200 Jahre Trachtenmusik – und 120 Alphörner im Kleinwalsertal

Fernab von Klischees hat im Kleinwalsertal gelebte Kultur ihr fixen Platz: Diese „Marschroute“ gibt das 200-Jahre-Jubiläum der Trachtenkapelle Riezlern vor – ebenso wie das Alphornfestival Kleinwalsertal mit 120 erwarteten Bläsern.

Bergsteiger im Kleinwalsertal
Bergsteiger im Kleinwalsertal

Mit neuen Impulsen und Ideen die Blasmusik aus der Marsch- und Polka-Ecke holen: Das ist der Anspruch von Kapellmeisterin Katrin Berchtold, wenn sie zum 200-jährigen Jubiläum der Trachtenkapelle Riezlern (09.–12.06.16) lädt. Zu der größten überregionalen Musikveranstaltung dieses Jahres unter dem Motto „zääma“ (miteinander) finden sich im Juni Musikgruppen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz im Kleinwalsertal ein. Bei diesem Ohrenschmaus sorgen die Walser Genusswirte gemeinsam mit den Landwirten für den Gaumenschmaus. „Volles Rohr“ heißt es dann wieder im Herbst: Dann steht das Alphornfestival Kleinwalsertal (11.–18.09.16) an, mit angekündigten 120 Alphornbläsern und rund 5.000 Besuchern.

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Hans-Peter Kurr verabschiedet sich von der Bühne

     Von Günther Falbe                                            Fotos  von Tobias Gloger

Hans-Peter Kurr in seinerl etzten Rolle
Hans-Peter Kurr in seiner letzten Rolle

Im literarischen Klangkörper des Hamburger Kulturlebens dürfte in Zukunft eine
unverwechselbare Stimme fehlen: Hans-Peter Kurr nahm Abschied von der Bühne, auf der er
mehr als 50 Jahre lang als Schauspieler in den unterschiedlichsten Rollen agierte. „Ade, HP“
verkündeten die Plakate, die auf seinen Bühnen-Abschied Anfang Januar 20l5 hinwiesen, für
das er selber ein Programm zusammengestellt hatte. Sein Abgang voın Bühnenleben erfolgte
stufenweise an drei Gala-Abenden in den Mozartsälen im Logenhaus aın Dammtor. „Hans-Peter Kurr verabschiedet sich von der Bühne“ weiterlesen

„Der Tod und das Mädchen“ – ein Stück von aktueller Brisanz

Fotos von Sonja Zander

Eindrucksvolle Aufführung des Dorfman-Dramas im Hamburger Sprechwerk.

v.o. Moritz Schilk, Alexandra Golfiger und Mete Güner.
v.o. Moritz Schilk, Alexandra Golfiger und Mete Güner.

Es gehört zu den meistgespielten Stücken der jüngeren Weltliteratur, und das wird es auch
bleiben, so lange Diktaturen ihre Opfer fordern und diese versuchen, in einer neu gewonnenen
Demokratie die an ihnen vollbrachten Grausamkeiten zu verarbeiten. Das kann Versöhnung
aber auch Rache bedeuten, die geradezu arc haische Ausmaße erreichen kann wie in eben
diesem Theaterstück „Der Tod und das Mädchen“ des Chilenen Ariel Dorfman. Der in die
USA emigrierte Autor schrieb sich seinen Frust über die in seiner Heimat erlittene Willkür
von der Seele, in dem er seine eigenen Empfindungen mit dem schon aus dem Mittelalter „„Der Tod und das Mädchen“ – ein Stück von aktueller Brisanz“ weiterlesen

Klaus Störtebeker als Gottes Freund Festspiele in Ralswiek – ein Höhepunkt im Rügensommer

Aufritt der Dänensoldaten (Unsere Stuntmen)
Aufritt der Dänensoldaten (Unsere Stuntmen)

Ihre Wirkung ist bombastisch, und sie heißt auch so: Die Bombarde ist das stärkste Geschütz,
dass die Störtebeker Festspiele auf Rügen bisher aufgefahren haben. Und da sie auch zum
Einsatz kommt, entfaltet sich auf der einmaligen Naturbühne am Jasmunder Bodden ein
Spektakel, das weit mehr bietet als die in den bisherigen 20 Aufruhrungen zur Schau
gestellten Seeschlachten. „Klaus Störtebeker als Gottes Freund Festspiele in Ralswiek – ein Höhepunkt im Rügensommer“ weiterlesen

Monsun-Theater Ein Winter unter´m Tisch Komödie von Roland Topor als Hamburger Erstaufführung

