Die Auswärtige Presse e.V.

Internationale Journalistenvereinigung Hamburg
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„Sprechwerk“ Hamburg offeriert zwei ungewöhnliche Neu-Inszenierungen

September 03, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Theaterrezensionen

Eine Subsummierung von Hans-Peter Kurr

Auf dem Weg in die Zukunft
Theater „Sprechwerk“ offeriert zwei ungewöhnliche Neu-Inszenierungen unter dem Gesamttitel „Wortgefechte“

Wortgefechte-Reihe im Sprechwerk Hamburg; Antarktis Urauffuehrung von Christina Kettering. Mit: Stephan Arweiler, Kristina Bremer, Ines Nieri, Tom Pidde. Regie: Friederike Barthel. Premiere , Foto Stefan Malzkorn

Nicht nur wohlwollende, sondern zumeist begeisterte Zuschauer konnte Hamburgs größtes Off-Theater mit dem Titulum „Sprechwerk“ seit Beginn seiner Geschichte im Jahr 2004 aufweisen. Damals entdeckte der Regisseur und Dramaturg Andreas Lübbers eine ehemalige Speditionshalle in Borgfeld, die zwischenzeitlich als Ausbildungsstätte für Bühnentechniker gedient hatte, als möglichen Spielort für in erster Linie aktuelle Neu-Produktionen zahlreicher in Hamburg arbeitender Freier Gruppen, die an der Klaus-Groth-Straße eine erste Heimat fanden.

Noch im selben Jahr stieß die Schauspielerin, Regisseurin und Kulturmanagerin Konstanze Ullmer, Tochter eines renommierten Hamburger Schauspielers, dazu, die heute – als Lübbers‘ Nachfolgerin – Intendantin des Sprechwerks ist. Als Höhepunkt der künstlerischen Arbeit dieses Duos galt bisher die zum Jubiläumsjahr 2014 von den zwei Fleißigen verfasste und von Ullmer – mit einer handvoll prächtiger Hamburger Schauspieler aus der Freien Szene – inszenierte Bühnenfassung von George Orwells Roman „1984“.

Unbestreitbar: Ebenso kühn wie erfolgreich als Eigeninszenierung des Hauses, die von der Kulturbehörde mit einer – gemessen an den Subventionsgeldern der Privat- oder gar der Staatstheater – minimalen Summe gefördert worden war. Und dieser ungewöhnliche Erfolg zog für Lesen Sie den kompletten Beitrag →

Die letzten Kröten einsammeln – die Agonie der Printmedien

August 26, 2015 Von: Tekook Kategorie: Gesellschaft

Von Dr. Wolf Tekook

Die Bedeutung der Tagespresse mit ihren Ordnungsfunktionen im Dschungel der einströmenden Informationen geht seit Jahren zurück, die Verlage kämpfen um das Überleben. Ein  beispielhafter Fall bei der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post zeigt, dass eine zu starke Konzentration auf die wirtschaftlichen Belange geeignet ist, auch die wenigen verbliebenen Abonnenten dauerhaft zu vergraulen.

Seit Jahren gehen die Auflagen der gedruckten Tagespresse stetig zurück; die nachwachsende Generation „googelt“ – im besseren Falle. In der Regel wird nur das perzipiert, was die sozialen Netzwerke – online oder im Direktkontakt – hergeben. Die zufällige Auswahl der konsumierten Informationen lassen die Systematik klassischer Informationsmedien vermissen. Ein willkürliches Sammelsurium von oft unüberprüfbaren Nachrichten ersetzt die sortierte und kontinuierliche Lektüre einer Tageszeitung – mit unabsehbaren Folgen für das subjektive Weltverständnis des Einzelnen. Lesen Sie den kompletten Beitrag →

Spiegeleier für Helgoland

August 10, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Ausstellungen, Freizeit und Hobby, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Reisen, Schiffsreisen

