Balaton-Schwimmen 2012

Von Witka Kova

Ankunft am Ziel

Am 07.07.  dieses Jahres wurde in Ungarn das 30. Jubiläumsschwimmen im Plattensee zwischen Révfülöp (am Nordufer) und Balatonboglár (am Südufer) auf der Strecke von 5,2 km veranstaltet. Nach 10 Jahren konnten die Organisatoren das Sportereignis wieder beim ersten Ausschreibungstermin durchführen, was mit sich brachte, dass sich über Zehntausend Teilnehmer am Schwimmen beteiligten. Wegen ungünstigen Wetters fiel der Wettkampf z.B. 2005 und 2010 aus.  Im Jahr 2011 starteten die Sportler erst beim dritten Ersatztermin, da kühle Wassertemperatur und starke Winde mit hohen Wellengängen die internationale Veranstaltung zweimal hintereinander unmöglich machte. Continue reading „Balaton-Schwimmen 2012“

Ihren Ausweis, bitte!

erschienen im Hamburger Abendblatt

Von Johanna R. Wöhlke

Reisepass und  Personalausweis sind schon eine tolle Erfindung! Erstens hat man immer ein Bild von sich dabei und zweitens auch noch mit allen Daten, man kann also nie vergessen, wie man aussieht und auch nie vergessen, wo man wohnt.

Noch wichtiger ist allerdings: seinen Reisepass oder seinen Personalausweis auf Reisen nicht zu vergessen. Das Vergessen könnte einer stressfreien Urlaubsreise abkömmlich sein. Ich weiß, wovon ich rede, denn mir ist das einmal passiert. Das Glück allerdings Continue reading „Ihren Ausweis, bitte!“

Pegau: Eine sächsische Kleinstadt wird zum Skulpturenpark

Von Johanna Renate Wöhlke

6. Pegauer Bildhauer-Pleinair 2012

Drei Skulpturen entstanden beim 6. Pegauer Pleinair

Es sind nicht nur die großen Zentren, in denen Wichtiges entschieden wird und geschieht. Wer die Regionen mit ihren vielfältigen Möglichkeiten des Lebens in all seinen Facetten nicht schätzt und wahrnimmt, hat wahrscheinlich das Leben nicht wahrgenommen. Schließlich ist alles Leben regional, auch alle Kunst. Angesiedelt zu Continue reading „Pegau: Eine sächsische Kleinstadt wird zum Skulpturenpark“

Wie Irland souverän wurde

erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung

Von Dr. Manuel Ruoff

Vor 75 Jahren erhielt die grüne Insel ihre heutige Verfassung

Der Anglo-Irische Krieg um die Unabhängigkeit Irlands von England endete mit einem Kompromiss, dem am 6. Dezember 1921 in London unterzeichneten Anglo-Irischen Vertrag (The Treaty). Ihm gemäß wurde die grüne Insel geteilt in einen kleineren, überwiegend von Protestanten bewohnten Nordteil, der beim Vereinigten Königreich verblieb und einen größeren, überwiegend von Katholiken bewohnten größeren Teil, der als Irischer Freistaat statt der erstrebten Souveränität nur den Status eines Dominion wie Kanada erhielt. Continue reading „Wie Irland souverän wurde“

Landung in Tegucigalpa

Von Ferenc Horvárth

Was für ein Gefühl, im Februar aus dem kalten Deutschland über Panama nach Honduras zu fliegen? Einfach wunderbar!

Gelandet

Weiße Wolkenberge überall, als das Flugzeug sich auf die Landung vorbereitet. Jetzt rücken  die grün bewaldeten Vulkankegel in unser Blickfeld. Da wird einem schon ein wenig schwindelig. Aber was ist dem Anflug auf den Flughafen von Tegucigalpa vergleichbar?  Manche würden spontan sagen, das Aufregendste, das man erleben kann, sei der Sinkflug über St. Martin oder Kai-tak, dem alten Flughafen von Hongkong. Alles toll. Aber wer einen richtigen Adrenalinstoß erleben will, landet hier in Honduras. Continue reading „Landung in Tegucigalpa“

»Lützows wilde, verwegene Jagd«

erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung

Von Dr. Manuel Ruoff

Vor 230 Jahren kam der Kommandeur des von Theodor Körner besungenen Freikorps zur Welt

Die Bedeutung des Lützowschen Freikorps für die deutsche Nationalbewegung lag weniger in militärischen Erfolgen als vielmehr darin, dass hier Patrioten aus fast allen Teilen Deutschlands freiwillig und ohne Aussicht auf materielle Vorteile in preußische Dienste traten, um gemeinsam hinter den Linie des Feindes den gefährlichen, verlustreichen „kleinen Krieg“ gegen die napoleonische Fremdherrschaft aufzunehmen. Ihr Namensgeber und Kommandant war ein Freiherr von nur durchschnittlicher militärischer Begabung, aber dafür mit Mut und Ausstrahlung: Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow. Continue reading „»Lützows wilde, verwegene Jagd«“

HÖVi-Land in Köln – ein Land für Kinder!

