Sicherheit mit Unbekannten: Wie gut lässt sich wirklich für Krankheit und Sterben vorsorgen?

Von Maren Schönfeld

An einem Tag im Mai passierte, was Bärbel M. (63) ihrer sterbenskranken und alten Mutter um jeden Preis ersparen wollte. Nach dem fünften Schlaganfall, Selma B. (90) hatte aufgehört zu atmen, wurde die alte Dame wiederbelebt. Gegen ihren Willen und gegen ihre ausdrückliche schriftliche Verfügung.
2009 erklärte die Bundesregierung die Patientenverfügung für verbindlich. Wer sie missachtet, macht sich der Körperverletzung strafbar. Weil Bärbel M. und ihre Mutter das wussten, beschritten sie anderthalb Jahre zuvor einen Weg, der Menschen empfohlen wird, die sich um ihre letzte Lebensphase Gedanken machen. Selma B. unterzeichnete eine Patientenverfügung, in der sie bestimmte, dass man ihr keine Magensonde legen dürfe. Das Papier enthielt auch die Anweisung, ohne Aussicht auf Genesung nicht zur Lebensverlängerung an Apparate angeschlossen zu werden. Wenn sie nicht mehr allein atmen konnte, wollte sie sterben. Sie bestimmte ihre Tochter Bärbel M. zur Vorsorgebevollmächtigten; diese sollte dafür sorgen, dass die Verfügung im Ernstfall beachtet wird. Nach Gegenzeichnung durch den Hausarzt ließ Bärbel M. die Dokumente bei der Bundesnotarkammer hinterlegen und informierte das Pflegeheim, wo Selma B. seit ihrem ersten Schlaganfall lebte. Sie reichte Kopien zur Akte, mit dem guten Gefühl, nun alles geregelt zu haben. Doch es sollte sich zeigen, dass die Theorie von der Realität weit entfernt ist. „Sicherheit mit Unbekannten: Wie gut lässt sich wirklich für Krankheit und Sterben vorsorgen?“ weiterlesen

Die Badewanne – ein Teilerfolg auf dem Weg ins Paradies!

Von Johanna Renate Wöhlke

Ab in die Badewanne!
Ab in die Badewanne!

Erkenntnisse nach einer Reise oder Wie die gute, alte Badewanne in der Moderne überlebt!

Wann waren Sie das letzte Mal in der Badewanne? Ich meine nicht mit den Füßen, um vielleicht zu putzen, sondern sitzend und genießend? Baden ist nämlich nicht mehr in Mode, wenn es um den Körper reinigende Aktivitäten geht. Die moderne Welt duscht. Das ist effektiver, billiger und schneller als das Baden in der Wanne.

Allerdings hat sich das Baden als Ausdruck eines Wasser-Körper-Kontaktes mit hohem Genussfaktor im Laufe der Jahre in der Kategorie „Wellness“ eingenistet – oder sollte man lieber „Die Badewanne – ein Teilerfolg auf dem Weg ins Paradies!“ weiterlesen

Magnesium – Panacea oder Placebo?

Von Uta Buhr

Jürgen Vormann
Jürgen Vormann

Tagtäglich werden wir mit Informationen überschwemmt, die uns vermitteln sollen, welche Substanzen gut oder schlecht für unsere Gesundheit sind. Mit besonders kritischen Augen werden jene betrachtet, die weder positive noch negative Effekte auf unser körperliches Wohlbefinden haben sollen und auf die wir demnach getrost verzichten können. Gemeint sind  sogenannte Placebos  (lateinisch „ Ich werde gefallen“), die bei pharmakologischen Studien verabreicht werden, um die Effektivität eines Medikaments zu testen. 50 %  der Probanden wird bei diesen Tests das neue Medikament verabreicht, während die andere Hälfte  mit einer Zuckerschicht überzogene Pillen erhält, die rein äußerlich mit den „echten“ identisch sind. Erstaunlicherweise meinen manche Menschen nach der Verabreichung des Pseudomedikaments eine positive Veränderung ihres subjektiven Wohlbefindens wahrzunehmen. Dieser sogenannte „Placebobeffekt“ erklärt sich dadurch, dass die Patienten sich bereits im Vorwege auf die Verbesserung ihres körperlichen Zustandes eingestellt hatten. Der Glaube versetzt halt Berge. „Magnesium – Panacea oder Placebo?“ weiterlesen

