Die Auswärtige Presse e.V.

Internationale Journalistenvereinigung Hamburg
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Erfolgreich mit »Kindermehl«

Oktober 19, 2014 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Geschichte, Gesellschaft, Redaktionelle Beiträge

Von Dr. Manuel Ruoff

Der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt sitzt in der französischsprachigen Schweiz, doch sein Gründer ist ein Deutscher. Der vor 200 Jahren, am 10. August 1814, in Frankfurt am Main geborene Heinrich Nestle war der Sohn eines Glasermeisters. Nach einer Apothekerlehre ging er auf Wanderschaft. Möglicherweise wegen seiner Kontakte zur liberalen Opposition verschlug es ihn nach Vevey (Vivis) in der französischsprachigen Schweiz, wo er sich ab 1839 Henri Nestlé nannte. Dort wurde er erst Mitarbeiter des Stadtapothekers M. Nicollier, eines Schülers des deutschen Chemikers Justus von Liebig. Eine eigene Apotheke zu gründen blieb ihm verwehrt, aber mit Hilfe seines Arbeitgebers und der deutschen Verwandtschaft machte er den Schritt in die Selbstständigkeit. Lesen Sie den kompletten Beitrag →

Ich will hier ja nicht alleine leben

Oktober 16, 2014 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Deutschland, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge

Von Maren Schönfeld

Hildegard Kempowski Foto: Maren Schönfeld

Hildegard Kempowski
Foto: Maren Schönfeld

Auf dem antiken Konsolentisch steht ein Bild von Walter Kempowski mit einer Teetasse in der Hand. Neben dem Bild eine Kerze, die Hildegard Kempowski immer dann anzündet, wenn sie im Teepavillon sitzt, vor sich den Buchständer auf dem runden Tisch und mit einem Buch wie das von Lutz Hagestedt, in dem sich Texte wie „Die lakonischen Gedichte Kempowskis und die Lyriktheorie Benns“ finden. Dass sie nur noch lesen möchte, sagt sie manchmal. Und in den Garten schauen: Der Ausblick in die großen Büsche, das Vogelhaus vor dem Fenster. Die große Freude, die Vögel zu beobachten, aber dazu ist nicht viel Zeit im Haus Kreienhoop, in dem sich Literaturinteressierte und Schreibende begegnen können. Walter Kempowski hat es selbst geplant und sich „darüber genauso viele Gedanken gemacht wie über jeden meiner Romane“. Draußen am Zaun im Schaukasten wird zum spontanen Klingeln eingeladen. Lesen Sie den kompletten Beitrag →

Der Arbeiterführer starb wie ein Aristokrat

Oktober 12, 2014 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Geschichte, Gesellschaft, Kunst und Kultur

Von Dr. Manuel Ruoff

Foto: Maren Schönfeld

Foto: Maren Schönfeld

Vor 150 Jahren erlag Ferdinand Lassalle den Folgen eines Duelles mit dem Verlobten seiner Ex-Geliebten Helene von Dönniges

Schon fast grotesk, um nicht zu sagen komisch, ist der Anachronismus, dass Ferdinand Lassalle, der als Sozialist eine nachbürgerliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung wollte, einem vorbürgerlichen Ritual zum Opfer fiel und dass das Ende des begnadeten Führers des erst aus der modernen Industrialisierung hervorgegangenen Vierten Standes an eine antike Tragödie erinnert. Beide Hauptprotagonisten der Liebestragödie haben ihr Fehlen später eingesehen und bereut – aber da war es zu spät, um die Katastrophe zu verhindern.

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“Hannelore-Greve-Literaturpreis 2014″ für die Trägerin des Literaturnobelpreises Herta Müller

Oktober 08, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: Gastartikel, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Literarisches, Politik, Redaktionelle Beiträge

Von Johanna Renate Wöhlke

von links) Herta Müller, Gino Leineweber-Vorsitzender der Hamburger Autorenvereinigung e. V. ; Hannelore Greve; Erster Bürgermeister Olaf Scholz

(von links) Herta Müller; Gino Leineweber,Vorsitzender der Hamburger Autorenvereinigung e. V. ; Hannelore Greve; Erster Bürgermeister Olaf Scholz

Wir freuen uns, an dieser Stelle die unten folgende Rede des Vorsitzenden der Hamburger Autorenvereinigung, Gino Leineweber, veröffentlichen zu können. Er hielt sie anlässlich der Verleihung des “Hannelore-Greve-Literaturpreises 2014″ am 7. Oktober 2014 im Festsaal des Hamburger Rathauses.

