Ein Grand Hotel nur für Familien: Das Cavallino Bianco gilt als das weltbeste Familienhotel

Blick auf das Cavallino Bianco mit dem Outdoor Pool (c) Hannes Niederkofler (Cavallino Bianco Family Spa Grand Hotel)

Seit 2013 wird das Cavallino Bianco Family Spa Grand Hotel von TripAdvisor mehrfach als bestes Familienhotel der Welt ausgezeichnet. Lieblingsmenschen verbringen hier im UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten unvergessliche Quality Time: Die Family Luxury Suiten geben Eltern und Kindern viel Raum zum Wohnen. In- und outdoor finden die Kleinen ein wahres Spiel- und Spaßparadies. „It´s Family Time, live it now“, ist das Credo im Cavallino Bianco – und dies lassen sich Genießer nicht zweimal sagen. Ein motiviertes und professionelles Team kümmert sich von früh bis spät um die kleinen Lieblinge. So finden auch Eltern Zeit für Entspannung, für ausgiebige Wellness, für Fitness und Ausflüge in die Berge. Das, was das Leben bereichert, sind Erinnerungen an eine gute, gemeinsame Zeit – davon sind die „Macher“ des Cavallino Bianco überzeugt. Und nach dieser Philosophie führen sie ein unvergleichliches Familienhotel im schönen Gröden.

Riesige Wasserwelten und ein Spa für die ganze Familie 

Es darf nach Herzenslust im Wasser geplanscht werden – Rutschenspaß inklusive. Die riesige Cavallino-Wasserwelt wollen die Kinder am liebsten gar nicht mehr verlassen. Vier Schwimmbecken und zwei große Außenpools mit Dolomitenblick laden die ganze Familie zum Splish Splash ein. In der Baby-Oase sind die Allerkleinsten glücklich und zufrieden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: In der Grotta Azzurra funkelt es goldig, Lichter spiegeln sich im Wasser, das warme Wasser sprudelt. Die Dreibahnen-Wasserrutsche zieht die Kids geradezu magisch an. In den Saunas bleiben die Erwachsenen unter sich. Sie genießen hochwertige Behandlungen von der sinnlichen Paar-Behandlung bis zum Rosenbad und schalten einfach einmal ab. Es wäre kein Leading Family Hotel & Resort, würden nicht auch kleine Prinzen und Prinzessinnen mit kindgerechten Wellness-Treatments rundum verwöhnt – von der Babymassage bis zum Princess-Dream.

Lino und seine Stargäste – beste Freunde

Wie alt die Kinder sind, das spielt im Cavallino Bianco keine Rolle. Erfahrene Tagesmütter kümmern sich liebevoll um Babys und Kleinkinder. Kinder bis elf Jahre kommen ins Lino Land. In dem Kinderparadies mit Piratenland und Mini-Sportarena, mit Lego-Baustelle und Riesenpuppenhaus wird jede Minute zum Abenteuer. Dazu kommen die tolle Softplay-Anlage und sogar ein eigenes Theater. Engagierte Animateure sind täglich beim Spielen, Sporteln und Basteln dabei. Im Freien warten Wald-, Fluss- und Bauernhofbewohner darauf, von jungen Naturdetektiven entdeckt zu werden. Rutschen, Schaukeln, Kletterwand, Racing-Bereich oder Hüpfburg – es ist alles da für Urlaubstage wie im Bilderbuch. Für Teenies ab elf Jahren gibt es eine eigene Chillout Area mit Playstation und Nintendo Wii sowie ein abwechslungsreiches Programm mit Aktivitäten wie Schatzsuchen oder Ausflüge in den Hochseilgarten. Für Familien ist das eine eindeutige Win-Win-Situation: Kinderbetreuung täglich von früh bis spät, mehr als 20 professionelle und mehrsprachige Kinder-Entertainer, sieben Tage in der Woche Teenagerprogramm mit eigenen Betreuern. Da bleiben für Mama und Papa auch ein paar Stunden für Pärchen-Zeit.

Wertvolle Familienmomente – je öfter, umso besser

Gemeinsam rund um den Tisch sitzen und ein gutes Essen genießen, ein ungestörtes Candle-Light Dinner mit seinem(r) Liebsten: Auch kulinarisch liest das Cavallino Bianco seinen Gästen die Wünsche von den Augen ab. Beim erlesenen fünfgängigen Wahlmenü am Abend kosten sich die Erwachsenen durch traditionelle Südtiroler Köstlichkeiten und mediterrane Leckerbissen. Für die Kinder ist bestens gesorgt: Babys bekommen hochwertige Hipp-Produkte, für die Kinder ist ein eigenes Lino-Menü vorbereitet – mit allem, was müde Abenteurer wieder auf die Beine bringt. Morgens und mittags dürfen sich die Familien an einem großzügigen Buffet bedienen. Zum Nachmittagsplausch stehen schmackhafte Snacks vom Buffet bereit. Familien, die nur Frühstück und Abendessen wünschen, wählen Cavallino Bianco light. Für Kinder mit Allergien oder Intoleranzen bietet die Küche spezielle Gerichte.

