Das leise Versiegen – Anmerkungen zu Libido und Fruchtbarkeit

Hispanic teen girl with medicine pill
Foto: Götz Egloff

Da helfen auch Tabletten nicht… oder doch? – Bringen wir Endokrinologie und Psychosomatik im Sinne einer bio-psycho-sozialen Medizin, die gesellschaftliche Entwicklungen miteinbezieht, zusammen, so gelangen wir rasch zu Einsichten, die durchaus gegenläufig zu vielen weit verbreiteten Annahmen sein dürften. Sowohl klinisch Beobachtbares als auch Alltagserscheinungen in deren Verhältnis zu den aktuell geführten gesellschaftlichen Debatten liefern Anschauungsmaterial, das der Interpretation würdig ist. Ohne hier durchaus bedeutsame individuelle psychische Verfasstheiten zu beleuchten, werden also im Folgenden verschiedene Befunde kursorisch erfasst und in gesellschaftlichen Kontext gesetzt.

In ihrem Fachartikel zur ‚Kontrazeption bei Jugendlichen‘ formulierte Cosima Brucker von der Uni Ulm noch im Jahr 2002 die Problematik von Teenager-Schwangerschaften, die damals schon im Rückgang begriffen waren und noch sind. In ihrem Bezug auf Studiendaten von 1980 und 1998 wurde vor allem zuviel Spontaneität im sexuellen Verhalten als problematisch eingeschätzt. Über 20 Jahre und nichts weniger als eine Medienrevolution später, muss Christian Dadak (2025) vor allem in den westlichen europäischen Ländern nicht nur einen immer drastischeren Geburtenrückgang feststellen; wir haben es bei jugendlichen Frauen hinsichtlich Sexualität und Kontrazeption gar mit einer komplizierten, vielschichtigen Gemengelage zu tun, in der einiges nicht nur auf eine Abnahme der Häufigkeit von Geschlechtsverkehr hinweist, sondern auf einen Libidorückgang selbst. Dies wäre eine hochproblematische Entwicklung, die von einer der renommiertesten Sexualforscherinnen Nachkriegsdeutschlands, Sophinette Becker, bereits 2013 kritisch in Aussicht gestellt wurde (Becker 2013; vgl. Egloff 2023). Von einer Problematik der Spontaneität hin zur Problematik des Libidorückgangs könnte man wohl sprechen.

Die Luxemburger Gynäkologin Danielle Choucroun (2024) publiziert hierzu über die zunehmende Ablehnung von Kontrazeption und stellt gleichzeitig im Frankreich des Jahres 2022 die höchste Schwangerschaftsabbruchrate seit etwa 30 Jahren fest. Die paradoxe Erscheinung, dass gerade in westlichen Gesellschaften die Geburtenrate sinkt – die niedrigste Anzahl an europäischen Geburten weist Malta auf (Calleja-Agius u. Attard 2024) – und gleichzeitig die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei rückgehender Kontrazeption steigt, muss man erst einmal verdauen: Choucroun beschreibt, wie in Luxemburg im Jahr 2023 die Abbrüche rapide anstiegen, also in genau jenem Jahr, in dem alle Kontrazeptionsmittel zum ersten mal kostenfrei zur Verfügung standen; im Jahr der staatlichen finanziellen Übernahme verdoppelte sich gar deren Anzahl. Auf Luxemburg als “champion of contraception in Europe” hinzuweisen lässt sich die Autorin dennoch nicht nehmen und fragt sich, ob kostenfrei nun noch nicht genug sei. Diese beliebte hyperrationale Perspektive verkennt – neben einem möglicherweise als solchem wahrgenommenen staatlichen Signal, keine Geburten seien Geburten vorzuziehen – mindestens manche derzeitigen gesellschaftlichen Beschaffenheiten. In diesen gehen Gedankenlosigkeit und Anspruchshaltung gar nicht so selten eine unheilige Allianz ein, gewiss nicht nur bei jungen Frauen. Dabei führt Choucroun im Abschnitt über die Hypermoderne gute Beobachtungen an, kann sie aber nicht recht nutzen. Dass totale Verwöhnung mindestens so schädlich ist wie totale Versagung, scheint jedenfalls noch nicht überall durchgedrungen zu sein. Die Hormondosis der ´Morning-after-Pille´ beträgt ein Vielfaches der täglichen Antibabypille und wird im ´Notfall´ doch recht bedenkenlos konsumiert. Dass die Autorin daher die Pillenmüdigkeit beklagt, ist nachvollziehbar, muss aber in einen Gesamtkontext eingebettet werden.