Rebecca Büttner als Florence Michalon
Lars Lorenzen als Dragomir

Fotos Jennifer Rettenberger

Julian Spenke rechts als Gritzka

Als Hans-Peter Kurr in einem kleinen Pariser Privattheater die Aufführung in der französichen Originalfassung „L´hiver sous la table“ erlebte, wusste er sofort: Das Stück hole ich nach Hamburg! Der Autor, das polnische Allround-Genie Roland Topor, hatte es als komödiantische Studie geschrieben. Der Karikaturist, Illustrator, Schriftsteller und Schauspieler, als Sohn einer polnisch-jüdischen Emigrantenfamilie in Paris geboren, war allerdings schon im Jahre 1997 verstorben. Der international agierende Künstler hatte mit großen Regisseuren wie Federico Fellini oder Roman Polanski, der Topors Roman „Der Mieter“ verfilmte, und auch mit deutschen Filmemachern wie Werner Herzog und Volker Schlöndorff zusammen gearbeitet. Unmöglich Topors gesamtes künstlerisches Schaffen auch nur annähernd zu umreißen. Fokussieren wir uns auf seine Theaterstücke, zu denen „L´hiver sous la table“ gehört. Der originelle Titel wurde wörtlich für die deutsche Übersetzung „Monsun-Theater Ein Winter unter´m Tisch Komödie von Roland Topor als Hamburger Erstaufführung“ weiterlesen

Neue Konzertreihe in Hamburgs Mozartsälen

Von Günther Falbe

Hamburger Mozartsäle mit eigenem Klassik-Programm: Schubertiade, Beethoven-Duo und Wagner-Soiree

Susanne Dieudonne

Ein Refugium für die Liebhaber klassischer Perlen wollen in Hamburg die über hundert Jahre alten Mozartsäle werden – damit rückt das Haus an der Moorweide in den Focus des breit gefächerten Musiklebens der Hansestadt. Einige künstlerisch tätige oder ambitionierte Hamburger haben sich in einem Organisationskomitee zusammengefunden, um in den 400 Besucher fassenden Sälen eine Konzertreihe zu veranstalten, die sich durch musikalische und künstlerische Qualität auszeichnet und hervorragende Interpreten nach Hamburg bringen wird. Damit treten die Mozartsäle nach über hundertjähriger Zurückhaltung als Konzertveranstalter auf und können ein höchst anspruchsvolles Eigenprogramm bieten, das jenseits des Mainstreams liegt und in Hamburg bisher in den Medien kaum Erwähnung fand Als Einzelveranstaltungen würden die Konzerte weniger Beachtung finden als in der Reihe, die in einer Art Kettenfunktion diese Perlen aneinanderfügt. Die Eröffnung findet am 23.September im Rahmen einer Matinee mit einer „Schubertiade“ statt, die von der großartigen Liedersängerin Susanne Dieudonne geschrieben und zum Vortrag gebracht wird. „Neue Konzertreihe in Hamburgs Mozartsälen“ weiterlesen

Poker-Spaß an der Reeperbahn

 

Anfänger können jetzt von Profis lernen         Von Günther Falbe   

Pokern

Die Hamburger tragen nicht gerade ein Pokergesicht. Zum Elbhanseaten passt eher das Antlitz des „Ehrbaren Kaufmanns“, so der Name einer bereits im 16. Jahrhundert gegründeten Vereinigung von Kaufleuten, der bis heute präsent ist. Aber Hamburg ist ja eben nicht der wilde Westen, dafür hat es die angeblich sündigste Meile der Welt, die Reeperbahn. Und auf der befindet sich das Kasino Reeperbahn, einer der vier Standorte der Spielbank Hamburg. Und der Pokerfreudigste, denn man hat sich in der vor 25 Jahren gegründeten Dependance der Spielbank Hamburg längst den Wünschen der internationalen Gäste angepasst und das in aller Welt beliebte Kartenspiel in das „Poker-Spaß an der Reeperbahn“ weiterlesen

Die goldige Freundin vom Rummelplatz

Günther Falbe/Ruth Geede       Erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung

Mit dem Deutschen Filmpreis geehrt, mit Max Schmeling verheiratet: Vor 110 Jahren kam der Filmstar Anny Ondra auf die Welt.

„Die goldige Freundin vom Rummelplatz“ weiterlesen

Der gläserne Klang der ZEIT

Von Hans Peter-Kurr

Eine Schauspiel-Uraufführung mit dem Titel „ZEIT“ fand auf der Bühne der Kammerspiele statt und dennoch geschah einhundertundfünf Minuten……nichts. Zu beschreiben ist dieses Nichts schwer, es zu erleben war ein bemerkenswertes inneres Abenteuer, das eine Erinnerung hinterläßt wie der gläserne Klang vom Frost geröteter Blätter, die vom schwarzen Gerippe ansonsten nackter Baumäste herabrauschen : „Der gläserne Klang der ZEIT“ weiterlesen