Von Michael Buschow und Gisela Schmitz

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Kinderarmut: Geht uns das etwas an?

Da gibt es einen Katholischen Pfarrer in Köln, genauer gesagt in den sozial schwierigen Stadtteilen Höhenberg und Vingst, der schon vor Jahren neben vielen anderen Projekten das HöVi-Land ins Leben gerufen hat. Dieser Pastor Franz Meurer, eine Art Mittelding zwischen Pater Braun und Don Camillo agiert unkonventionell, manchmal mit dem zarten Charme einer gotischen Säule des Kölner Doms und hat sich besonders die Hilfe für Kinder auf seine Fahnen geschrieben. Continue reading „HÖVi-Land in Köln – ein Land für Kinder!“

Ein Empfang wie für eine Königin!

erschienen im Hamburger Abendblatt am 16. Mai 2012

Einlaufen zum Hafengeburtstag auf der Queen Mary 2.

Abendblatt-Autorin Johanna R. Wöhlke war an Bord und schildert ihre Eindrücke

Von Johanna R. Wöhlke

Menschenmengen an den Landungsbrücken begrüßen die Queen Mary 2 mit Riesenjubel

Es ist das Ziel meiner Reise und nicht mehr weit. Hamburg. Nur noch eben schnell da vorne rechts –  pardon, steuerbord –  um die Ecke rum, eine große Ecke, genauer gesagt eine riesige Kurve – und dann sind wir in der Elbmündung, in der Elbe und ich in sechs Stunden etwa wieder Zuhause. Nicht nur die „Kurve“ ist riesig. Das Schiff, auf dem ich auf dem Balkon vor unserer Kabine auf Deck 12 backbord stehe, ist es auch: die Queen Mary 2. Sie ist mehr als ein Schiff, sie ist ein „Ocean Liner“, eine Schiffsgattung also, von der geschrieben wird, dass ihre bedeutende Zeit schon lange vorbei sei und in die Zeit reicht, Continue reading „Ein Empfang wie für eine Königin!“

RIU PALALCE TIKIDA BEACH Agadir/Marokko

Von Monika Landsky

Ein 5 Sterne Traumhotel

Die Poollandschaft

Direkt am ca. 17 km langen feinen Sandstrand, der 150 – 200 m breit ist, liegt das ungefähr 5 Wochen alte moderne wunderschöne behindertengerechte Traumhotel. Vom Strand nur durch die 7 km lange, wunderschöne Promenade getrennt. Diese geht vorbei an Hotels, Cafes, Geschäften und Restaurants, die sehr gepflegt sind. Enden tut sie an der neuen schönen Marina

Als wir im Riu Palace ankamen, stockte uns fast der Atem. Ein Riesenportal mit großer breiter Treppe, gesäumt von Palmen und Pflanzen führt zum Eingang. Wir wurden von einem freundlichen Continue reading „RIU PALALCE TIKIDA BEACH Agadir/Marokko“

A night at the opera – Oslo 2012

Von Dr. Ferenc Horvath

Der Eingang

Norwegen, das an seinem GDP gemessen ein heutzutage fabelhaft reiches Land.  Im Norden hat es in 1999 entschieden ein neues Opernhaus zu bauen.  Damit sollte das faktisch erst seit 1905 unabhängiges  Land ein weiteres, diesmal ein kulturelles Zeichen setzen.

Diese neue Oper – „Oslo -Operahuset“ –  wurde damit das größte norwegische Kulturprojekt der Nachkriegszeit.

