Ohne Untermaschinerie in eine ungewisse Zukunft

Von Hans-Peter Kurr

Karin Beiers Pläne für die Spielzeit 2014 /15 im  hamburgischen Deutschen Schauspielhaus

Karin Beier
Karin Beier

Alles begann sehr erheiternd : Die Schauspielhaus- Chefin Karin Beier und anschliessend die Mitglieder ihrer Dramaturgen-crew veranstalteten während einer Pressekonferenz, innerhalb deren der Spielpan 2014 /15 des Hauses an der Kirchenallee vorgestellt wurde, ein originelles Ratespiel, indem sie die Handlungsfäden der geplanten Stücke „anrissen“ und die anwesenden Journalisten erraten liessen, um welches Werk es sich handeln könne. Das Ergebnis war erfreulich: Es klappte in allen Fällen!

Karin Beier, noch immer geplagt von den  , zumeist , technischen Tücken, die die pünktliche Eröffnung des Hauses für ihre erste Spielzeit ebenso verhinderten wie von den nicht vollständig „Ohne Untermaschinerie in eine ungewisse Zukunft“ weiterlesen

Singen und Sibirien

Von Johanna Renate Wöhlke

Die Geschichte ist kurz und enthält trotzdem ein Universum an Gedanken. Als ich sie hörte, kamen mir die Tränen. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann das zuletzt bei einem Interview als Begleiterscheinung geschehen ist.

Es war nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges irgendwo an der Elbe in der sowjetischen Zone. Dem deutschen Soldaten winkte kein gutes Schicksal. Die russischen Soldaten hatten ihn zusammen mit anderen deutschen Soldaten gefangen genommen. In einem Holzschuppen saßen sie und warteten darauf, nach Sibirien abtransportiert zu werden. Das hatte man ihnen angekündigt. „Singen und Sibirien“ weiterlesen

Welche Droge passt zu mir?

Von Michael Buschow

Bunte Pillen – weißes Pulver. Eine Endlösung.

Ines Nieri
Ines Nieri

Zugegebenermaßen haben viele Menschen wie ich selbst auch ein Problem mit „Ein-Personen-Stücken“ auf dramaturgisch bedingt ausstattungslosen Bühnen. Endlose Monologe des/der Vortragenden denen man als Zuhörer kaum folgen kann, mühsam höfliche Aufmerksamkeit vorspielt und im schlimmsten Falle hin und wieder auf die Uhr schielt.

Bei Kai Hensels Stück  „Welche Droge passt zu mir“ im Monsun Theater Hamburg erlebte man unter der Regie von Hans-Peter Kurr allerdings eine junge Schauspielerin, die der Aufmerksamkeit des Publikums von der ersten bis zur letzten Minute sicher sein konnte.

Ines Nieri schaffte es tatsächlich, durchgängig und ganz alleine die Reihen zu begeistern – nein – zu bewegen!

Der Stoff des Schauspiels besteht aus der eigentlich simplen Geschichte der jungen Mutter Hanna, die mit fürsorglichem Ehemann und flötenbegabtem Söhnchen in einem hübschen anbezahlten Jugendstilhäuschen ein kleines bürgerliches Leben führt. „Welche Droge passt zu mir?“ weiterlesen

Die wunderbaren Jahreszeiten

Aus dem Kalender

Dr. László Kova
Dr. László Kova

Die wunderbaren Jahreszeiten

Kurzprosa, Lyrik und instrumentale Klangbilder von und mit Dr. LASZLO KOVA
Ein LESEVERGNÜGEN aus seinen Büchern z.B.:
Ins Wort gemeißelt und Am Elbufer
und aus den Anthologien:
Engel-Engel, Weihnacht, Meere und
Weihnachtsgeschichten am Kamin
When: So Mai 4 16:00 - 18:00
Where: im „WASCHHAUS“ Wesselyring 51, 22297 Hamburg-Alsterdorf (Rückseite von Meleks Minimarkt, Buslinie 20 bis Jahnring-Mitte oder U-Bahn Alsterdorf, zwischen Stadtpark und City-Nord)

Ein Mops ist gar kein Hund

von Maren Schönfeld

Mops Anton
Mops Anton

„Manche glauben ja, sie schafften sich einen Hund an. Aber ein Mops ist gar kein Hund!“, sagt Frau W. und guckt missgestimmt zu ihrem Haustier. Zärtlich streichele ich Antons samtweiches Fell und kraule seinen Kopf. Er gibt kleine entzückte Grunzlaute von sich und kommt vorsichtig ein bisschen näher. Indes hat Frau W. mir einen Espresso zubereitet.
„Was ist ein Mops denn?“, frage ich höflich.
„Eigentlich ist Anton eher wie ein alter Mann, jedenfalls was die Geräusche angeht. Er rülpst, schnarcht und pupst.“
Anton tut mir leid. Er erweckt nicht den Eindruck, sich absichtlich ungebührlich zu benehmen, nein, vielmehr scheint es mir, als sei es ihm selbst eher unangenehm.
„Wie alt ist Anton denn?“, frage ich in der Hoffnung, Antons positive Seiten durch die Fortsetzung des Gesprächs seinem Frauchen zu entlocken. „Ein Mops ist gar kein Hund“ weiterlesen

Zum dritten Mal in Hamburg: Privattheatertage

Von Hans-Peter Kurr

Monica Bleibtreu Preis wird vergeben

Pressekonferenz Privattheatertage 2014, v.li. Dieter Wagner, Sonja Valentin, Rüdiger Kruse MdB, Geraldine Schramm, Artur Dieckhoff, Frauke Thielecke, Andreas Brucker, Florian Vogel, Mark Lyndon, Axel Schneider
Pressekonferenz Privattheatertage 2014, v.li. Dieter Wagner, Sonja Valentin, Rüdiger Kruse MdB, Geraldine Schramm, Artur Dieckhoff, Frauke Thielecke, Andreas Brucker, Florian Vogel, Mark Lyndon, Axel Schneider