Herrlich unbeschwert

Alltagsthemen, die dürfen Eltern im Cavallino Bianco gerne draußen lassen. Was hin und wieder Kopfzerbrechen macht, das schafft der Küchenchef hier mit links: Mit viel Liebe und Expertise stellt er Menüs zusammen, die die kleinen Gaumen freuen und dabei gesund und ausgewogen sind. Noch besser schmeckt es in Gesellschaft im eigenen Kinder-Restaurant.

Pure Lebensfreude

Das Cavallino Bianco Family Spa Grand Hotel liegt inmitten des UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten. Die schönsten Wanderrouten und Mountainbike-Trails warten auf die Bergfans. Die Kinder jagen in der Wiese den Grashüpfern nach, barfuß laufen, in der Almhütte süßen Kaiserschmarrn schmausen – das ist Lebensfreude pur. In der Mountainbike-Schule im Hotel lernen schon die Kinder den Spaß auf zwei Rädern kennen. An sonnigen Sommernachmittagen geht es gemeinsam zur Cavallino Hütte. Dort warten ein köstliches BBQ und viele tolle Spiele. Mit den Hotelguides entdecken Wanderer und Bergsteiger geheimnisvolle Wege und beeindruckende Gipfel. Im Winter begeistert
Dolomiti Superski mit seinen zwölf Skigebieten.

Cavallino Bianco Family Spa Grand Hotel
I-39046 St. Ulrich/Gröden, Reziastraße 22
Tel.: +39 0471 783 333
E-Mail:  info@cavallino-bianco.com
www.cavallino-bianco.com

„Die ENG“ am Ahornboden ist neueröffnet: Ein Naturerlebnis, das seinesgleichen sucht

Ansicht des Hotels mitten im Grünen (Die ENG)

Die Kenner schwärmen. Für sie zählt der Ahornboden im Naturpark Karwendel zu den schönsten Plätzen in den Alpen. Direkt am Großen Ahornboden, dort wo mehr als 2.000 uralte Ahornbäume wachsen, hat „Die ENG“ neueröffnet. In dem Naturhotel sind auf drei Etagen neue Ahornzimmer entstanden. Gemütlich, traditionell, dabei modern mit klarem Design. Viel Holz, natürliche Materialien, kuschlige Decken und Kissen schaffen eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Das Restaurant hat einen neuen Anstrich bekommen. Im Vitalbereich warten größere Ruhebereiche auf die Wellnessgenießer. Auch die E-Tankstelle am Haus ist neu. In der ENG geht es ganz viel ums Wandern und Biken. Dreimal in der Woche marschieren die Bergwanderführerinnen mit den Gästen in die Berge.

Die Gastgeberinnen in der ENG sind echte Bergfexe. Mitten im Karwendel bieten sie geführte Wander- und Bergtouren an, abgestimmt auf die Kondition der Gäste. Da kann es schon mal acht Stunden hoch hinaus gehen, aber es darf auch eine gemütliche Genusswanderung über Wiesen und durch Wälder sein. Wandern im Engergrund, Gämsen beobachten, dem Pfiff der Murmeltiere nachsteigen, sich stolz am Gipfelkreuz „Berg Heil“ wünschen, das ist höchster Naturgenuss. Der Ahornboden ist ein Naturdenkmal. Die Hochebene liegt auf 1.200 Metern Höhe. Grüne Almwiesen, die hohen Bergahorne und graue Felsen bilden eine malerische Kulisse. Wer in der ENG wohnt, der erlebt ein umfangreiches Bewegungsprogramm in der Natur: Walking am Morgen, Themenwanderungen mit Erlebnishöhepunkten, Mountainbiken, Yoga-Wochenenden u. v. m. Der Bergurlaub ist perfekt organisiert – von der Wanderausrüstung zum Ausleihen bis zum Sportlerfrühstück. Für Hotelgäste gibt es kostenlos Mountainbikes und Kinderfahrräder zum Ausleihen. Für 18 Euro pro Person und Tag kann man sich die KTM E-Bikes ausleihen. Dazu stehen zwei neue E-Bikes mit Tube Akkus um 35 Euro pro Tag bereit.

