“Dangerous Obsession” – The New Play at the English Theatre of Hamburg

von Uta Buhr

Foto: Stefan Kock
Nice to meet you, Mr. Barrett.

Warning: Be careful. Somebody in the theatre is wearing a gun and will use it as the play goes on. But relax. It takes a certain time before John Barret, a shy and polite young man in a brown suit (admirably played by Adam Lilley) will direct his weapon against his hosts. You, the audience, are safe on your seats and will not be threatened. You may, however, be shocked by the noise.

But let us start at the very beginning. We are invited into a big elegantly furnished mansion somewhere in the British  “Home Countries.” It is surrounded by a lush garden, birds twitter in the trees, the sun shines. In that idyllic Continue reading „“Dangerous Obsession” – The New Play at the English Theatre of Hamburg“

“Dangerous Obsession”– das neue Stück am English Theatre of Hamburg

von Uta Buhr

Foto: Stefan Kock
Hallo Mr. Barrett. Was führt Sie zu uns?

Ab sofort wird im English Theatre scharf geschossen! Selbst Zuschauer, die das Erfolgsstück des britischen Autors N.J. Crisp schon einmal gesehen haben – es lief bereits 2004 vor einem begeisterten Publikum im TET – zucken auch heute noch zusammen, wenn der offenbar von allen guten Geistern verlassene John Barrett seinen Revolver auf das Ehepaar Driscoll richtet und den beiden erschreckende Dinge vorwirft, die diese offenbar gar nicht verstehen oder nicht hinterfragen wollen. Hat der Mann, der in seinem schlecht sitzenden braunen Anzug aussieht wie der Buchhalter irgendeiner kleinen Klitsche, sich etwa in der Adresse geirrt? Continue reading „“Dangerous Obsession”– das neue Stück am English Theatre of Hamburg“

Aschenputtel reloaded: Das Mittwochszimmer

Coverbild
Coverbild

von Maren Schönfeld

Zwei Mädchen kommen in der Silvesternacht 1954/1955 zur Welt, und nur der Name Cornelia eint sie. Ansonsten gehören sie in verschiedene Welten, was zu der Zeit noch enorm schwerwiegt. Die eine Cornelia wird in eine „anständige“ Familie geboren, ein hässliches Kind. Die andere, still und niedlich, ist als uneheliches Kind des Fräulein Hertz, wie die ledige Mutter im Krankenhaus angesprochen wird, eine „Schande“. Schon in den ersten Lebenstagen der Cornelias bekommen Leser*innen einen Eindruck der damaligen Verhältnisse, und bis Seite 20 hofft man mit einem lachenden und einem weinenden Auge, dass dieses Aschenputtel doch noch irgendwie das große Los ziehen wird – auch wenn sie dafür die denkbar schlechtesten Voraussetzungen hat. Ein kleiner Hinweis auf eine mögliche Wende ist nur der leibliche Vater, den Fräulein Hertz beim Fasching traf und der „das Gesicht eines Prinzen aus tausendundeiner Nacht“ (S. 21) hatte, was Continue reading „Aschenputtel reloaded: Das Mittwochszimmer“

Jung- und Gesundbrunnen Európa Fit in Heviz

von Uta Buhr

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Foto: Hotel Európa fit

Wer kennt es nicht, das von Lucas Cranach d.Ä. 1546 geschaffene prächtige Gemälde „Der Jungbrunnen.“  Auf diesem Genrebild stellt der Künstler dar, was sich seine Zeitgenossen am sehnlichsten wünschten – ewige Jugend. Alte gebrechliche Menschen, die sich mühsam an Stöcken voranbewegen oder herangekarrt werden, besteigen ein großes, mit heilendem Wasser gefülltes Becken, bewegen sich darin und springen dann voller Elan aus dem göttlichen Nass. Ohne Krücken! Continue reading „Jung- und Gesundbrunnen Európa Fit in Heviz“

Die schönste Badewanne der Welt – der Heilsee von Héviz

Von Uta Buhr

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Die „Badewanne“ aus der Vogelperspektive

Ubi beni, ibi patria! Wo es dem Römer gut ging, war er zu Hause. Besonders gefiel es ihm in der vom Imperium romanum eroberten Provinz Pannonia. Die fruchtbare ungarische Tiefebene bot den verwöhnten Bürgern Roms unter vielem anderen  eine ganz besondere Kostbarkeit – sprudelnde Quellen heilenden Wassers. Erstaunlicherweise taucht in keiner der ausschweifenden Erzählungen römischer Literaten und Berichterstatter der Heilsee von Héviz auf.

