Poker-Spaß an der Reeperbahn

 

Anfänger können jetzt von Profis lernen         Von Günther Falbe   

Pokern

Die Hamburger tragen nicht gerade ein Pokergesicht. Zum Elbhanseaten passt eher das Antlitz des „Ehrbaren Kaufmanns“, so der Name einer bereits im 16. Jahrhundert gegründeten Vereinigung von Kaufleuten, der bis heute präsent ist. Aber Hamburg ist ja eben nicht der wilde Westen, dafür hat es die angeblich sündigste Meile der Welt, die Reeperbahn. Und auf der befindet sich das Kasino Reeperbahn, einer der vier Standorte der Spielbank Hamburg. Und der Pokerfreudigste, denn man hat sich in der vor 25 Jahren gegründeten Dependance der Spielbank Hamburg längst den Wünschen der internationalen Gäste angepasst und das in aller Welt beliebte Kartenspiel in das „Poker-Spaß an der Reeperbahn“ weiterlesen

Portugiesische Hohenzollerin

erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung

Von Dr. Manuel Ruoff

Portugiesische Hohenzollerin

Eine Hohenzollernprinzessin hat es bis zur Königin von Portugal gebracht, und zwar Stephanie Josepha Friederike Wilhelmine Antonia aus der in Süddeutschland und katholisch gebliebenen Nebenlinie Sigmaringen. Die Tochter des letzten regierenden Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen Karl Anton und dessen Ehefrau Josephine von Baden war nicht nur irgendeine portugiesische Königin, sondern genoss in der Heimat ihres Mannes Peter V. ein ähnliches Ansehen wie Königin Luise in Preußen. Der „Engel „Portugiesische Hohenzollerin“ weiterlesen

Bliese spielt Kafka

Von Hans-Peter Kurr

Hamburger Sommertheater : Der Beitrag des „Sprechwerks“

Bliese spielt Kafka

Innerhalb des Fächers, den Hamburger Theaterleute als „Sommertheater “ aufgezeigt haben, entfaltete sich jetzt  d i e  künstlerische Sensation in einer stillen Ecke der Hansestadt , die im übrigen weitgehend vom Lärm der Großveranstaltungen wie blau erleuchteter Hafen oder wahnwitzige Radrennen bei 40-Grad-Temperaturen beherrscht wird:

Im „Sprechwerk“ spielt der große Joachim Bliese das Monodram „Der Bau“, ein Lebenszeit-End-Werk des genialen Franz Kafka in der Fassung von Jürg Amann, der vor Jahren als dessen Dramaturg die Buckwitz-Aera am Schauspielhaus Zürich mitgestaltete. „Bliese spielt Kafka“ weiterlesen

In 80 Gärten um die Welt: igs Hamburg nimmt Formen an

Von Johanna R. Wöhlke

In 80 Gärten um die Welt: 7 Erlebniswelten, 80 Kleinode mit vielen Inhalten

igs-Chef Heiner Baumgarten und Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau

Unter dem Motto „In 80 Gärten um die Welt“ wird die „internationale gartenschau hamburg“, igs, ab April 2013 ihre Besucher mit auf eine Reise durch Kulturen, Klima- und Vegetationszonen dieser Erde nehmen. Eingebettet in sieben verschiedene Welten erzählen 15 Gärten in der Welt der Häfen von Fernweh und Reisefieber, 18 Gärten in den Wasserwelten von Wassermangel- und Überfluss. In zehn Gärten der Welt der Kulturen zeigt sich die Vielfalt der Völker, in 16 Gärten der Welt der Kontinente die Fülle an Flora und Fauna. Elf Gärten in der Welt der Bewegung locken mit vielen unterschiedlichen Bewegungsangeboten und kontemplativen Rückzugsbereichen, fünf Gärten in der Welt der Religion mit Ruhe und Einkehr. Und fünf Gärten der Naturwelten faszinieren mit interaktiv animierten Pflanzen der Zukunft. „In 80 Gärten um die Welt: igs Hamburg nimmt Formen an“ weiterlesen

»Ein großer Mann, den man Katharina nennt«

erschienen in der Preussischen Allgemeinen Zeitung

von Manuela Rosenthal-Kappi

Die Zarin aus Deutschland wollte Russland nach Voltaires Idealen der Aufklärung regieren − Adel stand der Realisierung im Wege

Katharina II. ist als einzige Herrscherin mit dem Zusatz „die Große“ in die Geschichte eingegangen. Sie gilt als die bedeutendste Persönlichkeit auf dem russischen Zarenthron. Sie wurde als Aufklärerin und Reformerin gefeiert, doch stießen ihr Egoismus sowie ihr Hang zu Luxus und Verschwendung auch auf Ablehnung. Vor 250 Jahren, am 9. Juli 1762, übernahm Katharina II. per Staatsstreich die Regierung.

Ähnlich wie dem Reformer Michail Gorbatschow mit seiner Pe­res­­tro­i­ka Mitte der 1980er Jahre erging es vor 250 Jahren auch der russischen Zarin Katharina II., deren Ziel es war, einen aufgeklärten Absolutismus in Russland einzuführen: Beide scheiterten an der russischen Wirklichkeit. „»Ein großer Mann, den man Katharina nennt«“ weiterlesen

Das Wesen der Wespe

erschienen im Hamburger Abendblatt

Von Johanna R. Wöhlke

Wespenmahlzeit

Den ganzen Sommer über gab es auf meiner Terrasse keine Wespen. Jetzt, plötzlich und unerwartet, schwebte sie beim Abendbrot im Tiefflug ein. Einige Runden brauchte sie schon, aber dann setzte sie sich offensichtlich genüsslich auf dem Rand der letzten Scheibe Kochschinken nieder und begann mit der Arbeit.

