Die Abschaffung der Sklaverei im Britischen Empire: Ein Reisebericht – oder doch kein Reisebericht?

Von Johanna Renate Wöhlke

Professor Derek Fraser
Professor Derek Fraser

An Bord des Cunard Schiffes „Queen Elizabeth“ gab es auf einer Teilstrecke seiner Weltreise 2014 mehr zu erleben als Meer und Wellen, Sonne und Wind, Essen und Trinken, Lesen und Träumen, Tanz und Unterhaltung.

Zwischen New York und San Francisco – und der von allen Passagieren mit großer Spannung erwarteten Panama-Kanal-Passage, schenkten die Passagiere im jeweils voll besetzten Theater des Schiffes, dem „Royal Court Theatre“, einem Wissenschaftler ihre Aufmerksamkeit: Professor Derek Fraser. Derek Fraser war bis 2003 „Vice-Chancellor and Chief Executive of the University of Teesside“ in Middlesbrough in Nordost England.

Der Historiker hielt eine Serie von sieben Vorträgen unter dem Leitgedanken „Those who changed their worlds“, frei übersetzt „Von denen, die ihre Welt verändert „Die Abschaffung der Sklaverei im Britischen Empire: Ein Reisebericht – oder doch kein Reisebericht?“ weiterlesen

William Wilberforce and the abolition of slavery in the British Empire

by Professor Derek Fraser

 (A shortened version of a lecture given on board Queen Elizabeth as part of the Cunard Insights programme January 2014)

 

Am I not a man and a brother?
Am I not a man and a brother?

Slavery is as old as civilisation itself and many ancient Empires, including Egypt, Greece and Rome, were built on slave labour.  However, in the 17th and 18th centuries slavery took on a new more systematic form, in the wake of the voyages of exploration to and colonisation of the Americas by Europeans.  The fertile land of the New World generated a demand for labour which far exceeded the supply of both indigenous peoples and migrants.  Africa seemed to promise an unlimited supply of labour which the colonies needed and so the infamous triangular slave trade developed.  Ships from Europe would take manufactured goods, including basic armaments, to ports in West Africa.  There the products were offloaded and traded for African slaves, brought to the huge slave warehouses by unscrupulous traders, „William Wilberforce and the abolition of slavery in the British Empire“ weiterlesen

Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns, Hamburg 2013

Von Johanna Renate Wöhlke

Fast 500 Jahre Hamburger Kaufmannstradition am Jahresende 2013 in der Börse als Jahresabschlussversammlung der Hamburger Wirtschaft

Aufmerksames Publikum in der Börse
Aufmerksames Publikum in der Börse

Zum Jahresende 2013 ist sie wie in jedem Jahr die traditionelle Schlussveranstaltung der Hamburger Wirtschaft: die „Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns“.  Alles was Rang und Namen hat, findet sich auf persönliche Einladung im Börsensaal ein und erwartet gespannt den Bericht des Präses der Handelskammer Hamburg über die wirtschaftliche Gesamtsituation der Stadt mit Ausblicken über den Tellerrand Hamburgs hinaus. An diesem Silvestertag strömen über 2000 Gäste in den dicht an dicht von  Stühlen gefüllten Börsensaal und nehmen schon lange vor Beginn ihre Plätze ein, denn schon in der Einladung wird darauf hingewiesen, dass die Veranstaltung pünktlich beginnen wird. Es ist Silvester. Sind die Ehrbaren Kaufleute pünktlich? Sie sind es. Es beginnt um 12 Uhr –  keine Drinks, keine Häppchen. Als Vorspeise, Hauptgericht und Dessert: Worte. „Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns, Hamburg 2013“ weiterlesen

Das erste Mal

Von Johanna Renate Wöhlke

Herbst
Herbst

Es ist der 14. November 2013. Es ist in Hamburg. Ich kann sogar genau sagen, wo in Hamburg: zwischen dem Hauptbahnhof und der Bushaltestelle Gurlittstraße in der Langen Reihe, im Bus der Buslinie 6.

