Ein neues Kapitel der Familienhotellerie Cavallino Bianco kommt ans Meer

Mit dem Cavallino Bianco Caorle – Venezia entsteht ein Projekt, das unternehmerische Vision mit zukunftsorientierter Tourismusentwicklung verbindet – mit 101 luxuriösen Suiten und rund 180 neuen Arbeitsplätzen.

Zwischen Pinienhain und Meer beginnt in Caorle ein neues Kapitel italienischer Gastfreundschaft. Nach dem internationalen Erfolg in St. Ulrich erhält das renommierte Cavallino Bianco Family Spa Grand Hotel – vielfach ausgezeichnet als eines der besten Luxus-Familienhotels weltweit – stilvollen Zuwachs an der venezianischen Küste. In bislang einzigartiger Form vereint das neue Haus exklusive Familienferien mit regional verwurzeltem Qualitätsanspruch und schafft dabei nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern auch starke Impulse für die touristische Entwicklung der Region – mit Weitblick, Wertschätzung und unverwechselbarem Stil.

Die Bauarbeiten für das Cavallino Bianco Caorle – Venezia schreiten zügig voran. Die Eröffnung ist für Mai 2026 geplant. Ziel des Luxury Family Beach Resort ist es, das preisgekrönte Konzept aus Gröden auch ans Meer zu bringen: herausragende Gastlichkeit für Familien, ein Design, das bis ins Detail durchdacht ist, maßgeschneiderte Services und eine Philosophie, die das ganzheitliche Wohlbefinden aller Familienmitglieder in den Mittelpunkt stellt – vom ersten Moment an.

In privilegierter Lage – direkt am feinsandigen Strand von Caorle – entsteht ein Resort, das neue Maßstäbe im Familienurlaub setzt.

Das künftige Cavallino Bianco wird 101 großzügige Suiten zwischen 48 und 118 m² bieten – lichtdurchflutet, stilvoll designt und perfekt auf die Bedürfnisse moderner Familien abgestimmt. Jede Suite wurde mit dem Ziel entworfen, Familien maximalen Komfort, Privatsphäre und Bewegungsfreiheit zu schenken – ohne Kompromisse. Getrennte Schlafbereiche, zwei Bäder (eines davon kindgerecht), eine Pantryküche und eine private Terrasse mit Blick auf die Adria sind Standard. Komfort trifft Rückzugsort – mit Design und Atmosphäre.

Der Spa- und Wellnessbereich bietet nicht nur hochwertige Ausstattung, sondern auch angenehme Atmosphäre: beheizte Pools, verschiedene Themen-Saunen, eine Beauty-Farm mit individuell abgestimmten Behandlungen sowie ein Infinity Sky Pool auf der Dachterrasse mit weitem Blick über das Meer laden dazu ein, sich selbst wieder näherzukommen – in Momenten der Achtsamkeit und Regeneration.

Ergänzt wird das Angebot durch eine erlesene Restaurantwelt sowie eine fantasievoll gestaltete Kinderspiellandschaft mit viel Raum zum Entdecken, Spielen und Toben.

Im Mittelpunkt steht dabei stets ein Ziel: Familien höchsten Komfort, unbeschwerte Lebensfreude und bleibende Urlaubserinnerungen zu schenken – in einer Umgebung, die ebenso entspannt wie außergewöhnlich ist. Getragen wird das gesamte Projekt von der Vision und Leidenschaft von Ralph A. Riffeser, CEO des Cavallino Bianco in St. Ulrich. Sein Anspruch: Auch am Meer einen Ort zu schaffen, an dem Familienzeit als echter Luxus erlebbar wird. „Das Cavallino Bianco Caorle – Venezia ist weit mehr als ein Hotel – es ist ein Ort echter Verbindung zwischen Eltern und Kindern. Gemeinsame Zeit – ob als Elternpaar, als Familie oder unter Kindern – ist der wahre Luxus unserer Zeit. Mit diesem Projekt möchten wir Familien einen Rückzugsort schenken, an dem sie Harmonie und echte Emotionen wiederentdecken“, so Ralph A. Riffeser.

