Die Hamburger Staatsoper – eine Bestandsaufnahme Anfang 2012

Von Dr. Ferenc Horvath

Eine Meinung, eine Kritik ist immer persönlich. Sie basiert auf dem Geschmack und auf den Erfahrungen des Kritik stellenden. So entstand dieses kurze Schreiben nach einer langjähriger Beobachtung der durch öffentliche Gelder subventionierten Hamburger Staatsoper im Jahre 2012.

Wunderbare Musik, ein professionelles Orchester, brillante Sängerinnen und Sänger.

Hier  könnte man halt machen, man darf aber nicht! Warum? Weil man weiter reden muss, und zwar weil die Besucher langsam rar werden.

Ein Grund mag vielleicht sein:  die Inszenierungen! Und hier kann und sollte man bestimmt ansetzen. Diese sind mit einigen, den Regel bestätigenden ausnahmen ( wie zB. die Cerenterola), nämlich einfach schwach. Warum eigentlich- würde man fragen? Continue reading „Die Hamburger Staatsoper – eine Bestandsaufnahme Anfang 2012“

Auf den Spuren Jürgen Rolands

Von Hans-Peter Kurr

Jubiläumspremiere „Polizeirevier Davidwache“ im Imperial-Theater

„Dascha man bannig ne runde Sache“ kommentiert fachkundig ein Premierenbesucher von der Hühnerstange herab, der letzten, holzgezimmerten Sitzreihe auf dem Rang des Imperial bei der Premiere der neuen Collage „Poilzeirevier Davidwache“, mit der Hausherr Frank Thannhäuser und sein Team die neunte Krimi-Spielzeit des Imperial-Theaters „ganz weit vorn auf dem Kiez“ feiern. Und es darf gesagt werden :Es ist eine anregend-spannende Feier, die auf der , ebenfalls von Thannhäuser raffiniert entworfenen , Szene abläuft, einer mehrfach drehbaren Zweistockbühne, auf der sogar Verbrecherjagd über St. Paulis Dächer dargestellt werden kann. Continue reading „Auf den Spuren Jürgen Rolands“

Ein ganz schlechter Tag

Diese Glosse erschien am 15. März im Hamburger Abendblatt

Von Uta Buhr

Sicherlich kennen Sie das auch. An einem bestimmten Tag will einem  nichts gelingen. Da geht wirklich alles schief. Mein schlechter Tag begann gestern bereits am frühen Morgen.  Meine erste Tasse Kaffee glitt mir aus der Hand und ergoss ihren Inhalt über unser neues cremefarbenes Sofa. Später in einem Geschäft unterhielt sich der Verkäufer in epischer Breite und ohne Notiz von mir zu nehmen mit einer jungen Frau über seinen Urlaub in den USA, der „echt super“ war. Continue reading „Ein ganz schlechter Tag“

Regiemagier Michael Bogdanov

Von Hans-Peter Kurr

….feiert mit seinen Schauspielern Triumphe in den Kammerspielen

Vier Männer im Nebel

Michael Bogdanov, der in Kreisen hamburgischer Theaterfreunde schon in den späten 80er Jahren den Ruf eines Regie-Magiers genoß, als er ( von 1988 – 1992) in der Nachfolge Peter Zadeks Intendant des Deutschen Schauspielhauses war und „folgerichtig“ das Opfer einer bestimmten hanseatischen Feuilletonisten-Mafia wurde, Continue reading „Regiemagier Michael Bogdanov“

“The Comedy of Errors“ by William Shakespeare

Uta Buhr

The new Play at the English Theatre of Hamburg

No escape for a tied-up man

Did you know that William Shakespeare, Britain’s greatest playwright ever, wrote one of the first “Sitcoms?” If you do not like this rather trivial modern word, just call it a farce. It is true that Shakespeare’s shortest and perhaps earliest comedy is based on the oeuvre by the well-known Roman citizen and comic playwright Plautus who lived around 250 B.C. The plot is quite intricate since two sets of identical twins are involved in the play, both being accidentally separated by birth on a boat totally damaged during a heavy storm in the Mediterranean Sea. Years Continue reading „“The Comedy of Errors“ by William Shakespeare“

Irrungen und Wirrungen – Shakespeares Sitcom im English Theatre of Hamburg

Von Uta Buhr

IRRUNGEN UND WIRRUNGEN – SHAKESPEARES SITCOM IM ENGLISH THEATRE OF HAMBURG

Wie wird das wohl enden?

Endlich wieder ein Shakespeare in Hamburgs englischem Theater. Und was für einer! „The Comedy of Errors“ – Die Komödie der Irrungen – entstand um das Jahr 1590. Als einziges Lustspiel des großen Dichters ist sie  in possenhafter Weise ausschließlich auf Situationskomik zugeschnitten. Also eine Art  Sitcom, die auch heute nach über vierhundert Jahren ihre Wirkung auf das Publikum nicht verfehlt. Der Stoff entstammt ebenso wie die Mittel seiner Behandlung römischen Komödien des Plautus, die aufgrund ihrer derben Komik und lebendigen Dialoge außerordentlich bühnenwirksam sind.

