Neuigkeiten aus dem St.Pauli Museum…

Von Michael Buschow

…und von TICOs rattenscharfem Orchester

Kiez Museum
Kiez Museum

Die Legende von St.Pauli, Reeperbahn und Co. lebt weiter und mit ihr das ungewöhnliche Kiez-Museum in der Davidstraße 17 hinter der Polizeiwache.

Das ursprünglich von dem bekannten Photographen Günter Zint gegründete, später durch einen Verein von Kiez Enthusiasten geführte Museum war in der jüngsten Vergangenheit in Schieflage geraten.

Was Wunder an einem Ort, wo die stundenweise Vermietung auch nur eines Zimmerchens mehr Kohle bringt, als die Museums-Eintrittsgelder eines halben Tages.

Selbst eine Pommesbude an dieser Stelle hätte mehr „abgeworfen“!

Kommerz contra Kultur – das alte leidige Thema. „Neuigkeiten aus dem St.Pauli Museum…“ weiterlesen

Lesungen zur Friedensdekade: „Solidarisch?“

Von Johanna R.Wöhlke

Friedensdekade
Friedensdekade

„Solidarisch?“, so lautet das Motto der diesjährigen Ökumenischen Friedensdekade, die vom 10. bis 20. November bundesweit veranstaltet wird. Es bezieht sich auf die Bibelstellen Psalm 82,2-4 und Lukasevangelium 9,10-17 und wurde vom Gesprächsforum der Ökumenischen Friedensdekade festgelegt. (www.friedensdekade.de)

Die Mitglieder der Textfabrique51, einem Autorennetzwerk aus Hamburg, schreiben jedes Jahr zum Motto der Friedensdekade und stellen ihre Arbeiten in Lesungen vor. Damit tragen sie in der Sparte Literatur aus einem künstlerischen Blickwinkel zum Thema bei.

Ellen Balsewitsch-Oldach, Dirk Becker, Roswitha Borrmann und Maren Schönfeld lesen Geschichten und Gedichte. Musiker begleiten die Lesungen. „Lesungen zur Friedensdekade: „Solidarisch?““ weiterlesen

1000 Jahre deutsch-polnische Nachbarschaft

erschienen in der PAZ

Von Dr. Manuel Ruoff

So riesig die Thematik, so vielfältig die Vorträge auf dem 9. Kommunalpolitischen Kongress der Landsmannschaft Ostpreußen

„1000 Jahre deutsch-polnische Nachbarschaft. Gegensätze und Gemeinsamkeiten“ lautet das Motto des diesjährigen 9. Kommunalpolitischen Kongresses der Landsmannschaft Ostpreußen in Allenstein. Das ist ein weites Feld und entsprechend bunt war der Kreis der Vortragenden und vielfältig die Auswahl der Referatsthemen.

Im Gegensatz zum Kreis der Referenten war jener der Zuhörer relativ homogen. Die LO hatte vor allem Kreisvertreter und andere Funktionsträger der Landsmannschaft sowie im südlichen Ostpreußen beheimatete Repräsentanten der Deutschen Minderheit und Vertreter der Kommunalpolitik in das Hotel Warminski eingeladen. Das Wochenendseminar begann am Freitagabend mit einem festlichen Bankett und endete am Sonntagmittag mit einem letzten gemeinsamen Mittagessen. Dazwischen lag außer einem Besuch des örtlichen Planetariums mit den Vorführungen „Kopernikus in Allenstein“ und „Kosmischer Express“ ein strammes Programm an Vorträgen mit anschließender Diskussion. „1000 Jahre deutsch-polnische Nachbarschaft“ weiterlesen

Bühnenjubiläum 50 Jahre: Hans-Peter Kurr

Aus dem Kalender

Jubiläum 50 Jahre Bühne Hans-Peter Kurr

Hans-Peter Kurr
Hans-Peter Kurr

Aus Anlass seines 50.Bühnenjubiläums inszenierte Hans-Peter Kurr sein Stück  „Der Scarabäus und das Roß des Pharaos“ im Hamburger Monsun Theater. Die Premierenvorstellung ist am Mittwoch, 6. November 2013, gefolgt von weiteren Vorstellungen am 7.  bis 9. November 2013 ( siehe auch den Artikel auf dieser Seite)