Der erste Spatenstich erfolgte in 2003. Die Gala Eröffnung fand am 12.April 2008. statt. Für uns Hamburger noch eine ganz wichtige Information: die Kosten der Fertigstellung haben  die der ursprünglichen Planung mit 300 Millionen Norwegischen Kronen unterschritten. Continue reading „A night at the opera – Oslo 2012“

Terra Incognita – Sibirien rüstet touristisch auf

Dieser Artikel erschien bereits in folgenden Objekten: Deutsches Ärzteblatt, Magazin für Psychologie (gehört zum Verlag Deutsches Ärzteblatt), Rhein-Neckar-Zeitung, PAZ,

Schleswig-Holstein-am-Sonntag, Pfälzer Anzeigenblatt,

Von  Uta Buhr

Der rundum "geliftete" Kreml von Tobolsk

Ein Himmel voller Sterne wölbt sich über der Taiga. Ihr Licht lässt das Wasser des Sees silbern aufblitzen. Aus der Tiefe des Waldes dringen Tierlaute an unser Ohr. Plötzlich raschelt es im Unterholz und ein Elch mit mächtigem Geweih betritt die Lichtung, nimmt Witterung auf und verschwindet im Dickicht des Waldes. Romantik pur im Herzen Sibiriens! Mit dem Hubschrauber sind wir vor Stunden aus Tjumen aufgebrochen, um im Angel- und Jagdparadies Kunjaks einen Kurzurlaub fernab jeglicher Zivilisation zu verbringen. Bereits der Flug macht mit der unendlichen Weite des Landes vertraut. Schier endlose Birkenwälder, unterbrochen von spiegelnden Teichen und Tümpeln, prägen die Landschaft, die nahtlos in einen dichten Nadelwald übergeht.  Hier wurde ein kleines Feriendorf erbaut.  Rund um einen Continue reading „Terra Incognita – Sibirien rüstet touristisch auf“

Unterschätzte Perle im Baskenland – Bilbao

Von Uta Buhr

Das Guggenheim Museum

Bills Ballhaus in Bilbao, das Bert Brecht in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts als das schönste auf dem ganzen Kontinent besang, gibt es heute nicht mehr. Vorbei ist es mit den Brandylachen am Tanzboden und dem roten Bilbaomond, der durch das löcherige Dach schien…Pilar, die Studentin der Germanistik, hat Lachtränen in den Augen. Nein, dieses proletarische Flair ist total „out.“ Die am Golf von Biscaya gelegene größte Stadt des Baskenlandes wurde einem radikalen Facelifting unterzogen und präsentiert sich heute als eine Metropole der Künste und kulinarischer Genüsse. Die Werften rund um das Hafengelände sind Continue reading „Unterschätzte Perle im Baskenland – Bilbao“

Deutschlands erstes Krimihotel

Dieser Artikel erschien bereits in folgenden Medien: Rheinische Post am 10. September 2011, Schleswig-Holstein am Sonntg (SaS) am 12. Dezember 2012 und  PAZ am 31. Dezember 2011
RENDEZVOUS MIT JAMES BOND UND DERRICK IN DEUTSCHLANDS ERSTEM KRIMIHOTEL
Von Uta Buhr

Das Krimihotel

Oh schaurig ist’s, durch die Eifel zu wandern, möchte man angesichts der zahlreichen Krimis mit Eifeler Lokalkolorit ausrufen. Beim Lesen der spannenden Romane Jacques Berndorfs besteht laut Aussagen von Experten geradezu Suchtgefahr. Hobbydetektiv Siggi Baumeister, der die zum Teil grausigen Mordfälle zwischen geheimnisvollen Maren und verträumten Ortschaften mit Verstand und einer gehörigen Portion Humor löst, ist heute in aller Munde und sein geistiger Vater ein weit über die Landesgrenzen hinaus berühmter Autor.

Was lag da näher, als am Ort der fiktiven Verbrechen eine Eifel-Krimilandschaft zu erschaffen!  Hillesheim, ein romantischer, gerade einmal 2 800 Seelen zählender Ort mit mittelalterlicher Stadtmauer und berüchtigtem Hexenturm bot sich als Standort für das erste Krimihotel Deutschlands an. Das Gebäude an der Ecke der Hauptstraße mit Continue reading „Deutschlands erstes Krimihotel“

Usbekistan Snapshot

Von Dr. Ferenc Horvath

Taschkent, die Hauptstadt, wird aus Bischkek angeflogen. Die Boeing der Usbekischen Fluggesellschaft fliegt parallel zu wunderbar Schnee- bedeckten Bergen. Majestätischer Blick.  Vor einem Jahr war ich hier zum letzten Mal. Man würde denken, wahrscheinlich nichts Neues zu sehen. Fehlanzeige!

