Scientology „seitenverkehrt“

Hamburgs Caberta „auf den Arm genommen“ ?

Ein angeblich hochrangiger Scientology-Aussteiger ist nach Informationen des Südwestdeutschen Rundfunks ein notorischer Hochstapler. Der Mann war den Medien von Hamburgs Scientology-Jägerin Ursula Caberta als langjähriges Mitglied mit geheimem Insider-wissen präsentiert worden. Dazu berichten der SWR-Redakteur Karl Laufen und Morgenpost-Redakteurin Stephanie Lamprecht:

Ist Deutschlands oberste Scientology-Jägerin Ursula Caberta einem Hochstapler aufgesessen? Der Südwestdeutsche Rundfunk (SWR) berichtet, dass der angeblich
ranghohe Scientology-Aussteiger Christian Markert (36), den Caberta derzeit betreut, in Wahrheit ein vorbestrafter Betrüger sei. „Scientology „seitenverkehrt““ weiterlesen

Wenn die Ostsee zur Nordsee wird

Auf Rügen treiben auch in diesem Jahr die Vitalienbrüder ihr Unwesen

Von Günther Falbe, Fotos: Renato Diekmann
Es störtebekert wieder auf Rügen. Mit einem Staraufgebot an Darstellern haben die 13. Störtebeker Festspiele auf der Ralswieker Naturbühne am Jasmunder Bodden begonnen. Der sich aber geographisch diesmal weit nach Westen verschoben hat, denn aus der Ostsee wurde die Nordsee, und sogar den Tower hat man nach Rügen verlagert. Das diesjährige Stück trägt nämlich den Titel „Piraten vor Britannien“ – etwas zu nüchtern für das Open-Air-Spektakel, das der altbewährte Regisseur Holger Mahlich da in Szene gesetzt hat. „Wenn die Ostsee zur Nordsee wird“ weiterlesen

Hommage an Konstantin, den ersten christlichen Kaiser Roms

Von Manuel Ruoff
„Zweitausend Jahre Geschichte blicken auf euch herab!“ Der Lateinlehrer aus Hannover bemüht sich vergeblich, seine Siebzehnjährigen für die monumentalen Kaiserthermen zu interessieren. Das ändert sich schlagartig, als der fränkische Tribun Mallobaudis in bestickter Tunika, das Schwert an der linken Seite, mit einem zackigen „Salve“ die Szene betritt. Gebieterisch fordert er die Anwesenden zu einem Gang durch die größte römische Bäderanlage außerhalb Roms auf. Und nun beginnt eine Zeitreise durch die wechselvolle Geschichte der einstigen Augusta Treverorum, gespickt mit pikanten Einzelheiten über Intrigen römischer Würdenträger und die listigen Finten der germanischen Untertanen.
Der traditionelle Rundgang beginnt an der Porta Nigra – dem Schwarzen Tor – der antiken nördlichen Stadtbefestigung. Das gigantische Amphitheater, die gut erhaltenen Barbarathermen und andere bedeutende Bauwerke legen auch heute noch Zeugnis ab von der Bedeutung Triers, das sich zu Zeiten Kaiser Konstantins (275 bis 337) stolz das „deutsche Rom“ nannte. Mit 70.000 Einwohnern war es nicht nur die größte Stadt nördlich der Alpen, sondern eine der wichtigsten „Hommage an Konstantin, den ersten christlichen Kaiser Roms“ weiterlesen

Der kleine Unterschied

Von Uta Buhr

„Warum müssen Frauen immer tratschen!“ Die beiden jungen Männer am Nebentisch sehen ihre Begleiterinnen missbilligend an. Dabei hatten die zwei ganz harmlos über den Kellner getuschelt, der die fehlende Haarpracht auf seinem Kopf durch überlange Koteletten wettzumachen suchte. Doch dann bleibt dem einen Jüngling buchstäblich die Kuchengabel im Mund stecken: „Seht mal die da. Die sieht ja aus wie ein Salamander.“ In der Tat, die kleine Frau, die gerade vorbeischwebt, trägt grüne Leggins, gelbe Turnschuhe und ein gelb-grünes T-Shirt. Das Tüpfelchen auf dem i aber ist eine grüne Schleife, die auf dem flachsblonden Haar thront. „Allmächtiger, da wird man ja sehkrank“, stöhnt der andere. „Nee, diese Farben stehen dem Mädel wirklich nicht.“ Beide Herren recken die Hälse, und bevor die junge Dame im Eckladen verschwindet, fällen sie ihr letztes Urteil: „Schöne Beine hat sie auch nicht. Und das bei dem kurzen Hemd.“ „Ich denke Männer tratschen nicht“, erregt sich die Freundin zur Rechten. „Wer redet denn von Tratsch“, kommt es kühl zurück. „Das war lediglich eine kritische Bestandsaufnahme.“ – Es lebe der kleine Unterschied! „Der kleine Unterschied“ weiterlesen