Der Scarabäus und das Roß des Pharaos

Eine musikalische Reise in das antike Aegypten der 18. Dynastie ( ca.: 1350 a.Chr.n.)
Von Hans-Peter Kurr nach H.C. Andersen mit Kompositionen von Jean Panajotoff
(Motto: „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles! Ach, wir Armen!“ J.W. von Goethe: „ Faust I“ )
When: Mi November 6 20:00 - 21:30

 

Emina Kamber: Lesung „Im Hauch des Seins“ und VS-Hamburg: „Gegen das Vergessen“

Aus dem Kalender

Emina Kamber
Emina Kamber

Emina Kamber: Lesung "Im Hauch des Seins"

Lyrik Matinee mit Mokka-Zeremonie im Kunsthaus an der Alster, Alsterchaussee 3, 20148 Hamburg
Eintritt: 8 Euro
When: So November 3 11:30 - 13:00
VS-Hamburg:

VS-Hamburg: Lesung "Gegen das Vergessen"

Wer Frieden will, lebt gefährlich oder setzt sich dem Spott aus, siehe: Kant und sein philosophischer Entwurf „Zum ewigen Frieden“ (1795).
Die Wahrheit und die Demokratie können sich nur im Frieden entfalten. „Emina Kamber: Lesung „Im Hauch des Seins“ und VS-Hamburg: „Gegen das Vergessen““ weiterlesen

Joachim Frank: Web-Lesungen

 

Aus dem Kalender

Joachim Frank
Joachim Frank

Joachim Frank liest seine Kurzgeschichte Preisverleihung
1952 in Hamburg geboren, lebt in Prisdorf bei Pinneberg. Zahlreiche Veröffentlichungen seiner Kurzgeschichten in Anthologien u.a. bei Rowohlt, Bertelsmann, in weiteren Verlagen, Zeitschriften und Zeitungen. Sein Roman „Fixsterne“, der Kurzgeschichten-Band „Variationen des Glücks“ sowie Reiseerzählungen über Botswana, Ägypten, Ecuador und die Kapverden sind im Wiesenburg Verlag erschienen. Mitglied in der „Hamburger Autorenvereinigung“.w

www.weblesungen.de

Der Winter kann kommen: Sport Vital Hotel Central

Von Johanna Renate Wöhlke

Die Familie ist zentral im Familienbetrieb Sport Vital Hotel Central

Norbert, Alois und Helmut Kreidl ( von links)
Norbert, Alois und Helmut Kreidl ( von links)

Eigentlich hätten sie ihr Hotel auch „Hotel Kegelbahn“ nennen können. Aber die Geschichte mit der Kegelbahn ist lange her und heute passt „Sport Vital Hotel Central“ auch viel besser. Mit einer Kegelbahn hat nämlich alles angefangen, damals vor fast 50 Jahren in Lanersbach in Tux im Zillertal, so berichtet Seniorchef Alois Kreidl an diesem Abend. „Hier wo wir sitzen, da ist sie gewesen“, erzählt er freundlich lächelnd. Wo heute gepflegte, ja elegante Gastlichkeit Zuhause ist, hatte der Schuhmachermeister, Bauer und im Winter nebenbei Skilehrer damals seine Kegelbahn „Der Winter kann kommen: Sport Vital Hotel Central“ weiterlesen

Der Scarabäus auf der Bühne : Ines Nieri

Von Hans-Peter Kurr

Porträt einer ebenso zauberhaften wie begabten Schauspielerin

Ines Nieri
Ines Nieri

Lassen wir das Porträt dieser jungen Menschendarstellerin, die bereits im Alter von neun Jahren zum ersten Mal vor der Kamera stand,mit dem Zitat eines der Meisterregisseure des vergangenen Jahrhunderts, Fritz Kortner, beginnen, das über sie geschrieben sein könnte:

„ Es brauchte Zeit, bis mir aufging, daß Stirn, Augen, Wimpern, Brauen, Pupille, Mundwinkel. Stirn, Hinterkopf, Kinn, Nacken, Arme, Beine, Handgelenke, Finger, Rückgrat, Hals, Haaransatz, Leib und Becken mitspielen müssen, um Verborgenes, Menschliches so kommunizieren zu können, wie ich es ganz zu Anfang meiner Laufbahn  bei Chaplin sah……..Durch ihn erkannte ich : Das Mimische beherrscht das Sprachliche, um die Ganzheit der Menschendarstellung zu erreichen.“.