Wieder Freude an Bewegung-Arthroseschmerz wirksam lindern

Von Achim Simon

Neben Kopfschmerzen und fieberhaften Infekten sind Gelenkerkrankungen der häufigste Anlass für einen Arztbesuch. Schätzungsweise 15 Millionen Menschen leiden am vorzeitigen Gelenkverschleiß, fünf Millionen haben bereits chronische Schmerzen aufgrund von Arthrose. Im Prinzip kann jeder an Arthrose erkranken und heilbar ist die Krankheit auch nicht. Aber es gibt gute Möglichkeiten, den Zeitpunkt der Erkrankung hinauszuzögern und vor allem die Schmerzen zu lindern. Ein Schmerzgel mit einer innovativen Technologie kann hier helfen. „Wieder Freude an Bewegung-Arthroseschmerz wirksam lindern“ weiterlesen

Der Winter kann kommen: Sport Vital Hotel Central

Von Johanna Renate Wöhlke

Die Familie ist zentral im Familienbetrieb Sport Vital Hotel Central

Norbert, Alois und Helmut Kreidl ( von links)
Norbert, Alois und Helmut Kreidl ( von links)

Eigentlich hätten sie ihr Hotel auch „Hotel Kegelbahn“ nennen können. Aber die Geschichte mit der Kegelbahn ist lange her und heute passt „Sport Vital Hotel Central“ auch viel besser. Mit einer Kegelbahn hat nämlich alles angefangen, damals vor fast 50 Jahren in Lanersbach in Tux im Zillertal, so berichtet Seniorchef Alois Kreidl an diesem Abend. „Hier wo wir sitzen, da ist sie gewesen“, erzählt er freundlich lächelnd. Wo heute gepflegte, ja elegante Gastlichkeit Zuhause ist, hatte der Schuhmachermeister, Bauer und im Winter nebenbei Skilehrer damals seine Kegelbahn „Der Winter kann kommen: Sport Vital Hotel Central“ weiterlesen

Weltalltourismus? Niemals – dann lieber an den Achensee!

 Eine Glosse von Johanna R. Wöhlke

Bettgenuss im Urlaub pur - im Hotel Post am See am Achensee in Österreich
Bettgenuss im Urlaub pur – im Hotel Post am See am Achensee in Österreich

Das Bett ist das wichtigste Möbelstück eines jeden Haushaltes. Über das Bett in modernen Zeiten gibt es viel zu sagen. Über das Bett in supermodernen Zeiten auch –  schon alleine deshalb, weil der Stellenwert des Bettes im menschlichen Leben es verhindern wird, dass jemals viele Menschen weite Reisen ins Universum antreten werden.

Ich garantiere nämlich: Kein Mensch wird jemals damit einverstanden sein, seine „Schlafphasen“ in Hängesäcken oder anderen kurzfristig zwar geeigneten, langfristig aber quälenden Aufbewahrungsvorrichtungen zu verbringen.

Halten wir uns vor Augen, welch wunderbar entspannende Möglichkeiten moderne Betten und ihre Matratzen und Rahmen uns auf der Erde unter normalen Erdanziehungskräften bieten: Elastizität; „Weltalltourismus? Niemals – dann lieber an den Achensee!“ weiterlesen

„Hotel Post am See“ – Viel zu entdecken und zu erleben zwischen Winter und Winter

 Von Johanna Renate Wöhlke

Hotel Post am See - nur wenige Schritte vom Ufer des Achensees entfernt
Hotel Post am See – nur wenige Schritte vom Ufer des Achensees entfernt

Im „Hotel Post am See“ in Pertisau am Achensee in Österreich ließ sich die Hamburger EGGart-Künstlerin Cosia Immerscheen ein Spiegelei braten und war bass erstaunt, wer in Pertisau zum Leben erweckt worden ist. Lesen Sie hier ihre Geschichte:

Der Berggeist von Pertisau in Tirol

„Wie geht es ihnen so in Pertisau?“, fragte ich den Berggeist von Pertisau.

