Worte zum Abschied für unser Mitglied Rosemarie Fiedler-Winter

Vorstand und  Beirat der DAP danken Ginny G. von Bülow für ihre einfühlsamen Worte zum Verlust einer großen Kollegin und sprechen allen Hinterbliebenen im Namen aller Mitglieder ihr Beileid aus.

Von Ginny G. von Bülow

EIN WORT ZUM ABSCHIED

Rosemarie Fiedler-Winter (1922-2012)  –  Journalistin, Autorin, Herausgeberin

Die traurige Kunde, dass Rosemarie Fiedler-Winters irdische Laufbahn, die wahrhaft beeindruckend war,  am 20. November 2012 zu Ende gegangen ist, hat schmerzlich berührt.

Denn den Tod in seiner bitteren Endlichkeit begreifen wir als Verlust. Und so beklagen wir, Freunde und Kollegen, die Rosemarie Fiedler-Winter eine Strecke ihres Weges begleiten durften, einen unersetzlichen Verlust. Den Verlust einer Frau, die durch ihren geschliffenen Intellekt, ihr hohes Bildungsniveau, ihr virtuos gehandhabtes journalistisches Handwerk – sei es auf den Wirtschaftseiten der großen Zeitungen oder in den elektronischen Medien, sei es im Feuilleton oder in ihren Büchern oder sei es in ihrer so gekonnt freien Rede – als imponierende Persönlichkeit jeden zu beeindrucken wusste. Konziliant im Ton, doch unnachgiebig in der Sache. Es war ihre geistige wie auch politische Haltung, die sie fest in der Mitte verankerte. Sie war eine von den Wirtschaftsbossen gefragte Journalistin, die nicht antichambrieren musste, sondern die „Worte zum Abschied für unser Mitglied Rosemarie Fiedler-Winter“ weiterlesen

Rocky begeistert Hamburgs Musical-Fans

Von Hans-Peter Kurr

Operettenhaus-Welturaufführung in Anwesenheit von Sylvester Stallone

Rocky in Hamburg

Das waren noch Zeiten, als europäische Kolonisatoren – eingepfercht in die hölzernen Bäuche von segelnden Seelenverkäufern – tapfer westwärts über den Atlantischen Ozean schipperten, den nur bogenbewaffneten Indianern  mit Feuerwaffen die Köpfe wegknallten, ihr Land in Besitz nahmen, Feuerwasser brannten aus Mais (Bis heute dortselbst als Bourbon-Whiskey bekannt), weil sie die geringen Mengen Weizen zum Brotbacken für ihre Familien benötigten… „Rocky begeistert Hamburgs Musical-Fans“ weiterlesen

STATIONÄR – DIGITAL – GRENZENLOS

Die schöne, neue Handelswelt


Der alljährlich im November stattfindende Handelskongress, veranstaltet vom HDE und vom Managementforum/Handelsblatt, führte  auch in diesem Jahr wieder rund 1200 Teilnehmer in Berlin zu einem intensiven Erfahrungsaustausch zusammen. In einem gelungenen Mix aus Fachvorträgen, Workshops und Celebrity Keynote Speakern wurde hinterfragt und beleuchtet, wie die Megatrends Multichannel und Digitalisierung die Handelslandschaft  verändern.
Neben Unternehmern und Top-Entscheidern aus dem Handel ist dieses Ereignis zugleich auch eine gern genutzte Plattform zum Diskurs für Politiker aller Parteien. Prominente Vertreter in diesem Jahr waren Ursula von der Leyen, Peer Steinbrück und Wolfgang Schäuble.

Mit 3 Millionen Beschäftigten in über 400000 Betrieben und einem Anteil von 60 % am Bruttoinlandsprodukt ist der Handel ein maßgeblicher Konjunkturfaktor. Die Branche befindet sich momentan im Umbruch. Neue Technologien sind die Treiber dieser Veränderungen. Nach jüngsten Prognosen wird der Onlinehandel, der bereits jetzt den Kataloghandel überrundet hat, im Jahre 2020 ca. 20 % aller Handelsumsätze auf sich vereinen. Für 2012 rechnet man mit knapp 29 Mrd. Umsatz im Onlinehandel, was einem Plus von 13 % entspricht. Mehr als 20 % aller stationären Anbieter tragen diesem Trend bereits Rechnung und haben zusätzlich zum stationären Geschäft einen Multichannelvertrieb eingeführt. „STATIONÄR – DIGITAL – GRENZENLOS“ weiterlesen

