Die Auswärtige Presse e.V.

Internationale Journalistenvereinigung Hamburg
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Artikel der Kategorie ‘Politik’

Hamburg darf auch weiterhin „Elbphilharmonie Konzerte“ veranstalten und fördern

Dezember 22, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Hamburger Senat, Kunst und Kultur, Politik Noch keine Kommentare →

Von Johanna Renate Wöhlke

Verband der deutschen Konzertdirektionen e.V. unterliegt im Rechtsstreit vor dem Landgericht Hamburg

Es ist die Zeit der Konzerte und des kulturellen Erlebens an festlichen Tagen. Wir machen uns hübsch – vielleicht auch nicht – und gehen ins Theater, ins Konzert. Erwartungsvoll und in festlicher Stimmung nehmen wir unsere Plätze ein. Unsere Gedanken sind beim Gestern und Heute. Sie kreisen um das Schöne und Gute, wahrscheinlich. Wir erwarten Anregendes und auch Aufregendes. Vielleicht verlangt die Seele – man erwarte an dieser Stelle keine Defnition von Seele – vielleicht also verlangt die Seele danach, gestreichelt zu werden. (weiterlesen …)

Russen fürchten Stillstand

Dezember 20, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Geschichte, Politik Noch keine Kommentare →

Von Manuela Rosenthal-Kappi

»Einiges Russland« erleidet Wahlschlappe − Massenproteste gegen Putin und Medwedjew

Am 4. Dezember waren die Russen zur landesweiten Parlamentswahl aufgerufen. Dass die Regierungspartei „Einiges Russland“ wieder die Mehrheit erlangen würde, stand längst fest. Umso überraschender ist der Ausgang: Dass die Partei trotz großzügiger Wahlversprechen, massiver Beeinflussung der Wähler und Unterdrückung der Opposition rund ein Drittel ihrer Sitze in der Staatsduma verlieren würde, kam für die meisten völlig überraschend.

Schon bei der Vorbereitung des Wahlkampfes wuss-te die Regierung, dass die Zustimmung für ihre Partei „Einiges Russland“ diesmal geringer ausfallen würde als bei den vorangegangenen Wahlen. Seit längerem ist die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der „Partei der Bürokraten“ sowie der Unmut über die Regierung spürbar. Bei einer Wahlveranstaltung wurde Wladimir Putin sogar ausgepfiffen, eine für ihn  bislang nie dagewesene Situation, mit der er sichtlich nicht umzugehen wusste. (weiterlesen …)

Queen Victorias bessere Hälfte…

Dezember 15, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Geschichte, Gesellschaft, Politik, Redaktionelle Beiträge 1 Kommentar →

Von Dr. Manuel Ruoff

Albert von Sachsen, Coburg und Gotha: Vor 150 Jahren starb der wohl bekannteste Prinzgemahl aller Zeiten

Wohl kein anderer Prinzgemahl wurde von seiner Königin so sehr geliebt wie Albert und kein zweiter hat eine derartige Bedeutung für die Heimat seiner Ehefrau gewonnen wie er. Verkuppelt wurden die beiden Liebenden von ihrem gemeinsamen Onkel Leopold. Dieser Sachse war nämlich nicht nur König der Belgier, sondern auch der Bruder von Queen Victorias Mutter, Victoire von Sachsen-Coburg-Saalfeld, und von Alberts Vater, Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha. Die beiden Liebenden verband jedoch nicht nur der gemeinsame Onkel sowie ihre Liebe zu Romantik und Musik, sondern auch der frühe Verlust eines Elternteils. Victoria verlor ihren Vater, den Duke of Kent and Strathearn Edward Augustus, bereits in ihrem ersten Lebensjahr. Und Albert verlor seine Mutter gleich doppelt. Sie wurde schuldig geschieden und musste 1824 Familie und Land verlassen. Da war Albert gerade fünf Jahre alt. Wenige Jahre später, 1831, ist die damals gerade 30-Jährige dann fern von Heimat und Familie in Paris an Gebärmutterkrebs gestorben. (weiterlesen …)

