Die Auswärtige Presse e.V.

Internationale Journalistenvereinigung Hamburg
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Artikel der Kategorie ‘Redaktionelle Beiträge’

Eine Hommage an unsere Lyrik- Preisträgerin Maren Schönfeld

Juli 22, 2017 Von: hoffmann Kategorie: DAP aktuell, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Literarisches, Lyrik, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Eine Hommage an unsere Lyrik- Preisträgerin Maren Schönfeld

von Uta Buhr und Joachim Frank
Foto: Christin van Talis

Wolf-Ulrich Cropp, Maren Schönfeld, Sabine Witt (v. l.)

Wolf-Ulrich Cropp, Maren Schönfeld, Sabine Witt (v. l.)

Wir gratulieren unserer Preisträgerin Maren Schönfeld zu diesem hoch verdienten Lyrikpreis. Marens Gedichte sind sprachlich ausgefeilt und elegant.
Sie berühren jeden, der sie lesen oder – noch besser – ihrem Vortrag lauschen darf. Die Autorin ist ein Multitalent auf dem Gebiet der Literatur im weitesten Sinne. Sie ist in allen Sätteln des geschriebenen und gesprochenen Wortes gerecht. Neben Gedichten verfasst sie gelegentlich Kurzgeschichten, die durch Klarheit und Prägnanz bestechen. Zudem schreibt sie Sachbücher und konzipiert Pressetexte. Aber das ist noch längst nicht alles. Maren ist eine viel beschäftigte Lektorin. Mehr geht nicht. Die Auswärtige Presse e.V. ist glücklich, Maren Schönfeld zu ihren Mitgliedern zählen zu dürfen. (mehr …)

Wir trauern um unsere Präsidentin Johanna Renate Wöhlke

Juni 19, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Wir trauern um unsere Präsidentin Johanna Renate Wöhlke

von Uta Buhr

Johanna Renate Wöhlke

Johanna Renate Wöhlke

Am Donnerstag, dem 15. Juni 2017, ist Johanna Renate Wöhlke,  Präsidentin der Auswärtigen Presse e.V., nach langer schwerer Krankheit  gestorben.

Im März 2010 übernahm Johanna ein schweres Erbe. Die DAP war seinerzeit nicht in der besten Verfassung. Doch mit der ihr eigenen Energie und dank ihrer Visionen stellte sie die Vereinigung in relativ kurzer Zeit auf ein solides Fundament. Die von ihr geschaffene Website – von ihr ganz bescheiden „unsere Seite“ genannt – hat sich seither gut entwickelt und bis auf den heutigen Tag bewährt. Es gelang ihr auch, eine Reihe neuer Mitglieder anzuwerben, die zum festen Stamm derer zählen, die regelmäßig Artikel auf der Website der DAP veröffentlichen.

Die positive Ausstrahlung unserer Präsidentin, ihre Liebenswürdigkeit und Hilfsbereitschaft und nicht zuletzt ihr Humor hat viele Menschen bezaubert.

Auch ihr beruflicher Werdegang verdient höchste Anerkennung. Die studierte Politikwissenschaftlerin arbeitete jahrelang für das Hamburger Abendblatt.  Das Spektrum ihrer Beiträge war umfangreich. Neben  Feuilletons und Glossen berichtete sie über Internationales und Lokales. Zudem veröffentlichte sie Bücher und Gedichtbände. Ihre Leidenschaft galt ebenfalls der Fotografie. Diese nutzte sie, um eine ganz eigene Kunstrichtung zu entwickeln – ihre Eggart. Sie fotografierte Spiegeleier in der Pfanne, verfremdete sie am Computer und schuf große, sehr farbenprächtige Bilder, die sie hier und da mit humorvollen Texten untertitelte. Die Kreativität von Johanna kannte schier keine Grenzen!

Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Engagements unserer Präsidentin. Sie war nicht nur politisch aktiv, sondern brachte sich ebenso  in der Hamburger Autorenvereinigung wie in ihrer Kirchengemeinde ein, sang im Chor und engagierte sich für Flüchtlingskinder.