Die Architektur des Luxury Family Beach Resorts ist inspiriert von der zeitlosen Eleganz venezianischer Paläste und fügt sich harmonisch in die natürliche Umgebung ein. Besonders eindrucksvoll ist die private Strandlandschaft: Eine 50.000 m² große Fläche mit Cabanas, King-Size-Liegen, Kühlschränken und Spielzonen – exklusiv für Hotelgäste. Ein Stück Freiheit unter der Sonne Italiens, in dem Familien ihren eigenen Rhythmus leben dürfen.

Schon jetzt gilt das Projekt als Meilenstein für die touristische Entwicklung der Region – mit dem Anspruch, neue Maßstäbe für Qualität und Familienfreundlichkeit entlang der gesamten Adriaküste zu setzen. Service auf höchstem Niveau, architektonische Sensibilität und ein tief verankerter Bezug zur Küste verschmelzen zu einem Resort-Erlebnis, das inspiriert – und bleibt. Das Cavallino Bianco Caorle – Venezia empfängt seine Gäste bis zu zehn Monate im Jahr – eine außergewöhnliche Gelegenheit für Familien, ihren Urlaub am Meer auch außerhalb der klassischen Sommermonate zu genießen.

Cavallino Bianco Caorle – Venezia
https://caorle.cavallino-bianco.com/

Familie und Kindheit in Zeiten von Wandel und Strukturverlust

Buchcover

Familien- und Erziehungsforschung sind in den letzten Jahrzehnten zu  breit angelegten Disziplinen geworden, in denen psychologische, soziologische und anthropologische Forschungsstränge zusammenlaufen. Ebenso sind Theorie und Praxis eng miteinander verbunden, was für die Wissenschaften nicht selbstverständlich ist. Das 20. Jahrhundert, das Ellen Key als das „Jahrhundert des Kindes” bezeichnete, brachte nicht nur einige Neuerungen, sondern wichtige Arbeiten zu diesem Gebiet hervor, darunter  W. Goodsells  „A History of the Family as a Social and Educational Institution“ (New York, 1915) und H. Schelskys „Wandlungen der deutschen Familie in der Gegenwart“ (Stuttgart, 1967). Geradezu revolutionäre Ansätze gingen aus der Mentalitätsgeschichte nach Philippe Ariès und Lloyd deMause hervor, die in ihren unterschiedlichen Standortbestimmungen heute noch reichlich Stoff für Auseinandersetzung bieten. Der sogenannte psychogenetische Ansatz der Eltern-Kind-Beziehungen von deMause zog erhebliche Perspektivenwechsel nach sich, und mit der 1974 gegründeten Zeitschrift „History of Childhood Quarterly“ begann  eine neue Epoche der Familien- und Erziehungsforschung. Der vorliegende Band schließt insofern an diese an, als dass er sich als bio-psycho-soziale Fundierung versteht.

Das erste Kapitel stellt das Projekt Cross-National Collaboration in the Study of Parenting and Child Adjustment vor, eine neun Länder umfassende Langzeitstudie zu Elternschaft und kindlicher Entwicklung unter der Leitung von Ann T. Skinner, Duke University, USA, die zahlreiche internationale Wissenschaftler begleiten. Die Zusammenhänge von Elternschaft und Kindesentwicklung in internationalem Vergleich tragen erheblich zum Verständnis des menschlichen Sozialisationsprozesses bei.

Das zweite Kapitel, Parenting in Psycho-Social Medicine: Analyzing the Basics, Applications, and Challenges, behandelt  Elternschaft und frühkindliche Sozialisation aus Sicht der psycho-sozialen Medizin, in deren Rahmen in Deutschland Interventionsprogramme entwickelt wurden, die auf Forschungsergebnisse in erster Linie aus Psychoanalyse und Säuglingsforschung zurückgehen. Diese Ansätze reichen von bindungs- und beziehungsorientierten Elternkursen über erziehungspraktische Seminare bis hin zu entwicklungspädiatrischer Intervention und zu vorgeburtlicher Selbsterfahrung für Mütter. Jenseits individueller Förderung stellt sich gleichzeitig die Frage, ob gerade in hochindustrialisierten Ländern eine stärkere Betonung kollektiver Maßnahmen nötig ist, um die schwierige gesellschaftliche Entwicklung insbesondere der letzten zwei Jahrzehnte aufzufangen.

