Ein Tag des Buches in Hamburg-Altona

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Für Leser und Buchliebhaber: zwei Veranstaltungen an einem Tag, beide in Hamburg Altona in der
Schnittke-Akademie Max-Brauer-Allee 24, rund 400 Meter vom Bahnhof Altona entfernt

Donnerstag, 1. Mai, 15:30 bis 17:30 Uhr
Hamburger Autorenvereinigung
Tiefgründige und humorvolle „Perlen der Literatur“
Fünf neue Bücher aus dem Input-Verlag (Wilhelm Busch, Christof Stählin, Cécilede Jong, Guy de Maupassant, Thomas Mann) mit Charlotte Ueckert, Maren Schönfeld und Ralf Plenz.
Musikalische Begleitung mit Stählin-Liedern: Holger Saarmann, Gitarre
Eintritt: frei

Donnerstag, 1. Mai, 11 bis 15 Uhr (inkl. Pause)
Bücherliebhaber und Bibliophile inklusive Büchertauschbörse
jeder Besucher bringt maximal 7 Bücher mit und tauscht kostenlos maximal 7 Bücher ein
Ausstellung und Podiumsgespräche (Verleger, Journalisten, Büchermacher/Buchkünstler)
„Pirckheimer im Norden“
Eintritt: frei

Alfred Schnittke-Akademie im Hochparterre, Max-Brauer-Allee 24, rund 400 Meter vom Bahnhof Hamburg-Altona


c/o Sabine Witt, Friedensallee 100c, 22763 Hamburg
E-Mail: witt@hh-av.de

Veranstalter:
Mit Unterstützung der Pirckheimer Gesellschaft e.V.: Ralf Plenz www.input-verlag.de
Schmarjestr. 42 · 22767 Hamburg    mobil: 0178 8666302

Literatur trifft Gemeinschaft: …fair geht vor! Buchmesse Himmelpforten 2025 lädt ein

Am 12. und 13. April 2025, jeweils von 10 bis 17 Uhr öffnet die Eulsetehalle in Himmelpforten ihre Türen für alle Bücherliebhaber – und das bei freiem Eintritt! Die von der Initiative „…fair geht vor!“ organisierte Buchmesse verspricht ein abwechslungsreiches Programm, das Menschen aller Altersgruppen begeistert.

Die Veranstaltung steht in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Corinna Lange, Landtagsabgeordnete (SPD), und Kai Seefried, Landrat des Landkreises Stade (CDU), die mit ihrem Engagement die Bedeutung von Literatur und sozialem Miteinander betonen. Corinna Lange wird die Buchmesse am Samstag eröffnen.

Zu den Ausstellern gehören unter anderem Ann-Kathrin Karschnick, der Chronistenturm, Marley Alexis Owen und viele weitere spannende Akteure der Buchwelt, die die Messe mit ihrer literarischen Vielfalt bereichern. Erleben Sie diese Vielfalt der Literatur mit Ausstellern und Autoren aus den unterschiedlichsten Genres – von packenden Romanen und spannenden Krimis, bis hin zu inspirierenden Sachbüchern.

Gäste einer Lesung auf der Buchmesse

Freuen Sie sich auf Lesungen, bei denen Autoren ihre Werke präsentieren und Einblicke in ihre Geschichten geben. Hier einige Highlights aus dem Programm:

– Samstag, 12. April, 11:00 Uhr: Olympiasiegerin Heike Henkel.

– Samstag, 12. April, 16:25 Uhr: Nadine Most.

– Sonntag, 13. April, 15:35 Uhr: Lovemoon-Verlag.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr: Die Olympiasiegerin Heike Henkel wird ihr neues Buch vorstellen und am Stand des Sibost-Verlags für Gespräche und Begegnungen mit ihren Lesern zur Verfügung stehen.

Mit der Unterstützung durch Standgebühren und Cafeteria-Verkäufe wird es möglich, nach Abzug der notwendigen Kosten auch soziale Zwecke zu fördern und die Gemeinschaft aktiv zu unterstützen.

„Diese Buchmesse ist nicht nur ein Treffpunkt für Literatur – sie ist ein Statement für Gemeinschaft, Inspiration und soziales Engagement. Lassen Sie sich dieses besondere Ereignis nicht entgehen und werden Sie Teil eines Wochenendes, das Köpfe bewegt und Herzen verbindet!“

 

 

 

 

Text und Bilder: https://fairgehtvor.org/

 

