Angst vor der freien Rede? Nach diesem Seminar unseres Mitgliedes Hans-Peter Kurr nicht mehr!

Von Johanna R. Wöhlke

ACHTUNG TERMINÄNDERUNG: SEMINAR FINDET NUN IM APRIL STATT!

Hans-Peter Kurr

Zum ersten Mal in 2011 bietet unser Mitglied Hans-Peter Kurr, in Rhetorik und Schauspiel ausgebildeter Regisseur, Menschen ein Wochenendseminar in Rhetorik an, denen es der Horror ist, in der Öffentlichkeit frei zu reden.

„Selbst vor nur 100 Zuhörern zu reden“, sagte kürzlich ein Teilnehmer an Kurrs Frankfurter erstem Lehrgang, der „nur“ eine Laudatio auf ein Firmenmitglied zu halten hatte, das dessen Betrieb vierzig Jahre angehörte, „ist mir nicht  ohne hörbares Zittern in der Stimme gelungen. Ich wäre vor Angst fast ohnmächtig geworden und dachte zeitweise, ich würde gleich umkippen!“

Menschen mit diesem oder einem ähnlichen Problem sind in unserer Gesellschaft nicht selten vertreten. Die moderne Psychologie nennt jenen Zustand eine „weit verbreitete soziale Phobie“ und rät zu Übungskursen unter fachlicher Anleitung. „Angst vor der freien Rede? Nach diesem Seminar unseres Mitgliedes Hans-Peter Kurr nicht mehr!“ weiterlesen

Reiner Klimke – erfolgreichster Dressurreiter

Von Dr. Manuel Ruoff

Reiner Klimke kam ursprünglich von der Vielseitigkeit – Vor 75 Jahren wurde er geboren

Er gilt als erfolgreichster Dressurreiter aller Zeiten. Vor 75 Jahren kam Reiner Klimke in Münster zur Welt. Zu seinem Paradefach, der Dressur, fand Klimke erst relativ spät, aber mit dem Reiten begann er bereits als Zwölfjähriger an der Westfälischen Reit- und Fahrschule seiner Geburtsstadt. Anfänglich ritt er die heutige Vielseitigkeit, damals noch weniger politisch korrekt Military genannt. 1950 gewann er sein erstes Turnier. Fünf Jahre später hatte er seinen ersten internationalen Auftritt in Thun. Bei der Europameisterschaft 1957 in Kopenhagen gewann er mit der Mannschaft die Silbermedaille. 1960 erreichte Klimkes Vielseitigkeitsreiter-Karriere mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rom und dem Gewinn der Deutschen Meisterschaften im Einzel auf „Winzerin“ einen Höhepunkt.

Preußisch bescheiden verwies der Reiter darauf, dass seine Erfolge zu „mehr als 50 Prozent“ auf das Konto der Pferde gingen. Allerdings war er an diesen „mehr als 50 Prozent“ auch beteiligt, hat er seine Top-Pferde „Fortunat“, „Dux“, „Mehmed“, „Ahlerich“ und „Biotop“ doch selber ausgebildet. „Reiner Klimke – erfolgreichster Dressurreiter“ weiterlesen

Joseph Joffre – er durchkreuzte den Schlieffen-Plan

Von Dr. Manuel Ruoff

Im Ersten Weltkrieg scheiterten die Deutschen mit ihrem Versuch, entsprechend ihrem Schlieffen-Plan Frankreich schnell niederzuwerfen. Bereits vor Paris kam der deutsche Vormarsch zum Stehen. Dieses sogenannte Wunder an der Marne war abgesehen von Fehlern auf deutscher Seite der Erfolg des damals 62-jährigen fran­zö­sischen Ge­ne­ral­stabschefs und Armeebefehlshabers Joseph Joffre, der die von den Deutschen geplante Ein­krei­sung durch einen stra­te­gischen Rück­zug vereitelte. Nach diesem Erfolg wurde ihm 1915 der Oberbefehl über die Streitkräfte seines Landes übertragen. Wegen nun folgender Miss­erfolge nahm er schon im darauffolgenden Jahr seinen Abschied, aber das in allen Ehren als Marschall von Frankreich. Am 3. Januar 1931 starb das Mitglied der Académie française in Paris.

