Anna Bardi – Meine Herzkammer

Von  Johanna R. Wöhlke

Von Anna Bardi haben wir Abschied nehmen müssen. Sie ist verstorben. Hinweise und Artikel unserer ehemaligen Mitglieder behalten und bewahren wir als Erinnerung auf unserer Seite.

Unser Mitglied Anna Bardi hat eine Installation auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg errichtet:

Meine Herzkammer – Installation eines Künstlercafés

Treffpunkt für alle Veranstaltungen:
Cordesallee am Südteich, vor der alten Brücke
zum Rosengarten.
Eröffnung:
Sonntag, 4. September 2011, 14.30 Uhr
Begrüßung: Lutz Rehkopf
Einführung:
Kunst und Literatur in den Kaffeehäusern
von Christian O. Böttger, Künstler/Autor
Musikalische Begleitung:
Emina Kamber (Gesang),
Slatko Subasic (Akkordeon)
Zettelpoesie mit Kaffee und Kuchen „Anna Bardi – Meine Herzkammer“ weiterlesen

Angst vor der freien Rede? Hans-Peter Kurr bietet wieder ein Rhetorik-Seminar an!

Zum zweiten Mal in 2011 bietet unser Mitglied Hans-Peter Kurr, in Rhetorik und Schauspiel ausgebildeter Regisseur, Menschen ein Wochenendseminar in Rhetorik an, denen es schwer fällt, in der Öffentlichkeit frei zu reden, oder die ihre Vortragsfähigkeiten schulen wollen. „Angst vor der freien Rede? Hans-Peter Kurr bietet wieder ein Rhetorik-Seminar an!“ weiterlesen

Zwei Partner – ein Konzert

Von Hartmuth Seitz

Konzert im Rahmen des Hermann-Rauhe-Festivals

Hartmuth Seitz mit Hamburgs berühmtem ehemaligen Präsidenten der Hochschule für Theater und Musik in Hamburg, Professor Hermann Rauhe, Namensgeber und Schirmherr des Festivals

Die Kooperation zwischen dem „Hermann-Rauhe-Festival“ und der „Musikschule an der Oste e.V.“ ist noch jung. Aber jung und schwungvoll haben sich diese Partner zusammen mit der Prof.-Hermann-Rauhe-Grundschule zu einem nächsten Ereignis verabredet.

Am 02. September stellen sich um 19:00 Uhr in der Pausenhalle der Prof.-Hermann-Rauhe-Schule  in Wanna beide Partner einer interessierten  Öffentlichkeit. Den Großteil des Programms bestreitet die Musikschule, die sich mit 3 Gruppen vorstellen wird.

Das Jazz-Ensemble und das Pop-Orchester stehen mit Stücken von Michael Jackson, Tina Turner und Supertramp sowie einigen Jazz-Klassikern für den beschwingten Teil des Abends. Das Klassik-Ensemble ehrt den Namensgeber des Festival,  Prof. Hermann Rauhe mit drei Stücken aus seinem Musical „Gesang der Sterne“. „Zwei Partner – ein Konzert“ weiterlesen

Ohnsorg Theater Hamburg: Sommernachtstraum „op platt“: En Sommernachtsdroom

Von Hans-Peter Kurr

Regiezauberer Bogdanov und sein sinnlicher „Sommernachtstraum“
Notizen zur Eröffungspremiere des „neuen“ Ohnsorg-Theaters am Hauptbahnhof

* Das neue Haus ist prächtig, elegant, funktionaliter, grosszügig geschnitten, akustisch hervorragend; die Sichtverhältnisse – auch vom Rang – sind , bis auf einen einzigen Sitz hinter der offenbar einzigen tragenden Säule, optimal.

* Ungewöhnlich für Hamburger Verhältnisse: Der Hausherr, Christian Seele, ist mit dem veranschlagten Etat von 15 Millionen Euro für Umbau und Umzug ausgekommen. Gratulor und Chapeau!

