Alaska-Fieber

Von Johanna R. Wöhlke

Alaska Fieber

Am Nordstrand der Welt – wo ist das? Wolf-Ulrich Cropp weiß darauf eine Antwort, die seine Antwort ist: Alaska! Er ist gerade aus Alaska zurückgekommen und zeigt in einem Vortrag das Leben dort: Wir nehmen teil am Leben in harter, grandioser Ur-Natur, lauschen dem Krachen kalbender Gletscher, dem Geheul hungriger Wölfe, schweben nachts im Schlitten durch knisternde Nordlichtschleier… bis es uns packt – das Alaska-Fieber. Hat er das alles selbst dort erlebt? Die Zuhörer werden es erleben und aus dem Buch „Alaska Fieber. Wildnis, Abenteuer, Einsamkeit“ von Wolf-Ulrich Cropp hören bei:

Alaska-Fieber, Vortrag mit Fotos und Lesung am 17. Oktober um 19 Uhr im  Festsaal Hospital Zum Heiligen Geist, Hinsbleek 11, Hamburg Poppenbüttel, Eintritt: 4 Euro

Lyrisch in den Herbst

Von Johanna R. Wöhlke

Lyrisch in den Herbst

Lyrisch in den Herbst? Das ist in diesem Fall keine Frage, sondern ein Angebot, den Sommer heiter und besinnlich ausklingen zu lassen. Drei Künstler aus Hamburg wollen ihre Zuhörer auf diese besondere Unterhaltungsreise mitnehmen und mit ihrem Können verzaubern: Theodor Fröhlich, Elvira Kartseva und Alexander Paperny. „Lyrisch in den Herbst“ weiterlesen

Fiesta in Cartagena – Toll trieben es die alten Römer

Dieser Artikel erschien am 12. August in Schleswig-Holstein am Sonntag und  am 25. August in der PAZ

Von Uta Buhr

Römisches Theater

Wenn Dolores ihre Gäste durch das südspanische Cartagena führt, leuchten ihre Augen. „Werfen Sie  einen Blick auf unseren Seehafen. Im Altertum lieferten sich Römer und Karthager erbitterte Kämpfe um ihn wegen seiner einmaligen strategischen Lage.“ Ganz friedlich liegt er in der Morgensonne vor uns. Ein Fischerboot dümpelt im tiefblauen Wasser, und in der Ferne zeichnen sich die Konturen eines weißen Kreuzfahrtschiffes ab. Von denen kommen viele hierher, erzählt Dolores. Für ein paar Stunden gehen die Passagiere an Land und erliegen dem Charme der schönen Stadt, in der Antike und Moderne auf einzigartige Weise mit einander verschmelzen. „Fiesta in Cartagena – Toll trieben es die alten Römer“ weiterlesen

Die letzte Fanfare

erschienen im Theatermagazin „Godot“

Von Hans-Peter Kurr

Ein Pfund Fleisch

Das Deut­sche Schau­spiel­haus Hamburg unter der Inte­rims­lei­tung von Jack F. Kurfess und Florian Vogel ist dankens­wer­ter­weise wieder dort ange­kommen, wo es vor Jahr­zehnten – während der Ära Hans Lietzaus, Oscar Fritz Schuhs und Ivan Nagels – schon einmal war: auf dem Feld des künst­le­ri­schen Expe­ri­ments. Und nun heißt es auch so: „Spiel­feld“ ist die offi­zi­elle Bezeich­nung der bis zum Beginn der Inten­danz Karin Beiers im riesigen Zuschau­er­raum instal­lierten Bühne auf Zeit, wo sich ohne Vorhang, ohne Schnür­boden, ohne Unter­ma­schi­nerie in der bis zum Februar 2013 verkürzten Spiel­zeit das voll­ziehen soll, was wir schlichtweg Kunst nennen. Die gesamte, „Die letzte Fanfare“ weiterlesen

Hauptstadtflair und »Weiße Nächte«

erschienen in der Preupischen Allgemeinen Zeitung

Von Manuela Rosenthal-Kappi

St. Petersburg profitiert von der Anziehungskraft der Zarenschlösser auf Touristen − Moskau ist eine mondäne Weltstadt

Die ehemalige Zarenstadt von ihrer schönsten Seite, wie Millionen Touristen sie sehen: Fontänenkaskaden von Peterhof

Moskau und St. Petersburg, die beiden Hauptstädte Russlands, könnten gegensätzlicher nicht sein. Seit der „Wende“ haben beide Metropolen ihr Antlitz stark verändert. Ein Blick hinter die Kulissen der Tourismus-Zauberwelt zeigt jedoch, dass das Leben im einstigen Sowjetreich trotz des neu erreichten Wohlstands immer noch eine tägliche Herausforderung ist und Widersprüchliches zutage bringt.

