Athener Impressionen

Dieser Artikel erschien am 31. Mai 2014 im Reiseteil der PAZ

Von Uta Buhr

Straßenszene mit Parlament
Straßenszene mit Parlament

Heute streiken die Bauern. Nikós schüttelt verzweifelt den  Kopf.  „Dieses tägliche Chaos im Zentrum“, stöhnt er und manövriert geschickt sein gelbes Taxi durch den mittäglichen Verkehr der 5-Millionenstadt Athen. Oder leben hier nicht sogar über 6 Millionen Menschen? Wer weiß das  schon! Sieben Jahre hat der Mann mit dem klassischen griechischen Profil in Deutschland gearbeitet. Sieben Jahre, die Spuren hinterlassen haben, wie er lachend bekennt. Sein Mercedes ist gewienert und geputzt, „keine Schrottlaube wie die da“, fügt er missbilligend hinzu und weist auf den  mit Klebeband und Plastikteilen notdürftig reparierten Kleintransporter auf der Nebenspur. „Athener Impressionen“ weiterlesen

Buch Erstling von Ariane de Melo

Von Hans-Peter Kurr und Ariane de Melo

Das Buch
Das Buch

ARIANE de MELO hat einen schönen Erfolg zu verzeichnen: Der brasilianische Verlag „Selo Jovem“ hat soeben ihren Buch-Erstling unter dem Titel „Banshee – Os Guardiões“ (Banshee – Die Wächter) in São Paulo – in portugiesischer Sprache also – heraus  und einen zweiten in Auftrag gegeben.

Ariane de Melo lebt in Hamburg, ist Buchautorin, Journalistin, Regisseurin und Schauspielerin aus Rio de Janeiro – eine originale Carioca also – in Hamburg –verheiratet – lebend, literarisches Deutsch akzentfrei sprechend, in zwei Sprachen schreibend. So schreibt sie inzwischen auch für die  „Die Auswärtige Presse e.V.“ in Hamburg.

Im ersten Roman, der im Jahr 2015 auch in ihrer Wahlheimat Deutschland erscheinen soll, fabuliert die Autorin (geplant ist eine dreibändige Ausgabe) über eine junge, an Schizophrenie erkrankte, „Buch Erstling von Ariane de Melo“ weiterlesen

Vor 100 Jahren wurde Lilli Palmer geboren

Dieser Artikel erschien bereits am 24. Mai 2014 auf der Kulturseite der PAZ

Von Uta Buhr

Ein Weltstar aus Berlin – vor 100 Jahren wurde Lilli Palmer geboren

Sie war die Große Dame des deutschen Nachkriegsfilms. In welchem Streifen Lilli Palmer auch auftrat, sie wurde von der Kritik hoch gelobt und räumte einen Preis nach dem anderen ab. Selbst der „Spiegel“, der Prominente so gern mit beißendem Spott peinigt, konnte ihrem Charme und schauspielerischen Können nicht widerstehen: „Im hausbackenen deutschen Film der fünfziger Jahre war sie so etwas wie eine exotische Zugabe. Sie brachte ihm einen Hauch von großer Welt, von Hollywood ein“, stand dort zu lesen. „Vor 100 Jahren wurde Lilli Palmer geboren“ weiterlesen

Diabetiker brauchen Herzschutz

Von Achim Simon

Roter Naturreis
Roter Naturreis

Mehr als 7 Millionen Menschen in Deutschland haben Diabetes und müssen ein Leben lang besonders bewusst ihren Lebensalltag bewältigen. Die Zuckerkrankheit zwingt die Menschen dazu, sich aufgrund ihrer meist auch zu hohen Cholesterinwerte ausgewogener zu ernähren und moderat zu bewegen sowie  ihren Insulinstoffwechsel so gut es geht mit Medikamenten zu steuern. Doch hier können Probleme lauern: Viele Medikamente- insbesondere die sogenannten Statine, die weltweit am meisten bei zu hohen Blufettwerten eingesetzt werden, haben zum Teil schwere Nebenwirkungen. Doch es gibt Alternativen, hohes Cholesterin auf natürliche Weise senken. „Diabetiker brauchen Herzschutz“ weiterlesen

Matthias Ristau: Neuer Seemannspastor der evangelischen Nordkirche

Von Johanna Renate Wöhlke

Matthias Ristau
Matthias Ristau

Matthias Ristau (45) ist der neue Seemannspastor der evangelischen Nordkirche. Man findet ihn in der Deutschen Seemannsmission Hamburg-Altona in der Großen Elbstraße 132 –  Blick auf Elbwellen, Schiffe und Hafen.

Allerdings nicht nur dort, denn er ist für insgesamt 7 Seemannsmissionen zuständig: Hamburg-Altona, Hamburg ( Krayenkamp), Hamburg-Harburg – bekannt unter „Duckdalben“, Brunsbüttel, Kiel, Lübeck und Rostock.

Da ist Reisen angesagt und das nicht nur mit dem Fahrrad, der S-Bahn oder dem HVV-Schiff, wie es innerhalb des Hamburger Hafens für Matthias Ristau seit seinem Amtsantritt im Oktober 2013 normal ist, ebenso übrigens wie der Weg von seinem jetzigen Wohnort Wedel in die Große Elbstraße, wenn er im Büro in Hamburg Altona arbeitet. „Matthias Ristau: Neuer Seemannspastor der evangelischen Nordkirche“ weiterlesen

Fräulein Malermeister

Eine Glosse von Uta Buhr

Alles neu macht der Mai, heißt es im Volksmund. Wir haben, um den lang ersehnten Lenz würdig zu begrüßen, den Maler bestellt, auf dass er unserer Wohnung einen frühlingsfrischen Neuanstrich gebe.