Sehnsucht nach salziger Luft, dem Kreischen der Möwen und dem Tuten der Schiffe

Zum 65. Geburtstag am 19.05. ehrte die Freie und Hansestadt Hamburg die unvergessene Sängerin Alexandra mit der Benennung einer Straße
Von Manuela Rosenthal- Kappi
Am 19. Mai, dem Tag, an dem die am 31. Juli 1969 tödlich verunglückte Sängerin Alexandra 65 Jahre alt geworden wäre, hatten die Kulturbehörde der Stadt Hamburg und der Alexandra-Freunde-Verein e.V. zur feierlichen Enthüllung der Straßenneubennung “Alexandra-Stieg” zu Ehren der Künstlerin in den Elbpark Entenwerder eingeladen. Kurz zuvor noch hatte es in Strömen gegossen, die Veranstaltung schien buchstäblich ins Wasser zu fallen. Es war Hamburger Schmuddelwetter. Doch plötzlich, pünktlich zu Beginn der Veranstaltung, riß der Himmel auf, die Sonne schien durch den Wolkenvorhang.
Das Schild ist enthüllt!
v. l. Evaldas Ignatavacius, Dr. Michael Rasig, Rüdiger Elwart, Marc Boettcher, Marleen Zaus, Renate Scholten, Axel Wieder

Neben Vertretern der Stadt Hamburg, Familienangehörigen und dem Vorstand des Alexandra-Freunde-Vereins war auch der litauische Botschafter Evaldas Ignatavacius eigens aus Berlin angereist, um dem Ereignis beizuwohnen und eine Ansprache zu halten. Nachdem der Vereinsvorsitzende Dr. Michael Rasig die Teilnehmer begrüßt hatte, sprach Rüdiger Elwart vom Bezirksamt Hamburg-Mitte davon, welche Bedeutung die ehemalige Bürgerin Alexandra, die damals noch Doris Nefedov hieß, für die Stadt hatte und umgekehrt, welche Bedeutung die Hansestadt für die Sängerin besaß. Alexandra hatte entscheidende Jahre für ihr persönliches Leben in Hamburg-Rothenburgsort verbracht, nur wenige hundert Meter vom Veranstaltungsort entfernt, an dem sich damals ein Schrottplatz befand, Zigeuner campierten, die ersten Fotoaufnahmen der Sängerin Alexandra entstanden. „Sehnsucht nach salziger Luft, dem Kreischen der Möwen und dem Tuten der Schiffe“ weiterlesen

Rückblick

Von Harry Ostwaldt

Als ich am 09.12.1934 das elektrische Licht dieser Welt in Berlin-Moabit erblickte, war die Welt in Deutschland noch in Ordnung.
Mein Vater selig hatte Arbeit und bald konnten wir als kleine Familie eine schöne, helle 2-Zimmer-Wohnung in Berlin- Britz beziehen.Harry Ostwaldt02
Die Einschulung erfolgte, so wie es damals üblich war, mit großer Schultüte und vielen guten Ratschlägen (die ich aber nicht alle befolgte).
Im Jahre 1940 zogen wir dann nach Schlesien um, und es begann für mich eine ganz andere Zeit. Nicht nur in der Schule, auch das Leben auf dem Lande war gänzlich anders für uns Stadtpflanzen.
Aber es war eine sehr schöne Zeit, kein Fliegeralarm, kein Luftschutzkeller, leider aber auch jeden Tag Schule. Ja, bis zum Mai 1945. Da war die schöne Zeit mit einem mal vorbei.

Wir wurden vertrieben!! Zurück nach Berlin.
Die sowjetische Blockade von Berlin 1948 brachte es mit sich, dass wir Kinder von der damaligen britischen Besatzungsmacht per Flugboot nach West-Deutschland ausgeflogen wurden.
Wir landeten in Hamburg auf der Luftwerft von Blohm & Voss in Hamburg-Finkenwerder. Anfang der 50er Jahre, nach erfolgreichem Abschluss der Volksschule, Antritt der Lehre als Kupferschmied bei der Deutschen Werft AG in Hamburg- Finkenwerder. „Rückblick“ weiterlesen