Im Vitalbereich regenerieren die Wanderer und Biker. In der neuen Sauna, in der Dampfgrotte mit Entspannungs-Whirlwanne und im Panorama-Ruheraum klingen ENG-Tage herrlich aus. Erfrischung ist hier die natürlichste Sache der Welt: Einfach in den klaren Rissbach springen, der an der ENG vorbeifließt. Ein unbeschreibliches Gefühl. Auch der schöne Sylvensteinsee ist nur 20 Minuten entfernt. Die Liegen auf der Sommerwiese stehen für ein Schläfchen unter freiem Himmel bereit.

„Die ENG tut gut“, ist zu lesen. Und das stimmt. Der Natur kann man wohl kaum näher sein. Melanie und Carina, die beiden Gastgeberinnen, verstehen es, an diesem magischen Platz einen Ort der Begegnung und der Freundschaft zu schaffen, der erfrischender nicht sein könnte.

Die Eng
Alpengasthof & Naturhotel
Melanie Schwarzenberger
Carina Pfurtscheller-Kofler
A-6215 Hinterriss, Straße Eng 1+2
Tel.: +43/(0)5245/231
E-Mail: info@eng.at
www.eng.at

Ein Friesenkrimi vom Allerfeinsten

Bild von Peter Kraayvanger, Pixabay

Welkoam iip Lunn! Willkommen auf dem roten Felsbrocken, der wie eine von Riesenhand erschaffene Trutzburg aus der tosenden Nordsee herausragt. In seinem neuesten Buch mit dem etwas sperrigen vollständigen Titel „Das Helgoland, der Höllensturz oder Wie ein Esquimeaux das Glück auf der Roten Klippe findet, obgleich die Dreizehenmöwen hier mit Rosinen gegessen werden“ führt uns Reimer Boy Eilers ohne Umschweife hinein in das Leben auf Helgoland am Anfang des 16. Jahrhunderts. Seitdem hat sich das Gesicht der Insel fundamental verändert. Anno dunnemals bestand sie lediglich aus zwei „Etagen“, dem Unter- und Oberland. Das Mittelland lag noch in ferner Zukunft. Es wurde erst nach 1945 von den Engländern „kreiert“ bei ihrem vergeblichen Versuch, „Hell-Go-Land“ auf immer und ewig im Meer zu versenken. Noch einmal Glück gehabt, Halunder! Deus vult. Und auch der monumentale leuchtend weiße Kalkfelsen, einst neben der Langen Anna ein weiteres Wahrzeichen der Insel, existiert nicht mehr. Er wurde vom seinerzeitigen Landesherrn gegen klingende Münze verscherbelt.

Bigotterie und Spökenkiekerei
Reimer Boy Eilers

Der auf den Helgoländer Hummerklippen aufgewachsene Lyriker, Romancier und renommierte Reiseschriftsteller Reimer Boy Eilers gilt als intimer Kenner der Geschichte seiner Heimat. In seinem 570 Seiten starken Opus entwirft er ein von Bigotterie und Spökenkiekerei geprägtes Sittengemälde einer im Korsett mittelalterlicher Moralvorstellungen verharrenden Inselgemeinde. Wäre den Insulanern auch ein Mord zuzutrauen für den Fall, dass sich ein Außenstehender nicht an ihre starren, seit Urzeiten tradierten Regeln hielte?

Hals- und Beinbruch

Kaum hatte Kapitän Hans Andahlsen aus Amsterdam den Fuß auf das Oberland gesetzt, stürzte er von einer Treppe in die Tiefe und brach sich neben seinem Hals auch die Beine. Unfall oder Mord? Für den jungen Fischer und Robbenjäger Pay Edel Edlefsen und seinen Jagdfreund John Quivitoq McLeod, Esquimaux von der „Frostinsel“, genannt das „Menschenkind“, steht fest, dass der wackere Seemann einem Verbrechen zum Opfer fiel. Denn wozu sonst die Eile der Insulaner, ihn bei Nacht und Nebel in den „wilden Dünen“ inmitten der Wasserleichen auf dem Friedhof der Namenlosen zu verscharren? Was viel schwerer wiegt: Der Mann ging in die Grube ohne – horribile dictu – die Sakramente der Heiligen Kirche empfangen zu haben. Eine Höchststrafe für jeden Christenmenschen jener Zeit. Nichts Geringeres als ewige Verdammnis erwartete die arme Seele. Misericordia!

Gegen den erklärten Willen seines Vaters Boje Edlef, seines Zeichens Fischerhauptmann und hoch angesehener Ratsherr, beginnen Pay Edel und John ihre Recherchen, um den Tod des Holländers aufzuklären. Sie können sich keinen Reim darauf machen, warum der Hauptmann sich so vehement gegen ihr Vorhaben sträubt. Hat er etwas zu verbergen? Aber die beiden Hobby-Detektive lassen sich nicht einschüchtern und bohren mutig weiter. Sich gegen die Obrigkeit oder ihre Vertreter aufzulehnen, geht in der Regel böse aus. Die erste Lektion erhält Pay Edel, als ihm ein besonders hinterhältiger Zeitgenosse einen kräftigen Schlag  auf den Schädel verpasst. Gottlob ist Freund John zur Stelle, der ihm mit einer Pütz Seewasser wieder auf die Füße hilft. Soweit die Rahmenhandlung.