Ines Nieri beherrscht diese Kunst der Menschendarstellung, aufgrund ihrer natürlichen Begabung , ihres Fleisses, ihres Ehrgeizes, ihrer guten Berufausbildung und der „Flamme“, die in ihrem Herzen leidenschaftlich für die Darstellung von Menschenschicksalen lodert, bereits im Alter von Mitte Zwanzig nahezu perfekt. „Der Scarabäus auf der Bühne : Ines Nieri“ weiterlesen

Mit Gott auf Du und Du

Von Johanna Renate Wöhlke/ Fotos Winfried Wöhlke

Impressionen einer Bergseilbahnfahrt im Hintertuxer Gletscherbus

Auf dem Weg zum Gipfel
Auf dem Weg zum Gipfel

Genau genommen ist es eine Sackgasse. Aber eine Sackgasse, die schnurstracks in den Himmel führt. „Mit Gott auf Du und Du“  ist das einzige, was mir einfällt, als ich am Ende dieser Sackgasse, die Tuxertal heißt,  auf dem Hintertuxer Gletscher angekommen bin –  am Ende einer gemütlichen und doch Herzzitterfahrt.

Der Blick zurück
Der Blick zurück – in einer  „Gondel an zwei Seilen“ von 1300 bis auf die Höhe von 3200 Metern.

Kein Sturm, kein Wind, eintauchen in eine kleine Wolkenschicht unter der sich das satte Grün des Tales verliert, dann Felsen und dann über den Wolken und unter einem endlosen blauen Himmel angekommen in einem weißen Hochgebirgsparadies. Ich war noch nie auf einem so hohen Gletscher. Ist deshalb meine Begeisterung so vollkommen? „Mit Gott auf Du und Du“ weiterlesen

In Memoriam Anna Bardi

Von Uwe Friesel

Anna Bardi und ihre literarischen Werke

Unser verstorbenes Mitglied Anna Bardi
Unser verstorbenes Mitglied —- Anna Bardi

Am 16. Oktober 2013 wäre Anna 75 Jahre alt geworden. Fast ein halbes Jahr lang wusste sie, dass sie bald sterben würde. Sie kämpfte bis zum Schluss und versuchte, ihre drei letzten Projekte, die Video-Text-Kassette „Liebe, Leben, Zeit und Vergänglichkeit“, das Szenario „Puca in Ohlsdorf“ und schließlich die Ausgabe ihrer eigenen Stories und Kurztexte noch fertig zu bekommen. Falls sie selbst es nicht mehr konnte, sollte ich es für sie erledigen. zu diesem Zweck bezahlte sie all die komplizierten Druckverfahren und Kopierkosten für die DVD’s im voraus. So ging es für mich darum, diese Projekte aus dem hinterlassenen Material aufzubereiten und bis zur Druckreife voranzutreiben. Bis zur Veranstaltung In Memoriam Anna Bardi am 17. Oktober 2013 im Logensaal der Kammerspiele, organisiert von der HAV, war alles fertig außer dem Geschichtenband. An dem sitze ich noch.

Anna war in vieler Hinsicht singulär. Zunächst hatte sie Schreinerei und klassisches Ballett gelernt, dann Innenarchitektur und Kunst studiert, schließlich malte sie, verfertigte seltsam elegante Lampen und Kunstobjekte aus Industrieschrott und altem Holz, drehte Videos und schrieb literarische Texte. Leider lernte ich sie erst vor sieben Jahren kennen, sonst wären aus unseren vielen Gesprächen sicherlich noch mehr gemeinsame Unternehmungen hervorgegangen. So wurden es nur die drei Buchprojekte und eine Reise nach St. Petersburg in Sachen Kunst und Literatur,, die uns einander näher brachten. „In Memoriam Anna Bardi“ weiterlesen