Das Führungsduo des Altonaer Theaters, Axel Schneider und Holger Zebu  Kluth richtet zum dritten Mal in Hamburg die „Privattheatertage“ aus, die Produktionen aus der gesamten Republik – aufgrund der Bewerbungen zahlreicher Bühnen um den begehrten Monica Bleibtreu Preis –  durch reisende Juroren auswählen und in die Hansestadt einladen lässt, wo sie in verschiedenen Häusern mit ihren Produktionen um den nach der wunderbaren Schauspielerin Bleibtreu  genannten Preis wetteifern. „Zum dritten Mal in Hamburg: Privattheatertage“ weiterlesen

Mitten ins Herz der Schweiz

Dieser Artikel erschien am 6. April in SaS (Schlewsig-Holstein am Sonntag)

Von Uta Buhr

Rund um Handegg
Rund um Handegg

Pünktlich um 19.18 Uhr verlässt der City Night Line den Hamburger Hauptbahnhof in Richtung Zürich. In der mit bequemen Betten, Dusche und WC ausgestatteten Komfort-Kabine schläft der Reisende wie in Abrahams Schoss. Kurz vor dem Ziel serviert das freundliche Bordpersonal den Fahrgästen  dampfenden Kaffee.

 

Diese Reise steht ganz im Zeichen von  Nachhaltigkeit und Tradition, wie sie die Schweizer von jeher pflegen. Das Motto lautet: „Lassen Sie Ihr Auto in der Garage und erkunden Sie unsere schöne Gebirgslandschaft mit öffentlichen Verkehrsmitteln.“ Mit der S-Bahn und dem Niederflurbus geht es  in die Umwelt Arena Spreitenbach, das „Mitten ins Herz der Schweiz“ weiterlesen

Gruppenfoto mit Uta

Dieser Artikel erschien bereits am 4. April 2014 im „Deutschen Ärzteblatt“ und am 12. April in der PAZ

Von Uta Buhr

Das Bad in der Menge: Uta auf dem Marktplatz
Das Bad in der Menge: Uta auf dem Marktplatz

Alle zwei Jahre findet in Naumburg das große Uta-Treffen statt. Da strömen Frauen dieses Namens – die meisten bereits im gesetzten Alter –  aus allen Teilen Deutschlands und zuweilen auch aus Österreich und der Schweiz  in die Domstadt, um der Namenspatronin im Westchor des Naumburger Doms ihre Reverenz zu erweisen, sich gegenseitig kennenzulernen und gleichzeitig die einzigartige Burgenlandschaft an den Ufern der Saale zu erkunden.

In diesen Tagen ist die Domstadt Naumburg von Kopf  bis Fuß auf Uta eingestellt. Die jüngste Teilnehmerin am Uta-Treffen ist gerade einmal vierzehn Monate alt. Ihre rüstige Großmutter gleichen Namens steckt der Enkelin „Gruppenfoto mit Uta“ weiterlesen

Auf den Spuren eines Musensohnes – zum 300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach

Dieser Artikel erschien gerade in Ausgabe 2/2014 von „Sehnsucht Deutschland.“ Der Beitrag wird zu einem späteren Zeitpunkt auch im „Deutschen Ärzteblatt“ veröffentlicht werden.

Von Uta Buhr

„Aus der Seele muss man spielen und nicht wie ein abgerichteter Vogel“, schrieb Carl Philipp Emanuel Bach seinen Zeitgenossen einst ins Stammbuch.

Das Jubiläumsplakat im Bachmuseum zu Leipzig
Das Jubiläumsplakat im Bachmuseum zu Leipzig

Sechs Städte, die unauslöschlich mit seinem Namen verbunden sind, haben sich 2014 zusammengeschlossen, um den  Geburtstag vom zweiten Sohn des Thomas-Kantors Johann Sebastian gebührend zu feiern, der sich am 8. März zum dreihundertsten Mal jährt. Leben und Werk des Komponisten werden  in  Weimar, Leipzig, Frankfurt  (Oder), Berlin, Potsdam und Hamburg mit einer Fülle von Ausstellungen, Konzerten und anderen hochkarätigen Veranstaltungen  zelebriert.

Hoffen wir, dass  Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe nicht beleidigt ist! Denn in diesem Jahr spielt  ausnahmsweise nicht er die Hauptrolle in Weimar, sondern der zweite Sohn Johann Sebastian Bachs. Carl Philipp Emanuel erblickte am 8. März 1714 das Licht der Welt in der Musenstadt. Stadtführerin Regine Hauck zeigt voller Stolz den Taufstein in der Stadtkirche St. Peter und Paul unter dem monumentalen Altarbild Lucas Cranach des Älteren „Auf den Spuren eines Musensohnes – zum 300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach“ weiterlesen

Wichtige Information des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik!

Von Johanna Renate Wöhlke

Liebe Kollegen!

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat eine Website eingerichtet, auf der man seine E-Mail-Adresse überprüfen lassen kann, denn 16 Millionen Benutzerkonten, Zugangsdaten für Online-Dienste, sind gekapert worden.

Unter www.sicherheitstest.bsi.de

kann man seine E-Mail eingeben und erhält eine Rückmeldung, wenn die E-Mail betroffen ist. Ist die E-Mail betroffen, sieht die Rückmeldung des Amtes wie folgt aus: „Wichtige Information des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik!“ weiterlesen