Kleine Bilderschau: Sommerbrunch im Landhaus Walter

 

Das Buffet war reichlich und ausgezeichnet. Zahlreiche Gäste füllten das Landhaus Walter fast bis auf den letzten Platz. Der für uns reservierte Tisch war nicht nur rund, er schien auch unsere kleine Gesellschaft von neun Personen gerne zu beherbergen, die jede für sich das Gefühl hatten: Eine runde Sache, dieser Sommerbrunch!

Hans-Peter Kurr war aus seinen Proben für die Rolle des Dr. Korczak gekommen ( Informationen dazu auf unserer Seite). Dr. Wolf-Ulrich Cropp berichtete über seine Afrikareise, die der morgenf ür ein neues Buch antreten wird – das Thema spannend wie immer, aber gesagt werden darf noch nichts…Emina Kamber wird demnächst auch wieder in Bosnien sein, um dort das von ihr schon vor vielen Jahren ins Leben gerufene Hilfsprojekt mit Jugendlichen nach dem Bosnienkrieg zu begleiten – mit Schreiben und Kunst. Harry Ostwaldt wusste ganz genau zu berichten, welche Erfordernisse ein echter „Eisenbahner“ zu erfüllen hatte und wie es heute darum steht. Interessante Geschichten also „zwischen Hamburg und Haiiti“, die da auf den Tisch kamen – unter anderem die Idee, das Rhetorik-Seminar des Hans-Peter Kurr noch einmal in diesem Jahr anzubieten. Nähere Informationen dazu folgen auf dieser Seite.

Die Präsidentin hat die Bilder gemacht, bearbeitet und in einen Slide verwandelt, so dass ein kleinen Eindruck entstehen kann. Wir grüßen alle herzlich, wo auch immer unsere Mitglieder sein mögen, wünschen noch einen schönen Sommer, der diesen Namen verdient, und – verabreden uns schon einmal für unsere Weihnachts- und Jubiläumsfeier! Möglichst viele dabei zu haben, das wäre wunderbar!

Ihre Johanna Renate Wöhlke, Präsidentin

 

Wo Friedrich der Große glücklich war

Von Dr. Manuel Ruoff

Die letzten vier Jahre seiner Kronprinzenzeit residierte der spätere König von Preußen im Schloss Rheinsberg

„Das Unglück hat mich immer verfolgt. Ich bin nur in Rheinsberg glücklich gewesen.“ Vor 275 Jahren bezog der älteste Sohn des „Soldatenkönigs“ mit seiner Ehefrau das am Grinericksee gelegene Wasserschloss.

Dass er seine glücklichsten Jahre in Rheinsberg verlebte, will man Preußens berühmtestem König gerne glauben. Sicherlich ist das Leben sozusagen als Reservemonarch in der Regel unbeschwerter denn das eines Regenten. Und die Kindheit Friedrichs unter der Aufsicht des gestrengen Vaters war sicherlich kein Zuckerschlecken. Gleiches gilt für die Festungshaft und die Zeit der Bewährung in Küstrin. Nachdem der verstoßene Sohn wieder in Gnaden aufgenommen war, erhielt der Kurprinz entsprechend der Tradition im Kurfürstentum Brandenburg ein Amt überwiesen. In seinem Falle war es das Amt Ruppin. Dazu erhielt er das Kommando über das dorthin verlegte frühere Regiment zu Fuß von der Goltz. In Neuruppin erhielt er eine Unterkunft, die eines jungen ledigen Regimentskommandeurs würdig war, aber Friedrich wollte als Kur- und Kronprinz, der er auch noch war, Hof halten. Die Möglichkeit dazu gab ihm sein Vater, nachdem er in die Vernunftehe mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern eingewilligt hatte. „Wo Friedrich der Große glücklich war“ weiterlesen

Vor allem monumental sollte er sein!

Von Dr. Manuel Ruoff

Nach drei Jahrzehnten Bauzeit wurde der 50 Meter hohe und 45 Meter breite Arc de Triomphe am 30. Juli 1836 eingeweiht

Nach der Dreikaiserschlacht von Austerlitz vom 2. Dezember 1805 entstand beim Kaiser der Franzosen Napoleon I. der Wunsch, seine Siege in seiner Hauptstadt durch zwei Triumphbögen zu verherrlichen. Im Frühjahr 1806 verfügte er deren Errichtung. Beide stehen noch heute. Der eine ist der Arc de Triomphe du Carrousel, der andere der Arc de Triomphe auf dem Place de l’Étoile, dem heutigen Place Charles-de-Gaulle. Beide sind symptomatisch für das Selbstverständnis und die Selbstdarstellung des Emporkömmlings. „Vor allem monumental sollte er sein!“ weiterlesen

Von der Wende „kalt“ erwischt

Von Dr. Manuel Ruoff

Die Bundesrepublik tut sich schwer mit ihrem Freiheits- und Einheitsdenkmal

Nach dem aktuellen Stand ist eine spaßige Wippe als Freiheits- und Einheitsdenkmal vorgesehen. Eigentlich sollte man ein solches Teil eher in einem Vergnügungspark erwarten. Andererseits ist es der durch Alt-68er und deren Jünger geprägten bundesdeutschen Spaßgesellschaft und deren Verhältnis zur friedlichen Revolution und ihrem Ergebnis, der Wiederherstellung des deutschen Nationalstaates, durchaus angemessen.

Dass die Kommunisten in Mitteldeutschland das Ende der von ihnen beherrschten DDR nicht bejubeln, ist verständlich. Auch beharrten die DDR-Politiker auf der deutschen Teilung, weil bereits die ersten Nachkriegswahlen gezeigt hatten, dass ihre Politik in einem freien Gesamtdeutschland nicht mehrheitsfähig war. Allerdings ist der Kommunismus nicht per se gegen einen deutschen Nationalstaat. Das ist bei der Ideologie der 68er anders. „Von der Wende „kalt“ erwischt“ weiterlesen