Könnte es sein, dass jene, die sich in seinen Fluten aalten, diesen Geheimtipp um keinen Preis weitergeben wollten? Continue reading „Die schönste Badewanne der Welt – der Heilsee von Héviz“

Zwickt da was?

Eine Glosse von Johanna R.Wöhlke

Mit einfachen sackähnlichen Hemden hat es begonnen und mit einfachen sackähnlichen Hemden wird es enden. Da bin ich ganz sicher – trotz Karl Lagerfeld und Dior, Versace und Gaultier. Da können sich die Großen der Modebranche noch so anstrengen, der Mensch strebt nach den praktischen, unkomplizierten Kleidungsstücken ohne Zipper und Reißverschluss, Knöpfe und Ziernähte, Rüschen und Jabots, Reifröcke und Godets, Falten und Bügelnähte. Der moderne Mensch geht mit dem T-Shirt ins Bett, ins Büro, zum Einkaufen, ins Theater und in die Badeanstalt.

Die wahren Kreativen und zukunftsweisenden Modemacher sind doch schon lange die Kostümbildner der Science Fiction Filme. Die pressen ihre durch ferne Galaxien rasenden Stars in einfache gummiartige Schläuche, die am Körper anliegen wie eine Strumpfhose und die durch strenge und gerade Linienführung bestimmt sind.

Da sich aber Kreativität in der Mode nicht am T-Shirt und schlauchähnlichen Gebilden berauschen kann, erscheinen auch immer wieder andere praktische Kleidungsstücke auf dem Laufsteg – wie jetzt die, ausgestattet mit Blutdruckmessern, elektrischen Heizungen oder integrierten Massagegeräten und allerlei technischem Schnickschnack.

Ach, liebe Modeschöpfenden! Wenn ihr eine Ahnung davon hättet, wie uns Frauen schon ein nicht sitzender Haken-und-Ösen Verschluss an unseren BHs nerven kann, würdet ihr uns nicht auch noch mit Massagehemden auf den Leib rücken!

Industrie 4.0 Made in Germany: Chance für Europa oder Illusion ?

Industrie 4.0 im BMWI : Innovationschub für die deutsche Industrie
Industrie 4.0 im BMWI : Innovationschub für die deutsche Industrie

Von Immo H. Wernicke
Erstmals Industriekonferenz im Bundeswirtschaftsministerium
Im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin wurde während der Berlinale 2016 auch eine Premiere begangen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte am 18. Februar zur 1.Industriekonferenz in sein Ministerium eingeladen (Bild 2 ). Der Wirtschaftsminister stellte das neue Bündnis zwischen Bundesregierung, Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften vor. Das Bündnis soll dazu beitragen, das Konzept „Industrie 4.0“ möglichst schnell in die mittelständische Wirtschaft auch europaweit einzuführen und umzusetzen. Auf dieser Grundlage will die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission vor allem Schlüsseltechnologien finanziell fördern. Dazu gehören Elektromobilität und speziell Batteriezellen, Digitalisierung von Produkten und Prozessen, Speichertechnologien für Photovoltaik, der Aufbau leistungsfähiger Breitbandnetze und europäischer Server und „Clouds“ (vernetzte Datenbanken). Besonders gefördert werden „Start ups“ als Software- und Apps-Entwickler in Gründerzentren. Die neue Internet-Platform 4.0 und Branchendialoge zählen ebenfalls hierzu. Continue reading „Industrie 4.0 Made in Germany: Chance für Europa oder Illusion ?“

„Educating Rita“ – The New Play at The English Theatre of Hamburg

by Uta Buhr
Photos: Stefan Kock

Educating Rita 1
Who teaches whom?

