Weihnachtsmarkt 2022 im Altonaer Museum, 3. und 4. Dezember 2022

Stöbern, staunen und shoppen in historischem Ambiente.
Geöffnet: 10 – 18 Uhr.
Reduzierter Museumseintritt: 5 Euro.

Am 2. Adventswochenende ist es wieder soweit: Das Altonaer Museum zeigt sich ganz im weihnachtlichen Glanz und lädt mit seinem diesjährigen Weihnachtsmarkt zum Shoppen, Entdecken, Mitmachen, Genießen und natürlich zum Verschmausen zahlreicher Köstlichkeiten in und um das Café Schmidtchen im Museum ein.

Zahlreiche Kunsthandwerker und Designer aus Norddeutschland bieten eine große und breite Auswahl an vielfältigen und außergewöhnlichen Dekorations- und Geschenkideen zum Kauf an. Das Sortiment der Aussteller reicht von Schmuck über Schmuckes bis zu kulinarischen Besonderheiten: Neben Unikaten aus Edelmetall, Perlen und Steinen werden Handgestricktes und individuell gestaltete Handytaschen und Babykleidung sowie handgefertigte Pralinen und Chocolaterie-Produkte oder Weihnachtsschmuck wie Bascetta-Sterne und Lichtkugeln angeboten. Als weitere Geschenkideen stehen Tischkalender, handgedruckte Klappkarten sowie Malerei und Kunstobjekte aus Holz und Stein auf der Liste der Anbieter.
Eingerahmt wird der Altonaer Weihnachtsbummel der besonderen Art von einem musealen Adventsprogramm für die ganze Familie:

Das Begleitprogramm am Samstag, dem 3. Dezember:
14 – 17 Uhr:
Weihnachtliche Postkarten gestalten – vor dem Hintergrund der aktuellen Sonderausstellung „Vistapoints“ über die Sammlung der Kunstpostkarten des Museums können die Besucherinnen und Besucher ihre eigenen Weihnachtskarten kreieren.

15 Uhr:
Advents- und Weihnachtslieder zum Zuhören und Mitsingen mit dem Chor Altona und dem Kleinen Kantatenorchester Altona

16. 30 Uhr:
Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte – Gerhard Fiedler, Chefredakteur des Altona Magazins und künstlerischer Leiter der altonale, liest aus dem Weihnachtsklassiker „Hilfe, die Herdmanns kommen“ von Barbara Robinson aus dem Jahr 1971.

Das Begleitprogramm am Sonntag, dem 4. Dezember:
14 – 17 Uhr:
Weihnachtliche Postkarten gestalten – vor dem Hintergrund der aktuellen Sonderausstellung „Vistapoints“ über die Sammlung der Kunstpostkarten des Museums können die Besucherinnen und Besucher ihre eigenen Weihnachtskarten kreieren.

15 Uhr:
Weihnachtsmärchen gelesen von den Erzählerinnen des Märchenforum Hamburg e.V.

Altonaer Museum
Museumstraße 23
22765 Hamburg
Tel. 040 428 135 0

info@am.shmh.de
https://shmh.de/

Vitalhotel Gosau – mittendrin in der Wintersportregion Dachstein West

Das Hotel im Winter aus der Vogelperspektive (Vitalhotel Gosau)

Der Name ist Programm im Vitalhotel Gosau. Die Wintersportregion Dachstein West liegt vor der Tür. Frische Bergluft, Schnee und Bewegung bringen Vitalität und Wohlgefühl. Das Vitalhotel Gosau ist ein guter Platz für erholsame Auszeiten. In den schönen Doppelzimmern und Junior Suiten mit zwei seperaten Schlafzimmern fühlt sich jeder wohl. In der Vitaloase und im Massageinstitut ist Entspannung angesagt. Vom Langschläfer-Frühstück bis zu köstlichen Themenbuffets und Feinschmecker-Menüs am Abend können sich Hotelgäste auf erfreuliche Kulinarik verlassen. Die Langläufer schnallen schon im Hotelgarten die Ski an und steigen direkt am Hotel in die Langlaufloipe ein. Die Skifahrer verbringen im größten Skigebiet Oberösterreichs unvergessliche Skitage.

Langlaufen direkt ab dem Hotel

Es ist keine Übertreibung, Gosau als Langlaufparadies zu bezeichnen. Vor dem Panorama des imposanten Gosaukamm gleiten die Sportler durch eine zauberhafte Winterlandschaft. Über 40 Kilometer Loipen warten darauf, sportlich entdeckt zu werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand Langlauf-Anfänger ist, gemütlicher Skiwanderer oder Profi. Fünf klassische Loipen führen durch das winterliche Gosautal und die erholsame Stille der Natur. 15 Kilometer sind den Skatern vorbehalten. Dazu gibt es eine eigene Übungsloipe, auf der die Anfänger ungestört die ersten Schritte mit den schmalen Ski probieren können. Hört man sich unter den Kennern um, so empfehlen diese die Märchenwaldloipe für Fortgeschrittene entlang des Gosaubachs durch die malerische Winterlandschaft. Die Sportloipe eignet sich für gemütliche Langläufer und führt zum Gosauer Stausee. Auf der Sonnenloipe gleiten die Loipen-Neulinge dem beeindruckenden Bergpanorama der Dachsteinwelt entgegen. Alle Loipen werden täglich gespurt, sind optimal ausgeschildert und kostenlos.

Wintervergnügen in der Skiregion Dachstein West

Mit dem kostenlosen Skibus geht es vom Vitalhotel Gosau in die Skiregion Dachstein West. Dort erwarten die Wintersportler bestens gepflegte und familienfreundliche Pisten, Schneeschuh-Trails und Tourenski-Routen. Auf über 160 Pistenkilometern zwischen Salzburg und Oberösterreich sind die Skifahrer unterwegs. Kinderländer, Gaudipisten und Funparks sorgen für Spaß und Abwechslung. Die panoronda ist die „Skigenussrunde mit Dachsteinblick“ – ein 44 Kilometer langes, grandioses Erlebnis für Skifreunde. Mehr als 30 Kilometer Freeride-Varianten und Powder-Strecken und satte 1.500 Meter Höhenunterschied bietet die Freesports Arena Dachstein Krippenstein – vom Magazin SnowPlanet als Hotspot der Freerider-Szene ausgezeichnet.

Zurückschalten, tief durchatmen, sich erholen und sportlich aktiv sein. Im Vitalhotel Gosau im Salzkammergut kann eine kleine Auszeit Großes bewirken. Das Salzkammergut ist eine der schönsten Urlaubsregionen Österreichs, Gosau eine Ruheoase am Fuße des Dachsteins. Im Vitalhotel Gosau kümmern sich leidenschaftliche Gastgeber um viele persönliche Glücksmomente.