Da polterten am ersten Tag zwei weißgekleidete Gesellen herein und unterhielten sich lautstark, rau aber herzlich durch die Wände: „Kuddl, lang’ doch mal die Leiter rum“, oder „Verdammich noch mal, wo sind meine Zigaretten.“ Als sie sich abends verabschiedeten, hinterließen sie Dreck und wildes Durcheinander. „Fräulein Malermeister“ weiterlesen

Was der Staat an seinen Christen hat

Ein Gastartikel des Politikwissenschaftlers Dr. Andreas Püttmann

Dr. Andreas Püttmann
Dr. Andreas Püttmann

Einführende Worte von Johanna R.Wöhlke

Im Spannungsfeld Religion und Politik bewegen sich die Veröffentlichungen des  Bonner Politikwissenschaftlers und freien Publizisten Dr. Andreas Püttmann.  Seine Themen in zahlreichen Zeitschriftenaufsätzen und Büchern betreffen  Grundsatzfragen von Glaube und Gesellschaft, Kirche und Sozialethik, sowie Wertewandel und öffentliche Meinung. Im Jahre 1991 wurde er als Redakteur des „Rheinischer Merkur“ mit dem Katholischen Journalistenpreis ausgezeichnet. Er promovierte 1994 mit dem Thema „Ziviler Ungehorsam und christliche Bürgerloyalität“. Von 1993 bis 2002 wirkte er als Referent für die Begabtenförderung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Buchbeiträge schrieb Püttmann u.a. über Wertewandel-Rechtswandel (1997), Menschenbild und Medienwirkung (2002), Abschied vom Prinzipiellen (2005), Christliche Volkspartei  ohne christliches Volk? (2007) und Heimat in einer globalisierten Welt (2008). Seine viel beachtete Monographie „Gesellschaft ohne Gott. Risiken und Nebenwirkungen der Entchristlichung Deutschlands“ (2010) erscheint in vierter Auflage. „Was der Staat an seinen Christen hat“ weiterlesen

Eine kleine Schöpfungsgeschichte

Von Johanna Renate Wöhlke

Vom Göttlichen Spiel mit Vielfalt und Kunst

Eine kleine Schöpfungsgeschichte

Als es Gott in den Sinn gekommen war, die menschliche Welt zu erschaffen, machte er viele Versuche. Ein Baumeister braucht  keine festen Pläne im Kopf, er kann auch mit Möglichkeiten spielen  und experimentieren, entwerfen und verwerfen. Er sieht und begutachtet. Er testet und entscheidet. Gott ist ein omnipotenter Planer und Spieler, ein Allmöglichkeitenspieler. Weil das so ist, hat er aus göttlicher Weisheit und wissendem Mitgefühl auch den Menschen ähnliche Möglichkeiten eingeräumt, aber davon will ich später erzählen.

Er nahm sich also Papier und Stoff, malte sich seine Welt in bunten Farben und vielfältigen Formen auf und begann, mit den Abbildern seiner Welt zu experimentieren. Glatt und schön sollte die Welt aussehen,  so fand er zuerst. „Eine kleine Schöpfungsgeschichte“ weiterlesen

CORNY LITTMANN – Träger des Preises Optimist des Jahres 2014

Von Monika Landsky

Corny Littmann
Corny Littmann

Der “Club der Optimisten“ hatte etwa 200 Gäste aus  Wirtschaft, Handel, Politik und Medien zum  traditionellen  Frühlingsbrunch  in die  HANSE  LOUNGE geladen. Bei traumhaftem Sommerwetter war die Stimmung  locker und fröhlich und auch der wunderbare Blick auf das Rathaus von der großen Terrasse aus lud zu inspirierenden Gesprächen und Diskussionen ein.

Die Hauptperson des Tages aber war Corny Littmann. Ihm wurde an diesem Tage der Preis der Optimisten 2014 verliehen, dotiert mit 10 000 Euro. Der Vorstandsvorsitzende des Clubs der Optimisten, Klaus Utermöhle , lobte in seiner Laudatio Corny Littmann  als einen Mann  mit Mut  und Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen. „CORNY LITTMANN – Träger des Preises Optimist des Jahres 2014“ weiterlesen

Pampa Blues

Von Michael Buschow

Eine Provinzposse am Altonaer Theater

Pampa Blues
Pampa Blues

Eigentlich ist es ganz einfach: Man nehme ein x-beliebiges Kuhkaff  und dessen Bewohner, stricke eine Lovestory drum herum und garniere es mit etwas Kriminaltango: Fertig ist… – nein, nicht schon wieder Büttenwarder !

Dieses fiktive verschlafene Nest heißt in diesem Fall Wingroden und liegt ebenfalls auf dem platten, einsamen Land im Nirgendwo. (Das nächste Kino zum Beispiel ist zwei Autostunden weit entfernt)

Die mehr oder weniger selbstredend tumben Bauern ( Willi=Georg Münzel, Kurt=Matthias Wiebalck, Otto=Jacques Ullrich) des Ortes werden durch den deutlich plietscheren und weltgereisten Kneipenwirt Maslow (Frank Roder), dem auch die Tankstelle und das einzige „Pampa Blues“ weiterlesen