„Warum fragen sie mich das? Sie wissen doch, dass Berggeister sesshafte Wesen sind“, antwortete der Berggeist und ließ seine Füße im Achensee baumeln.

„Ich dachte mir, sie könnten vielleicht mal auswandern. Auch andere Länder haben schöne Seen und Berge.“ „„Hotel Post am See“ – Viel zu entdecken und zu erleben zwischen Winter und Winter“ weiterlesen

Neuer Patientenfunk

Von Gunda Seeliger

Doris Kaiser

Gunda Seeliger stellt einen neuen Patientenfunk vor, der im April 2013 auf Sendung ging.

Dieses Interview wurde bereits beim Hamburger Lokalradio gesendet.

Gunda Seeliger berichtet über einen neuen Patientenfunk in HamburgKlein

__http://bsvh-treff.podspot.de

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Psychotherapiewissenschaft – ein neues, altes Fach geht an die Uni

Von Götz Egloff

– Tagung am Freitag, 12. April 2013 im Hotel Adlon, Berlin –

im Gespräch

Medizin und Philosophie sind seit jeher Wissenschaften von den Zuständen und deren Veränderung gewesen. Die Psychotherapie als Disziplin zwischen jenen Wissenschaften ist folgerichtig sowohl in den Naturwissenschaften als auch in den Geistes- und Kulturwissenschaften beheimatet, wie in letzter Zeit wieder zu lesen war (Rieken, 2012). Es wird nun immer mehr erkannt, dass die Komplexität psychotherapeutischen Verstehens und Handelns ein solides wissenschaftliches Fundament erfordert, das dem Gegenstand gerecht wird (Pritz, 1996; Fischer,  2011). Auch Initiativen, die z.B. psychoanalytisches Denken wieder an die Universitäten bringen wollen, finden mittlerweile den Weg in die akademische Öffentlichkeit und werden vielerorts unterstützt.

Im Rahmen der in Berlin am Freitag, 12. April 2013 stattfindenden Tagung zur Zukunft der Deutschen Psychotherapie in Europa werden der Präsident der European Association for Psychotherapy, Wien (EAP), Adrian Rhodes, UK, mit Bernhard Strauß, Jena, Alfred Pritz, Wien/Paris und Volker Tschuschke, Köln, über Strategien und Notwendigkeiten hinsichtlich eines sinnvollen Studiums der  Psychotherapiewissenschaft sprechen. „Psychotherapiewissenschaft – ein neues, altes Fach geht an die Uni“ weiterlesen

Therapie der Bulimie bei jugendlichen Mädchen und jungen Frauen

Von Götz Egloff

Forschungsprojekt zur Bulimia nervosa an den Universitätskliniken Heidelberg und Göttingen 2007-2010. Aspekte moderner und postmoderner Symptomatik.

Anamnese

Beim Studiendesign handelte es sich um eine randomisiert-kontrollierte Therapiestudie (RCT-Studie), deren Ziel unter anderem die Überprüfung der Wirksamkeit psychodynamischer (also psychoanalytischer bzw. tiefenpsychologischer) Psychotherapie war. Patientinnen mit (nach ICD-10) F 50.2 Bulimia nervosa und F 50.3 atypischer Bulimia nervosa nahmen teil. Vor Beginn der Behandlung, nach 30 und 45 Therapiestunden sowie nach Beendigung der Behandlung wurden Erhebungen durchgeführt, sechs und zwölf Monate nach Beendigung Katamnese-Untersuchungen. Mittels Fremd- und Selbsteinschätzungserhebungen wurden somit die Therapieverläufe kontinuierlich begleitet. Das der Studie zugrunde liegende Therapiemanual gibt für psychodynamische Therapie ein 60-stündiges Behandlungssetting vor; Therapiedauer etwa ein bis anderthalb Jahre. Nach einer „Therapie der Bulimie bei jugendlichen Mädchen und jungen Frauen“ weiterlesen