Sie arbeiten schon eine Weile zusammen: Katharina Herzberg von Rauch und Hans-Peter Kurr zu Beginn dieses Jahres im Studio zu Aufnahmen für ein Hörbuch
Charmante, französische Komödie im Sprechwerk
Schräger ist es kaum möglich : In dieser originellen französischen Komödie des Autors Roland Topor mit dem Titel „Ein Winter unter’m Tisch“ ist das Dach über dem Kopf eines ehemaligen Tankstellenbesitzers eine Tischplatte. Denn die Übersetzerin und Sekretärin Florence, die sich ebenfalls in ihrem Einzimmer-Appartement mit Gegenheitsarbeiten über Wasser hält, konnte dem freundlichen Herrn nur den Platz unterm Tisch vermieten, was dieser gern entgegennahm, nicht zuletzt deswegen, weil er von hier aus ständig ihre schönen Beine vor Augen hat. Continue reading „Ein Winter unter`m Tisch“
Auf der IGS – der an Blumen wahrlich nicht armen Internationalen Gartenschau in Hamburg -Wilhelmsburg – regnet es an jedem Mittwoch auf der Bühne West literarische Blüten. Sie sind so unterschiedlich wie das Blütenmeer in den 80 Gärten der Schau.
31. Juli
Die Hamburger EGGart-Künstlerin Cosia Immerscheen fragt: „Wo ist Gott im Spiegelei?“ Dazu Bilder und Gesang des Chores „Grenzenlos“ der Michaeliskirche Hamburg-Neugraben.
Offener Brief an Götz George aus Anlaß seines 75. Geburtstages
und der TV-Hommage an seinen Vater Heinrich
Lieber Götz!
Erinnerst Du – wie ich – folgende Szene? :
Irgendwann Ende der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts sitzen zwei junge Männer im Alter von etwa Mitte zwanzig auf der Terrasse eines heute nicht mehr existenten Hotels direkt am Rissener Elbufer, trinken Bier und reden – selbstverständlich einigermaßen machohaft – über….Frauen!
Nach meiner Erinnerung warst Du zu jener Zeit mit Loni liiert, ich mit dem „Karbolmäuschen“ Barbara, der Mutter meiner ältesten Tochter Dagmar. Continue reading „Offener Brief an Götz George“
„Wohlverwahrt“ sollte – der aus politischen Gründen aus Hessen geflohene – Georg Büchner beim Untersuchungsrichter abgeliefert werden, heißt es in einem Steckbrief von 1835. Wohlverwahrt hat auch Dieter Seidel, Chef des Theaters N.N., das Geheimnis, wie es ihm in diesem Sommer 2013 wiederum gelungen ist, trotz chronischen Geldmangels und kunstfeindlicher, zum größeren Teil uneinsehbarer Restriktionen und Verbote durch das Bezirksamt Altona für die Wiederaufnahme seiner Inszenierung von Büchners „Leonce und Lena“ ein noch qualifizierteres Ensemble zusammenzustellen als vor zwei Jahren. Dazu gehört durch die Umbesetzung der männlichen Titelrolle der begabte junge Marc Laade. Star dieser Truppe aber ist nach wie vor Claudia Schermutzki in der Doppelrolle König und Gouvernante. Continue reading „Leonce und Lena im „Theater N.N.“ im Römischen Garten“
Sommer 2013: Zum zwanzigsten Mal in der Speicherstadt
…
Seien wir glücklich darüber, daß Hugo von Hofmannsthal, dem wir zu Recht die Uridee für den Jedermann zuschreiben, nicht idealisiert hat, sondern hier – im Gegensatz etwa zu seinen Theaterdichtungen „Der Unbestechliche“ oder „Christinas Heimreise“ – eine realistische Geschichte erzählt, die in unserer Welt tagtäglich geschieht: Ein Mensch wird auf der Höhe seiner irdischen Laufbahn mit dem Tod konfrontiert, versagt zunächst, dann läuert er sich und befindet sich in einer Lebens(end-)station ,innerhalb deren er sich bereits wähnte: Auf dem wirklichen, geistigen Weg zu Menschwerdung.
Es ist Hofmannsthals großes Verdienst, daß er diesen seelischen Vorgang anhand einer durchaus unterhaltsamen Parabel so glaubhaft zeigt, daß der große Max Reinhard sie seit der Uraufführung im Zirkus Schumann 1911 für würdig hielt, sie zu seinem zentralen künstlerischen Anliegen in Salzburg Continue reading „Der Hamburger Jedermann 2013“
Uta Buhr is glad to inform you about the new play which will premiere at the TET on September 5, 2013. James Cawood, a young British actor, already launched his first play – a thriller at that – in Vienna. “Stone Cold Murder” was greeted with applause by an enthusiastic audience. The romantic Lake District in mountainous North West England is the place of action of this gripping play about a young couple, a weird visitor and a stolen diamond. Out of these ingredients the author mixed a tasty and enthralling cocktail. We are absolutely sure that spectators in Hamburg will enjoy this excellent entertainment as much as their Austrian “colleagues.”
As usual, we shall come back on the play after the premiere on our website.
