Wieder Freude an Bewegung-Arthroseschmerz wirksam lindern

Von Achim Simon

Neben Kopfschmerzen und fieberhaften Infekten sind Gelenkerkrankungen der häufigste Anlass für einen Arztbesuch. Schätzungsweise 15 Millionen Menschen leiden am vorzeitigen Gelenkverschleiß, fünf Millionen haben bereits chronische Schmerzen aufgrund von Arthrose. Im Prinzip kann jeder an Arthrose erkranken und heilbar ist die Krankheit auch nicht. Aber es gibt gute Möglichkeiten, den Zeitpunkt der Erkrankung hinauszuzögern und vor allem die Schmerzen zu lindern. Ein Schmerzgel mit einer innovativen Technologie kann hier helfen. Knie - Arthrose

Arnold N. aus Hamburg ist ein leidenschaftlicher Sportler. Insbesondere Marathonläufe und Triathlon haben es dem Mann mittleren Alters seit seiner Jugend sehr angetan. Doch dann begann der Ärger.

„Also begonnen hat das vor ungefähr zweieinhalb Jahren, und es war ein Schmerz, der sich langsam in meinem Knie ausgebreitet hat, den ich nicht recht zuordnen konnte, bei Bewegung, beim Laufen , beim Springen, beim Joggen, so dass ich dann zum Arzt bin und da wurde dann zunächst eine Kniespiegelung gemacht, nachdem vorerst ein Kernspinunter-suchung vorgenommen worden ist, wurde aber nichts gefunden und die Schmerzen im Knie blieben trotzdem.“

Erst drei Operationen später wurde die eigentliche Ursache für die Schmerzen im rechten Knie gefunden: Arthrose. Das Schicksal von Arnold N. zeigt exemplarisch, dass auch Jüngere nicht immer darauf hoffen können, dass ihnen der Schmerz und die Körpersteifigkeit erspart bleiben. Der Arzt  Dr. Ernst Höhn aus Wurmberg bei Heilbronn ist tagtäglich damit konfrontiert:

„Es ist ganz sicher eine  Volkserkrankung vor allem bezogen auf das Kniegelenk, bei dem  schon jüngere Menschen in größerer Zahl betroffen sind, das hängt sicher mit den Freizeitaktivitäten zusammen,  aber zum Teil auch durch Immobilität, durch Übergewicht, so dass wir immer  mehr Menschen- auch Jüngere- mit Gelenkbeschwerden in die Praxen bekommen und uns diverse Konzepte überlegen müssen, wie wir damit umgehen.“

Vor allem Ballsportler und Vielläufer, die ihren Sport excessiv betreiben, können  eine Arthrose in jungen Jahren bekommen. Aber auch der  Bewegungsmuffel, der zudem zu viel Pfunde auf den Rippen hat, ist ebenfalls ein idealer Kandidat.
Dass aber letzten Endes  besonders alte Menschen an Arthrose leiden, liegt an einer organischen Ursache, auf die wir keinen sonderlich großen Einfluss haben: Der Gelenkknorpel kann sich nach Ende des körperlichen Wachstums nicht mehr regenerieren. Wenn er einmal beschädigt oder abgenutzt ist, so bleibt er es für immer.
Auch wenn die Arthrose aus diesen Gründen nicht heilbar ist, so bestehen doch gute Möglichkeiten , den Gelenkverschleiß in seinem Tempo zu verlangsamen und vor allem die Schmerzen deutlich zu verringern.
Zwei Strategien sind dabei wichtig. Sie bedingen sich gegenseitig, das Eine ist ohne das Andere kaum zu haben. Vor einer Operation, Medikamenten und anderen Hilfsmitteln wie Orthesen zur Stabilisierung oder Bandagen, steht zunächst Bewegung immer im  Vordergrund, betont Prof. Markus Plehn, Apotheker aus Brackenheim. Der erfahrene Experte lehrt Geschichte der Pharmazie in Freiburg und hält viel von den Selbstheilungskräften des Körpers ohne gleich von außen mit schwerem medizinischen Geschütz aufzufahren. Und gerade bei Arthrose kann man viel selbst tun:

„Wir sollten uns aus zwei Gründen mehr bewegen: Der erste Grund ist, wir müssen schauen, dass die Gelenkflüssigkeit wieder in den Spalt , wo sie hingehört, reinkommt, das kann man durch Bewegung machen, des Weiteren hat Bewegung einen ganz positiven Effekt auf die umgebende Muskulatur und die Muskulatur ist ziemlich entscheidend dafür, ob die Beschwerden anhalten oder nicht. Denn sie hat die Haltefunktion und kann das, was an Knorpel vielleicht nicht mehr da ist, ausgleichen. „

Bewegung meint hier gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen und richtig angewendet auch Radfahren. Damit die Bewegung aber Spaß macht, sollte am Anfang auch etwas gegen die Schmerzen und Gelenksteifigkeit unternommen werden. Erfahrungsgemäß greifen die meisten zu rezeptfreien Schmerzmitteln oder lassen sich vom Arzt  sogenannte nicht steroidale Antirheumatikan (NSAR) verordnen. Auch Arnold N. versuchte es auf diese Weise. Mit  wenig Erfolg:

„Ich habe einiges gemacht, ich habe vor allem Krankengymnastik gemacht über viele Monate, ich habe Schmerzmittel genommen, ich habe auch Salben versucht, diverse Therapiebehandlungen, es hat alles nicht so richtig funktioniert, die Schwellung und die Schmerzen waren nach wie vor da im Knie.“

Dass Schmerzmittel wie Paracetamol oder Iburofen, aber auch die nicht steroidalen Antirheumatika(NSAR) nur im akuten Fall und nur für kurze Zeit genommen werden sollten, weiß eigentlich jeder, doch die wenigsten halten sich daran. Die gesundheitlichen Risiken bis hin zum vorzeitigen Tod sind gerade bei älteren Menschen groß, betont der Arzt Prof.Martin Wehling vom Zentrum für Gerontopharmakologie der medizinischen Fakultät Mannheim. Insbesondere die NSAR-Medikamente führen bei älteren Patienten häufig zu Magenblutungen, Herzinfarkt, Schlaganfälle und Verstopfung um nur einige der potentiell tödlichen Nebenwirkungen bei Dauergebrauch
zu nennen. Martin Wehling rät daher dringend zu einem sehr vorsichtigen Gebrauch dieser Schmerzmittel und wenn, dann nur unter enger ärztlicher Kontrolle. Besser wäre es aber, wenn Alternativen zu herkömmlichen Schmerzmitteln eingesetzt würden, betont der Arzt. Und diese Möglichkeit gibt es in Form eines Gels, das auf die Haut am betroffenen Kniegelenk aufgetragen wird. Dieses sogenannte Flexiseq-Gel schafft etwas, was bislang nicht möglich war: Es kann die Hautbarriere durchdringen und somit dort seine Wirkung entfalten, wo sie benötigt wird. Kleinste Partikel-sogenannte Sequessome- wandern aufgrund ihrer extremen Flexibilität und Verformbarkeit durch die Haut direkt an das schmerzende Gelenk, etwa das Knie.

Die Haut ist unser größtes Organ und erste Abwehrzentrale gegen Bakterien,Viren und andere unerwünschte Eindringlinge. Von daher verwundert es nicht, dass diese mehrschichtige Barriere nicht leicht und verletzungsfrei zu überwinden ist.
Diese im Gel enthaltenen Sequessome können das, weil sie von ihrer biochemischen Struktur her den Phospholipiden verwandt sind, körpereigenen Baustoffen, ohne die keine einzige Zelle im menschlichen Organismus funktionieren würde.
Die Forschung zu solch hautdurchgängigen Partikeln begann bereits in den 90er Jahren.
Der junge medizinsche Biophysiker Gregor Cevc baute an der Technischen Universität München ein Labor für biophysikalische Forschung auf und lehrte bis zum Jahr 2000 dort auch medizinische Biophysik. Er betrieb  die Basisforschung und entwickelte die Grundbausteine für hautdurchgängige Partikel. Das Potential seiner Forschungen wurde schnell klar und mit Gründung einer Start-up Firma im Biotechsektor wurde die Arbeit an der Entwicklung hin zu einem fertigen medizinischen Produkt fortgesetzt. Vor zwei Jahren war es dann soweit und ein marktfähiges Produkt durchlief die erforderlichen Studien, mit  einem ermutigenden  Ergebnis wie der Pharmazeut Markus Plehn erklärt:

„In diesen Studien hat man festgestellt, dass sowohl der Schmerz bei der Arthrose durch dieses Gel gelindert wird, man hat aber auch festgestellt, dass die Funktion des Gelenks wieder besser wird und diese Studien sind durchaus belastbar und ermutigend und sie wurden an mehr als 1500 Personen durchgeführt.“

Arnold N. , von Haus eher skeptisch gegenüber irgendwelchen Gels, die man auf die Haut aufträgt, hat es auspro- biert und ist zufrieden:

„Ich glaube, dass die Kombination aus verschiedenen Möglichkeiten den Erfolg bringt, dass man dieses Medikament durchaus probiert, das seine Berechtigung hat, das bei mir auch die Schwellung weggenommen hat, dass man aber auch Alternativen ausprobiert wie Akupunktur, wie Hypnose und Sport, und damit versucht, die Arthrose in den Griff zu bekommen, bei mir hat es soweit geholfen.“

Im Gegensatz zu klassischen Schmerzmitteln ist dieses Gel fast nebenwirkungsfrei, weil es keinen pharma- zeutischen Wirkstoff enthält sondern nur diese Sequessome. In der Regel sind bei vielen Patienten die Schmerzen  deutlich gemindert. Das Mittel ist rezeptfrei in Apotheken erhältlich.
Noch ein Letztes: Die ersten Warnzeichen einer beginnenden Arthrose wie etwa Anlaufschmerz nach dem Aufstehen oder eine spürbare Erwärmung in den Gelenken  nicht ignorieren  sondern gleich den Arzt aufsuchen  um möglichst schnell mit Gegenmaßnahmen das zu frühe Aus des Gelenkknorpels zu stoppen.
Im Internet sind hilfreiche Informationen zu finden unter  unter www.arthrose.de  sowie
www.bewegen-ohne-schmerzen.de