Familienaufstellung

Die Rezensentin bekennt, dass sie anfänglich von den sich überschlagenden Ereignissen und jenen für Nichtfriesen seltsamen Namen überfordert war. Daher geht ihr Dank an den Autor, der sich der Mühe einer akribischen Aufzählung sämtlicher Namen der handelnden Personen einschließlich ihrer Berufe oder gesellschaftlichen Stellung auf Seite 555 unterzogen hat. Da wird die gesamte Sippe der Edlefsens vorgestellt, die aufgrund der Position des Familienoberhauptes und ihres relativen Wohlstands neben der Familie des Gouverneurs zum Insel-Adel gehört. Heute würden wir von „Promis“ sprechen. Des Weiteren erfahren wir, dass „Menschenkind“ John neben seinem Beruf als Robbenjäger der Bursche des Gouverneurs ist. Und ganz nebenbei auch der Geliebte von Pay Edels Schwester Petrine Anna, genannt Trine. Genau wie heute gab es seinerzeit schon Untergangspropheten von der Sorte eines Pedder Reymers, der, weilte er heute noch unter uns, sicherlich erstaunt wäre, dass die Welt sich immer noch dreht. Ganz wichtig: Der Barbier und Alchimist Bard Frederichs fungierte sicherlich in Personalunion als Bader und Barbier, der sich ebenfalls als „Kusenklempner“ bewährte und wohl auch den Versuch unternahm, Gold aus Dünensand zu extrahieren. Es spricht für die Halunder, dass sie sich der zahmen Möwe Graumariechen annahmen, die sie zärtlich „Ole Rappsnut“ nannten. Die Liste wäre unvollständig, wenn der Klerus in Gestalt des Kirchherrn Neocurrus von St. Nikolai keine Erwähnung fände. Ob die Heilige Ursula mit ihren elftausend Jungfrauen überhaupt existiert hat, steht in den Sternen. Es gibt aber ein Gemälde von ihr, auf welchem sie milde auf die Gläubigen herabschaut. Dies war lediglich ein kurzer Einblick in die „Personalakte“. Der geneigte Leser möge sich bei der Lektüre zwecks besseren Verständnisses der Vorkommnisse eingehender mit ihr befassen. Mal so unter uns: Mancher Insulaner, der auf ersten Blick ganz harmlos wirkt, hat eindeutig Dreck am Stecken. Der aufmerksame Leser findet das bei der Lektüre schnell heraus.

Und so geht die Moritat weiter

Wir begleiten Pay Edel und John Kapitel für Kapitel weiter auf ihrer
Suche nach dem Mörder oder den Mördern des holländischen Kapitäns Hans Andahlsen. Bis zum Showdown zieht sich die Geschichte noch eine Weile hin. Beide müssen noch eine Strecke eines nicht ungefährlichen Weges zurücklegen. Allgegenwärtig sind Rasmus und Klabautermann, zwei von Seeleuten im höchsten Maße respektierte Meeresgeister, die, wie jeder von ihnen weiß, launisch und manchmal sogar bösartig sein können. Aber auch freundlich und verständnisvoll. Je nach Wetterlage. Wer Wind und Gezeiten erbarmungslos ausgeliefert ist, muss stets auf der Hut sein. Aber auch auf festem Boden lauert Unheil von Landsknechten, die nichts Gutes im Schilde führen, sowie anderen Spitzbuben und Räubern, die überall ihr Unwesen treiben. Und dies, obgleich Klaus Störtebeker, der Berühmteste der Zunft, bereits tot ist. Im Jahre des Heils 1401 verlor er seinen Kopf auf dem Hamburger Grasbrook, nachdem hanseatische Pfeffersäcke ihn und seine Likedeeler zur Strecke gebracht hatten.

Ende gut – alles gut?

Bevor das Verbrechen an Kapitän Andahlsen endgültig aufgeklärt ist, wartet die Nordsee, die Mordsee noch mit einer Reihe infernalischer Stürme und anderer Unbill auf. Doch die Mühen der beiden Spürnasen Pay Edel und John haben sich gelohnt. Die am Ende festgenommenen Missetäter werden in Ketten abgeführt. Die Moral von der Geschicht‘: Verbrechen lohnt sich nicht.

