Ein „Schönmacher“ in Hamburg: Wahid Rahimi

Von Monika Landsky

WAHID RAHIMI BEAUTY, hinter diesem Namen steht ein beachtliches „Schönmacher“ Team. Wahid, so nennen ihn alle, ist ein absoluter Perfektionist. Und das zeigen auch die Resultate seiner Arbeit.

Es gibt in Hamburg viele gute und auch leider nicht so gute Permanent make-up Spezialisten. Ich habe mir nun mal das Studio von Rahimi-Beauty angesehen.

Nicht nur bei neuem Constant Make up ist er schlicht der Meister. Fast täglich kommen zu ihm Kunden, bei denen er schlecht gemachtes Dauer Make up in mehreren Schritten entfernen muß, um dann das gewünschte perfekte Resultat für den jeweiligen Kunden zu erreichen. Er bringt dann fachmännisch das gewünschte Constant Make up auf. Schauen Sie sich die Personen, zu denen Sie gehen wollen, sehr genau an. Es gibt viele selbsternannte „Könner“ und dann hilft nur noch Wahid.

Was ist eigentlich Constant Make up? Vorweg, es ist für Damen und Herren geeignet. Beides sind Wahids Kunden. Man  steht morgens vor dem Spiegel und schaut in ein müdes, unattraktives Gesicht. „Ein „Schönmacher“ in Hamburg: Wahid Rahimi“ weiterlesen

Kurt Tucholsky: Ein „entlaufener“ Bürger ohne politische Heimat

Von Dr. Manuel Ruoff

Kurt Tucholsky in Paris 1928

Kurt Tucholsky verzweifelte an den Zuständen in der Weimarer Republik und schließlich auch an Deutschland

Wie sein Vorbild Heinrich Heine war auch Kurt Tucholsky jüdischer Abstammung und konvertierte als Erwachsener zum Protestantismus. Der am 9. Januar 1890 in Berlin Geborene hatte einen wohlhabenden Vater, der bereits 1905 starb und seinem Sohn ein Erbe hinterließ, das diesem eine Ausbildung frei von Geldsorgen ermöglichte.

Kurt Tucholsky entschied sich für ein Jurastudium. 1911 schrieb Franz Kafka über ihn in sein Tagebuch: „Will Verteidiger werden …“ Zwei Jahre später verzichtete er jedoch auf das für diesen Beruf notwendige erste Staatsexamen. Um überhaupt einen Abschluss zu haben, promoviert er 1915. Und das mit Ach und Krach, was dafür spricht, dass die Jurisprudenz wirklich nicht seine Welt war.

Anschließend wurde Tucholsky zum Militär eingezogen. Bis Ende 1916 war er an der Front, den Rest des Krieges in der Etappe. Er selber schrieb 1926 rückblickend: „Ich habe mich dreieinhalb Jahre im Kriege gedrückt, wo ich nur konnte.“ Und acht Jahre später behauptete er, sich bereits 1913 „als Pazifist schärfster Richtung in Deutschland betätigt“ zu haben. Andererseits soll Tucholsky sogar mit dem Gedanken an eine militärische Laufbahn gespielt haben. Sein Biograf Michael Hepp spricht deshalb bezüglich Tucholskys Attacken gegen den Militarismus von „einer Art öffentlicher Selbstanalyse“. „Kurt Tucholsky: Ein „entlaufener“ Bürger ohne politische Heimat“ weiterlesen

Katholischer Präsident: Der Reichtagsabgeordnete Franz von Ballestrem

Von Dr. Manuel Ruoff

Dass einem auch als Nichtprotestanten im sogenannten Bismarckreich oder Preußen-Deutschland höchste Staatsämter offenstanden, zeigt die Biographie des katholischen Reichstagspräsidenten Franz Karl Wolfgang Ludwig Alexander Graf von Ballestrem.

Bereits vor seiner Geburt hatte seine ursprünglich aus Savoyen stammende Familie durch Einheirat den Besitz der Familie von Stechow erworben und im oberschlesischen Kohlenbergbau große Bedeutung gewonnen. Als erstgeborener Spross eines solchen Geschlechts stand dem am 5. September 1834 auf Schloss Plawniowitz im Landkreis Gleiwitz Geborenen eine akademische Ausbildung gleichsam doppelt offen. Nach dem Besuch des Katholischen Gymnasiums in Glogau und der Philosophischen Lehranstalt der Jesuiten in Namur besuchte er die Bergakademie in Lüttich.

Dieser auf den Familienbesitz bezogenen Ausbildung folgte 1855 der Dienst in der Armee. Als Kavallerieoffizier nahm er sowohl am Deutsch-Dänischen als auch am Deutschen Krieg teil. Beim Vormarsch auf Paris stürzte der Adjutant der 2. Kavallerie-Division allerdings so unglücklich vom Pferd, dass er den Dienst quittieren musste. „Katholischer Präsident: Der Reichtagsabgeordnete Franz von Ballestrem“ weiterlesen

Beziehungsprobleme? Ja bitte!