Moskau ist ein großes Dorf und St. Petersburg die eigentliche Hauptstadt Russlands. Diese lange geltende Einschätzung hält einer Betrachtung der heutigen Metropolen nicht mehr stand: Während St. Petersburg mehr denn je von der „Hauptstadtflair und »Weiße Nächte«“ weiterlesen

Mythos Bernsteinzimmer

erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung

Von Manuela Rosenthal-Kappi

Das Bernsteinzimmer

Ein Besuch des legendären Bernsteinzimmers darf wohl bei keiner St.-Petersburg-Reise fehlen. Aufgrund des großen Andrangs kommt man allerdings nur kurz in den Genuss, das „achte Weltwunder“ zu betrachten. Es empfiehlt sich der Besuch in einer Gruppe. Individualreisende können eine der günstigen Exkursionen von „Lentours“ buchen, die vor dem berühmten Kaufhaus „Gostinnyj Dwor“ auf dem Newskij Prospekt verkauft werden. „Mythos Bernsteinzimmer“ weiterlesen

Der Marinemaler Professor Christopher Rave

Von Michael Buschow

„Wanderer zwischen den Welten“

Rave in seinem Hamburger Atelier um 1924

Umrankt von hohen Lorbeerhecken sitzt er da, ein aufgeschlagenes Buch auf dem Schoß, den Hut auf dem Kopf und eine Hand auf einen Stock gestützt. Fast meint man, der Mann ruhe sich nur ein wenig von einer mühseligen, weiten Reise aus. Tritt man näher an die Bronze-Plastik heran, erkennt man, fast durch die Zweige verborgen einen Seeadler auf der  Schulter des Rastenden sitzen.

Nicht weit von Kapelle 4 auf dem stillen Friedhof  in Hamburg-Ohlsdorf  hat ein ungewöhnlicher Mann einst seine letzte Ruhestätte gefunden: Der Hamburger Marinemaler, Expeditionsteilnehmer, Kameramann und Autor Christopher Rave. „Der Marinemaler Professor Christopher Rave“ weiterlesen

Preuße, Jude und erfolgreicher Verleger

Erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung

Von Dr. Manuel Ruoff

Carl Heymann gründete den gleichnamigen juristischen Spezialverlag – Vor 150 Jahren ist er gestorben

Der juristisch Interessierte kennt den Carl Heymanns Verlag mit seinen Zeitschriften wie „Deutsches Verwaltungsblatt“, „Die Polizei“, „Zeitschrift für Bergrecht“ sowie „Zeitschrift für Luft- und Weltraumrecht“. Seinen Namen verdankt der Verlag dem am 29. November 1793 in Glogau geborenen Sohn des Buchhändlers, Antiquars und Leihbibliothekars Maximilian Heymann Carl Samuel Heymann. „Preuße, Jude und erfolgreicher Verleger“ weiterlesen

Die verweltlichte Thais

 Von Hans-Peter Kurr

 Massenet-Premiere im Hamburger Opernloft

Die Flügel der Liebe, die bereits in „Manon“ zu sehen waren, tragen Thais nach dem Tod ihres verstümmelten Körpers gen Himmel.

Dramaturgische Tricks sind innerhalb von Bühneninszenierungen nicht neu, zuweilen befremdend, nicht immer schlüssig und geben Anlaß zu kontroversen Diskussionen. So auch hier:

In dem Drange, ihrem Ruf gerecht zu werden „Oper in Kurz für junge Leute“ hat die Gründerin des Hamburger Opernlofts und Hauptregisseurin des Hauses,Inken Rahardt, Jules Massenets selten gespielte Oper „Thais“ recht willkürlich zum zweiten Teil der vor Monaten bereits ebenfalls von ihr inszenierten „Manon“ deklariert, die Rollennamen des Liebespaares aus dem zweitgenannten Werk „Die verweltlichte Thais“ weiterlesen