Endokrinologie und Psychosomatik 

Brasilien ist seit jeher ein westliches Land, in dem nur wenige Frauen die Pille mögen (vgl. Egloff 2011a, b). In Italien verhält es sich ähnlich: mit nur etwa 20 Prozent Anwenderinnen in der weiblichen Bevölkerung ist die italienische Pillenquote eine der niedrigsten in Europa, und insgesamt etwa 40 Prozent wenden keine oder nur halbherzig kontrazeptive Maßnahmen an (Farris u. Bastianelli 2025). Nun könnte es sein, dass auch in Deutschland der in Brasilien und Italien oft ins Feld geführte spürbare Libidoverlust im Rahmen der Pilleneinnahme gerade junge Frauen von dieser abhält – und wenn das Verlangen dann durchbricht, sie die ´Pille danach´ als notwendiges Übel akzeptieren lässt. Aus psychotherapeutischen Praxen ist dies gelegentlich zu vernehmen. Die tägliche Hormondosis nicht zu vergessen kann heute für manche junge Frau ein echtes Problem darstellen, und transdermales Hormonpflaster oder Monatsring werden nach wie vor selten verwendet. Näher allerdings scheint zu liegen, dass in Brasilien und Italien mit manchen Rationalisierungsschüben kälterer Länder und Kulturen nur ungern mitgegangen wird. Was für junge Frauen in südlichen Ländern bei einer fraglos beobachtbaren Appetenz- und Libidosteigerung nach Absetzen der Pille (Egloff 2012) nachvollziehbar erscheint, kann auch bedeuten, dass diese eine mögliche Schwangerschaft nicht unbedingt als Katastrophe verstehen; vielleicht ist die ´Empfänglichkeit´ für Empfängnis ausgeprägter als in nördlichen Ländern. Dennoch sinkt auch im europäischen Süden die Geburtenrate.

So wie erhebliche Libidostörungen bei vielerlei pharmakotherapeutischer Medikation (Keck 2019) eher die Regel als die Ausnahme darstellen, werden nun kontrazeptive Maßnahmen auch in Deutschland zunehmend als Bremse oder Belastung wahrgenommen. Dass nach langjähriger Pilleneinnahme Schwierigkeiten auftreten können, schwanger zu werden, hat sich zum Teil herumgesprochen; die sogenannte Lutealphasenunterstützung mittels Progesteron scheint auch bei natürlich geplanter Schwangerschaft mittlerweile immer nötiger zu werden, wie auf dem Kongress der Preis School für Perinatologie, Neonatologie und Reproduktionsmedizin zu hören war (Bruer 2023). Ob dieser Faktor bei jungen deutschen Frauen tatsächlich eine Rolle spielt, bleibt fraglich. Junge Frauen, pillenmüde oder als unzuverlässige Pillen-Anwenderinnen, könnten von strukturierter Beratung profitieren – in Italien wechselt etwa die Hälfte nach eingehender Beratung ihre Kontrazeptionsmethode (Farris u. Bastianelli 2025) –, ohne dass dies natürlich die Geburtenrate steigern würde.

Kultur und Biochemie

Irgendwann nach der Jahrtausendwende tauchten in gesellschaftlichen Debatten zunehmend Begriffe wie ‚Toxische Männlichkeit‘ auf, die nicht etwa die naheliegenden Vergiftungsängste durch das Männliche (Priskil 2024) thematisieren, sondern meist poststrukturalistisch verwendet werden. Poststrukturalistisch bedeutet sprachtheoretisch und zeichentheoretisch, und letztlich machttheoretisch. Manche dieser Ansätze lassen sich auf vieles sinnvoll anwenden, auf Körper und Geschlecht aber am wenigsten. Wer Körper und Geschlecht nur poststrukturalistisch – quasi ohne Körper – denken mag, dem sei hier Ralph Frenkens Kapitel “Venus-Phallus” (2023) anempfohlen, das körperlich-leibliche Aspekte leicht sichtbar macht: Körper sind real, und Psyche ist eng mit dem Körper verbunden, gar in Wechselwirkung eingeschrieben. Doch ein ‚Körper, nein danke!‘ ist heute wieder gar nicht so selten zu bemerken, auch ohne dass es immer ausgesprochen würde.

Betrachten wir die Nanowelt der Mitochondrien in der Reproduktion, wird klar, dass im biologischen Befruchtungsvorgang biochemische Prozesse stattfinden, die psychosomatisch fundiert sind. So konnte z.B. nachgewiesen werden, dass molekularer oxidativer Stress männliche Spermien beim Prozess der Kapazitation und damit die Akrosom-Reaktion im Rahmen der Befruchtung stören kann, was deren Beweglichkeit betrifft, sodass auch bei ausreichender Spermienzahl keine Befruchtung stattfindet (Franjic 2023). Die Biologin Darja Wagner sieht in ihrem Artikel “Männliche Fruchtbarkeit in Gefahr?” (2025) die männliche Fertilität gar in exorbitantem Rückgang begriffen, wofür manches spricht. Was sie in Zusammenhang mit einer Überexpression des Spike-Proteins im Rahmen der CoVid19-Pandemie formuliert, könnte sogar weitgehendere Zusammenhänge haben.