Wiederentdeckt und neu aufgelegt: Perlen der Literatur

Am Freitag, 13. September 2024 um 19 Uhr lädt die Dittchenbühne Elmshorn zu einer außergewöhnlichen Veranstaltung ein. Unter dem Titel „Wiederentdeckt und neu aufgelegt: Perlen der Literatur“ stellt der Verleger und Herausgeber Ralf Plenz seine 2021 im Input-Verlag Hamburg gestartete und inzwischen fünfundzwanzig Bände umfassende Reihe wertvoller europäischer Klassiker vor, die bereits im 19. oder 20. Jahrhundert erschienen waren, jedoch lange nicht mehr lieferbar. Jedes Buch ist in dunkelblaues Leinen gebunden und mit individuell gestaltetem Vorsatzpapier ausgestattet. Kalligraphisch gestaltete Zitate bereichern das optische Leseerlebnis, einführende Vorworte und Neuübersetzungen renommierter AutorInnen erleichtern den inhaltlichen Zugang. Ralf Plenz, Sibylle Hallberg und Cordula Scheel lesen im Wechsel spannende und humorvolle Ausschnitte aus Werken von Elizabeth von Arnim, Karel Capek, Irène Némirovsky und Franz Werfel. Die musikalische Begleitung übernimmt die Pianistin Marija Livaschnikova mit ihrem herausragenden Klavierspiel und einer außergewöhnlich schönen Singstimme.

Freitag, 13. September 2024, 19 Uhr 
Forum Baltikum – Dittchenbühne e.V., Hermann-Sudermann-Allee 50, 25335 Elmshorn
Tel.: 04121 – 89710, Mail: buero@dittchenbuehne.de

Eintritt: € 15,- Dauer: ca. 2 Stunden mit Pause
Um Anmeldung wird gebeten

Es lesen:
Ralf Plenz, Verleger und Herausgeber, Sibylle Hallberg, Autorin, Cordula Scheel, Autorin und Übersetzerin

Moderation: Sibylle Hallberg

Musik:   Marija Livaschnikova, Klavier und Gesang

Berührt von schönen Büchern

Am 25. Februar 2024 veranstaltete der Büchermacher Ralf Plenz in Kooperation mit der Hamburger Autorenvereinigung ein Treffen der Pirckheimer Gesellschaft in Hamburg-Altona. In der Alfred-Schnittke-Akademie konnten Interessierte sich über die Institutionen informieren, bibliophile Buchausgaben bewundern und erstehen. Dabei ging es auch um die Frage, was der Begriff „bibliophil“ denn eigentlich umfasst.

Den ersten Programmpunkt der Tagung bildete jedoch ein Vortrag von Ralf Plenz über die Umwälzung der Druckbranche, verknüpft mit seinem Werdegang in dieser Branche. In den 1960er und 70er Jahren fand der Wechsel vom Bleisatz zum Offsetdruck statt. Als Gründungsmitglied der Druckwerkstatt Ottensen bot Plenz gemeinsam mit seinen Mitstreitern eine Spezialität an: Zum Gestalten der Druckvorlagen für die Kunden verwendeten sie altes Werkzeug wie zum Beispiel Federn und stellten die Vorlagen handschriftlich her. So hatten sie viele Autoren und Künstler unter ihrer Kundschaft, u.a. den Lyriker Peter Rühmkorf und den Künstler Albert „Ali“ Schindehütte, der durch die Rixdorfer Drucke berühmt wurde. Die Druckwerkstatt, die heute noch existiert, war ein Erfolgskonzept aus hochwertigen Druckerzeugnissen in Zusammenarbeit mit Kleinstverlagen, dem Verkauf einer kleinen Auswahl an besonderen Büchern sowie Umweltschutzpapiererzeugnissen und einem Copyshop.

Palma Kunkel als Raubdruck

Ralf Plenz (Foto: DAP)

Plenz berichtete über Details des Druckwesens, zu denen Laien kaum Zugang haben. So erfuhr manch erstaunter Gast, dass digital gedruckte Bücher für Bibliothekare nicht archivfest seien, weil diese keine 100 Jahre hielten. Denn Digitaldruck ist technisch fast immer eine Fotokopie – sie blättert ab, wenn sie beispielsweise geknickt wird. Zudem sind die Buchrücken nicht gerade für die Ewigkeit gemacht und brechen meist, wenn man das Buch weit aufzuklappen versucht. Aus diesem Grund ist die Reihe „Perlen der Literatur“ von Ralf Plenz (Input-Verlag) im Offsetverfahren gedruckt und hochwertig ausgestattet.

Für den Nachdruck der historischen Titel fahndet Plenz in Antiquariaten nach sehr alten Ausgaben und stößt manches Mal auf Kuriositäten. Eine ganz besondere ist ein Gedichtband von Christian Morgenstern, datiert auf den Zeitraum 1915-1920, mit gerissenem statt geschnittenem Papier. Die Nachforschungen des Büchermachers ergaben, dass es sich um einen Raubdruck handeln muss, denn in keinem autorisierten Buch gibt es diese Zusammenstellung aus drei Bänden Morgensterns, zudem noch in einer Ausgabe.