Vitalhotel Gosau
A-4824 Gosau, Steinermühlenweg 18
Tel.: +43 6136 88110
E-Mail: info@vitalhotelgosau.at
www.vitalhotelgosau.at

Immer wieder gerne … Ein Wintertrip nach Wien

Hoteleingang in den KAISERHOF in der Weihnachtszeit (c) Katharina Schiffl (Hotel KAISERHOF Wien)

Wien steht auf der Bucket List eines jeden Städteliebhabers. Wer im Winter in die Metropole an der Donau kommt, der erlebt die Stadt von einer besonders schönen Seite. Dann ist die beste Zeit, um in die vielfältige Kulturszene einzutauchen. Mit fast 100 Theatern, unzähligen Konzertveranstaltungen und zahllosen Museen trifft Wien jeden Kultur-Geschmack. Mit seinem fabelhaften Restaurant- und Lokalangebot und vielen Höhepunkten, die man nur in Wien findet – man denke an die Heurigenkultur, den Wiener Prater oder den Naschmarkt – ist Wien eine Stadt mit einer exzellenten Lebensqualität. Wenn es draußen kalt ist, macht das Stöbern in den Geschäften doppelt Spaß. In der Altstadt rund um die Kärntner Straße, den Graben und den Kohlmarkt ballen sich die Nobel-Läden und Juweliere. Wiens hippste Einkaufsgegend ist die Mariahilfer Straße mit den vielen kleinen Gassen rundherum. Natürlich führt in Wien kein Besuch am Sightseeing vorbei. Weltbekannte Sehenswürdigkeiten vom Schloss Schönbrunn über die Hofburg bis zum Belvedere und viele, viele mehr ziehen die Besucher in ihren Bann.

Im KAISERHOF Wien den Charme der Stadt spüren

Das Hotel KAISERHOF Wien ist eine Adresse, um mit Herz und Seele in Wien einzutauchen und sich in die geschichts- und kulturträchtige Metropole zu verlieben. Hier lebt das behagliche Flair von Alt-Österreich, haben klassische Werte und ein stilvolles Lebensgefühl ihren Platz. Die Lage ist fantastisch: Die klassischen Sehenswürdigkeiten entlang der Ringstraße und der Kärntner Straße sowie der Stephansdom sind dem Hotel KAISERHOF Wien ganz nah. Die Oper liegt nur wenige Schritte entfernt. Von der Haustür weg flanieren, bummeln, besichtigen, genießen und in das imperiale Sightseeing eintauchen. Die 74 Zimmer und Suiten im KAISERHOF Wien verbinden die großzügige Architektur der Jahrhundertwende mit zeitgemäßem Komfort. Seit langem zählt der KAISERHOF Wien zum Beispiel bei TripAdvisor zu den bestbewerteten Hotels der Stadt. Seit vielen Generationen verwöhnt das traditionsreiche, von der Eigentümerfamilie geführte Haus seine Gäste mit perfektem Service, Charme und Herzlichkeit.

Viele Auszeichnungen krönen den KAISERHOF

Der KAISERHOF Wien ist vielfach prämiert und ausgezeichnet. Im Ranking des „Travellers Choice Best of the best 2022” von TripAdvisor belegt das elegante Haus in Österreich den 1. Rang und europaweit den 9. Platz. Mornings.co.uk hat Gästebewertungen zu dem besten Hotelfrühstück ausgewertet und bescheinigt dem KAISERHOF in Österreich Platz 1, weltweit Platz 25. Von der Umweltzertifizierung „Green Globe“ über die die Allergiker-Zertifizierung ECarf bis zur Seminar-Zertifizierung „Tagen in Österreich“ und der ISO 9001 Zertifizierung für hervorragendes Qualitätsmanagement weist der KAISERHOF Wien führende Auszeichnungen und Zertifizierungen auf.

Ein Punsch hier, eine heiße Schokolade da … 

In der Stadt nach Geschenken stöbern, im Kaffeehaus die Seele baumeln lassen, über die Weihnachtsmärkte schlendern. In Wien lässt die Weihnachtsstimmung nicht lange auf sich warten. Kaum ein Platz, der sich ab Mitte November nicht in einen bezaubernden Weihnachtsmarkt verwandelt: Der Wiener Christkindlmarkt am Rathausplatz, der Altwiener Christkindlmarkt auf der Freyung, der Weihnachtsmarkt am Stephansplatz. Wer auf der Suche nach Kunsthandwerk ist, kommt am besten zu den Weihnachtsmärkten am Karlsplatz oder am Spittelberg. Die Weihnachtsmärkte vor Schloss Schönbrunn und Schloss Belvedere bieten einzigartiges imperiales Flair. Auch Action gibt es: Am Wintermarkt am Riesenradplatz. Überall locken süße Versuchungen und kulinarische Spezialitäten. Weihnachten in Wien – dazu gehören klassische Adventkonzerte, festliche Kirchenkonzerte, mitreißende Gospel-Abende und Shows. Zum Jahreswechsel wird in ganz Wien gefeiert. Um Mitternacht tanzen die Wiener:innen und Wien-Gäste zu den Klängen der Pummerin, der berühmten Glocke im Stephansdom, unter freiem Himmel ins neue Jahr.

Seit 1896 gibt es den KAISERHOF Wien. Schon im ausklingenden 19. Jahrhundert galt der KAISERHOF als ein Vorzeige-Hotel. Dieser Rolle bleibt das traditionsreiche Wiener Haus bis heute treu. Dass sich Gäste im KAISERHOF Wien derart wohlfühlen, ist nicht zuletzt auf die klassische Eleganz des Vier-Sterne-Hotels zurückzuführen. Ein Blick auf die Homepage lohnt sich, um sich die KAISERHOF-Specials zu sichern. Die Zimmerauswahl ist vielfältig – vom Kaiserhof Petit über Allergiker-freundliche Zimmer und Business-Zimmer bis hin zur luxuriösen Admiral Suite.

KAISERHOF Wien – Facts
4-Sterne-Hotel
74 stilvolle Zimmer, davon 4 Suiten und 4 Junior Suiten
Kostenloses WLAN
Business Station
Kleiner Fitnessbereich
4 Seminarräume mit viel Tageslicht
Hotelbar bis 22 Uhr
24-Stunden-Rezeption
Wäsche-Service
Garage (gegen Gebühr)
Allergiker-freundliche Zimmer (ECARF zertifiziert)
Green-Globe zertifiziert für Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit
Hochwertiges, belebtes Grander-Wasser

Hotel KAISERHOF Wien
A-1040 Wien, Frankenberggasse 10
Tel.: +43 (0)1 505 17 01
E-Mail: wien@hotel-kaiserhof.at
www.hotel-kaiserhof.at

“Romance in D” by James Sherman – The New Play at The English Theatre of Hamburg

„Don’t touch me. I am a noli me tangere.“ Photo: Stefan Kock

Season Opening
Following the much acclaimed adaptation of Charles Dickens’s novel “Great Expectations”, director Clifford Dean has realized the bittersweet comedy “Romance in D” by the American playwright James Sherman. Little is known about the author outside the Anglo-Saxon world although Sherman has written a number of plays that proved blockbusters on the stages of New York and other big cities in the United States. Dear spectator, this play was chosen by the theatre to warm your heart on a number of cold, foggy and rainy winter days before and after Christmas. Remember Shakespeare’s poem about heavy storms in winter?: “Blow, blow thou winter winds…” Even then you will be warm and comfortable on your seat in the English theatre and enjoy one of the most touching plays ever written.