In Ostpreußen wird aufgerüstet

Dezember 15, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Ausland, Politik, Redaktionelle Beiträge Noch keine Kommentare →

Von Manuela Rosenthal-Kappi

In Ostpreußen wird aufgerüstet

Radarsystem in Neukuhren ist einsatzbereit − »Iskander«-Raketen sollen vor Nato-Angriffen schützen

Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew trumpft in den letzten Monaten seiner auslaufenden Amtszeit noch einmal auf. In einer Fernsehansprache wandte er sich am 23. November zum Thema Raketenabwehr an das russische Volk: Das Militär wird mit neuester Ausrüstung ausgestattet, gegen die Nato-Erweiterung in traditionell russischen Interessengebieten wird Russland verstärkt militärische Präsenz zeigen. Er gab den Befehl, zum 1. Dezember die Funkmessstation „Woronosch-DM“ bei Neukuhren [Pionersk] in Dienst zu stellen. (weiterlesen …)

Das Grauen der anderen – Ein Besuch im Stasiknast Hohenschönhausen

Dezember 02, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Geschichte, Gesellschaft, Politik 1 Kommentar →

 Dieser Artikel erschien gerade in der PAZ am 3. Dezember 2011

Von Uta Buhr

Edda Schönherz vor dem Knast, in dem sie einst einsaß

„Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren…“ Diese Verszeile aus Dantes Göttlicher Komödie fällt mir spontan ein, als ich die „Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen“ in der Genslerstraße 66 im Osten der Stadt betrete. Im Gästezentrum, einem tristen grauen Gebäude, wartet schon eine große Zahl von Besuchern auf die nächste Führung. Auch viele junge Leute sind dabei. Darunter eine Schulklasse, deren Interesse den in Schaukästen ausgestellten Erinnerungsstücken an eines der schlimmsten Gefängnisse aus real-sozialistischer Zeit gilt. (weiterlesen …)

40 Jahre Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg

November 15, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Computer - Internet, Geschichte, Hamburg im Fokus, Politik, Redaktionelle Beiträge, Wissenschaft Noch keine Kommentare →

 Von Johanna R. Wöhlke

Professor Michael Brzoska, Egon Bahr, Dorothee Stapelfeldt

Michael Brzoska, Egon Bahr, Dorothee Stapelfeldt

Frieden war das Thema, denn der Jubilar hieß Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik ( IFSH) an der Universität Hamburg – bestehend seit 40 Jahren.

„Wenn wir den ewigen Frieden miteinander definieren wollten, ginge das schnell an einem Nachmittag zu bewältigen. Allerdings, je näher wir der Wirklichkeit kommen, umso schwieriger wird es!“ Als Egon Bahr – Architekt der historischen Ostverträge –  diese Worte auf dem Podium sprach, hatten Ehrengäste und Publikum der Jubiläumsfeier in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg schon einiges an Reden gehört und verarbeitet. (weiterlesen …)

Elisabeth Schwarzhaupt: Sie wollte “Ministerin” sein

November 02, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Geschichte, Medizin, Gesundheit, Politik Noch keine Kommentare →

Von Dr. Manuel Ruoff

Konrad Adenauers und Ludwig Erhards Frau für die Gesundheit

Elisabeth Schwarzhaupt

Sicher war es ein Erfolg, was die Frauen angeht, dass wir zunächst durch meine Ministerschaft gewissermaßen den Fuß in eine bisher verschlossene Tür gesetzt haben … das Ergebnis war …, dass bisher kein Kabinett mehr ohne Frau gebildet worden ist.“ Elisabeth Schwarzhaupt, von der diese Worte stammen, war nicht nur der erste Bundesgesundheitsminister, sondern auch die erste Bundesministerin der Bundesrepublik Deutschland. Überhaupt war diese emanzipierte Frau ihrer Zeit voraus. Während Birgit Breuel noch Jahrzehnte später als „Frau Minister“ angeredet werden wollte, bat sie schon damals um die Anrede „Frau Ministerin“. (weiterlesen …)

Persönliches vom Guerillero

Oktober 10, 2011 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Politik Noch keine Kommentare →