Die neue Theatersaison an der Mundsburg beginnt gleich mit einem Paukenschlag!
Ab dem 5. September 2013 steht das erste Theaterstück des jungen britischen Schauspielers James Cawood auf dem Spielplan. Der Thriller „Stone Cold Murder“ hat ihn gleich auf die Liste jener Krimiautoren gesetzt, die ihre Zuschauer mit Action, Witz und Spannung zu unterhalten verstehen. Nur soviel sei verraten: Das Stück spielt im romantischen britischen Lake District im bergigen Nordwesten Englands und dreht sich im Wesentlichen um einen gestohlenen Diamanten. Übrigens, der Thriller wurde mit Begeisterung vom Wiener Publikum aufgenommen
Wir freuen uns auf das neue Stück und wünschen dem Theater viel Erfolg. Eine ausführliche Besprechung finden Sie nach der Premiere wieder an dieser Stelle.
Kartenbestellungen wie üblich unter der Telefonnummer 040 – 227 70 89 oder unter www.englishtheatre.de
Elisabet Boehm schuf eine Selbsthilfeorganisation, die den Mitgliedern bieten sollte, was sie selber vermisst hatte
Elisabet Boehm wurde am 27. September 1859 mit dem berühmten goldenen Löffel im Munde in Rastenburg geboren. Ihr Vater war der Domänenpächter und Reichstagsabgeordnete Hermann Steppuhn. Mütterlicherseits stammte sie aus einer Kaufmannsfamilie. Es schien absehbar, dass sie niemals einer Erwerbsarbeit würde nachgehen müssen. Eine schwere Erkrankung in frühester Kindheit ließ ihre liberalen Eltern sie zusätzlich schonen. Die kleine Elisabet wollte ihre üppige Freizeit zum Lernen nutzen, aber das war einfacher gesagt als getan. Erst ab dem zehnten Lebensjahr erhielt sie Unterricht und das von häufig wechselnden Gouvernanten, die weder willens Continue reading „Sie begründete die Landfrauenbewegung“
Vor 50 Jahren erschütterte eine Sex- und vermeintliche Spionageaffäre zumindest die Regierung des Vereinigten Königreiches. Sein Namensgeber war der konservative Politiker John Profumo, der ab 1960 das Amt des Kriegsministers bekleidete. Der verheiratete Brite unterhielt 1961 ein mehrwöchiges Verhältnis mit dem 27 Jahre jüngeren Model und Callgirl Christine Keeler. Continue reading „Schüssen folgte der Rücktritt“
Das britische Nationalarchiv hat 400 bislang geheime Dokumente aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges freigegeben, aus denen hervorgeht, wie die britische Regierung mithilfe von Bestechung des Umfeldes von Spaniens Diktator Francisco Franco versucht hat, Spanien von einem Kriegseintritt auf Seiten der Achsenmächte abzuhalten. Rund 14 Millionen US-Dollar mit einer heutigen Kaufkraft von ungefähr 200 Millionen US-Dollar oder 150 Millionen Euro ließen sich die Briten diesen Versuch kosten, Spanien neutral zu halten.
Initiator und Organisator dieser Bestechung im großen Stil war der britische Botschafter in Madrid, Sir Samuel Hoare. Am 4. Juni 1940 forderte er von seiner Regierung in einem als eilig, geheim und Continue reading „Schmiergeld für Neutralität“
Heute wird Friedrich III. kritischer gesehen als von seinen (liberalen) Zeitgenossen, aber nicht jede Kritik weiß zu überzeugen
Kein anderer Deutscher Kaiser war der liberalen Nationalbewegung in Deutschland derart verbunden wie Friedrich III. Die Kürze seiner Regierungszeit wurde insbesondere von vielen liberalen Zeitgenossen als nationale Tragödie empfunden. Mittlerweile sieht man Friedrichs Persönlichkeit und Bedeutung kritischer, aber nicht alle Argumente seiner Kritiker überzeugen.
Gerne wird versucht, mit dem Hinweis auf seine in der Tat häufigen Bezugnahmen auf das mittelalterliche Heilige Römische Reich eine Rückständigkeit Friedrichs III. zu suggerieren. Dabei ist es ganz normal, dass eine Nationalbewegung oder ein junger Nationalstaat nach historischen Continue reading „Hoffnungsträger der Nationalbewegung“
„Weg mit dem Dreck“ – Traditionsschiffe vor dem AUS
SOS
Hamburger Hafengeburtstag, Kieler und Travemünder Woche, Hanse-Sail Rostock, Sail Bremerhaven, Matjestage in Emden oder Glückstadt, Hafenfeste in Lübeck, Wismar, Stralsund, Eckernförde und viele andere maritime Veranstaltungen an der Küste bald o h n e Traditionsschiffe? Keine Gaffelsegel tragenden Masten, keine dampfenden Schornsteine mehr ? Die historischen Schoner, Kutter, Tjalken, Ewer, Barkassen, Dampfschlepper und all die anderen alten, nostalgischen Schiffe, die unsere Küsten und Flüsse so wunderbar bunt machen, sollen verschwinden.