Die Spermienqualität gehe in Westeuropa, Nord- und Südamerika, China und Indien zurück, formuliert Wagner vielleicht etwas zu global, denn: wo nicht gemessen wird, können keine Befunde vorliegen. Und es wird nicht überall gemessen. Warum geht sie überhaupt zurück? Die üblichen Verdächtigen wie Ernährung, Plastik und manche Stoffe dürften gewiss eine Rolle spielen, es müssten aber auch andere Zusammenhänge eröffnet werden. Denn insgesamt schaut es in afrikanischen und arabischen Regionen deutlich anders aus, sodass von einer Schwerpunkt-Problematik überwiegend westlicher und westlich gepägter Industrieländer gesprochen werden muss. Als mögliche Faktoren müssten auch psychogeographische einbezogen werden; im Rahmen von Mentalität ist eine ausgeprägte Kinderfreundlichkeit im Süd-Nord-Gefälle überdeutlich.

Im engeren biochemischen Rahmen sind bei oxidativem Stress nicht nur eine zu geringe, sondern auch die exzessive Zufuhr von Antioxidantien ungünstige Faktoren, die die Spermien-Kapazitation behindern oder stören (Henkel 2024). Zudem können bei eigentlich gesunden Spermien neben der Motilität auch andere Faktoren als Problematiken auftreten, die im Ergebnis als Sterilität bezeichnet werden können (Franjic 2023). Die Eiweiß-Verbindung L-Carnitin, vertreten durch rotes Fleisch und insbesondere Hammel und Lamm (Henkel 2024), ist dagegen ein protektiver Faktor. Regionen wie Nordafrika und Vorderasien sind hier klar im Vorteil. Von den Ländern auf mit Europa vergleichbaren Breitengraden ist es die Mongolei, die, auf dem Breitengrad Österreichs, eine hohe Geburtenrate aufweist – wenn auch ganz andere soziokulturelle Bedingungen vorliegen. Dennoch: traditionellere Gesellschaften haben kulturell manche Probleme weniger, weil sie sich genealogischer, d.h. sich stärker in historischen Linien sehen (Egloff 2023; vgl. Nassar 2023). Aber auch in Island, wo Hammel und Lamm ebenso eine gewisse Rolle spielen, gibt es eine immerhin recht stabile mittlere Geburtenrate. Ganz entgegengesetzt, auf den Philippinen, ist sie recht hoch. Gemeinsam haben die genannten Länder wiederum, dass Vegetarismus dort keine Rolle spielt. Dieser ist für männliche Fertilitätsförderung wenig geeignet, da fast kein L-Carnitin zugeführt wird (Henkel 2024). Liegt hier gar ein übersehener Schlüssel zu niedrigen Geburtenraten?

Man kann nicht wissen, ob soziokulturelle Bedingungen den psychosomatischen Beschaffenheiten vorausgehen oder andersherum. Ein Sowohl-als-auch ist wahrscheinllich. Was man wissen kann ist, dass auch biologische und kulturelle Faktoren in Wechselwirkung stehen und neben den sozialen eine gewichtige Rolle spielen, die oft ausgeblendet wird. Ein Mehr an oft verwirrenden Informationen schafft zudem nicht unbedingt mehr Aufklärung, sondern dient oft der weiteren Rationalisierung der Lebenswelt, was existentielle Verunsicherung schafft. Die globalisierte Welt zeugt vom Aufschaukeln von Informationsüberflüssen. Nehmen wir gesellschaftlich also einen eher genealogischen als biographischen Standpunkt ein (Egloff 2020), ist davon auszugehen, dass traditionellere Gesellschaften bei der Reproduktion im Vorteil sind, was natürlich zu Lasten von Freiheiten, aber eben auch zu Lasten westlicher Anomietendenzen geht. Daher findet sich in westlichen Ländern nun ein immer stärker werdendes Bedürfnis nach kultureller Verankerung. Die derzeitig gängigen poststrukturalistischen Konzepte gerade in diesem Bereich stehen dem zum Teil entgegen und befördern eher die existentielle Verunsicherung. Oft werden sie recht unbedacht verwendet und auf alles und jedes angewendet. Weder Körper noch Kultur spielen darin die ihnen zustehende Rolle, und sie werden einem meist unbestimmt genutzten Universalismus untergeordnet.

Mentalität und Debatten

Derzeitige poststrukturalistische Stoßrichtung findet sich auch im Spiegel-Artikel “Männer sind mir fremd geworden” von Nina Sternburg (2025). Ihr Lamento umfasst viele der heutigen Chiffren westlicher Millennials, von denen nicht wenige mit einem Ausmaß an Privilegien aufwuchsen, das Seinesgleichen sucht. Wenn die Autorin das ganze Repertoire der Begrifflichkeiten auspackt und in Deutschland Gewalt allerorten entdeckt, fragt man sich unwillkürlich, ob sie wohl vom Tocqueville-Effekt gehört hat. In ihren Ausführungen erfolgt zunächst nicht nur keine Selbstreflektion, keine historische Einordnung, keine Anerkennung historischer Bedingtheiten, sondern eher schon einiges an Verkennung. So rekurriert die Autorin auf irgendeinen Instagram-Post, postuliert Riss, Zäsur und manches andere. Aber immerhin, dann setzt Selbstreflektion ein: ihre 50-jährige Mutter, die ein Bekannter “nackig” sehen möchte, lässt die Autorin aufhorchen: ihre Mutter sei von Männern nicht entfremdet, sondern lediglich befremdet. Ist das etwa Erwachsenwerden?