* Diesem wunderbaren Intendanten ist es gelungen, den ebenso wunderbaren Briten und Wahl-Hamburger Michael Bogdanov, der einige Jahre seines Lebens (nicht die erfreulichsten!)die Intendanz des gegenüberliegenden Deutschen Schauspielhauses innehatte, für die Eröffnungsinszenierung des „neuen“ Ohnsorg-Theaters zu gewinnen, dazu noch mit Shakespeare’s „Ein Sommernachtstraum“ op platt! „Ohnsorg Theater Hamburg: Sommernachtstraum „op platt“: En Sommernachtsdroom“ weiterlesen

Kleine Bilderschau: Sommerbrunch im Landhaus Walter

 

Das Buffet war reichlich und ausgezeichnet. Zahlreiche Gäste füllten das Landhaus Walter fast bis auf den letzten Platz. Der für uns reservierte Tisch war nicht nur rund, er schien auch unsere kleine Gesellschaft von neun Personen gerne zu beherbergen, die jede für sich das Gefühl hatten: Eine runde Sache, dieser Sommerbrunch!

Hans-Peter Kurr war aus seinen Proben für die Rolle des Dr. Korczak gekommen ( Informationen dazu auf unserer Seite). Dr. Wolf-Ulrich Cropp berichtete über seine Afrikareise, die der morgenf ür ein neues Buch antreten wird – das Thema spannend wie immer, aber gesagt werden darf noch nichts…Emina Kamber wird demnächst auch wieder in Bosnien sein, um dort das von ihr schon vor vielen Jahren ins Leben gerufene Hilfsprojekt mit Jugendlichen nach dem Bosnienkrieg zu begleiten – mit Schreiben und Kunst. Harry Ostwaldt wusste ganz genau zu berichten, welche Erfordernisse ein echter „Eisenbahner“ zu erfüllen hatte und wie es heute darum steht. Interessante Geschichten also „zwischen Hamburg und Haiiti“, die da auf den Tisch kamen – unter anderem die Idee, das Rhetorik-Seminar des Hans-Peter Kurr noch einmal in diesem Jahr anzubieten. Nähere Informationen dazu folgen auf dieser Seite.

Die Präsidentin hat die Bilder gemacht, bearbeitet und in einen Slide verwandelt, so dass ein kleinen Eindruck entstehen kann. Wir grüßen alle herzlich, wo auch immer unsere Mitglieder sein mögen, wünschen noch einen schönen Sommer, der diesen Namen verdient, und – verabreden uns schon einmal für unsere Weihnachts- und Jubiläumsfeier! Möglichst viele dabei zu haben, das wäre wunderbar!

Ihre Johanna Renate Wöhlke, Präsidentin

 

Wo Friedrich der Große glücklich war

Von Dr. Manuel Ruoff

Die letzten vier Jahre seiner Kronprinzenzeit residierte der spätere König von Preußen im Schloss Rheinsberg

„Das Unglück hat mich immer verfolgt. Ich bin nur in Rheinsberg glücklich gewesen.“ Vor 275 Jahren bezog der älteste Sohn des „Soldatenkönigs“ mit seiner Ehefrau das am Grinericksee gelegene Wasserschloss.

Dass er seine glücklichsten Jahre in Rheinsberg verlebte, will man Preußens berühmtestem König gerne glauben. Sicherlich ist das Leben sozusagen als Reservemonarch in der Regel unbeschwerter denn das eines Regenten. Und die Kindheit Friedrichs unter der Aufsicht des gestrengen Vaters war sicherlich kein Zuckerschlecken. Gleiches gilt für die Festungshaft und die Zeit der Bewährung in Küstrin. Nachdem der verstoßene Sohn wieder in Gnaden aufgenommen war, erhielt der Kurprinz entsprechend der Tradition im Kurfürstentum Brandenburg ein Amt überwiesen. In seinem Falle war es das Amt Ruppin. Dazu erhielt er das Kommando über das dorthin verlegte frühere Regiment zu Fuß von der Goltz. In Neuruppin erhielt er eine Unterkunft, die eines jungen ledigen Regimentskommandeurs würdig war, aber Friedrich wollte als Kur- und Kronprinz, der er auch noch war, Hof halten. Die Möglichkeit dazu gab ihm sein Vater, nachdem er in die Vernunftehe mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern eingewilligt hatte. „Wo Friedrich der Große glücklich war“ weiterlesen

Vor allem monumental sollte er sein!

