Die Auswärtige Presse e.V.

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Artikel der Kategorie ‘Kunst und Kultur’

Hamburg darf auch weiterhin „Elbphilharmonie Konzerte“ veranstalten und fördern

Dezember 22, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Hamburger Senat, Kunst und Kultur, Politik Noch keine Kommentare →

Von Johanna Renate Wöhlke

Verband der deutschen Konzertdirektionen e.V. unterliegt im Rechtsstreit vor dem Landgericht Hamburg

Es ist die Zeit der Konzerte und des kulturellen Erlebens an festlichen Tagen. Wir machen uns hübsch – vielleicht auch nicht – und gehen ins Theater, ins Konzert. Erwartungsvoll und in festlicher Stimmung nehmen wir unsere Plätze ein. Unsere Gedanken sind beim Gestern und Heute. Sie kreisen um das Schöne und Gute, wahrscheinlich. Wir erwarten Anregendes und auch Aufregendes. Vielleicht verlangt die Seele – man erwarte an dieser Stelle keine Defnition von Seele – vielleicht also verlangt die Seele danach, gestreichelt zu werden. (weiterlesen …)

Korczak und die Kinder Jugendtheater in Hamburg

Dezember 17, 2011 Von: Falbe Kategorie: DAP aktuell, Kunst und Kultur Noch keine Kommentare →

 Von Günther Falbe

Es gehört zu den meistgespielten deutschen Nachkriegsstücken, das Schauspiel „Korczak und die Kinder“ von Erwin Sylvanus, das eines der schlimmsten Verbrechen des Naziregimes, den Tod von 200 jüdischen Waisenkindern aus dem Warschauer Ghetto in den Gaskammern des Vernichtungslagers Treblinka behandelt. Mit ihnen starb der Mann, der sie bis zum letzten Atemzug beschützt hatte, der polnische Arzt, Schriftsteller und Pädagoge mit Leib und Seele, Janusz Korczak.

Die Auseinandersetzung

Unter diesem Autorennamen schrieb sich der als Henryk Goldszmit in Warschau geborene Sohn einer jüdischen Anwaltsfamilie in die polnische Literatur des frühen 20.Jahrhunderts ein, weniger ein Pseudonym als ein Synonym für eine tiefe Liebe zu den hilfslosesten in der menschlichen Gemeinschaft, den Waisenkindern. Mit seinem Namen wird immer der singende Zug der Kinder aus dem Waisenhaus Dom Sierot in Warschau, das der Kinderarzt jahrzehntelang geleitet hatte, in das Lager Treblinka verbunden bleiben. Dieses Kapitel des Holokaust erschüttert die Menschen, wo und wie sie sich mit ihm auseinandersetzen.

 

So wie zur Zeit in Hamburg, wo das „TheaterSehnSucht“ das Schauspiel von Erwin Sylvanus in sein Programm aufgenommen hat,

Die Nachricht

das vor allem junge Zuschauer bewegen soll, Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Geschichte in die Gegenwart zu transferieren und sie mit den gravierenden Problemen unserer Zeit zu verbinden. Ein Jugendtheater, das das junge Publikum nicht nur als Zuschauer sieht sondern es mit einbindet in das Thema des Stückes und seine Interpretation mit anschließender Diskussion oder Workshop.

 

Dass diesem Schauspiel Erwin Sylvanus, das den Autor berühmt gemacht hat, in Hamburg eine besondere Bedeutung zukommt, liegt an der bedrückenden Duplizität der authentischen Vorlage: Auch in Hamburg kamen jüdische Kinder ums Leben, die Schule am Bullenhausener Damm trägt deshalb heute den Namen von Janusz Korczak. So bekommt das Stück eine bewegende Nähe, die bei der Erstaufführung in der Jugendkirche, Bei der Flottbeker Mühle, schon zu spüren war. Nicht nur bei den älteren Zuschauern – der „Erlebnisgeneration“ – sondern auch oder gerade bei den Jugendlichen, der eigentlichen Zielgruppe dieses Jugendtheaters. Was dieses Stück ihnen verdeutlichen will und soll, ist Eigenverantwortung, die in die Gesellschaft einzubringen ist, um überhaupt als solche bestehen zu können.

Ist Das zu verantworten

Keine leichte Aufgabe für die Protagonisten, denn es wurde die Form des Sprechtheaters gewählt, weil man mit diesem Stück auch kleine Räume bespielen will wie Klassenzimmer, um so nahe wie möglich an das junge Publikum heran zu kommen und es mit einbeziehen zu können. So muss vor allem die Sprache die Handlung tragen, die im Warschauer Ghetto spielt, in dem Waisenhaus, das Janusz Korczak leitet, und das nun geräumt werden soll, weil die Kinder nach Treblinka gebracht werden sollen. Zwischen dem SS-Führer mit dem Räumungsbefehl und dem Arzt beginnt ein in emotional geführten Dialogen ausgetragener Kampf um die Vollziehung dieses – wie Korczak weiß – tödlichen Vorhabens. Der Arzt will die vier Schwestern retten, sie von der Begleitung befreien. Er selber will die Kinder in das Lager führen, alle Versuche zu seiner Rettung, die an ihn herangetragen werden, lehnt er ab.