Chicago, Chicago
„Wow – I am completely groggy.“ Photo: Stefan Kock

In medias res: At first sight the setting will remind you of New York. But you are completely wrong. The skyscrapers in the background of the stage belong to Chicago. In apartment number 4E in one of the mega city’s highrise buildings a young attractive woman tries to commit suicide by putting her head into her gas oven. What a blessing that the man next door smells the gas in time and dials the emer-gency number 911. By reacting quickly, 40-year-old Charles Norton saved Isabel Foxe’s life. Every normal person would think that this heroic feat would automatically lead to a love affair between Isabel and Charles. What an error. When Isabel wants to thank her “knight in shining armour” he replies curtly “You are welcome.” No doubt, Charles Norton is a difficult person, to say the least. You may even call him a notorious bachelor. His profession is that of a musicologist which means that he Is infatuated with music and could not care less about the rest of the world. He is a loner and horrified by the very idea of having a relationship with a woman, no matter how attractive. Isabel Fox next door was once married to a man who left her for a much younger woman. She is deeply depressed and lonely. As a poetess she tries to compensate her loss by writing poems.

Worried Parents

Charles’s mother Helen Norton and George Fox, Isabel’s father, are worried about their offspring. Helen, being a typical “Yiddish Momme”, pampers her son and cooks him his favourite meals every day. Her heart’s desire is to see him happily married to a nice woman who bears him children. However, Charles defends his lonely life with claws and teeth. The only thing he wants is to be left alone. Full stop. Helen is desperate and at the end of Latin. The same refers to George Fox. Since he lost his wife a couple of years ago, his only close relative is his beloved daughter Isabel. He cannot bear to see her suffer. To hell with her unfaithful ex-husband. What about finding her a suitable partner?

Matchmakers
„What do the three of you want from me?“ Photo: Stefan Kock

Helen and George do their utmost to bring their children together. Wouldn’t Isabel and Charles make a perfect couple? The try fails. What a pity.
Christmas Eve brings the Nortons and the Foxes together. Everybody is relaxed and happy. While George and Isabel light their Christmas tree Helen and Charles stick to their Jewish tradition. Charles lights the candles on their menorah. Merry Christmas, merry Chanukka!
Helen and George are in high spirits and dance while Isabel and Charles are looking on. This perfect evening ends for the older generation in Isabel’s bedroom. Isabel and Charles are utterly shocked. How dare they at their age!

As time goes by
„Let’s dance.“ Photo: Stefan Kock

In the long run Isabel and Charles find out that they have a lot in common. He likes and composes music while she writes poems, strictly speaking music in verse form.
Dear spectator, if you want to know more about the progress in Isabel’s and Charles’s relationship you need to be patient. Will Helen’s and George’s wish finally come true? That you have to find out yourself. Just buy a ticket and enjoy this bittersweet comedy. We wish you two inspiring hours!
What a play. We are suffering with poor Isabel who has to wait a long time before Charles comes to terms. Doesn’t it remind us of prince William’s Kate who was disrespectfully nicknamed “waity Katie” by some rude British paparazzi? However, that brave girl never lost her temper and waited patiently until her prince declared to her. It is true that not every woman can become a princess, let alone Princess of Wales…

„Love, love, love…“ Photo: Stefan Kock

A big hand for the four Thesbians who brought jollity into this grey November evening. Our thanks go to Helena Ashwell as depressed Isabel, Brian Tynan as “nerdy” Charles, Jonny Magnanti in the role of Isabel’s charming dad George and last but not least to Joanne Hildon as Charles’s highly spirited “Momme.”
As already stated in the beginning, we practically know nothing about James Sherman, although he already wrote many plays that proved box-office hits in the United States: “Beau Jest”, “This old man came rolling home” and “Magic Time” are very popular plays in the United States. By the way, one of the American critics described “Romance in D” as having “two romances in one.” Indeed, more is not possible.

Last performance of “Romance in D” January 7, 2023.
Tickets under phone number: 040 – 227 70 89
Online under: www.englishtheatre.de

Next premiere: “The Pride” by Alexi Kay Campbell, on January 26, 2023

„Romance in D“ von James Sherman. Die neue Premiere am English Theatre of Hamburg

„Keiner fasst mich an. Ich bin ein noli me tangere.“ Foto: Stefan Kock

Willkommen in der „theatralischen“ Herbst- und Wintersaison! Im Anschluss an die vom Publikum begeistert gefeierte Adaption von Charles Dickens‘ „Great Expectations steht jetzt die Komödie „Romance in D“ des amerikanischen Bühnenautors James Sherman auf dem Programm. Gerade die richtige leichte, aber keineswegs seichte Kost, die dem Publikum am Ende eines trüben nebligen Tages das Herz erwärmt.

Schicksalhafte Rettung in Chicago

Die Handlung entführt uns in die Megacity Chicago, deren gigantische Skyline sich im Hintergrund der Bühne gegen einen leuchtenden Himmel abzeichnet. Romantik pur? Nur auf den ersten Blick. Denn In Apartment 4E steckt gerade eine junge Frau den Kopf in ihren Gasofen, um sich das Leben zu nehmen. Gottlob bemerkt ihr Nachbar den penetranten Geruch, wählt geistesgegenwärtig den Notruf 911 und verhindert einen Suizid. Wie das Schicksal so spielt. Manchmal bringen dramatische Ereignisse Menschen zusammen, die sich unter normalen Umständen nie begegnet wären. Wie in diesem Fall.

„Wow, ich bin total kaputt.“ Foto: Stefan Kock

Charles Norton, seines Zeichens Musikologe, und die Dichterin Isabel Fox, beide Anfang vierzig, leben Seit‘ and Seit‘ in einem riesigen Apartmenthaus. Beide sind notorische Einzelgänger. Während Charles sich ausschließlich seiner Musik widmet, eigene Kompositionen auf dem Klavier intoniert und sein Stereogerät auf volle Dezibelstärke schaltet, gibt sich Isabel hemmungslos ihrem Schmerz über eine verlorene Liebe hin.
In China gilt, dass ein Mensch, der einem anderen einst das Leben rettete, für diesen bis ans Ende seiner Tage verantwortlich ist. Richtet sich Charles nach dieser Maxime? Hat er jemals von ihr gehört? Gleichwohl. Ganz gegen seine Natur, sich nach Möglichkeit mit niemandem – speziell mit Frauen – einzulassen, empfindet er Sympathie für die unglückliche Nachbarin und wird nach und nach zu ihrem Ver-trauten. Auch Isabel fühlt sich zu Charles hingezogen.

