Der Mann hinter Carl Zeiss

erschienen in der PAZ

Von Dr. Manuel Ruoff
Vor 175 Jahren wurde der Physiker, Unternehmer und Sozialreformer Ernst Abbe als Arbeitersohn in Eisenach geboren
Ernst Abbe ist als Begründer der modernen Mikroskopie bezeichnet worden wie auch der Weltstellung der deutschen optischen Industrie. Das ist viel und richtig, aber nicht genug. Denn Abbe war außer einem Wissenschaftler und einem Unternehmer auch ein Sozialreformer von großer Bedeutung. Mit Sinn und Verstand hat man einmal „Carl Zeiss“ sein Pseudonym genannt.

Carl Zeiss steht für Hochtechnologie, für deutsche Wirtschaftskraft sowie für arbeitnehmerfreundliche Arbeitsbedingungen und sozialreformerisches Engagement. Dass wir all dieses heute gemeinhin mit dem Namen von Carl Zeiss und nicht mit dem Ernst Abbes verbinden, ist auf die Bescheidenheit von Letzterem zurückzuführen, ein Grund mehr, diesen Mann zu ehren. „Der Mann hinter Carl Zeiss“ weiterlesen

Erster Spatenstich zum dritten Kreuzfahrt-Terminal im Hamburger Hafen

Von Johanna Renate Wöhlke

Wüstenschiff AIDAluna?
Wüstenschiff AIDAluna?

Gibt es im Hamburger Hafen Wüstenschiffe? Diese Frage könnte seit dem 4. Juli 2014 bejaht werden. Allerdings darf der geneigte Leser hier mehr erwarten als ein Wortspiel, denn er wird sich so einfach nicht hinters Licht führen lassen, gerade wenn das „Wüstenschiff“ den Namen „AIDAluna“ trägt. Der spielt bekanntlich auf die dunklere Tageszeit an. Aber Nacht war es nicht, sondern strahlender Sonnenschein, als die „ AIDAluna““ zu ihrer kürzesten Kreuzfahrt auslief, etwa eineinhalb Seemeilen lang vom Cruise Center in Hamburg – Altona bis an den Kronprinzkai in den Kaiser-Wilhelm-Hafen in Hamburg – Steinwerder. Das tat sie zum feierlichen ersten Spatenstich zum Bauauftakt für das dritte Kreuzfahrtterminal am Kronprinzkai , das „Cruise Center 3“, kurz CC3 genannt. „Erster Spatenstich zum dritten Kreuzfahrt-Terminal im Hamburger Hafen“ weiterlesen

Wichtige Information des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik!

Von Johanna Renate Wöhlke

Liebe Kollegen!

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat eine Website eingerichtet, auf der man seine E-Mail-Adresse überprüfen lassen kann, denn 16 Millionen Benutzerkonten, Zugangsdaten für Online-Dienste, sind gekapert worden.

Unter www.sicherheitstest.bsi.de

kann man seine E-Mail eingeben und erhält eine Rückmeldung, wenn die E-Mail betroffen ist. Ist die E-Mail betroffen, sieht die Rückmeldung des Amtes wie folgt aus: „Wichtige Information des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik!“ weiterlesen

Erfolg mit Waschmaschinen

Von Dr. Manuel Ruoff

Vor 75 Jahren starb der Unternehmensgründer Carl Miele

Wohl nicht nur jede deutsche Hausfrau kennt Miele. Der renommierte Haushaltsgerätehersteller ist nicht nur Europas Marktführer im Segment Bodenstaubsauger, sondern auch bei Waschmaschinen, Wäschetrocknern und Geschirrspül­automaten gut im Geschäft. Gegründet wurde die Kommanditgesellschaft 1899 von Reinhard Zink­ann und dem Namensgeber: Carl Miele.

Letzterem war es sicherlich nicht in die Wiege gelegt, einmal einen Haushaltsgerätehersteller zu führen. Statt aus einer In­du­stri­el­len­fa­mi­lie kam der am 25. Juli 1869 im Postdorf Herzebrock bei Gütersloh geborene Preuße vom Bauernhof. Sein Vater betrieb etwas Landwirtschaft und arbeitete im Winter als Maurer. Wie dieser wurde auch der Sohn Maurer. „Erfolg mit Waschmaschinen“ weiterlesen

Rudolf-Stilcken-Preis: Kultur als Teil der Menschwerdung

Von Ariane de Melo

Preisverleihung des neuen Rudolf Stilcken Preises für Kultur-Kommunikation: „Kultur ist Kommunikation – Kultur braucht Kommunikation.“ sagt Rudolf Stilcken

Die Preisträger
Die Preisträger

Hamburg feierte im Albert-Schäfer Saal der Handelskammer eine Premiere, aber nicht etwa die Premiere eines neuen Theaterstückes, sondern die eines neuen Kulturpreises. Der „Rudolf Stilcken Preis für Kultur-Kommunikation“ – in drei Kategorien – wurde erstmalig von der Hermann Rauhe Stiftung ausgelobt.

Kunst trägt die Kultur fort, die Kultur ist ein wesentlicher Teil der Menschenbildung, deren Weiterentwicklung. Doch wie kann die Kunst den Menschen Kultur nahe bringen? Indem sie, in der Form wirkungsvollen Marketings weitergetragen wird. „Rudolf-Stilcken-Preis: Kultur als Teil der Menschwerdung“ weiterlesen

Emil Rathenau: AEG-Gründer und Außenministervater

erschienen in der PAZ

Von Dr. Manuel Ruoff

Emil Rathenau gilt als der erste Unternehmensmanager – Vor 175 wurde der Kaufmannssohn in Berlin geboren

Mit der Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) gründete Emil Rathenau den neben Siemens zweiten großen deutschen Elektrokonzern. Ein Vergleich mit Werner von Siemens bietet sich da förmlich an.