Und so widerfährt dem gemeuchelten Kapitän am Ende doch noch Gerechtigkeit. Er erhält unverzüglich ein christliches Begräbnis. Requiescat in pace. Friede seiner Asche. Aniken Frederichs, genannt „die reine Seide“, die ihr süßes Geheimnis so lange hütete, bekommt ihr Erbstück in Form des Hutes von Kapitän Hans Andahlsen. Er wird der ledigen Mutter mit den gar nicht freundlichen Worten überreicht: „Es gehört nun ihrem Bastard.“ Hatten aufgeweckte Leser in dem forschen Seemann nicht schon früh einen Schwerenöter vermutet?

Eine letzte drängende Frage: Was wurde aus unseren beiden Helden, die trotz aller Hindernisse den brisanten Fall um den holländischen Kapitän lösten? Das, liebe Leser, müssen Sie nun selbst herausfinden, indem Sie diesen tollen Wälzer bis zum Schluss konsumieren. Viel Spaß bei der Lektüre!

Epilog

Dieser Krimi gehört nicht in die Schublade der herkömmlichen „Whodunnits.“ Das trotz aller Dramatik mit einer gehörigen Portion Humor gewürzte Buch zeichnet sich vor allem durch einen heute nur noch selten zu findenden wohlklingenden sprachlichen Duktus aus. Besonders gelungen sind die Naturbeschreibungen. Eine Kostprobe: „Von Westen rollen die immergrünen Wogen gegen die Insel. Sie peitschen die Klippen und zermürben den Felsen, der ihnen alljährlich seinen Tribut zollt. Ein Stück bricht ab und stürzt in die Flut. Dort vollendet die mahlende See ihr Werk.“

Des Weiteren verhelfen die zahlreichen eleganten Grafiken und Sinnsprüche, die jedes Kapitel einleiten, zu einem besseren Verständnis dieses sehr komplexen Werkes. Die meisten der Verse sind in friesischer Sprache verfasst. Keine Angst – die hochdeutsche Übersetzung steht gleich darunter. Die Rezensentin hat bei der Lektüre versucht, die Texte im Original zu verstehen, bevor sie in vielen Fällen auf die Übersetzung zurückgreifen musste. Dies war eine Hommage an ihre geliebte friesische Großmutter Dede Wolff, die sich mit ihren Geschwistern stets in ihrem heimatlichen Idiom unterhielt.

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Das Helgoland, der Höllensturz

Reimer Boy Eilers: Das Helgoland, der Höllensturz oder Wie ein Esquimeaux das Glück auf der Roten Klippe findet, obwohl die Dreizehenmöwen hier mit Rosinen gegessen werden, Kulturmaschinen Verlag, 2019

Mittsommer-Geschichten – Eine Nachlese

Corona? Krieg in der Ukraine? Inflation? Die Kette an Stichwörtern, die uns mit großer Sorge erfüllen, wäre leicht zu verlängern. Am Sonnabend jedoch, den 2.Juli, war in den zauberhaften Anlagen von Planten un Blomen nichts von alledem zu spüren, schienen die Probleme dieser Zeit wie weggezaubert zu sein. Bei schönstem Wetter flanierten die Menschen durch die verschiedenen Gärten, vorbei an Wasserspielen und Blumenbeeten, machten Picknick mit Familien und Freunden, schleckten Eis oder … lauschten an einem von vier stimmungsvollen Plätze der Literatur! Ob im weiten Rund des Musikpavillons, inmitten der Blütenpracht des Rosengartens, im Schatten einer Baum-Oase oder am Ufer der Wasserarkaden; überall lasen – jeweils vier parallel – Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus ihren Werken Lyrik und Prosa.

Fest auf vier Leseinseln

Veranstaltet von Die Auswärtigen Presse und dem Verband Deutscher Schriftsteller*innen, gefördert von Neustart Kultur fand das Lesefest unter dem Titel „Mittsommer-Geschichten“ von 16 bis 20 Uhr unter optimalen Bedingungen statt. Zwischen sechzehn Autorinnen und Autoren konnten die Interessenten wählen. Die vier „Leseinseln“ lagen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt, sodass Besucherinnen und Besucher – von kurzen Spaziergängen unterbrochen – vielfältige literarische Kostproben vom Schaffen der Lesenden genießen konnten.

Störte es, dass hier und da Kinder im Hintergrund spielten, Hochzeitsfotos aufgenommen wurden oder Skat gespielt wurde? Nein! Mich jedenfalls nicht. Natürlich braucht es eine gewisse Ruhe und Konzentration, wenn Gelesenes gehört und antizipiert werden soll. Aber wenn man mitten in einem Volkspark wie Planten un Blomen eine derartige Veranstaltung platziert, umrahmt „das richtige Leben“ zwangsläufig die Literatur, oder – im Wechsel der Perspektive – lässt sich die Literatur von der Wochenend-Fröhlichkeit der Besucher umarmen. So wollen wir es doch: Literatur als wahrgenommener Bestandteil, als Angebot, als Möglichkeit für alle! Mittendrin und nicht am Rande oder in der Nische. Und wer weiß, wie viele der Flaneure stehen geblieben sein mögen, neugierig wurden, sich dazu setzten und vielleicht eine neue Lieblingsautorin oder einen ihnen bisher unbekannten Autor entdeckten. Von der DAP waren mit dabei: Reimer Boy Eilers, Gino Leineweber, Susanne Bienwald, Wolf-Ulrich Cropp, Jörg Krämer, László Kova und Joachim Frank.