Selbstporträt Che Guevara

Von Dr. Wolf Tekook

Es gibt Bücher, bei denen die Urheberschaft nicht so einfach zu ermitteln ist. Das Selbstporträt Che Guevara gehört in diese Gruppe: Der argentinischstämmige Revolutionär erscheint als Autor auf de Bild- und Textband. Als Herausgeber wird der kubanische Autor Víctor Casaus genannt. Besucht man dessen Homepage, so werden zahlreiche Romane, Lyrikbände und Filme gelistet; doch das Buch über Che Guevara fehlt. Als Verleger der englischsprachigen Originalausgabe aus dem Jahre 2004 firmieren das Che Guevara Studies Center und Aleida March. Ins Deutsche schließlich hat Hans- Joachim Hartstein den englischen Text übersetzt. Erschienen ist das Buch 2005 bei Kiepenheuer & Witsch in Köln, gedruckt hat es MOHN Media in Güterloh. Wieviel an (spanischem) Originaltext mag wohl auf diesen verschlungenen Pfaden verändert worden sein?

Ungeachtet dieser Sprachen- und Bearbeiter- Odyssee bietet dieses Buch für Geschichtsinteressierte und übriggebliebene Fans des lateinamerikanischen Revolutionärs Lesens- und Sehenswertes. Chronologisch geordnet werden Briefe, Essays, Berichte und Fotos von Ernesto Che Guevara vorgestellt – jeweils kapitelweise einleitend kommentiert – von Victor Casaus. (weiterlesen …)

Ökonomie als Waffe

Oktober 08, 2011 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Politik, Wirtschaft Noch keine Kommentare →


Nicht NUR eine Buchkritik

Von Dr. Wolf Tekook

Es gibt Bücher, deren prophetische Wirkung man erst nach einiger Zeit erfasst. Ein solches Buch ist Bekenntnisse eines Economic Hit Man von dem amerikanischen Autor John Perkins.

Das Buch ist keine Fiktion, sondern die Autobiographie eines Mannes, Jahrgang 1946, der vom amerikanischen Geheimdienst NSA und der internationalen Beratungsfirma MAIN für den titelgebenden Beruf ausgebildet wurde. Seine Aufgabe: Entwicklungs- und Schwellenländer durch bewusst übertrieben optimistische Wirtschaftsprognosen zu überdimensionierten Technikprojekten zu drängen. Diese Projekte wurden oft von der Weltbank finanziert, von stets amerikanischen Konzernen ausgeführt und trieben die Länder durch sich anhäufende Schulden in eine wirtschaftliche und politische Abhängigkeit von den USA.

Von 1970 bis 1982 arbeitete John Perkins bei der Firma MAIN. Detailliert beschreibt der die Projekte, an denen er gearbeitet hat – und die politischen Ziele der Vereinigten Staaten bei diesen Mammutunternehmen: (weiterlesen …)

Was Ehec und Cholera verbindet

August 13, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Geschichte, Medizin, Gesundheit, Politik, Redaktionelle Beiträge Noch keine Kommentare →

Von Dr. Manuel Ruoff

Auch bei der Hamburger Epidemie von 1892 kollidierte das Allgemeinwohl mit Lobbyinteressen

Wie die aktuelle Ehec- hatte auch die Hamburger Chloleraepidemie von 1892 ihren Schwerpunkt in Norddeutschland. Dieses ist jedoch nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen den beiden Epidemien.

„Nein, ich auch nicht und ich finde, wenn das Robert-Koch-Institut diese Warnungen ausspricht, dann gilt das erst mal.“ So antwortete die grüne Landwirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz, Ulrike Höfken, am 8. Juni in einem Interview mit dem Deutschlandfunk (DLF) auf die Frage, ob sie im Moment Gurken esse. Da einer Grünen kaum zu unterstellen ist, dass sie in ihrem Privatleben einer Empfehlung von staatlicher Seite Folge leistet, ohne an deren Sinnhaftigkeit zu glauben, hielt Höfken zum Zeitpunkt des Interviews offenkundig den Verzehr von Gurken für ein Gesundheitsrisiko. (weiterlesen …)