Im dritten Kapitel, Child-Rearing Attitudes and Practices in China, erörtern Vivien Yiu, Jinsol Lee, Jung Hwa Choi und Xinyin Chen von der University of Pennsylvania, USA, die Rolle der chinesischen Kultur in Bezug auf die Prägung elterlicher Einstellungen; sie untersuchen hierbei spezifische Erziehungsziele und -praktiken wie z.B. die Ausrichtung auf Autonomie, auf akademische Ausbildung, oder auf emotionale Bildung, und deren Zusammenhänge mit der Kindesentwicklung. Da kulturelle Normen und Wertvorstellungen elterliche Erziehungsziele und -praktiken  beeinflussen, prägen sie auch die psychische Entwicklung des Kindes. Hinzu kommt, dass auch in China westliche Einflüsse sozialen Wandel ausgelöst haben, der in unterschiedlichen Subgruppen unterschiedliche Ausprägung gefunden hat.

Andreas Schick, langjähriger Präventionsforscher und Gründer des Heidelberger Präventionszentrum (HPZ), stellt im vierten Kapitel die internationalen Evaluationsergebnisse eines der am intensivsten beforschten und am häufigsten genutzten Gewaltpräventionsprogramme vor. Second Step Violence Prevention and its European Versions behandelt ´Second Step´, dessen deutsche Version ´Faustlos´ seit Jahren erfolgreich im deutschsprachigen Raum eingesetzt wird. Die Förderung pro-sozialen Verhaltens wird dabei bereits im Kindergarten systematisch ermöglicht. Ein Überblick über das bio-psycho-soziale Modell der klinischen Psychologie erweitert den Blick auf die Faktoren destruktiv- aggressiven Verhaltens. Dabei wird deutlich, wie die ganze Bandbreite von Entwicklungs- und auslösenden Faktoren zu Sozialisation beiträgt und Präventionsprogramme die Entwicklung von Gewalt eindämmen können.

Die japanischen Forscher Rie Wakimizu und Hiroshi Fujioka beleuchten im fünften Kapitel, Characteristics of Child-Rearing in Japanese Families and Findings of the Positive Parenting Program (Triple P) in Japan, den gesellschaftlichen Wandel in Japan, der sich in sinkenden Geburtenraten und immer kleiner werdenden Familien niedergeschlagen hat. So steigt bspw. die Gefahr von Kindesmissbrauch entlang des Trends zur Kernfamilie ebenso wie die Zahl diagnostizierter Depressionen. Die Verfasser der Faculty of Medicine at University of Tsukuba und der Ibaraki Prefectural University of Health Sciences, Japan, halten eine bevölkerungsorientierte Interventionspolitik, die auf gefährdete Eltern und Familien ausgerichtet ist, für dringend erforderlich und weisen auch auf die Möglichkeiten des Positive Parenting Program (Triple P) hin, einem auch in Deutschland verbreiteten Elternprogramm.

Kapitel 6 beleuchtet gesellschaftlichen Wandel aus einer etwas anderen Perspektive. Esin Kumlu zeichnet in Falling from Grace: Analyzing the Landscape of Depression in „Prozac Nation“ and „The Last Yankee“ den Prozess postmoderner Fragmentierung bei Elizabeth Wurtzel und Arthur Miller nach. Wurtzel hat mit „Prozac Nation” eine Mischung aus Autobiographie und Soziogramm vorgelegt, die thematische Anknüpfungspunkte zu Arthur Millers Drama „The Last Yankee“ aufweist. Diese liegen in der historischen Bestandsaufnahme von Gesellschaft, Geschlecht und Rolle – und damit insbesondere der Themen von Mutterschaft und Familie. Die an der Dokuz Eylül Universität in Izmir, Türkei, lehrende Verfasserin greift Depression als Schlüsselbegriff auf, der den psychologischen Grundzustand  im ausgehenden 20. Jahrhundert definiert. Depression und Wahnsinn können zumal nicht nur als Resultat gesellschaftlicher Entwicklung verstanden werden, sondern als kulturelle Konstruktion des Abseitigen, das jedoch integraler Bestandteil der postmodernen Gesellschaft ist.