Die Kunst, auch ein ungeschicktes Kompliment als solches zu erkennen, scheint auf dem Rückzug. Auch hier kommt es zudem auf Mentalität und Kulturkreis an: nicht nur ´Anmache´, sondern auch Reaktion können schon in Italien und Schweden sehr unterschiedlich sein (vgl. Egloff 2025). Vielleicht war die Mutter der Autorin ungeachtet der Plumpheit ein bisschen stolz auf die Nachfrage; auch das taucht in psychotherapeutischen Praxen manches Mal auf. Wir alle sind eben auch: Körper. Die Entkörperlichung, die auch Becker (2013) in Poststrukturalismus-Konzepten moniert, hat nämlich bereits einige Arbeit geleistet. Wo sie Einzug hält, befinden wir uns, psychoanalytisch gesprochen, auf dem regressiven Weg von der Endlust zur Vorlust, einer zwar dauerhaften, aber nur quasi-libidinösen Erregungskurve, die nie ihr Ziel, nie ihr Objekt, nie Befriedigung findet.

Das leise Versiegen von Libido und Fruchtbarkeit beginnt wohl dann, wenn Männer Frauen zu ähnlich werden. Dann werden sie entweder noch immer als zu fremd empfunden oder aber gar nicht mehr als Männer erlebt. Die Psychoanalytikerin Simone Reissner (2025) findet bei manchen jungen Pornographiekonsumenten gar das Verharren in der Kleinkind-Position, die man evolutionsbiologisch auch als Omega-Position bezeichnen kann. Aus dieser schaut man den Erwachsenen bei eher unverständlichen als ‚unanständigen‘ Sachen zu – mit denen zu tun hat man ohnehin nichts. Die Alpha-Position hingegen, für Männer zur Zeit schwer in Verruf, ist in Debatten nicht gefragt; wer weiß, ob diese durch Alpha-Frauen gefüllt werden kann (Paglia 2014).

So liegt der Gedanke nahe, dass es eine gesellschaftliche Bewegung gibt, weg von: mit Pille weniger Lust, aber keine Kinder – das ‚alte‘ deutsche Modell – und: ohne Pille mehr Lust und mehr Kinder – das ‚alte‘ südliche Modell, hin zu: keine Pille, keine Lust, und auch keine Kinder. Wird dies das ’neu‘ global-westliche Modell? Dagegen existieren nennenswerte Initiativen eigentlich nur in wenigen südlichen Ländern wie Griechenland, Serbien, Italien, Spanien oder Malta, die die Brisanz der Thematik als hoch einschätzen und: die Kinder und – die fremden – Männer mögen.

Literaturhinweise

Becker, Sophinette (2013). Bisexuelle Omnipotenz als “Leitkultur”? Sexuelle Verhältnisse im gesellschaftlichen Wandel. Psychoanalyse im Widerspruch 25(49):7-25

Brucker, Cosima (2002). Kontrazeption bei Jugendlichen. Gynäkologische Endokrinologie 1:11-17

Bruer, Christian (2023). Kongressbericht Preis School April 2023: Stimulationsprotokolle, Chancen und Risiken bei älteren Patientinnen – und vom Benefit der Lutealphasenunterstützung. J Reproduktionsmed Endokrinol 20(4):174-175

Calleja-Agius, Jean u. Attard, Maria (2024). Will science alone save your fertility? Int J Prenat Life Sci 16(4):1-5

Choucroun, Danielle (2024). Refusal of medical contraception in a hypermodern age: does sexuality want to emancipate itself from science? Europ Gynecol Obstetr 6(2):50-53

Dadak, Christian (2025). Kontrazeption bei Jugendlichen. päd – Prakt Pädiatr 31(2):158-160

Egloff, Götz (2025). Weibliche Psychosomatik in der “postödipalen” Gesellschaft. gyn – Prakt Gynäkol 30(3):242-250

Egloff, Götz (2023). Psyche zwischen Libido und Medien: vom verlorenen zum virtuellen Objekt. gyn – Prakt Gynäkol 28(1):58-68

Egloff, Götz (2020). Time and Psyche. In: Egloff G, Djordjevic D (eds.). Pre- and Postnatal Psychology and Medicine. Nova Science, New York, 269-295

Egloff, Götz (2012). Der Monatsring als Alternative? Paracelsus 12(6):14-15

Egloff, Götz (2011a). Ist weniger mehr? Der Langzyklus als Therapeutikum. gyne 32(8):8-10