Johanna hatte trotz ihrer schweren Krankheit noch so vieles vor. Sie wollte unbedingt zur 500-Jahrfeier der Reformation nach Wittenberg reisen. Ein Gremium hatte einige ihrer Bilder angenommen, um sie in der Lutherstadt auszustellen. Doch dazu kam es nicht mehr. Am Donnerstag vergangener Woche ist unsere Präsidentin im Alter von nur 67 Jahren von uns  gegangen. Wir alle schulden ihr Dank und werden ihr Vermächtnis in Ehren halten. Unsere Gedanken sind bei Johannas Ehemann und den beiden Kindern.

In tiefer Trauer
Vorstand und Beirat der Auswärtigen Presse e.V.

Wellen als architektonisches Leitmotiv

Mai 29, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Hamburg im Fokus, Hotels, Lifestyle, Redaktionelle Beiträge, Restaurants Kommentare deaktiviert für Wellen als architektonisches Leitmotiv

The Westin Hotel Hamburg: Exklusiver Standort im Gebäudekomplex der Elbphilharmonie

von Angelika Fischer
Fotos: The Westin Hotel Hamburg

Erschienen in  „Das Gasthaus“, Ausgabe April 2017

The Westin Hotel Hamburg Lobby

The Westin Hotel Hamburg Lobby

Diese Lage ist kaum zu toppen: Das neu eröffnete The Westin Hotel Hamburg befindet sich mitten im  jüngsten architektonischen und  kulturellen Wahrzeichen der Hansestadt – dem Gebäudekomplex der Elbphilharmonie. Auf den denkmalgeschützten Bau des historischen Kaispeichers A aus rotem Backstein, der früher als Lagerhaus für klassische Kolonialwaren diente, wurde ein neuer, avantgardistischer Baukörper gesetzt mit geschwungener Glasfassade und mehr als eintausend Fensterelementen. Das konkav gekrümmte Dach mit schimmernden Pailletten schließt den bis zu 110 Meter hohen Baukomplex mit einer wellenförmigen Skyline architektonisch-schwungvoll ab.   (mehr …)

Das Volkstheater in Kaskantyu

Mai 24, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Ausland, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Reisen, Theaterrezensionen Kommentare deaktiviert für Das Volkstheater in Kaskantyu

von Ferenc Horváth

Szene aus dem Volkstheater

Szene aus dem Volkstheater

Das turksprachige Volk der Kiptschak war ursprünglich in der Nähe des Flusses Irtysch ansässig, also unweit der Grenze zur Volksrepublik China. Varianten und abweichende Transkriptionen des Namens dieser Volksgruppe sind bei den Westeuropäern – und früher auch unter den Byzyntinern – als Kumanen bzw. Komanen bekannt. Der Tartarensturm hatte die Kumanen immer mehr nach Westen gedrängt, bis sie unter der Führung von Kotjan Khan (1202 – 1241) durch König Béla IV. autorisiert wurden, auf ungarischem Territorium zwischen Donau und Theiß zu siedeln. So heißt es bei Wikipedia.

Kaskantyu, ein knapp 1000-Seelen-Ort in der ungarischen Puszta, war in seinem Ursprung ein kumanisches Dorf. Hier hat Tradition noch einen hohen Stellenwert, denn seit 40 Jahren werden hier an drei Tagen die so genannten „Faschingsfestspiele“ abgehalten. Zwischen 40 und 50 Personen, allesamt Amateure, sorgen mit Hilfe fast aller im Ort ansässigen Menschen für den Ablauf dieser Festspiele. Die Truppe nennt sich „Komedias Kompania“, was soviel bedeutet wie „Komödiantische Truppe.“ Das Alter der Mitwirkenden schwankt zwischen 6 Jahren bis zum Rentenalter und sogar darüber hinaus. Auf Einladung unserer Freunde landeten wir in diesem Ort ohne vorher zu wissen, was uns erwartete. Wie groß war daher unsere Überraschung.

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„April in Paris“- the Comedy by John Godber just premiered at the English Theatre of Hamburg

Mai 09, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Englisch, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Theaterrezensionen Kommentare deaktiviert für „April in Paris“- the Comedy by John Godber just premiered at the English Theatre of Hamburg

by Uta Buhr
Photos: Stefan Kock

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Unbelievable, Bet, how pornographic these Parisians are!