Der Flughafen wurde weiter ausgebaut, die Flotte weiter entwickelt. Überall moderne Flugzeuge der Uzbekistan Airways. Die Formalitäten werden ganz zügig erledigt, die Partner warten auf uns draußen. Es ist sofort anzumerken, die Anzahl der alten Ladas hat sich dezimiert. Die im Lande zusammengebaute Daewoo gewinnt stark Oberhand, obwohl wie es erzählt wird ein vergleichbares Modell aus der Usbekischer Herstellung kostet in Moskau weniger, und kann auch sofort übernommen werden. In Usbekistan gibt es Wartezeiten, oder alternativ der Gang zu Schwarzmarkt. Continue reading „Usbekistan Snapshot“

Bischkek , die Hauptstadt von Kirgisien.

Von Dr. Ferenc Horvath

Plötzlich ist es sehr kalt geworden, der erste Schnee liegt auf den Dächern. Dir Blätter sind noch nicht gefallen, es ist aber nur die Frage der Zeit.

Die Einkaufszentren, die Supermärkte , die Apotheken sind sauber und gefüllt wie in Europa. Auffallend ist die Dominanz der bei uns auch bekannten Marken auf den Regalen. Die Menschen konsumieren, wie überall in der Welt in Kirgisien gerne.

Die Jugend surft, chattet , telefoniert wo sie kann. Orte mit W-LAN Versorgung sind besonders geliebt. Sie ziehen die Anwender wie ein Magnet in die Passagen. Geschickt wird der Zugang von den großen internationalen Mode Marken gesponsert. Gewiss wird es sich längerfristig auszahlen.

Die Wahlen sind gestern zu Ende gegangen. 4-5 Kandidaten haben eine Chance für die Präsidentschaft. Die Zählungen können noch eine Woche andauern, bis dahin bleibt alles hoffentlich ruhig, sagt man hier. Continue reading „Bischkek , die Hauptstadt von Kirgisien.“

New Yorker Freiheitsstatue: Auf deutschem Zement gegründet

Von Dr. Manuel Ruoff

Vor 125 Jahren wurde die New Yorker Freiheitsstatue eingeweiht

Für das Fundament und den Sockel der Freiheitsstatue in New York lieferte die 1864 von Wilhelm Gustav Dyckerhoff gegründete Portland-Cement-Fabrik Dyckerhoff & Söhne 8000 Fass Portlandzement. Die daraus hergestellte Betonmasse war die bis dahin größte der Welt. Und das war nicht der einzige Weltrekord. Mit einer Figurhöhe von 46,05 Metern und einer Gesamthöhe von 92,99 Metern war die Freiheitsstatue die höchste der Welt.

Abgesehen von dem, was Lady Liberty mit Füßen tritt beziehungsweise ihr einen sicheren Stand in bewegter Zeit gibt, ist allerdings kaum etwas deutsch. Vielmehr handelt es sich bei dem Objekt ganz bewusst um eine französisch-amerikanische Co-Produktion als Symbol der französisch-amerikanischen Freundschaft, basierend auf dem gemeinsamen Ideal der Freiheit. Continue reading „New Yorker Freiheitsstatue: Auf deutschem Zement gegründet“

Das Naturhistorische Museum in Wien

Von Johanna R. Wöhlke

Eine unerwartete Betrachtung nach einem Museumsbesuch

Wer könnte das Wiener Naturhistorische Museum besser beschreiben als die Texter auf der Museumsseite im Internet unter http://www.nhm-wien.ac.at/museum: „Das Wiener Naturhistorische Museum ist eines der bedeutenden naturwissenschaftlichen Museen der Welt. Seine frühesten Sammlungen sind über 250 Jahre alt. Heute werden 25 Millionen Objekte wissenschaftlich betreut. Continue reading „Das Naturhistorische Museum in Wien“

Vor allem monumental sollte er sein!

Von Dr. Manuel Ruoff

Nach drei Jahrzehnten Bauzeit wurde der 50 Meter hohe und 45 Meter breite Arc de Triomphe am 30. Juli 1836 eingeweiht

Nach der Dreikaiserschlacht von Austerlitz vom 2. Dezember 1805 entstand beim Kaiser der Franzosen Napoleon I. der Wunsch, seine Siege in seiner Hauptstadt durch zwei Triumphbögen zu verherrlichen. Im Frühjahr 1806 verfügte er deren Errichtung. Beide stehen noch heute. Der eine ist der Arc de Triomphe du Carrousel, der andere der Arc de Triomphe auf dem Place de l’Étoile, dem heutigen Place Charles-de-Gaulle. Beide sind symptomatisch für das Selbstverständnis und die Selbstdarstellung des Emporkömmlings. Continue reading „Vor allem monumental sollte er sein!“