Romy Schneider – eine Schauspiellegende wäre im Herbst dieses Jahres 75 Jahre alt geworden

Dieser Artikel erschien bereits in Heft 3/2013 im Magazin „Sehnsucht Deutschland“ und am 21. September in der PAZ

Von Uta Buhr

Romy Schneider - unvergessen
Romy Schneider – unvergessen

Als die Schmonzette „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ 1953 das bundesdeutsche Publikum begeisterte, war Romy Schneider, die Tochter des  Ufa-Traumpaares Magda Schneider und Wolf Albach Retty, in aller Munde.  Ein süßes Mädel, lautete die einhellige Meinung  über die gerade Fünfzehnjährige, so frisch und  natürlich. Wer hätte damals gedacht, dass aus diesem knapp einen Meter sechzig große Persönchen einmal ein Weltstar werden würde.

Es war an einem schönen Sommertag im Jahre 1957, als ich Romy Schneider im Hause der Tante einer Freundin, die selbst Künstlerin war, vorgestellt wurde.

Romy trug ein ärmelloses weißes Kleid und sah entzückend aus. Ihre Mutter Magda war ebenfalls anwesend. Sie wachte mit Argusaugen darüber, dass ihre Tochter nicht zuviel aß.  „Nun reicht es aber“, tadelte sie sanft, aber  mit Nachdruck,  als Romy sich ein zweites Stück Torte auf den Continue reading „Romy Schneider – eine Schauspiellegende wäre im Herbst dieses Jahres 75 Jahre alt geworden“

Hamburg im Regen…?

Von Hartmuth Seitz

Ein Lächeln für die Liebe
Ein Lächeln für die Liebe

Hamburg im Regen… zumindest der Wetterbericht hatte es mehrfach und intensiv angekündigt – ein Tief namens, ja den habe ich glatt vergessen. Stattdessen gab es ein Hoch. Zumindest an der Bühne West auf der IGS In Hamburg. Und Hoch mit – und ein Hoch auf – zwei Poeten der besonderen Art, zwei Poeten, die hier zum ersten Mal einen gemeinsamen Auftritt hatten. Johanna Renate Wöhlke stand für Poesie in Worten. Sie hatte sich mit der Titelauswahl dem Wetterbericht angepasst.

„… und noch einmal von Liebe“ lautete der Titel der kleinen Veranstaltung – und das alles unter Continue reading „Hamburg im Regen…?“

Kunstverein Heide präsentiert „Erdverbunden“

Von Dirk-Uwe Becker

Der Kunstverein Heide präsentiert vom 1. bis 22. September 2013  „Erdverbunden“ – Gudrun Probst (Objekte) und Carsten Koch (Fotografie) im Rahmen des KunstGriff-Projektes des Kreises Dithmarschen.

Gudrun Probst: Kreisel gewirbelt
Gudrun Probst: Kreisel gewirbelt
Carsten Koch. Meteorit des Sandes Jammerbucht
Carsten Koch. Meteorit des Sandes Jammerbucht

 

Gudrun Probst wohnt in Kollmar gleich hinter dem Deich an der Unterelbe. Dort findet sie viel Strandgut, das ihre Kreativität beflügelt. Knorriges Holz, alte Eisenteile, Weggeworfenes, alle diese Continue reading „Kunstverein Heide präsentiert „Erdverbunden““

Autorenlesung im Gewächshaus der Alten Gärtnerei Oesterreich

Von Dirk-Uwe Becker

KUNSTGRIFF 2013 literarisch

Aufmerksame Zuhörer
Aufmerksame Zuhörer

Am 3. September 2013 gestalteten Mitglieder des Freien Deutschen Autorenverbandes FDA zum zweiten Mal im Gewächshaus der Alten Gärtnerei Oesterreich eine Lesung zur Kaffeezeit. In dem von der Inhaberin Judith Oesterreich liebevoll umgestalteten „Kaffeehaus unter Glas“, gab es für die Besucher das KUNSTGRIFF-Angebot: hausgebackene Holunderblütentorte (ein Geheimtipp!) sowie Kaffee und Literatur „satt“. Continue reading „Autorenlesung im Gewächshaus der Alten Gärtnerei Oesterreich“

21. Lesung „Welt der Wörter“: 18. September 2013 IGS Hamburg Fotos hier

IGS Welt der Wörter-Bühne West

18. September
"…und noch einmal von Liebe!" Die Hamburger Autorin Johanna Renate Wöhlke und der meisterliche Hamburger Gitarren- und Klangphilosoph Massoud Godemann intonieren und akzentuieren in Texten und Tönen, Worten und Takten mit viel Humor Gedanken über die Liebe.