 

Das Jugendtheater hat bei der Besetzung des fünf Personen-Stückes eine glückliche Hand gehabt. Ohne aufwendige Ausstattung, vor nur mit wenigen Symbolen versehener Bühne erfüllen die Schauspieler allein mit ihrer Präsenz die Aufgabe, die der Autor mit seiner großartigen Sprache vorgegeben hat – kein Wunder, dass Erwin Sylvanus mit diesem Stück Weltruhm erlangte. Bewusst hat man verzichtet, Kinder auf die Bühne zu bringen. Sie sind gegenwärtig in den beiden Frauengestalten, denen Kerstin Otto und Katharina Herzberg von Rauch Leben gibt.

Zwiesprache

Gösta Liptow bringt als Sprecher die verbindenden Elemente in die Handlung ein, die in ihren entscheidenden Elementen von Thomas Fischer als Offizier und Hans-Peter Kurr als Korczak getragen wird und die ihren Höhepunkt in einem bewegenden Monolog findet, in dem Hans-Peter Kurr alle Register seines Könnens zieht. Der Arzt ringt dem Befehlenden das Leben der vier Schwestern des Waisenhauses ab und tritt dann der Weg in das Dunkel an, aus dem es keine Wiederkehr gibt. Kurr i s t Korczak in Mimik und Sprache, mit der er fast den Raum zu sprengen droht und die Zuschauer, gleich welchen Alters, in seinen Bann zwingt. Großes Sprechtheater unter der Regie von Fred Buchalski, musikalisch begleitet mit eigenen Kompositionen von Kinga Heymann.

Das Ensemble

Es ist zu wünschen, dass „Korczak und die Kinder“ als erstes Stück des dreiteiligen Theaterprogramms, das dieses von der Hamburger Kulturbehörde geförderte Jugendtheater vorlegt, in vielen Schulen und Institutionen zur Aufführung kommt. ( TheaterSehnSucht, Seewartenstraße 10 in 20459 Hamburg, Tel: 040 / 52015701, Mail: jugend@theatersehnsucht.de )

 

Fotos: Tobias Gloger

A QUARTET IN TROUBLE: “FUNNY ABOUT LOVE “

Dezember 16, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Englisch, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, In anderen Sprachen, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge Noch keine Kommentare →

THE NEW PLAY AT THE ENGLISH THEATRE OF HAMURG

By Uta Buhr

Hilarious! The new comedy by the famous British playwright Terence Frisby is heart-warming and thus just the right thing for a dark and rainy day in the dead of winter. In the very beginning nothing seems to be funny for middle-aged Rosie Boston who has just learned about her husband’s infidelity. Piers Boston, a 53 year old business-man has madly fallen in love with his young and pretty secretary Larissa. He is planning to begin a new life with her in the couple’s posh London apartment overlooking the River Thames. Selfish as Piers is, he does not even seem to expect any objections from his wife either to share her home with Larissa or to move out for good. While Rosie is brooding over her problem, help comes from young Darren Tucker who insists on talking to her. (weiterlesen …)

Funny about love – Das neue Stück im English Theatre Of Hamburg

Dezember 16, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge Noch keine Kommentare →

 Von Uta Buhr

 „FUNNY ABOUT LOVE“ – DIE LIEBE IST EIN SELTSAMES SPIEL…

Funny about love

 

Ist dies nicht ein Novum in der Welt der Komödie? In dem turbulenten Stück geht es nicht um die berühmt-berüchtigte „ménage à trois“, sondern um die Quadratur einer Beziehung. Einer Beziehung aus vier Personen, die in Bildung und Charakter nicht unterschiedlicher sein könnten. Da ist zunächst die von ihrem in der Midlife Crisis befindlichen Gatten Piers gehörnte Ehefrau Rosie, eine Dame von Welt und bester Erziehung, geistreich und ironisch, die selbst die delikatesten Situationen mit der legendären  „stiff upper lip“ meistert. Eine Meisterleistung von Debbie Radcliffe, der gestandenen britischen Aktrice, die dem Publikum des English Theatre bereits aus verschiedenen anderen Rollen bekannt ist. (weiterlesen …)

Mein Buchtipp als Geschenk für Weihnachten: Handbuch für Songtexter

Dezember 06, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Buchrezension, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Lyrik Noch keine Kommentare →

Von Johanna Renate Wöhlke

Das Buch für professionelles Schreiben und Vermarkten

Edith Jeske und Tobias Reitz

„Handbuch für Songtexter. Mehr Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten“ ist der Titel des Buches. Es ist ein Buch, das Songschreibern helfen will, gut mit Sprache und erfolgreich mit guter Sprache umzugehen. Außerdem geben die Autoren Informationen und Tipps, wie die Ergebnisse vermarktet werden können und informieren umfassend über alles, was ergänzend dazu an Wissen für die Branchenpraxis benötigt wird wie zum Beispiel Urheberrecht, Werkschutz oder Verlagsverträge.