Im zweihundertsten Geburtsjahr von Henry David Thoreau ist die amerikanische Idee, die eigenen Potenziale zu nutzen, aktueller denn je. Dass dies mit Problemen einhergeht, ist angesichts enormer globaler Herausforderungen gewiss deutlich. Weniger deutlich dürfte sein, dass Potenziale in unterschiedlichen Lebensbereichen liegen können. In Kapitel 7 wird daher Emancipation as an Educational Issue in the Early Republic untersucht, und zwar anhand weiblicher Autorenperspektiven über Erziehungsziele und Sozialisationsvorstellungen. Obwohl weit entfernt von postmodernen Verhältnissen heutiger Zeit, zeigten sich die gesellschaftlichen Umbrüche in den Vereinigten Staaten des 19. Jahrhunderts kaum minder dramatisch. Dass emanzipatorische Ansätze zu jener Zeit eine erhebliche Rolle spielten, lässt sich den Schriften der Frühen Republik entnehmen. Dabei kam Frauen eine entscheidende Rolle zu; dies sowohl in der Verschriftlichung publikumswirksamer Themen als auch in der Neugestaltung ihres gesellschaftlichen Standpunktes.

In Kapitel 8 untersucht Johanna Schacht, Internationale Studiengemeinschaft für Prä- und Perinatale Psychologie und Medizin, den Beitrag von Otto Gross zur psychoanalytischen Theoriebildung sowie dessen wenig bekannten kulturellen Einfluss. Otto Gross, Original Sin and Psychoanalysis öffnet den Blick auf menschliche Sexualität und deren lange Geschichte der Unterdrückung, deren Opfer in erster Linie Frauen waren. Das Konzept der Erbsünde im Christentum dürfte im Rahmen der Trennung der Geschlechter mit den Themen Schuld, Scham und Schande aufs Engste verknüpft sein. Eine patriarchatskritische Lesart trägt erheblich zur Relativierung dieser Sichtweise bei, vor allem aber kann sie zu neuen Konzeptionen führen, die im 20. Jahrhundert bereits ein gutes Stück gegangen wurden, gewiss aber breiterer gesellschaftlicher Fundierung bedürfen.

Ludwig Janus erweitert im letzten Kapitel, Thoughts on Some Basic Assumptions of Psychoanalysis, die Perspektive nochmals um einige Aspekte des menschlichen Sozialisationsprozesses. Betrachtet man die psychoanalytische Theoriebildung und die Bindungs- und Säuglingsforschung in Zusammenschau mit Erkenntnissen der pränatalen Psychologie und der Psycho-Neuroendokrinologie, lässt sich konstatieren, dass manche Aspekte der menschlichen Entwicklung unterschätzt wurden. Die Historizität, also die Epochenbedingtheit mancher Konzeptionen fällt auf. Das Verfallsdatum wissenschaftlicher Erkenntnisse wird in Wissenschaft und Gesellschaft wenig diskutiert – was Konsequenzen auch auf die Vorstellungen von Familie, Sozialisation und Erziehung hat. Das Kapitel beleuchtet diese Dynamik und zeigt somit mögliche zukünftige Denkrichtungen auf.

In der Zusammenschau aktueller und historischer Perspektiven zeigt sich die Palette der Praktiken, Vorstellungen und kulturellen Unterschiede als maßgebliche Faktoren menschlichen Handelns. Familien- und Erziehungsforschung hat also viel zu bieten. Der in der Reihe „Family Issues of the 21st Century” erschienene Band knüpft an zahlreiche  Aspekte zur Sozialisationsforschung an und will einen weiteren Beitrag zum Verständnis menschlichen Handelns leisten. Der englischsprachige Band richtet sich sowohl an Fachleute als auch an interessierte Laien.

„Child-Rearing: Practices, Attitudes and Cultural Differences”, Götz Egloff (ed.). Nova Science, New York 2017. 242 pages, $ 95