Egloff, Götz (2011b). Neues vom Langzyklus. Gynäkologische Endokrinologie 9(2):132

Farris, Manuela u. Bastianelli, Carlo (2025). Unmet needs of contraception in Italy and the role of transdermal contraception. Gynecol Reproduct Endocrinol Metabol 6(1):1-5

Franjic, Sinisa (2023). Sperm are very small male sex cells. J Androl Gynaecol 11(1):1-4

Frenken, Ralph (2023). Venus-Phallus: psychologische Anmerkungen zu den sexuell doppeldeutigen Figurinen des Paläolithikums. In: Stubbe H, Frenken R (Hg.). Paläopsychologie – Erleben, Verhalten und künstlerische Gestaltungen des prähistorischen Menschen. Pabst, Lengerich, 157-206

Henkel, Ralf (2024). Role of mitochondria and redox state in sperm and oocyte health. Gynecol Reproduct Endocrinol Metabol 5(1):27-33

Keck, Christoph (2019). Endokrine Aspekte bei Libidostörungen. gynäkologie + geburtshilfe 24(4):22-27

Nassar, Anwar (2023). Newsletter, American University of  Beirut, Medical Center. OB/GYN Wire 43(1):1-7

Paglia, Camille (2014). Alpha. Playboy (US), May 2014, A-Z Special Edition, A

Priskil, Peter (2024). ´Toxische Männlichkeit´. System ubw – Zschr klass Psychoanalyse 42(1):96-102

Reissner, Simone (2025). Unbewusste Motive bei Pornographiekonsumenten. System ubw – Zschr klass Psychoanalyse 43(1/2):95-102

Sternburg, Nina (2025). Männer sind mir fremd geworden. Der Spiegel 9, 55 (22.2.2025)

Wagner, Darja (2025). Männliche Fruchtbarkeit in Gefahr? Paracelsus 25(3):48-53

 

Festival „Das lyrische Foyer“ in Eppendorf

Plakat

Vom 5. bis zum 7. Juli 2024 findet in der Kunstklinik Hamburg zum zweiten Mal „Das lyrische Foyer Festival“ statt.

Dieses Jahr werden neben etablierten Künstler:innen wie der von der Kritik gefeierten Lyrikerin Ulrike Almut Sandig, dem Liedermacher Max Prosa, dem vielfach preisgekrönten Konzeptkünstler Lucian Patermann sowie dem Schauspieler Moritz Russ auch verschiedene junge Hamburger Lyriker:innen (Robert Hahne, Paulina Behrendt, Hannes Franzke) zu Gast sein. Zudem werden Workshops angeboten, in denen zusammen geschrieben werden kann. Auch eigene Gedichte der Besucher:innen erhalten einen eigenen Raum, zum Beispiel beim offenen lyrischen Foyer, einem lyrischen Spaziergang im Eppendorfer Park oder dem poetischen Kreis. Zwischen Lesungen, Workshops, Konzeptkunst, Yoga und Konzerten wird es weitere Möglichkeiten des lyrischen Austauschs geben, zum Beispiel bei gemeinsamen Essen.

„Das lyrische Foyer Festival“ hat sich aus der regelmäßig stattfindenden Veranstaltung „Das lyrische Foyer“ entwickelt. Premiere hatte jene von Fritz Sebastian Konka ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe am 29. September 2022. Zu Gast waren dort unter anderem bereits Dota Kehr, Max Czollek, Hasune el-Choly oder Sirka Elspaß. „Das lyrische Foyer“ legt den Schwerpunkt auf die hinter ihrer Lyrik stehenden Persönlichkeiten und kommt nahe. Den Menschen und den Zuschauer:innen. Es wird vorgetragen und analysiert, nachgefragt und interpretiert.

Lyrik jeden ersten Freitag im Quartal

„Das lyrische Foyer“ findet immer am ersten Freitag im Quartal Kunstklinik Hamburg, Martinistraße 44a Hamburg-Eppendorf statt; das nächste Mal im Rahmen des Festivals als offenes lyrisches Foyer am 5.7.2024 um 19.00h. Eigene Gedichte können auf Instagram an @das_lyrische_foyeroder per Mail an das.lyrische.foyer@gmail.com geschickt werden. Alle Gedichte sind willkommen und jede:r kann teilnehmen. Acht Autor:innen werden eingeladen, ihre Gedichte im Rahmen des Festivals vorzutragen.

Das lyrischen Foyer hat sich mittlerweile als Anlaufstelle für den poetischen Austausch im deutschsprachigen Raum etabliert. Es ist eine aktive Community entstanden, die auf Instagram mehr als 1.900 Follower:innen beheimatet. Täglich werden neue Gedichte auf dem Kanal veröffentlicht. Der Kopf hinter dem lyrischen Foyer (Festival) ist der Hamburger Lyriker Fritz Sebastian Konka (https://dasalltaeglichechaos.wordpress.com/ueber-mich/).