Geschrieben haben das Buch Edith Jeske und Tobias Reitz: Edith Jeske ist langjährige Dozentin für Textdichten und Coach, unter anderem im Popkurs Hamburg an der Hochschule für Theater und Musik in Hamburg. Tobias Reitz ist Germanist und Textdichter, Jahrgang 1979 und der jüngste hauptberufliche Textdichter Deutschlands. Gemeinsam leiten sie die „Celler Schule“, die einzige deutsche Masterclass für Textdichter, gefördert von der GEMA-Stiftung. Sie wurde 1996 von Edith Jeske ins Leben gerufen. (weiterlesen …)

Die Rätsel des Volkes der Maya

Dezember 02, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Technik und Multimedia 1 Kommentar →

Von Hans-Peter Kurr

Reise zu seinen Mythen und zu den Sternen im Hamburger Planetarium

Unter dem Titel „Das Universum der Maya“ steht gegenwärtig eine ebenso prächtige wie intelligente „Himmel-Show“ zentral im Programm des Hamburger Planetariums, die es zu bewundern gilt.

Statue der Maya

Statue der Maya

Als die Azteken, die um das Jahr 1000 nach Christi Geburt ins heutige Mexiko eingewandert waren, zum ersten Mal das Gelände von Teotihuacan im Tal unter sich erblickten, schauten sie auf eine Geisterstadt hinab. Sie lag dort seit Jahrhunderten – nur eine Tagesreise von der prachtvollen aztekischen Hauptstadt Tenochtitlan entfernt, die heute Mexiko-City heißt. Und doch hätte bis zu diesem Tage kein Späher sie entdeckt, kein Wanderer seinen Fuß dorthin gesetzt, wo ehedem ein Volk ohne überlieferten Namen, um seinem Gott Quetzalcoatl näher zu sein, drei gewaltige Pyramiden errichtete – reich ornamentiert, aber ohne jedes erkennbare Schriftzeichen. (weiterlesen …)

Mord in den Dünen

November 29, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Kunst und Kultur 1 Kommentar →

Von Hans-Peter Kurr

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Erde zu Erde – ein Krimi

November 22, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Gesellschaft, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge 3 Kommentare →

Von Uta Buhr

Zur Entspannung schreibt mancher Journalist gern mal einen Krimi. Wenn er dann auch noch gedruckt wird, umso besser. So geschehen in der Fernsehzeitschrift FUNKUHR, Ausgabe 43/2011

Uff, endlich geschafft! Ingo Meister  schlug den Deckel des Eichensarges zu. Es war schon ein Stück Arbeit gewesen, Ilonas leblosen Körper die steile Kellertreppe hinauf zu schleppen, zumal ihre linke Hand sich immer wieder im Geländer verfing. Und richtige Maßarbeit, Ilona  unter den massigen Leichnam des verblichenen Rudolf Schickle zu schieben. Ingo wischte die Schweißperlen von seiner Stirn und gönnte sich einen großen Schluck eiskaltes Bier. Danke, Ilona, sagte er laut und lachte höhnisch, dass du noch heute Morgen ein paar Fläschchen in den Kühlschrank gestellt hast, und hob sein Glas. Aber das Prosit erstarb ihm auf den Lippen, als er sich an das Geräusch von Ilonas splitternden Knochen auf dem Steinboden erinnerte. Grauenvoll. Doch er fing sich schnell wieder und dachte an Ilonas Vermögen, das ihm zufallen würde. „Du wirst reich durch die Leich’“, summte er, als er sich später wohlig in der Badewanne räkelte. (weiterlesen …)

Der erste Frost!

November 13, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Lyrik 2 Kommentare →

Von Johanna R. Wöhlke

An einem so strahlenden und kalten Herbsttag in Hamburg, an dem der Frost mit seiner ganzen Schönheit am Morgen sein Regiment angetreten hat, an einem solchen Tag also dürfen es auch einmal ein Gedicht und Bilder sein, die die kalte Jahreszeit “einläuten”. Hier sind sie!

 

Der erste Frost

Der erste Frost 2011

 

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Unvollendetes Heiligtum: Mount Rushmore Memorial wird 70 Jahre alt

November 07, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Geschichte, Kunst und Kultur Noch keine Kommentare →

Von Dr. Manuel Ruoff

Das Mount Rushmore National Memorial wird 70 Jahre alt

Es entspricht so trefflich dem Zerrbild vom materialistischen US-Amerikaner, für den alles Geschäft ist: Während in anderen Ländern Symbole und Wahrzeichen der Nation mit dem Aufkommen des Massentourismus zu Touristenattraktionen geworden sind, haben die US-Amerikaner eine Touristenattraktion zum Nationalheiligtum erkoren. Die Rede ist vom Mount Rushmore National Memorial.

Landestypisch für diesen Staat, in dem alles eine Nummer größer ist, sind auch die Ausmaße. Deutlich wird das im Showdown, dem dramatischen Finale des Hitchcock-Klassikers „Der unsichtbare Dritte“, in dem Cary Grant und Eva Marie Saint in dem Monument auf der Flucht vor den Verbrechern um ihr Leben kraxeln. Immerhin 18 Meter sind die Köpfe der vier US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln hoch. (weiterlesen …)