Aufkeimende Liebe

Befeuert wird die vermeintlich aufkeimende Liebe von den Altvorderen der beiden. Helen Norton, Charles‘ temperamentvolle Mutter, und Isabels um das Wohl seiner Tochter besorgter Vater George bemühen sich redlich, ihre Sprösslinge zusammen zu bringen. Helen ist eine waschechte „Yiddische Momme“, die nicht nur wie das berühmte Lied erzählt, für ihr Kind durch Feuer und Wasser gehen würde, sondern ihr Söhnchen auch mit größter Selbstverständlichkeit bekocht und verwöhnt. Ihr größter Wunsch ist, dass ihr geliebter Hagestolz endlich in den Hafen der Ehe einläuft und eine Familie gründet. Doch der Junge will sich einfach nicht binden. Helen erklärt Charles zum Helden, als sie erfährt, dass er Isabel Fox durch sein schnelles Eingreifen das Leben rettete. Lächerlich, erklärt Charles kurz, er sei kein Held, sondern habe nur seine Pflicht getan, als er den Rettungswagen rief. Was soll man nur zu einem solchen Sturkopf sagen! Auch Isabels Vater arbeitet fieberhaft daran, aus den beiden Eigenbrötlern ein Paar zu machen. Vergebliche Liebesmüh‘. Die beiden Königskinder wollen einfach nicht zueinander finden. Das Wasser zwischen ihnen ist viel zu tief…

Heiliger Abend
„Was wollt ihr drei eigentlich von mir?“ Foto: Stefan Kock

Schwung kommt in die Angelegenheit, als die beiden Familien sich am Heiligen Abend zusammenfinden. Während die christlichen Foxens unter einem festlich geschmückten Tannenbaum sitzen, entzündet Charles zur Feier des jüdischen Chanukkah die Kerzen an der neunarmigen Menora, einem der wichtigsten Symbole des Judentums. Zwei verschiedene Glaubensrichtungen am Fest der Liebe in Harmonie vereint! Bei bester Laune legen Helen und George eine Sohle aufs Parkett, die den Salon erbeben lässt. Na sowas, die beiden Alten sprühen vor Temperament, während die Jungen etwas konsterniert zuschauen. Doch wie schockiert ist der Nachwuchs, als ihre Eltern nach einem Schäferstündchen leicht zerzaust aus Isabels Wohnung treten.

„Okay, lass‘ uns tanzen.“ Foto: Stefan Kock

Alle Daumen hoch. Was den Alten recht ist, sollte den Jungen doch billig sein. Oder?
Es kommt, wie es in einer echten Komödie kommen muss. Nach einer Reihe von Missverständnissen kommen sich Isabel und Charles immer näher. Zögerlich, aber unabwendbar. Haben sie nicht vieles gemeinsam? Während er der Musik frönt, schreibt sie Gedichte, so zu sagen Musik in Versen. Als Charles noch eine „Fuge für Isabel“ komponiert, scheint das Eis zwischen beiden endgültig gebrochen. Werden demnächst die Hochzeitsglocken läuten oder wird ihre Liebe erneut auf die Probe gestellt? Das herauszufinden, liebe Zuschauer, ist nun Ihre Aufgabe. Viel Spaß dabei!

Ein Wechselbad der Gefühle
„Endlich – der erlösende Kuss.“ Foto: Stefan Kock

„Die Liebe ist ein seltsames Spiel, sie kommt und geht von einem zum ander’n. Sie nimmt uns alles. Doch sie gibt uns auch viel. Die Liebe ist ein seltsames Spiel.“ Ein Lied, welches das Phänomen Liebe treffend beschreibt. Auch Autor James Sherman kennt sich offenbar in Liebesdingen aus. Andernfalls hätte er diese bittersüße Komödie nicht ersinnen können. Der Zuschauer erlebt ein Wechselbad der Gefühle. Wenn er denkt, jetzt hat es endgültig bei dem linkischen Charles gefunkt, sieht er sich düpiert. Ständig wirft der Stoffel sich selbst Knüppel zwischen die Beine. Wer fühlt sich nicht an den un-lücklichen Griechen Sisyphus erinnert, der – fast am Ziel – mit seiner schweren Bürde immer wieder in die Tiefe abrutscht? Auch die Figur der innerlich zerrissenen Isabel ist dem Autor glänzend gelungen. Ehe sie ihre Ängste vor Nähe überwindet, muss sie einen langen Leidensweg zurücklegen. Helena und George, die Eltern der beiden, erweisen sich als erstaunlich resistent gegen die Irrungen und Wirrungen des Lebens. Sie treten als eine Art Buffo-Paar auf in dieser Romanze in D.
Fazit: Ein bezauberndes Stück, das laut einem Kritiker gleich zwei Romanzen in einer enthält.

Regisseur Clifford Dean bewies erneut ein glückliches Händchen bei der Besetzung des Stücks: Alle vier Darsteller überzeugen in ihren Rollen – Brian Tynan als autistischer Charles sowie Helena Ashwell, die die depressive Isabel verkörpert. Paraderollen für Joanne Hildon als spritzige Helen Norton und Jonny Magnanti, der den nicht weniger temperamentvollen George gibt. Grandios die Tanzszene, die das Publikum zu Beifallsstürmen hinriss.
Über den Autor James Sherman ist bei uns wenig bekannt. Und das, obgleich er eine Reihe in der angelsächsischen Welt sehr erfolgreicher Stücke geschrieben hat. Echte Blockbuster scheinen „Beau Jest“ und das Stück mit dem verheißungsvollen Titel „This old man came rolling home“ zu sein.
Vielleicht demnächst in diesem Theater?

„Romance in D“ läuft bis einschließlich 7. Januar 2023.
Tickets unter: 040 – 227 70 89
Online unter: www.englishtheatre.de

Nächste Premiere:
„The Pride“ von Alexi Kaye Campbell, am 26. Januar 2023

Schlemmen für die Gesundheit

RIU Palace Maspalomas auf Gran Canaria:  Die Dünenlandschaft vor dem Atlantik ist einzigartig

Das Aufatmen beginnt bereits in der imposanten Hotel-Lobby. Helle, lichte Halle. Überkront von modernen Glasleuchtern mit gebogenen Metallstrukturen in verschiedenen Brauntönen: Alles passend zu den charakteristischen Sandfarben der Dünen von Maspalomas machen die Ankunft zur doppelten Freude. Kaum noch vorstellbar, dass dieses modern anmutende „Adults-only-Hotel“ nach seiner vollständigen Renovierung im Sommer 2021 eines der nostalgischsten RIU-Hotels auf Gran Canaria war. Seine vielen Stammkunden liebten das Fünf-Sterne-Haus nicht zuletzt wegen des gediegenen Kolonialstils seiner Inneneinrichtung.