Edmund Stoiber als Prinzip

von Götz Egloff

 Christoph Marthaler gehört zu den Wenigen, die den Wahnsinn der Normalität durchschauen

Inszenierung Marthaler, Foto W.Mair

Je netter wir werden, desto tiefer wird der Abgrund. Mit dieser Erkenntnis macht sich Slavoj Žižek, slowenischer Psychoanalytiker und Kulturwissenschaftler, seit Jahren weltweit unbeliebt. Andererseits schaffte er es im Sommer d.J. mit seiner gewohnt sperrigen Perspektive dennoch – und ein bisschen deswegen –  in den US-amerikanischen Playboy. Dies gibt milde Hoffnung auf bessere Zeiten, die sich in Deutschland jedoch erst realisieren werden, wenn Žižek im deutschen Playboy spricht; also nie. „Edmund Stoiber als Prinzip“ weiterlesen

Ein Schrank nur für Geschenke

erschienen im Hamburger Abendblatt am 12.11.2012

Von Johanna R. Wöhlke

Schenken macht Freude…

Es gibt Menschen, denen machen Sätze wie: „In acht Wochen ist Weihnachten!“ überhaupt keine Sorge. Im Gegenteil, sie freuen sich darüber, schenken sich gemütlich die nächste Tasse Kaffee ein und hören entspannt dem Gespräch zu, das sich da gerade in Sachen Weihnachten entwickelt. Warum ist das so?

Hier sitzt nun also die Renate, von der ich spreche, und sie schmunzelt wirklich so auffordernd  vor sich hin, dass die Frage kommen muss: „Du machst Dir wohl überhaupt keine Gedanken über Weihnachten?“ Die Antwort ist einfach und klar: „Nein!“ Aber es kommt noch ein Nachsatz und der ist erwähnenswert. „Ein Schrank nur für Geschenke“ weiterlesen

Brötchenphilosophie oder Der Friedensnobelpreis für das Brötchen!

erschienen im Hamburger Abendblatt

Von Johanna R. Wöhlke

Kennen Sie die meistgestellte Frage der Welt? Gleich werden Sie sie kennengelernt haben. Sie lautet: Oben oder unten? Gestellt wird diese Frage nicht in politischen Zirkeln, in Gremien und Konferenzen. Nein, es ist der Frühstückstisch, an dem sie so oft zu vernehmen ist.

Jetzt ist es auch nicht mehr schwer, den weiteren Verlauf dieser kleinen Geschichte zu erraten, denn es handelt sich natürlich darum, von dem oder der Befragten zu erfahren, welches Teil des zweiten Brötchens – das nun noch geteilt werden soll – der gewünschte Teil ist, eben das „Ober“ oder das „Unter“. „Brötchenphilosophie oder Der Friedensnobelpreis für das Brötchen!“ weiterlesen

Deutschlands erste interdisziplinäre Rating-Agentur

Von Götz Egloff

MPSIF, Agentur für Kommunikation ist auf Kurs

Die im August d.J. gegründete MPSIF – Agentur für Kommunikation mit Sitz in Karlsruhe hat ihre Arbeit aufgenommen. Die Agentur, die aus einem festen Kernteam besteht und themenspezifisch freie externe Spezialisten hinzuziehen kann, nimmt Ratings vor, erstellt Gutachten und Kommentare zu den Bereichen Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft, wobei diese Bereiche nicht als getrennt, sondern als zueinander gehörig, ineinander verschränkt und auseinander hervorgehend betrachtet werden.