Her initial name is Susan. However, Susan worships writer Rita Mae Brown and therefore calls herself Rita. Frank, a middle-aged lecturer at a university in the North of England (superbly played by Tim Shoesmith) is deeply shocked by Rita’s appearance and her terrible Liverpudlian accent (Grace Alexander Scott plays brash Rita in the most charming way) when she steps into his study. Does this awfully dressed, rather vulgar young woman – skirt too short, heels too high – really think that he is willing to teach her the poems and dramas of Shakespeare, Chaucer, Fielding and other great figures of English literature? Just imagine her literary taste! Her favourite book is “Rubyfruit Jungle” by Continue reading „„Educating Rita“ – The New Play at The English Theatre of Hamburg“

„Educating Rita“ – Das neue Stück am English Theatre of Hamburg

von Uta Buhr
Fotos: Stefan Kock

Educating Rita 1
Neuer Haarschnitt aus Meisterhand

Eigentlich heißt Rita Susan. Weil sie aber für die Schriftstellerin Rita Mae Brown schwärmt, hat sie kurzerhand den Namen ihres Schriftsteller-Idols angenommen. Besonders „Rubinroter Dschungel“ hat es ihr angetan. In diesem Roman schildert die Autorin die Vita einer gewissen Molly Bolt, die sich für ein selbstbestimmtes Leben – ein Skandal in den prüden fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts – entschieden hat und hoch hinaus will. Sie liest viel, bildet sich und strebt gar das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten an. Diese Absicht äußert Rita/Susan allerdings nicht, als sie das Studierzimmer von Frank betritt. Dieser desillusionierte, reichlich Gin und Scotch konsumierende Professor für Literatur an einer nordenglischen Universität ist gleichermaßen amüsiert und Continue reading „„Educating Rita“ – Das neue Stück am English Theatre of Hamburg“

Zugänge zur Männerseele

Selbsterfahrung MannAndreas Schick, langjähriger Heidelberger Präventionsforscher und Männertherapeut, hat ein überfälliges Buch vorgelegt, das Theorie und Praxis des therapeutischen Umgangs mit der männlichen Psyche schlüssig miteinander verbindet. Ebenso leicht zugänglich wie undogmatisch angelegt, nutzt der Autor die Stärken von C.G. Jungs Archetypenlehre eindrucksvoll, um zu den lebensweltlichen Belangen heutiger Männer vorzudringen und diese therapeutisch-beraterisch zu handhaben. Diese Belange werden in ihren Schattierungen und entlang ihrer Schnittpunkte durch Fallvignetten illustriert, sodass die Verbildlichungen, die auf diese Weise gelingen, als eindrucksvolle Hintergrundfolie für die Arbeit mit Männern im Einzel- und Gruppensetting dienen können. Die an W. Mauckners initiatisch-phänomenologischem Konzept orientierte Männer-Arbeit strebt dabei sowohl eine geschärfte Wahrnehmung als auch die Rückbesinnung auf männliche Ressourcen an, die, weitab von chauvinistischen Klischees liegend, im Alltag verloren zu gehen drohen. Daher ist Schicks knappes, doch dichtes Werk hochinteressant und zeigt, dass überdauernde Konzeptionen jenseits des akademischen Mainstreams Geltung beanspruchen können, ohne esoterisch sein zu müssen. Der Autor versteht es, immer die männliche Lebenswelt im Blick zu haben und sich nicht in Theorie zu verlieren, diese im Gegenteil jederzeit nutzbar zu machen, so weit dies ein Buch überhaupt im Gegensatz zu in-vivo-Erfahrungen bieten kann. Um genau diese in der Männer-Arbeit zu ermöglichen, empfiehlt sich dieses Buch Männern und Frauen in unterschiedlichsten Arbeitsfeldern.

