erschienen im Hamburger Abendblatt am 3. Dezember 2010
Von Johanna R. Wöhlke

Was könnte denn so Ihre „Hauptmeldung“ des heutigen Tages werden? Ist das eine schwierige Frage? Ich vermute es ist, denn Hauptmeldungen pflegen sich erstmal zu entwickeln und zu entfalten. Dann beeindrucken sie uns „hauptsächlich“, bestimmen eine Weile lang unser Denken, werden dann zu Nebenmeldungen, sinken ab in die Erinnerung und werden – irgendwann einmal vergessen.
Ich kann nur sagen: Gott sei Dank immer wieder vergessen. Denn die Vorstellung, alles immer behalten zu müssen, niemals etwas vergessen zu können, das wäre für mich eine schreckliche „Hauptmeldung“, mehr – das wäre eine Horrormeldung! Continue reading „Hauptmeldung des Tages“