Die Sonne scheint durch die Wolken. Es gibt freie Stellen am Himmel, Wolkenlöcher in einer weißgrauen zerfaserten Wolkendecke. Kein Regen, kein Hamburger Schmuddelwetter, kein Sturm, noch nicht einmal Wind.

Ich komme mit der S-Bahn am Hauptbahnhof an. Es herrscht Gewimmel. Ich denke an die sechs Millionen Touristen jährlich in Hamburg, als ich die Menschen in den Bus für Stadtrundfahrten „Das erste Mal“ weiterlesen

Lesungen zur Friedensdekade: „Solidarisch?“

Aus dem Kalender

Friedensdekade
Friedensdekade

Lesungen zur Friedensdekade: "Solidarisch?"

Ellen Balsewitsch-Oldach, Dirk Becker, Roswitha Borrmann und Maren Schönfeld lesen Geschichten und Gedichte. Musiker begleiten die Lesungen. Henrike Neubert, Violine
When: So November 10 16:00 - 18:00
Where: Meldorfer Dom, 257045 Meldorf
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Lesungen zur Friedensdekade: "Solidarisch?"

Ellen Balsewitsch-Oldach, Dirk Becker, Roswitha Borrmann und Maren Schönfeld lesen Geschichten und Gedichte. Musiker begleiten die Lesungen. Die Tüdel-Band spielt Django Reinhardt
When: Do November 14 19:00 - 21:00
Where: Lutherkirche, Lutherhöhe 24, 22761 Hamburg
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Lesungen zur Friedensdekade: "Solidarisch?"

Ellen Balsewitsch-Oldach, Dirk Becker, Roswitha Borrmann und Maren Schönfeld lesen Geschichten und Gedichte. Musiker begleiten die Lesungen. Musik: Joachim Goerke, Klavier
When: Sa November 23 18:30 - 21:00
Where: Kreuzkirche Lüneburg, Röntgenstraße 34, 21335 Lüneburg

Lesungen zur Friedensdekade: „Solidarisch?“

Von Johanna R.Wöhlke

Friedensdekade
Friedensdekade

„Solidarisch?“, so lautet das Motto der diesjährigen Ökumenischen Friedensdekade, die vom 10. bis 20. November bundesweit veranstaltet wird. Es bezieht sich auf die Bibelstellen Psalm 82,2-4 und Lukasevangelium 9,10-17 und wurde vom Gesprächsforum der Ökumenischen Friedensdekade festgelegt. (www.friedensdekade.de)

Die Mitglieder der Textfabrique51, einem Autorennetzwerk aus Hamburg, schreiben jedes Jahr zum Motto der Friedensdekade und stellen ihre Arbeiten in Lesungen vor. Damit tragen sie in der Sparte Literatur aus einem künstlerischen Blickwinkel zum Thema bei.

Ellen Balsewitsch-Oldach, Dirk Becker, Roswitha Borrmann und Maren Schönfeld lesen Geschichten und Gedichte. Musiker begleiten die Lesungen. „Lesungen zur Friedensdekade: „Solidarisch?““ weiterlesen

Alles was blieb – Vom Bewahren zum Vergehen

 Von Wolf-Ulrich Cropp

Beitrag zur Abschlusslesung im Rahmen des Lesungsformates „Welt der Wörter“ auf der Internationalen Gartenschau Hamburg 2013 am 9. Oktober 2013 mit Autoren der „Die Auswärtige Presse e.V.“ Hamburg und der Hamburger Autorenvereinigung

Alles was blieb - Vom Bewahren zum Vergehen
Alles was blieb – Vom Bewahren zum Vergehen

Unter diesem Motto verabschieden wir uns vom Literatur-Format „Welt der Wörter“, das uns mehrere Monate auf dieser Bühne beschäftigte und auch viel Freude bereitete. Was ist die „Welt der Wörter“?

Kakophonie? Geräusche in den Wind geschrien? Buchstaben aufs Papier gekritzelt? Poesie , die nachdenklich stimmt? Eine solche, die zum Handeln anregt? Wörter können Taten folgen lassen, gar die Welt verändern. Zum Guten, wie zum Bösen. Wörter können als gefährliche Waffen missbraucht werden, ja sogar töten.