Die Tickets für das Festival sind über den folgenden Link erhältlich:

https://www.eventim-light.com/de/a/57330368e4b01fff8947d999/e/6634ce26f3098d58a3c62f7a

Die Preise (zzgl. VVK) gestalten sich wie folgt:

Festivalticket Freitag bis Sonntag, 59 € (ermäßigt bzw. Clique 49 € p.P.), Unterstützungspreis 79 €
Tagesticket Freitag 29 € (ermäßigt bzw. Clique 20 € p.P.), Unterstützungspreis 39 €
Tagesticket Sonnabend 39 € (ermäßigt bzw. Clique 30 € p.P.), Unterstützungspreis 49 €
Tagesticket Sonntag 19 € (ermäßigt 10 € p.P.), Unterstützungspreis 29 €
Einzeltickets 15€ (ermäßigt 10 €) für alle Einzelveranstaltungen, keine Einzeltickets für Workshops

Link zur Festival-Homepage: https://dasalltaeglichechaos.wordpress.com/ 

Instagram: Festival auf Instagram

Neue Literatur im alten Rathaus: Urs Heftrich

Der Lyriker Urs Heftrich, Jahrgang 1961, leitet an der Universität Heidelberg den Lehrstuhl für Slavische Literaturwissenschaft. Einen Namen machte er sich mit preisgekrönten Übertragungen und Editionen tschechischer Lyrik sowie als freier Autor für das Feuilleton der FAZ und der NZZ.

Sein Debüt als eigenständiger Dichter liegt noch gar nicht lange zurück. Nach langer Schreibblockade wagte er sich erst 2021 mit eigener Poesie an die Öffentlichkeit. Seither kamen in rascher Folge drei Lyrikbände heraus: die Foto- und Gedichtmappe „Maronenmond“ (Hamburg 2021), die von dem Komponisten Gilead Mishory vertont wurde, die „Reime“ des Bandes „Halbinselfisch“ (Niederstetten 2021) sowie der deutsch-englische Foto- und Lyrikband „Gehäuseschutt – House of Rubble“, 2023 verlegt bei Angeli & Engel in Hamburg.

Die Kritik reagierte ausnehmend positiv: Die Gedichte decken, so die Rezensenten, „ein ganz breites kulturgeschichtliches Spektrum“ ab, indem sie die „verblüffende Technik eines Arcimboldo“ mit der „Zerlegung einer modernen Ironie“ verknüpfen. Sie sind dazu angetan, „Sehgewohnheiten aufzubrechen“ und „Denkschemata rotieren zu lassen“. Natur wird in ihnen „auf sinnliche, sehr lebendige Art erfahrbar gemacht“, doch behalten sie dabei immer ein „Geheimnis“: „Als Leser lauscht man in diese Gedichte hinein, man möchte sie ergründen und weiß doch, dass es bei einer Annäherung bleibt, bleiben muss.“ Gelegenheit zur Annäherung an Gedichte und Autor gibt unsere Lesung am 10. April.

Neue Literatur im alten Rathaus, Folge 26
Urs Heftrich

Mittwoch, 10. April 2024, 19:00 Uhr
Haus der Patriotischen Gesellschaft, Säulenkeller
Trostbrücke 4, 20457 Hamburg

Moderation: Peter Engel

Eintritt frei. Bitte melden Sie sich an: https://www.patriotische-gesellschaft.de/veranstaltungen/neue-literatur-im-alten-rathaus-urs-heftrich 

 

Verlag Angeli & Engel
Saselbekstraße 113
22393 Hamburg
Tel.: 040-60566773
Mail: angeliundengel@gmail.com

Japan im Jupiter: Ein japanischer Kulturabend

Foto: DJFE

In der wunderschönen Zeit der Kirschblüten findet in Hamburg eine sehr besondere Veranstaltung statt.

Ein japanischer Kulturabend im Rahmen von  „One Vision internationale Ausstellung und interkultureller Austausch“ am 19. April von 17:00 bis 21:00 Uhr im Jupiter Haus, Mönckebergstraße 2-4. Eintritt frei

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Programm

(Ausstellungen: ganztägig ab 11 Uhr)

17:00 Uhr: Eröffnung mit One Vision und dem Deutsch-Japanischen Forum Elbe (DJFE) e.V.
17:15 Uhr: Aikido-Vorführung – Noboru Miyazaki, Aikido Schule Hamburg
17:30 Uhr: Yukata Workshop – Christina Pietsch
18:15 Uhr: Teezeremonie Workshop – Mineko Sasaki und Schüler*innen – Chado Urasenke Tankokai Hamburg Kyokai e.V.
19:00 Uhr: Grußwort: Shinsuke Toda, Generalkonsul von Japan in Hamburg
19:15 Uhr: Sakura Chor des DJFE e. V., Leitung: Masanori Hosaka
19:30 Uhr: Shamisen & Shinobue – Traditionelle japanische Musik mit Prof. Dr. Masaru Abuku aus Osaka
19:45 Uhr: Furoshiki Workshop – Die Kunst der Verpackung in Tüchern mit Prof. Dr. Masaru Abuku aus Osaka
Ab 20:15 Uhr bis max. 21:00 Uhr: Schlussakt (Lassen Sie sich überraschen!)