Von Hartmuth Seitz

… zumindest der Wetterbericht hatte es mehrfach und intensiv angekündigt – ein Tief namens, ja den habe ich glatt vergessen. Statt dessen gab es ein Hoch. Zumindest an der Bühne West auf der IGS In Hamburg. Und Hoch mit – und ein Hoch auf – zwei Poeten der besonderen Art, zwei Poeten, die hier zum ersten Mal einen gemeinsamen Auftritt hatten. Johanna Renate Wöhlke stand für Poesie in Worten. Sie hatte sich mit der Titelauswahl dem Wetterbericht angepaßt. „… und noch einmal mit Liebe“ lautete der Titel der kleinen Veranstaltung – und das alles unter Berücksichtigung Continue reading „21. Lesung „Welt der Wörter“: 18. September 2013 IGS Hamburg Fotos hier“

Ein Leben nach dem Krieg – Emina Kamber hilft bosnischen Kindern und Jugendlichen

Von Johanna Renate Wöhlke

Edmund Siemers-Stiftung fördert Hilfsprojekt, Präsentation am 1. Oktober 2013 am „Tag der Stiftungen“ in Hamburg

Emina Kamber
Emina Kamber

Seit vielen Jahren kümmert sich die Hamburger Autorin und Künstlerin  Emina Kamber liebevoll um Kinder und Jugendliche in Zentralbosnien.  Sie hilft ihnen in ihrem Projekt „ Talentförderung für Kinder und Jugendliche in Zentralbosnien“ ihr Leben in der Nachkriegszeit zu bewältigen, die Schatten und den Schmerz des Erlebten und Ertragenen zu bewältigen. Die Jugendlichen verarbeiten in Zentralbosnien und in Deutschland ihren Alltag literarisch und künstlerisch. Das soll ihnen  die Möglichkeit geben, die Kriegsspuren nicht zu verdrängen, sondern durch diese künstlerischen Methodenangebote  zu bewältigen: Lyrik und Prosa,  Malbilder in verschiedenen Techniken werden von Emina Kamber angeleitet und vermittelt. Continue reading „Ein Leben nach dem Krieg – Emina Kamber hilft bosnischen Kindern und Jugendlichen“

„Ein Winter unter´m Tisch“ im Hamburger Sprechwerk

Von Michael Buschow

Unterm Tisch
Unterm Tisch

 Theater lebt von jungen Talenten

Da sitzt man dann (wieder einmal) im Theater – in diesem Fall im Hamburger Sprechwerk und wartet auf das, was da kommen wird. Wie könnte es in einem von einem Franzosen (Roland Topor) geschriebenen Stück anders sein – es geht selbstverständlich um die Liebe.

Die Handlung:

Ein gewisser Dragomir (zeitweise arbeitsloser Automechaniker), der sich in Paris mehr schlecht als recht durchschlägt, zieht bei der (blonden) Übersetzerin Florence Michalon ein – und zwar als Continue reading „„Ein Winter unter´m Tisch“ im Hamburger Sprechwerk“

„Stone Cold Murder“ the new play an the English Theatre of Hamburg

By Uta Buhr

Thrill as Thrill can: „Stone Cold Murder” by James Cawood  – the new play at the English Theatre of Hamburg

Don’t move, Sam, or you will be dead

Rejoice! This wonderful thriller comes at the very right moment before autumn arrives with fog, strong winds and rainy days. Just imagine an old hotel in the famous Lake District in north-east England at the end of the summer season. Robert and Olivia Chappell, the newly wed owners of this cosy but rather  run-down place, are happy having got rid of their guests. Continue reading „„Stone Cold Murder“ the new play an the English Theatre of Hamburg“

„Stone Cold Murder“ am English Theatre of Hamburg

Von Uta Buhr

Thrill as Thrill can: “Stone Cold Murder” von James Cawood  – das neue Stück am English Theatre of Hamburg

Nicht rühren, Sam. Oder du bist tot

Dieser Thriller beginnt gleich mit einem Paukenschlag. Während das Hoteliersehepaar Chappell nach einer lebhaften Saison in Englands romantischem Lake District vor den knisternden Holzscheiten des Kamins im Salon kuschelt, fliegt mit einem lauten Knall die Terrassentür auf. Ein heftiger Sturm fegt um das alte Haus. Und bevor das Publikum sich von dem Schreck des lautstarken Einstiegs in diesen temporeichen Krimi erholen kann, schleicht eine schemenhafte Gestalt am Fenster vorbei. Oder entsprang diese Erscheinung nur unserer Phantasie? Continue reading „„Stone Cold Murder“ am English Theatre of Hamburg“

Erstes Nationaldenkmal des Deutschen Reiches

erschienen in der PAZ

Von Dr. Manuel Ruoff

Vor 140 Jahren wurde die Berliner Siegessäule eingeweiht, eines der größten und teuersten Denkmäler des 19. Jahrhunderts

„Dass die Siegessäule so frühzeitig als erstes Monument der Reichseinigung enthüllt werden konnte, verdankt sie allein der Tatsache, dass sie als solches nicht geplant war.“ Matthias Braun, Verfasser der Monographie „Die Siegessäule“, bringt es auf den Punkt.

