Er verschaffte Friedrich dem Großen die Mittel

erschienen in der PAZ

Von Dr. Manuel Ruoff

Erst das Aufbauwerk Friedrich Wilhelms I. ermöglichte es seinem Sohn und Nachfolger, Preußen zur Großmacht zu machen

Nicht ohne Grund gilt der am 14. August 1688 in Cölln bei Berlin geborene Friedrich Wilhelm I. als Preußens größter „innerer“ König. Er formte Preußen zu einem vormodernen Einheitsstaat mit einer starken Armee, geordneten Finanzen sowie einer effektiven und „sauberen“ Verwaltung.

Das Repräsentationsbedürfnis seines Vaters, des ersten preußischen Königs Friedrich I., teilte er ebenso wenig wie die Intellektualität seiner Mutter, der Königin Sophie Charlotte. „Mehr scheinen als sein“, das Lebensmotto seines Vaters, lehnte er ebenso vehement ab wie „L’art pour l’art“ und die Wissenschaft um ihrer selbst willen. Bezeichnenderweise machte er als König seinen als eitel geltenden Hofgelehrten Jacob Paul von Gundling zu seinem unfreiwilligen Hofnarren, den er selbst noch über den Tod hinaus Hohn und Spott preisgab. „Er verschaffte Friedrich dem Großen die Mittel“ weiterlesen

18. Lesung „Welt der Wörter“: 28. August 2013 IGS Hamburg -Fotos jetzt hier

IGS Welt der Wörter-Bühne West

28. August
László und Witka Kova mit Texten und Bildern: "Mensch und Tier - Tier und Mensch", dazu Hamburg Bilder und Landschaftsaquarelle.
When: Mi August 28 14:00 - 15:00

ESSO-Häuser und die Außerirdischen

Von Michael Buschow

Festgehalten
Festgehalten

Tabularasa auf St.Pauli

Da steht sie nun an ihrer Staffelei vor der Kneipe „Das Herz von St.Pauli“ und dokumentiert etwas mit Pinsel, Farbe und Leinwand, das es bald nicht mehr geben wird. Die Malerin Gilla Schmitz arbeitet an ihrem Projekt  „Hamburger Eingänge“, einer bildlichen Dokumentation über Häuserfronten und typische Eingangsbereiche der Hansestadt, die durch den urbanen Kahlschlag bedroht sind. Und sie muß sich beeilen, denn  Abrissbirnen und Bagger sind im Anmarsch. „ESSO-Häuser und die Außerirdischen“ weiterlesen

Es tropft das Blut der Kritik…

Von Johanna Renate Wöhlke

Es tropft das Blut der Kritik :)
Es tropft das Blut der Kritik 🙂

Keine Rezension, nur ein kleiner Gedankenspaziergang in die Unwelt der Kritik

Ich habe ein Buch gelesen. Dieses Buch hat es in sich und bei mir Spuren hinterlassen. Es trägt den Titel „Künstler beschimpfen Künstler“, ist ein Reclam Taschenbuch, wurde von Peter Dittmar herausgegeben und kostet 7 Euro und 90 Cent, gebraucht bei Amazon schon billiger zu haben.  Es ist schon einige Jahre auf dem Markt und in meinem Bücherschrank. Erworben habe ich es damals im Shop der Hamburger Kunsthalle.

Das Buch ist eine Sammlung kritischer Zitate von Künstlern über Künstler. Vier Jahre im Bücherschrank und erst jetzt so richtig ins Bewusstsein gesickert –  das ist eine lange Zeit. Es wäre falsch, daraus zu  schließen, dass es ein heimischer Ladenhüter ist.  Es gehört zur Kategorie der „longseller“: kaufen, lesen, in den „Es tropft das Blut der Kritik…“ weiterlesen

Kaum ein Wahrzeichen ist zierlicher

erschienen in der PAZ

Von Dr. Manuel Ruoff

Vor 100 Jahren wurde die Kleine Meerjungfrau an der Uferpromenade Langelinie in Kopenhagen aufgestellt

Sie gilt als eines der kleinsten Wahrzeichen der Welt. Nur 175 Kilogramm schwer und 1,25 Meter groß ist die Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen. Dabei identifiziert sich nicht nur die Hauptstadt, sondern die ganze dänische Nation mit der sympathischen Figur. Für 38 Prozent der Dänen ist sie die Nationalikone. Das ist immerhin die relative Mehrheit. Sie verweist damit die für Dänemark so typischen reetgedeckten bunten Fachwerk­häuser, roten Briefkästen der Post Danmark und Rød pølse – die ebenfalls roten Hot-Dog-Würstchen, welche die EG einst verbieten wollte – auf die Plätze. „Kaum ein Wahrzeichen ist zierlicher“ weiterlesen