Im neuen Glanz : Die Lobby RIU Palace Maspalomas

Und jetzt? Schon der in weiß und Erdtönen marmorglänzende Empfangsbereich versetzt in Wohlfühlstimmung: Modernes, italienisches Design, handgemalte Fresken, helle Hölzer strahlen Frische aus. Ein Ambiente, das sich bis in die eleganten und mit 33 qm großzügig geschnittenen 350 Zimmer und Suiten fortsetzt. Jedes einzelne Element des Mobiliars wurde in hellen Grau-, Beige-, Brauntönen perfekt aufeinander abgestimmt, die Bäder elegant und hochwertig restauriert. Unverändert geblieben sind die weißen Balkone der Zimmer mit Meerblick. Sitzt man dort in der Abendsonne, hat man das Gefühl, das wellenlose Meer wäre aus Glas und hinter den golden glänzenden Dünen nicht 800 Meter, sondern nur einen Katzensprung entfernt. Rechts am Horizont ragt der Leuchtturm von Maspalomas majestätisch in den Himmel. Ein unvergesslich schönes Bild.

Zimmer mit Ausblick

Hier also, im neu anmutenden RIU Palace Maspalomas, lässt es sich eigentlich rund ums Jahr Wohlsein. Ruhe und vor allem Loslassen stehen in dieser November-Woche für mich auf dem Programm. Nicht nur der Stress soll abfallen, sondern auch das ein oder andere Kilo. Ob das gelingen wird? „Entspannen. Fitness und Abnehmen bei nicht mehr als 1000 Kilokalorien am Tag“ ist das erklärte Ziel meiner Smartphone-App. Zunächst allerdings gilt es, den Wochenplan so zusammenzustellen, dass auch genügend Zeit für die Entdeckung der Insel bleibt. Zum Strand und Paseo Marítimo, der oberen Promenade von Maspalomas mit seinem berühmten Leuchtturm, wandert man durch die hügelige Dünenlandschaft stramme 20 Minuten. Doch zuerst ergründe ich die unmittelbare Umgebung um das RIU Palace. Noch mehr schlichte Wohnblocks, Villen und weiße Reihenhäuser sind seit meinem letzten Besuch dazugekommen – zum größeren Shopping-Center sind es etwa 15 Fußminuten.

Die Seeluft macht Appetit, und so zieht es mich nach Ausflügen – zu empfehlen sind Playa de Amadores, der Ruque Nublo oder die Altstadt von Agüimes – immer wieder schnell zurück ins Hotel. Denn das Abendessen ist meine Tages-Hauptmahlzeit im Büffetrestaurant  und ein kulinarisches Highlight!

Genuss vom Feinsten im Hauptrestaurant

Ich starte täglich mit einem frischen Wildkräuter-Salat: Mango, Orangensplitter, Gurken, Radieschen, Himbeeren, Cranberry,  auch mal ein Hauch von Schalotten und vierlerlei  Dressings und Toppings. Vorschriftsmäßig langsam und mit großem Genuss verzehre ich Abend für Abend einen voluminösen Salatteller. Die verführerisch duftende Pasta-Station  lasse ich schweren Herzens links liegen. Vielmehr fällt meine Wahl für den Zwischengang auf bunte Sushis, super-erstklassig. Auch eine kleine Portion Beef Tartar, gebratener Thunfisch oder Shrimps bringen nur 200 Kalorien laut meiner App auf die Waage. Und alles wird vor den Augen des Gastes  superfrisch zubereitet, nichts liegt länger herum oder wird warm gehalten. Mein Hauptgang besteht entweder aus gegrilltem Fisch oder Fleisch, begleitet wahlweise von gedämpftem Blattspinat, grünen Bohnen, Erbsen, Karotten, Spargel, Paprika oder Fenchel. Meine Diät, die ich mir als Halbpensionsgast zusammenstelle ist vitamin-und mineralstoffreich und bietet dem Körper die ganze Vielfalt an Vitalstoffen, die die Immunabwehr stimuliert und den Stoffwechsel auf Trab hält. Sagt meine Gesundheits-App. Ich kombiniere mein Abnehmprogramm laut „Health-Plan“ auf zwei Mahlzeiten am Tag: Zum Frühstück gibt’s frische exotische Früchte und frisch gepresste Säfte, auch mal eine kleine Eierspeise oder Magerjoghurt. Zugegeben, der Verzicht auf duftende  Croissants oder frische Brötchen fällt schwer. Aber ich vermeide jede Art von Getreide, nur gelegentlich gönne ich mir abends eine Mini-Portion Naturreis. Eine ausgewogene, kalorienarme Mischkost also, die als perfektes Vorbild für zu Hause dienen könnte.  Der Vorteil hier im RIU Palace Maspalomas: Sie wird ohne mein Zutun vor meinen Augen abwechslungsreich und vielfältig zubereitet und hübsch dekoriert auf Tellern präsentiert. Und zum Abschluss  dieser Luxusdiät darf ich täglich vom Dessertbüffet noch eine winzige Kleinigkeit wählen: Petit Fours, frische Erdbeeren, Himbeeren, Feigen, Melone, Früchtesorbet oder eine Schokoladenpraline! Himmlisch!

Nach jeder Schlemmerei auf Sterneniveau fühle ich mich angenehm gesättigt und will kaum glauben, dass ich pro Tag mit Sport, Fußmärschen und Relaxen keine 1000 Kalorien zu mir genommen habe. Lediglich bei den Getränken muss ich auf  die Kalorienbilanz achten. Edle Weine aus der gut sortierten Getränkekarte sind natürlich nicht angesagt, auch kein Alkoholgetränk an der Bar zu später Stunde. Das würde die Zellverbrennung  beim Abnehmprozess erheblich stören, sagt meine App.  Mineralwasser wird zu meinem reichlich genossenen Lielingsgetränk. Alllerdings: Die vielen Runden in den beiden Pools und die Dünen-Abendspaziergänge unter dem Sternenhimmel bringen die nötige Bettschwere.

Wer auch mal à la carte im RIU Palace Maspalomas schlemmen möchte, könnte leicht, vitaminreich und kalorienarm im Fusion-Restaurant „Krystal“ aus der Menükarte wählen. Wer nicht weiß, wie das geht, lässt sich von der erstklassig geschulten Servicecrew beraten. Wer weiß, wie die einzelnen Zutaten auf seiner „Health-App“ abzulesen sind, aber keine Lust auf Geschmack aus verschiedenen Kulturen hat, muss nur ein bisschen Wissen darüber mitbringen, welche Gewürze aus den Regionen der Welt erstklassig zusammenpassen. Wenn man zum Beispiel Tapas mit asiatischen Aromen von der Menükarte wählt, sehr klein, sehr fein, sehr lecker, stimuliert das unterschiedlich die Sinne und man hat eine tolle Gourmet-Erfahrung. Köstlich sind  gegrillte Scampi, Tun-oder Tintenfisch mit vielerlei süß-sauren und scharfen Saucen. Letztlich ist es eine Frage der Menge, womit man kalurienreduziert speist.