Carpe diem! Stressfreie Tage auf „der Insel“

Der rote Felsen. Foto: Reimer Boy Eilers

Für meine friesische Großmutter Dede Wolff war Helgoland „das schönste Fleckchen Erde auf der Welt.“ Sie setzte regelmäßig aus ihrem heimatlichen Husum über und verbrachte ihre Sommerfrische, wie man seinerzeit noch sagte, auf „der Insel.“ Denn nirgendwo sonst sei die Luft so rein, das Wasser so klar und der Blick so weit, schwärmte sie und empfahl jedem in der Familie mindestens ein paar Tage im Jahr auf dem Roten Felsen. Rüm hart, klaar kiming“ lautet der berühmteste inselfriesische Wahlspruch: Reines Herz, weiter Horizont.

Eine Seefahrt, die ist lustig
Blick auf Helgoland vom Schiff aus. Foto: Reimer Boy Eilers

Oma hatte wie immer recht. Denn wir genossen wunderbare erholsame Urlaubstage auf Helgoland, sobald die Einheimischen wieder Gäste bei sich aufnehmen konnten. Die Unterkünfte waren seinerzeit noch sehr bescheiden. Doch das störte uns nicht. Das Abenteuer Helgoland begann bereits auf einem der Bäderschiffe, die wir an den Hamburger Landungsbrücken bestiegen. Nachdem ein lautes Tuten die Abfahrt verkündete, ging es los. Zunächst an den grünen Hängen der Elbe entlang und wenig später hinaus auf das offene Meer. Da herrschte Stimmung unter den Passagieren, mit denen wir aus voller Kehle „Eine Seefahrt, die ist lustig,“ sangen. Kam Wind auf, war es für manche an Bord vorbei mit lustig. Die gingen dann „Fische füttern“ und kehrten mit grünlichen Gesichtern zurück. Uns machte das bisschen Geschaukel nichts aus. Denn wir Hanseaten sind doch von Geburt an seefest, und das selbst bei Windstärke 10. Oder etwa nicht? Ein Erlebnis war das Ausbooten bei der Ankunft. Die Börteboote warteten bereits auf uns. Während wir behände hineinglitten, bedurften die „älteren Semester“ der Hilfe muskulöser Arme. „Nu mal ganz sutje. Eile mit Weile,“ beruhigten die Männer mit den Schiffermützen all jene, die sich nicht trauten und Angst hatten, über Bord zu gehen.

Die Seele baumeln lassen rund um die Lange Anna
Junger Basstölpel vor der „Langen Anna“, dem Wahrzeichen Helgolands. Das überwiegend weiße Gefieder ausgewachsener Vögel zeigen die Tiere erst ab einem Alter von ca. fünf Jahren. Foto: Reimer Boy Eilers.

Nachdem die Rucksäcke ausgepackt waren, stiegen wir die vielen Treppen zum Oberland hinauf. „Mal nachsehen, ob die Lange Anna noch steht“, pflegte mein Bruder zu sagen. Nachdem dies geklärt war und wir dem fast 50 Meter hohen Steinkoloss an der Nordmole unsere Reverenz erwiesen hatten, ging es unverzüglich auf die Düne. Auf diesem kilometerlangen schneeweißen Sandstrand aalten wir uns in der Sonne und schwammen mit unseren Freunden um die Wette. Zuweilen auch mit den Seehunden. Einmal wurde mein Bruder von einem besonders großen Kaliber gebissen. Tja, die ansonsten sanften Riesen mögen es gar nicht, wenn man sie zwickt. Also immer Abstand halten. Dann kommt man gut mit ihnen aus. Abends kehrten wir todmüde in unsere Unterkunft zurück, in der die Wirtin uns köstlichen fangfrischen Fisch servierte. Unbeschwerte Ferientage, an die ich noch immer voller Nostalgie zurückdenke.