Ein Brief ließ ihn zum Autobauer werden

erschienen in der PAZ

Von Dr. Manuel Ruoff

Václav Klement gründete mit einem Landsmann Laurin & Klement, heute als VW-Tochter Škoda Auto bekannt

Autokäufer, die etwas für Volkswagen übrig haben, aber nicht für den Namen ein paar tausend Euro mehr zahlen wollen und nicht so modisch sind, dass sie sich daran stören, wenn das Design ihres Neuwagens in manchem weniger an die aktuelle denn an die vorausgegangene VW-Generation erinnert, greifen gerne zu einem Škoda. 939200 Autos konnte der tschechische Automobilhersteller aus dem VW-Konzern vergangenes Jahr verkaufen, mehr als je zuvor. Dieses Jahr konnte der drittälteste Autobauer der Welt die Produktion des 15-millionsten Fahrzeugs feiern.

Nun könnte man meinen, dass die Geschichte von Škoda Auto, so der korrekte Name der 100-prozentigen VW-Tochter, auf einen Herrn oder eine Frau Škoda zurückgeht. Tatsächlich gibt es einen Emil von Škoda, auf welchen der Name zurückgeht, doch die Wurzeln von Škoda Auto liegen „Ein Brief ließ ihn zum Autobauer werden“ weiterlesen

17. Lesung „Welt der Wörter“: 21. August 2013 IGS Hamburg, Fotos jetzt hier

IGS Welt der Wörter-Bühne West

21. August
Anna Würth: Die Hamburger Autorin und Fotokünstlerin liest: "Bleibendes Licht", Lyrik. Und "Die Kaurikarte", eine Kurzgeschichte aus der Südsee. www.annawuerth.de
When: Mi August 21 14:00 - 15:00

Als Bayern die Mark regierten

erschienen in der PAZ

Von Dr. Manuel Ruoff

Vor 640 Jahren beendete der Vertrag von Fürstenwalde die Herrschaft der Wittelsbacher

Nicht nur Monarchisten und Historikern dürfte die Herrschaft der Wittelsbacher in Bayern ähnlich ein Begriff sein wie die der Hohenzollern in Brandenburg. Schon weniger weit verbreitet dürfte jedoch das Wissen darum sein, dass zwar nicht die Hohenzollern über Bayern, aber sehr wohl die Wittelsbacher über Brandenburg geherrscht haben. Das dauerte allerdings zugegebenermaßen nicht sehr lange und ist auch schon einige Jahrhunderte her. Bezeichnenderweise war es ein Kaiser aus dem Hause Wittelsbach, der diesen Zustand begründete, und ein Kaiser aus einem anderen Geschlecht, der ihn beendete. „Als Bayern die Mark regierten“ weiterlesen

Abgefahrene Safari

Dieser Artikel wurde bereits in SaS (Schleswig-Holstein am Sonntag) am 23. Juni und in  der PAZ am 10. August 2013 veröffentlicht

Von Uta Buhr

Bei schönem Wetter auch mal "oben ohne" in der roten Stretch-Limousine
Bei schönem Wetter auch mal „oben ohne“ in der roten Stretch-Limousine

Foto- Jagd nach letzten Spuren der Mauer – In Berlin machen Touristen im Trabi echte „Grenz“-Erfahrungen

Am 13. August 1961 wurde in Berlin die Mauer errichtet, die 28 Jahre lang die Stadt teilte. Mit touristischen Trabifahrten kann man sich heute auf die Suche nach dem „antiimperialistischen Schutzwall“ begeben.

Kaiserwetter. Die Sonne strahlt von einem azurblauen wolkenlosen Himmel auf uns herab.

„ Da könn’ ma ja heute Kabrio fahren, sozusajen oben ohne“, freut sich der Mann im Hof der Trabi World in der Zimmerstraße und schiebt das Dach eines  in leuchtendem Rosa gespritzten Fahrzeuges der  Marke Trabant auf. Allgemeines „Abgefahrene Safari“ weiterlesen

16. Lesung „Welt der Wörter“: 14. August 2013 IGS Hamburg, Fotos jetzt hier

IGS Welt der Wörter-Bühne West

14. August
László und Witka Kova mit Texten und Bildern: "Mensch und Tier - Tier und Mensch", dazu Hamburg Bilder und Landschaftsaquarelle.

Facebook-Teilnehmer finden hier umfangreiches Fotomaterial

_____ „16. Lesung „Welt der Wörter“: 14. August 2013 IGS Hamburg, Fotos jetzt hier“ weiterlesen