Wörter kommen aus der Stille, aus dem Nichts. Wirken im Licht der Wahrnehmung, verschwinden im Nichts, in der Stille …und hallen doch nach, in den Köpfen der Zuhörer.

Worte in der Wüste

Erinnern wir uns des Themas: Bleiben.  Bewahren.  Vergehen…damit assoziiere ich ein Landschaftsbild. Die Urlandschaft der Erde: Die Wüste. Den Erg. Das sind die großen Sand- und Dünenmeere der „Alles was blieb – Vom Bewahren zum Vergehen“ weiterlesen

Ein Leben nach dem Krieg – Emina Kamber hilft bosnischen Kindern und Jugendlichen

Von Johanna Renate Wöhlke

Edmund Siemers-Stiftung fördert Hilfsprojekt, Präsentation am 1. Oktober 2013 am „Tag der Stiftungen“ in Hamburg

Emina Kamber
Emina Kamber

Seit vielen Jahren kümmert sich die Hamburger Autorin und Künstlerin  Emina Kamber liebevoll um Kinder und Jugendliche in Zentralbosnien.  Sie hilft ihnen in ihrem Projekt „ Talentförderung für Kinder und Jugendliche in Zentralbosnien“ ihr Leben in der Nachkriegszeit zu bewältigen, die Schatten und den Schmerz des Erlebten und Ertragenen zu bewältigen. Die Jugendlichen verarbeiten in Zentralbosnien und in Deutschland ihren Alltag literarisch und künstlerisch. Das soll ihnen  die Möglichkeit geben, die Kriegsspuren nicht zu verdrängen, sondern durch diese künstlerischen Methodenangebote  zu bewältigen: Lyrik und Prosa,  Malbilder in verschiedenen Techniken werden von Emina Kamber angeleitet und vermittelt. „Ein Leben nach dem Krieg – Emina Kamber hilft bosnischen Kindern und Jugendlichen“ weiterlesen

Businessknigge China

Von Achim Simon

Geschäftserfolg in China und Japan“

Chinaexpertin Beate von Kessel

Geschäftlich erfolgreich zu sein und sozial in hohem Ansehen stehen, wer will das nicht? Die Globalisierung bietet findigen Geschäftsleuten heute viele Möglichkeiten, von denen frühere Generationen nicht zu träumen gewagt hätten. Doch allein ein gutes Produkt macht noch keinen Kontrakt. Zum Erfolg gehört mehr als das.

Zum Beispiel soziale Kompetenz oder valuable Informationen. Das trifft vor allem dann zu, wenn man in Südostasien erfolgreich sein will. Bevor man in China oder Japan den Markt betritt, sollte sich jeder Europäer daher eingehend mit den Gepflogenheiten, Traditionen und Eigenarten dieser Länder vertraut machen.

In beiden Ländern ist es sehr wichtig, das Gesicht zu wahren. Das Bemühen, dem Gegenüber Respekt zu erweisen ist essentiell wichtig und wird honorierend wahrgenommen. Besonders Chinesen denken von der Peripherie zur Mitte hin. Man könnte das als einkreisendes Denken bezeichnen. Sie nehmen ihr „Businessknigge China“ weiterlesen

Im Disput der Wörter

Von Dr. Wolf-Ulrich Cropp

 (Die Kurzversion dieses Beitrags wurde am 01. Mai 2013 auf der igs Hamburg-Wilhelmsburg in der Kapelle „Welt der Religionen“ vorgetragen.)

Höre ich Radio, schaue ich fern, lese ich Zeitung, achte ich auf der Leute Gerede im Café, bisweilen auf der Straße, empfinde ich immer öfter Überdruss, ja Ekel ob der ewig gleichen Wörter, die gesprochen, geschrieben oder sonst wie abgesondert werden. Unnützes Geschwätz, das da in den Äther strömt!

Stets die gleichen, nichtssagenden Floskeln, Wendungen, Metaphern.

Noch schlimmer ist es, wenn ich mir selbst zuhöre und feststelle, dass auch ich die ewig gleichen Dinge sage. Die so schrecklich verbrauchten, abgenutzten und millionenfach verwendeten Vokabeln! „Im Disput der Wörter“ weiterlesen