Die Theorien des Lebens

erschienen im Hamburger Abendblatt am 28. Januar 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Kennen Sie die Kohlkopftheorie? Im Anschluss daran vielleicht auch noch die Kohlrabitheorie, die Hand in Hand geht mit der Möhrentheorie? Die wiederum ist auch oft im Umfeld der Paprikatheorie anzutreffen, und wenn es ganz schlimm kommt, dann landen wir in diesem Sinnzusammenhang am Ende bei der Kichererbsentheorie…

Nun habe ich Sie neugierig gemacht und kläre auch ganz schnell auf. Es handelt sich nicht um neue Theorien zur Ernährungslehre. Keine neue Heilslehre für die Gesundheit soll ihren Weg in die Öffentlichkeit nehmen. Vielmehr ist es die Öffentlichkeit selbst, die nach diesen Theorien verlangt, damit sie überhaupt bewältig werden kann. Ich weiß wovon ich rede, und Sie werden es auch gleich wissen. „Die Theorien des Lebens“ weiterlesen

Ehre ohne Ende für Mauerschützen

Von Dr. Manuel Ruoff

Während die Agnes-Miegel-Straße in Erftstadt bei Köln unlängst umbenannt worden ist, heißt die Peter-Göring-Straße in Strausberg bei Berlin nach wie vor nach einem Mauerschützen. Der Mann würde wohl kommenden Montag seinen 70. Geburtstag feiern und nicht Namensgeber einer Straße sein, wenn ihn nicht am 23. Mai 1962 bei seinem Versuch, die „Republikflucht“ eines Kindes zu vereiteln, die Kugel eines West-Berliner Polizisten getroffen hätte. An jenem 23. Mai versuchte der erst 14-jährige Wilfried Tews durch den Spandauer Schifffahrtskanal in den Westen zu fliehen. Zehn DDR-Grenzer gaben daraufhin 100 Schüsse auf den Jungen ab. Sie schossen auch noch, als der Erfurter Schüler schwer verletzt das westliche Kanalufer erreicht hatte und West-Berliner Polizisten ihn zu bergen versuchten. Da die Kugeln auf West-Berliner Gebiet einschlugen, erwiderte die West-Berliner Polizei das Feuer, um dem Jugendlichen Feuerschutz zu geben. Bei diesem Feuergefecht wurde Göring tödlich getroffen. Der Gefreite der 1. Grenzbrigade, von dem alleine 44 der Schüsse auf Tews stammen, hatte befehlswidrig seinen Wachturm verlassen, um sich eine günstige Schussposition zu verschaffen, als ihn ein Querschläger der Gegenseite erwischte. Vom SED-Regime wurde der Tote zum im Dienst gemeuchelten Helden stilisiert. Alles Mögliche wurde nach ihm benannt. Über das meiste ist die Zeit hinweggegangen oder es wurde nach der friedlichen Revolution rückgängig gemacht. Doch die von der CDU vorgeschlagene Umbenennung der Peter-Göring-Straße scheiterte an der rot-roten Mehrheit in Strausbergs Stadtverordnetenversammlung.

Die zwölf Geschworenen

erschienen im Hamburger Abendblatt am 24. Januar 2011

Von Uschi Tisson

Der „Texaner“ im rot-karierten Flanellhemd ballt seine Faust. Seine Augen sprühen vor Wut. Es ist laut, während es zwischen ihm und zwei weiteren jungen Männern zu einem handfesten Gerangel kommt. „Genauso ist es richtig“, ruft Edwin Hagemann ihnen zu. „So will ich euch sehen.“ Er klatscht ab und ist hochzufrieden mit der Szene, die sich soeben direkt vor seinen Augen abgespielt hat. Doch das alles passiert nicht in Wirklichkeit, sondern zum Glück nur auf der Bühne in der Aula des Gymnasiums Meckelfeld. Hier laufen die Proben für das Theaterstück „Die zwölf Geschworenen“ von Reginald Rose und Horst Budjuhn für die Aufführungen am 3. und 4. Februar auf Hochtouren. „Anders, als in den Jahren zuvor, bleibt uns nicht viel Zeit“, sagt Lehrer und Regisseur Edwin Hagemann, „doch die Schüler sind hochmotiviert, setzen viel Freizeit für das Üben ein, obwohl keine noten dafür vergeben werden und im Zeugnis nur ‚hat teilgenommen’ stehen wrid.“ und wir kommen wir gut voran.“

Bevor sich die Mitwirkenden der Theater AG nach den Vorstellungen in ihre Abiturarbeiten stürzen, schlüpfen sie alle noch einmal in verschiedene Rollen. „Das Stück bietet sich dafür an“, sagt Edwin Hagemann, „es zeigt einen Querschnitt der amerikanischen Bevölkerung. Es treffen hier sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander. Die Handlung ist emotionsgeladen, wortgewaltig und hoch spannend.“ „Die zwölf Geschworenen“ weiterlesen

Schwierige Kompetenzen

erschienen im Hamburger Abendblatt am 26. Januar 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Es kann nie schaden, wenn der Mensch etwas kann. Er sollte sogar etwas können, denn das macht das Leben schön und im besten Falle nützt es den Menschen. Ja, dann ist es besonders schön. Bei Ärzten zum Beispiel ist das ganz offensichtlich. Ein Hoch auf alle guten Ärzte! Ohne sie und das medizinische Wissen, das sie umsetzen, stände es nicht gut um unsere Gesundheit. Nothelfer der besten Art, Geborgenheit vermittelnd, Sicherheit. Das ist es, was wir suchen.