Alle 250 Gäste, die sich an diesem Abend im Rathaus auf den Weg in den Festsaal machten, tauchten ein in ein Wechselbad aus Freude und Trauer, denn im Rathausfoyer machte das feierlich ausgestellte Kondolenzbuch der Stadt für den Schriftsteller Siegfried Lenz deutlich: Der Hamburger Ehrenbürger und auch Mitglied der Hamburger Autorenvereinigung war am selben Tage in Hamburg verstorben. Lesen Sie den kompletten Beitrag →

Das „goldene Prag“ hat viele Gesichter

Oktober 07, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: Ausland, Freizeit und Hobby, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Reisen

Erschienen in der PAZ vom 27.09.14

Von Angelika Fischer

Jubelruf im September 1989: 4.000 Deutsche feierten ihre Freiheit – Ein Besuch 25 Jahre danach

Postkartenblick zur „blauen Stunde“ vom Altstädter Brückenturm auf Karlsbrücke und Burg

Postkartenblick zur „blauen Stunde“ vom Altstädter Brückenturm auf Karlsbrücke und Burg

Am 30. September 1989 wurde in Prag Geschichte geschrieben: Kaum fiel am späten Abend aus dem Mund des damaligen Außenministers Hans-Dietrich Genscher auf dem Balkon der deutschen Botschaft das Wort „Ausreise“, übertönte ein Freudenschrei aus tausenden Kehlen den Rest seines Satzes. Dieser Jubelrufruf über die soeben erlangte Freiheit berührte damals die ganze Welt.
Für die Schönheit der Stadt Prag hatten die Bürger der ehemaligen DDR, die vor 25 Jahren im Spätsommer 1989 auf dem Gelände der deutschen Botschaft Zuflucht suchten, damals wohl kaum einen Sinn. Mitte August kampierten rund 120 Flüchtlinge im Lesen Sie den kompletten Beitrag →

In guter Erinnerung: Fußballsiege in Brasilien

Oktober 07, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: DAP intern, Ehrungen, Freizeit und Hobby, Lifestyle, Mitglieder in der Presse, Redaktionelle Beiträge

Von Johanna R. Wöhlke

Hans-Dieter und Monika Landsky bei einer Feier der "Die Auswärtige Presse e.V." in Hamburg

Hans-Dieter und Monika Landsky bei einer Feier der “Die Auswärtige Presse e.V.” in Hamburg

Für Hans-Dieter Landsky war dieser Fußballsommer ein Sommer mit mehr als dem Gefühl, dass die deutsche Mannschaft in Brasilien den Weltmeistertitel gewonnen hat. Die Erinnerungen trugen ihn zurück in das Jahr 1957. Da hat der 77 Jahre alte Hamburger aus Hamburg Winterhude nämlich „seine“ Fußballmeisterschaft in Brasilien gewonnen – jung und voller Schwung, gewann er mit der Mannschaft von Lagoa, einem Stadtviertel von Rio, die brasilianische Strandfußballmeisterschaft. Dass dies ein Lebensereignis und unvergesslich ist, versteht sich von selbst. Es mag zwar 50 Jahre her sein, aber die Erinnerung an diese Zeiten in Brasilien haben sein Leben geprägt und begleiten ihn seither. Nach acht Jahren verließ Landsky Brasilien wieder und kam zurück nach Lesen Sie den kompletten Beitrag →

Pen Port Hamburg im Museum der Arbeit

Oktober 03, 2014 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Lifestyle, Redaktionelle Beiträge, Veranstaltungen

Pen Port Hamburg

Foto: Maren Schönfeld

Von Maren Schönfeld

Draußen auf dem Gelände findet jedes Jahr der große Flohmarkt statt, der bekannt ist – aber drinnen ist das eigentlich Spektakuläre: Die Füllhalterbörse. Um halb neun morgens komme ich an, da sind die eingefleischten Schreibgerätesammler bereits auf Tour. Kaum sind Kisten ausgepackt, Stifterollen entrollt, beugen sich auch schon fachkundige Menschen, ausgerüstet mit Lupen, darüber und taxieren in Windeseile die aufgereihten Schätze. Ich winke Tom heran und bitte ihn um Bewertung dreier Füllhalter, die aus dem Nachlass meiner Schwiegereltern stammen. Tom hat in Sekunden die Details erfasst, die er im Dieter-Thomas-Heck-Tempo verlauten lässt (dies ist ein seltenes Exemplar, der hier hat eine Stahlfeder und ist im schlechten Zustand, unddieser da, naja -), mir drei Zahlen genannt und fröhlich gewunken, Lesen Sie den kompletten Beitrag →

