Schloss Mittersill: Begeisternde Schlossmomente seit 900 Jahren

Das Hotel Schloss Mittersill im Winter (c) Daniel Kogler (Hotel Schloss Mittersill)

Inmitten der unberührten Landschaft des Nationalparks Hohe Tauern, hoch über dem malerischen Salzachtal, thront seit dem Jahr 1150 das herrschaftliche Schloss Mittersill. Das geschichtsträchtige Anwesen ist ein Ort für exklusive Erholung der außergewöhnlich stilvollen Anmut. In der Geschichte verwurzelt, in der Moderne angekommen, mit Herz gelebt. Das Schloss Spa verwöhnt im herrschaftlichen Ambiente, das Hauben-Restaurant verführt in einzigartigen Räumlichkeiten und die Suiten erzählen Geschichten.

Wo einst der exklusivste Society-Club der Welt zusammengekommen und der internationale Jet-Set aus und eingegangen ist, steht bis heute der elegante Genuss im Mittelpunkt. Hollywood-Größen wie Clark Gable, Bob Hope und Rita Hayworth, schillernde Persönlichkeiten wie der Herzog von Windsor, Henry Ford II. und der Schah von Persien zählten zu den Gästen von Schloss Mittersill. In dem Schlosshotel ist bis heute der Glanz vergangener Zeiten zu spüren. Exquisite Parkettböden, wertvolles antikes Mobiliar und Malereien unterstreichen das herrschaftliche Ambiente der historischen Gemäuer. In jedem der 54 Zimmer und Suiten ist die große Geschichte des Hauses behutsam erhalten, gekonnt präsentiert im edlen Design.

Der Schlossgarten des Schloss Mittersill ist ein Refugium, ein Ort der Ruhe und Kraft: Meditation, Yoga, Momente der Stille, in einem Buch versinken. Der beheizte Außenpool öffnet einen eindrucksvollen Panoramablick auf das Salzachtal und die umliegenden Berge. Raffiniert an das historische Schlossgemäuer angebaut, empfängt der feine Schloss Spa seine Gäste. Jeder einzelne Ruheraum besticht durch einen überwältigenden Ausblick. Die eleganten Saunas spenden Kraft und Energie. Die SPA-Experten verwenden ausschließlich hochwertige Produkte von Sothys Paris und kümmern sich gekonnt um das körperliche, seelische und geistige Gleichgewicht jedes einzelnen Gastes.

Erlesenes aus Küche und Keller kommt im Schlossrestaurant an den Tisch. Beste Produkte und Spezialitäten aus der Region werden zu wahren Gaumenfreuden. Die Schlossküche ist von Gault&Millau wiederholt mit einer Haube ausgezeichnet. À la carte und falstaff bewerten die Kulinarik mit großartigen zwei Gabeln. Vom Schlosshof bis zum Gewölbekeller finden sich viele besondere Orte, um sich die Köstlichkeiten aus der Küche und dem einzigartigen Weinkeller schmecken zu lassen.

Der Sommer auf Schloss Mittersill steckt voll Naturwellness: Die reine Bergluft einatmen, den Duft von frischem Heu, grüne Wiesen und Bergblumen riechen, das Plätschern der Bäche und der Weitblick über Täler, Berge bis zum höchsten Gipfel. Wandern im Nationalpark Hohe Tauern, Biken und Golfen, beim Waldbaden Körper und Geist in Einklang bringen. Der Winter verwöhnt die Skifahrer und Winterwanderer. Die längste Naturrodelbahn der Welt liegt nur wenige Autominuten vom Schloss Mittersill entfernt. Es geht hinaus zum Langlaufen, zum Schneeschuhwandern und Skitourengehen.

Hotel Schloss Mittersill
A-5730 Mittersill, Thalbach 1
Tel.: + 43 6562 20200
E-Mail: office@schloss-mittersill.com
www.schloss-mittersill.com

Liebesgrüße à la carte 

Seit es die Fotografie gibt, haben viele Künstler die Lust verloren, sich mit Motiven des Sports zu befassen.

Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt eine Postkarte von Ihrem letzten Fußball-; Handball-; Tennis- oder Golftrip an ihre Lieben daheim verschickt? Im Zeitalter der digitalen Medien und  Smartphones haben nicht nur wir, sondern auch viele Künstler die Lust verloren, sich mit Postkarten zu befassen. Maler und Zeichner um die Jahrhundertwende waren da inspirierter und kreativer. Sie machten Postkarten zu Kunstwerken. So erzielten beispielsweise Ansichtskarten mit Szenen aus der feinen Tennis- oder Golfwelt in elitären Kreisen riesige Auflagen. In der großen Zeit ihrer Herstellung (zwischen 1900 und 1914) wurde zum Teil soviel Aufwand an Drucktechnik und Handarbeit in jede einzelne Postkarte gelegt, das alles, was danach kam, „billig“ erscheint.

