A night at the opera – Oslo 2012

Von Dr. Ferenc Horvath

Der Eingang

Norwegen, das an seinem GDP gemessen ein heutzutage fabelhaft reiches Land.  Im Norden hat es in 1999 entschieden ein neues Opernhaus zu bauen.  Damit sollte das faktisch erst seit 1905 unabhängiges  Land ein weiteres, diesmal ein kulturelles Zeichen setzen.

Diese neue Oper – „Oslo -Operahuset“ –  wurde damit das größte norwegische Kulturprojekt der Nachkriegszeit.

Der erste Spatenstich erfolgte in 2003. Die Gala Eröffnung fand am 12.April 2008. statt. Für uns Hamburger noch eine ganz wichtige Information: die Kosten der Fertigstellung haben  die der ursprünglichen Planung mit 300 Millionen Norwegischen Kronen unterschritten. „A night at the opera – Oslo 2012“ weiterlesen

Sitzend – Stehend – Liegend

Von Dr. László Kova

Eröffnungsrede zur Ausstellung in der Rudolf-Steiner-Schule, Altona

Dr. László Kova Eröffnugsrede

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste unserer Ausstellung!

Die Bezeichnung „Sitzend – Stehend – Liegend“ deutet nicht auf körperliche Betätigung hin, ist auch keine Werbung für eine orthopädische Praxis in Altona, setzte nicht ins Ziel, die Anwesenden durch sportliche Animation von Ihren Rückenschmerzen zu befreien. Es ist einfach der Titel unserer Ausstellung. „Sitzend – Stehend – Liegend“ weiterlesen

Blumen für den Morgenmuffel

 Diese Glosse erschien am 30. März 2012 im Hamburger Abendblatt

Von Uta Buhr

Viele Menschen sind unverbesserliche Morgenmuffel. Für sie ist selbst die Welt morgens um neun noch lange nicht in Ordnung. Auch bei schönstem Sonnenschein machen sie ein Gesicht, als wäre ihnen gerade die Petersilie verhagelt.

Mein Nachbar Heinz ist das genaue Gegenteil – ein echter Strahlemann in allen Lebenslagen.  Plagt ihn sein Rheuma auch noch so sehr, immer hat er ein freundliches Wort auf den Lippen. Seine gute Laune verpflichtet. Treffe ich ihn morgens auf der Treppe, zaubere ich sofort ein strahlendes Lächeln auf mein Gesicht, ganz gleich, wie „Blumen für den Morgenmuffel“ weiterlesen

Minsk brüskiert Polen

Von Manuela Rosenthal-Kappi

Polnische Diplomaten behindert − EU verschärft Sanktionen

Als sich vergangene Woche eine Gruppe polnischer Sejmabgeordneter auf den Weg ins weißrussische Grodno aufmachte, um sich mit Vertretern des dort ansässigen „Bundes der Polen“, einer offiziell nicht anerkannten Vertretung der polnischen Minderheit in Belarus, zu treffen, kam sie nicht weit: An der Grenze wurde sie aufgehalten und zur Umkehr gezwungen, obwohl sie im Besitz von Diplomatenpässen waren.

Kurz zuvor hatte Alexander Lukaschenko polnischstämmigen Beamten verboten, eine „polnische Karte“ zu beantragen. Diese wird von Polen an Landsleute ausgestellt, die in Ländern des post-sowjetischen Raums leben. Sie ermöglicht den Inhabern neben der visafreien Einreise nach Polen auch ein Niederlassungs- und Arbeitsrecht. Laut Angaben des polnischen Außenministeriums rechnet man in Warschau tatsächlich damit, dass bis zu 900000 Anträge aus Weißrussland eingehen werden, obwohl es nicht „Minsk brüskiert Polen“ weiterlesen

Janukowitsch steht Putin im Wege

Von Manuela Rosenthal-Kappi

Kiew setzt auf Annäherung an die EU: Absage an Zoll- und Eurasische Union

Wladimir Putins Rückkehr ins Präsidentenamt gilt schon jetzt, wenige Tage vor der Wahl, als sicher. Vieles deutet darauf hin, dass er eine Wiedervereinigungspolitik ehemaliger Sowjetrepubliken mit Russland vorantreiben wird. Mit der Ukraine kann er jedoch vorerst nicht rechnen. Der bislang als „pro-russisch“ geltende Viktor Janukowitsch wehrt sich standhaft gegen russische Einflussnahme.

Kürzlich kündigte Kiew an, ab 2013 neue Steuern für Einrichtungen der auf der Krim stationierten russischen Schwarzmeerflotte erheben zu wollen. Im Gasstreit 2009 hatte das Thema „Schwarzmeerflotte“ Janukowitsch als Druckmittel schon einmal geholfen. Damals hatte Kiew gedroht, den Pachtvertrag nicht zu verlängern, wenn Moskau den Gaspreis nicht senken würde. Gazprom senkte den Preis, dafür wurde in einem Abkommen festgehalten, dass die Schwarzmeerflotte bis 2042 auf ukrainischem Territorium in Sewastopol bleiben darf. „Janukowitsch steht Putin im Wege“ weiterlesen

Unser Mitglied Hartmuth Seitz: Ein Musiktraum geht in Erfüllung

Von Johanna R. Wöhlke

Sich einbringen in eine Idee und dann mit allen Kräften versuchen, sie zu realisieren: Auf diesem Wege befindet sich gerade unser Mitglied Hartmuth Seitz mit seiner Idee einer Konzertreihe. Auf der Pressekonferenz dazu hat der Kollege der Niederelbe Zeitung, Thomas Schult, einen ausführlichen Artikel darüber geschrieben, dem nichts mehr hinzugefügt werden muss. Wir haben an dieser Stelle auch schon berichtet. Wir stellen ihn hier ein und wünschen Hartmuth Seitz viel Erfolg für seine Idee!