Do you remember Audrey Hepburn’s April in Paris, when she – the daughter of a chauffeur in Billy Wilder’s wonderful comedy “Sabrina” – is being sent to Paris to learn all about French cuisine to be later a cook at the rich Larrabee family in their luxurious home on Long Island? Good Lord, Sabrina is full of praise for the word’s most glamorous city. Come to Paris in April, she insists, when the chestnut trees in the Avenue Montaigne are in full flower, walk along the banks of the Seine and have a sun-downer in one of these marvellous places by the river. Wake up. The April in Paris as described by John Godber has nothing to do with Audrey/Sabrina’s story.

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Bei dem Stück „April in Paris“ von John Godber bleibt kein Auge trocken

Mai 09, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Englisch, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Theaterrezensionen Kommentare deaktiviert für Bei dem Stück „April in Paris“ von John Godber bleibt kein Auge trocken

Premiere am English Theatre of Hamburg

von Uta Buhr
Fotos: Stefan Kock

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Unglaublich, wie pornografisch diese Pariser doch sind!

Nach der beeindruckenden Inszenierung von Shakespeares „Othello“ war am TET wieder eine Komödie fällig. Oder handelt es sich hierbei nicht eher um eine Tragikomödie? Das Stück leuchtet die deprimierende soziale Lage eines Ehepaars irgendwo in der englischen Grafschaft Yorkshire genau aus. Al, ein übergewichtiges Mitglied der englischen Arbeiterklasse, hat nicht nur seinen Job verloren, sondern auch jeglichen Mut, jemals wieder in Brot und Arbeit zu kommen. Profitbesessene Unternehmer haben ihn und seine Kollegen mit billigeren Arbeitskräften vom „Kontinent“ ausgebremst. Während Al am Anfang noch gekämpft hat, ist er inzwischen apathisch geworden und hat sein Schicksal akzeptiert. Seitdem lässt er sich hemmungslos gehen, schleicht in Schlappen und schmuddeligen Klamotten herum. Um sich irgendwie zu beschäftigen, malt er ein düsteres, stets in grau-weißen Tönen gehaltenes Bild nach dem anderen. Das Sujet ist immer das gleiche: Trostlose Industrieanlagen mit rauchenden Schloten. (mehr …)

Wolf-Ulrich Cropp – Abenteurer und Fabulierer par excellence

Mai 05, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Literarisches, Redaktionelle Beiträge, Reisen Kommentare deaktiviert für Wolf-Ulrich Cropp – Abenteurer und Fabulierer par excellence

Wolf-Ulrich Cropp

Wolf-Ulrich Cropp

An dieser Stelle veröffentlichen wir in lockerer Folge Porträts von Mitgliedern der DAP, die sich durch besondere Begabungen hervortun. Heute möchten wir Wolf-Ulrich Cropp vorstellen, den Tausendsassa der Auswärtigen Presse.

von Uta Buhr

Wenn Wolf Cropp eine Lesung hält, kann man die berühmte Stecknadel zu Boden fallen hören. Dieser Mann schlägt mit seinen ebenso kenntnisreichen wie abenteuerlichen Geschichten sein Publikum in den Bann. Der Autor trägt seine eigenen Werke so souverän und anschaulich vor, dass der Zuhörer alsbald in die Handlung eintaucht. Nicht viele Schriftsteller können das. Als besonders gelungen kann man die jüngste Lesung im „Steigenberger“ Hotel aus seinem unlängst erschienenen Buch bezeichnen, das den ungewöhnlich langen Titel trägt „Wie ich die Prinzessin von Sansibar suchte und dabei mal kurz am Kilimandscharo vorbeikam“.  Diesem bei DuMont erschienenen, 347 Seiten starken Werk liegt eine Reise durch Teile des ostafrikanischen Tansania zugrunde, in dem  Cropp seine verwegene Reise mit der Geschichte einer orientalischen Prinzessin verquickt und Einblicke in das Leben dieser faszinierenden Frau gewährt, die (mehr …)