Postkarten im Sean Arnolds Sporting Antiques Museum

Die kostbarsten Postkarten-Raritäten als Spiegel der damaligen Zeit kann man, wenn nicht gerade in England wieder mal Lockdown ist, in Sean Arnolds Sporting Antiques Museum in London Notting Hill besichtigen und kaufen. Das Privileg, von dem deutschsprechenden Iren Arnold durch sein Golfmuseum geführt zu werden, genießt der Kunstliebhaber ehrfurchtsvoll. In einem alten viktorianischen Haus in der Artesian Road no.1 (London W25DL) wacht der 78-jährige Arnold über wahre Schätze antiker Sportkunst. Für Liebhaber sportlicher Antiquitäten aus den Gründerjahren bis hin zur Jahrhundertwende ist sein Name fast so klangvoll wie „Sotheby’s“ in der Bond Street oder „Christie’s“ in der Kings Street.

Der Deutsch-Ire sammelt seit 40 Jahren Sportantiquitäten, kauft und verkauft alles, was mit Fußball, Golf, Polo, Kricket und Tennis zu tun hat. Im Haus seines Onkels fand der ehemalige Highfidelity-Experte seine erste rund 100 Jahre alte Golfsammlung: „Nichts Hochkarätiges, aber toll.“ Der Onkel schenkte dem Neffen die kostbaren Stücke – der Beginn einer Obsession.

Ölgemälde, Stiche, Lithographien, Radierungen, Zeichnungen, Keramiken, Silber, Lederköcher, Münzen, Bälle, Spiele, Schmuck und Fotos geben einen Überblick über die Anfänge von Polo, Tennis, Golf und Fußball. Das Privileg, von Sean Arnold (nur nach telefonischer Vereinbarung (Tel.:+ 44 207 221 2267; Mob.07712 005017 ) durch dieses Golf-Museum geführt zu werden, genießt jeder Antiquitätenliebhaber ehrfurchtsvoll. Man bewundert andächtig eine mit Golfbällen aus Diamantsplittern besetzte Brosche und kniet prüfend vor einem alten Golfköcher – das gute Stück von 1925 soll 300 Pfund kosten. Es ist schon faszinierend, wie viel „Sport aus der Zeit“ man bei Sean Arnold – auch zu Schnäppchenpreisen  in seinem Shop in 23 High St. Aldershot GU11 in – findet.

Die Postkarte galt als schnellstes Kontaktmittel

In einem alten Bildband von der Hobby-Engländerin Helen Exley „Faszination Golf“ findet man die schönsten Postkarten der Jahrhundertwende zusammengefasst (ISBN ‎ 3897135809); Schläger und Arm flott in die Höhe geschwungen, das Kleid schicklich bodenlang, und unbequem figurbetont, die Beinstellung graziös dargeboten – so  (und anders) posierten die Nostalgie-Proetten mit oder ohne ihren Galan im Golfdress für die Maler. Kaum mehr vorstellbar, aber es war so: Als das Telefon noch nicht im Schwange war, galt die Postkarte als schnellstes Kontaktmittel. Zustellung häufig am Tage der Absendung. Der Postbote der Jahrhundertwende bekam oft Einblick in die Intimsphäre.

Dabei war es bis Mitte des 19.Jahrhunderts noch undenkbar, versiegelte Mitteilungen, die man Kurieren, Boten oder der Post für viel Geld anvertraute, den Blicken Unbefugter offenzulegen. Eine Änderung wurde erst möglich, als immer mehr Menschen Lesen und Schreiben gelernt hatten, der Postversand billiger und somit auch mehr Briefe geschrieben und verschickt werden konnten.

Am 1. März 1872 führte die Postverwaltung des Norddeutschen Bundes erstmals eine „Korrespondenzkarte“ für Mitteilungen ein. Format 10,8 x 16,3 cm. Bildpostkarten kamen um 1875 auf. Beliebte Motive waren „sinnbildliche“ Darstellungen, die mit der schriftlichen Nachricht  meistens übereinstimmen sollten: Verliebtes, Niedliches, Satirisches, Sportliches. Aber auch Glück, Glaube, Hoffnung und Trauer wurden von Postkartensammlern „versandfähig“ dargestellt.

Um die Jahrhundertwende kam es in Mode, auf den bunten Sportmotiv-Karten nicht nur Grüße in gestochener Schreibschrift zu versenden. In feinen Kreisen traf man seine Golf-Verabredungen postalisch kurz in Stenographie. Damit wurde Unbefugten das Lesen erschwert, der Platz optimal für noch intimere Nachrichten genutzt – zum Beispiel die Aufforderung zu einen „Flight a deux“. Oder: Die Botschaft skurril verpackt – Postkartenmotive mit schwarzem Humor waren unter Gentlemen-Golfern durchaus in Mode. Die Auflagenhöhe der „Liebesgrüße à la carte“ überschritt Anfang des 20.Jahrhunderts die Millionenhöhe. Der Absatz der gemalten Köstlichkeiten war um so besser gesichert, als diese keineswegs nur verschickt sondern auch leidenschaftlich gesammelt wurden – eine gute Wertanlage. Bereits 1897 beschäftigten sich mehr als ein Dutzend hervorragender lithografischer Anstalten ausschließlich mit der Herstellung von Bildpostkarten.

e-mail:seanarnoldantiques@hotmail.co.uk
Shop: 23 High St. Aldershot GU11; 1BH, Vereinigtes Königreich