Programm zum Download: 2024-04-19-Japan-in-Jupiter-Poster-mit-Programm

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Außerdem:  in der Ausstellungshalle Gemälde und weitere Aktionen! 

*Kalligraphie-Vorführung mit Miwako Ando ab 18 Uhr,

*Kintsugi-Kunst mit Ken Ando ab 18:30Uhr, div. Infostände und vieles mehr

*Info auch unter:
https://onevision-association.de/     https://djfe.de/japan-in-jupiter
– Youtube Video  TV HH-1 by Bedo am 23.3 2024  / 2min. https://www.youtube.com/watch?v=c7QWWJhhreo (Veranstaltungsankündigung mit Kurzinterview M. Mizuno Bereuter)

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Veranstalter und Kooperationspartner:

公益法人 独日フォーラム・エルベ

Deutsch-Japanisches Forum Elbe e. V.
1.Vorsitzende: Monika Mizuno Bereuter
Baumweg 15
22589 Hamburg
www.djfe.de
www.facebook.com/djfeev

Kunstaktion im Kottwitzkeller

Glück to go © Oliver Kunst / Foto: Hanna Malzahn

Eine schöne Straße im Generalsviertel in Hamburg-Eimsbüttel: Mehrfamilienhäuser aus der Gründerzeit, aufwändig renovierte Jugendstil-Fassaden, Kopfsteinpflaster, Balkone und kleine Vorgärten eingefasst in schmiedeeiserne Zäune – die Kottwitzstraße, erbaut 1901, beschaulich und idyllisch.

Einmal im Jahr Ende August findet seit 1996  der KOTTWITZkeller statt, ein Kunstprojekt im Hamburger Untergrund und in privaten Räumen. Eine Non-Profit-Veranstaltung, basierend auf Nachbarschaft, Engagement und Solidarität. Die Freude am Ausprobieren und an der Kunst ist oberste Maxime.

Wohnungen und Treppenhäuser verwandeln sich in Galerien

Die Nachbarn räumen die Keller leer, Fährräder und Hausrat werden weggestellt. Sehr viele Besucher gehen Jahr für Jahr die Treppe in den Kottwitzkeller hinunter, dessen Treppenaufgang ein Gemälde von Horst Wäßle ziert, einem Künstler der Schlumper-Künstlergruppe.

Es gibt viele Kunstgattungen zu sehen: Malerei, Zeichnungen, Drucke, Objekte, Installationen, Theater, Musikimprovisationen, Performance, Video, Film, Modenschau, Gedichte… ein vielfältiges Programm.

Auch die Innenhöfe, Gärten und die Straße werden  bespielt, ein buntes Fest mit Kunst, Musik und fröhlichem Treiben.

Puppen des Glücks © Luise Czerwonatis / Foto: Hanna Malzahn

Die Begründer und Organisatoren Wolfgang Scholz und Dieter Tretow geben ein weitgefasstes Thema vor. Es gibt keine Jury und keine Altersbeschränkung. Die Wahl der Motive zum jeweiligen Thema, die Technik und die Formate sind den Künstlern freigestellt. Das garantiert schon von vornherein eine große Bandbreite und Vielfalt an Kunstwerken. Alle Künstler sind eingeladen, die jeweilige Themenstellung in ihrem eigenen Credo zu bearbeiten. Sie können ausprobieren und experimentieren, bis die Umsetzung der Idee jeweils optimal erscheint. Dabei beschreiten viele Künstler ganz neue Wege.

Es geht um das Glück

Beim diesjährigen 26. Kottwizkeller am 27. und 28. August ging es thematisch um das Glück. Das Logo zeigt einen Wolf.

In Italien wünscht man jemanden mit „in bocca al lupo“ nicht wortwörtlich in das Maul eines Wolfes, sondern viel Glück. Im Deutschen finden wir die Entsprechung im Wunsch des „Hals- und Beinbruchs“. Um das Glück nicht herauszufordern, wünscht man aus Aberglaube genau das Gegenteil.

Lt. Wikipedia ist „Glück ist ein mehrdeutiger Begriff, der momentane oder auch anhaltende positive Empfindungen (Glücksgefühle) einschließt, die von stiller bis zu überschießender Art sein können. Glücklich kann man zudem eine Person nennen, der es anhaltend gut geht, weil ihr Leben viel von dem enthält, was sie als wichtig erachtet.“

Kitsch macht Dich glücklich © und Foto Hanna Malzahn

Ist Glück demnach Zufriedenheit oder ein flüchtiger Augenblick? Oder die positive Bilanz eines Lebensabschnittes?