Wat mutt, dat mutt – Halunder krempeln die Ärmel hoch

Die Engländer hatten sich nach 1945 vergeblich bemüht, „hell-go-land“ in der Nordsee zu versenken. Die Insel – eine Friesin von echtem Schrot und Korn – überstand die Bombardements, und die Halunder begannen zügig mit dem Wiederaufbau ihrer Heimat, nachdem sie diese 1952 wieder in Besitz nehmen konnten. Zwar entstanden in der Folgezeit keine Prachtbauten und eleganten Villen, die einst den Charme der Insel ausmachten. Eine alte Insulanerin erinnerte sich vor Jahren noch voller Wehmut an das einzigartig schöne Kurhaus, das heute nur noch auf vergilbten Postkarten zu bewundern ist. „Wat vorbi is, is vorbi“, seufzte sie. Tempi passati.
Die Insulaner sind pragmatische Menschen, die immer schon im Jetzt und Heute lebten. Genau das bewiesen sie, als sie in den frühen Fünfzigern in die Hände spuckten und ihre Insel neu erstehen ließen, auf der nach den Zerstörungen kein Stein auf dem anderen mehr stand. Inzwischen haben sich alle an die neue Bauweise gewöhnt, die in ihrer schlichten Zweckmäßigkeit an die Architektur des Bauhauses erinnert. Die seit geraumer Zeit unter Denkmalschutz stehenden Gebäude, über die hochmütige Städter einst die Nase rümpften, erhielten einen Anstrich in leuchtenden Farben. Mit ihren blumengeschmückten Balkons und Fenstersimsen wirken sie adrett und einladend. In den ostereierbunten Hummerbuden, die wie Perlen auf einer Schnur die Uferpromenade zieren, sind heute Galerien, kleine Läden und Imbisse untergebracht, die Fischbrötchen und andere Leckereien anbieten.

Anpassung an die sich verändernden Verhältnisse lautet das Zauberwort
Zwei Robben am Strand von Helgoland. Foto: Reimer Boy Eilers

Sagen wir es gerade heraus. Was wäre Helgoland ohne den visionären Hotelier und „Entwickler“ Detlev Rickmers? Der agile Mann im besten Alter entstammt einer alteingesessenen Helgoländer Familie, deren Wurzeln bis ins frühe 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden können. Diese Tradition verpflichtet. „Rickmers Insulaner“, das erste Haus und „Vollhotel“ am Platze, erfreut sich seit seiner Entstehung größter Beliebtheit bei den Touristen. Die Zimmer sind freundlich und komfortabel ausgestattet, der Service erstklassig. Beeindruckend ist die Kunstgalerie im Erdgeschoss mit ihrer Vielzahl an Helgoland-Gemälden bekannter Künstler, die der Hausherr gern seinen Gästen zeigt. Detlev Rickmers betreibt in seiner Funktion als Gesellschafter der Rickmers Hotelbetriebs KG auf der Insel 23 Vermietungsobjekte, die insgesamt 260 Zimmer umfassen. Für das Jahr 2022 rechnet er trotz der Corona-Maßnahmen, die auch Helgoland empfindlich trafen, mit einem Umsatz von zehn Millionen Euro. Chapeau! Angesichts der Klagen vieler Hoteliers ist dies eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht.

Rickmers weist stets auf die Geschichte der Insel mit ihren vielen Brüchen unter verschiedenen „Besatzern“ hin. Eine Zeitlang hatten die Dänen das Sagen, dann die Briten und schließlich das Deutsche Reich unter Wilhelm Zwo, der die Insel 1890 gegen die britische Oberhoheit über das ostafrikanische Sansibar und Witu tauschte. In erster Linie ging es um die Handelsrechte in Ostafrika. Ein ganz schlechtes Geschäft in den Augen des seinerzeitigen Reichskanzlers Fürst Otto von Bismarck, der mit bissiger Ironie kommentierte, Seine Majestät habe eine Hose gegen einen Knopf getauscht.

Die bunten Hummerbuden, ehemalige Schuppen und Werkstätten der Fischer von Helgoland, befinden sich an der Hafenstraße am Binnenhafen des Unterlandes. Foto: Reimer Boy Eilers

Die Halunder mussten sich stets neu erfinden und sich an die wie auch immer schwierigen Zeitläufte anpassen. Wer die zauberhafte „Historie von der schönen Insel Helgoland“ des berühmten Kinderbuchautors James Krüss gelesen hat, der ganz nebenbei Detlev Rickmers‘ Onkel war, weiß, wovon die Rede ist. Denn die Insel durchlief im Laufe ihrer langen bis in die Steinzeit zurückreichenden Geschichte Phasen des Wohlstandes und bitterer Armut. Waren die Netze mit Heringen gut gefüllt, ging es den Insulanern gut. Zogen die Schwärme sich aus unerfindlichen Gründen zurück, mussten die Gürtel enger geschnallt werden. So spielt das Leben.