Paradiesische Bücher made in Hamburg

Rudolf Angeli vom Angeli & Engel-Verlag bestritt den zweiten Vortrag im Programm. Der Verlag „widmet sich Publikationen zur Kunst mit bibliophilem Anspruch“ (Verlagswebsite). Angelis Leidenschaft für das Schachspiel und für Stefan Zweigs „Schachnovelle“ motivierte ihn schließlich, ins Verlagswesen einzusteigen. Eigentlich aus dem Management kommend, gründete er gemeinsam mit dem Autor Peter Engel den „Verlag für paradiesische Bücher“ (Verlagswebsite) in Hamburg und eignete sich autodidaktisch das entsprechende Wissen an. Neben den o.g. Publikationen betreibt er ein Antiquariat. Er ist von Worten fasziniert und bezeichnet seine verlegerische Berufung als „Serendipity“, also eine „zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist“. (Wikipedia)

Rudolf Angeli (Foto: DAP)

Ein Blick auf den liebevoll präsentierten Büchertisch beglaubigt seine Leidenschaft und man möchte die hochwertigen, großformatigen Bücher gern berühren und aufschlagen. Aktuell erschien die 4. Edition, das Balladenbuch „Liebe, Leid & Untergang“ von Klaus Waschk, das als Buchhandelsausgabe und als Vorzugsausgabe mit einer Original-Grafik des Künstlers erhältlich ist.

Bei so vielen spannenden Vortragsthemen konnte man fast das Anschauen ebenjener Büchertische vergessen. Dabei gab es unter den ausgelegten Leseschätzen viel Schönes zu bewundern, so zum Beispiel der Nachdruck der sehr kurzen Erzählung „Die Insel“ von Stefan Zweig, hochwertig gebunden als schmales Heft mit einer nachgedruckten Grafik von Markus Behmer sowie ergänzt durch das Faksimile des handschriftlichen Manuskripts als Beigabe.

Als weitere Besonderheit hat der Verlag Angeli & Engel 2020 den „Hamburger Bothen“ herausgebracht, einen Rundbrief, der sechsmal im Jahr erscheint, um über einschlägige Veranstaltungen zu informieren und die Kontakte innerhalb der Regionalgruppe Nord der Pirckheimer Gesellschaft zu unterstützen.

Antiquarisches und Bibliophiles

In der Alfred-Schnittke-Akademie ging es nach der Mittagspause mit einem Podiumsgespräch weiter. Zunächst sprachen Ralf Plenz und die Verfasserin dieses Artikels über die in Hamburg-Ottensen spielende Trilogie „Großstadt-Oasen“, zu denen auch zwei Podcastfolgen kostenlos zu hören sind. Im weiteren Gespräch zu dritt mit Rudolf Angeli ging es zunächst um die Situation der Antiquariate in Deutschland und die Vor- und Nachteile der Online-Portale, mithilfe derer sich Bücherfreunde zwar einfach sowohl seltene Ausgaben beschaffen als auch durch Verkauf gebrauchter Exemplare ihr Bücherregal aufräumen können, die jedoch für die stationären Antiquare eine Existenzbedrohung darstellen. Denn wegen sofortigen Vergleichbarkeit aller Anbieter des gleichen Produkts fallen die Preise. Ehemals kostspielige Raritäten sind heutzutage für wenige Euro erhältlich. Zudem wird die Anzahl der Leser insgesamt drastisch weniger und teilt sich überdies auf in solche, die noch Papierbücher lesen und andere, die digitale Medien wie E-Books bevorzugen. Das sind immerhin konstant sechs Prozent.

Aus diesem Thema folgte die Frage, was denn eigentlich bibliophil sei? Wikipedia offenbart dazu: Als Bibliophilie bezeichnet man allgemein das Sammeln von schönen, seltenen oder historisch wertvollen Büchern, meist durch Privatpersonen zum Aufbau einer Privatbibliothek nach bestimmten Sammelkriterien. Die drei Diskutanten einigten sich zusätzlich auf die Ausstattung (Haptik, Papierqualität, Bindung, Veredelung, Beigaben wie z. B. Künstlergrafiken und natürlich die besondere Typografie etc.), den Geruch und die persönliche Bedeutung von Büchern für die Leser. Rudolf Angeli empfindet Bücher wie Freunde, was eine berührende Umschreibung und sehr nachvollziehbar für Menschen ist, die sich einmal mit dem Lesen infiziert haben.

Pirckheimer „unterwegs im Büchermeer“ im April

Die Pirckheimer Gesellschaft, die nach eigenem Bekunden „Sammler und andere Verrückte“ beheimatet, betreibt auf ihrer Website auch einen umfangreichen und vielfältigen Blog. Außerdem wird sie am 5. bis 7. April 2024 im Museum der Arbeit (Hamburg-Barmbek) bei der Buchdruckkunstmesse „Unterwegs im Büchermeer“ vertreten sein. Vielleicht kann man dort auch die weiteren Aussteller, die krankheitsbedingt nicht in Altona sein konnten, antreffen und ihre Schätze bewundern.