sensationell hinbekommen. „10 Jahre Hotel Sofitel in Hamburg“ weiterlesen