Leiser Dialog

April 28, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Deutschland, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Literarisches, Lyrik, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Leiser Dialog

von Maren Schönfeld

Jugendstilfassade des Barkenhoffs, Foto: Walter Nitschke (c) anSICHTEN Verlag Bremen, 1999

Jugendstilfassade des Barkenhoffs, Foto: Walter Nitschke (c) anSICHTEN Verlag Bremen, 1999

Mit dem Betreten des Raumes setzt schlagartig Stille ein. Wie auf einer Zeitreise finde ich mich vor seinem Schreibtisch, eher ein Sekretär, sehe Tintenfass, Füllhalter und Briefpapier, einen Stapel Briefe, der auf Beantwortung wartet. Nur ein Stuhl, sonst keine Möbel in dem kleinen Zimmer. Den Sekretär vor eines der Erkerfenster gerückt, ein Raum für das Sehen nach außen, ins Grün, und nach innen. Kein Gegenstand, kein Zierrat lenkt ab.

Im August angekommen und wegen seines Aufzugs Aufsehen erregt: Von den Russlandreisen hatte er die Kleidung mitgebracht, trug das Hemd über der Hose. Nach der intensiven Nähe zu Lou wartete nun Stille auf ihn. (mehr …)

Unterwegs auf der Deutschen Fachwerkstraße

April 17, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Deutschland, Freizeit und Hobby, Geschichte, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Reisen Kommentare deaktiviert für Unterwegs auf der Deutschen Fachwerkstraße

Dieser Artikel wurde bereits in diesem Jahr veröffentlicht in der PAZ,
in Schleswig-Holstein am Sonntag, in der Neuen Woche in Sydney/Australien
und im Raushier Reisemagazin

von Uta Buhr

Blick von der Burg auf Dillenburg

Blick von der Burg auf Dillenburg

Dem Reiz der Deutschen Fachwerkstraße kann sich keiner entziehen. Sie verläuft über 3.000 Kilometer und erstreckt sich von der Elbe im Norden bis zu den Gestaden des Bodensees im Süden der Republik. 1990 gegründet, schließt sie heute hundert Fachwerkstädte zusammen – allesamt historische Orte, randvoll mit alter Bausubstanz und reich an Geschichte.
Angesichts der Fülle an Sehenswürdigkeiten fällt die Auswahl schwer. Mit seinen über 450 Fachwerkhäusern – manche aus dem 15. Jahrhundert – und dem Renaissanceschloss ist das niedersächsische Celle ein idealer Ausgangspunkt für eine Tour kreuz und quer über die Fachwerkstraße, auf die wir uns an einem sonnigen Herbsttag aufmachten. (mehr …)

Schluss mit dem Wirtschaftsfeudalismus…

März 27, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Buchrezension, Deutschland, Gesellschaft, Literarisches, Politik, Redaktionelle Beiträge, Wirtschaft Kommentare deaktiviert für Schluss mit dem Wirtschaftsfeudalismus…

von Götz Egloff

Sahra Wagenknecht, neu entdeckt. Ein Kommentar

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Cover

Nach „Freiheit statt Kapitalismus“ von 2011, was nach der Finanzkrise 2008 eine der überzeugenderen Schriften aus dem politischen Feld darstellt, ist 2016 mit „Reichtum ohne Gier – wie wir uns vor dem Kapitalismus retten“ ein neues Buch von Sahra Wagenknecht bei Campus erschienen.

Zentral, und dies bemerkt auch das Stadtmagazin HAMBURG WOMAN ganz richtig, sind die darin benannten wirtschaftsfeudalen Strukturen und Mechanismen, die ermöglichen, was Wagenknecht  „leistungslose Spitzeneinkommen“ nennt – dies in Anbetracht von deutscher Kinderarmut und dem, was die Soziologie als Anomie bezeichnet. Hier ist keine schmallippige Spaßverderberhaltung am Werk, sondern eine brisante Gegenwartsdiagnostik, die in den letzten Jahren bereits vielfach seriös erarbeitet wurde. Es handelt sich hier auch nicht um moralische Kategorien, in denen Gier und Neid verhandelt werden, sondern um Zugänge zu gesellschaftswirksamen politischen Setzungen, die von Menschen erzeugt werden und nicht vom Himmel fallen. (mehr …)