So ziehen bspw. wirtschaftliche Entscheidungen, die in diesem Verständnis als kultureller Vorgang definiert werden, gesellschaftlich-kulturelle, also intra- und interindividuelle Folgen nach sich; genauso wie intra- und interindividuelle, also gesellschaftlich-kulturelle, Determinanten wirtschaftliche Entscheidungen anstoßen, bahnen, nach sich ziehen. „Deutschlands erste interdisziplinäre Rating-Agentur“ weiterlesen

Moskau – eine Reise ins Land des digitalen Lächelns

Die Zwiebeltürme der Basilius Kathedrale am Roten Platz


Moskau, als das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Russlands mit seinen zahlreichen Kirchen, Theatern, Museen,   Galerien, sowie den optischen Höhepunkten Roter Platz, Kreml und Christ Erlöser Kirche, ist allemal eine Reise wert. Wenn dann ein Flug mit Lufthansa zum unglaublichen Preis von 143,80 € (Hin- und Rückflug!) dazukommt, zögert man nicht lange. Die erste Erfahrung, die man macht: Moskau besteht aus Staus! Gut 2 Stunden Flug, aber fast 2 ½ Stunden Taxifahrt vom Flughafen Vnukovo, einem der drei Flughäfen Moskaus, in die Innenstadt, sind bezeichnend. Aber eine U-bahn Strecke zum Flughafen existiert leider nicht, wobei die Moskauer Metro ansonsten gut, effizient und sehr preiswert ist: 28 Rubel (69 Cent) für die einfache Fahrt.  Die Fahrweise in Moskau ist kreativ, jede Lücke wird genutzt, größere Autos und solche mit Blaulicht haben immer Recht! Parkgebühren kennt man bislang noch nicht, es wird daher auch geparkt, wo Platz ist.
Meine Reise nach Moskau anlässlich eines Vortragstermins auf einer Messe über digitale Medien hatte neben dem Messebesuch auch das Ziel, die Stadt vom Gesichtspunkt eines Einzelhandelsfachmanns aus zu betrachten. Wie stellt sich diese Metropole im internationalen Vergleich als Einkaufsstadt dar, und besonders: inwieweit haben dort im Handel bereits moderne, digitale Kommunikationsmedien Einzug gehalten?
„Moskau – eine Reise ins Land des digitalen Lächelns“ weiterlesen

Musik(T)Räume – Ein Projekt auf Erfolgskurs

Von Johanna Renate Wöhlke

Unser Mitglied Hartmuth Seitz – engagiert für Kultur im Ehrenamt – weitere Schirmherrin nun Ursula von der Leyen

Bei der ersten Pressekonferenz mit Schirmherr, Veranstaltern und Künstern: ( von links) Wolfgang Haack, Massoud Godemann, Professor Hermann Rauhe, Emanuel Jahreis und Hartmuth Seitz

Vor wenigen Monaten startete er Dank der Unterstützung von Prof. Hermann Rauhe, des ehemaligen Präsidenten der Hamburger Hochschule für Musik und Theater und jetzt ihr Ehrenpräsident, in Niedersachsen das Hermann-Rauhe-Festival unter dem Titel „Musik(T)Räume“. Hermann Rauhe, in Wanna geboren und fast schon eine Kultfigur vor Ort, fungierte quasi als „Patenonkel“ und Mentor für dieses Projekt, Kultur in der Region und vor Ort zu etablieren.

Als Schirmherrn gewann Hartmuth Seitz mit seinem Team zusätzlich David McAllister, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen,„der sich uns durch mehrere vorangegangene Aktionen weiterhin verbunden fühlt und seine Schirmherrschaft für 2013 erneuerte“, so Hartmuth Seitz. „Musik(T)Räume – Ein Projekt auf Erfolgskurs“ weiterlesen

Das Spiel mit dem Feuer

Diese Glosse erschien am 30. Oktober 2012 im Hamburger Abendblatt

 Von Uta Buhr

Jetzt ist die Zeit der Laternenumzüge. Die Kinder freuen sich schon den ganzen Tag darauf, abends nicht nur länger aufbleiben, sondern  nach Einbruch der Dunkelheit noch auf der Straße sein zu dürfen. Wenn auch leider nur an der Hand ihrer Eltern oder Betreuer.

Der fünfjährige Sohn meiner Nachbarin zeigte schon eine Woche vor dem großen Ereignis seine Laterne herum, die von allen gebührend bewundert wurde. Der einzige Wermutstropfen: Er durfte die Kerze nicht selber anzünden, weil Streichhölzer nun einmal nicht in die Hände von Kindern gehören. „Das Spiel mit dem Feuer“ weiterlesen