Hamburg – du ewig lebendige Stadt

September 26, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: Deutschland, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Lifestyle, Redaktionelle Beiträge, Reisen

Von Dr. Ferenc Horvath

Fregatte Hessen

Fregatte Hessen

Es gibt grundsätzlich kein Wochenende, an dem in Hamburg irgendetwas nicht passiert. Ob eine Messe, ob ein Festival, ein Triathlon oder Marathon, Fußball, ein Vergnügen oder Parade, die Organisatoren sorgen stets für das Wohlergehen der Bewohner und der Besucher der „schönsten Stadt der Welt“. Diese haben selbstverständlich zusätzlich ein stetig vielfältiges kulturelles „Standard“ Angebot. Es ist deshalb manchmal gar nicht so einfach das richtige Programm für das Wochenende zusammenzustellen.

Besonders beim guten Wetter lohnt es sich aber nicht zu Hause zu bleiben! Wir fahren ganz einfach los. Lesen Sie den kompletten Beitrag →

John Gabriel Borkmann Spielzeit-Eröffnung 2014/15 im deutschen Schauspielhaus

September 24, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Theaterrezensionen

Von Hans-Peter Kurr

Wieder einmal: Karin Henkel, die ,in mancherlei Hinsicht, Bewundernswerte! Wie sie Schauspieler zu verwandeln vermag, wie sie Stücke, deren Grundcharakter ein durchaus realistischer ist, in tiefenpsychologische Studien umformt, wie sie (mithilfe ihrer Szenenbildner) einen vom Autor konkret vorgeschriebenen Set optisch überhöht, das alles macht sie zu einer Szenenzaubererin, wie sie anlässlich der Premiere des über einhundert Jahre alten Ibsen-Dramas „John Gabriel Borkmann“ bei dessen Premiere im Deutschen Schauspielhaus wieder einmal dokumentieren konnte. Lesen Sie den kompletten Beitrag →

Katharsis – Was sich Künstler und Intellektuelle vom 1. Weltkrieg erhofften

September 24, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: Kunst und Kultur, Literarisches, Politik, Redaktionelle Beiträge, Soziales

Ein Essay von  Joachim Frank

Bitte lesen Sie den vollständigen Beitrag mit Anmerkungen unter: Katharsis 2

Vor etwas mehr als hundert Jahren begann der I. Weltkrieg, dessen Entstehung viel weniger im Bewusstsein verankert ist als seine fünfundzwanzig Jahre später folgende, noch brutalere, radikalere und menschenverachtendere Steigerung.
Sind die Ursachen des II. Weltkriegs in zahlreichen Publikationen und Dokumentationen für meine Begriffe hinlänglich sichtbar gemacht worden, so verstehe ich bis heute nicht so recht, wieso das Attentat auf den Thronfolger der österreichisch-ungarischen Monarchie einen Weltkrieg auslösen konnte, und schon Stefan Zweig schrieb: „Wenn man … sich fragt, warum Europa 1914 in den Krieg ging, findet man keinen einzigen Grund vernünftiger Art und nicht einmal einen Anlaß.“ Im am 28. Juni 1919 in Paris unterzeichneten Versailler Vertrag wurde jedenfalls die alleinige Kriegsschuld Deutschlands festgeschrieben. Vielleicht zu Recht, obwohl mir meine umfängliche Lektüre zu diesem Thema ein sehr viel differenzierteres Bild vermittelt hat: Es gab jede Menge internationaler Verflechtungen, Bündnisse, Gegen-Bündnisse, nationale und globale Interessen, die aufeinanderprallten und die vor allem eines gemeinsam hatten: den Willen, ganz eigene, nationale, egoistische Interessen gegenüber anderen durchzusetzen. Deutschland war nicht der Böse unter den Guten, sondern einer der – heute würde man sagen – „Global Player“ der Weltpolitik, allerdings ein Emporkömmling unter den etablierten Großmächten Großbritannien, Frankreich, Russland und Österreich-Ungarn , der, wirtschaftlich und militärisch immer stärker geworden, nun nach einer entsprechenden politischen (Welt-) Geltung strebte. Lesen Sie den kompletten Beitrag →