Die an verschiedenen Plätzen des antiken Ephesus spielende Handlung ist – nomen est omen – recht verwirrend und erfordert dem Zuschauer ein hohes Maß an Aufmerksamkeit ab. Im Mittelpunkt stehen die männlichen Zwillinge des Kaufmannes Ägeon aus Syrakus  und seiner Ehefrau Ämilia. Die Kinder werden während einer Überfahrt auf Continue reading „Irrungen und Wirrungen – Shakespeares Sitcom im English Theatre of Hamburg“

Doris Kunstmann liest Ginny G. von Bülow

Lesung in der Spielbank Hamburg am 26. März 2012 , Casino Esplanade am Stephansplatz 10, um 19 Uhr

Lesungseinladung (Foto Thomas Gottschalk-Westerburg, im Besitz der Spielbank Hamburg)

 

 

 

 

 

 

Die Autorin Ginny G. von Bülow, unser neues Mitglied und gleichzeitig Mitglied der Hamburger Autorenvereinigung, mit der wir kooperieren, lädt ein zu einer Lesung in die Spielbank Hamburg. Die Schauspielerin Doris Kunstmann wird dort vergnügliche Texte der Autorin lesen unter dem Titel “ Aus dem Leben einer Tagediebin oder Das Geheimnis des Roulette“. Continue reading „Doris Kunstmann liest Ginny G. von Bülow“

Werbung im Handel: Der große Wandel?

Von Josef Wilhelm Knoke

Im Rahmen einer Artikelserie  thematisieren wir den digitalen Medienumbruch. Teil 1:
„Konsumentenverhalten und neue Wege der Kommunikation mit dem Konsumenten“.

Dies war das Thema einer vom Managementforum aus dem Hause Handelsblatt durchgeführten Doppelveranstaltung Handelswerbekongress / Loyaltykongress am 27. / 28.02. in Mainz.
Angesichts der rasanten technischen Entwicklung im Bereich neuer Medien nimmt die Skepsis von Marketingfachleuten gegenüber der Effizienz rein klassischer Werbung zu. Unkonventionelle Werbeformen gewinnen an Attraktivität. Das Zauberwort in diesem, von englischen Fachausdrücken dominierten Bereich, heißt „Targeting“. Statt simpler Reichweitenmessung über die Menge von Kontaktzahlen geht es zunehmend darum, das „richtige“ Publikum zu erreichen. Wie, dazu gibt es viele neue Mittel und Wege mittels Crossmarketing.

Social Media sind ein Vehikel dazu. Mit Social Media bezeichnet man Medien  und Webplatt-formen, die dem gegenseitigen Austausch von Informationen, Erfahrungen, Meinungen und Bewertungen (Text, Bild, Audio und Video. Praxisbeispiel: www.seen-media.de) dienen. Man bezeichnet dies auch als „user generated content“. Fast jeder kennt inzwischen Twitter, Facebook & Co.

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Wir nehmen Abschied von unserem Mitglied Anna Bardi

Liebe Mitglieder der DAP!

Anna Bardi

Anna Bardi ist nicht mehr. Am vergangenen Donnerstag wurde sie auf dem Friedhof Hamburg-Ohlsdorf  in die Ewigkeit verabschiedet. Wir gedenken ihrer mit der persönlichen Grabrede einer ihrer engsten Freunde, des Schriftstellers Uwe Friesel. Dieser sehr persönliche Abschied eines Freundes, gesprochen an ihrem Sarg, bringt uns Anna auf eine Weise nahe und stellt einen würdigen Abschied dar, wie es angemessener nicht sein kann.

In Namen des Vorstandes

Johanna Renate Wöhlke

Uwe Friesel

Nachruf auf Anna

Anna, du hast als bildende Künstlerin eine beinahe persönliche Beziehung zu Deinen Materialien gehabt, fast so, als lebten sie. Du hast nicht etwa beliebige Stoffe verwendet. Continue reading „Wir nehmen Abschied von unserem Mitglied Anna Bardi“

Paisiello – der verschollene Komponist

Von Hans-Peter Kurr

“König Theodor in Venedig“/Premiere in der Hamburger Kammeroper

Paisiello in der Hamburger Kammeroper

Das erste Kompliment für die „Ausgrabung“ dieses beeindruckenden Werkes  der Zeitenwende zwischen Spät-Renaissance und Barock gilt der künstlerischen Leitung der Hamburger Kammeroper, dem Ehepaar

Hass/Deeken : Die für Hamburg von Barbara Hass und Fabian Dobler neu eingerichtete Fassung von „Re Theodoro in Venezia“,dieser über 200 Jahre alten Oper, die selbst im gültigsten aller „Führer“ in deutscher Sprache, dem berühmten „Kloiber“ ,nur als Randnotiz erscheint, hätte aber das Premierenpublikum vermutlich nicht zu derartigen Ovationen hingerissen, wäre da nicht als Lenkerin des vorzüglichen Ensembles eine Regisseurin, Jean Renshaw, deren nahezu überbordende szenische Continue reading „Paisiello – der verschollene Komponist“