Allerdings ist die Palette der menschlichen Leiden nicht immer so sicher aufzuzeigen, vieles bewegt sich in Grauzonen – und wie das liebe Grau es so an sich hat, es führt manchmal auch zu gewöhnungsbedürftigen Begriffen im Bereich der Medizin. So erging es mir neulich mit dem Begriff des Wechseljahrberaters oder der Wechseljahrberaterin. Aha, dachte ich mir, das ist ein interessantes Feld menschlicher Befindlichkeiten – die Wechseljahre. Nun werden wir also auch dort kompetent beraten. „Schwierige Kompetenzen“ weiterlesen

Hästens – Allerfeinste Betten aus Schweden

Von Monika Landsky

HÄSTENS  –  ALLERFEINSTE BETTEN AUS SCHWEDEN am Neuen Wall 69  in Hamburg

Natürlich gibt es nicht nur Hästens im Luxusbettensegment, sonder z.B. auch Treca, Vi-Spring, Duxiana usw. Ich habe mich entschieden, Hästens-Betten einmal genauer anzuschauen.

Eigentlich ist es mehr eine Philosophie. Es ist kein „normales Schlafen“, sondern das erholsamste und luxuriöseste was Betten zu bieten in der Lage sind. Der Storemanager ENRICO SOMMER verspricht allerhöchsten, noch nie empfundenen Schlafkomfort. Dieser Aussage wollte ich auf den Grund gehen, war aber geneigt ihm zu glauben, schlafen doch viele Stars in angesagten Hotels auf dieser Welt in Hästens-Betten.

Diese Betten, es gibt sie in verschiedenen Preislagen, werden ausschließlich mit Naturmaterialien hergestellt. Wenn man bedenkt, dass ein Mensch 1/3 seines Lebens im Bett schläft, sollte doch das Beste gerade gut genug sein. Und so kommt man wohl an diesen Betten nicht vorbei. Es schlafen sogar Könige in Hästens Betten. Klar, wir sind alle keine königlichen Personen aber das soll uns nicht davon abhalten, wie Könige schlafen zu wollen. Dazu verhilft uns die Philosophie von Hästens. „Hästens – Allerfeinste Betten aus Schweden“ weiterlesen

Von Aranjuez an die Elbe gereist

„Don Carlos“ kehrte -im Thalia- nach Hamburg zurück

Text: Hans-Peter Kurr    Foto: Pressestelle des Thalia-Theaters

Jette Steckel ist eine “ Ver-rückte“, will sagen: Eine Regisseurin jenseits der Norm, immer non-konformistisch, zuweilen ab-norm (, um im Wortspiel zu bleiben:), Tochter eines gleichermassen ver-rückten Vaters eben, der bereits Ende der sechsziger Jahre an den Unruhen im Deutschen Schauspielhaus, sagen wir, nicht ganz unbeteiligt war und seitdem zu den „enfants terribles“ des Sprechtheaters zählt.

Jette Steckel ist aber auch eine Abenteurerin, die Theatertraditionen nicht besonders ernst nimmt, sondern lieber ungewöhnliche ( manchmal durchaus neue) Darstellungsformen erfindet. Ihr „Woyzzek“-Ensemble etwa klettert während des gesamten Aufführungsabends, getragen von Gerd Besslers wundervollen Kompositionen,  in die Wanten, das heisst: Es verlässt den tradionellen (Bühnen-)Boden unter den Füssen und spielt die gesamte Büchner-Tragödie in einem riesigen Netz. Eine phantastische Idee, die restlos aufgeht. Oder: Don Carlos‘ Freund, der Marquis Posa, der sich ja , eingestandermassen ,vom höfischen Establishment König Philipps II. abgesondert hat, lässt sie , schnoddrig, mit einer Plastiktüte als Handgepäck auftreten. „Von Aranjuez an die Elbe gereist“ weiterlesen

No future, Schenkelklopfen und Betroffenheit

Volker Pispers‘ Programm „Bis neulich“

Von Dr. Wolf Tekook

„Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen.“ Ob dies das Motto des nach eigenem Bekenntnis politischen Kabarettisten Volker Pispers ist, dessen aktuelles Programm der Rezensent im Seidenweberhaus zu Krefeld verfolgte? Getreu dem Satz des Direktors aus Faust I sprudelten drei Stunden lang die Verbalattacken des scharfzüngigen niederrheinischen Wortakrobaten auf die schenkelklopfenden Zuhörer ein.

Im scheinbar lockeren Plauderton und mit raschen Themenwechseln kommentierte Pispers das Weltgeschehen im großen wie im kleinen. Das Konzept erscheint einfach: „No future, Schenkelklopfen und Betroffenheit“ weiterlesen