Von Dr. Manuel Ruoff

Nach drei Jahrzehnten Bauzeit wurde der 50 Meter hohe und 45 Meter breite Arc de Triomphe am 30. Juli 1836 eingeweiht

Nach der Dreikaiserschlacht von Austerlitz vom 2. Dezember 1805 entstand beim Kaiser der Franzosen Napoleon I. der Wunsch, seine Siege in seiner Hauptstadt durch zwei Triumphbögen zu verherrlichen. Im Frühjahr 1806 verfügte er deren Errichtung. Beide stehen noch heute. Der eine ist der Arc de Triomphe du Carrousel, der andere der Arc de Triomphe auf dem Place de l’Étoile, dem heutigen Place Charles-de-Gaulle. Beide sind symptomatisch für das Selbstverständnis und die Selbstdarstellung des Emporkömmlings. „Vor allem monumental sollte er sein!“ weiterlesen

Von der Wende „kalt“ erwischt

Von Dr. Manuel Ruoff

Die Bundesrepublik tut sich schwer mit ihrem Freiheits- und Einheitsdenkmal

Nach dem aktuellen Stand ist eine spaßige Wippe als Freiheits- und Einheitsdenkmal vorgesehen. Eigentlich sollte man ein solches Teil eher in einem Vergnügungspark erwarten. Andererseits ist es der durch Alt-68er und deren Jünger geprägten bundesdeutschen Spaßgesellschaft und deren Verhältnis zur friedlichen Revolution und ihrem Ergebnis, der Wiederherstellung des deutschen Nationalstaates, durchaus angemessen.

Dass die Kommunisten in Mitteldeutschland das Ende der von ihnen beherrschten DDR nicht bejubeln, ist verständlich. Auch beharrten die DDR-Politiker auf der deutschen Teilung, weil bereits die ersten Nachkriegswahlen gezeigt hatten, dass ihre Politik in einem freien Gesamtdeutschland nicht mehrheitsfähig war. Allerdings ist der Kommunismus nicht per se gegen einen deutschen Nationalstaat. Das ist bei der Ideologie der 68er anders. „Von der Wende „kalt“ erwischt“ weiterlesen

Konrad Duden und die einheitliche deutsche Rechtschreibung

Von Dr. Manuel Ruoff

»Schreibe, wie Du sprichst«

Durch Konrad Duden und die Reichsgründung erhielten die Deutschen eine einheitliche Rechtschreibung

Wenn es stimmt, dass Bildung und Armut eine gefährliche Kombination für den Status quo sind, dann war der Namensgeber des „Dudens“ prädestiniert, die Gesellschaft zu verändern.

Der junge Duden wuchs nicht im Elend auf, doch hatte seine in Wesel verwurzelte Familie schon einmal bessere Tage gesehen. Sein gleichnamiger Großvater war erst Stadtsekretär und anschließend sogar Bürgermeister gewesen. Und sein anderer Großvater, Jacob Monje, war Arzt und hatte mit Bossigt in Langhausen bei Wesel ein Landgut besessen. Konrad Dudens Vater war Branntweinbrenner und hatte von dessen Schwiegervater das Gut Bossigt übernommen. Doch überschuldete Johann Konrad Duden sich als Unternehmer derart, dass er das Landgut Gläubigern überlassen muss­te. Damals war Konrad Duden gerade vier Jahre alt. „Konrad Duden und die einheitliche deutsche Rechtschreibung“ weiterlesen

Vor 50 Jahren begann der Bau der Mauer

Von Dr. Manuel Ruoff

»Niemand hat die Absicht …«

Ich verstehe Ihre Frage so, dass es Menschen in Westdeutschland gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR mobilisieren, um eine Mauer aufzurichten, ja? Ääh, mir ist nicht bekannt, dass solche Absicht besteht, da sich die Bauarbeiter in der Hauptstadt hauptsächlich mit Wohnungsbau beschäftigen und ihre Arbeitskraft voll ausgenutzt, ääh, eingesetzt wird. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“

Diese Antwort des Ersten Sekretärs des ZK der SED und Staatsratsvorsitzenden der DDR Walter Ulbricht auf einer internationalen Pressekonferenz in Ost-Berlin am 15. Juni 1961 gehört zu den bekanntesten und kurzlebigsten Lügen der Geschichte. „Vor 50 Jahren begann der Bau der Mauer“ weiterlesen