Das subjektiv beeinflussbare und wahrgenommene Glück in einer Definition als objektive Tatsache festzuhalten, ist äußerst schwierig.

Eine faszinierende Werkschau

So  ist es spannend und inspirierend wie die sechsunddreißig teilnehmenden Künstler das Glück in ihren Arbeiten darstellen, beschreiben und interpretieren, das Glück in mannigfaltiger Gestaltung, unter verschiedenen Aspekten und Fragestellungen, eine faszinierende Werkschau.

Es gibt großartige Exponate: Malerei, Zeichnungen, Collagen, Druckgraphik, Objekte, Scherenschnitte, Installationen, Theater, Film und Musik, Zauberei, Märchen und Seifenblasen  – glückliche Momente  inklusive.

Glückskeks © Wolfgang Scholz Dieter Tretow / Foto: Hanna Malzahn

Im Garten gibt  es einen interaktiven überdimensionierten Glückskeks von der Größe eines Drei-Mann-Zeltes, im Treppenhaus eine Installation mit Spielkarten, der Schriftzug „GLÜCK“ gestaltet mit Centstücken, Scherenschnitte mit faszinierenden Schattenwürfen, Puppen des Glücks chillend zum Feierabend im Waschbecken, Fotoserien, klassische Malerei, zimmergroße Installationen, einen gewebten Wandteppich und vieles, vieles mehr.

Ein Film zum 26. Kottwitzkeller fängt die gute Stimmung ein, zeigt die unterschiedlichsten Positionen und das ungewöhnliche Ambiente.

Weitere Informationen unter www.kottwitzkeller.de

Die Ausstellung kann man virtuell durchwandern: https://www.kottwitzkeller.de/gluecksuebersicht.html

Cocooning © Tanja Soler Zang / Foto: Hanna Malzahn

 

 

 

Große Jubiläumsausstellung mit 72 Werken

(c) Barbara Nelle

Das Berenberg-Gossler-Haus feiert sein 25-jähriges Bestehen mit einer großen Gemeinschaftsausstellung. Künstler und Künstlerinnen aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin und Dänemark zeigen ihre Arbeiten.

 

Freiherr John von Berenberg-Gossler war als Stifter des Gebäudes auch Namensgeber des Bürgerhauses Niendorf. Von Anfang an war das schöne, denkmalgeschützte Haus mit dem gemütlichen Ambiente ein Ort der Kunst und Kultur, und in dieser Tradition wird es seit 1997 geführt. So startete im Jahr 2002 die Reihe „TonArt“ zur Förderung der Stadtteilkultur auch auf dem Gebiet der klassischen Musik in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater, gepaart mit der Förderung junger aufstrebender Künstler. Am 14.10.22 wird das 70. Konzert der Reihe – ein Liederabend mit Seungwoo Simon Yang – erklingen.

(c) Hanna Malzahn

Ebenfalls traditionell sind die Kunstausstellungen im Berenberg-Gossler-Haus, die seit 2018 von der Künstlerin Hanna Malzahn kuratiert werden. Für die aktuelle Jubiläumsausstellung hat sie 72 Arbeiten von Künstlern ausgewählt, die in den vergangenen 25 Jahren bereits Ausstellungen im Haus gezeigt haben. So ist eine vielfältige und breite Auswahl entstanden, wie die Kuratorin sagt: „Zweiundsiebzig Handschriften, Botschaften, Stile und Positionen finden sich zu einer großen Retrospektive von 1997 bis 2022 zusammen.“

(c) Peter Bangert

Im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit sehen die Besucher Arbeiten in Öl, Ei-Tempera, Gouache, Aquarell und Tusche. Die verschiedenen Interpretationen zeigen eine enorme Vielfalt und Virtuosität in Form von Stillleben, Landschaften, Porträts, experimentellen und digitalen Arbeiten sowie eine beeindruckende Bandbreite der Zeichnungen, Radierungen und Werke der Fotokünstler. Zu dieser Ausstellung „25 Jahre Kunst im Berenberg-Gossler-Haus“ ist ein Katalog erschienen.

Zu sehen ist jedoch nicht, wie groß das Engagement des ehrenamtlichen Teams hinter den Kulissen ist. So helfen Hanna Malzahn und ihre Kollegen beim Hängen, Rahmen oder bei der Anbringung stabiler Halterungen an Leinwände. Hinter den Kulissen führen der Vorsitzende Reno Malzahn und das Team des Bürgerhauses immerhin einen aus annähernd 600 Mitgliedern bestehenden Verein, und das mit Bravour. Neben Ausstellungen und Konzerten erwartet die Gäste auch ein vielseitiges Kursprogramm. Als Gast bei der Vernissage kommt man sich vor wie ein Teil einer großen Familie, in die man fröhlich aufgenommen wird. Wenn Fachkompetenz, Engagement und Zugewandtheit so zusammenkommen wie im Berenberg-Gossler-Haus, braucht man sich um das Gelingen künftiger Projekte nicht zu sorgen.