Allein mit der seltenen Krankheit EDS

Cover
Cover

von Maren Schönfeld

Karina Sturm legt mit diesem Erfahrungsbericht mit Tagebucheinschüben eines der ersten, wenn nicht gar das erste deutschsprachige Buch aus Betroffenensicht über das Ehlers-Danlos-Syndrom, Halswirbelsäuleninstabilität und die damit verbundenen Probleme vor. Sie schildert ihre schier endlosen Versuche, auf klassischem Wege und schließlich auch unter Einsatz ihrer eigenen Ersparnisse zu einer Diagnose und anschließenden Therapie zu kommen. Dieser Weg des Resignierens und immer wieder Aufstehens führt sie schließlich bis in die USA. Kaum zu glauben, dass die Autorin erst Ende Zwanzig ist und bereits vier Jahre ihres jungen Lebens in den Kampf investiert hat, und zwar nicht nur für sich allein. Sie hat sich vielmehr zum Ziel gesetzt, nicht nachzulassen, bis ihre seltene Krankheit sehr viel bekannter wird, und „zwar so lange bis in Continue reading „Allein mit der seltenen Krankheit EDS“

200 Jahre Trachtenmusik – und 120 Alphörner im Kleinwalsertal

Fernab von Klischees hat im Kleinwalsertal gelebte Kultur ihr fixen Platz: Diese „Marschroute“ gibt das 200-Jahre-Jubiläum der Trachtenkapelle Riezlern vor – ebenso wie das Alphornfestival Kleinwalsertal mit 120 erwarteten Bläsern.

Bergsteiger im Kleinwalsertal
Bergsteiger im Kleinwalsertal

Mit neuen Impulsen und Ideen die Blasmusik aus der Marsch- und Polka-Ecke holen: Das ist der Anspruch von Kapellmeisterin Katrin Berchtold, wenn sie zum 200-jährigen Jubiläum der Trachtenkapelle Riezlern (09.–12.06.16) lädt. Zu der größten überregionalen Musikveranstaltung dieses Jahres unter dem Motto „zääma“ (miteinander) finden sich im Juni Musikgruppen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz im Kleinwalsertal ein. Bei diesem Ohrenschmaus sorgen die Walser Genusswirte gemeinsam mit den Landwirten für den Gaumenschmaus. „Volles Rohr“ heißt es dann wieder im Herbst: Dann steht das Alphornfestival Kleinwalsertal (11.–18.09.16) an, mit angekündigten 120 Alphornbläsern und rund 5.000 Besuchern.

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Ruth Geede 100 Jahre alt. Die immer noch aktive Autorin und Journalistin: „Der liebe Gott hat mir eine gute Festplatte eingebaut.“ Wir gratulieren!

Von Karlheinz Mose

Der Autor Karlheinz Mose ist ein langjähriger Wegbegleiter der Jubilarin. Er arbeitete jahrzehntelang als leitender Redakteur für das Rundfunk- und Fernsehmagazin HörZu.

Ruth Geede beim 98. Geburtstag
Ruth Geede beim 98. Geburtstag

Gerade kann sie nicht mehr gehen. Aber sonst ist die alte Dame mit dem klassisch schönen Gesicht und dem Mittelscheitel im schwarzen Haar voll da. Ein unverwüstlicher Humor und die geistige Frische einer 40-Jährigen sind ihr eigen. Hundert Jahre wird Ruth Geede jetzt alt, und bis zum heutigen Tag arbeitet sie noch als Journalistin in ihrem Haus in Hamburg-Niendorf – „mit eigenem Eichhörnchen“!

Die Arbeit, die sie leistet, hat sehr viel mit ihrer eigenen Herkunft zu tun: Ruth Geede stammt aus Ostpreußen, und sie schreibt seit 30 Jahren für das Ostpreußenblatt, das in die Preußische Allgemeine Wochenzeitung integriert ist, auf eine unaufgeregte, kenntnisreiche Art. Sie hilft jungen Wissenschaftlern weiter auf der Suche nach historischen Fakten oder letzten lebenden Zeitzeugen, sie besorgt auch mal eine Stanze, mit der früher die Königsberger Hausfrauen Marzipan hergestellt haben, aber vor allem bringt sie Familien und alte Freunde zusammen, die durch den Zweiten Weltkrieg getrennt wurden. Continue reading „Ruth Geede 100 Jahre alt. Die immer noch aktive Autorin und Journalistin: „Der liebe Gott hat mir eine gute Festplatte eingebaut.“ Wir gratulieren!“

Kaleidoskop mit Morgenstern

von Maren Schönfeld
Foto: Katharina Jaglewicz

Kaleidoskop-Akteure
B. Bolduan, B. Cleve, B. Halenta, V. Maaßen, M. Bühler, Stella’s Morgenstern (v.l.n.r.)