Von Dr. Wolf Tekook

Lästerer erklären die Methode, wie man ein erfolgreiches Ratgeberbuch schreibt, folgendermaßen: „Man erfinde ein Problem – und dann schreibe man ein Buch über dieses selbsterfundene Problem.“ Diesen Weg ist Autor Axel Beck bei seinem Buch Dein Rettungsfloß für die Liebe nicht gegangen, im Gegenteil, er hat sich an einem Thema versucht, zu dem es in jeder Buchhandlung mindestens 1 Regalmeter zur Auswahl gibt. Die Nöte der Menschheit auf diesem Gebiet scheinen groß zu sein. Und dennoch hat dieses Buch seinen Reiz, weil es nicht den schulmeisternden Finger des gelernten Psychologen, Ehetherapeuten oder Verhaltensforschers erhebt, sondern – so erklärt der Autor zu Beginn seines Buches – aus dem eigenen Erleben eines gebrannten Kindes erwachsen ist. Selbst einmal geschieden und neu verheiratet, Kinder aus der ersten Ehe, nach eigenem Bekenntnis ein Bündel gescheiterter Beziehungen: Da ist der Leser auf Anregungen aus erster Hand, wie man es besser machen kann, gespannt. „Beziehungsprobleme? Ja bitte!“ weiterlesen

Die klare Linie

Betrachtet man die Architekturbeispiele in Ulrich Höhns‘ Buch Die klare Linie, in dem er Bauten und Entwürfe des Hamburger Architekten Michael Kitzmann (und Team) vorstellt, so fühlt man sich an die Hoch- Zeit des Bauhaus erinnert: Kantige oder sanft gebogene Architektur, die ihren Reiz aus der Funktionalität schöpft.

Einfamilienhäuser, Schulen und Gewerbeobjekte – überall wird die einheitliche Linie mit geometrischen Strukturen als gestaltendem Merkmal sichtbar. Gelegentlich entdeckt man postmoderne Elemente – Bullaugen und kühn überragende Dächer, vorspringende Balkone oder zierende Säulen. Doch der Geist Mies van der Rohes ist unübersehbar.

Grundrisse und Entwurfszeichnungen sowie ausführliche Textbeschreibungen erlauben es, einen Eindruck in die planerische Arbeit einer Architekktengruppe zu bekommen, die sich selbst über ein Vierteljahrhundert treu geblieben ist. „Die klare Linie“ weiterlesen

Geschichten aus Bethlehem

Es gibt Bücher, deren Hochkonjunkturzeit vor Weihnachten liegt. Es gibt Bücher, die berichten vom lobenswerten Einzelinitiativen, um das Leid der Welt zu lindern. Es gibt Bücher, die zu dem Zweck geschrieben werden, die Spendenbereitschaft der Leser anzuregen. Es gibt Bücher, die, um das angestrebte Ziel zu erreichen, Fakten und Meinungen mischen und dadurch einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen.

Auf das hier vorgestellte Buch Geschichten aus Bethlehem treffen alle obigen Aussagen zu. Thema ist das im Jahre 1952 von dem Schweizer Pater Ernst Schnydrig gegründetete Kinderspital in Bethlehem. Seit 1963 gibt es einen Trägerverein, die Kinderspitalhilfe Bethlehem mit Sitz in Luzern. Heute arbeiten über 200 Angestellte – Christen und Muslime – im Spital, das so ein wichtiger Arbeitgeber in der Region ist. Ärzte aus Palästina und Europa kümmern sich um die Gesundheit der kleinen Patienten. „Geschichten aus Bethlehem“ weiterlesen

Zur Abschaffung der psychosomatischen Gynäkologie

Von Götz Egloff

Seit nun annähernd zwei Jahren gelten für frauenärztliche Praxen die sogenannten „Regelleistungsvolumina“, die es Gynäkologen und Gynäkologinnen nahezu verunmöglicht, psychosomatische Beratungen angemessen abzurechnen. Dies stellt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Verunglimpfung der sprechenden Medizin dar, in diesem Fall geradezu die Abschaffung der psychosomatisch orientierten Frauenheilkunde, die über rein technische Diagnostik und Behandlung hinausgeht. Die Zersplitterung medizinischer Fächer wird damit weiter vorangetrieben, so wünschenswert auch die Stärkung hausärztlicher Richtlinienkompetenz ist. „Zur Abschaffung der psychosomatischen Gynäkologie“ weiterlesen

Adolf Stoecker – der Christlich-Soziale

Von Dr. Manuel Ruoff

Vergebens erstrebte Adolf Stoecker ein protestantisches Zentrum

Wie viele andere deutsche Protestanten seiner Zeit stand auch der am 11. Dezember 1835 in Halberstadt geborene Hofprediger der Hohenzollern Adolf Stoecker der Moderne kritisch gegenüber. Die Sozialdemokratie mit ihrem atheistischen Marxismus lehnte er ebenso ab wie Liberalismus und Kapitalismus mit ihrem Skeptizismus und Laizismus sowie Materialismus und Egoismus. Da Stoecker an der Spitze von Marxismus und Liberalismus sowie Großkapital die Juden überrepräsentiert wähnte, verstärkte sich sein kirchlicher Antijudaismus zum Antisemitismus, was ihm heutzutage am meisten vorgeworfen wird. Stoeckers Antisemitismus unterschied sich vom späteren nationalsozialistischen jedoch nicht nur durch seinen indirekten Charakter, sondern auch dadurch, dass Stoecker ähnlich Heinrich von Treitschke die Lösung in der Konversion zum Christentum sah. „Adolf Stoecker – der Christlich-Soziale“ weiterlesen

Von Backen und Plaudern

erschienen im Hamburger Abendblatt am 13. Dezember 2010

Von Johanna R.Wöhlke

In dieser Familie sind Ingwerplätzchen beliebt. Es gibt sie immer zu Weihnachten: frischer, gehackter Ingwer, Butter, Eier, Zucker, Mehl – all das macht die tolle Mischung aus.

Nun wird immer wieder berichtet – und ich weiß, es stimmt – dass Kekse backen zu Weihnachten eine hoch kommunikative Tätigkeit sei. Es macht Spaß in der Familie und das bedeutet natürlich: Es wird dabei auch viel geredet. Wir alle wissen, das kann eine erhebliche Ablenkung bedeuten und birgt damit die Chance oder das Malheur in sich, dass es zu überraschenden Backergebnissen führen könnte. „Von Backen und Plaudern“ weiterlesen