Von Michael Buschow
Hochseegängige Kunst-Ausstellung der Künstlergruppe „Norderelbe trifft Süderelbe“ auf der Cap-San-Diego

Die Cap San Diego vor Anker in Cuxhaven

Die Cap San Diego vor Anker in Cuxhaven

„Kiek mol, wat schall dat sien“ murmelt ein alter Seebär mit blauer Schippermütze ungläubig in seinen – natürlich – grauen Bart, „ Kunst op´m Damper“? Wie so viele Schaulustige hat er sich auf der Cuxhavener Überseebrücke eingefunden, um den „Weißen Schwan des Südatlantiks“, das Museumsschiff Cap-San-Diego zu betrachten, das eben festgemacht hat. An Deck hängt ein riesiges Plakat, das zur Besichtigung der Kunstausstellung „Mitten im Strom“ der Hamburger Künstlergruppe „Norderelbe trifft Süderelbe“ einlädt. Lesen Sie den kompletten Beitrag →

Schweigen und schwitzen…

August 08, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Hamburg im Fokus, Redaktionelle Beiträge

Eine Glosse aus Hamburg

von Johanna Renate Wöhlke

Es ist gerade Schienenersatzverkehr  mit Bussen zwischen Wilhelmsburg und Berliner Tor – und es ist heiß zwischen Wilhelmsburg und Berliner Tor. Die Leute reden nicht. Sie sitzen und schwitzen und freuen sich, endlich wieder im Freien zu sein. Aber da wird es ja auch nicht wesentlich kühler werden. Also – Augen auf und raus aus dem Bus und in die wartende S-Bahn. Auch da sitzen die Leute und schwitzen und schweigen. Lesen Sie den kompletten Beitrag →

Nach Canossa gehen wir nicht. Zum 900. Todestag der Mathilde von Canossa

Juli 27, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Geschichte, Kunst und Kultur, Politik, Redaktionelle Beiträge, Reisen

Dieser Artikel erschien am 19. Juli 2015 auf der Geschichtsseite der PAZ
Von Uta Buhr

Die Burgruine von Canossa

Die Burgruine von Canossa

Große Ereignisse werfen ihr Schatten voraus. Das idyllische Städtchen Ciano d’Enza in der Emilia Romagna bereitet sich seit Monaten auf ein Fest vor, an dem sich ein Großteil seiner viertausend Einwohner aktiv beteiligt. Da werden mittelalterliche Kostüme für die ganze Familie geschneidert und Ritterspiele hoch zu Ross geprobt. „All dies findet zu Ehren unserer Ahnherrin Mathilde von Canossa statt“, erklärt Giovanni, einer der Organisatoren. „Am 24. Juli im Jahre des Heils 1115 verstarb eine der berühmtesten Frauengestalten des Mittelalters mit 69 Jahren.“ Lesen Sie den kompletten Beitrag →

Dem Volk aufs Maul schauen

Juli 21, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Geschichte, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Reisen

Dieser Artikel erschien am 19. Juli 2015 in SaS (Schleswig-Holstein am Sonntag)

Von Uta Buhr

Auf den Spuren des Reformators in Sachsen

Junker Jörg und Freund Michael von Straßen

Junker Jörg und Freund Michael von Straßen

Das Lutherjahr 2017 wirft bereits jetzt seine Schatten voraus. Bevor die Spurensuche in Dresden beginnt, räumt ein Historiker schon einmal mit einem lieb gewonnenen Mythos auf. „Luther schlug mitnichten seine 95 Thesen mit dem Hammer ans Tor der Schlosskirche zu Wittenberg.“ Schade. Dieser brachiale Akt hätte nur zu gut zum unbeugsamen Charakter des Reformators gepasst.