Am siebten Schlemmertag habe ich jedenfalls fünf Pfund abgenommen. Ach ja, die Rad-und Wanderausflüge, Aqua-Gymnastik, Bahnen-Schwimmen, Fitnesstraining und Saunagänge haben wohl auch zum Fitnessprogramm beigetragen. Etwas kurz gekommen sind dieses Mal faule Liegestuhlstunden auf der Sonnenterrasse am Pool.

Im RIU Palace Maspalomas kosten 7 Nächte im  November 2022 Flug ab Hamburg HP/im DZ/Meerblick ab 1.688,- Euro (www. TUI.de)

 

Worum geht’s beim Frühstück? Um Genuss und herrlich viel Zeit haben…

Kulinarischer Hochgenuss (c) Lukas Lenhardt (Hollmann Beletage)

#bestbreakfastintown: Das Frühstück in der Hollmann Beletage ist BIO-zertifiziert. Das Boutiquehotel im ersten Wiener Bezirk wurde im Rahmen der Aktion „Natürlich gut essen“ mit dem Goldsiegel ausgezeichnet. Das heißt: Was in der Beletage auf den Frühstückstisch kommt ist von top Bioqualität. Frühstücken in der Beletage ist wunderbar „out of the box“. Ein Besuch in dem Gründerzeithaus in der Köllnerhofgasse lohnt sich. Zum Frühstücken von 7.00 bis 11.30 Uhr – und für vieles mehr. 

In der Ruhe liegt die Kraft. Daher startet ein Tag in der Hollmann Beletage mit einem servierten Frühstück, das viele Stücke spielt. Dazu muss man wissen: Hollmann Vergnügungsstätten gibt es drei in Europa. Daher bietet die Hollmann Beletage auch ein Frühstück in drei Akten in Anlehnung an die Hollmann-Standorte Wien, Turracher Höhe und Triest. Eine Hommage an Wien sind die Heurigenplatte mit Rindersaftschinken, Wiener Wurst, Käse, Pfefferoni und geriebenem Kren, das Fiaker-Gulasch mit Wachtelei und Mini Frankfurter, für die Süßen der Marmorguglhupf. An die Turrach zwischen Kärnten und der Steiermark erinnern Eierspeise mit Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernen und „Honigreingerl“. In Triest schwelgen Feinschmecker, wenn sie Caprese, Frittata Triestina und Schokokuchen verkosten. Immer mit dabei: Hausgemachte Marmeladen, Müsli und andere Cerealien, Jogurt, Obst, Gemüse und Prosecco. Das Brot und Gebäck kommt duftend aus der Backstube der Bäckerei Öfferl, die im traditionellen Handwerk „echte“ Köstlichkeiten herstellt: Handsemmel, Mohnstriezerl, Salzstangerl, Butterstriezel. Voll Vitaminen stecken frisch gepresste, hausgemachte Säfte: Apfel-Karotte, Wassermelone-Himbeere-Minze, Heidelbeer-Banane. Power gibt der Kaffee aus der Kaffeerösterei Naber. Neugierige kosten sich durch die Wiener Kaffeespezialitäten von „Kaffee verkehrt“ bis „Einspänner“. Milch steht für jeden Geschmack bereit – von Kuhmilch über Sojamilch bis Hafer- und Mandelmilch. Und die Wiener haben das beste Hausrezept, wenn der Abend etwas länger war. Eine kräftige Frittatensuppe ist ein echter Fitmacher. Die kann man in der Hollmann Beletage jederzeit zum Frühstück bestellen. Für Veganer oder Personen mit Gluten- oder Laktoseintoleranz gibt es selbstverständlich auch Alternativen – dies muss nur kurz vorangemeldet werden. Die Frühstücksspecials der Beletage versüßen das Jahr: Vom zünftigen Weißwurstfrühstück zur Oktoberfest-Zeit über Verlockendes zu Weihnachten und Neujahr bis hin zum Vienna-City-Marathon Frühstück. Die Hollmann Beletage ist immer für eine Überraschung gut. 

Das einzigartige Boutiquehotel mit 26 Zimmern und einer Suite ist ein außergewöhnlicher Rückzugsort mit einer unverwechselbaren Handschrift. Die moderne Interpretation von Leben in Wien. Der charismatische Freigeist hinter den Hollmann Vergnügungsstätten ist Robert Hollmann. Er redet nicht lange um den heißen Brei: „Ich reise unfassbar gerne – und Hotels sind mir ein Gräuel.“ Daher gibt es für ihn nur eines: Hotels neu erfinden. Dass ihm dies mehr als gelingt, beweist die Hollmann Beletage – gegen den Strich gebürstet, ein nicht alltägliches Hotel für nicht alltägliche Menschen.

Hollmann Beletage
A-1010 Wien, Köllnerhofgasse 6
Tel.: +43/1/9611960
E-Mail: office@hollmann-beletage.at
www.hollmann-beletage.at

Der Zauber des Augenblicks

Foto: Shino by Unsplash

Unter dem Motto „Der Zauber des Augenblicks“ lädt, gemeinsam mit der Kirchengemeinde Wedel, das Deutsch-Japanische Forum Elbe e. V. zu einem herbstlichen Konzert- und Japanabend am 5. November 2022 um 18:00 Uhr ein. Das Konzert findet in der Immanuelkirche in Wedel (Küsterstraße 4) statt, anschließend ziehen wir in den Gemeindesaal, die Risthütte, um, wo wir bei Tee und japanischen Snacks sowie einem kleinen Kulturprogramm den Abend fortsetzen wollen.

Im Konzert erwartet Sie, passend zur Jahreszeit und der im Herbst in Japan seit über tausend Jahren stattfindenden Mondschau (tsukimi), ein abwechslungsreiches Programm mit japanischen Liedern und Musikstücken, welches der Sakura-Chor des DJFE und verschiedene Solist*innen darbieten. Da Herbstmondfeste und Poesie untrennbar miteinander verbunden sind, ist ein weiteres Highlight die Lesung von Haikus durch die Hamburger Lyrikerin Maren Schönfeld, welche das Konzertprogramm ergänzen. Außerdem verraten wir Ihnen, warum in Japan ein Hase im Mond zu finden ist und welche Traditionen noch die tsukimi-Feiern in Japan begleiten.