Idylle mitten im Wald

Hotel Jagdhof Glashütte

Von Uta Buhr

Die Anfahrt durch das Wittgensteiner Land  ist ein einzigartiges Naturerlebnis. Der Weg über Siegen führt  durch tiefe Mischwälder, vorbei an Teichen und murmelnden Bächen direkt zum „Jagdhof Glashütte.“ Der Name, finden viele Gäste, wird dem schlossartigen,Der Jagdhof im Sommer
reich mit Zinnen, Türmchen und Erkern versehenen Gebäude nicht gerecht. Üppiger Blumenschmuck quillt aus den Fensternischen, ziert die Balkone. „Jagdschloss“  wäre angemessener. Nach Einbruch der Dämmerung von allen Seiten angestrahlt, erinnert der lang gestreckte Bau tatsächlich an ein verwunschenes Schloss aus der Märchensammlung der Brüder Grimm.
Die von einer Galerie gesäumte Halle ist mit bequemen Sitzmöbeln und kostbaren Orientteppichen ausgestattet. Im offenen Kamin knistern Holzscheite. An den Wänden prangen Geweihe und Gemälde mit Jagdmotiven. „Der uns umgebende Wald ist randvoll mit Wild“, sagt Edmund Dornhöfer, Eigentümer und Direktor des Hotels in Personalunion. Die Trophäen stammen  von hiesigen Jägern. Schon sein Vater, der hier einst eine bescheidene Gaststätte für Fuhrleute und Forstarbeiter betrieb, war ein eifriger Sammler. Nach dessen frühem Tod übernahm der Sohn im Alter von zwanzig Jahren den Betrieb und baute ihn nach und nach zu dem aus, was er heute ist – Mitglied der feinen Hotelgruppe Relais & Châteaux, ausgezeichnet mit drei Kronen im „Varta Hotel Guide“,
erwähnt  in der „Gastro Bibel“ – kurz eines der „Top Five“ unter Deutschlands Country-
Residenzen. „Idylle mitten im Wald“ weiterlesen

Honig-Schnuller zerstören Milchzähne

Von Renato Diekmann

Dank intensiver Aufklärung und prophylaktischer Maßnahmen wird in den letzten Jahren bei den meisten jugendlichen Patienten ein deutlicher Rückgang der Karies an den bleibenden Zähnen beobachtet. Im Milchgebiss ist der Kariesrückgang allerdings noch viel zu gering.
Dr. HandtmannBei einem Teil der Kleinkinder ist der Kariesbefall sogar besonders stark ausgeprägt, berichtete       Dr. Susanne Handtmann, Oberärztin am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Tübingen. Vor allem stelle die frühkindliche Karies „Early Childhood Caries“ bzw. das „Nursing bottle syndrom“ noch immer ein großes Problem dar. Die Ursache sei hauptsächlich durch fehlerhafte Ernährung mit zucker- und säurehaltigen Getränken in Nuckelflaschen zu suchen. Auch der in Honig oder Nutella getunkte Schnuller, der nuckelnde Babys und Kleinkinder über viele Stunden beruhigen soll, verursache erheblich Schäden und zerstöre die Milchzähne.

Neben der Ernährung spielen die orale Mikroflora, wie z. B. der Streptokokkus mutans (Leitkeim der Zahnkaries) und die Speichelzusammensetzung eine wichtige Rolle. Auch werden Vorschädigungen in Form einer mangelhaften Mineralisation des Schmelzes diskutiert, so die Experten. „Honig-Schnuller zerstören Milchzähne“ weiterlesen

Raumwunder mit inneren Werten

Von Renato Diekmann

Honda Jazz 1Der Honda Jazz bietet Allroundqualitäten, hat viel Platz, besonders hinten, wobei die variablen Rücksitze kinderleicht zu handhaben sind. Er überzeugt mit funktionalem Design, guter Ausstattung und vorbildlichen Lösungen für den optimalen Transport von Personen und Gepäck. Der japanische Freund für den mobilen Alltag ist agil, praktisch, genügsam im Verbrauch und qualitativ hochwertig verarbeitet. Doch Qualität hat seinen Preis. „Raumwunder mit inneren Werten“ weiterlesen

Ein besonderer Finanzminister

Bernt Strenge und die Nordelbische Kirche
Von Johanna Renate Wöhlke

Bernt Strenge, Verwaltungschef des Kirchenkreises Hamburg-Harburg in der evangelischen Nordelbischen Kirche, ist ein Ostfriese und ein Christ. Der Ostfriese steht ihm ins Gesicht geschrieben. Sofort nach dem „Guten Tag“ erwartet man, zum Tee eingeladen zu werden. Aber es gibt auch Kaffee als Alternative, dazu Schokoladenkekse und einen angenehm leichten und würzigen Duft für die Nase, der sich als der Genusswelt eines Pfeifenrauchers zugehörig entpuppt.

Bernt Strenge kennt seine Kirche von innen, von ganz innen, und er liebt sie. Diese Arbeit macht er nicht nur, weil er sie gelernt hat und kann. Er macht sie auch, um, wie er sagt, „die frohe Botschaft“ zu verkünden und damit zu fördern und zu verbreiten. Da kommt der Christ ins Spiel. „Ein besonderer Finanzminister“ weiterlesen