„Kommunismus – das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes.“ Diese Worte des Kommunisten Wladimir Iljitsch Lenin verdeutlichen sehr schön, welche Bedeutung neben dem russischen Revolutionär auch viele seiner Zeitgenossen dem elektrischen Strom beimaßen. Tatsächlich gab dieser nach der Einführung der Dampfmaschine nicht nur als Antriebsquelle der Industrialisierung neuen Schub. Und das deutsche Kaiserreich schwamm ganz vorne mit auf der Welle des Fortschritts. Neben der chemischen gehörte auch die Elektroindustrie zu den „Emil Rathenau: AEG-Gründer und Außenministervater“ weiterlesen

Mit Gott auf Du und Du

Von Johanna Renate Wöhlke/ Fotos Winfried Wöhlke

Impressionen einer Bergseilbahnfahrt im Hintertuxer Gletscherbus

Auf dem Weg zum Gipfel
Auf dem Weg zum Gipfel

Genau genommen ist es eine Sackgasse. Aber eine Sackgasse, die schnurstracks in den Himmel führt. „Mit Gott auf Du und Du“  ist das einzige, was mir einfällt, als ich am Ende dieser Sackgasse, die Tuxertal heißt,  auf dem Hintertuxer Gletscher angekommen bin –  am Ende einer gemütlichen und doch Herzzitterfahrt.

Der Blick zurück
Der Blick zurück – in einer  „Gondel an zwei Seilen“ von 1300 bis auf die Höhe von 3200 Metern.

Kein Sturm, kein Wind, eintauchen in eine kleine Wolkenschicht unter der sich das satte Grün des Tales verliert, dann Felsen und dann über den Wolken und unter einem endlosen blauen Himmel angekommen in einem weißen Hochgebirgsparadies. Ich war noch nie auf einem so hohen Gletscher. Ist deshalb meine Begeisterung so vollkommen? „Mit Gott auf Du und Du“ weiterlesen

„Hotel Post am See“ – Viel zu entdecken und zu erleben zwischen Winter und Winter

 Von Johanna Renate Wöhlke

Hotel Post am See - nur wenige Schritte vom Ufer des Achensees entfernt
Hotel Post am See – nur wenige Schritte vom Ufer des Achensees entfernt

Im „Hotel Post am See“ in Pertisau am Achensee in Österreich ließ sich die Hamburger EGGart-Künstlerin Cosia Immerscheen ein Spiegelei braten und war bass erstaunt, wer in Pertisau zum Leben erweckt worden ist. Lesen Sie hier ihre Geschichte:

Der Berggeist von Pertisau in Tirol

„Wie geht es ihnen so in Pertisau?“, fragte ich den Berggeist von Pertisau.

„Warum fragen sie mich das? Sie wissen doch, dass Berggeister sesshafte Wesen sind“, antwortete der Berggeist und ließ seine Füße im Achensee baumeln.

„Ich dachte mir, sie könnten vielleicht mal auswandern. Auch andere Länder haben schöne Seen und Berge.“ „„Hotel Post am See“ – Viel zu entdecken und zu erleben zwischen Winter und Winter“ weiterlesen

Eine sportliche Interpretation des VW »Käfer«

erschienen in der PAZ

Von Dr. Manuel Ruoff

Vor 50 Jahren stellte Porsche seinen 911er vor – Die Luftkühlung wurde 1997 aufgegeben, aber wenigstens der Heckmotor blieb

Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt vollends.“ Dieses berühmte Zitat Otto von Bis­marcks trifft für Ferdinand Porsche, seinen einzigen Sohn Ferry und dessen ältesten Sohn Ferdinand Alexander weniger zu. Vielmehr haben alle drei über Jahrzehnte gebaute Ikonen der Automobilgeschichte geschaffen. Allerdings basieren alle drei Modelle auf dem Konzept des Großvaters Ferdinand: eine Schräghecklimousine mit luftgekühltem Boxermotor im Heck, der die hinteren Räder antreibt. „Eine sportliche Interpretation des VW »Käfer«“ weiterlesen

Ein Brief ließ ihn zum Autobauer werden

erschienen in der PAZ

Von Dr. Manuel Ruoff

Václav Klement gründete mit einem Landsmann Laurin & Klement, heute als VW-Tochter Škoda Auto bekannt

Autokäufer, die etwas für Volkswagen übrig haben, aber nicht für den Namen ein paar tausend Euro mehr zahlen wollen und nicht so modisch sind, dass sie sich daran stören, wenn das Design ihres Neuwagens in manchem weniger an die aktuelle denn an die vorausgegangene VW-Generation erinnert, greifen gerne zu einem Škoda. 939200 Autos konnte der tschechische Automobilhersteller aus dem VW-Konzern vergangenes Jahr verkaufen, mehr als je zuvor. Dieses Jahr konnte der drittälteste Autobauer der Welt die Produktion des 15-millionsten Fahrzeugs feiern.

Nun könnte man meinen, dass die Geschichte von Škoda Auto, so der korrekte Name der 100-prozentigen VW-Tochter, auf einen Herrn oder eine Frau Škoda zurückgeht. Tatsächlich gibt es einen Emil von Škoda, auf welchen der Name zurückgeht, doch die Wurzeln von Škoda Auto liegen „Ein Brief ließ ihn zum Autobauer werden“ weiterlesen