Niederelbe Zeitung, 26. März 2012

 

Friedrich II. oder Friedrich der Große?

Von Dr. Manuel Ruoff

Bundesfinanzministerium würdigt den 300. Geburtstag des Alten Fritz mit einer Zehn-Euro-Münze und einer 55-Cent Briefmarke

Das Bundesministerium der Finanzen würdigt den 300. Geburtstag des dritten preußischen Königs Friedrich der Große mit der Herausgabe eines 55-Cent-Sonderpostwertzeichens und einer Zehn-Euro-Gedenkmünze.

Das Briefmarkenmotiv zeigt Friedrich den Großen, wie er auf einem der bekanntesten Gemälde des zeitgenössischen Malers Anton Graff aus dem Jahr 1781 dargestellt ist. Bei der Präsentation von Briefmarke und Münze im Berliner Bode-Museum lobte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Hartmut Koschyk: „Der Grafiker Gerhard Lienemeyer aus Offenbach am Main hat es mit den grafischen Darstellungsmitteln unserer Tage verstanden, das eindrucksvolle Antlitz des „Friedrich II. oder Friedrich der Große?“ weiterlesen

Deutscher »Sparmansperg« für Griechenland

Von Dr. Manuel Ruoff

Nachdem Joseph von Armansperg Bayerns Finanzen saniert hatte, wurde er als Regierungschef nach Griechenland geschickt

Bereits im 19. Jahrhundert wurde der Versuch unternommen, mit deutscher Ordnung, Gründlichkeit und Sparsamkeit Griechenland zu sanieren, denn schon damals war es ein „verwahrlostes Land“, wie Roswitha von Bary-Armansperg in der „Neuen Deutschen Biographie“ zu berichten weiß. An der Spitze dieses Versuchs stand Joseph Ludwig Graf von Armansperg, der ebenso wie der damalige König Griechenlands, Otto I., aus Deutschland stammte. „Deutscher »Sparmansperg« für Griechenland“ weiterlesen

Das Spielfeld in der Kirchenallee

Von Hans-Peter Kurr

Neues vom Schauspielhaus in der „Umbauspielzeit“ 2012/13

Bauprobe Spielfeld Blick auf Portal

Nein, nein, es handelt sich nicht etwa um ein Fußballfeld, was da an der Kirchenallee entstehen soll, sondern um eine originelle theatralische Form, die sich die interimistische Leitung des Deutschen Schauspielhauses Jack Kurfess und Florian Vogel ausgedacht und am vergangenen Wochenende Zuschauern und Presse für die Umbauspielzeit 2012 / 13 präsentiert hat ( Unser Bild zeigt eine Probeaufstellung während einer sogenannten Bauprobe der in den Zuschauerraum hineingebauten provisorischen Bühne, Spielfeld genannt, die die Aufrechterhaltung von Vorstellungen „Das Spielfeld in der Kirchenallee“ weiterlesen

Dostojewskijs „Schuld und Sühne“ als Bühnenfassung im Monsun-Theater

Anderen ein Licht auf  den Weg werfen

„Leute, das Theater hat Euch etwas zu sagen, das Ihr unbedingt wissen müßt, denn es wird Euch weiterbringen!“ Dieses Zitat stammt  von Altmeister Harry Buckwitz, dem Brecht-Durchsetzer in der damaligen Bundesrepublik, der nicht nur ein Brecht-Verehrer und –freund war, sondern auch ein großer Liebhaber des großen Russen Dostojwskij.

Es war einer seiner Pläne, als er die 80 überschritten hatte, eines der großen Epen jenes Denkers und Romanciers auf der Bühne zu zeigen. Dazu kam er nicht mehr, aber er hinterließ diesen Gedanken seinen Schülern, deren einer sie ,Jahre später ,in die Tat umsetzte mit seiner Bühnenfassung von „Schuld und Sühne“, die jetzt im Monsun-Theater an der Friedensallee ihre Hamburgische Erstaufführung erfuhr :  Hans-Peter Kurr inszenierte mit Katharina Herzberg von Rauch (Sonja), Joachim Liesert (Raskolnikow) und Hans-Peter Kurr (Porfiri) das ca. zweistündige Drei-Personen-Stück.

Wiederholungs-Vorstellungen finden am 18. und 19. Mai sowie am 10. Juni 2012, jeweils um 20.00 Uhr, statt. „Dostojewskijs „Schuld und Sühne“ als Bühnenfassung im Monsun-Theater“ weiterlesen