Im Anschluss an das Konzert werden nebenan in der Gemeindesaal, der Risthütte, Tee und japanische Snacks angeboten, und ein kleines Kulturprogramm, u. a. mit Kimonoausstellung, Tombola und Kunstgalerie, ermöglicht einen weiteren Einblick in die japanische Kultur sowie den interkulturellen Austausch.

Der Eintritt ist frei, es ist keine Voranmeldung notwendig.
Spenden sind gerne willkommen.

Miki Sawai, Sopran
Mana Abe, Mezzosopran
Mio Sasaki, Violine
Mariko Inoue, Viola
Lisa Malinski, Violoncello
Sabine Malsch, Tischharfe
Harald Maihold, Klarinette
Nao Ueda, Klavier
Sakura-Chor des DJFE
Maren Schönfeld: Haiku-Lyrik
Julia Hackenberg: Moderation

 

https://djfe.de/der-zauber-des-augenblicks

Ein großer Mime – in allen Sätteln gerecht

Herbert Tennigkeit
Foto: actorsagency hamburg

Ein Nachruf auf den Schauspieler und Rezitator Herbert Tennigkeit

Dies vorweg. Herbert Tennigkeit war ein lustiger Vogel, stets zu Scherzen und heiteren Geschichten aufgelegt, die er in seiner unnachahmlichen Art zum Besten gab. Hinter dieser mitreißenden Fröhlichkeit verbarg sich ein nachdenklicher belesener Feingeist, der gern über die Dinge philosophierte, die weit über das Alltägliche hinausreichten.

„Mir hat keiner an der Wiege gesungen, dass ich einmal Schauspieler werden würde. Ursprünglich hatte das Leben offenbar etwas ganz anderes mit mir vor,“ gestand Herbert Tennigkeit mir einst, als ich ihn während eines Hamburger Gastspiels in seiner Theatergarderobe aufsuchte.

1937 im ostpreußischen Memelland geboren, floh er 1944 kurz vor Kriegsende unter dramatischen Umständen mit seiner Mutter und seinen Brüdern vor der Roten Armee gen Westen. Nach einem Aufenthalt in Sachsen trieb es die Familie weiter nach Berlin. Herberts Mutter war praktisch veranlagt und bestand darauf, dass der Sohn erst einmal etwas Ordentliches lernte. Der ging daraufhin bei einem Maler und Anstreicher in die Lehre, der ihm beibrachte, wie man vom Krieg verwahrloste Häuser wieder in einen bewohnbaren Zustand zurückversetzte. Geschadet habe ihm diese Ausbildung zum Handwerker nicht, gestand Tennigkeit einmal. Aber sein Traumziel, Schauspieler zu werden, habe er nie aus den Augen verloren. 1962 war es dann so weit. Er zog nach Düsseldorf und nahm dort Unterricht bei einem seinerzeit bekannten Schauspieler. Auch zum Sänger ließ er sich ausbilden.

Diese solide Ausbildung hatte sich gelohnt, denn in der Folgezeit durfte sich der frisch gebackene Mime über eine Reihe von Engagements an bekannten westdeutschen Bühnen freuen.
Während ein Tourneetheater ihn durch viele Städte der Republik führte, stand er auf der Bühne des Hamburger Ernst-Deutsch-Theaters, brillierte bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen, trat in der Komödie Frankfurt auf und wirkte in Theaterproduktionen mit, die ihn in die Niederlande, Österreich und nach Großbritannien führten. Sein umfangreiches Repertoire umfasste unter anderen Stücke von Shakespeare, Osborne, Brecht, Kleist und Hochhuth. Auch in Operetten und Musicals trat dieser vielseitige Künstler auf. Besonders gelungen empfand er seinen Auftritt in „Irma la Douce“: „Ein bezaubernd frivoles Stück.“ Schade nur, dass er der Irma aller Irmas Shirley MacLaine nie begegnet ist. Aber man kann halt nicht alles haben.

Als Sprecher machte Herbert Tennigkeit sich ebenfalls einen Namen. Seine sonore Stimme eignete sich gut für Hörspiele. Dabei lagen ihm die Karl-May-Hörspiele besonders am Herzen: „Welcher Jugendliche hat nicht alle oder die meisten der insgesamt 65 Romane dieses Titanen der spannenden Lektüre verschlungen?“ Nicht wenige von uns haben sie mit der Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen. Die Chronistin war eine von ihnen.

In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts begann der Mime Tennigkeit noch eine viel beachtete Karriere als Darsteller in Fernsehfilmen und -serien. Unvergessen ist seine Rolle als Anästhesist Dr. Laudann in der „Schwarzwaldklinik“, einer Serie, „die sich zu einem veritablen Straßenfeger entwickelte. Kitsch as Kitsch can? Wahrscheinlich. Aber das Publikum war begeistert von der heilen Welt des Schwarzwaldes und den Protagonisten, die so sympathisch menschlich rüberkamen. Fast genau so beliebt waren Serien vom Schlage „Das Erbe der Guldenbergs“ , „Das Traumschiff“, „Hotel Paradies“ und „Kreuzfahrt ins Glück“, in denen Tennigkeit ebenfalls Erfolge feierte.

Unschlagbar war Herbert Tennigkeit als Rezitator. Seine Lesungen in ostpreußischer Mundart sind bis heute unvergessen. Wenn er aus Siegried Lenz‘ „So zärtlich war Suleyken“ las oder Günther Ruddies‘ „Woher kommen die Marjellchens?“ rezitierte, blitzte in den Augen mancher Zuhörerin aus der „kalten Heimat“ nicht selten ein heimliches Tränchen auf.

Seine ostpreußische Heimat hat Herbert Tennigkeit nie vergessen. Er trug sie immer im Herzen. Mehrmals ist er an den Ort seiner Kindheit zurückgekehrt. In einem Interview vor Jahren, das die PAZ mit ihm führte, bekannte er sich offen zu seiner Sehnsucht nach seinem heimatlichen Poggen. Er wollte seinen Sandkasten, den Apfelbaum im elterlichen Garten und auch seine Schule wieder sehen. Und – oh Wunder – alles war noch da. Da darf auch ein gestandenes Mannsbild eine Träne vergießen.

Ich erinnere mich noch genau an eine gemeinsame Fahrt mit Herbert Tennigkeit zu einem Termin an der Ostsee. Während der kurzen Reise erzählte er mir in beredten Worten viel aus seinem ereignisreichen Leben als Darsteller großer Rollen und gestand ganz nebenbei, dass er sogar mit dem Gedanken gespielt habe, Schlagersänger zu werden. Einfach, weil er gern singe. Ganz so wie der große Kollege Gustav Gründgens, der einmal bekannte: „Ich weiß ja, ich kann nicht singen. Und dabei singe ich doch so gern.“ Aber Herbert Tennigkeit konnte wirklich singen. Immerhin hatte er in jungen Jahren Gesangsunterricht genommen. Und so sangen wir auf unserem Weg nach Timmendorfer Strand aus voller Kehle „Lilli Marlen“, „Die Beine von Dolores“ und „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt.“ Ein unvergessliches Erlebnis.