Zweimal ist der Sinn und Zweck des Denkmals geändert worden und dreimal wurde sein Grundstein gelegt: 1865, 1869 und 1871. Bei der ersten Grundsteinlegung sollte das Bauwerk nur an den Sieg im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 erinnern, scheinbar nur ein Kabinettskrieg wie unzählige andere auch. 1869 sollte der Bau auch der Erinnerung an den Deutsch-Deutschen Krieg von 1866 dienen, der Preußen immerhin die Vorherrschaft in (Nord-) Deutschland gebracht hatte. Erst nach dem letzten Einigungskrieg gegen den vermeintlichen Erbfeind Frankreich erhielt das Monument Continue reading „Erstes Nationaldenkmal des Deutschen Reiches“

Gerd Spiekermann: Früher war es eben anders

Von Hartmuth Seitz

Gerd Spiekermann
Gerd Spiekermann

Gerd  Spiekermann, der bekannte Radio-Plauderer von NDR 1 (Hör mal´n beten to), gebürtiger Ovelgönner, der nunmehr seit 36 Jahren als Verteller, Entertainer oder einfach er selbst unterwegs ist,  wusste seine Zuhörer schnell zu begeistern. Er stellte  in der  St. Georg Kirche in Wanna seine Familie in den Mittelpunkt. Da gab es Döntjes vom Eichamt, seinem Papa  und der zugehörigen Gastwirtschaft, natürlich auch von Oma und den in Handarbeit gefertigten Frikadellen mit „roten Zwiebeln“. Wir wissen nun auch, welche Probleme ein heutiger Haushalt mit vier Kindern haben kann. Continue reading „Gerd Spiekermann: Früher war es eben anders“

ESSO-Häuser und die Außerirdischen

Von Michael Buschow

Festgehalten
Festgehalten

Tabularasa auf St.Pauli

Da steht sie nun an ihrer Staffelei vor der Kneipe „Das Herz von St.Pauli“ und dokumentiert etwas mit Pinsel, Farbe und Leinwand, das es bald nicht mehr geben wird. Die Malerin Gilla Schmitz arbeitet an ihrem Projekt  „Hamburger Eingänge“, einer bildlichen Dokumentation über Häuserfronten und typische Eingangsbereiche der Hansestadt, die durch den urbanen Kahlschlag bedroht sind. Und sie muß sich beeilen, denn  Abrissbirnen und Bagger sind im Anmarsch. Continue reading „ESSO-Häuser und die Außerirdischen“

Es tropft das Blut der Kritik…

Von Johanna Renate Wöhlke

Es tropft das Blut der Kritik :)
Es tropft das Blut der Kritik 🙂

Keine Rezension, nur ein kleiner Gedankenspaziergang in die Unwelt der Kritik

Ich habe ein Buch gelesen. Dieses Buch hat es in sich und bei mir Spuren hinterlassen. Es trägt den Titel „Künstler beschimpfen Künstler“, ist ein Reclam Taschenbuch, wurde von Peter Dittmar herausgegeben und kostet 7 Euro und 90 Cent, gebraucht bei Amazon schon billiger zu haben.  Es ist schon einige Jahre auf dem Markt und in meinem Bücherschrank. Erworben habe ich es damals im Shop der Hamburger Kunsthalle.

Das Buch ist eine Sammlung kritischer Zitate von Künstlern über Künstler. Vier Jahre im Bücherschrank und erst jetzt so richtig ins Bewusstsein gesickert –  das ist eine lange Zeit. Es wäre falsch, daraus zu  schließen, dass es ein heimischer Ladenhüter ist.  Es gehört zur Kategorie der „longseller“: kaufen, lesen, in den Continue reading „Es tropft das Blut der Kritik…“

Kaum ein Wahrzeichen ist zierlicher

erschienen in der PAZ

Von Dr. Manuel Ruoff

Vor 100 Jahren wurde die Kleine Meerjungfrau an der Uferpromenade Langelinie in Kopenhagen aufgestellt

Sie gilt als eines der kleinsten Wahrzeichen der Welt. Nur 175 Kilogramm schwer und 1,25 Meter groß ist die Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen. Dabei identifiziert sich nicht nur die Hauptstadt, sondern die ganze dänische Nation mit der sympathischen Figur. Für 38 Prozent der Dänen ist sie die Nationalikone. Das ist immerhin die relative Mehrheit. Sie verweist damit die für Dänemark so typischen reetgedeckten bunten Fachwerk­häuser, roten Briefkästen der Post Danmark und Rød pølse – die ebenfalls roten Hot-Dog-Würstchen, welche die EG einst verbieten wollte – auf die Plätze. Continue reading „Kaum ein Wahrzeichen ist zierlicher“