Wer bei Bad Segeberg an Karl May denkt, hat die Buchhandlung „Wortwerke“ noch nicht kennengelernt. Es ist viel mehr als eine Buchhandlung, denn das Gesamtkonzept aus der Gastronomie „Blattwerk“, die mit selbstgemachten Kuchen und kleinen Speisen sowie einem breiten Teesortiment aufwartet, dem Bücherzimmer mit „Schmökerexemplaren“ und Sesseln vor den Regalen, den Ausstellungsflächen für Bilder und Kunsthandwerk ist eigentlich schon für sich ein Kaleidoskop. Entsprechend früh erscheinen die Gäste vor der für den Abend angesetzten Veranstaltung, um sich auf den prächtigen Sofas und Holzstühlen vor dem Ofen niederzulassen und Tee mit Continue reading „Kaleidoskop mit Morgenstern“

Neue Stipendien für Literatur und Kunst für Hamburger

Von Johanna Renate Wöhlke

Neue Stipendien für Künstlerinnen und Künstler aus Literatur und bildender Kunst
Die Kulturbehörde schreibt vierwöchige Arbeitsaufenthalte in Südfrankreich für zwei Schriftsteller und zwei bildende Künstler aus

Mit einem neuen Stipendium ermöglicht die Kulturbehörde zwei Schriftstellern und zwei bildenden Künstlern im Juni oder September 2016 vierwöchige Arbeitsaufenthalte im französischen Château de Justiniac südlich von Toulouse. Schriftsteller und Künstler können sich ab sofort für das Stipendium bewerben. Continue reading „Neue Stipendien für Literatur und Kunst für Hamburger“

Zwei neue Eisbrecher für den Hamburger Hafen

Von Sabine Witt

Doppeltaufe bei – 9 °C: zwei neue Eisbrecher für den Hamburger Hafen

Taufpatin Anke Harnack zwischen Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der HPA (links) und Wirtschaftssenator Frank Horch
Taufpatin Anke Harnack zwischen Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der HPA (links) und Wirtschaftssenator Frank Horch

Passend zum eisigen Wetter gab es am 22. Januar 2016 eine gleich doppelte Taufe an der Überseebrücke im Hamburger Hafen: Zwei moderne Eisbrecher, die auch zum Schleppen, Bugsieren und für den Transport eingesetzt werden können, wurden im Rahmen einer feierlichen Zeremonie getauft und von der Hamburg Port Authority (HPA) in Betrieb genommen. Taufpatinnen waren die NDR-Moderatorin Continue reading „Zwei neue Eisbrecher für den Hamburger Hafen“

Religionskriege und Evolution. „Geächtet“ im Deutschen Schauspielhaus Hamburg

Von Hans-Peter Kurr

Klaus Schumacher inszeniert als Deutsche Erstaufführung „Geächtet“ am Schauspielhaus

Carlo Ljubek, Ute Hannig, Samuel Weiss, Isabelle Redfern © Thomas Aurin
Carlo Ljubek, Ute Hannig, Samuel Weiss, Isabelle Redfern © Thomas Aurin

Wer bis vor wenigen Jahren glaubte, die Zeit der Glaubenskriege hätte mit dem berühmt-berüchtigten „Dreißigjährigen“, der im 17. Jahrhundert das halbe Europa entvölkerte, ihr Ende gefunden, muss sich in „unserer“ , also der Jetztzeit , eines Anderen belehren lassen : Längst sind sie wieder an die Stelle der großen Machtkriege es 20. Jahrhunderts getreten und versuchen, einander auf dem Schulungsplaneten Erde wechselseitig auszurotten. Und gewiss wird dies bis zu den Tagen der in der „Offenbarung Johanni“ apostrophierten letzten Schlacht von Meggido andauern! Continue reading „Religionskriege und Evolution. „Geächtet“ im Deutschen Schauspielhaus Hamburg“