„Willkommen in Döbeln!“ Vor dem imposanten Rathaus der Stadt an der Mulde empfängt uns das Ehepaar Luther nebst Beichtvater. Während Luthers bessere Hälfte Katharina im zivilen Leben Standesbeamtin ist, übt Johann von Staupitz einen technischen Beruf aus. Der Bariton Luthers jedoch gehört einem Lesen Sie den kompletten Beitrag →

„Im Tal des Todes“ siegt und predigt der Indianerhäuptling Winnetou

Juli 18, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Freizeit und Hobby, Geschichte, Gesellschaft, Humor, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Theaterrezensionen

Von Johanna Renate Wöhlke

in kürzerer Form erschienen in „Evangelische Zeitung“, Nr.29 vom 19. Juli 2015, S. 17 unter der Überschrift “ Winnetous Geheimnis. Bei den Karl-May-Spielen am Kalkberg predigt der Indianerhäuptling vor vollen Rängen“

Die Premiere ist zu Ende

Die Premiere ist zu Ende

Es wird gepredigt, und alle gehen hin, aber keiner merkt, dass gepredigt wird? Das trifft auf ein Ereignis zu, das in diesen Tagen schon im 64. Jahr seine Verehrer in seinen Bann zieht: Karl May, seine Geschichten und die Karl May Spiele in Bad Segeberg. Noch bis zum 6. September heißt das Stück „ Im Tal des Todes“. In der Saison 2014 haben so viele wie nie zuvor die Karl May Spiele besucht: Es waren 329.393 Besucher! Die Hoffnungen in diesem Jahr bleiben nicht dahinter zurück. Lesen Sie den kompletten Beitrag →

Deserteurdenkmal in Hamburg wird gebaut

Juli 10, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Geschichte, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Politik, Redaktionelle Beiträge, Soziales

Von Johanna Renate Wöhlke

Volker Lang

Volker Lang

Nur wenige Schritte entfernt vom Eingang in Hamburgs paradiesische Gärten von „Planten und Blomen“ und dem von ihnen ausgehenden Zauber des Schönen und des Genießens in Frieden ist heute in Hamburg eine historische Entwicklung von Tod und Qual, Folter und Martyrium der NS-Militärjustiz mit einem Symbol der Hoffnung und des Nichtvergessens zu einem guten Ende geführt worden: dem Baubeginn für das Denkmal zum „Gedenkort für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz“ des Hamburger Künstlers Volker Lang. Lesen Sie den kompletten Beitrag →

Privattheatertage in Hamburg 2015

Juli 06, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Theaterrezensionen

Von Hans-Peter Kurr ( Co-Autoren : Peter Offergeld, Simone Schmidt)

Schneiders Theaterfest 2015
Zusammenfassung aller Veranstaltungen der bundesweiten PRIVATTHEATERTAGE in Hamburg

Halb-Pantomime vom Feinsten, dargeboten von der Familie Flöz

Halb-Pantomime vom Feinsten, dargeboten von der Familie Flöz

Die vierten bundesweiten Privattheatertage endeten mit der Verleihung der Monica Bleibtreu Preise. Die vier sehenswertesten Privattheater-Produktionen Deutschlands kommen in diesem Jahr aus Stuttgart, Berlin und Bremen. Wobei gleich zwei der beliebten Preise in diesem Jahr in die Hauptstadt Baden Württembergs gehen. ( Von den ingesamt 280 Privattheatern in der Bundesrepublik Deutschland lagen immerhin 88 Bewerbungen vor ! ) Lesen Sie den kompletten Beitrag →

Die große Größe oder Wie das Internet lernt

Juli 04, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Redaktionelle Beiträge

Eine Glosse von Johanna Renate Wöhlke
Das wollte ich schon immer sein: eine große Größe. Bloß nichts Kleines, nichts Unscheinbares – am Ende noch Übersehbares? Nein! Niemals! Also die große Größe!

Nun ist es mit der großen Größe aber so eine Sache. Wann fängt sie an? Wann hört sie auf? Was empfindet wer als große Größe? Gibt es am Ende auch noch eine kleine große Größe oder eine große kleine Größe? Wie ist es dann mit dem Verhältnis beider zueinander? Lesen Sie den kompletten Beitrag →