Schließlich, doch nicht zuletzt muss an dieser Stelle noch Herbert Tennigkeits langjährige enge Freundschaft mit der in Königsberg geborenen Autorin und Journalistin Ruth Geede erwähnt werden, die im April 2018 im biblischen Alter von 102 Jahren verschied. Ruth, die Doyenne ihrer Zunft, teilte ihre Liebe und lebenslange Sehnsucht nach Ostpreußen mit Herbert. Und niemand konnte ihre Gedichte und Prosa so schön im ostpreußischen Idiom rezitieren wie er. Eine Kostprobe seiner Kunst wurde uns zur Feier des 100. Geburtstages von Ruth Geede im Jahre 2016 geboten.

Nun ist auch Herbert Tennigkeit von uns gegangen. Er starb am 10. Oktober 2022 im Alter von 85 Jahren in seiner Wahlheimat Hamburg.

Requiescat in pace!

(Dieser Nachruf erschien zuerst in der Preußischen Allgemeinen Zeitung)


Lesen Sie auch diesen Artikel über eine Fahrt mit dem Dampfschiff St. Georg, bei der Herbert Tennigkeit Texte rezitierte: https://die-auswaertige-presse.de/2016/08/alstervergnuegen-auf-dem-historischen-dampfer-st-georg/

 

Kunstaktion im Kottwitzkeller

Glück to go © Oliver Kunst / Foto: Hanna Malzahn

Eine schöne Straße im Generalsviertel in Hamburg-Eimsbüttel: Mehrfamilienhäuser aus der Gründerzeit, aufwändig renovierte Jugendstil-Fassaden, Kopfsteinpflaster, Balkone und kleine Vorgärten eingefasst in schmiedeeiserne Zäune – die Kottwitzstraße, erbaut 1901, beschaulich und idyllisch.

Einmal im Jahr Ende August findet seit 1996  der KOTTWITZkeller statt, ein Kunstprojekt im Hamburger Untergrund und in privaten Räumen. Eine Non-Profit-Veranstaltung, basierend auf Nachbarschaft, Engagement und Solidarität. Die Freude am Ausprobieren und an der Kunst ist oberste Maxime.

Wohnungen und Treppenhäuser verwandeln sich in Galerien

Die Nachbarn räumen die Keller leer, Fährräder und Hausrat werden weggestellt. Sehr viele Besucher gehen Jahr für Jahr die Treppe in den Kottwitzkeller hinunter, dessen Treppenaufgang ein Gemälde von Horst Wäßle ziert, einem Künstler der Schlumper-Künstlergruppe.

Es gibt viele Kunstgattungen zu sehen: Malerei, Zeichnungen, Drucke, Objekte, Installationen, Theater, Musikimprovisationen, Performance, Video, Film, Modenschau, Gedichte… ein vielfältiges Programm.

Auch die Innenhöfe, Gärten und die Straße werden  bespielt, ein buntes Fest mit Kunst, Musik und fröhlichem Treiben.

Puppen des Glücks © Luise Czerwonatis / Foto: Hanna Malzahn

Die Begründer und Organisatoren Wolfgang Scholz und Dieter Tretow geben ein weitgefasstes Thema vor. Es gibt keine Jury und keine Altersbeschränkung. Die Wahl der Motive zum jeweiligen Thema, die Technik und die Formate sind den Künstlern freigestellt. Das garantiert schon von vornherein eine große Bandbreite und Vielfalt an Kunstwerken. Alle Künstler sind eingeladen, die jeweilige Themenstellung in ihrem eigenen Credo zu bearbeiten. Sie können ausprobieren und experimentieren, bis die Umsetzung der Idee jeweils optimal erscheint. Dabei beschreiten viele Künstler ganz neue Wege.

Es geht um das Glück

Beim diesjährigen 26. Kottwizkeller am 27. und 28. August ging es thematisch um das Glück. Das Logo zeigt einen Wolf.

In Italien wünscht man jemanden mit „in bocca al lupo“ nicht wortwörtlich in das Maul eines Wolfes, sondern viel Glück. Im Deutschen finden wir die Entsprechung im Wunsch des „Hals- und Beinbruchs“. Um das Glück nicht herauszufordern, wünscht man aus Aberglaube genau das Gegenteil.

Lt. Wikipedia ist „Glück ist ein mehrdeutiger Begriff, der momentane oder auch anhaltende positive Empfindungen (Glücksgefühle) einschließt, die von stiller bis zu überschießender Art sein können. Glücklich kann man zudem eine Person nennen, der es anhaltend gut geht, weil ihr Leben viel von dem enthält, was sie als wichtig erachtet.“

Kitsch macht Dich glücklich © und Foto Hanna Malzahn

Ist Glück demnach Zufriedenheit oder ein flüchtiger Augenblick? Oder die positive Bilanz eines Lebensabschnittes?

Das subjektiv beeinflussbare und wahrgenommene Glück in einer Definition als objektive Tatsache festzuhalten, ist äußerst schwierig.

Eine faszinierende Werkschau

So  ist es spannend und inspirierend wie die sechsunddreißig teilnehmenden Künstler das Glück in ihren Arbeiten darstellen, beschreiben und interpretieren, das Glück in mannigfaltiger Gestaltung, unter verschiedenen Aspekten und Fragestellungen, eine faszinierende Werkschau.

Es gibt großartige Exponate: Malerei, Zeichnungen, Collagen, Druckgraphik, Objekte, Scherenschnitte, Installationen, Theater, Film und Musik, Zauberei, Märchen und Seifenblasen  – glückliche Momente  inklusive.

Glückskeks © Wolfgang Scholz Dieter Tretow / Foto: Hanna Malzahn

Im Garten gibt  es einen interaktiven überdimensionierten Glückskeks von der Größe eines Drei-Mann-Zeltes, im Treppenhaus eine Installation mit Spielkarten, der Schriftzug „GLÜCK“ gestaltet mit Centstücken, Scherenschnitte mit faszinierenden Schattenwürfen, Puppen des Glücks chillend zum Feierabend im Waschbecken, Fotoserien, klassische Malerei, zimmergroße Installationen, einen gewebten Wandteppich und vieles, vieles mehr.

Ein Film zum 26. Kottwitzkeller fängt die gute Stimmung ein, zeigt die unterschiedlichsten Positionen und das ungewöhnliche Ambiente.

Weitere Informationen unter www.kottwitzkeller.de

Die Ausstellung kann man virtuell durchwandern: https://www.kottwitzkeller.de/gluecksuebersicht.html

Cocooning © Tanja Soler Zang / Foto: Hanna Malzahn