Keiner reagierte mehr hektisch. Die Wespe hatte ihre Ruhe vor uns, denn: Sie wurde zum Objekt unserer Betrachtung. Wie flink und geschickt ging sie vor, um aus dem Rand der Schinkens einen kleinen Teil herauszulösen. Ihr kleiner Körper zitterte dabei vor „Das Wesen der Wespe“ weiterlesen

Einigkeit und Recht und Freiheit

erschienen in der Preussischen Allgemeinen Zeitung

von Dr. Manuel Ruoff

Vor 90 Jahren machte Reichspräsident Friedrich Ebert das Deutschlandlied zur Nationalhymne

Ähnlich formlos wie die Bundesrepublik erhielt auch das Deutsche Reich das Deutschlandlied zur Nationalhymne. Wie in der zweiten übernahm auch in der ersten deutschen Demokratie diese Aufgabe der Staatspräsident.

Der 1871 gegründete kleindeutsche Nationalstaat hatte keine Nationalhymne. Ersatzweise wurde die preußische Hymne „Heil dir im Siegerkranz“ gesungen. Bei der Feier der Übergabe Helgolands an Deutschland wurde das „Lied der Deutschen“ am 9. August 1890 erstmals bei einem Staatsakt gesungen. Das war sinnig, war der Text doch ein knappes halbes Jahrhundert zuvor von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben auf eben dieser Insel für eine 1797 komponierte Melodie Joseph Haydns geschrieben worden. „Einigkeit und Recht und Freiheit“ weiterlesen

Egon Madsen: Ein Tanzleben

Von Hans-Peter Kurr

Ein Tanzleben – beschrieben von einer Tänzerin. Neuerscheinung: Dagmar Ellen Fischers Biographie des großen Tänzers Egon Madsen

Egon Madsen

Dieser wertvollen Neu-Erscheinung wünsche ich ebenso innig wie intensiv eine große Leserschaft.

Wie Sie bemerken, verehrter Bücherfreund, nutzt der Rezensent die im Journalismus in der Regel unübliche Ich-Form, um seiner Begeisterung und Freude über das Werk der „schreibenden Tänzerin“ und Kollegin Dagmar Ellen Fischer Ausdruck zu verleihen, die mit  der  h e u t e  im Henschel-Verlag erschienenen Biographie

„Egon Madsen – Ein Tanzleben“ eine lange, zu lange klaffende literarische Lücke geschlossen hat. Grund für diese Würdigung in der „Ich-Form“  aber ist ein anderer:

Der Rezensent arbeitete während der Generalintendanz  Walter Erich Schäfers am Württembergischen Staatstheater, in der John Cranko das Stuttgart-Ballett, dem auch der Däne Egon Madsen angehörte, zu Weltruhm brachte, als Feuilletonredakteur in Stuttgart, „Egon Madsen: Ein Tanzleben“ weiterlesen

Hamburg empfängt die deutschen Olympioniken

Von Michael Buschow

3 x Lang  – Begeisterter Empfang der deutschen Olympioniken im Hamburger Hafen

Mit dem Traumschiff nach Hamburg zurück

Mittwoch, 15.August 2012 – 9.15 Uhr auf der Elbe:

„Da hinten kommt sie“, ruft eine Frau aufgeregt und richtig, – langsam  schiebt sich MS „Deutschland“ der Reederei Deilmann die Elbe hinauf, nach sechsundreissig Stunden Seereise zurück aus London. Unterhalb der weißen Kommandobrücke hängt eine riesige Deutschlandflagge und über zweihundert Olympioniken, davon fünfundzwanzig Olympiasieger schwenken ihre roten Mützen. Der Eisbrecher „Stettin“, in der Nacht erst von der Hanse Sail in Rostock zurückgekehrt, betätigt laut tutend seine Dampfpfeife. 3 x Lang als „Hamburg empfängt die deutschen Olympioniken“ weiterlesen

Welche Tonne darf´s heute sein?

erschienen im Hamburger Abendblatt am 14. August 2012

Von Johanna R. Wöhlke

Müllabfuhr im Internet

Wer kriegt gerne eine Abfuhr? Antwort: Auch ich nicht! Aber diese Antwort bedeutet: Man hat die Rechnung ohne die Müllabfuhr gemacht. Von der nämlich kriegen wir alle gerne eine Abfuhr – regelmäßig und pünktlich und wehe nicht!

Damit diese Abfuhr aber auch ihren Zweck erfüllen kann, müssen wir immer genau wissen, wann was abgefahren wird. Das ist im Laufe der Jahre immer schwieriger geworden, denn es entwickelte sich etwas, das unser aller Müllabfuhrleben geprägt hat: die Mülltrennung. Wie oft schon habe ich einfach vergessen, wann welcher Müll abgefahren wird! „Welche Tonne darf´s heute sein?“ weiterlesen