Zurück ins Jetzt und Heute

Während andere Hoteliers in der Zeit der Pandemie jammerten, investierte Detlev Rickmers in den letzten zwei Jahren 12 Millionen Euro in sein Unternehmen. Ein mutiger Schritt, der sich auszahlt. Mit den „Storytels“ Häusern ist ihm ein großer Wurf gelungen. Sie alle erzählen, wie der Name sagt, eine eigene Geschichte. Die Sujets umfassen u.a. Architektur, Segelsport und Themen der Zeitgeschichte. Besonders originell ist das im Stil der fünfziger Jahre eingerichtete „Storytels“ mit den typischen Nierentischchen, plüschigen Cocktailsesseln sowie kitschig gerahmten Spiegeln, bei deren Anblick man „sehkrank“ werden kann. Das der Literatur geweihte Haus hoch oben auf den Hummerklippen ist eine Hommage an James Krüss. Erwähnenswert sind noch die in verschiedenen Häusern untergebrachten „Hochsee-Apartments“, 1-Zimmer-Objekte sowie Ferienwohnungen, die auf den drei „Etagen“ der Insel – Unter-, Mittel- und Oberland – liegen.

Das Beste aus dem Lockdown gemacht
De Helgoländer Düne. Foto: Reimer Boy Eilers

Während des bundesweiten Lockdowns brachten viele Insulaner all das in Ordnung, wozu während der Saison einfach die Zeit fehlte. Hierzu gehört auch das Insel-Museum in der Nordseehalle. Das einst triste Kabinett mit einer Ansammlung verstaubter Objekte wurde in einen übersichtlich strukturierten „Showroom“ mit einer Vielzahl interessanter Exponate umgestaltet. Auf der in mystisches Halbdunkel getauchten Fläche wird die Historie Helgolands anschaulich dargestellt. Die gedämpfte Ausleuchtung spiegelt den Inselcharakter perfekt wider. Denn lag nicht von jeher etwas Mystisches über diesem Buntsteinfelsen, den die Römer während ihrer Eroberungszüge aus respektvoller Entfernung betrachteten? Der Geschichtsschreiber Plinius erwähnt in seinen Schriften einen weithin leuchtenden „Heiligen Hain“ mitten im Meer. Klaus Störtebeker sah die Insel wesentlich pragmatischer als Versteck für die Beute, die er und seine Likedeeler vorbeifahrenden Schiffen „abgenommen“ hatten.
Das Museum rückt einige prominente Persönlichkeiten mit Schautafeln in den Fokus, die Helgoland im 19. Jahrhundert besuchten. Der Weltreisende und Entdecker Alexander von Humboldt gehört ebenso in diese Reihe wie August Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Heinrich Heine, der „göttliche Spötter“, der den Friesen Fischblut in den Adern attestierte und ihren Tee als eine Brühe aus Seewasser bezeichnete. Hoffmann von Fallersleben hingegen fand Gefallen an den Halundern, zu denen er eine „Inselfahrt aus Liebeskummer“ unternahm, die ihn zu seinem „Lied der Deutschen“ inspirierte. Es wurde im Verlag Hoffmann & Campe publiziert, der auch die Werke Heines herausgab.

Fazit: All dies und mehr bietet der Rote Felsen, der heute so bequem mit dem Katamaran „Halunderjet“ zu erreichen ist. Da sitzt der Passagier in seinem Sessel, liest oder geht an Deck, lässt sich die würzige Nordseeluft um die Nase wehen und steigt entspannt an der Mole aus, wo er freundlich mit einem „Welkoam iip Lunn“ empfangen wird. Stress wie wir ihn gerade auf den Flughäfen und in überfüllten Zügen erleben, ist ein Fremdwort auf der Insel, die ihr größter Sohn James Krüss mit folgenden Worten besang: „Irgendwo ins grüne Meer hat ein Gott mit leichtem Pinsel, lächelnd wie von ungefähr, einen Fleck getupft – die Insel.“ Das ist Lyrik, die nachklingt wie Musik. Womit das Diktum von Tacitus „Frisia non cantat“ ein für alle Mal widerlegt ist!

 

Das Helgoland, der Höllensturz – Reimer Boy Eilers

PS: Als Urlaubslektüre ist neben der „Historie von der schönen Insel Helgoland“ von James Krüss das fast 600 Seiten starke Opus des gebürtigen Halunders und Fahrensmannes Reimer Boy Eilers „Das Helgoland – der Höllensturz“ zu empfehlen. In dem Buch, das im frühen 16. Jahrhundert spielt, geht es um einen holländischen Kapitän, der bei einem Absturz von einer Klippe im Oberland zu Tode kommt. Unfall oder Mord. Das ist hier die Frage. Eine spannende Lektüre, die in anschaulicher Weise das Leben auf dem Felsen vor fast 500 Jahren schildert. Es ist im Verlag „Kulturmaschinen“ erschienen und kostet 19 Euro.

ISBN-10 ‏ : ‎ 3967630579
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3967630572